Nehmt Google Translate!

Jetzt schreibe ich tatsächlich noch was über diesen komischen Wisch. Links ein sogenannter Verständigungszettel (ja, Verständigung!) der italienischen Post in angeblich deutscher Fassung. Und in der rechten Spalte das Ergebnis, wenn man den italienischen Originaltext einmal bei Google Translate reinklatscht:

Italienische Post Google Translate


HinweisfürNichtzustellung

[…]

Sendung “postapatente” den/die Führerschein/ Zulassungsbescheinigungenthält, durchzuführen.

Wir informieren Sie, senden verfügt über angegebenen im Postamt: [unübersetzte Bezeichnung und Adresse des Postamts], ab 08:20 [Uhr] die 02/04/2019.
Im Postamt beobachtet die folgenden Stunden der Öffnung für die Öffentlichkeit
Aus MO. zu FR. aus 08:20 zu 13.35 [Uhr]
– SA. aus 08:20 zu 12.35

Uhr des darau- olgenden Tages dieses Hinweises, lagert:

Bezahlung von in Wertzeichen 5,87 € nötig.

Zur Abholung der Sendung ist die Zahlung per Nachnahme von 5,87 € nötig.

Wir errinern Sie daran, dass die Sendung für 60 Tage im obengenannten Postamt hinterlegt wird.

Nach der angegebenen Verfallfrist, wird das Schreiben den Ministerium für Transport und Infrastruktur zur Vernichtung/Annullierung zugesandt.

Für weiter Informationen steht Ihnen die Homepage www.ilportaledellautomobilista. it. zur Verfügung.

[…]

2. HINWEIS ZUR NICHT-LIEFERUNG

[…]

Der oben genannte “Mail Forwarder” enthält den Führerschein / die Zulassungsbescheinigung.

Sehr geehrter Kunde, wir laden Sie ab dem 02.04.2019 ab 08:20 Uhr zur Abholung der Sendung ein:

[Bezeichnung und Adresse des Postamts]

Bürozeiten:
– Von Montag bis Freitag von 08:20 bis 13:35 Uhr
SAB von 08:20 bis 12:35 Uhr

Die folgenden Beträge sind für die Versendung der Sammlung erforderlich:

Nachnahme: 5,87 €

Für einen Gesamtbetrag von 5,87€

Wir möchten Sie daran erinnern, dass die Sendung 60 Kalendertage nach dem Datum dieser Mitteilung bei dem angegebenen Amt aufbewahrt wird.

Nach dieser Frist wird die Sendung zur späteren Stornierung / Vernichtung an das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr zurückgeschickt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ilportaledellautomobilista.it.

[…]

So weit sind wir nun also schon, dass wir beinah auf Knien betteln möchten, Ämter, Behörden und öffentliche Betriebe sollen ihre Texte doch lieber mit Google übersetzen, als ihre sonderbaren Kreationen auf uns loszulassen. Ja, wenn ihr kein Deutsch könnt, keinen Bock habt und sowieso… dann tut das bitte wirklich! Verschont uns. — Vor allem, wenn ihr nicht den Eindruck erwecken wollt, dass ihr uns bewusst veräppelt, was ich inzwischen glaube.

Siehe auch:

Näheres zur Fehlerkorrektur: ① Mit etwas gutem Willen hätte jeder denkende Mensch weitere Fehler von Google vermeiden können, was ich aber bewusst unterlassen habe. Dass der Webdienst nicht wissen kann, dass er sich für eine Bezeichnung wie »postapatente« gar nicht erst eine (zudem so dämliche) Übersetzung zu suchen braucht — geschenkt. »SAB von 08:20 bis 12:35 Uhr« hätte man verhindern können, wenn man in »SAB dalle 08:20 alle 12:35« von »SAB« auf »sabato« entkürzt hätte. Ich bin aber ehrlich gesagt beeindruckt, dass Google »Da LUN a VEN dalle 08.20 alle 13.35« korrekt übersetzt hat. ② Während die italienische Post die Bezeichnung des Postamts und die Adresse unübersetzt gelassen hat, hat Google in beiden Fällen den Ortsnamen (nicht aber die Straßenbezeichnung) übersetzt, und zwar korrekt.

