Sprachlicher Echoraum.
Quotation 557

Reden wir vielleicht über die Sprache, denn die Schweiz ist ja ein Land mit vier Sprachen. Sie sind aus dem deutschsprachigen Bereich der Schweiz: Inwiefern hat diese spezifische Situation Ihre Beziehung zur Sprache und Ihren Umgang damit geprägt?

Ich glaube, dass es das ordentlich geprägt hat, also gerade das kann ich jetzt mit so viel Abstand sagen, weil ich ja schon seit sehr vielen Jahren nicht mehr in der Schweiz lebe oder, besser gesagt, länger im Ausland lebe, wie ich jemals — mittlerweile — in der Schweiz gelebt habe. Zumindest drei von den Sprachen sind immer präsent, würde ich sagen, also akustisch wahrnehmbar. Es entsteht so eine Art sprachlicher Echoraum, der einen sehr prägt. Dazu kommt natürlich, dass man eben Schweizerdeutsch spricht, das ist eben nicht ein Dialekt, den gewisse Menschen sprechen und andere nicht, sondern den spricht die ganze Bevölkerung. Und deswegen ist es kein soziologischer Dialekt in dem Sinne, sondern das ist die eigene Sprache und die sogenannte Fremdsprache — also, ob es das wirklich eine ist, das gälte es zu diskutieren — die erste ist eben Hochdeutsch, wenn man im deutschsprachigen Gebiet aufwächst. Und dieser Sprung, also, dass man sehr jung einfach realisiert, man schreibt in einer anderen Sprache, aber man spricht in der, in der man spricht, das glaub’ ich öffnet irgendwie sehr schnell das Hirn und das Herz für einen polyglotten Zugang, von dem man ja auch umgeben ist. Und ich muss sagen, das habe ich immer intuitiv als enorme Bereicherung empfunden und erst später eben dann aus der Distanz realisiert, dass es das auch wirklich ist.

Wie war das in der Schule? Wurde da dann Hochdeutsch, also die erste Fremdsprache, tatsächlich gesprochen oder war dann […] doch das Schwizerdütsch die Umgangssprache?

Ja, also ich glaube zu meiner Schulzeit, da war es wichtig, dass man eben Hochdeutsch gesprochen hat. Die sogenannte, so ein bisschen, »Renaissance« des Schweizerdeutschen, die ist eigentlich erst später herangebrochen. Das heißt, es galt es irgendwie das Hochdeutsch zu üben, aber — und es war auch wichtig und es hat auch mit dieser ganzen sprachlichen, aber auch inhaltlichen Abgrenzung zu tun — es war auch immer sehr wichtig, dass man nicht besonders gut Hochdeutsch spricht. Also wichtig war, dass man einen möglichst starken Schweizer Dialekt im Hochdeutsch auch verankert, um zu zeigen, woher man kommt… weil Hochdeutsch ja doch den Beigeschmack hatte von »die wissen es besser«, da schwang so eine gewisse Arroganz mit. Das wurde zwar überhaupt nicht kommuniziert, aber subkutan wussten wir das alle, dass es einfach gut ist, wenn man das nicht wirklich schön spricht. Also wir wurden nicht zum Schönsprechen angehalten.

Hat das auch eine gewisse Bewusstheit für nicht nur sprachliche Unterschiede, sondern auch Unterschiede im Umgang mit verschiedenen sozialen Schichten zum Beispiel erzeugt? Sie haben gesagt, es ist ein polyglottes Gefühl entstanden auf diese Weise. Gleichzeitig ist aber natürlich auch der Unterschied zwischen den Gruppen von Menschen, die sich vielleicht durch eine Sprache auch voneinander unterscheiden, dann besonders deutlich. Und dazu kommt natürlich auch noch, dass es schlicht Menschen im gleichen Land gibt, die einfach alle Dinge anders benennen, was man ja als junger Mensch dann eigentlich schon wahrnehmen muss.

