Ci è andata bene.

Ci è andata bene, dice Paolo Campostrini in un fondo uscito sull’A. Adige di ieri, riferendosi al presunto fallimento della Convenzione e tirando in ballo i soliti argomenti che in quest’anno di lavori partecipati sulla riforma dello Statuto d’Autonomia abbiamo dovuto sorbirci. Ignaro, a quanto pare, dei lavori che continuano sia nel Forum dei 100 sia nella Convenzione dei 33, Campostrini coglie l’occasione dell’esito referendario per decretare la fine di «questa struttura arzigogolata», dare un’altra stoccata contro chi l’ha messa in piedi e sottolineare come i precedenti Statuti fossero stati espressione «delle migliori menti politiche» e di una

classe dirigente perfettamente consapevole della delicatezza del compito a cui era stata chiamata. Tutte condizioni impossibili da riprodurre in tempi ristretti con step implacabili, senza barriere culturali, privi di qualunque possibilità di selezione dei delegati e in un clima politico preda dei populismi e di spinte identitarie neppure paragonabili alle passioni profonde che pur agitavano i decenni di elaborazione della nostra carta autonomistica.

Bene, di critiche da muovere alla struttura della Convenzione ce ne sono diverse, una delle quali per esempio lo scarso interesse della classe politica, la mancanza di un’esplicita e percepibile maternità o paternità nei confronti di questo processo di riforma che ne avrebbe avuto bisogno in varie fasi e ne ha tuttora. Eccome. Ma non è certo svilendo l’impegno di molte persone, di tutte le estrazioni culturali e sociali (non solo dell’»ala destra tedesca», checché ne dica il buon Campostrini) che si porta avanti un discorso di democratizzazione e di rinnovato impegno politico. Quando l’autore, parafrasando il famoso detto che la guerra è troppo importante per lasciarla ai generali, auspica che di autonomia non sia l’Eurac ad occuparsene, ci fa vedere, per l’ennesima volta, che nella migliore delle ipotesi, della Convenzione non ha capito nulla. Nella peggiore, che rimane legato ad una politica che si consuma nelle stanze del potere, lontanissima da chi in democrazia è il sovrano: tutti noi.

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Venetisch ist lächerlich (sagen die Herrenmenschen).

Denn ob das Venetische eine eigenständige indogermanische Sprache ist oder ein Gemisch aus Latein und Italienisch, mag sprachwissenschaftlich interessant sein, ist aber eigentlich völlig egal. Es klingt wie eine Kindersprache. “Man muss lachen, wenn man sie hört”, schreibt der entsandte Reporter der römischen Zeitung “La Repubblica”. Man spräche dort, als hätten kleine Kinder gerade Kastanien im Mund und redeten gleichwohl drauflos. Nun wäre das ja nicht schlimm, wenn die Veneter untereinander Veneter Platt reden. Aber sie wollen diese sprachliche Eigenart nun zur zweiten Amtssprache erheben.

— Hans-Jürgen Schlamp, Spiegel Online, 11. Dezember 2016

Man kann viel auszusetzen haben am alles andere als einschließenden Nationalismus der venetischen Rechten. Aber diese herablassende Verhöhnung einer Sprache zeigt einmal mehr: Vertreter nationaler Mehrheiten gerieren sich als Herrenmenschen, Minderheiten sind qua Definition rückständig und lächerlich. Das erinnert an das koloniale Zeitalter, als Eingeborene zur Belustigung auf Jahrmärkten vorgeführt und ihre Kulturen als minderwertig ausgerottet wurden. Heute weiß jedeR, dass das falsch war, aber »Platt« darf weiterhin verunglimpft werden.

Übrigens: Ob Herr Schlamp denn weiß, dass Plattdeutsch in Schleswig-Holstein Amtssprache ist?

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Discriminaziun Faschismen Kunst+Cultura Medien Minderheitenschutz Nationalismus | Zitać | | Der Spiegel la Repubblica | Venetien-Vèneto | |

Lleida, Widerstand bis nach dem Tod.

Antonio Cantano war ein angesehener katalanischer Gewerkschaftsführer. Die Provinzhaupstadt Lleida, seine Heimatgemeinde, hat nun beschlossen, ihm eine Straße zu widmen — doch seine Familie lehnt dies vehement ab.