Discriminaziun Minderheitenschutz Plurilinguismo Postdienst Sprachpfusch Tech&Com Vorzeigeautonomie | Bilinguismo negato | | | Südtirol/o | | Deutsch

DiePosthinterlässtweitereHinweise.

Man kann wahrlich nicht behaupten, dass es der italienischen Post an Einfallsreichtum mangle, wenn es um die systematische Missachtung der Zweisprachigkeit in Südtirol geht. Mit ihrer feinen Art, sich über gesetzliche Vorschriften hinwegzusetzen und — anders kann man es nicht nennen — die Bürgerinnen deutscher Zunge zu verarschen, überrascht sie immer wieder neu. So zum Beispiel auch mit einem HinweisfürNichtzustellung (bitte nicht mit dem fast genauso unbrauchbaren Hinweis auf lagernde Korrespondenz verwechseln), von dem mir heute ein Foto zugeschickt wurde.

Der Versuch einer originalgetreuen Wiedergabe:


HinweisfürNichtzustellung

[…]

Sendung “postapatente” den/die Führerschein/Zulassungsbescheinigungenthält, durchzuführen.

Wir informieren Sie, senden verfügt über angegebenen im Postamt: [italienische Bezeichnung und Adresse des Postamts], ab 08:20 die 02/04/2019.
Im Postamt beobachtet die folgenden Stunden der Öffnung für die Öffentlichkeit
– Aus MO. zu FR. aus 08:20 zu 13.35
– SA. aus 08:20 zu 12.35

Uhr des darau- olgenden Tages dieses Hinweises, lagert:

Bezahlung von in Wertzeichen 5,87 € nötig.

Zur Abholung der Sendung ist die Zahlung per Nachnahme von 5,87 € nötig.

Wir errinern Sie daran, dass die Sendung für 60 Tage im obengenannten Postamt hinterlegt wird.

Nach der angegebenen Verfallfrist, wird das Schreiben den Ministerium für Transport und Infrastruktur zur Vernichtung/Annullierung zugesandt.

Für weiter Informationen steht Ihnen die Homepage www.ilportaledellautomobilista. it. zur Verfügung.

[…]

Betrag und Datum geändert.

Als das Land Südtirol vor wenigen Jahren die Zuständigkeit für die Ahndung von Zwei- und Dreisprachigkeitsverletzungen übernehmen wollte, sprach sich die zuständige Präfektin Elisabetta Margiacchi dagegen aus, weil das Regierungskommissariat diese Tätigkeit bereits »aufmerksam und kontinuierlich« sowie »sorgfältig und unparteiisch« ausübe. Das Ergebnis sehen wir täglich im Umgang mit Ämtern, Behörden und Konzessionären öffentlicher Dienste.

Vor fast genau einem Jahr hatte Margiacchis Nachfolger Vito Cusumano versprochen, dass alle Formulare der Post »bald« — gemeint ist »bald ein halbes Jahrhundert nach Inkrafttreten des Autonomiestatuts« — zweisprachig werden. Wir warten geduldigst und ergebenst.

Siehe auch:

Discriminaziun Minderheitenschutz Mobilität Nationalismus Plurilinguismo Postdienst Sprachpfusch Vorzeigeautonomie Zuständigkeiten | Bilinguismo negato Zitać | | | Südtirol/o | | Deutsch

Notruf für nicht dringende Hilfe.

Vor wenigen Jahren wurde in Belgien damit begonnen, eine zentrale Notrufnummer (1733) für den Bereitschaftsdienst der Ärztinnen einzuführen, an die sich Bürgerinnen abends, nachts oder an Wochenenden wenden können, wenn sie nicht dringende Hilfe benötigen. Der Anruf wird an einen Telefondispatcher weitergeleitet, der eine erste medizinische Triage (Einstufung) vornimmt und Patientinnen dann zum Beispiel an diensthabende Hausärztinnen weiterleitet. Er kann aber auch jemanden nach Hause schicken oder im Notfall die Rettung verständigen.