Ja, das nimmt man auf jeden Fall wahr und man nimmt aber auch wahr, dass sich gewisse Dinge eben auch vermischen. Es ist ja auch so, dass man… mit schweizerdeutschem Background sozusagen… da gibt es ja viele Lehnwörter aus dem Französischen wie aus dem Italienischen. Das realisiert man auch mehr und mehr, dass ein Velo eben… dass man das im Französisch sprechenden Gebiet auch sagt, und dass ein Portemonnaie auch nicht nur Schweizerdeutsch ist, sondern dass das durchaus auch seine anderen Wurzeln hat. Also man wird schon sehr aufmerksam auf Sprachen, auf wo die herkommen, wie man sie ausspricht, wie man sie fusionieren kann auch und wie man sich, ganz simpel gesagt, wie man sich auch verständigen kann.

Transkription:

Bettina Hering (geb. 1960 in Zürich), Schauspieldirektorin der Salzburger Festspiele (seit 2017), im Gespräch (Ö1) vom 12. Juli 2019. Studium der Germanistik, Philosophie und Psychologischen Anthropologie.

Siehe auch:

Kunst+Cultura Medien Plurilinguismo Scola | Zitać | | ORF | Svizra | | Deutsch

Heeressportzentrum erweitert in Südtirol.
Purer Anachronismus

Heute wurde an der Brunecker Lugramani-Kaserne ein neuer Stützpunkt des Heeressportzentrums von Courmayeur eröffnet, wo — machen wir uns nichts vor — unter dem Deckmantel der Sportförderung gezielte Assimilierungsarbeit geleistet werden kann (und wird). Eine längst überfällige Entmilitarisierung und Entnationalisierung des Sports findet nicht statt.

Ob dieser neue Standort in Abstimmung mit dem Land in Betrieb genommen oder aufoktroyiert wurde, ist mir nicht bekannt. Der Brunecker Bürgermeister Roland Griessmair (SVP) und die OK-Präsidenten von Antholz 2020 (Biathlon) sowie Toblach (Langlauf), Lorenz Leitgeb und Gerti Taschler, haben jedenfalls bereitwillig an der Eröffnungszeremonie teilgenommen.

Siehe auch:

Militär Nationalismus Politik Sport | Italianizzazione | | | Aoûta-Aosta Italy Südtirol/o | SVP | Deutsch

Rocco e la «corruzione del cittadino».

In relazione al denaro russo promesso e/o effettivamente consegnato alla Lega molti, anche e soprattutto da sinistra, invocano l’articolo 246 del Codice penale, un relitto del fascistissimo Codice Rocco, intitolato: «Corruzione del cittadino da parte dello straniero». Citiamo:

Il cittadino che, anche indirettamente, riceve o si fa promettere dallo straniero, per sé o per altri, denaro o qualsiasi utilità, o soltanto ne accetta la promessa, al fine di compiere atti contrari agli interessi nazionali, è punito, se il fatto non costituisce un più grave reato, con la reclusione da tre a dieci anni e con la multa da euro 516 a euro 2.065.
Alla stessa pena soggiace lo straniero che dà o promette il denaro o l’utilità.
La pena è aumentata:

  1. se il fatto è commesso in tempo di guerra ;
  2. se il denaro o l’utilità sono dati o promessi per una propaganda col mezzo della stampa.

Dunque, chi si battesse per la secessione di una parte della «nazione» e ricevesse un sostegno economico, anche modesto, «dallo straniero», da un tribunale «volenteroso» potrebbe venir punita con tre anni e più di reclusione!? Ma in che secolo viviamo?

Vedi anche:

Democrazia Faschismen Grundrechte Nationalismus Recht Repression Selbstbestimmung Transparenz | Zitać | | | Italy | Lega | Italiano

UIL: Antiautonomismo scolastico.
Creare cittadini italiani!

Era davvero ora che UIL Scuola del Sudtirolo prendesse posizione sulla possibile regionalizzazione della scuola in Italia. Stavamo proprio aspettando il suo immancabile contributo, riassumibile nel più che noto: giù le mani! Non dimenticando, a mo’ di nota creativa, di agitare un po’ lo spauracchio del patentino.

