Green Arrows bei »Rock für Deutschland«.

Nicht nur Themar: Am 1. Juli fand im ebenfalls thüringischen Gera das von der NPD organisierte Neonazi-Festival Rock für Deutschland (RfD) statt. Unter den sechs Bands im Lineup befanden sich diesmal auch die Bozner Green Arrows, deren politische Gesinnung schon seit Jahren kein Geheimnis mehr ist. So erscheinen zum Beispiel ihre Alben bei Black Shirts Records, auf deren Homepage man von einer Gruppe faschistischer Schwarzhemden »empfangen« wird und deren Schallplatten schon mal Hakenkreuze zieren.

Bild: RfD.

Besonders dreist: Die NPD meldet das kommerzielle Vernetzungsevent (Eintrittspreis 30,- Euro) konsequent als »politische Veranstaltung« an, um Kontrollen und Auflagen zu entgehen. Trotzdem konnten mehrere RfD-Teilnehmerinnen am 1. Juli von der Polizei wegen »Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen« angezeigt werden.

Ursprünglich war übrigens auch das RfD-Festival in Themar angemeldet, wurde jedoch kurzfristig nach Gera verlegt — möglicherweise, um Gegenprotesten aus dem Weg zu gehen. Doch in Themar geht es schon in kürze weiter: am 29. Juli mit dem Rock für Identität. Wieder mit einschlägiger Beteiligung aus Südtirol?

Heimische Neonazis in Themar.

Am 15. Juli fand in Themar (Thüringen) das Neonazikonzert »Rock gegen Überfremdung« statt, das rund 6.000 Teilnehmerinnen aus der rechtsextremen Szene anzog. Wie Indymedia und die Antifa Meran berichten, waren auch knapp 30 Südtiroler Rechtsradikale dabei, die dem Raum Vinschgau-Burggrafenamt zuordenbar sind. Der Bericht von Indymedia folgt dabei der (rechtlich heiklen) Logik des sogenannten »Outings« und beinhaltet neben Fotos auch die vollständigen Namen und Wohnorte der identifizierten Neonazis. Die italienische »Politpolizei« Digos soll die Liste Medienberichten zufolge bereits ausgewertet und in ihre Arbeit einfließen lassen haben.

Dass auch Südtiroler Neonazis (sowohl deutscher als auch italienischer Sprache) an der größten rechtsradikalen Veranstaltung im deutschen Sprachraum teilgenommen haben, zeigt auf besorgniserregende Weise, dass es sich dabei nicht um eine versprengte Gruppe isolierter und »harmloser« Anhängerinnen extremistischer Positionen handelt, sondern um Personen, die sowohl den Willen und die Fähigkeit haben, sich international zu vernetzen, um ihre Ziele umzusetzen, als auch gewillt sind, öffentlich in Erscheinung zu treten und an politischen Machtdemonstrationen wie jener in Themar teilzunehmen.

Siehe auch: [1] [2] [3]

Ehrenbürgerschaft für Longon.

Die Landeshauptstadt Bozen hat kürzlich dem in Padua gebürtigen Widerstandskämpfer Manlio Longon die Ehrenbürgerschaft verliehen. Das ist gerade in Zeiten wie diesen ein wichtiges und starkes Zeichen.

Longon führte die Magnesio-Werke in Bozen und schloss sich 1943 dem Widerstand an. Anders als sein Nachfolger im CLN, Bruno De Angelis, bemühte sich Longon stets um einen — wie man es heute nennen würde: — interethnischen Widerstand und folglich um Kontakte mit dem Andreas-Hofer-Bund mit Erich Amonn, Hans Egarter und Friedl Volgger. Longon wurde 1944 von der Gestapo gefangen genommen und am 1. Jänner 1945 nach mehrtägiger Folter gehängt. Er hinterließ seine Frau und vier Töchter.

In Bozen waren Manlio Longon bereits eine Straße und eine Schule gewidmet.

Siehe auch: [1] [2] [3]

Un «no» che non ha senso.