Die Begründung ist einfach: Cantano sei im Franco-Widerstand tätig gewesen, wofür er zwischen 1973 und 1974 auch zehn Monate im Gefängnis verbracht hatte. Solange es in Lleida insgesamt acht Straßen und Plätze gebe, deren Benennungen mit dem damaligen Regime in Verbindung stehen, sei eine Cantano-Straße unvorstellbar.

Da nützt es auch nichts, dass Bürgermeister à€ngel Ros versichert, fast alle — nämlich die »schlimmsten« — franquistischen Benennungen seien bereits in den 80er Jahren ersetzt worden.

Im Gegenteil: Inzwischen haben katalanische PolitikerInnen von ERC, Podem, PDECAT, CUP und Grünen, aber auch antifaschistische Organisationen und Gruppen ein Manifest unterzeichnet, mit dem sie die Familie des Gewerkschafters unterstützen und die sofortige Entfernung aller franquistisch belasteten Bezeichnungen in Lleida fordern.

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Faschismen Gewerkschaften Ortsnamen Politik Ungehorsam+Widerstand | | | | Catalunya | Vërc |

EU: Digitale Grenzen überwinden.

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben sich für eine längst überfällige Vertiefung des digitalen Binnenmarktes entschieden. Wer heute auf einem ausländischen Webportal einkaufen möchte, wird häufig auf einen Zwischenhändler oder auf eine Homepage im Heimatland verwiesen. Dabei kann sich neben den Preisen auch die Sprache ändern.

Bisweilen wird der Verkauf an EU-BürgerInnen gar zur Gänze ausgeschlossen, etwa wenn sie keine »inländische« Kreditkarte besitzen.

All dies soll sich schon bald ändern. Bis Mitte 2017 möchte die EU-Kommission in Abstimmung mit dem Parlament die Richtlinien erlassen, um den erzielten Konsens umzusetzen.

VerbraucherschützerInnen sind mit dem Ergebnis dennoch unzufrieden: Die neuen Regelungen sollen nicht für urheberrechtlich geschützte Produkte (wie Bücher, Filme oder Musik) gelten sollen. Außerdem könnten Händler theoretisch den Verkauf abwickeln, dann jedoch den Versand ins Ausland ablehnen und die KäuferInnen somit zwingen, die Abholung selbst vorzunehmen oder wenigstens zu organisieren.

Wie dem auch sei: Jeder kleine Schritt nach vorn ist in diesem Kontext begrüßenswert, es bleibt aber weiterhin sehr viel zu tun, um die digitalen Grenzen zu überwinden.

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Grenze Politik Recht Tech&Com Verbraucherinnen Wirtschaft+Finanzen | Good News | | | | EU |

Meran auf den Spuren seiner jüdischen Gegenwart.

Meran war und ist Heimat von Juden. Ohne ihre wirtschaftlichen Investitionen und geistig-kulturellen Impulse ist die Entwicklung Merans vom “Kuhstädtchen” zum internationalen Kurort und zur liberalen Kulturstadt nicht vorstellbar.

Mit verschiedenen Bildungsformaten wie Plakat- und Postkartenaktionen (Ein Stück Meran?), der Beflaggung von Gebäuden, welche früher in jüdischem Besitz waren, Stadtspaziergängen und Filmabenden begeben wir uns auf Spurensuche und möchten die Meranerinnen und Meraner auf dieses wichtige Stück Stadtgeschichte aufmerksam machen.

— urania meran

Am Dienstag, den 20. Dezember findet am Sitz der Urania Meran  ab 19.00 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema

Alle Opfer? Meran und seine Juden

statt. Es beteiligen sich am Podium und aus dem Publikum:

  • Hanno Loewy, Direktor des Jüdischen Museums Hohenems
  • Sabine Mayr, Philologin und Buchautorin
  • Joachim Innerhofer, Direktor des Jüdischen Museums Meran
  • Leopold Steurer, Historiker
  • Arnaldo Loner, Rechtsvertreter der Gde. Bozen im Mischa-Seifert-Prozess
  • Federico Steinhaus, ehem. Präsident der Jüdischen Gemeinde Meran
  • Mirko Wenter, Vizepräsident der Jüdischen Gemeinde Meran
  • Marko Feingold, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, KZ-Überlebender und Zeitzeuge
  • Paul Rösch, Bürgermeister der Gde. Meran

Musikalische Einleitung und Ausklang durch die Gruppe Stellerranti:
Cinzia Bauci, Vokal – Lydia Cevidalli, Geige – Pierantonio Gallesi, Ziehharmonika.