Infatti, secondo il segretario regionale Marco Pugliese, il passaggio di competenze scolastiche al Sudtirolo potrebbe comportare proprio l’introduzione dell’obbligo di bilinguismo per le insegnanti. Ipotesi più che stramba, visto che il patentino è richiesto, negli ambiti in cui la legge lo prevede, indifferentemente alle dipendenti statali, provinciali o comunali.

Ma forse la preoccupazione è piuttosto un’altra, quella di

un accentramento di potere funzionale pericoloso

— Marco Pugliese

in capo alla provincia o alla regione, a scapito magari dell’odierno centralismo di potere funzionale pericoloso salubre dello stato.

Infatti

La scuola deve prima di tutto creare cittadini italiani, poi anche regionali.

— Marco Pugliese

Eh, già, le solite convincentissime priorità dei sindacati nazionali.

L’auspicio quindi è che in Sudtirolo

si preservi l’assetto attuale che offre ampie garanzie da ogni punto di vista.

— Marco Pugliese

Strano. Mi sembrava di ricordare — sbaglierò! — che negli anni novanta aveste combattuto contro l’introduzione dell’assetto attuale, proprio perché secondo voi avrebbe inesorabilmente portato a un «accentramento di potere funzionale pericoloso» o giù di lì.

Vedi anche:

Bildung Föderal+Regional Gewerkschaften Nationalismus Plurilinguismo Scola Service Public Zentralismus Zuständigkeiten | Italianizzazione Zitać | | | Italy Südtirol/o | | Italiano

Pragser Toponomastik-Masochismus.

Auch dieses Jahr wieder gibt es in Prags Schutzmaßnahmen gegen Blechlawinen: Ganze fünf Stunden am Tag ist das Tal für den motorisierten Individualverkehr gesperrt*. Dafür wurde eigens eine Broschüre gedruckt — die unter anderem zeigt, wie ernst es Südtirol mit der Abschaffung tolomeischer Ortsnamen (ein Ziel, das für die SVP »sehr wichtig« ist) meint:

Nicht nur, dass auch bei der sogenannten Mikrotoponomastik (Säge, Schmieden, Brückele…) auf keine einzige der Namenserfindungen verzichtet wurde — man hat sie sogar noch konsequent vor die historisch gewachsenen Bezeichnungen gestellt.

Im englischen Teil des Italienisch-Deutsch-Englisch** gehaltenen Faltblatts sind die Toponyme von Tolomei gar die einzig wahren:

Das eigene Knie ist der Südtirolerinnen liebste Zielscheibe.

Siehe auch:

*) aber wohl auch nur in eine Richtung
**) 
in dieser Reihenfolge… und: wo bleibt Ladinisch?

Außendarstellung Faschismen Mobilität Nationalismus Ortsnamen Publikationen | Italianizzazione | Ettore Tolomei | | Südtirol/o | SVP | Deutsch

Chronik einer Reisepasserneuerung.

Heute war es auch bei mir so weit, ich durfte mich aufgrund des online vereinbarten Termins zum Polizeikommissariat in Brixen begeben, um einen neuen Reisepass zu beantragen.

Aber zuerst noch schnell zur Post und 42,50 Euro auf das Konto des Finanzministeriums überweisen. Nichts leichter als das. Unter den bereits ausgefüllten Vordrucken gibt es zwar kein passendes, aber ich nehme — wie einfallsreich! — einen leeren Posterlagschein und fülle ihn selbst aus. Den gibt es natürlich (dank Vorzeigeautonomie und Präfektur und Minderheitenschutz und Abkommen und sowieso) nur einsprachig italienisch. Doch Zeit zum Ausfüllen ist glücklicherweise genug, bin ja erst Nummer 67 und weiter geht irgendwie auch nichts. Vor mir zirka 15 Leute.