Nella sua fase finale il Konvent ha fatto segnare, ancora una volta, una netta linea di demarcazione fra Selbstbestimmung e la sua veemente negazione — da non confondere con una contrapposizione fra destra e sinistra. Non tanto perché chi su questo punto mantiene le distanze rispetto alla destra tedesca finisce inesorabilmente, e senza risolvere alcunché, per avvicinarsi a quella italiana. Ma soprattutto perché le annose ossessioni della «sinistra» sudtirolese non sono ormai null’altro che una profezia autoavverante: se coloro che avrebbero l’opportunità  e il dovere politico di costruire un progetto di sinistra attorno a un’ideale che alla sinistra appartiene, si riufiutano perennemente di farlo, constatare che l’idea è finita in mano alla destra perde senso.

Soprattutto da sinistra oggi mi pare impossibile negare che abbiamo bisogno di un netto segnale di rottura, di profonda trasformazione e di discontinuità  — da non confondere con la «novità », fenomeno del tutto superficiale. Perché ormai da tempo non abbiamo più, se mai l’abbiamo avuta, una vera prospettiva di democrazia, di solidarietà  e di empowerment dal basso. E dunque bisogna avere il coraggio di dire che è necessario rompere col «regime» centralizzante e autoconservante del 1948, che — a prescindere, per una volta, dalle particolarità  del Sudtirolo — si è rivelato inadeguato a far progredire le regioni che compongono lo stato e ha deluso tutte le migliori aspettative: creando e mantenendo diseguaglianze abissali, ad esempio, o negando autonomia ai territori e lasciando che l’antifascismo rimanesse fondamentalmente lettera morta. Ce ne stiamo accorgendo anche in questi giorni.

Da un’ottica sudtirolese avremmo finalmente bisogno di dare un forte segnale di rottura anche nei confronti del nostro «regime» del 1972, che ha parzialmente disattivato il primo, ma replicandone specularmente le strutture e assoggettandoci inevitabilmente alla sua logica. Questo nostro regime ha ingessato le aspettative di libertà  e partecipazione senza peraltro dare luogo a una vera eguaglianza fra gli individui. No — non possiamo certo dire che lo statuto sia stato un fallimento, ma le sue rigidezze, necessarie a correggere le peggiori distorsioni, ostacolano inaccettabilmente la nostra società  e la sua coesione.

Determinando il nostro futuro, non ultimo, avremmo l’opportunità  — assieme ad altri — di assestare un duro «colpo democratico» a un’Unione Europea fondata sui nazionalismi, sugli egoismi e su interessi economici di parte prima che sulla solidarietà  e la partecipazione.

Dire di no a tutto questo, e «a prescindere», non ha senso.

Vedi anche: [1] [2] [3] [4] [5] [6]

