Los Angeles schickt Kolumbus aufs Altenteil.

Im diesjährigen Oktober wurde in der kalifornischen Metropole Los Angeles zum ersten Mal nicht der Columbus-Day, sondern der Indigenous Peoples Day begangen, in dessen Rahmen die amerikanischen Ureinwohnerinnen geehrt werden sollen. Zu diesem Anlass wurde dem Kolumbusmonument im zentralen Grand Park 45 Jahre nach seiner Errichtung ein dunkler Holzkasten übergestülpt.

Am gestrigen 10. November schließlich wurde die Bronzestatue dann gänzlich aus dem Park entfernt und in ein Lager der Stadtverwaltung verbracht. Sie wird wahrscheinlich nie wieder an einem öffentlichen Ort gezeigt. Kulturverbände der indigenen Bevölkerung hatten viele Jahre für die Entfernung gekämpft.

Es gibt Pläne, anstatt der Kolumbusstatue ein neues Monument zu errichten, das den Ureinwohnerinnen und ihrer leidvollen Geschichte gewidmet sein soll. Eine endgültige Entscheidung wurde bislang jedoch nicht gefällt.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9]

Passen Republiksausrufungen zur Demokratie?
Einspruch

von Thomas Benedikter

Gestern ist auf vielen Plätzen Europas einschließlich dem Bozner Obstplatz die Europäische Republik ausgerufen worden. Wenn diese Kunstaktion der Idee gesamteuropäischer Staatlichkeit Auftrieb verleiht und Ulrike Guérots Buch „Warum Europa eine Republik werden muss!“ mehr Leser verschafft, dann war dieses Balcony Project schon die Mühe wert. Denn dieses leidenschaftliche Plädoyer für die Überwindung der Nationalstaaten und ein staatlich verfasstes europäisches Gemeinwesen verdient es, zwei Mal gelesen zu werden. Eine solche Idee verdient auch plakative Aktionen. Politische Kunst muss knackig sein, klar. Eine Unterschriftensammlung für eine europäische verfassungsgebende Versammlung, wie seit Jahren von democracy international propagiert, ist nicht sexy. Der Volkstribun auf dem Balkon ist medial von anderem Kaliber, wenn hoffentlich auch jubelnde Menschenmengen unten stehen. Allerdings: morgen schon könnte eine andre Gruppe dort stehen und halt die Weltrepublik ausrufen.

Damit ist nicht gesagt, dass die Entwicklung einer gesamteuropäischen Staatlichkeit, wie es Guérot, Menasse und Milo nennen, nicht wichtig wäre: jetzt erst recht, wo der Nationalismus quer durch Europa wieder Urständ feiert. Wäre es bloß vor 100 Jahren schon zu einer europäischen Republik gekommen! Doch 1918 war unser Kontinent noch anders verfasst und brauchte zumindest auf nationalstaatlicher Ebene demokratische Republiken. Heute sehen sich die Bürger europäischer Kleinstaaten von einer europäischen Republik wohl eher bedroht als ermutigt. Auch die europafreundliche Hälfte der britischen Bürger könnte man nicht krasser abschrecken als mit einem europäischen Superstaat.

Ein Prozess zur Umformung eines komplexen Gebildes wie der EU in einen souveränen Staat – und das will das European Balcony Project – wird nicht weniger komplex sein und muss vor allem ein demokratischer Verfassungsprozess sein. Nicht der Rückgriff auf den November 1918 in Berlin und München als geschichtlicher Bezug ist da gefragt. Schon eher die Paulskirche 1848 als Arena für die deutsche Staatlichkeit oder die Staatsgründung der modernen Schweiz 1848. Eine konstituierende Versammlung (Konvent laut EU-Vertrag, Art. 48), Partizipation der Bürgerschaft und Volksabstimmungen in allen interessierten Mitgliedsländern wären angesagt, wenn die zu gründende Republik von Anbeginn an demokratisch verfasst sein soll.

