Brexit? Meglio l’indipendenza.

Secondo una nuova inchiesta a cura dell’istituto Panelbase per The Sunday Times Scotland e l’emittente radiofonica LBC, quasi il 59% di scozzesi pensa che l’indipendenza sarebbe un’alternativa migliore rispetto a una cosiddetta Hard Brexit, ovvero la fuoriuscita del Regno Unito dall’Unione Europea senza intesa fra le parti.

Il 53% però rimane dello stesso avviso anche se la Brexit fosse negoziata.

L’abbandono dell’Unione Europea — contro il chiaro voto di Scozia e Irlanda del Nord, favorevoli al Remain — mette dunque a dura prova l’unità del Regno Unito.

Se si votasse in questo momento, tuttavia, solo il 47% di scozzesi sosterrebbe l’indipendenza, contro un 53% che preferirebbe continuare a far parte del Regno Unito. Evidentemente una fetta di scozzesi spera ancora che la Brexit non si avveri.

Vedi anche: [1] [2] [3]

Schottland lehnt ‘Brexit’-Deal ab.

Das schottische Parlament in Holyrood hat gestern den zwischen der britischen Regierung und der EU ausgehandelten Brexit-Deal abgelehnt und gleichzeitig vor einem sogenannten harten Brexit gewarnt. Beide Hypothesen wären für die Nationen und Regionen des Vereinigten Königreichs schädlich, so die Abgeordneten großmehrheitlich. Der für Westminster und Premierministerin Theresa May (Tory) nicht bindende Text wurde von der regierenden SNP, Labour, Grünen, und LibDems mitgetragen; lediglich die konservativen Tories stimmten der Vorlage nicht zu.

Über 60% der Abstimmenden hatten sich in Schottland beim Brexit-Referendum 2016 für einen Verbleib in der EU ausgesprochen.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5]

Spanien ändert Position zu Schottland.
Kein Veto gegen EU-Mitgliedschaft

Während einer von der Zeitschrift Politico organisierten Veranstaltung äußerte sich der spanische Außenminister Josep Borrell (PSOE) heute erstmals positiv zur Aufnahme von Schottland in die EU, falls das Land die Unabhängigkeit erlangt. Die unnachgiebige Position von José Manuel García-Margallo (PP), der noch mit einem spanischen Veto gedroht hatte, war schon von Borrells unmittelbarem Vorgänger Alfonso Dastis (unabhängig) etwas aufgeweicht worden.

Die Regierung von Pedro Sánchez (PP) scheint nun aber eine echte Kehrtwende vollzogen zu haben. Voraussetzung sei, so Borrell gegenüber Politico, dass Schottland auf legalem Wege zu einem eigenen Staat werde. Mit dieser klaren Aussage fällt der wichtigste Hinderungsgrund für eine Aufnahme in die EU. Aus Angst um die eigene staatliche Einheit hatte die Regierung in Madrid diese Frage unter Premierminister Rajoy (PP) bewusst offen gelassen oder gar ausdrücklich mit einem Veto gegen Schottland gedroht.

Im Vorfeld des Referendums 2014 war diese Ungewissheit eines der wichtigsten Argumente der Unabhängigkeitsgegnerinnen gewesen. Inzwischen haben sich mit dem — in Schottland großmehrheitlich abgelehnten — Brexit-Votum 2016 die Voraussetzungen auch diesbezüglich fundamental verändert.

Loacker und Gardiners.
Außenwahrnehmung – Südtirol/Schottland

Nichts als eine kleine, nicht repräsentative Beobachtung in einem großen Münchner Supermarkt.

Obschon gerade die geographische Nähe dafür spräche, dass man mit dem Begriff Südtirol in (Ober-)Bayern etwas anfangen kann, ist unser Land offenbar außerstande, seinen eigenen Platz in der dortigen Wahrnehmung zu finden.

Während Loacker-Waffeln mit gleich mehreren italienischen Trikoloren gekennzeichnet wurden, prangt neben den Jack-Daniel’s-Fudges von Gardiners eine blauweiße Schottlandflagge.