Fucking for virginity.
Der zelebrierte Widerspruch in schwarzen Kreisen

Nachdem was in Hamburg passiert ist, müssen wir reden. Wir müssen reden …

  • … wie wir das Grundrecht der Demonstrationsfreiheit und die öffentliche Sicherheit – sprich die Unversehrtheit der objektiven Rechtsordnung – besser in Einklang bringen. Wobei dies immer eine subjektive Abwägung bleiben wird, denn bereits jede Überwachungskamera bedeutet die Einschränkung des einen Rechts zugunsten der Aufrechterhaltung des anderen;
  • … über den übertriebenen Einsatz von polizeilicher Gewalt auch gegenüber friedlichen Demonstranten und wie dieser verfolgt und geahndet wird;
  • … ob es angesichts der Ausschreitungen noch mehr Polizei gebraucht hätte, ob ein weniger martialisches Aufgebot deeskalierend gewirkt hätte oder ob einfach nur die falsche Strategie an den Tag gelegt wurde;
  • … ob das Scheitern der Polizeikräfte auf mangelnde finanzielle und personelle Mittel zurückzuführen ist;
  • … warum es überhaupt notwendig ist, Politiker mit über 20.000 (!) Polizisten vor (Teilen) der Bevölkerung zu schützen;
  • …. warum man polizeibekannte Straftäter nicht durch internationale Zusammenarbeit im Vorhinein von der Teilnahme an solchen Veranstaltungen abhält (Stichwort Hooligan-Kartei im Fußball);
  • … was passiert wäre, wenn die Polizei die Demonstranten einfach gewähren hätte lassen und es in der Folge zu massiven gewaltsamen Übergriffen der Militanten, die mit ihren Aktionen – wie sie gezeigt haben – Todesopfer billigend in Kauf nehmen, gekommen wäre;
  • … wie wir unseren legitimen Protest gegen gar einige Kriegstreiber und Despoten innerhalb der G20 sowie ein ungerechtes System zielführend zum Ausdruck bringen und einen tatsächlichen Umschwung bewirken können;
  • … ob die Kosten jenseits von 100 Millionen Euro (die angerichteten Schäden nicht eingerechnet) für derartige Gipfeltreffen in irgendeinem Verhältnis zu deren Nutzen stehen, wobei außer Frage steht, dass politische Entscheidungsträger besser miteinander reden sollen, als Krieg zu führen;
  • … warum man Gipfeltreffen nicht an Orten veranstaltet, wo der Sicherheitsaufwand geringer ist (Kreuzfahrtschiff, Ölplattform usw.). Wenngleich das nur Symptombekämpfung wäre, da es jederzeit möglich sein müsste, Gipfeltreffen trotz Protesten abhalten zu können, ohne dass es zu Gewaltexzessen – von welcher Seite auch immer – kommt. Zu sagen “Kein Wunder dass Teile der Stadt in Schutt und Asche liegen, wenn ihr einen G20-Gipfel nach Hamburg holt” ist ungefähr so, wie wenn jemand meint “Kein Wunder, dass das Asylantenheim brennt, wenn ihr Asylwerber in Sachsen unterbringt”;
  • … warum es bei fast 500 verletzten Polizisten bislang nur 186 Festnahmen und 37 Haftbefehle gibt;
  • … warum die einen Medien die Polizeigewalt ausblenden und nahezu das gesamte linkspolitische Spektrum kriminalisieren während andere pauschal auf die Polizei eindreschen und die Linksterroristen verharmlosen bzw. es nicht schaffen, sich klar von ihnen zu distanzieren. Der Vorwurf, die Polizei sei Schuld an der Eskalation der Situation, ist zumindest für die Randale lächerlich. Abgesehen davon, dass das infantile “Aber er hat angefangen”-Gehabe bei Erwachsenen befremdlich anmutet, ist die Logik, die dann als Rechtfertigung vorgeschoben wird, verquer. Wenn die Polizei überreagiert und das Demonstrationsrecht unterbindet, geh ich aus Notwehr in Wohnviertel und zünde wahllos Autos an, plündere wahllos Geschäfte aus, beschere ich traumatisierten Kriegsflüchtlingen in Deutschland Erinnerungen an die Straßenkämpfe in ihrer Heimat, versetze ich aus dem Schlaf aufgeschreckte Kinder in Angst und errichte ich brennende Straßenblockaden, die mitunter Ersthelfer bei lebensrettenden Einsätzen behindern? Diese Zerstörungsaktionen waren von langer Hand im Vorhinein geplant, wie man auf diversen Autonomen-Plattformen im Internet nachlesen kann. Zudem gibt es zwar ein Demonstrationsrecht, aber gleichzeitig auch ein Vermummungsverbot. Und wenn Demonstranten unidentifizierbar sind, hat die Polizei das Recht, die Demonstration zu untersagen und mit den gegebenen Mitteln aufzulösen. Wenn wir keinen Polizei- und Überwachungsstaat wollen, müssen wir uns auch so verhalten, dass es ihn nicht braucht.

