Rappresentare gli italiani.

Quando i Verdi, qualche giorno fa, andarono a sbattere contro l’autodeterminazione, Christian Tommasini (PD), interpellato dai giornali, disse che quella «tigre» non andava accarezzata. Fu l’ammissione, nemmeno troppo velata, di voler rinunciare a prendere in considerazione una delle ipotesi di evoluzione di questa terra — per pura e semplice paura. Ma la paura, come afferma giustamente Riccardo Dello Sbarba, è una cattiva consigliera. In questo contesto, ad esempio, impedisce di riflettere sulla differenza tra un processo «etnico», certamente pericoloso, ed uno «interetnico», potenzialmente capace di condurre questa terra ad un futuro indiviso.

Invece i due ministri democratici, Tommasini e Repetto, hanno sentito la necessità di scrivere all’A. Adige per ribadire la loro contrarietà perfino al passaggio della polizia alla provincia. A loro avviso infatti le competenze andrebbero richieste solo qualora un servizio funzionasse male, ed in ogni caso quando al contempo si riuscisse a far risparmiare lo stato*. Argomentazioni strampalate, che ridurrebbero l’autonomia ad un semplice pretesto funzionale ed economico, senza tener conto delle specificità di questa terra.

Se ora è vero, ed io ne sono convinto, che una buona fetta dei sudtirolesi di lingua italiana sarebbe disposta a parlare di indipendenza, a patto di farlo con piena dignità, è evidente che lo stretto legame che quasi tutti i partiti «italiani» hanno con il centralismo romano crea un problema di rappresentanza. Ammesso cioè che i rappresentanti politici «tedeschi» volessero interloquire con gli «italiani» su questo tema — e lentamente ne stanno comprendendo l’importanza — ora come ora sarebbe impossibile farlo per la ragione stessa che gli italiani, da questo punto di vista, non sono adeguatamente rappresentati.

E non si tratta tanto di un deficit dei partiti nazionali, quanto invece dell’intero sistema politico sudtirolese etnicizzato — per via del quale si sta rischiando di far arenare in partenza un dibattito stimolante e doveroso sul nostro comune futuro. A medio termine solo l’apertura dei partiti coinvolti nei confronti di tutti i cittadini che vi siano interessati, indipendentemente dall’appartenenza linguistica, potrebbe garantire un confronto vero. Ecco quindi che se l’SVP o la stessa Süd-Tiroler Freiheit dovranno giocoforza rivolgersi direttamente ed attivamente ai concittadini italiani, cambiando radicalmente atteggiamento nei loro confronti, il ruolo dei Verdi come partito interetnico per definizione potrebbe diventare fondamentale.

In questo frangente è difficilissimo capire se questa svolta avverrà tra cinque mesi o tra cinquant’anni. Però è un’evoluzione imprescindibile se vogliamo avvicinarci seriamente al traguardo dell’indipendenza. E questo evidenzia come lo stesso «processo» contribuirebbe a trasformare la politica — ed al contempo la società — in senso post-etnico.

*) Se la sicurezza — per fortuna — non è un problema che attualmente ci affligge, sarebbero sicuramente migliorabili la formazione, la collaborazione transfrontaliera e soprattutto il bilinguismo delle forze dell’ordine. Se pensiamo a quest’ultimo punto ci rendiamo conto come non sia vero nemmeno che il servizio oggi sia già perfetto. Inoltre, il controllo del territorio fa indubbiamente parte di un’autonomia matura ed evoluta.

Kohäsion+Inklusion Medien Mitbestimmung Politik Polizei Selbstbestimmung Zentralismus Zuständigkeiten | | | AA | | PD&Co. STF SVP Vërc | Italiano

Wie die Bayern.

Es ist geradezu beängstigend, mit welcher Laienhaftigkeit wir es auch in den Reihen der Regierungspartei beim Thema Selbstbestimmung zu tun haben. So spricht sich Thomas Widmann, im Doppelpack mit Richard Theiner Obmannkandidat der SVP, im heutigen TAZ-Gespräch für eine Selbstbestimmungslösung nach bayrischem Vorbild aus. Der Landesrat hat offensichtlich keine Ahnung, dass »Freistaat« in Deutschland nicht mehr ist, als eine folkloristische Bezeichnung, die das Selbstverständnis eines Bundeslandes beschreibt. Ansonsten hat Bayern keine Zuständigkeiten oder Vorrechte, die nicht jedes andere deutsche Bundesland auch hätte. Wenn sich das Duo Theiner-Widmann auf Bayern beruft, dann ist dies nicht nur keine Verbesserung, sondern unter Umständen die Vorlage zur Abschaffung der Südtirol-Autonomie. Eine erschreckende Ignoranz.