Eine Überraschung ist ersteres für mich — angesichts des niedrigen Werts, der hierzulande einer eigenständigen Außendarstellung beigemessen wird — nicht: Wie man sich bettet, liegt man bekanntlich.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5]

Harvie: Time has come for a second indyref.
Quotation 505

The case for Scotland choosing its own future grows stronger with each day. The Brexit calamity gives the issue greater immediacy but, frankly, even if Brexit is killed off the past two years have proved beyond doubt the level of contempt Scotland is shown inside the UK.

This has been a period of such confusion and chaos, but one thing is as clear now as it has ever been. Scotland will only get the strong future relationship we want with Europe – as the overwhelming majority voted for – if we’re a full, independent member of the European Union.

I’m reminded of what the former Daily Record editor, Murray Foote, said when he came out in support of independence earlier this year: “For me, independence is about autonomy, allowing Scotland to meet success and failure on its own merit and not point an embittered finger of blame at anyone else.”

Let’s not go down with them. It’s time we charted our own course, and offered the people of Scotland not impossible promises but a secure future as a member of our European family. It’s time – once again – to say Yes.

Patrick Harvie, co-convener of the ‘Scottish Green Party’ (here)

See also: [1] [2] [3] [4] [5]

Schock: Englischer Postkasten in Schottland.

Royal Mail hat sich entschuldigt, weil im schottischen Dunoon versehentlich ein Postkasten aufgestellt wurde, auf dem die Insignien von Königin Elisabeth mit dem Monogramm »EIIR« aufscheinen. Das hatte nicht nur in der rund 8.500 Einwohnerinnen zählenden Stadt, sondern in ganz Schottland für Irritationen gesorgt.

Symbolbild

Grund ist die Tatsache, dass Elisabeth I. zwischen 1558 und 1603 regiert hatte, als die Königreiche von England und Schottland noch nicht vereinigt worden waren. Das geschah erst 1707.

Aus diesem Grund wird die derzeitige Monarchin nördlich des Hadrianswalls auch nicht als Elisabeth die Zweite anerkannt. Kurz nach ihrer Thronbesteigung 1952 wurde denn auch — nach Protesten und Sabotageakten im Norden — ein eigenes Postkastenmodell für Schottland ohne »EIIR«-Monogramm entwickelt.

Die Säule in Dunoon wird laut Royal Mail natürlich umgehend ausgetauscht.

»Haben wir denn keine wichtigeren Probleme?«

Über soviel Rücksichtnahme wird man in Südtirol vermutlich schmunzeln. Hierzulande wäre ja nur ein Hundertstel davon nötig, um Jahrzehnte währende Sprachverhunzungen zu beseitigen. Doch dafür reichen bei der italienischen Post auch zehn Millionen aus dem Landessäckel offenbar nicht.

Scottish-Catalan statement on self-determination.

On thursday the Scottish First Minister, Nicola Sturgeon (SNP), and Quim Torra (JxC), President of Catalonia, had their first official meeting in Edinburgh.

Afterwards they issued the following official

Joint statement from the First Minister of Scotland and President of Catalonia

The First Minister of Scotland and the President of Catalonia met at the First Minister’s official residence in Edinburgh this evening.

It was a cordial meeting aimed at strengthening the ties of friendship between Scotland and Catalonia. Both leaders discussed the challenging and complex situation in Catalonia, and agreed that the way forward for Catalonia must be through peaceful and democratic solutions involving dialogue between the Spanish and Catalan authorities, respecting the right to self-determination of the Catalan people.

Both leaders agreed that in 21st century Europe issues of self-determination must ultimately be addressed through democratic referendums. The terms of such referendums should be agreed between both parties and have corresponding international recognition.

The 2014 Scottish independence referendum agreed between Edinburgh and London is the best example of such a process, underlining the fact that issues of constitutional sovereignty should always be resolved through peaceful and democratic means.

Quim Torra also met Clara Ponsatí, former Councillor of Education of Catalonia, who is currently exiled in Scotland.

See also: [1] [2] [3] [4]

Akademikerinnen fordern Ende der Repression.
Professor der Uni Trient, aber keine Südtirolerin dabei

In einem offenen Brief an den schottischen National fordern über 100 Akademikerinnen aus aller Welt die Freilassung der katalanischen politischen Gefangenen.