Und somit sind wir beim springenden Punkt. Anders als viele andere, die meinen, der islamistische Terror hätte nichts mit dem Islam zu tun, denke ich das sehr wohl und sehe die Menschen muslimischen Glaubens bezüglich Extremismusbekämpfung in der Pflicht. Ohne Islam gäbe es keinen Islamismus. So wie es ohne Patriotismus/Nationalismus kein Drittes Reich und ohne Christentum keine Kreuzzüge und keine Inquisition gegeben hätte. Das eine hat mit dem anderen zu tun und es existiert so etwas wie gesellschaftliche und historische Verantwortung in die man mehr oder weniger hineingeboren wird (siehe Holocaust und Deutschland). Folglich gäbe es ohne Marx und Engels die Hamburger Chaoten nicht und wiederum folglich tragen linksgerichtete Ökosozialdemokraten allein schon aus Eigeninteresse Mitverantwortung, die Perversion ihrer Ideologie zu isolieren und zu eliminieren.

Das geschieht zunächst durch eine klare Distanzierung – ohne Umschweife auf “böse Polizei”- und “so schlimm war es nicht, das wahre Problem sind die Rechten”-Sager und ohne die Aktionen der Chaoten auch nur ansatzweise verteidigen oder rechtfertigen zu wollen – wie das Sarah Wagenknecht im Gegensatz zu den Organisatoren der “Welcome to hell”-Demo (Was für ein toller Name) löblicherweise gemacht hat. “Ihr gehört nicht zu uns und wir wollen nichts mit euch zu tun haben” muss die Parole lauten.

Der nächste Schritt ist die völlige Isolation und das Kappen sämtlicher Verbindungen zu bekennenden Linksterroristen aka Arschlöchern. Diese ausfindig zu machen, ist sehr einfach, denn man braucht bloß die Liste jener Punkte durchzugehen, die die politischen Gegner als solche auszeichnen – egal ob Neonazis oder IS-Sympathisanten:

  • Der Hang zu einer totalitären Weltanschauung, die die gewaltsame Aufoktroyierung der eigenen Meinung abseits demokratischer Wege sowie das Erleiden physischer und psychischer Gewalt bzw. arbiträr zugefügten wirtschaftlichen Schaden Andersdenkender rechtfertigt;
  • Zielgerichtete als auch willkürliche Gewalt jeglicher Art, die mitunter Unbeteiligte in ihrer körperlichen und geistigen Unversehrtheit bis hin zum Tod trifft;
  • Die Ablehnung der freiheitlich demokratischen Grundordnung, indem Gewalt als legitimes Mittel zur Erreichung politischer Ziele angesehen und gleichzeitig die Staatsgewalt und deren Gewaltmonopol negiert wird;
  • Der fehlende Respekt vor öffentlichem Gut, inklusive künstlerischem, architektonischem und kulturellem Erbe;
  • Die Pflege eines Opfermythos gepaart mit einer Sündenbockstrategie;
  • Die Verwendung einer martialischen Diktion, die sich durch Hassparolen und gewaltverherrlichende Kriegsrhetorik in Bezug auf mitunter banale, alltägliche Gegensätze und Andersdenkende/-handelnde auszeichnet;
  • Die Negation der Individualität und der Buntheit durch Uniformierung und Vermummung.
(1) http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/demonstrationen-1/artikel/magdeburg-neonazi-trauermarsch-am-freitagabend-geplant.html, (2) https://autonome-antifa.org/IMG/jpg/08-04-19-nazizentrum-karlsruhe-durlach-01-firestarter.jpg, (3) https://www.tagesschau.de/ausland/interview-osten-sacken-100.html
  • Die überwältigende, aggressive, machohafte männliche Dominanz im öffentlichen Auftreten und die Tendenz zur martialischen Inszenierung inklusive archaisch-pubertärer (Lagerfeuer-)Romantisierung des bewaffneten Widerstandes;
  • Die Anmaßung, die einzig wahrhaftigen Vertreter einer Ideologie zu sein und sich als Minderheit durch narzistische respektive egoistische Selbstinszenierung in der öffentlichen Wahrnehmung als Speerspitze derselben zu positionieren, wodurch die gemäßigte breite Masse vereinnahmt und als extremistisch bzw. zumindest generalverdächtig diskreditiert wird;
  • Das Pervertieren eines Konzeptes (Religion, Nation, Sozialismus usw.), indem ein nahezu transzendent motivierter Auftrag, die Gesellschaft zu verändern, als Feigenblatt für das Ausleben irgendwelcher Phantasien vorangetragen wird, welche aber letztlich in einem zelebrierten Widerspruch orwellschen Ausmaßes zum Ausgangskonzept stehen und manch hehre Ziele konterkarieren anstatt sie zu befördern. (Wobei ich mir freilich schwer tue, irgendwelche hehren Ziele im Ausgangskonzept der Rechten zu verorten).

