Souramont: Südtirol am Zug.

Nachdem der Regionalrat Venetiens dem Abtrennungswunsch mehrerer Gemeinden — darunter die ladinischen Ortschaften von Souramont — zugestimmt und die Angelegenheit ans römische Parlament weitergeleitet hat, ist nun die Region Trentino-Südtirol am Zug. Sie ist aufgerufen, zu den Bestrebungen der insgesamt 14 venetischen Gemeinden, die sich unserer Region anschließen möchten, eine amtliche Stellungnahme abzugeben. Siro Bigontina, einer der Referendumspromotoren in Souramont, sagte der ladinischen Wochenzeitschrift Usc di Ladins, Landeshauptmann Durnwalder habe Anpezo, Col und Fodom, die historisch mit Südtirol verbunden sind, stets versprochen, die Angelegenheit positiv abzuwickeln. Voraussetzung: Es müsse eine Stellungnahme der Region Venetien vorliegen. Weiters machte Bigontina darauf aufmerksam, dass selbst der für seine Aversion gegen autonome Regionen bekannte Fraktionssprecher des PDL in Venedig, Dario Bond, endlich anerkannt habe, dass die Gemeinden von Souramont nicht wirtschaftliche, sondern historische und kulturelle Gründe haben, um den Regionenwechsel anzustreben: »Das sind Südtiroler und keine Venetier«, soll er vor der entsprechenden Abstimmung im Regionalrat gesagt haben. Bleibt zu hoffen, dass sich der Regionalrat Trentino-Südtirols diese Ansicht zueigen macht.

Einen interessanten Präzedenzfall stellen die Gemeinden Pedemonte, Magasa und Valvestino dar, deren Bevölkerung für die Angliederung an das Trentino gestimmt hatte — und zwar erst nach dem Referendum in Souramont. Die drei Gemeinden hatten bis 1918 zu Tirol gehört und waren dann vom faschistischen Regime an die Regionen Venetien (Pedemonte, 1929) und Lombardei (Magasa und Valvestino, 1934) geschlagen worden. Schon 2010 gab der Regionalrat von Trentino-Südtirol grünes Licht zu ihrer Rückkehr, während die Petitionen weiterer elf Gemeinden, die keine historisch-kulturelle Bindung zu Tirol haben, abgelehnt wurden. Seitdem ist jedoch nichts geschehen, obschon das Innenministerium gesetzlich verpflichtet gewesen wäre, binnen 60 Tagen einen Gesetzesentwurf vorzulegen, um den Bevölkerungswillen umzusetzen.

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Faschismen Medien Mitbestimmung Politik Recht | | Luis Durnwalder | Usc di Ladins | Ladinia Souramont Südtirol/o Trentino Venetien-Vèneto | Land Südtirol PDL&Co. | Deutsch

Der Antiladiner-Landesrat.

Nach dem Referendum über die Wiedervereinigung Ladiniens hatte sich Landesrat Florian Mussner gegen den breiten und demokratischen Mehrheitswillen der dortigen Bevölkerung für einen Verbleib der ladinischen Gemeinden Anpezo, Col und Fodom bei Venetien ausgesprochen, wo sie keine Schutzrechte genießen. Damit widersprach er selbst Landeshauptmann Luis Durnwalder, der sich mehrfach für den Anschluss dieser alten Tiroler Gemeinden an Südtirol ausgesprochen hatte.

Jetzt zeigt der ladinische Landesrat einmal mehr sein wahres Gesicht: Kurz nachdem das einzige gesamtladinische Blatt Usc di Ladins vom Österreichischen Journalisten Club mit dem renommierte Claus-Gatterer-Preis für sozial engagierten Journalismus ausgezeichnet wurde, ließ Mussner im heutigen TAZ-Interview wissen, eines von zwei Usc-Abonnements, welche sein Ressort besitzt, werde »aus Spargründen« aufgekündigt. Der ladinische Landesrat spart bei der kleinen ladinischen Wochenzeitung ein paar Dutzend Euro ein. Damit nicht genug, erhob er sich zum Richter über Gut und Böse und bezeichnete das Wochenblatt als extremistische Talibanpostille, die sich den Claus-Gatterer-Preis gar nicht verdient habe.