Irgendwann bin ich dann doch dran, ernte aber nur einen verständnislosen Blick: »Hier, der [ebenfalls einsprachige] Erlagschein für die Reisepassausstellung, bitte nochmal neu ausfüllen.« Einziger Unterschied zu meiner Eigenkreation: Empfänger, Kontonummer und Verwendungszweck sind aufgedruckt. »Warum gibt es den nicht drüben bei den anderen Vordrucken?« »Weiß ich nicht, wurde vielleicht nicht nachgefüllt. Kommen Sie nachher nochmal, Sie brauchen keine neue Nummer zu ziehen.«

Gesagt, getan (es reicht ja schließlich, Betrag in Ziffern und Buchstaben, Vor- und Nachnamen sowie Anschrift händisch einzutragen… und das Ganze dreimal) — dann werde ich allerdings zur gerade freien Kollegin weitergeschickt. Die nur gebrochen Deutsch spricht. Das ist wohlgemerkt eine Ausnahme, denn im Postamt Brixen sind fast alle Schalterbeamtinnen zweisprachig… aber eben nur fast.

Ob ich hier auch diese 73,50 Euro “contrassegno telematico a titolo di contributo amministrativo” einzahlen kann. »No, quello deve pagarlo dal tabacchino… però potevano scrivere “marca da bollo” invece di “contrassegno telematico”, così si capiva.« Seh ich ganz ähnlich.

Also kurz in der Trafik vorbeigeschaut, man hat ja sonst nix zu tun, und 73,50 Euro mit der Karte bezahlt. »Nur Bankomat, Kreditkarten nehmen wir für sowas nicht!«

Gleich noch weiter zum Bahnhof, Passfotos besorgen. Leider ist der Automat außer Betrieb, doch das ältere Paar vor mir weiß, dass es im nahe gelegenen Station Center einen weiteren gibt. Hintrotten, den Senioren den Vortritt lassen und dann… zack zack zack. Der Automat kann übrigens auch nur Italienisch oder Englisch. Weitere 5,- Euro sind fällig. In anderen Ländern schießt das Foto die Beamtin im Passamt, nicht so in Italien.

Endlich zur Polizei! »Dove deve andare?« wird man direkt am Eingang zweisprachig gefragt. »Ich muss den Reisepass erneuern« — »Allora deve andare di là«. Der Schalter ist frei, ist ja auch mein Termin, um nicht zu sagen: ich bin schon deutlich zu spät dran. Meine Schuld natürlich (ich hätte ja einen ganzen statt nur einen halben Tag freinehmen können).

Der Beamte ist freundlich, spricht aber offenbar auch nur Italienisch. Ich habe jedoch nur auf Deutsch gegrüßt und dann nach seiner italienischen Antwort nicht weiter auf mein Recht bestanden (Schande über mich, aber es kann doch nicht jedes Amtsgeschäft ein Kampf sein). Das zweisprachige Formular fülle ich auf Deutsch aus, mit denselben Daten, die ich bei der Online-Anmeldung schon angegeben hatte (wo sind die hin?), dann unterschreibe ich noch die umseitige Datenschutzerklärung — die leiderleider wiederum nur einsprachig Italienisch ist. Sicher nur ein kleines Versehen, ein Einzelfall!

»Ah, ma Lei è residente a Bressanone? Allora non c’era bisogno dell’appuntamento, bastava passare!« Toll! Dass man mir das heute schon mitteilt, nachdem ich für die Reisepasserneuerung extra zwei andere Termine verschoben habe. Warum steht das online nirgends? Warum scheint das nicht spätestens auf, wenn man bei der Vormerkung “Brixen” als Wohnort anklickt?

Damit habe ich dann wohl auch jemand anderem den einzig freien Vormerktermin weit und breit weggenommen. Ich hatte ja eigentlich an Glück gedacht, weil ich diesen nicht allzu weit in der Zukunft liegenden Termin ergattern konnte — und nun war alles gar nicht nötig.

Doch dann nach dem Fingerabdruckscan die gute Nachricht: »Ripassi tra quindici giorni«. Den zweisprachigen Abholzettel, den der wohl einsprachige Beamte ebenso einsprachig ausgefüllt hat, nehme ich auch als Beweis mit, dass ich den italienischen Amtsschimmel wieder einmal ohne nachhaltige Schäden überlebt habe. Bis zum nächsten Mal.