Wer obige Analogien für ungerechtfertigt hält, sollte sich folgende Fragen stellen:

  • Ist jemand, der vorgibt, für deine Sache zu kämpfen, aber in der Essenz das Gegenteil davon macht und die Erreichung deines Zieles bewusst hintertreibt, indem er die entscheidende mediale Aufmerksamkeit auf sich lenkt und potenzielle Sympathisanten zur Erreichung einer kritischen Masse in die Hände des politischen Gegenübers treibt ein Mitstreiter oder ein Gegner?
  • Ist jemand, der Zivilisten terrorisiert, um darauf aufmerksam zu machen, dass Zivilisten terrorisieren falsch ist, der mit roher Gewalt Kriegstreibern signalisiert, dass Gewalt niemals die Lösung ist, der Klima- und Umweltschutz fordert, indem er Barrikaden aus Holz und Plastik anzündet sowie Straßenzüge verwüstet und als Müllhalde hinterlässt, der gegen einen Polizei- und Überwachungsstaat ist, aber durch sein Handeln die Forderung nach einem solchen befeuert, der Globalisierungsgegner auf die Stirn tätowiert hat und zugleich die wirtschaftliche Existenz von Einzelhändlern bedroht, die mit Weltkonzernen zu kämpfen haben, der eine sozialere und gerechtere Welt fordert, indem er Gemeingut zerstört und somit dem Steuerzahler Millionen kostet, die man für soziale Zwecke hätte verwenden können und der Kapitalismus bekämpft, indem er sich bei Plünderungen mit Markenartikeln eindeckt – abgesehen davon, dass er nicht sehr helle zu sein scheint – ein Mitstreiter oder ein Gegner?
  • Haben die gewalttätigen Aktionen in Hamburg andersdenkende Menschen zum Umdenken bewegt geschweige denn auch nur einen einzigen Entscheidungsträger für die gute Sache gewonnen oder das Gegenteil bewirkt?

Siehe auch: [1]

Valerio Benedetti — outing di un fascista.
Quando il fascismo entra nella «Volkshochschule»

Che il fascismo non se ne vada in giro sempre con la mazza da fabbro dovrebbe essere risaputo a sufficienza. Anzi, i gruppi fascisti si muovono su livelli diversi, servendosi dei mezzi più disparati e disponendo, oltre ai capi e alla fanteria, anche di un pool di ideologi che giustificano atti e discorsi detestabili. Con calcoli strategici si infiltrano tra le istituzioni educative nascondendo il proprio messaggio sotto forma di contenuto innocuo. Il loro vero volto viene mostrato in occasione di conferenze interne, dove si parla chiaro, si fa rete e si dà  vita a forme di scambio internazionale.

Un esempio è il recente congresso dell’organizzazione Blocco Studentesco tenutosi a Roma lo scorso Aprile dal titolo «Europa – Comunita di popoli, civilta». L’organizzazione giovanile aveva invitato neofascisti e neonazisti provenienti da sei diversi paesi — tra cui la francese Action Française e l’organizzazione giovanile del partito greco Alba dorata. Contro quest’ultimo è in corso attualmente un procedimento statale di messa al bando per violenze di massa, implicazioni in criminalità  organizzata e assassinio. Presente era anche il famoso editore della nuova destra Philip Stein e un po’ più nascosto il collaboratore dell’AfD John Hoewer.

In questa costellazione si fa notare anche qualcun altro: Valerio Benedetti, elencato come scrittore. Vive indisturbato da circa quattro anni a Bad Nauheim 61231, quartiere Nieder-Mörlen, in Germania. Dottorato all’Università  J.W.-Goethe, lavora in diverse università  popolari come insegnante di italiano nel Bundesland dell’Assia (Hessen).

