Apotecri nia ladins?

de David Lardschneider

L trilinguism ie na seva dl Statut de Autonomia, dlongia l proporz y la scola particulera. La pruposta de Florian Mussner te cumiscion legislativa dl Cunsëi provinziel de mëter ite tla lege che i apotecri tla valedes ladines ne adrova nia l trilinguism, ma che l basta avëi l atestat de tudësch y talian, à l assessëur pona trat de reviers, ajache l ova nce ël “mel de vënter”, da coche n à liet ti media.

La pruposta univa purteda ite dal assessëur ladin, chël che ie per definizion l reprejentant di ladins y che muessa cialé de si rejons y de si dërc. La mutivazion fova chëla che l ie tan rie a abiné apotecri ladins tla valedes dla Ladinia. Tant che chësc ie vëira ne séi nia. Ma l ie la cuestion dl uef y dla gialina: tò ca na ezezion per la fé deventé lege ie fauz, dant iel da garantì la rejons y i duvieres, per i apotecri y pona nce per chëla categuries ulache l ne n’ie mo nia laite chësc dërt-duvier, pona pòssen – scencajo – nce avëi una o doi ezezions, che reste ezezions.

Che i cunselieres nia ladins, tudësc y talians, à fermà la pruposta, porta povester pro a pensé do n con’ di bujëns de na politica de denità, fata cun denità y che garantësce denità, nce ai ladins.

La Usc di Ladins, 16.05.2018

Digitale Nachhaltigkeit · Sostenibilità digitale.
Präsentation und Einladung · Presentazione e invito

von Markus Egger und Matthias Wallnöfer

Die Gruppe digitale Nachhaltigkeit ist durch eine Initiative von lokalen Aktivisten im Free-Software-Bereich entstanden. Warum? Wir wollen über den Tellerrand der Technik sehen. Wir wollen den Menschen in unserem Land zeigen, dass es die Möglichkeit zu einer besseren, fairen und vor allem nachhaltigeren Digitalisierung gibt. Weiters wollen wir den Menschen zeigen, dass dies derzeit in der Digitalisierung leider sehr oft nicht der Fall ist. Derzeit gewinnt in der Digitalisierung zu oft der rein Eigennützige, der Stärkere, der Manipulierende, zum Nachteil des gesellschaftlichen Gemeinwohls. In Anlehnung an das Mittelalter können wir die Digitalisierung auch mit einer Rückkehr zum Lehenswesen vergleichen, die persönlichen Freiheiten und Rechte werden mit Füßen getreten. Die Gruppe ist damit nicht einverstanden und will Alternativen aufzeigen, voranbringen und unterstützen, um eine Wende hervorzurufen.

Als Gruppe digitale Nachhaltigkeit möchten wir in nächster Zukunft einige konkrete Aktionen auf den Weg bringen, mit denen wir — auch politische — Zeichen setzen wollen.

Eine Diskussion zum “Manifest der digitalen Nachhaltigkeit in Südtirol” (Link auf https://openbz.eu) im Mai bildet den Auftakt zu weiteren Schritten. Das aktuelle Manifest konkretisiert einige unserer Ziele, im Besonderen zu Freier Software und offenen Datenformaten.

Da die Digitalisierung sich nicht nur auf Programmcode und Dateiformate beschränkt, möchten wir im Manifest weitere Bereiche des Lebens berücksichtigen, die für eine nachhaltige Digitalisierung wichtig sind. Der Datenschutz und eine Digitalisierung der Arbeitswelt, welche die Würde des Menschen achtet, sind nur zwei Beispiele davon. Ein neues und erweitertes Manifest soll auch als theoretisches Fundament für diese Ziele und Forderungen dienen.

Wir laden euch deshalb herzlich ein, an der offenen Diskussion zum neuen Manifest und den später folgenden Aktionen teilzunehmen, mit der wir wie eingangs erwähnt — auch politische — Zeichen setzen wollen. Weitere Informationen dazu werden auf https://openbz.eu und https://openbz.eu/?news=diskussion-zur-anpassung-des-manifests-eroeffnet&lang=de online gestellt.

