Alois Vijo Pupp ehren.

Am morgigen 22. Februar jährt sich der Todestag von Alois Vijo Pupp aus Antermëia zum 50. Mal. Die SVP Ladina und Landesrat Daniel Alfreider (SVP) würdigen den einstigen Landeshauptmann (1956-1960) als eine Persönlichkeit, die sich »unermüdlich für unsere Heimat und ihre Menschen« eingesetzt und mit ihrem »Wertekompass aus Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit« den Autonomieprozess angekurbelt habe.

Er fühlte sich der Geschichte und Tradition verbunden, erfüllt mit Liebe zu Volk und Heimat.

Man kann das ehemalige NSDAP-Mitglied (ab 1943) natürlich für seine Verdienste um das demokratische Südtirol würdigen, sollte dabei aber gerade diesen Umstand nicht unter den Teppich kehren.

Etwas dreist ist es aber nicht nur, (wie in Brixen erst vor wenigen Jahren geschehen) einen Park nach ihm zu benennen, sondern auch (wie die SVP Ladina jetzt), ihn als »ladinischen Landeshauptmann« zu loben — ohne darüber aufzuklären, dass er die ladinische Sprache als einen Dialekt von untergeordnetem Wert betrachtete und die Assimilierung der ladinischen durch die deutsche Sprachgruppe befürwortete.

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Foibe: Tutto equivale a tutto.
Quotation 519

L’intervento di Renzo Caramaschi si apre con le considerazioni amare di un sindaco «mortificato nel portare quei fiori al cippo di Norma Cossetto» nel corso della piccola cerimonia tenuta poco prima in via del Ronco. «Vorrei una società senza cippi, senza la ferita di un’umanità oppressa, vituperata, martoriata. Non c’è differenza fra Auschwitz e le foibe. La pulizia etnica è la sofferenza di un’umanità ansimante: e noi, minuscoli granelli di sabbia, non possiamo fare altro che evitare con tutte le nostre forze che quelle efferatezze si ripetano.»

dall’A.Adige di oggi

Inutile ricordare che l’incommensurabilità dell’Olocausto è data dall’industrializzazione della morte, che avrebbe dovuto cancellare un intero popolo. Inutile anche dire che le foibe non furono certamente «pulizia etnica».

Ormai però sembra che tutto equivalga a tutto.

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Nie wieder… oder doch?
Gedanken zum Holocaust-Gedenktag

Starke Worte sprach Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) anlässlich des heutigen Holocaust-Gedenktages: Er gedachte nicht nur oberflächlich des Unfassbaren, sondern erinnerte auch daran, dass Südtirolerinnen zwar teilweise Opfer, aber eben auch Mitläufer- und Täterinnen waren. Zudem verwies er auf die gegenwärtig zu beobachtende Verrohung im politischen Diskurs und auf zunehmende Gewaltbereitschaft. Sein Fazit aus der leidvollen Geschichte:

Nie wieder Nationalismus, nie wieder Rassismus, nie wieder Verfolgung!

Jedes Wort seiner Stellungnahme kann man aus demokratischer und antifaschistischer Sicht wohl guten Gewissens unterschreiben. Vor dem Hintergrund der soeben begründeten Koalition zwischen SVP und Lega klingt sie aber seltsam hohl und unwirklich.

Sicher: Es ist höchst erfreulich, dass der Landeshauptmann so klare Worte zum Holocaust und den gegenwärtigen Entwicklungen findet, obwohl er mit der Lega regiert. Und dennoch: Kaum jemand konterkariert heute Kompatschers »nie wieder« sosehr, kaum jemand spielt mit dem antifaschistischen Konsens so gekonnt — ohne sich ausdrücklich jenseits des Verfassungsrahmens zu begeben — wie Lega-Chef Matteo Salvini mit seiner Planierraupenpolitik.

Die von der Volkspartei vielleicht erhoffte Zähmung der Rechtsradikalen ist ein zweischneidiges Schwert — und droht in jedem Fall ein Misserfolg zu werden: gelingt sie nicht, hält auch in Südtirol unvermittelt eine menschenverachtende, exkludierende Politik Einzug. Gibt sich der Koalitionspartner aber zahm, könnte er beim nächsten Mal für noch mehr Menschen in Südtirol wählbar sein. Wenn die Lega aber noch stärker wird, möglicherweise gar die Landeshauptstadt regiert, wird sie nicht zögern, ihren Schafspelz wieder abzulegen.

Es wäre wohl vermessen, wenn man glaubte, eine so zutiefst inhumane Partei von Südtirol ausgehend total umkrempeln und in ihr Gegenteil verwandeln zu können. Nichts anderes wäre aber nötig.

Prima gli italiani ist mit nie wieder Nationalismus genauso unvereinbar, wie kauft nicht bei Fremden mit nie wieder Rassismus und der Umgang mit Roma und Sinti mit nie wieder Verfolgung. Auch dann, wenn wir noch weit von einem Holocaust entfernt sind.

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Freispruch für ‘CasaPound’.
Staatsanwaltschaft geht nicht in Berufung

Die rechtsextremistische CasaPound (CPI) muss wegen ihres Landtagswahlplakats bekanntlich nicht mit Strafverfolgung rechnen — wenn es nach dem Wunsch der Bozner Staatsanwaltschaft geht. Dazu reichte offenbar eine Selbsterklärung der Faschistinnen, wonach das rassistische Plakat nicht rassistisch sei.