Benedetti è una delle teste ideologiche fondamentali di CasaPound. I suoi libri sono ritenuti opere ideologiche standard, la sua pubblicistica, le sue capacità  di traduzione e il lavoro di collegamento giovano all’intero gruppo. Grazie a lui, oltre alla semplice realizzazione di utili, è stata costruita soprattutto una rete di supporto a livello internazionale. Dato che nel contesto europeo dell’estremismo di destra i fascisti italiani di CasaPound sono uno dei gruppi più significativi, nelle seguenti righe ci si focalizzerà  brevemente su questi. In conclusione si farà  inoltre luce in maniera più precisa sulle attività  di Benedetti.

Sangue sulle mani: CasaPound

CasaPound Italia è un movimento radicale di destra fondato nel 2003, che ricomprende fascisti/e con orientamento tradizionale, ma che si presentano con accento moderno.

A questo proposito usano mezzi di comunicazione moderna altrettanto attuali, linguaggi estetici della gioventù progressiva e delle culture di protesta. Vale a dire che per la loro propaganda fanno uso della moda, della musica, dei graffiti, di raves, go-ins, sit-in e di altre forme di azione della sinistra. La notorietà  internazionale nella scena europea dell’estremismo di destra è arrivata a seguito dell’occupazione e dell’uso come mezzo di propaganda di strutture disabitate, utilizzate come centri nazionali dove si pianificano azioni ed eventi.

In questo senso i membri di CasaPound organizzano azioni socio-caritative vendendosi come «concittadini che si prendono cura del prossimo». Nel 2013 CasaPound si presenta per la prima volta alle elezioni come partito e dispone attualmente di vari rappresentanti in sei diversi parlamenti comunali. Dal 2013 ha raddoppiato quasi a 100 la sua base di partito e il numero dei suoi membri — che secondo alcune indicazioni ammonterebbe a circa 6.000 — è altrettanto cresciuto considerevolmente.

I membri di CasaPound si vedono come fascisti e fanno appello ai tempi più violenti delle cosiddette «camicie nere» sotto Benito Mussolini (1919-1922). Di conseguenza la loro condotta è segnata da violenti abusi su dissidenti e da scontri con le forze dell’ordine. Membri di CasaPound hanno in tal senso preso parte ripetutamente ad atti di violenza contro la sistemazione di rifugiati, come ad esempio nel 2014 e 2015 a Roma. Sulla base del loro razzismo, che cercano di celare dietro al concetto di etnopluralismo, si è arrivati di continuo ad abusi fino all’omicidio di rifugiati. A dicembre 2011 a Firenze Gianluca Cassieri sparò a due venditori senegalesi. Nel 2016 nella piccola cittadina di Fermo un membro di CasaPound offese la moglie di Emmanuel Namdi, un rifugiato nigeriano, definendola scimpanzé e nella rissa che ne derivò, picchiò l’uomo fino alla morte.

Oltre ad azioni violente e militanti il movimento cerca di sviluppare ulteriormente un’ideologia di estrema destra e di rispolverare pensatori fascisti. In questo contesto Benedetti rileva particolarmente grazie a pubblicazioni su Giovanni Gentile, il principale «filosofo del fascismo» sotto Mussolini o sul «corporatismo del terzo millennio». I due libri fanno parte del canone del gruppo e il ricavato passa direttamente al movimento. Oltre a queste due opere Benedetti ha preso parte a un gran numero di altre pubblicazioni di estrema destra, collabora con l’ex terrorista Gabriele Adinolfi, accusato di partecipazione terroristica all’attentato della stazione di Bologna nel 1980 che causò 85 morti. In Germania è inoltre in contatto con attori della scena di estrema destra.