Los geht’s!


di Markus Egger e Matthias Wallnöfer

Il gruppo sostenibilità digitale è nato a seguito di un’iniziativa di attivisti locali del software libero. Perché? Vogliamo guardare oltre l’ambito puramente tecnico. Intendiamo dimostrare alla cittadinanza locale che esiste la possibilità di realizzare una digitalizzazione migliore, più equa ed in particolare più sostenibile. Inoltre intendiamo dimostrare che i processi di digitalizzazione attualmente molte volte vanno nella direzione opposta. Spesso succede che “vinca” semplicemente “il più forte”, cioè chi pensa solo al proprio vantaggio personale, colui che riesce a raggirare bene, a scapito del bene comune di tutta la società. Coniugando le terminologie del medioevo si potrebbe dire che nell’era digitale stiamo tornando ad una specie di feudalesimo, che va a pari con l’estinzione delle libertà ed i diritti personali. In netta contraddizione a ciò il gruppo si impegna a propagare dei concetti alternativi, che possono essere promossi, rafforzati ed infine applicati, tutto per incentivare “il cambiamento”.

Da subito noi — come gruppo sostenibilità digitale — vogliamo promuovere alcune azioni concrete, per dare un segnale — anche alla politica.

Nel mese di maggio vogliamo attivare un confronto pubblico sul “Manifesto per la sostenibilità digitale in Alto Adige” (vedi link su https://openbz.eu), come punto di partenza per i prossimi passi da seguire. L’attuale versione del manifesto indica alcuni dei nostri obiettivi, in particolare in merito al software libero ed ai formati aperti.

Digitalizzazione non riguarda solo sorgenti di programma e formati dei dati, perciò tentiamo la percezione oltre, compreso gli ambiti della vita personale, lavorativa e sociale, che necessitano di una sostenibilità nei processi di digitalizzazione. Esempi sono la tutela dei dati e una digitalizzazione nel mondo del lavoro compatibile con la dignità della persona, per citarne due. Tutto sommato un manifesto nuovo ed esteso dovrebbe fungere da base teorica/culturale anche per questi ulteriori obiettivi e rivendicazioni.

Per questo motivo vogliamo cordialmente invitarvi a partecipare ad un confronto aperto sul testo di questo nuovo manifesto e sulle azioni future da intraprendere, grazie alle quali daremo i nostri segnali nella direzione giusta — anche in quella politica. Ulteriori informazioni saranno pubblicate su https://openbz.eu e https://openbz.eu/?news=aperta-la-discussione-per-l-aggiornamento-del-manifesto&lang=it.

Partiamo subito, c’è molta strada da fare!

News about Fake News.
‘Ansichtssache’ auf RAI Südtirol

Als BBD-Blogger war ich neulich zusammen mit Harald Zimmerhofer (Informatiker), Martin Sagmeister (Amt für Film und Medien) und Arnold Malfertheiner (Berater Online-Kommunikation) in der RAI-Gesprächsreihe Ansichtssache zu Gast. Wir haben eine Stunde lang zum Thema “Lügen, Manipulation und Zensur im Internet” diskutiert. Hier die Sendung zum Nachhören:

Siehe auch: [1] [2]

Tankstellen als mehrsprachige Nahversorger.
Zuviel verlangt?

Wie die Tageszeitung heute berichtet, hat die Landesregierung beschlossen, entlegene Tankstellen mit geringem Treibstoffabsatz zu fördern, da sie einen Beitrag zur Nahversorgung leisten und längere Umwege vermeiden helfen.

Eine (nicht so) revolutionäre Idee: Nachdem viele Tankstellen — auch auf dem Lande — häufig »einsprachig« sind, könnte man die Förderungen an die Einhaltung von Zwei- und Dreisprachigkeit im Sinne der Konsumentinnen binden. In Ermangelung einschlägiger Vorschriften (Stichwort: Vorzeigeautonomie) könnte man damit vielleicht zumindest indirekt für eine Sensibilisierung der Erdölmultis für dieses Thema bewirken.

Zum Vergleich: In der Schweiz oder in Spanien ist es normal, dass an den Tankstellen die jeweiligen Landessprachen (Französisch, Italienisch bzw. Katalanisch, Baskisch etc.) berücksichtigt werden. Kein Ding der Unmöglichkeit.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5]

A Priel-Scherz?