Medien Politik | | Richard Theiner Thomas Widmann | TAZ | Bayern | SVP | Deutsch

Selbstbestimmungsrenaissance.

Die Ereignisse überschlagen sich weiterhin. Im heutigen Tageszeitungsinterview bestätigt Richard Theiner, Landesrat und SVP-Obmannkandidat, sich mit dem Thema Selbstbestimmung beschäftigen zu wollen. Erneut nimmt er dafür den Vorstoß der Jungen Grünen zum Anlass, was unterstreicht, wie befreiend deren Enttabuisierung für die gesamte politische Landschaft war. Gleichzeitig sind Theiners Ansichten zum Thema nach wie vor nebulös, wenn er sich zum Beispiel auf die Lega beruft oder eine Rückkehr zu Österreich nicht ausschließt.

Und dennoch fällt auf, dass sich auch Theiner Argumente zueigen macht, die diese Plattform in dieser Form zum ersten Mal vertreten hat, und die noch vor wenigen Monaten beinahe unerhört waren. Ob es tatsächlich einen Zusammenhang zu gibt, sei dahin gestellt, doch man kann feststellen dass Theiner bereits viel sinnvoller argumentiert, als die Südtiroler Rechtsparteien — was gar nicht so schwierig ist. Zum Beispiel spricht er — wie Zeller vor ihm in der ff – von einem gemeinsamen Weg aller Südtiroler, ungeachtet ihrer Muttersprache.

Wenn es sich nicht mehr um ethnische Grabenkämpfe handelt, Deutsche gegen Italiener, sondern wenn man sich gemeinsam Gedanken über die Gestaltung der Zukunft macht.

Richard Theiner im TAZ-Interview

Die logische Konsequenz dieser positiven Sichtweise wäre wohl was bereits niwo in diesem Blog gefordert hatte: Dass die SVP zunächst ein klares Ziel definiert und sich dann sämtlichen Mitbürgern, auch ItalienerInnen und neuen SüdtirolerInnen öffnet, sofern sie die Erlangung dieses Zieles mittragen. Das wäre dann eine sofortige Vorwegnahme der positiven Auswirkungen der Eigenstaatlichkeit auf Parteiebene, und insofern ganz im Sinne von . Wie will die SVP auch sonst die Selbstbestimmung gemeinsam mit den »ItalienerInnen« anstreben?

Natürlich ist dies alles Zukunftsmusik, und selbstverständlich ist es zu früh für eine objektive Einschätzung. Doch ich konstatiere, dass es neben den fürchterlichen Angriffen der SVP/Dolomiten auch gemäßigtere Töne gibt. Allein die Tatsache, dass sich die Volkspartei an den Grünen orientiert, und dies sogar öffentlich kundtut, war bis vor kurzem unvorstellbar.

Diese Plattform wird an der Sache dranbleiben und kritisch beobachten, wie sich der Politkoloss Sammelpartei in dieser Hinsicht bewegt. Die plötzliche Kurskorrektur und die zum Teil unausgegorenen Positionen geben Anlass zur Vorsicht.

Kohäsion+Inklusion Medien Politik Selbstbestimmung | | Karl Zeller | Dolo TAZ | | Lega SVP Vërc |

Sammelpanik.

Wie der Corriere dell’Alto Adige in seiner heutigen Ausgabe berichtet, plädiert nun auch Richard Theiner, Obmannkandidat der Südtiroler Volkspartei, für eine Wiederbelebung der Selbstbestimmungsfrage. Wenn selbst die Grünen davon sprächen, so seine Argumentation, dann müsse sich auch die Sammelpartei damit befassen. Nach besonnener Strategie klingt das nicht.

Einerseits kann es uns nur freuen, wenn immer breitere Teile der Südtiroler Politik Diskussionsbereitschaft signalisieren; andererseits muss genau diese Bereitschaft kritisch hinterfragt werden. Denn wie es aussieht handelt es sich bei der Volkspartei vor allem um kurzfristiges parteipolitisches Kalkül, damit die Zügel der Landespolitik auch weiterhin fest in ihrer Hand bleiben — und nicht um den Wunsch nach konstruktivem Dialog.