Wir sind Akademikerinnen, die in 19 verschiedenen Ländern in den Bereichen Jura, Menschenrechte, Politik, Soziologie, Geschichte und damit in Zusammenhang stehenden Fächern arbeiten.

Während der letzten zwei Wochen haben wir eine weitere Zuspitzung im Gebrauch von Anklagen und Festnahmen durch Spanien gegen seine politischen Gegnerinnen erlebt.

Es besteht kein Zweifel, dass wir die dunkelsten Tage der spanischen Demokratie seit [ihrer Gründung] 1978 erleben.

Neben den vier politischen Gefangenen und der hochkarätigen Festnahme von Carles Puigdemont, wurden fünf weitere demokratisch gewählte Politikerinnen ins Gefängnis gebracht (Jordi Turull, Josep Rull, Raül Romeva, Dolors Bassa und Carme Forcadell). Sieben weitere befinden sich im Exil, es droht ihnen eine Verhaftung. Zusätzlich zu Clara Ponsatí, einem Fall der Ihren Leserinnen geläufig ist, handelt es sich um Marta Rovira, Anna Gabriel, Toni Comin, Meritxell Serret und Lluís Puig.

Diejenigen, die sich im Exil befinden, werden mittels europäischem Haftbefehl verfolgt. Wir schreiben [Ihnen], um deren sofortige Freilassung und ein unverzügliches Eingreifen der Europäischen Union zur Beendigung dieser Repression zu fordern, die einen unlöschbaren und permanenten Makel auf der europäischen Demokratie darstellt.