Der europäische Superstaat mag für viele Europäerinnen Sinn machen, die den Nationalstaat als überholtes Relikt und die heutige EU als weder effizient, noch demokratisch noch sozial gerecht betrachten. In zahlreichen Kleinstaaten Europas ist die Aufgabe der eigenen Staatlichkeit eine Zumutung: entweder, weil sie dann doch wieder den Mehrheiten auf höherer Ebene ausgeliefert wären; oder weil sie den Superstaat im „volksdemokratischen“ Gewand schon schmerzlich erlebt haben. Die Ausrufung der europäischen Republik wird in Slowenien, Estland, Slowakei wenige begeistern, weil sie die mühsam erreichte Eigenstaatlichkeit nicht aufgeben wollen, damit statt dem Politbüro in Moskau oder Belgrad dann der europäische Präsident in Brüssel durchregiert. Dabei wären Slowenien, Malta, die baltischen Staaten, Zypern, Irland usw. schon Einheiten der zweiten regionalen Ebene im Sinne von Ulrike Guérots Republik: auf welchen demokratischen Mehrwert könnten sie durch Aufgabe der eigenen Souveränität hoffen?

Damit sind wir bei einem weiteren Manko dieser Republiksausrufung: es fehlt der Föderalismus. Guérot sieht die „alten europäischen Kulturregionen“ als konstitutionelle Träger und administrative Provinzen (sic bei Guérot) einer europäischen Republik: „Die Konstruktion einer europäischen Republik vollzieht sich durch die Dekonstruktion der europäischen Nationalstaaten und die Föderation der Regionen Europas… Weitgehende regionale Autonomie und eine europäische Rechtsgemeinschaft in einem republikanischem Sinn würden dann über die politischen Institutionen der europäischen Republik verklammert“ (Warum Europa eine Republik werden muss, S. 154).

Das Eigentliche der europäischen Geschichte sieht Guérot in den alten Kulturregionen, die das kulturelle Grundrauschen in diesem Teil Europas ausmachen. Mag sein, gerade aus Südtiroler Sicht klingt das gut. Leider hat Guérot ein widersprüchliches Verfassungsmodell dafür vor Augen. Die Esten, Letten und Litauer, die kleineren Kulturgemeinschaften könnten in einer europäischen Republik sehr wohl autonom und demokratisch sein, ganz ohne Nationalstaat, schreibt Guérot, und damit faktisch mehr beim politischen Geschehen in Europa mitmischen als im heutigen EU-Ratssystem. Das ist ein Irrtum, denn souveränes Mitglied in einem Staatenbund ist etwas anderes als eine autonome Region einer Republik. Guérot meint übrigens, dass drei Regierungsebenen (mit den Kommunen eigentlich 4) für eine Demokratie zu viel seien. Südtirol, die Länder der europäischen Bundesstaaten und 30 andere autonome Regionen Europas beweisen das Gegenteil. Teil-Souveränität der unteren Ebene bedeutet dagegen Föderalismus, den andere Vereinigungen schon seit 1946 für Europa anstreben.

Zur europäischen Geschichte gehört auch der Nationalstaat, der leider nicht so schnell abstirbt wie Menasse sich das wünscht. Auf dem Hintergrund dieser Nationalstaatsgeschichte, die die USA nicht haben, ist ein Bundesstaat ein zwingender Schritt, wie ihn die USA haben. Auch der Bundesstaat ist Teil der Ideengeschichte und Verfassungstradition und politischen Praxis Europas (und Nordamerikas). Wenn er für Deutschland und die Schweiz gerechtfertigt ist, warum nicht viel mehr für ein europäisches Staatsgebilde? Warum blendet Guérot den Föderalstaat aus?