In der Podiumsdiskussion wollen wir die Vergangenheit lebendig werden lassen und wichtige Kapitel der Meraner Stadtgeschichte neu erzählen. Gemeinsam mit Historikern,Zeitzeugen und Politikern wollen wir aber auch Täterschaft, Schweigen und Passivität der Meraner Bevölkerung thematisieren und die Frage nach der Zukunft der jüdischen Gemeinde Meran stellen.

Moderation: Markus Lobis.

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Minoranza, da umiliare.
Quotation 334

Ma la regione è strategica e necessaria per il futuro dell’autonomia, per gli equilibri fra i gruppi etnici, per lo stesso concetto di minoranza (che nel solo territorio altoatesino sarebbe invece maggioranza).

— Alberto Faustini

Concezione interessante di minoranza, quella esposta dal direttore del quotidiano A. Adige in un commento pubblicato oggi. Come se le minoranze nazionali dovessero per forza rimanere — e masochisticamente ambire a essere — minoranza a ogni livello, statale, regionale e magari anche comunale.

Una minoranza nazionale, invece, rimane tale anche se rappresenta la maggioranza a livello regionale. Anzi, la «Carta Europea delle Lingue Regionali o Minoritarie» raccomanda espressamente di definire i confini amministrativi delle minoranze linguistiche in maniera che a livello territoriale rappresentino la maggioranza e possano autogovernarsi.

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Il no dell’Italia, il sì di Bolzano.

di Riccardo Dello Sbarba

“È la prova che il Sudtirolo non è Italia – scrive un amico – Ora non vi resta che trasferirvi armi e bagagli nell’Austria di van Der Bellen”. In effetti…

Ma, in effetti, il Sudtirolo (per dire la stragrande maggioranza della popolazione di lingua tedesca, mentre quella italiana ha votato come la media nazionale) non ha votato sulla riforma della Costituzione, ma sulla “clausola di garanzia”, da noi rafforzata dalla funzione tutrice dell’Austria, che invece alle altre autonomie speciali non è data (e infatti non ci hanno creduto). Hanno votato a favore di una Costituzione che da noi non si sarebbe applicata. Anzi, hanno votato sì proprio perché da noi la nuova Costituzione non si sarebbe applicata.

Hanno votato “diversamente s씝. È stato il sì di tante mie amiche e amici che somiglia moltissimo al sì a Van der Bellen di tante austriache e austriaci che pure i Verdi non li votavano mai. A Vienna hanno votato VDB per non dare l’Austria in mano a Hofer, a Bolzano hanno votato sì per non dare l’Italia in mano a Grillo e Berlusconi. Lì hanno votato VDB per stabilizzare l’Austria e stabilizzare l’Unione Europea dopo Brexit e Trump, qui hanno votato sì per stabilizzare l’Italia e reggere in piedi l’Unione Europea. Quindi un voto politico, al di là dei contenuti. Che fosse vero o no che i due paesi si trovassero sull’orlo di un baratro, questa era l’impressione di molte persone fuori dall’Italia. Per questo i progressisti europei, verdi inclusi appunto, tifavano per Renzi, al quale è riuscito di convincere l’opinione pubblica fuori dall’Italia che il voto non verteva più su una (mediocre e contraddittoria) riforma della Costituzione, ma era un voto sul destino dell’Italia in procinto di fare bancarotta e finire nelle mani di populisti e avventurieri (lui che di populismo e avventure è grande intenditore). E a Bolzano cosa pensano fuori, soprattutto nell’area tedesca, si sente.

Ma forse (forse) non è così. In Italia c’è sicuramente uno che ha perso, e si chiama Renzi. Ma non c’è uno che ha vinto, tanto era variegata l’“accozzaglia dei no”. Di sicuro ha perso chi vedeva la soluzione di tutti i problemi nella centralizzazione del potere, nel taglio dei contrappesi democratici, nell’umiliazione delle autonomie e nell’efficientismo senza popolo. Era una ricetta sciagurata ed è bene che sia stata bocciata. Adesso però bisognerebbe fare l’opposto: diffondere il potere verso il basso, rafforzare il bilanciamento tra i poteri della Repubblica, riqualificare e sviluppare le autonomie, credere nella partecipazione democratica alle grandi scelte, ricreare una informazione degna di questo nome.

È il compito che spetta alla parte migliore del NO. E alla parte migliore del SÌ. Perché da oggi, sia chiaro, il “fronte del no” e il “fronte del sì” non esistono più.

Buon giorno Italia, guten Morgen Südtirol.

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