Professor David Whyte, University of Liverpool, UK
Dr. Mònica Clua-Losada, University of Texas Rio Grande Valley, US
Professor Noam Chomsky, MIT, US
Professor Saskia Sassen, Columbia University US
Professor James K Galbraith, University of Texas – Austin, US
Professor Fiona MacKay, University of Edinburgh, Schottland
Professor Leo Panitch, York University, Toronto, Kanada
Professor Neil Davidson, University of Glasgow, UK
Professor Greg Albo, York University, Toronto, Kanada
Professor Patrick Bond, University of the Witwatersrand, Südafrika
Professor Akwugo Emejulu, University of Warwick, UK
Professor Imogen Tyler, University of Lancaster, UK
Professor Keith Ewing, King’s College London, UK
Professor Nira Yuval-Davis, University of East London, UK
Professor Gilbert Achar, School of Oriental and African Studies, UK
Professor Armin Bernhard, Universität Duisburg-Essen
Professor Huw Beynon, Cardiff University, Wales
Professor Tithi Bhattacharya, Purdue University, US
Professor Andreas Bieler, University of Nottingham, UK
Professor Bill Bowring, Birkbeck, University of London, UK
Professor Rudolph Brauer, Universität Bremen
Professor Mario Diani, Universität Trient
Professor Simon Duncan, University of Bradford, UK
Professor Pablo Ghigliani, CONICET, Argentinien
Professor Penny Green, Queen Mary University, London, UK
Professor David Howell, University of York, UK
Professor Ronnie Lippens, Keele University, UK
Professor Bart Maddens, Katholische Universität Leuven, Flandern
Professor Miguel Martínez Lucio, The University of Manchester, UK
Professor David McNally, York University, Toronto, Kanada
Professor David Miller, University of Bath, UK
Professor Adam Morton, University of Sidney, Australien
Professor James L Newell, University of Salford, UK
Professor John Parkinson, University of Cranberra, Australien
Professor Scott Poynting, University of New South Wales, Australien
Professor Helen Richardson, Sheffield Hallam University, UK
Professor JP Roos, Universität Helsinki, Finnland
Professor Sebastian Scheerer, Universität Hamburg
Professor Phil Scraton, Queen’s University Belfast, Nordirland
Professor Joe Sim, Liverpool John Moores University, UK
Professor Richard Sorg, Hamburg
Professor Paul Stewart, University of Strathclyde, Schottland
Professor Steve Tombs, The Open University, UK
Professor Tony Ward, Northumbria University, UK
Professor Andrew Watterson, University of Stirling, Schottland
Professor Peter Willetts, City University of London, UK
Dr Milica Antić Gaber, Universität Laibach, Slowenien
Dr Alejandra Araiza Diaz, Universidad Autónoma de Hidalgo, Mexiko
Pura Ariza, Manchester Metropolitan University, UK
Dr Dario Azzellini, Cornell University, US
Dr David Bailey, University of Birmingham, UK
Dr Oscar Berglund, University of Bristol, UK
Marc Bosch i Matas, Universität Amsterdam, Niederlande
Dr Jonathan Burnett, Swansea University Wales
Grant Buttars, University of Edinburgh, Schottland
Dr Queralt, Capsada-Munsech, University of Glasgow, Schottland
Dr Sevasti, Chatzopoulou, Roskilde Universität, Dänemark
Dr Yulia Chistyakova, Liverpool John Moores University, UK
Dr Vickie Cooper, Open University, UK
Dr Adriano Cozzolino, Universität Neapel L’Orientale
Dr Gareth Dale, Brunel University, UK
Dr Jill Daniels, University of East London, UK
Dr Judith Delheim, Zukunftskonvent
Dr Julia Downes, Open University, UK
Dr Phil Edwards, Manchester Metropolitan University, UK
Dr Wolfram Elsner, Universität Bremen
Dr Karen Evans, University of Liverpool, UK
Dr Cristina Flesher Fominaya, Loughborough University, UK
Dr Robert González Garcia, Universidad Autónoma de Hidalgo, Mex
Dr Sofia Gradin, King’s College London, UK
Dr Alexia Grosjean, University of St Andrews, UK
Dr Bue Rübner Hansen, Aarhus-Universität, Dänemark
Mike Harrison, University of South Wales, Wales
Dr Emily Luise Hart, University of Liverpool, UK
Sabine Hattinger-Allende, Universität Duisburg-Essen
Dr Fiona Henderson Glasgow Caledonian University, Schottland
Dr Marion Hersh, University of Glasgow, Schottland
Dr Michael Holmes, Liverpool Hope University, UK
Dr Laura Horn, Roskilde Universität, Dänemark
Dr Feyzi Ismail, School of Oriental and African Studies, UK
Dr Sabine Israel, Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
Dr William Jackson, Liverpool John Moores University, UK
Dr Johannes Jäger, FH des BFI Wien
Dr Paul Jones, University of Liverpool, UK
Dr Mark Kaswan, University of Texas Rio Grande Valley, US
Dr Stephanie Khoury University of Liverpool, UK
Dr Nicholas Kiersey, Ohio University, US
Dr Tor Krever, University of Warwick, UK
Dr Theocharis (Harris) Kromydas, University of Glasgow, Schottland
Dr Michael Mair, University of Liverpool, UK
Dr Paul McFadden, University of York, UK
Jo McNeill, University of Liverpool, und UCU UofL Präsident, UK
Madelaine Moore, Universität Kassel
Dr Carlo Morelli, University of Dundee, Schottland
Dr Jeffrey Murer, University of St Andrews, UK
Dr Féilim O hAdhmaill, University College Cork, Irland
Christina Paine, UCU London Metropolitan University, UK
Dr Kirsteen Paton, University of Liverpool, UK
Dr Louise Purbrick, University of Brighton, UK
Dr Xavier Rubio-Campillo, University of Edinburgh, Schottland
Dr Pollyanna Ruiz, University of Sussex, UK
Dr Thomas Sablowski, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin
Jordi-Sanchez Carrion, University of Liverpool, UK
Dr Jeffrey Stevenson Murer, University of St Andrews, Schottland
Dr Maka Suarez, Universidad de Cuenca & FLACSO-Ecuador, Ecuador
Dr Simon Toubeau, University of Nottingham, UK
Katie Tucker, Liverpool John Moores University, UK
Kristine Vanden Berghe, Université de Liège, Belgien
Jill Vickers, Carleton University, Ottawa, Kanada
Dr David Webber, Southampton Solent University, UK
Dr Niall Whelehan, University of Strathclyde, UK
Dr Angela Wigger, Radboud University, Niederlande
Dr Owen Worth, University of Limerick, Irland
Doug Yearwood, Queen’s University, Kanada
Dr Yuliya Yurchenko, University of Greenwich, UK

Übersetzung, Linksetzung:

Siehe auch: [1] [2]