La CUP contro l’ipocrisia del re spagnolo.

Mireia Boya, diputata della CUP al parlamento catalano, in un’intervista concessa a Catalunya Ràdio si è scagliata contro la presenza del monarca spagnolo a Barcellona, in questi giorni. Secondo l’esponente di sinistra, originaria della Val d’Aran (Occitania), sarebbe ipocrita venire in Catalogna a piangere le vittime di un attentato e al contempo contribuire a finanziare il terrorismo. L’allusione alle relazioni che Felipe VI intrattiene con le monarchie arabe, a loro volta accusate di finanziare il terrorismo, è evidente. Boya ha poi rivolto un appello al re di astenersi dal partecipare alle prossime manifestazioni contro il terrorismo, la più importante delle quali in programma sabato prossimo. Alcuni media catalani e spagnoli affermano inoltre che la CUP sarebbe pronta a boicottare il corteo annunciato dal presidente catalano Puigdemont e dalla sindaca di Barcellona Colau se la famiglia reale non fosse disposta a fare un passo indietro.

Vedi anche: [1] [2]

USA: Monumente müssen weichen.

Annapolis, Austin, Baltimore, Brooklyn, Daytona Beach, Durham, Franklin, Frederick, Gainesville, New Orleans, Louisville, Los Angeles, Madison, Orlando, Rockville, San Diego, St. Louis…

In einer fortwährend aktualisierten Liste zählt die New York Times detailliert auf, wo in den Staaten kürzlich Monumente abgebaut oder versetzt wurden, die der Konföderation und der ihr zugrundeliegenden rassistischen Bewegung huldigten.

Es sind vor allem Progressisten wie die ehemalige Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi (Demokraten), die sich für diese Form der Aufarbeitung starkmachen, die Rechtsextremen ein Dorn im Auge ist. Währenddessen werden ähnliche Forderungen hierzulande als politischer Ikonoklasmus gebrandmarkt.

In Boston wurde ein Denkmal verhüllt, bis eine Entscheidung über seine Zukunft gefällt ist. In weiteren Städten wie Jacksonville, Lexington, Memphis, Nashville, Richmond, San Antonio, Tampa, Washington D.C. steht die Entfernung von Monumenten aktuell im Raum — und möglicherweise kurz bevor.

Siehe auch: [1] [2] [3]

Kohäsion und Prinzipien in schweren Zeiten.

Nach den Anschlägen in Barcelona und Cambrils sind in Katalonien einige interessante Dinge passiert, die mir hier erwähnenswert scheinen. Nicht nur, dass der katalanische Präsident Puigdemont und die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, den inzwischen üblichen Durchhalteparolen ausdrücklich hinzufügen wollten, dass Katalonien und Barcelona weiterhin Einwanderungsland bleiben werden.

Darüberhinaus scheint zum Beispiel auch der Umgang mit medialer Sensationsgeilheit anders zu sein: Zahlreiche Gemeinden des Landes kündigten über die sozialen Medien an, Abonnements von Zeitungen, die heute allzu krude Bilder der Anschläge und Opfer veröffentlicht hatten, aus Protest kündigen zu wollen. Die Rede war insbesondere von La Vanguardia, El Periodico und El Mundo. Zeitungshändlerinnen sowie die katalanische Supermarktkette Caprabo weigerten sich, genannte Blätter zu verkaufen und verzichteten lieber auf Teile ihrer Einnahmen. Zudem teilte das Departement für Arbeit und Soziales über die Generaldirektion für Kinder- und Jugendschutz der katalanischen Regierung mit, dass es im Sinne von Artikel 16 der UN-Kinderrechtskonvention die (bereits erfolgte oder künftige) Veröffentlichung von Bildern, die tote und verletzte Kinder zeigen, ausnahmslos gerichtlich verfolgen werde.

Der katalanische Innenminister Joaquim Forn lehnte es derweil ab, die von Madrid vorgeschlagene Unterstützung der katalanischen Landespolizei (Mossos d’Esquadra) durch das Heer in Betracht zu ziehen — eine Maßnahme, die er als nutzlos bezeichnete.

Nicht zuletzt isolierten und vertrieben Teilnehmerinnen einer Gedenkveranstaltung im Zentrum von Barcelona rechtsextreme Trittbrettfahrer der Bewegung Plataforma per Catalunya. Stattdessen boten sich mit dem Hashtag #yoteacompaño spontan Hunderte an, Musliminnen zu treffen und zu begleiten, um sie vor etwaigen Repressalien zu beschützen.

Siegesdenkmal: Ein bisschen Selbstbetrug?

Normalerweise droht dem faschistischen Gebauten der Verlust durch Zerstörung, Wegnahme oder Verhüllung. Der Bozner Weg des dekonstruktiven Umgangs impliziert eine Form demokratisch-aufgeklärter Gelassenheit, die mit “Mut” annähernd beschrieben werden kann.

Hannes Obermair, Bozner Stadtarchivar und Historiker, in einem Interview* über das Siegesdenkmal, an dessen Umgestaltung er beteiligt war.

Könnte man die genannte »Gelassenheit« in einer Stadt, in der

eventuell auch annähernd mit »fehlendem Mut« beschreiben?

Ich denke, dass die Einordnung (Mut/Mutlosigkeit) nur im gesellschaftlichen und politischen Kontext erfolgen kann. Und immerhin war man zumindest der Meinung, den Eingriff im Vorfeld geheimhalten zu müssen, um ihn nicht an politischem Widerstand scheitern zu lassen — was nicht gerade für Courage spricht.