Un neofascista italiano a Francoforte

Valerio Benedetti ha conseguito nel 2015 il dottorato internazionale dedicato a «Comunicazione politica dall’antichità  fino al XX secolo», collegato al seminario del dipartimento 08 di filosofia e storia dell’università  J.W.-Goethe di Francoforte (Frankfurt am Main). Nell’ambito del suo dottorato Benedetti ha partecipato a diversi congressi universitari a livello europeo. Parallelamente alla sua carriera universitaria ha iniziato a scrivere col proprio nome contributi ideologici, a tenere conferenze e a scrivere articoli sulla situazione politica tedesca per il giornale online di CasaPound, Il Primato Nazionale. Che Benedetti metta il suo sapere a disposizione del movimento, lo si vede chiaramente dall’accavallarsi dei suoi temi di ricerca con quelli di discussione di CasaPound. Le sue ricerche storiche sulla genesi del concetto di Civilitas negli antichi rappresenta un punto di partenza per i dibattiti attuali su nazione e civilizzazione.

Inoltre nella regione metropolitana del Reno-Meno, Benedetti sembra non solo occuparsi della redazione di blog bensì ha avviato già  da un po’ di tempo forme di scambio e di collegamento con strutture tedesche di nuova destra. Un esempio è l’intervista con Philipp Stein, condotta e tradotta in italiano dallo stesso Benedetti oppure ancora la recente radiotrasmissione a cui hanno preso parte sia Benedetti che Philipp Stein.

Philipp Stein è vicino a Götz Kubitschek e insieme a questo ha dato vita al «Movimento 1%» (Ein-Prozent-Bewegung). Inoltre Philipp Stein è editore del «Jungeuropa Verlag» per cui Benedetti pubblica e continuerà  a pubblicare sotto lo pseudonimo di Ettore Ricci.

Sotto questo pseudonimo ha pubblicato testi e post su diversi blog in rete, questi avrebbero potuto probabilmente nuocergli durante la sua fase di promozione. Nel luglio del 2013 è comparso sul blog della nuova destra «Blaue Narzisse» (narciso blu) un articolo tedesco avente a tema CasaPound. Il redattore è Ettore Ricci e il traduttore Johannes Schüller. Johannes Schüller è libero professionista ed è attivo a Dresda come giornalista. Scrive anche articoli per «Blaue Narzisse» o per il giornale vicino all’FPÖ «Wochenblick». Già  un anno dopo, nel febbraio del 2014, il lavoro di traduzione diviene inutile e segue a titolo di esempio sul blog «Blaue Narzisse» un testo sul pensatore della nuova destra Giorgio Locchi. Inoltre Valerio Benedetti avvia, sempre sotto lo pseudonimo di Ettore Ricci, pubblicazioni in tedesco su CasaPound, ad esempio sul blog della casa editrice «Jungeuropa Verlag». Per l’anno 2017 la casa editrice «Jungeuropa Verlag» annuncia una prima pubblicazione di testi in italiano su CasaPound che tra l’altro sono tradotti con la collaborazione di Ettore Ricci.

Benedetti in Germania cura la sua rete di contatti. Ha un filo diretto con Felix Menzel, che esattamente come Kubitschek appartiene agli scagnozzi della nuova destra, in passato è stato ospite a Karben del «Projektwerkstatt» di Andreas Lichert (AfD), vicino al movimento degli identitari. Menzel è fondatore ed editore di «Blaue Narzisse» e rappresenta una figura di spicco in riferimento al cosiddetto «Movimento Identitario» (Identitäre Bewegung -IB-). Secondo un articolo del 2012 comparso su Publikative.org, Felix Menzel assunse molto presto un ruolo importante per il Movimento Identitario in Germania. Se Benedetti abbia già  preso contatto con Andreas Lichert non è ancora cosa nota. Dato che entrambi vivono a Bad Nauheim e sono (in parte) presenti con pubblicazioni sulle stesse piattaforme, è però da presumere.

Un altro famoso neonazista che compare nella lista delle amicizie su Facebook di Valerio Benedetti è Julian Monaco. Monaco è originario della Bassa Sassonia (Niedersachsen) e sulle prime è stato attivo tra i nazionalisti autonomi di Soltau prima di passare alla giunta regionale e poi all’esecutivo federale dei Giovani nazional-democratici (JN). Monaco è membro della corporazione studentesca Salamandria di Dresda ed è stato ospite già  nel 2012 di CasaPound in Italia.