In diesem Sinne hat Parteisoldat Günther Heidegger aus seinem Schützengraben im Tagblatt sogleich klargestellt, was von der Öffnung der (Jungen) Grünen zu halten sei:

Kein Staat zu machen.
Ausschnitt aus den Dolomiten vom 20.03.2009

Das ist Fortführung der Politik unter der Gürtellinie. Wie demagogisch dabei vorgegangen wird, ist unschwer nachzuweisen. Da heißt es:

Plötzlich machen sich Leute für die Ausübung unseres Selbstbestimmungsrechts stark, die bislang höchstens ein abfälliges Grinsen oder ein verächtliches Kopfschütteln dafür übrig hatten. Und die Verfechter einer Volksabstimmung über die Zukunft des Landes als verkalkte Nostalgiker und nationalistische Wolkenschieber abgetan haben. […] Da drehn sich die Fähnchen im Wind.

Genau diese Vorwürfe treffen aber die Volkspartei mindestens genauso hart wie die Grünen, die sich ja niemals mit dem Istzustand begnügt haben.

Karl Zeller, bis vor wenigen Monaten auch bei einschlägigen Podiumsdiskussionen stets letztes Bollwerk der dynamischen Autonomie, zeigt gegenüber dem Wochenmagazin ff keine Bedenken, ebendiese Autonomie über Bord zu werfen, um eine neue Phase der Selbstbestimmung einzuläuten. Bei so viel Kohärenz bleibt einem die Puste weg. Obwohl auch er sich jetzt der typischen -Forderung nach einer sprachgruppenübergreifenden Lösung nicht mehr entziehen kann, scheint allzu eindeutig, dass diese letzte Windung der Sammelpartei nicht einem klar definierten Projekt entspringt, sondern der Angst, ihre historische Rolle einzubüßen, sowie der Notwendigkeit, parteiinterne Machtkämpfe auszutragen. Nach den schallenden Ohrfeigen der letzten Urnengänge macht die VP ohnehin bei vielem mit, was gerade en vogue ist und Wählerstimmen verspricht.

Genau jetzt, wo unser unermüdliches Engagement — der stete Tropfen höhlt den Stein! — seine ersten realen Früchte hervorbringt, gilt es größte Wachsamkeit, Nüchternheit und Distanz zu bewahren. Mehr denn je muss unsere Rolle eine prüfende und eine mahnende sein, um die hässlichen Fratzen völkischer und opportunistischer Verirrungen zu entlarven.

Medien Politik Selbstbestimmung | | | Corriere Dolo | | SVP Vërc |

Selbstbestimmungsrenaissance?

Gabriele Di Luca hat mit Günther Pallaver ein Interview zum Thema Selbstbestimmung geführt, das ich hier in vollem Umfang wiedergebe:

Martedì 17 febbraio, all’Accademia Cusano di Bressanone (ore 20.00) ci sarà  una discussione pubblica sul tema “Vision Freistaat” (Stato libero: una visione). Parteciperanno Martha Stocker (Svp), Pius Leitner (Freiheitlichen), Eva Klotz (Süd-Tiroler Freiheit) e Riccardo Dello Sbarba (Verdi). Il politologo Günther Pallaver (Università  di Innsbruck) introdurrà  e modererà  l’incontro.

Selbstbestimmungsrenaissance? Intervista a Günther Pallaver

Professor Pallaver, da qualche tempo, nel discorso pubblico sudtirolese, è tornato in auge un tema che sembrava ormai destinato a restare patrimonio esclusivo di cerchie politiche marginali: il tema dell’autodeterminazione. Secondo lei, quali sono i motivi di una simile Selbstbestimmungsrenaissance?

Il tema dell’autodeterminazione si ripresenta periodicamente, un po’ a ondate. Prima del “pacchetto” e dell’approvazione del secondo statuto era l’espressione di gruppi che non accettavano l’autonomia come soluzione del problema sudtirolese, perché l’autonomia prevede un accordo tra i gruppi linguistici del Sudtirolo, mentre una soluzione autodeterminista privilegia le esigenze del gruppo tedesco e ladino. Inoltre, la richiesta d’autodeterminazione si affaccia sempre in momenti di crisi economica. A parte gli attentati di Ein Tirol (1978-88) e la breve riflessione della Volkspartei durante il periodo della disgregazione yugoslava – in cui affiora l’ipotesi di una “via slovena”-, le istanze autodeterministe si erano smorzate anche in virtù della conclusione della controversia tra l’Italia e l’Austria davanti all’Onu (1992). Adesso, con la crisi economica e sociale in corso, possiamo riscontrarne la rinascita. Ma come avevano già  notato 100 anni fa i teorici della socialdemocrazia austriaca nel loro contesto multinazionale, è la crisi che riesce a trasformare le questioni sociali in questioni nazionali.