Mit dieser einfachen Maßnahme hat man es geschafft, Druck von den Notaufnahmen der Krankenhäuser zu nehmen und Bürgerinnen gleichzeitig einen besseren Dienst anzubieten. Durch die telefonische Vorarbeit lastet auf den diensthabenden Ärztinnen auch ein geringerer bürokratischer Aufwand.

Für die rund 77.000 Mitglieder der deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien ist der staatliche Dienst natürlich auch auf Deutsch verfügbar.

Siehe auch:

Comparatio Gesundheit Plurilinguismo Service Public | Best Practices | | | Belgien Ostbelgien | | Deutsch

Berlin: Frauen fahren günstiger.
Equal Pay Day

Noch bis Mitternacht können Frauen zum heutigen deutschlandweiten Equal Pay Day Fahrscheine des Berliner Nahverkehrsbetreibers BVG 21% günstiger erwerben. Das gilt nicht nur für Einzelfahrten und Tagestickets, sondern — mit Einschränkungen — auch für heute gekaufte Monats- und Jahreskarten. Die 21% entsprechen dem aktuellen Gender Pay Gap in Deutschland.

Auf den Vorwurf der Diskriminierung antwortete der öffentliche Betrieb mit dem Hinweis, dass der geringere (durchschnittliche) Verdienst  auch ungerecht sei. In jedem Fall seien die Kontrolleurinnen angewiesen, die Geschlechtsangabe nicht streng zu kontrollieren, berichtete die Berliner Zeitung (BZ) in Berufung auf die BVG.

Siehe auch:

Feminæ Mobilität Service Public Soziales und Arbeit Wirtschaft+Finanzen | affirmative action | | | Deutschland | | Deutsch

Rai: Geht hin und befetzt euch!

Die STF hat Rai Südtirol kürzlich vorgeworfen, zu »grünlastig« zu sein. Einer Aufstellung zufolge, die die Partei selbst ausgearbeitet hat, seien die Grünen seit 2017 insgesamt 33 mal bei Pro&Contra und Am Runden Tisch anwesend gewesen, die Freiheitlichen 19 und die Süd-Tiroler Freiheit selbst 14 mal. Ich bin ehrlich gesagt sehr skeptisch, ob eine allfällige Benachteiligung anhand dieser einfachen Aufzählung nachweisbar ist.

Die Antwort der Chefredakteurin von Rai Südtirol, Heidy Kessler, treibt mir aber — völlig unabhängig vom ursprünglichen Vorwurf der STF — geradezu die Falten ins Gesicht. Via Tageszeitung teilt sie unter anderem mit:

Öffentlich-rechtlich heißt nicht, dass die Besetzung von Diskussionsrunden nach der Stärke einer Fraktion im Landtag zu erfolgen hat.

um dann gleich doch wieder das Wahlergebnis zu bemühen:

Wir können nicht immer über die Selbstbestimmung und über den Gebrauch der Muttersprache diskutieren. Wir würden in dem Fall am Interesse der Seher vorbeidiskutieren, wie die Wahlen gezeigt haben.

Lassen wir das mit der Selbstbestimmung dahingestellt. Dass der Gebrauch der Muttersprache auf die STF reduziert wird, ist aber sonderbar. Interessiert sich die große relative Mehrheit, die die SVP gewählt hat, denn nicht für den Minderheitenschutz, dessen Pfeiler der Gebrauch der Muttersprache ist?

Noch beeindruckender finde ich aber diesen Satz:

[E]ine Ulli Mair oder eine Brigitte Foppa [sind] sehr beliebte Gäste, gerade auch weil sie durchaus bereit sind, sich zu befetzen.

Entspricht es tatsächlich der Aufgabe und dem Profil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Gäste nach ihrer Bereitschaft auszuwählen, sich gegenseitig »zu befetzen«? Ich wenigstens möchte möglichst sachlich informiert werden — und keinen öffentlichen Sender, der schrille, ausfällige Töne fördert und mit Einladungen belohnt.