Noch nie hat man aus der Landesregierung solche Töne zum Beispiel über die Tageszeitung A. Adige vernommen, die in vielen Fällen bewusst und aktiv den gesellschaftlichen Frieden unterminiert — schon gar nicht von einem italienischen Landesrat. Bei der kleinsten Minderheit im Lande traut man sich jedoch sogar, mangelnde Loyalität zu bestrafen, weil die Regierungspartei offensichtlich mit Kritik nicht umgehen kann. Das ist eine Bedrohung der Meinungs- und Pressefreiheit.

Nach diesem beschämenden, undiplomatischen Fehltritt, der eine Brüskierung des Österreichischen Journalisten Clubs bedeutet, dürfte wohl auch dem letzten Südtiroler klar sein, dass Florian Mussner als Kultur- und Ladiner-Landesrat eine totale Fehlbesetzung ist.

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Italien spart sich die Minderheiten.

Wie das Onlineportal SüdtirolNews berichtet, hat die Zentralregierung im Zuge der Sparmaßnahmen die Beiträge für Minderheitenzeitungen gestrichen. Dadurch besteht nicht nur die sehr reale Gefahr, dass die Südtiroler Tageszeitung — welche es ohne diese Beiträge nicht gäbe — schließen muss, sondern auch, dass ein hervorragendes Projekt erst gar nicht starten kann: Die geplante Umwandlung der ladinischen Wochenzeitung Usc di Ladins in eine Tageszeitung.

Diese an sich schon schweren Konsequenzen für relativ starke Minderheiten, wie jene in Südtirol, könnten jedoch für zahlreiche andere Sprachgemeinschaften in Italien den endgültigen Todesstoß bedeuten. Die meisten befinden sich ohnehin bereits einen Schritt vor dem Abgrund oder siechen als lokale Folkloresprachen vor sich hin.

Einmal mehr beweist sich, was für einen Nationalstaat »Mehrsprachigkeit«, »Vielfalt« und »Pluralismus« im Zweifelsfall sind: Nichts als schöne Worte — Lippenbekenntnisse, die nerven und am besten nichts kosten.

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Ladiner bestraft?

In einer Landtagsanfrage haben die grünen Landtagsabgeordneten Hans Heiss und Riccardo Dello Sbarba darauf hingewiesen, dass das Land der ladinischen Wochenzeitung Usc di Ladins und der Ladinervereinigung Union Generela die finanzielle Unterstützung im letzten Jahr radikal (um über 20 respektive 80%) zusammengestrichen habe. Sie wollten von der Landesregierung den Grund für diese ungewöhnlichen Kürzungen erfahren.

Gerade die Usc (welche der Generela gehört) wurde von Durnwalder schon mehrmals angegriffen und zurechtgewiesen, weil sie Politik betreibe, obwohl sie mit öffentlichen Mitteln gefördert wird. Gestört hat den Landeshauptmann freilich, dass Entscheidungen seiner Regierung (bezüglich ladinischer Dachsprache etwa) kritisiert wurden oder die Ladins in der Berichterstattung oft besser wegkommen, als die SVP Ladina. Wenn ein Medium aber ebenfalls vom öffentlichen Geldtopf abhängt, aber — wie das Tagblatt der Südtiroler — eine der Landesregierung genehmere politische Meinungsmache betreibt, stößt sich offensichtlich niemand daran.

Im Auftrag der Landesregierung wies der zuständige Landesrat Mussner darauf hin, dass die Förderung des Landes zurückgeschraubt wurde, weil zeitgleich beschlossen wurde, jene der Region hochzufahren. Insgesamt sei damit die Unterstützung für Usc und Generela lediglich um 9% gefallen, was dem allgemeinen Spartrend entspreche.