*) Salto in Zusammenarbeit mit der Fachabteilung Museen der Autonomen Provinz Bozen

Die Provokation des »Umweltinstituts«.
Tief durchatmen

Gibt es vor der eigenen Tür nicht genug zu kehren?
Wir legen uns durchaus mit der deutschen Bundesregierung an, auch mit der bayerischen Staatsregierung oder – in selteneren Fällen – der Stadt München. Aber wir haben auch schon Flyer auf Polnisch herausgegeben. Oder im Falle eines geplanten Atomkraftwerks einen Server der ungarischen Regierung zum Einsturz gebracht, mit einer Mail-Flut aus Deutschland. Damals ist ein Gesandter der ungarischen Regierung und der Universität Budapest extra nach München gefahren, um sich mit uns zu streiten. Aber: Wir haben geringen Respekt vor nationalen Grenzen.

Karl Bär vom Umweltinstitut München im Salto-Interview über die Aktion »Pestizidtirol«

Was auch immer man von den Methoden der Umweltbewegten halten mag

  • ist eine Diskussion über den massiven Einsatz von Pestiziden in der Südtiroler Landwirtschaft sowie dessen Kompatibilität mit Tourismus und Lebensqualität der einheimischen Wohnbevölkerung wohl längst überfällig;
  • sollten wir imstande sein, zwischen der Provokation und deren Substanz zu unterscheiden;
  • ist es ein Armutszeugnis, dass in diesem Kontext viele nur noch pauschalisierend zwischen Südtirolerinnen und Nichtsüdtirolerinnen unterscheiden können, wobei letztere angeblich nicht mitspracheberechtigt sein sollen — denn somit wird ausgeblendet, dass es in München bzw. in Deutschland nicht nur eine unförmige Masse an Piefkes gibt, sondern zum Beispiel Umweltschützerinnen, die selbst nicht am Dieselskandal schuld sind, den man ihnen nun unter die Nase reibt;
  • sollten wir bedenken, dass Menschen aus anderen Ländern nach Südtirol reisen und wir sie dann auch nicht mit dem Hinweis dorthin zurückschicken, sie sollen doch lieber vor ihrer eigenen Haustür urlauben.

Ich selbst habe mich an einer Sammelklage gegen VW beteiligt, ohne vorher nachweisen müssen, dass Fiat die Abgaswerte seiner Fahrzeuge nicht ebenfalls manipuliert hat.

Siehe auch: [1] [2] [3]

Bedrohte Medienvielfalt.
Lokalblatt der Lächerlichkeit preisgegeben

Als die Tageszeitung A. Adige vor wenigen Monaten vom Verlagshaus Athesia übernommen wurde, machte sich in ganz Südtirol Besorgnis breit: Was würde aus dem traditionsreichen Blatt — nun, da es sich in barbarischen Händen befand — wohl werden? Und: Waren die Werte der Aufklärung bedroht?

Doch schon bald konnte Direktor Faustini Entwarnung geben. Die neuen Eigentümer hätten ihm völlige Freiheit zugesichert, es würde sich also nichts ändern.

Jüngere Indizien nähren nun aber wieder die düstersten Befürchtungen!

Es war die Süd-Tiroler Freiheit, die gestern mit unvorsichtigen Indiskretionen für Aufruhr sorgte. Ohne Not machte sie aus reinem Eigennutz ein Textfragment öffentlich, das ganz Südtirol in Unruhe versetzen wird:

[…] linea da sempre adottata dall’Alto Adige di moderazione dei toni nel trattare questioni aventi riflessi di natura politica.

Wenn diese Worte wirklich, wie behauptet, vom A. Adige stammen, wird man nur schwerlich bestreiten können, dass die neuen Eigentümer hinter den Kulissen eifrig an der Umwandlung des einstmals seriösen Lokalblatts in eine Satirezeitung nach dem Vorbild von Cuore arbeiten.

Südtirolerinnen! Es ist Zeit, auf die Straße zu gehen.

Neue DFB zur Auftragsvergabe.

In der Sitzung vom 28. Juli verabschiedete der römische Ministerrat eine neue Durchführungsbestimmung (DFB) zum Autonomiestatut der Region Südtirol-Trentino, mit der den beiden Ländern neue Zuständigkeiten im Bereich der Vergabe öffentlicher Aufträge übertragen werden. So sollen Südtirol und Trentino fortan eigenständig einschlägiges EU-Recht umsetzen dürfen — sind aber wie immer ausdrücklich an die grundlegenden Bestimmungen der wirtschaftlich-sozialen Reformen der Republik gebunden.

Während die Provinz Trient die Verabschiedung der neuen DFB entsprechend publik gemacht hat und die Meldung von den örtlichen Medien wiedergegeben wurde, sucht man das Thema auf den Seiten des Südtiroler Landespresseamts merkwürdigerweise vergeblich.

Quotation (380): DesIntegration.

Wie läuft die Integration der Flüchtlinge?
Die von uns angebotenen Italienischkurse werden jeden Tag fleißig besucht. Anfangs wollten wir die Teilnehmerzahl begrenzen. Es kamen aber jeden Tag neue Anfragen und dann haben wir entschieden, dass jeder kommen kann. Mittlerweile nehmen zwischen 35 und 40 Migranten das Angebot an, die sehr fleißig sind. Ob wir Deutschkurse auch anbieten, müssen wir noch schauen. Zuerst sollen die Italienischkurse funktionieren.

Karin Cirimbelli (SOS Bozen) im Interview von Michael Keitsch.

Siehe auch: [1] [2] [3]