Democrazia Medien Minderheitenschutz Selbstbestimmung Service Public Tag+Nacht | Landtagswahl 2018 Medienkritik Zitać | Brigitte Foppa Ulli Mair | Rai TAZ | Südtirol/o | Freiheitliche STF Vërc | Deutsch

Gesetzwidrige neue Bahnhofbeschilderung.

Wer vielleicht wissen möchte, wie die bewusste und systematische Herabwürdigung und Minorisierung einer Sprache geht, sollte sich ansehen, was der italienische Schienennetzbetreiber RFI gerade wieder in Südtirol zaubert.

An vielen verwahrlosten Bahnhöfen im Lande, die für die jeweiligen Ortschaften partout keine Visitenkarte sind, wo zudem oft einfachste Services wie Schließfächer oder überdachte Fahrradstellplätze fehlen, gibt es an allen Ecken und Enden Verbesserungspotenzial. Statt hier anzusetzen, hat RFI nun aber damit begonnen, die Beschilderung auszutauschen.

Nicht etwa um bei der mangelnden Zweisprachigkeit nachzubessern, sondern um die deutsche Sprache — in einem Land, wo sie von der Mehrheit gesprochen wird — noch klarer als bisher der Staatssprache unterzuordnen. Italienisch bleibt erstgereiht, wird nun aber zudem fett hervorgehoben und in manchen Fällen auch noch deutlich größer dargestellt, als der deutsche Text:

Auf den Fahrplananzeigen von RFI fehlt die deutsche Sprache ganz, Zweitsprache nach Italienisch ist hier — wenn überhaupt — Englisch.

All das widerspricht freilich dem Autonomiestatut, dessen Durchführungsbestimmung (D.P.R. 574/88) klar und unmissverständlich ein völlig gleiches Erscheinungsbild vorschreibt. Dass nun Schilder, die diese Vorschrift erfüllen, durch solche ersetzt werden, die dagegen verstoßen, kann man nur als böswillige Absicht verstehen.

Aber wir können uns gerne auch noch 100 Jahre nach der Annexion vertrösten (und verarschen) lassen, dass die Gesetze schon irgendwann umgesetzt werden. Dann können wir gleich auch an den Nikolaus glauben.

Siehe auch:

Discriminaziun Minderheitenschutz Nationalismus Recht Service Public Sprachpfusch Vorzeigeautonomie | Bilinguismo negato Italianizzazione | | | Südtirol/o | RFI | Deutsch

Ein Date mit der Quästur.

Es ist der 25. Februar 2019 (und nicht etwa 1980) und meine Frau möchte einen neuen Reisepass beantragen. Anruf bei der Gemeinde: “Da müssen Sie einen Termin auf der Quästur machen.” Der nächste freie Termin wäre am 28. Februar – jedoch in Mals! “Wann ist der nächstmögliche Termin in Brixen?” Das wäre dann der 23. April. Also in ziemlich genau zwei Monaten. Wer verzichten und versuchen unser Glück online. Auf der Internetseite der Bozner Quästur gibt es einen Link zur Online-Terminvereinbarung. Dieser Link ist jedoch tot. Weiter unten abermals ein Link zur ominösen Online-Terminvereinbarung. Auch der ist tot. Ich studiere die Links. Beim ersten (https://www.passaportonilne.poliziadistato.it) ist online (onilne) falsch geschrieben, beim zweiten (https//passaportonline.poliziadistato.it) fehlt der Doppelpunkt. Korrigiert man diese Fehler, gelangt man auf die Seite von anno Schnee. Responsive Design Fehlanzeige. Dort kann man sich entweder mit einem Account auf Basis der Steuernummer oder mittels SPID einloggen. Wenn man einen Account anlegen möchte, erfährt man, dass dieser die “Vereinbarung von meistens 5 Verabredungen” ermöglicht. Doch auch hier ist die Situation wie beim Anruf in der Gemeinde. Nächster Termin am 28. Februar in Mals. Für einen Termin in Brixen muss man zwei Monate warten.