Selbst wenn diese Zahlen stimmen sollten, bleiben jedoch zwei Einwände aufrecht:

Erstens: Warum wird die Minderheitenförderung vom Land zur Region verschoben, wo doch mittlerweile Konsens ist, dass die Region abzuschaffen wäre? Sollen neue Zuständigkeiten verhindern, dass es dazu kommt?

Zweitens und viel wichtiger: Selbst wenn man bei 9% nicht mehr von einer Strafmaßnahme gegen unliebsame Medien sprechen könnte, ist es völlig unverständlich, dass eine so kleine Minderheit wie die ladinische anteilsmäßig gleich stark am Sparzwang beteiligt wird, wie die größeren Sprachgemeinschaften. Das widerspricht dem Prinzip der positiven Diskriminierung. Grundsätzlich wären die Förderungen für die Ladiner im zweifelsfall sogar anzuheben: Dass es — anders als in Graubünden — in Südtirol keine ladinische Tageszeitung gibt, zeugt davon, dass die derzeitigen finanziellen Mittel keine Gleichberechtigung der Sprachen gewährleisten.

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Zensiertes Vater Unser.

Zur selben Zeit, als in Brixen sogar der Papst einige Worte auf Ladinisch spricht, diskriminiert die Kirche diese Sprache im nahegelegenen Fodom: Der Bischof von Belluno, Giuseppe Andrich, sorgte vergangene Woche für Ärger und Aufsehen, als er dem Coro Fodom untersagte, das »Père Nòst« auf Ladinisch zu singen. So blieb eine Veranstaltung, die an das Ende des 1. Weltkriegs vor 90 Jahren erinnern sollte, ohne Vater Unser in jener Sprache, die wohl die meisten Kriegsopfer des Dolomitentales gesprochen und verstanden haben. Die Entscheidung des kirchlichen Würdenträgers ist ein typisches Symptom für den mangelnden Schutz und Respekt, den die ladinische Sprache und Kultur in der Nachbarregion genießen.

Das ladinische Fodom (Buchenstein) gehört seit dem Faschismus zur italienischen Region Venetien. Bis ins Jahr 1964 war es jedoch noch Teil der Diözese Brixen.

Am 27. Oktober 2007 sprach sich die Bevölkerung des Tals zusammen mit Cortina de Anpezo eindeutig für eine Rückkehr zu Südtirol aus. Mangelnden Respekt für eine Minderheit kann man eben auch mit mehr Geld in Venetien nicht wettmachen.

Aus der Wochenzeitung La Usc di Ladins:

Al Coro Fodom no i é sté mpermetù del cianté sun Col de Lana a la Mëssa per i mòrc n vièra. Ntà¡nt a Persenon l Papa l saludà¡va per ladin al Angelus.

Fodom – Ntel medemo moment che a Persenon, ndomënia passada, l Papa Benedët XVI l saludà¡va per ladin ntà¡nt l Angelus, al Coro Fodom no i é vigniva mpermetù de de cianté l Père Nòst per fodom a la Mëssa sun Còl de Lana per duc i mòrc de la vièra e per i 90 agn da la fin de la Pruma Vièra. A di de nò l Vësco de la Dioceji de Belum – Feltre Giuseppe Andrich, che dijà¡va la Mëssa. Puoc chilometri in linea d’aria ntra la ponta del Còl de Lana e la senta vescovila de Persenon, da ulà che dependà¡va fin al 1964 ence Fodom, Còl e Ampëz, ma agn lum nte la sensibilité desmostrada ntei confronc de la mendrà¡nza ladina da chëla Gliejia che se proclama universal e apostolica.

Doi peris e doi mesure ntei confronc de la medema popolazion. L Coro Fodom l eva sté nvié a acompagné co le cià¡ntie la celebrazion dal grop alpini da Fodom, che ogni ann, la pruma domënia de agost, l organizeia chësta comemorazion. Davà¡nt de scomencé la Mëssa l diretor Lorenzo Vallazza l ava prejenté al secretèr del Vësco l program de le cià¡ntie. Ntra chëste ence l Père Nòst per Fodom. Per duta respòsta l se sentiva di na pruma che ”con duta probabilité l Vësco l no fossa sté d’acòrdo. A na seconda domà¡nda l no definitif. Chël Père nost no l é dal fè. Parola del Vësco. Deguna spiegazion. Da capì la delujion, la marevoia e ence ncin la rabia dei corisć co i à  sapù de chësta dezijión a la fin de la Mëssa. No l eva miga l prum viade che chëla cià¡ntia la vigniva fata e no l eva mèi sté trat ca dificolté o problemi co le regole de la liturgia.