Sieht man sich den Republiksentwurf von Ulrike Guérot dann genauer an (Warum Europa eine Republik werden muss!, Kap. 8) haben eindeutig die USA und nicht die Schweiz Pate gestanden. Ein direkt gewählter Präsident, ein europäischer Senat mit 2 Senatoren pro Provinz plus ein Repräsentantenhaus mit Stimmengleichheit aller EU-Bürger, das ganze ohne Bundesstaatscharakter. Guérot geht von 50-60 Provinzen der Republik aus, also fast gleich viel wie US-Bundesstaaten bei deutlich größerer Bevölkerung. Also nicht etwa die 270 NUTS-2-Regionen der heutigen EU wären die zweite Eben. Da geht sich der Provinzstatus nur für Makroregionen mit 9-10 Millionen Einwohnern aus. Für Bayern, die Lombardei, Österreich und Katalonien ja, nicht mehr für Südtirol, das Saarland oder Estland. Welchen demokratischen Mehrwert sollte eine solche, nicht föderal verfasste Republik denn für die kleineren Regionen bringen? Das US-System ohne Bundesstaat: ein Rezept für mehr Demokratie in Europa?

„Europa wir kommen: Avantgarde auf dem Weg zur Weltbürgergesellschaft“ lautet das Kap. 12 von Guérots Plädoyer für eine europäische Republik. Avantgarde und Republiksausrufung auf Plätzen passen zusammen. Zuerst die Aktion, dann der Konsens, wenn überhaupt. Weniger passt das langwierige direktdemokratische Verfahren zur Einleitung eines verfassunggebenden Prozesses zur Avantgarde. In Katalonien ist die Republik im Oktober 2017 nach der Volksabstimmung ausgerufen worden. Zuerst der Konsens, dann die Proklamation. Auch wenn Robert Menasse die direkte Demokratie geringschätzt, es wird sie auch bei Gründung der und in der europäischen Republik brauchen. Wenn die Republiksausrufung mehr ist als ein Kunstevent, warte ich denn auf Guérot, Menasse und Milo zur Unterschriftensammlung für eine europäische Bürgerinitiative für einen EU-Konvent.

Samstag: ‘European Balcony Project’.
Festliche Verlesung des Manifests auf Deutsch, Italienisch und Ladinisch

Im Rahmen des European Balcony Project wird morgen — hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs — auf dem ganzen Kontinent symbolisch die Europäische Republik ausgerufen. In Bozen beteiligen sich die Vereinigten Bühnen Bozen (VBB) an dem Projekt, doch es haben sich nun auch das Netzwerk für Partizipation (NWP) und die Initiative für mehr Demokratie angeschlossen.

Von Balkonen am Obstplatz werden morgen Samstag um 16.00 Uhr Schauspielerinnen das Manifest in deutscher, italienischer und ladinischer Sprache verlesen.

Spulciando Massimo Bessone.

La retorica degli ultimi giorni vuole che «la Lega de noantri non è mica Salvini», è molto meglio e quindi una coalizione se può fà. Una visitina al profilo Facebook del «commissario» Bessone, possibile futuro assessore, è sufficiente a confutare questa tesi edulcorata. Alcuni esempi:

17 ottobre 2017, in difesa della giustizia fai da te:

Sparare ad un delinquente non piace a nessuno! In uno Stato “normale”, nessuno si sognerebbe mai di sparare ad un ladro. È proprio la mancanza della certezza della pena, della giustizia, la sensazione di essere abbandonati in un Paese ove chi sbaglia non paga mai e le forze dell’ordine sono messe in condizione di non potere agire, che impone alla gente la necessità di doversi fare giustizia da soli. Certo, non mi piace, ma meglio loro sdraiati a terra che il proprio figlio o la moglie violentata da queste bestie senza pietà. Succederà, PURTROPPO, la stessa cosa anche con gli immigrati. Ce li impongono per interessi loro, ma ce li subiamo noi. Le ingiustizie, la crisi, la sensazione d’abbandono, nostra e loro, ci porterà a una guerra tra poveri! Ma che importa!? Chi ora governa sarà lontano a godersi soldi e benessere nella totale impunità!