Doch zumindest erfährt man auf der Seite der Quästur ein bisschen was zum Prozedere. Zur “Verabredung” sind mitzubringen:

  • ein Antrag auf Ausstellung eines Reisepasses
  • ein Lichtbildausweis
  • zwei Lichtbilder auf weißem Hintergrund (nicht älter als 3 Monate), Größe 4×4 cm
  • ein Verwaltungsbeitrag für Reisepässe – sprich Stempelmarken (!) – von € 73,50 (erhältich in der Tabaktrafik)
  • ein Einzahlungsbeleg in Höhe von € 42,50 auf das Postscheckkonto 67422808 lautend auf “Ministero dell’Economia e delle Finanze-Dipartimento del Tesoro” mit Begründung “Betrag für die Ausstellung des elektronischen Reisepasses”
  • der alte Reisepass oder falls der Reisepass abhanden gekommen ist, eine Kopie der Verlustanzeige
  • und – sofern man Kinder hat – der Ehepartner (!), um eine Unterschrift zu leisten

Die Ausstellungsdauer beträgt je nach Dringlichkeit und Stelle des Antrages zwischen einem und 30 Tagen. Die Zusendung mit der Post kostet weitere 8,20 Euro. Die Ausstellung eines gewöhnlichen Passes kostet also 124,20 Euro und drei Behördengänge (Post, Trafik, Quästur) und dauert rund eine Woche.

Einfacher, schneller, billiger
Einmal mehr ein kurzer Blick über die nördliche Landesgrenze, um zu checken, ob das nicht irgendwie einfacher, schneller und billiger ginge. Und – Überraschung – ja, es ginge: 

Der österreichische Pass kann über die Gemeinde oder die Bezirkshauptmannschaft beantragt werden. Man muss weder ein Antragsformular ausfüllen, noch den Ehepartner mitbringen. Auch kann man die Gebühr von 75 Euro direkt am Schalter bezahlen, wo man den Pass beantragt und muss nicht zwei Beträge an zwei unterschiedlichen Stellen einzahlen.

Unterlagen:

  • ein amtlicher Lichtbildausweis (alter Pass, Personalausweis usw.) und kein Antragsformular, da es um die persönliche Identifikation des Antragsstellers durch den Beamten geht und die Behörde ja bereits über alle Daten verfügt
  • ein Passfoto
  • 75 Euro

Bei der Standardvariante (75 Euro) wird der Pass innerhalb von fünf Tagen mit der Post zugestellt. Ist der Antrag über die Gemeinde erfolgt, kann es ein paar Tage länger dauern. Für 100 Euro gibt es den Expresspass, wo sich die Zustellzeit weiter verkürzt und für 220 Euro erhält man den Pass innerhalb von 24 Stunden.

Siehe auch:

Bürokratismus Comparatio Polizei Service Public Sprachpfusch Tech&Com | Best Practices | | | Italy Österreich | Staatspolizei | Deutsch

Aussperrkultur macht in Bozen halt.

Im Rahmen des Projektes Drehkreuz 2.0 — kein Witz! — wird der Schienennetzbetreiber RFI viele Bahnhöfe mit sogenannten Vereinzelungsanlagen versehen. Begonnen wird in italienischen Großstädten sowie im Trentino und in Südtirol. Schon bald soll es also in Bozen nicht mehr möglich sein, den Bahnhof (oder wenigstens die Bahnsteige) ohne gültigen Fahrausweis zu betreten.

Gefordert wurde diese Maßnahme übrigens von Gewerkschaften zum Schutz der Passagiere und der Bahnbediensteten, weil die hierfür primär zuständige Bahnpolizei angeblich nicht imstande sei, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.

Schöne Welt.

Gewerkschaften Mobilität Polizei Service Public Sicherheit | | | | Italy Südtirol/o Trentino | RFI | Deutsch