Es ist nichts Weltbewegendes und schon gar kein Weltuntergang was da am Brixner Priel-Parkplatz neuerdings rumsteht. Dennoch ist der neue Parkscheinautomat ein bezeichnendes Symptom.

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Freilich wird jeder halbwegs intelligente – auch des Italienischen nicht mächtige – Mensch verstehen, was “cassa automatica” bedeutet und wo er/sie das Geld einzuwerfen und die Quittung zu beziehen hat. Aber darum geht es nicht.

  • Der Automat illustriert ziemlich gut, wie zugkräftig die Nationalsprache in einem Nationalstaat ist und wie notwendig eine aktive Sprachpolitik ist, wenn in einer Stadt, in der drei Viertel der Bevölkerung deutscher Muttersprache ist, standardmäßig auf Italienisch und Englisch beschriftet wird.
  • Auch den zahlreichen Touristen, die den Parkplatz nutzen, wird ein klares “siamo-in-Italia”-Signal vermittelt.
  • Der Automat zeigt, wo wir wären bzw. eben teilweise bereits sind, wenn es keine Minderheitenrechte gäbe.
  • Er zeigt auch, dass selbst die öffentliche Verwaltung einer mehrheitlich deutschsprachigen Stadt die eigenen Regeln nicht so genau nimmt und sich an demonstrativer Nachlässigkeit – zumindest im Detail – nicht stört.
  • Und nicht zuletzt zeugt die ausgeprägte Kleberitis auf einem neuen Automaten, der noch nicht einmal in Betrieb ist (die “Außer Betrieb”-Zettel werden wohl entfernt werden, während die aufgepickte immerhin zweisprachige Anleitung aller Voraussicht nach kleben bleiben wird), wie dilettantisch und schlampig und irgendwie auch respektlos den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber agiert wird. Bei den Anschaffungskosten eines solchen Automaten von schätzungsweise mehreren tausend Euro müsste es doch möglich sein, dem Hersteller mitzuteilen, welche Aufkleber in welcher Sprache und mit welchem Text man auf dem Automaten haben möchte.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4]

EU-Parlament rettet Geoblocking.
Rückschlag für den digitalen Binnenmarkt

Im Rahmen ihrer Agenda zur Schaffung eines digitalen Binnenmarkts hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, eine einheitliche Onlinelizenz für Filme einzuführen, die in allen 28 Mitgliedsstaaten gelten sollte. Dies wäre insbesondere auch sprachlichen Minderheiten in der EU zugute gekommen, die dann ebenfalls freien Zugriff auf Inhalte aus anderen Ländern erhalten hätten. Doch das EU-Parlament, vor allem EVP und Liberale (ALDE), hat dieses Vorhaben am Dienstag versenkt. Die Mehrheit der Abgeordneten beugte sich damit den Interessen der Filmindustrie, während Aufrufe europäischer Verbraucherschützerinnen letztendlich ungehört verhallten.

Im Rat der Europäischen Union, so Agustín Reyna vom europäischen Dachverband für Verbraucherinnenschutz (BEUC) gegenüber Netzpolitik.org, verhielten sich besonders Frankreich, Spanien und Italien sehr protektionistisch.

Bis auf weiteres bleiben uns also die »nicht existierenden« Grenzen in der EU wohl selbst im »grenzenlosen« Internet erhalten. Sehr ärgerlich.

Siehe auch: [1] [2] [3]

Grenzwertige Kommunikation.

Vergangene Woche hatte ich wieder einmal ein kombiniertes Zug-Grenz-Erlebnis. Am Mittwoch um ca. 5 Uhr früh entgleiste bei Klausen ein Wartungszug. Zunächst waren beide Geleise, später nur mehr ein Gleis gesperrt. Ich kam unterdessen mit dem ÖBB-Railjet von Innsbruck kommend pünktlich um 10:28 Uhr am Brenner an.

Dort erwartete mich und ein paar Dutzend Mitreisende die Bildschirmauskunft, dass der Anschlusszug nach Meran (10:38 Uhr) ausfällt. Soweit ich das überblicken konnte, wollte kein einziger Fahrgast auf den Brenner, sondern – wie wohl auch sonst in 90 Prozent der Fälle – weiter in Richtung Sterzing, Brixen, Klausen, Bozen oder Meran.