Eh?

27 ottobre 2017, commentando la notizia «MERANO, TENTANO DI DERUBARE UN NEGOZIO IN CENTRO: ARRESTATI – I carabinieri della radiomobile di Merano hanno arrestato tre cittadini extracomunitari ventenni (un turco, un albanese e un marocchino) […]:

COME NELLE BARZELLETTE… C’erano un Turco, un Albanese, un Marocchino e non un Italiano, ma milioni di Italiani, tutti stufi di questi delinquenti! Già, come nelle barzellette, ma qui C’È POCO DA RIDERE!

28 ottobre 2017, pena di morte:

A VOLTE UNA BUONA SEDIA ELETTRICA… […] Ebbene il signore in questione, secondo quanto espresso dalla magistratura, una volta accortosi di aver contratto il virus del HIV ha cercato di fare l’amore con più donne possibili, se ne contano più di 30 […] Ebbene ieri è stato condannato a 24 anni di carcere, nemmeno un’anno (sic) per ogni donna che alla quale (sic) ha rovinato per sempre la vita! PERSONALMENTE IO SAREI STATO PER LA SEDIA ELETTRICA, tanto che (sic) tra indulti delle sinistre e buona condotta, tra dieci anni l’untore sarà di nuovo libero. Se in un caso del genere vogliamo trovare qualcosa per cui abbozzare un sorriso, rimane un mistero il come un cesso così possa aver fatto l’amore con più di trenta donne in pochi anni?

27 novembre 2017, commentando un articolo de l’Adige dal titolo «Irrompe nell’obitorio e semina il panico»:

In Africa hanno risolto il problema dei costi di carceri e manicomi! Li hanno aperti e ce li hanno mandati tutti qui! Sicuramente non scappano dalla guerra, ma probabilmente ci porteranno alla GUERRA!

9 dicembre 2017:

Con tutti i problemi contemporanei del nostro Paese, oggi a Como il #PD manifesta contro il #Fascismo! Se prima erano dubbi, ora ne abbiamo le prove, la sinistra in Italia è 90 anni indietro!

O forse è la destra estrema a portarcela?

27 dicembre 2017, periodo natalizio — post con foto di un barcone di immigrati, didascalia:

Ogni mattina c’è chi scappa e chi va a lavorare! 😉 Buongiorno amici. 😊

Che spasso.

13 gennaio 2018, vi sembro razzista?

Siamo realisti, se gli Italiani sono restii ad affittare a talune etnie NON lo fanno per razzismo o cattiveria, ma per esperienza! […] A LAVORARE E FARE SACRIFICI COME TUTTI NOI E METTERE AL MONDO UN NUMERO DI FIGLI PROPORZIONALE AL TENORE DI VITA. Vi sembro razzista?

Assolutamente sì.

10 febbraio 2018, a proposito del corteo antirazzista di Macerata:

Sogno un’Italia con meno cortei, ma più italiani intelligenti che sappiano mettere al primo posto il bene del proprio Paese, il futuro dei loro figli! #Macerata

Il bene del priorio paese, dunque, escluderebbe l’opposizione al razzismo.

16 febbraio 2018, commentando il titolo «Val Pusteria, pronti alloggi per 31 profughi»:

O cambiamo questo Paese il 4 marzo, o ci riempiranno talmente tanto di questa gente che l’Italia sarà persa per sempre!!! #OAdessoOMaiPiù

9 maggio 2018, commentando un articolo di Secolo Trentino dal titolo «[Mirko] Bisesti (Lega Nord): a Sociologia vigliacchi profanano il ruolo degli Alpini»:

Bravo Mirko, a Trento, come ovunque… PIÙ #ALPINI E MENO CRETINI!

Più Alpini? No, grazie.