In conclusione si può dire che Valerio Benedetti dispone in Germania di buoni contatti, quali attori importanti della scena della nuova destra e della destra estrema, famosi nel giro.

Oltre a essere pubblicista della nuova destra, Valerio Benedetti sembra vivere un’esistenza molto precaria. Così lavora come insegnante di italiano presso università  popolari (Volkshochschulen, VHS) di tutta la regione metropolitana del Reno-Meno: VHS di Francoforte, VHS di Wetzlar, VHS di Wetterau e VHS di Main-Kinzig. Inoltre ha tenuto due conferenze sulla storia antica di Roma e l’attuale situazione politica italiana, organizzate in collaborazione tra l’Università  popolare di Offenbach e il gruppo di lavoro del Land «lavoro e vita città  di Offenbach» vicine all’unione sindacale tedesca (DGB). Si può ritenere che tramite queste occupazioni Valerio Benedetti finanzi la sua vita.

CasaPound e la nuova destra in Germania e in Europa

In Europa CasaPound è ormai un modello per molti giovani gruppi di estrema destra, essendogli riuscito di affastellare tanti diversi ambiti dell’estrema destra e di riunirli in un partito-movimento interessante per i giovani. Per fare questo, CasaPound si serve delle strategie della nuova destra che mirano soprattutto allo spazio culturale e pre-politico. Nel 2003 in Francia nacque in contemporanea a CasaPound il «Bloc Identitaire» che si rifà , anch’esso, alle teorie della nuova destra. Sin dal 2012 la sola organizzazione giovanile Génération Identitaire» è riuscita a far furore e a espandersi anche in altri paesi europei grazie ad azioni e strategie mediatiche simili a quelle di CasaPound.

In Germania anche il «movimento identitario» cerca di presentarsi in maniera spiccatamente moderna. Attraverso azioni di visibilità  pubblica e dispendiosi profili social tenta di far diventare pubblicamente accettabili e presentabili i punti di vista della nuova destra, etnici e neo-fascisti. A livello federale il piccolo circolo dei membri attivi del movimento identitario ha un collegamento stretto con corporazioni studentesche di nazionalismo tedesco e in parte palesi intersezioni personali con «Jungen Alternative» (JA), l’associazione giovanile dell’AfD (Alternative für Deutschland). A Marburg in occasione dell’ultimo congresso di partito della «Junge Alternative» dell’Assia in casa della corporazione studentesca «Germania» a titolo di esempio si arrivò ad aggressioni da parte di membri incappucciati — tra cui Maximilian Kolb, membro del consiglio nazionale della «Junge Alternative» dell’Assia — nei confronti dei fotografi presenti. Tra gli assalitori incappucciati c’era anche Philip Stein, ma al congresso di partito prese parte anche Andreas Lichert. Questa stretta dentatura tra violenza di strada e lavoro parlamentare ricorda fortemente il modus operandi di CasaPound in Italia. In Valerio Benedetti hanno trovato un alleato con i contatti giusti. Ma dove porterà  questa strada è una domanda ancora aperta.

Articolo apparso su linksunten.indymedia.org

Ich habe Angst…

…wenn Landeshauptmannstellvertreter Christian Tommasini (PD), CasaPound, Postfaschist Alessandro Urzì (AAnC), Hardliner Filippo Maturi (Lega) — unter dem Motto »Ich habe keine Angst« — gemeinsam und mit einheitlichem Leibchen gegen den Terrorismus und für »unsere Werte« auf die Straße gehen.

Welche Werte, die nicht genauso verabscheuungswürdig wie der religiös motivierte Terror sind, verkörpern die Faschisten des dritten Jahrtausends, also Menschen, die sich politisch zu den größten Verbrechen des 20. Jahrhunderts bekennen?

Fotos der Veranstaltung gibt es unter anderem hier und hier.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5] [6]