Wie diese Woche bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft ferner beschlossen, gegen den Freispruch der faschistischen Bewegung in einem weiteren Fall nicht rekurrieren zu wollen: Um gegen das Display zu protestieren, das im Rahmen der »Historisierung« am faschistischen Siegesdenkmal angebracht wurde, hatte CPI 2014 eine nicht genehmigte, unangekündigte Protestaktion umgesetzt. Dabei wurde das nicht genehme Artefakt mit einer italienischen Trikolore verdeckt. Im daraus hervorgegangenen Prozess sprach Richter Carlo Busato die neun angeklagten Faschistinnen (darunter die drei Bozner CPI-Gemeinderäte Bonazza, Puglisi-Ghizzi und Trigolo) kürzlich in allen Anklagepunkten frei.

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Vittoria ribadita e rivendicata.

Pochi giorni fa il vescovo aveva rilanciato l’idea di dare un nome diverso — quello della Pace — all’odierna piazza Vittoria di Bolzano. Ma il sindaco del capoluogo rifiutava: perché i tempi, come al solito, «non sono maturi».

Nella sua edizione odierna il quotidiano in lingua italiana del gruppo Athesia, l’A. Adige, ne ha voluto dare esplicita conferma. Anzi, ospitando in prima pagina un fondo aberrante (firmato Federico Guiglia) ha addirittura alzato la posta, dimostrando che maturi i tempi non saranno proprio mai. L’autore, infatti, non solo rispedisce al mittente l’idea di cambiare nome alla piazza, ma rivendica la vittoria (rigorosamente con la «V» maiuscola), definita «italiano-europea» — ma sì! — e «di popolo», come cosa buona e giusta, portatrice di libertà e di pace.

Semmai fu la bellicosa controparte a incarnare un regime autoritario e oppressore. L’Italia stava dalla parte della libertà: stava dalla parte giusta.

A fronte di una realtà parecchio più sfumata e ingarbugliata, solo certezze. Non sembra nemmeno sfiorarlo — ad esempio — il dubbio che:

  • la guerra non fosse tanto di popolo, quanto delle élite (non solo) aristocratiche;
  • proprio in Sudtirolo (ma non solo) il passaggio dalla monarchia plurinazionale alla logica riduttiva degli stati-nazione avesse portato a grandi e gravi sofferenze e
  • dunque alla supposta libertà degli uni fosse indissolubilmente associata la sottomissione delle altre;
  • la decantata pace avesse portato in via diretta a guerre d’aggressione in Africa, al nazifascismo e alla follia della seconda guerra mondiale;
  • anche a Trento e Trieste forse non tutti sentissero la necessità di venire liberati, tantomeno con la forza delle armi;
  • «esercitare» (ma chi esercita e chi subisce? «il tranquillo e sacrosanto diritto, anche toponomastico, di ricordare, rispettare e tramandare la memoria italiano-europea» in Sudtirolo, sotto un monumento mussoliniano, possa risultare un tantino paradossale;
  • affermare che «Vittoria significa essere riconoscenti a chi ci ha resi, anche col massimo sacrificio della vita, uniti e liberi per sempre da ogni patibolo» sia una semplificazione confutata pochi anni dopo con l’avvento della dittatura;
  • i soldati di allora non avessero «dato [!] la cosa più cara e importante che aveva[no], cioè la vita, per la patria» ma fossero stati semplicemente mandati al macello, oltrettutto per un ideale sbagliato.

Pensavamo che certe cose non ci sarebbe più toccato leggerle. E invece pare che ci sia chi, fino ai giorni nostri, preferisce soleggiarsi in una vittoria di Pirro, anche per esercitare i suoi tranquilli e sacrosanti diritti di sopraffazione, piuttosto che cercare una pacificazione vera. Ne prendiamo atto, come prendiamo atto che nel centenario una tale aberrazione finisca in prima pagina su un giornale sudtirolese.

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Bozen nicht reif für den Frieden.

In seinem jüngst veröffentlichten Hirtenbrief, der dem ersten Weltkrieg gewidmet ist, hatte Bischof Ivo Muser unter anderem angeregt, den Bozner Siegesplatz in Friedensplatz umzubenennen. Renzo Caramaschi, Bürgermeister der Landeshauptstadt, antwortete ihm nun jedoch, dass ihm die Idee zwar gefalle, die Zeit aber noch nicht reif sei. Außerdem: Der Vorschlag stehe nicht im Koalitionsvertrag und sei auch gar nicht mehrheitsfähig.

Da wäre es natürlich interessant, in Erfahrung zu bringen, wer in einer Mittelinkskoalition etwas gegen die Umbenennung des Siegesplatzes haben könnte. Und auch, ob zum Beispiel die Restaurierung des Markuslöwen und der römischen Wölfin im Koalitionsabkommen stand.

In jedem Fall halten wir aber fest, dass die Landeshauptstadt ein geschlagenes Jahrhundert nach dem Ende des Weltkriegs — nach Ansicht ihres Bürgermeisters — nicht bereit ist, einen Namen zu ändern, der einen direkten Angriff der größeren auf die kleinere der beiden wichtigen Sprachgemeinschaften der Stadt darstellt.

Ähnlich übrigens, wie laut Caramaschis Vorgänger, Luigi Spagnolli, die Zeit nicht reif war, die Amba-Alagi- oder die Cadornastraße umzubenennen.

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