16 maggio 2018:

L’ISTAT ci dice che l’Italia è un paese di #vecchi, il secondo al mondo, con un bassissimo numero di nascite. Quello che non dice è che per ovviare a questo trend non bisogna riempirci di migranti, ma attuare politiche che incentivino gli italiani a fare #figli! Vogliamo aiutare il mondo? Bene, iniziamo prima dagli Italiani! Vi sembro razzista?

Ancora una volta: sì, certo.

22 giugno 2018, il carcere a chi osa criticare un ministro:

“Ministro della malavita” dice Saviano a Salvini. Come si permette!?! PIÙ CHE SCORTA…GALERA! Almeno lo proteggiamo meglio!

24 giugno 2018, condanna a morte per Saviano:

#RobertoSaviano ha più scorta di un ministro, e noi paghiamo! Via la scorta ed i poliziotti vengano utilizzati nelle strade a proteggere donne, bambini, anziani.

29 giugno 2018, la cultura:

LA SOTTILE DIFFERENZA TRA APERTURA CULTURALE E STUPIDITÀ! Il sindaco Beppe Sala propone la consigliera comunale del #PD, esponente di punta della comunità islamica, Sumaya Abdel Qader a capo della commissione Cultura di #Milano. Nulla contro la signora, la sua cultura, la sua fede religiosa o politica, tutto contro la stupidità di chi svende una cultura storicamente importante come quella italiana. Gente senza arte, ne parte, senza spina dorsale, ideali, attributi che crede di elevarsi alla massima espressione della cultura e dell’apertura mentale, ma in realtà svende, umilia, deride un popolo, una storia, una cultura, degli ideali ed i diritti conquistati con tempo e fatica dalle donne. Essere fieri e voler mantenere le proprie radici, la propria cultura, i propri usi e costumi NON È #RAZZISMO È #INTELLIGENZA! Un popolo senza storia è un popolo destinato a scomparire. Milano, la Lombardia, l’Italia hanno uomini e donne capaci e fieri di portare avanti ed evolvere la loro cultura! Vergogna!

4 luglio 2018, messaggio corredato di foto con Bessone e Salvini presso il cippo del Brennero:

L’eventuale “chiusura” del #confine del #Brennero da parte dell’Austria non ci piace, ma capiamo e condividiamo l’esigenza di un Paese di tutelare i propri confini da un’invasione programmata!

7 luglio 2018, i rom non lavorano:

Il 12 LUGLIO I ROM ALTOATESINI MANIFESTANO CONTRO #SALVINI [che li vuole far schedare]! Noi andiamo a lavorare, loro manifestano contro chi vorrebbe farli lavorare! #IoStoConSalvini #CensimentoRom»

12 luglio 2018, commentando un meme razzista in cui la nazionale di calcio francese del 1982 (tutti bianchi) e quella del 2018 (molti giocatori di colore) vengono affiancate dal commento «effetti del cambiamento climatico»:

Certo, il colore della pelle non conta e siamo tutti uguali, ma questa foto fa davvero riflettere su quello che sarà il nostro futuro se non poniamo un freno a questa immigrazione incontrollata, se non operiamo politiche che tornino a incentivare la natalità autoctona. Non vogliamo il male di nessuno, ma non meritiamo di scomparire! Questo non è #razzismo, questo è #buonsenso. #IoStoConSalvini

27 luglio 2018, i nomadi non si preoccupano dei loro figli:

Lo sgombero di un campo #rom, da parte della #Polizia, è quel momento in cui i nomadi, in presenza dei mass media, si preoccupano e si ricordano dei loro figli!