D’autra pèrt ntel le val ladine de Südtirol la Mëssa la ven celebrada con normalité ence per ladin ( almà¡nco nte trope sue pèrt ), auna al talià¡n e al todësch. No se conta le publicazion co le traduzion de cià¡ntie e pèrt de la liturgia per ladin. L medemo Vësco de Persenon Egger, de mère lenga todëscia, l à  frecuenté n corso de ladin e l lo doura co l à  da descore ai ladins. L cajo vòl che dagnà¡ra ndomënia passada, nvalgugn prevesc ladins i à  abe consigné nte le mà¡n del Papa Benedët XVI l test de la liturgia traslatada per ladin per l’aprovazion del Papa e podei coscita ester dourada nte la Mëssa a la pèr de chëla taliana e todëscia. ”De ca no se pò gnà¡nca cianté n Père Nòst. La cià¡ntia l ’é stada metuda ju ncora davà¡nt troc agn da Nani Pellegrini, che l à  fat ence la traduzion. Na traduzion no zèrto ufizial, ma che no l’à  nconté problemi gnà¡nca per ejemple n l ann passé, cà¡nche l’é stada ciantada proprio al posto del Père Nòst a la Mëssa al santuar de Weissenstein, n ocajion del pelegrinagio dei ladins del Sela. Ilò no n eva demé ladins, ma ence taliagn e todësć, ma l Père Nòst l é sté lascé cianté mpò per ladin. Lascé cianté chël tòch fossa sté n at de sensibilité da pèrt del Vësco. Tà¡nto plu nten luoch sacro come l Còl de Lana, ulà che à  combatù e i é mòrc, auna a austriaci e taliagn, ence troc ladins. Colassù davà¡nt novà¡nta agn, i fodomi che combatà¡va per sua patria, L Imper Austro – Ungarico, ntra de lori i descorà¡va ladin e de segur i avarà  ence perié per ladin, nte la disperazion de savei sue fameie dalonc e ntel vedei, ju nte la val, sue cèse che brujà¡va, bombardade.

Ndomënia passada nte la buja de la mina l eva rapresentà¡nc de nvalgugn de chi còrp militari che davà¡nt 90 s’ava scombatù: alpini, kaiserjaeger, schützen. Ma demè l prescident del Altkaiserjaegerklub, Manfred Schullern l à  recordé la verité storica. Che le val ladine nviade le fajà¡va pèrt del Tirol, con suo lengaz e sua cultura. L aut prelat belumat no l à  demé desmentié de acené a chëst fat storich, ma l à  chinamèi porté sun Col de Lana la censura. Andrich l à  clamé le rapresentà¡nze austriche ”concitadins europei”. Ma ci concét alo l Vësco de l’Europa se l desmentia e l mët l bavaruol davà¡nt a la bocia ai Ladins, l plu vegle pòpol de le Dolomiti e spò ncuoi de l’Europa Unida?

Siehe auch:

Discriminaziun Medien Minderheitenschutz Nationalismus Plurilinguismo Religiun | | | Usc di Ladins | Ladinia | | Ladin

L contest politich ti deura na porta nueva ai ladins.

da: noeles.info

N no a la reunificazion dla Ladinia fossa n dejaster – la storia ne pitarà nia plu tant atira na tel ocajion – Plures per coche la Usc y la RAI ladina trata la chestion

Pro n referendum sàn normalmenter ciun che é l resultat, sce an dij de “scí” o de “no” y sce l “scí­” la davagna o la perd. L referendum à n valour legal. Pro l referendum teritorial da souramont sàn endere demé che al se trata de na desmostrazion de “volei”, ajache l iter che vegn do, sce l referendum resulteia positif, é bendebot raidous y ne depen nia plu demé da la volonté dla popolazion locala. La lege de destach messarà passé tl parlament talian (Ciamena y Senat) y al se prejentarà problematiches nueves, desche ence l parlamentar dla SVP Karl Zeller à anunzié enier (10.10) te na intervista al Alto Adige. Ma redont chest “volei” dla popolazion di trei comuns ladins da souramont é sen dassen emportant y pont da pié via.