Siehe auch:

Bürokratismus Discriminaziun Minderheitenschutz Nationalismus Plurilinguismo Polizei Postdienst Recht Service Public Tech&Com | Bilinguismo negato | | | Südtirol/o | Staatspolizei | Deutsch

Transit: Alfreider im Morgengespräch.
Zweifelhaftes Problembewusstsein

Gestern wurde in Brüssel zwischen EU-Kommission und Vertreterinnen von Österreich, Italien, Deutschland, Nord- und Südtirol sowie Trentino über den Transitverkehr auf der Brennerroute diskutiert.

Der Wischiwaschi-Wirrwarr, den Landesrat Daniel Alfreider (SVP) heute im Morgengespräch von Rai Südtirol dazu von sich gegeben hat, macht mich aber wieder einmal fassungslos. Nach Jahrzehnten der Untätigkeit will unsere Landesregierung wieder einmal nichts Konkretes unternehmen, sondern wie eh und je (und wohl bis zum Sankt-Nimmerleinstag) auf sauberere Fahrzeuge, neue Zugverbindungen und den irgendwann fertiggestellten Brennerbasistunnel — ohne Zulaufstrecken? — setzen und vertrauen.

Zwangsmaßnahmen wie in Nordtirol (Lufthunderter, sektorales Fahrverbot, Nachtfahrverbot, Blockabfertigung und Unterbindung des Ausweichverkehrs auf Bundesstraßen) will man noch immer nicht ergreifen. Dem freien Verkehr ja niemals eine Grenze setzen. Der Verkehrskollaps, so Alfreider, dürfe sich nicht nach Norden und nach Süden verlagern, denn das wäre »das größere Problem, als wenn der Verkehr flüssig durchläuft«. Bitte was!?

Dabei zeigt doch gerade Nordtirol, dass nur konkrete Maßnahmen irgendwas bringen und schlussendlich auch dazu führen, dass die Problematik im Norden und im Süden überhaupt als solche wahrgenommen wird. Wenn wir uns einig sind, dass die Alpen ein besonders sensibler und schützenswerter Lebensraum sind, dann dürfen wir auch vor einer dosierten Aussperrung des LKW-Transits nicht zurückschrecken. Nur so — und nicht durch »Angebote« im Zugverkehr, die ja schon heute kaum genutzt werden — wird man einen nennenswerten Teil des Fracht- und Durchzugsverkehrs von der viel zu billigen Straße auf die Schiene verlagern und zudem gerecht auf die verschiedenen alpenquerenden Routen verteilen.
Eine Dosierung auf dem gesamten Korridor (zwischen München und Verona), wie sie sich Alfreider vorstellen kann, wird es wohl auch nur geben, wenn die Alpengebiete endlich an einem Strang ziehen, statt sich gegenseitig mit Spitzfindigkeiten in den Rücken zu fallen.

Bei Alfreiders wörtlicher Aussage, der »Frachtenverkehr« mache nur »einen kleinen Prozentsatz« des Verkehrsaufkommens aus, stellt sich mir aber grundsätzlich die Frage, ob das Problem überhaupt in seiner vollen Dimension erfasst wurde. Nicht, dass ich den Individualverkehr kleinreden und schützen möchte — aber es kann keine Lösung sein, den PKW- und LKW-Transit noch weitere Jahre gegeneinander auszuspielen, anstatt endlich konkret zu agieren. Wenn auf einer Autobahn der rechte Fahrstreifen fast permanent von Schwerfahrzeugen besetzt wird, kann man das wohl kaum als »kleinen Prozentsatz« abtun.

Auch in Südtirol können wir an dieser Stelle froh und dankbar sein, dass wenigstens die schwarzgrüne Landesregierung in Innsbruck nicht daran denkt, von ihren Maßnahmen abzusehen. Das mag kurzfristig zu Mehrbelastungen in Südtirol führen, zwingt aber Italien und Deutschland, nach Alternativen zu suchen.

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