Seit dem Unfall – der natürlich passieren kann – und der damit einhergehenden Gleissperre waren mittlerweile mehr als fünf Stunden vergangen. Dennoch gab es bis auf das lapidare “Ausfall” auf dem Informationsbildschirm und einem kurzen “si scusa per il disagio” keinerlei Information (Grund, Dauer, Ersatzverbindungen usw.) von Seiten der Trenitalia/SAD. Auch hält man es in solchen Fällen nicht für nötig, sich mit den ÖBB abzustimmen, auf dass Fahrgäste bereits in Innsbruck über den Ausfall des Anschlusszuges vorgewarnt werden und sich umorganisieren können. Aber was will man auch erwarten von einer Verkehrspolitik, die es nicht zuwege bringt, eine ordentliche regionale Zugverbindung zwischen den beiden Landeshauptstädten über eine “nicht existierende” Grenze herzustellen, bei der man nicht genau an eben dieser “nicht existierenden” Grenze umsteigen muss. Dass dann ein Schienenersatzverkehr nur zwischen Bozen und Franzensfeste eingerichtet wurde und man die Fahrgäste am Brenner stehen ließ, setzte dem Kommunikations- und Organisationsfiasko die Krone auf. Zumindest das Loacker-Café im Outlet-Center hat an dem Vormittag ein gutes Geschäft gemacht.

Alle Wege führen zum Brenner…
... und hören dort auf

Wir wissen, dass der Brenner keine normale Grenze ist. Landeshauptmann Arno Kompatscher bezeichnete den Alpenübergang unlängst sogar als “Symbol für den europäischen Einigungsprozess”. Daher sorgt am Brenner auch bereits die Ankündigung von Grenzkontrollen für europaweites Unbehagen, während an anderen innereuropäischen Staatsgrenzen seit geraumer Zeit tatsächlich und nahezu widerstandslos kontrolliert wird.

Die Reise- und somit Stauwochenenden der vergangenen Sommermonate zeigten aber auch einmal mehr, dass der Brenner trotz aller Euregio-Sonntagsreden nach wie vor eine sehr spürbare Grenze ist. Spürbarer als viele andere Grenzen innerhalb Europas. Auch ohne Personenkontrollen.

Während zwischen Deutschland und Österreich seit Jahren Regionalzüge grenzüberschreitend verkehren, heißt es am Brenner nach wie vor “Umsteigen!” und quer über einen Bahnhof mit nordkoreanischem Charme hetzen.

Und auch für die Betreibergesellschaft der A22 (Brennerautobahn) endet die Welt am niedrigsten Alpenpass. Bis heute hat man es nicht fertig gebracht, zusammen mit der Asfinag (Betreiberin der A13 Brennerautobahn in Nordtirol) die Verkehrsmeldungen aufeinander abzustimmen, geschweige denn ein gemeinsames Online-Verkehrsinformationssystem zu etablieren.

Glücklicherweise sind Österreichs größter Radiosender Ö3 und Südtirols privater Platzhirsch Südtirol 1 weniger hinterwäldlerisch und wagen den Blick über den Tellerrand. Ö3 bezieht in seine Verkehrsinformationen die Situation auf Südtirols Straßen stets mit ein und Südtirol 1 berichtet – laut Auskunft ihrer Verkehrsredaktion – auch über Staus auf der Nordtiroler Seite des Brenners, wenn sie länger als zwei Kilometer sind.

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Die Betreiber der A22 scheitern jedoch bereits an viel banaleren Dingen. Selbst für den Südtiroler Abschnitt bringt es die mehrheitlich in öffentlichem Besitz befindliche Autobahngesellschaft nicht zuwege, die Verkehrsinformationen auf der “deutschsprachigen” Variante der Internetseite auf Deutsch zu publizieren. Die sprachlichen Missstände hat schon vor Jahren und mehrfach aufgezeigt. Sogar ein Treffen mit dem Präsidenten der Autobahngesellschaft, bei dem Besserung und “sofortige Maßnahmen” versprochen wurden, hat es diesbezüglich gegeben. Das war 2011.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5] [6]