Müll: Baur befürchtet »Intervention des Staates«.

Hoppala! Ende letzten Jahres hieß es noch, Südtirol würde Trentiner Müll in Zukunft »freiwillig« importieren und nicht etwa aufgrund des zentralstaatlichen Dekrets, das uns dazu zwingt. Genauso wie der Sohn, der, vom Vater dazu aufgefordert, sofort ins Bett zu gehen, schnippisch antwortet, sowieso früher schlafen gehen zu wollen — um sich selbst eine gewisse »Unabhängigkeit« vorzutäuschen.

Der Bozner Vizebürgermeister Christoph Baur (SVP) bezeichnet nun jedoch die Entscheidung, bald Abfälle der Nachbarn nach Südtirol zu holen, laut Dolomiten-Zeitung, als »eine der Absurditäten, mit denen wir leben müssen«.

Die Bestimmung, dass Müllöfen ausgelastet sein müssen, geht nämlich auf ein Staatsgesetz zurück. Seither muss sich das Land und vor allem auch die Gemeinde mit der Frage beschäftigen, wie man zusätzlichen Müll aufbringen kann, um den Müllofen auszulasten.

— Dolomiten, 6. Juli 2016

[Baur] jedenfalls befürchtet, dass es — sollte die Gemeinde nicht aktiv werden — eine Intervention von Seiten des Staates geben werde. ”Und darauf haben wir dann keinen Einfluss mehr”, warnt Baur.

— Dolomiten, 6. Juli 2016

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