L’autonomia di cui gode la Provincia di Bolzano rappresenta una soluzione di “compromesso”, riconosciuta internazionalmente, che ha dato buona prova di sé sia in termini di benessere garantito a tutti i gruppi linguistici qui residenti, sia in rapporto al controllo delle pulsioni conflittuali sempre latenti. Chi però propone nuovamente il ricorso all’autodeterminazione sembra non apprezzare o comunque ritiene solo “provvisori” (e dunque insufficienti) questi risultati. Perché?

Ovunque la nostra autonomia riscuote consensi. Riceviamo delegazioni provenienti dall’Europa orientale, dall’Albania, dalla Slovenia, dalla Bosnia-Erzegovina, dalla Romania e dalla Cecenia, ma anche dal Tibet con il Dalai Lama, dalla Palestina o da Papua Nuova Guinea. Ciò significa che l’autonomia del Sudtirolo è riuscita in un’impresa che all’inizio non era scontata. La questione poteva anche finire come in Irlanda del Nord o nei Paesi Baschi. Certo, l’autonomia non è perfetta, il sistema tende a disattivare le occasioni di conflitto separando i gruppi linguistici e non vengono perseguite in modo esplicito politiche d’integrazione. Vorrei però richiamare l’attenzione sul processo, sulla procedura della sua costruzione: qui si è cercato sempre di coinvolgere tutti gli attori in gioco, senza esclusione alcuna. È prevalso il compromesso, il buon senso, ciò che risultava fattibile. In questo modo abbiamo evitato esiti cruenti. Chi confronta la nostra con la situazione di altre minoranze dovrebbe vedere i vantaggi dell’autonomia. Il futuro è nel miglioramento dell’autonomia, non nella rivendicazione dell’autodeterminazione.

Affrontiamo la questione dal punto di vista istituzionale. I fautori dell’autodeterminazione ritengono che la Provincia di Bolzano possa staccarsi dall’Italia mediante una consultazione referendaria. Essi fanno inoltre riferimento ad altre situazioni internazionali (come il Montenegro, il Kosovo o, più recentemente, la Groenlandia), indicate come esempi da seguire. Ma che cosa potrebbe o dovrebbe accadere, concretamente, per attivare un processo del genere anche qui da noi?

Esiste, a livello popolare, l’idea errata che l’autodeterminazione implichi la secessione. Nulla di più sbagliato. Il diritto internazionale non prevede un diritto di secessione (se non nel contesto della “decolonizzazione”). ll concetto stesso di autodeterminazione è complesso, ingarbugliato e spesso poco chiaro. Persino in molti documenti delle Nazioni Unite si fa riferimento all’autodeterminazione, senza precisarne il significato, giocando sull’ambiguità e sulle zone grigie. Certo, l’autodeterminazione non è vietata. Però osserviamo che la sua rivendicazione si connette a violenza e guerre. Vogliamo questo? Studi documentano che se venisse riconosciuto il diritto alla secessione avremmo circa tra 1500 e 3000 Stati. Se già  con 192 abbiamo una montagna di problemi, figurarsi con quel numero. Sarebbe peggio di una bolgia dantesca. Cosa dovrebbe succedere – lei chiede – per attivare un processo del genere in Sudtirolo? Un conflitto armato, cioè una guerra. Chiunque lo auspichi è una persona del tutto irresponsabile.

Lei insegna a Innsbruck e quindi conosce bene l’atteggiamento dei tirolesi del Nord (e più in generale degli austriaci) riguardo alla questione sudtirolese. Ritiene che gli indipendentisti nostrani potrebbero contare ancora sulla solidarietà  della “madrepatria” e più in generale degli altri stati che fanno parte della Comunità  europea?