11 agosto 2018, viaggio nel tempo:

Matteo Salvini toglie la dicitura “GENITORE 1” e “GENITORE 2” dalla carta d’identità elettronica. Che dire? Tra le tante follie lasciateci in eredità dal regime comunista che ci ha preceduto, questa è una delle più assurde, ma allo stesso tempo una cartina di Tornasole del fare del PD. Come i Talebani altrove, anche loro qui hanno cercato di cancellare la nostra dignità, la nostra cultura, la nostra storia. Hanno provato a far piegare testa e schiena al nostro popolo dinnanzi ad ogni cultura, religione, lobby. Piano piano, però, stiamo tornando a riprenderci i nostri valori, stiamo rialzando la testa fieri di essere Italiani. Benché la stampa, di parte, ci voglia far credere altro, questo è normale, non è razzismo, non è offendere nessuno, questa è dignità. In fondo è meraviglioso essere chiamato #PAPÀ e che tu sia etero o omosessuale la tua prima parola, il tuo primo amore era e resterà sempre la #MAMMA! […]

Grassetto nelle citazioni aggiunto da me.

Vedi anche: [1] [2] [3] [4] [5] [6]

VBB rufen Europäische Republik aus.

Am 10. November findet das von Ulrike Guérot und Robert Menasse mit Unterstützung von Milo Rau initiierte European Balcony Project statt. Damit soll gegen den wiedererstarkenden Nationalismus, für den Einigungsprozess und die Demokratisierung der Europäischen Union sensibilisiert werden.

Hundert Jahre zuvor wurden in Berlin und Wien am Ende des ersten Weltkriegs die jeweiligen Republiken ausgerufen.

Rund 100 europäische Kulturinstitutionen — zum Beispiel auch die Vereinigten Bühnen Bozen (VBB) — beteiligen sich an der Verlesung eines von Guérot, Menasse und Rau verfassten Manifests. Sie sind damit bis dato die einzigen »amtlichen« Teilnehmerinnen in der gesamten Euregio. In der zimbrischen Sprachinsel Lusern wird das Manifest (laut Homepage des Projekts) von einem privaten Balkon aus verlesen.

Das Manifest im Wortlaut:

ES LEBE DIE EUROPÄISCHE REPUBLIK!

Heute, am 10. November 2018 um 16 Uhr, 100 Jahre nach Ende des I WK, der auf Jahrzehnte die europäische Zivilisation zerstört hatte, gedenken wir nicht nur der Geschichte, sondern nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand.

Es ist Zeit, das Versprechen Europas zu verwirklichen und sich an die Gründungsidee des europäischen Einigungsprojekts zu erinnern.

Wir erklären alle, die sich in diesem Augenblick in Europa befinden, zu Bürgerinnen und Bürgern der europäischen Republik. Wir nehmen unsere Verantwortung für das universale Erbe der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte an, und geloben, sie endlich zu verwirklichen.

Wir sind uns bewusst, dass der Reichtum Europas auf Jahrhunderten der Ausbeutung anderer Kontinente und der Unterdrückung anderer Kulturen beruht. Wir teilen deshalb unseren Boden mit jenen, die wir von ihrem vertrieben haben. Europäer ist, wer es sein will. Die Europäische Republik ist der erste Schritt auf dem Weg zur globalen Demokratie.

Das Europa der Nationalstaaten ist gescheitert.

Die Idee des europäischen Einigungsprojekts wurde verraten.

Der Binnenmarkt und der Euro konnten ohne politisches Dach zur leichten Beute einer neoliberalen Agenda werden, die der Idee der sozialen Gerechtigkeit widerspricht.

Daher muss die Macht in den europäischen Institutionen erobert werden, um den gemeinsamen Markt und die gemeinsame Währung in einer gemeinsamen europäischen Demokratie zu gestalten.

Denn Europa heißt: Menschen zu einen und nicht Staaten zu integrieren.

An die Stelle der Souveränität der Staaten tritt hiermit die Souveränität der Bürgerinnen und Bürger. Wir begründen die Europäische Republik auf dem Grundsatz der allgemeinen politischen Gleichheit jenseits von Nationalität und Herkunft. Die konstitutionellen Träger der europäischen Republik sind die Städte und Regionen. Der Tag ist gekommen, dass sich die kulturelle Vielfalt Europas endlich in politischer Einheit entfaltet.