Da alcune indagini risulta che una parte ancora consistente appoggerebbe la riunificazione del Sudtirolo con il Tirolo del Nord. Ma i risultati oscillano a seconda delle domande e dell’umore del momento. Inoltre, in queste indagini non vengono mai poste questioni precise (per esempio: se i tirolesi del Nord sarebbero d’accordo con l’introduzione della proporzionale etnica sul loro territorio). Possiamo essere certi che una volta confrontati con la realtà, i partecipanti a questi sondaggi offrirebbero risposte diverse. L’Austria fa comunque parte dell’Unione europea, una costellazione di 27 membri. A nessuno di questi Stati passerebbe per la mente di appoggiare una rivendicazione di tipo secessionista. Non l’ha fatto nemmeno Bruno Kreisky nel 1960 e 1961, davanti all’Onu, anche se il momento era il più favorevole di tutti i tempi. Nessuno poi ha voglia di mettere in moto una valanga. Se cominciasse il Sudtirolo domani potrebbe essere il turno di qualche altra regione. Impensabile. L’idea dell’autodeterminazione è un’idea del 19° secolo, noi viviamo nel 21° e abbiamo alle spalle due guerre mondiali nate dal nazionalismo. L’integrazione, l’abolizione delle frontiere, queste sono le idee portanti della cultura europea vigente.

Un punto generalmente trascurato – in questa discussione – riguarda gli effetti che la nascita di un ipotetico “Stato indipendente del Sudtirolo” (oppure, altra variante sul tappeto, un’integrazione della nostra provincia nel corpo della nazione austriaca) potrebbe avere sul nostro modello di convivenza. È possibile immaginarsi o anticipare a questo proposito di che genere sarebbero questi effetti?

Chi rivendica il diritto all’autodeterminazione sottolinea in continuazione che gli italiani – in uno Stato autonomo o nell’ambito dello Stato austriaco – sarebbero tutelati come lo sono i tedeschi in Italia. Ciò significa che la tutela attuale non può essere poi così male. Ma se penso a come l’Austria tutela le sue minoranze, allora il mio scetticismo si acuisce. Basta dare uno sguardo alla Carinzia, dove vive la minoranza slovena. Confesso che in uno Stato sovrano avrei paura del nazionalismo tedesco, dei suoi impulsi vendicativi. Solo fino a pochi anni fa gli Schützen dichiaravano che gli italiani sono solo ospiti in questa terra, un’assurdità che contrasta i diritti fondamentali dell’uomo, poiché ogni cittadino dell’Unione Europea ha il diritto di residenza in tutti i suoi Stati membri. Preferisco dunque le certezze di oggi: garanzie costituzionali e internazionali e una cultura politica europea di democrazia e tolleranza. Alle promesse di un radioso futuro preferisco le sicurezze del presente.

Un’ultima domanda. La Svp sta attraversando una profonda crisi d’identità, tanto che il suo ruolo storico (quello appunto di essere il partito di riferimento degli elettori di lingua tedesca) è stato recentemente messo in discussione da chi, per l’appunto, giudica l’appartenenza all’Italia come una condizione tutt’altro che definitiva. Qualche anno fa si era cominciato a parlare con una certa frequenza dell’Euregio, una “visione” geopolitica più praticabile e comunque in sintonia con lo sviluppo dell’autonomia. È possibile che – almeno in risposta alle tendenze più estremistiche delle quali abbiamo parlato – il progetto di una regione alpina transfrontaliera e plurilingue possa riprendere vigore?

Sin dagli anni ’50 sono sorti numerosi progetti, in vari paesi europei, orientati a una collaborazione transfrontaliera. Quando nacque, l’Euregio tirolese fu un progetto calato dall’alto, con il Sudtirolo ed il Tirolo che cercavano di far rientrare l’autodeterminazione dalla finestra, perché la porta era sbarrata. Ma già pochi anni dopo hanno capito che il progetto, se voleva avere qualche possibilità di riuscita, doveva essere allargato al Trentino, cercando di sensibilizzare la popolazione di tutte e tre le regioni in gioco. È interessante vedere che in un’ indagine del 1996 una grande maggioranza era a favore della cooperazione transfrontaliera, ma indipendentemente dalla storia comune. Ciò significa che la collaborazione potrebbe essere intensificata soprattutto dal punto di vista pragmatico (issues oriented) e non dal punto di vista ideologico (ideological oriented). In effetti, mi meraviglio che la classe politica dominante non abbia approfondito il discorso dell’Euregio davanti alle rivendicazioni degli autodeterministi. Fatto sta che la SVP, al momento, è occupata con se stessa e non ha né energie né idee chiare per il futuro.

Medien Selbstbestimmung | | Günther Pallaver | | | SVP | Italiano

Sportlerinnen in den Landesdienst.

Der Vorschlag des Forums Heimat in der SVP, einheimische Sportlerinnen in den Landesdienst zu holen, um Abhängigkeiten zu brechen, stößt bei italienischen Verbandsfunktionären verständlicherweise auf Ablehnung. Die inhaltliche Kontrolle über ihre Schützlinge könnten sie damit weitgehend einbüßen. Mit dem Argument, die Politik solle sich aus dem Spiel halten, möchten sie das Thema denn auch am liebsten gleich vom Tisch fegen.

Doch das Problem existiert: Gerade die heute übliche Mitgliedschaft der Athletinnen in militärischen und paramilitärischen Einheiten wie Carabinieri und Finanzwache übt, mit Hilfe des pekuniären Hebels, einen gar nicht so unterschwelligen Druck aus — den auch ich in eklatanter Weise feststellen durfte, als ich im Namen von mehrere Spitzenathletinnen anschrieb: Ganz unverblümt antwortete der Manager von Manfred und Manuela Mölgg damals, die Sportlerinnen dürften sich zu politischen Fragen nicht äußern, weil sie durch nationale Verträge gebunden und Mitglieder der Finanzwache seien [weiterlesen]. Von anderen gab es erst gar keine Antwort.

Solche Zwänge und Ängste erinnern eher an die DDR, denn an ein liberales und demokratisches Land.

Aus diesem Grund begrüße ich den Vorstoß, Südtiroler Sportlerinnen — möglichst auf freiwilliger Basis — eine Alternative anzubieten, die ihnen die nationale Vereinnahmung samt Beschlagnahme des Rechts auf freie Meinungsäußerung erspart. Dies kann jedoch nur ein erster Schritt hin zu einem unabhängigen, alle Sprachgruppen einbindenden Team sein.

Siehe auch:

Kohäsion+Inklusion Militär Nationalismus Politik Sport Wirtschaft+Finanzen | | | | | SVP | Deutsch

Ge- und entschlossen.

Worte, auf die wir in dieser Klarheit lange gewartet hatten, hat der Landeshauptmann heute zum Holocaust-Gedenktag gesprochen. Ich übernehme hierzu vollinhaltlich von Südtirol Online und schließe mich an:

Ein Tag der Erinnerung soll der 27. Jänner Holocaust-Gedenktag laut Landeshauptmann Luis Durnwalder sein: “Allerdings heißt sich zu erinnern nicht nur, sich die geschichtlichen Ereignisse vor Augen zu führen, sondern sich mit deren Ursachen auseinanderzusetzen”, so Durnwalder, der zuallererst Extremismus und Xenophobie nennt, die es zu bekämpfen gelte.

“Sich zu erinnern, heißt demnach, den Phänomenen des Extremismus’ und der Xenophobie auf den Grund zu gehen, um so zu einer Kultur zu kommen, die nicht nur Toleranz groß schreibt, sondern jeder Verletzung der Menschenrechte und der Menschenwürde den Kampf ansagt”, so Durnwalder. Nur so könne man sicherstellen, dass sich die unvorstellbare Grausamkeit des Holocaust nicht wiederhole.

“Der Gedenktag ist zwar dem Holocaust gewidmet, trotzdem sollte unser Blick aber über diesen hinausgehen und sich nach vorne richten”, erklärt der Landeshauptmann, der betont: “Es geht darum, dass alle – egal ob Mehr- oder Minderheiten – das Grundprinzip menschlichen Miteinanders verinnerlichen: eine klare Absage an Intoleranz und Gewalt.”

Dieses Grundprinzip zu leben, es zu verteidigen, sei auch in Südtirol oberstes Gebot. “Es gibt auch bei uns immer wieder antisemitische, rassistische, fremdenfeindliche Tendenzen, denen wir ge- und entschlossen entgegentreten müssen”, so Durnwalder.

Zwar wachse die zeitliche Distanz zum Holocaust, doch müsste vor allem in der Jugend die Erinnerung daran wachgehalten werden. “Nur so können wir den Jungen helfen, Gut und Böse zu unterscheiden, sich bewusst für die richtige Seite zu entscheiden und eine Kultur des Wegschauens gar nicht erst entstehen zu lassen”, erklärt der Landeshauptmann.

Es sei richtig und wichtig, dass man diese Themen in den Schulen des Landes zum Unterrichtsgegenstand gemacht und zahlreiche Projekte und Initiativen vorangetrieben habe, in die Schüler, Lehrer, Eltern und Familien einbezogen worden seien.

“Gerade ein Land wie Südtirol, das weltweit als Beispiel des friedlichen Zusammenlebens verschiedener Volksgruppen gilt, hat hier auch Vorbildfunktion”, so Durnwalder.

Siehe auch:

Faschismen Kohäsion+Inklusion Medien | | | Stol | | SVP |