Der Europäische Rat ist abgesetzt.
Das Europäische Parlament hat gesetzgeberische Gewalt.
Es wählt eine europäische Regierung, die dem Wohle aller europäischen Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen verpflichtet ist.

Es lebe die Europäische Republik!

In Bozen werden Schauspielerinnen der VBB die Europäische Republik um 16.00 Uhr am Obstplatz ausrufen.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5] [6]

Dominik Plangger kritisiert Spatzen.
Quotation 498

Der Südtiroler Liedermacher Dominik Plangger nimmt auf Facebook klar gegen die Kastelruther Spatzen Stellung, die am Wochenende dem rechtsradikalen italienischen Innenminister Matteo Salvini (Lega) im wahrsten Sinne eine Bühne geboten haben:

So sehr ich ihre Musik auch noch nie gemocht habe, das werde ich den Kastelruther Spatzen nicht verzeihen. Sie überlassen Salvini ihre Bühne für einen Wahlkampfauftritt und verkaufen ihre so oft besungene und geliebte Heimat an die italienischen Faschisten. Aber in ihrer Musik immer schön unpolitisch bleiben. Das war ein klares Bekenntinis!

Siehe auch: [1] [2] [3]

Maran incunta la Ladinia.
Älteste Sprachgemeinschaft trifft älteste Landeshauptstadt

Vom 24. September bis zum 7. Oktober finden in Meran die »ladinischen Kulturwochen« statt, in deren Zuge Ausstellungen, Sprachkurse, Lesungen, Filmvorführungen, Musik und eine ganze Reihe weiterer Veranstaltungen angeboten werden, die nicht nur den Meranerinnen eine Begegnung mit der kleinsten und ältesten Sprachgemeinschaft unseres Landes ermöglichen sollen.

Eingeleitet wird Maran incunta la Ladinia am 24. September um 19.00 Uhr mit einer feierlichen Eröffnung im Pavillon des Fleurs des Meraner Kurhauses.

Organisatoren der hoffentlich nicht einmaligen Veranstaltung sind die Stadtgemeinde Meran, das Land Südtirol, das Museum Ladin und das ladinische Kulturinstitut Micurà de Rü.

Es ist eine Freude zu sehen, dass die ladinische Sprache und Kultur selbstbewusst nach außen getragen werden und damit auch das restliche Landesgebiet kontaminieren.

Das vollständige Programm kann hier heruntergeladen werden.

Valtònyc, erneute Schlappe für Spanien.

Der mallorquinische Rapper Valtònyc wird nicht ausgeliefert. In Spanien wegen »Terrorismus« und Verunglimpfung der Krone zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, hatte er sich vor der geplanten Festnahme nach Belgien abgesetzt. Einem EU-Haftbefehl gab die dortige Justiz im August nicht automatisch statt, sondern wollte sich en detail mit den Vorwürfen auseinandersetzen, die gegen den Künstler erhoben wurden. Dies ist nun geschehen — und das Ergebis lautet, dass Valtònycs durchaus harte Texte von der Meinungsfreiheit gedeckt seien.

Laut State of the Artistic Freedom Report (2018) ist Europa kein Vorbild, wenn es um die Freiheit der Kunst geht. Insbesondere Spanien, Frankreich und Polen stechen negativ hervor.

Valtònyc gab an, sich nun aus dem Exil für seine bereits inhaftierten Berufskolleginnen, aber auch für die politischen Gefangenen aus Katalonien einsetzen zu wollen. Der nächste Schritt soll ein Rekurs vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gegen die Verurteilung in Spanien sein.

Gegen den belgischen »Freispruch« stehen der Staatsanwaltschaft noch Rechtsmittel offen.

Siehe auch: [1] [2]