Tla intervista de Karl Zeller de enier tl Alto Adige àl lascé adentene clermenter che la Svp todescia litarà per i ladins da souramont, sce la provinzia de Bulsan – do n referendum positif – vegnirà cherdeda a dé ju sie arat. I capo-partis dles mendres frazions todesces (Union, Freiheitliche y Sudtiroler Freiheit), Pöder, Hanspeter Leiter y Eva Klotz, à tamben lascé adentene sia adejion. N sostegn ciamò plulere tiebe, méssen dé pro, che podessa endere deventé majer do n resultat referendar positif. Na situazion analoga àn tla region Friul-Venezia-Giulia olàche l president dla jonta, Riccardo Illy, se à tamben declaré a una de ti dì de scì a duc i comuns confinars furlans tl Venet che vuel passé via tl Friul.

Da la pert de Bulsan él tamben l “volei” – almanco en prinzip – de ti dé lum verda a la agregazion di trei comuns y de ti sté eventualmenter permez tl parlament. L parlamentar Karl Zeller é sté perauter chisc dis firmatar de na mozion al govern talian sun les “percuisizions” di Carabiniers, piedes via da Belun, pro la senta dla Union di Ladins de Anpezo, da olàche al fova vegnù mané demez de messel material informatif. Duc, enfinamai l president dla region Venet, Giancarlo Galan, les ova raté fora de schedra y nia giustifichedes.
Duc i segns lascia speré sun n bon resultat y n cert sostegn politich doprò: i comités pro-referendum ne essa nia ciafié da fé n laour de informazion cis miour. Ai à metù a desposizion dutes les informazions de uega partides su te 9 schedes. Samben, economicamenter, vegnissa i trei comuns a se sté miec tla region autonoma Trentin-Sudtirol y respetivamenter tla provinzia de Bulsan. Bendebot da volei creve la osservazion dl ombolt de La Val, Franz Complojer, te sia intervista enier al Alto Adige, olàche dij che al ne veid nia les “motivazions economiches” sciche na gauja da podei azeté. Se lascé dí­ valch de tel da ladins che à demé per sia fortuna geografica fat pert – zenza sie merit – da empruma encà dla provinzia autonoma de Bulsan o de chela de Trent, depierpul che chi da souramont – con les medemes rejons storiches – à trat la curta per les gaujes che duc conesc (tripartizion fascista) y nia per sia colpa, ne é nia da azeté. Piec, al é na ofenuda a la memoria storica. Scemai messéssel slomené sie partì, la Svp, che ne à enlaouta (1947) nia armuet valch deplù, o dl 1964 nience, per mantegnì Ampez y Fodom almanco de gliejia pro la diozeja de Bulsan-Persenon pro chela che Fodom ova audì da tres y Ampez da feter 150 agn.

Rie y burt da se imaginé che l referendum jissa fora negativamenter. N eventual no significassa che la souc anter i ladins tla provinzia de Belun y chi tla region Trentin-Sudtirol vegnissa ciamò plu lergia a dann de duc i ladins. Chest condujessa a na folclorisazion ciamò plu sterscia de chela i on encuei. N scì deura depierpul trois y scenars nuefs, independentamenter da n destach teritorial, temporif o tardif che al sie, da la provinzia de Belun, che an se aoda samben che al suzede plu aslum che al é meso. N rai positif: l problem ne é daldut nia limité ai comuns da souramont, ma reverda na schira de comuns de confin te deplù regions tla Talia, unis da n valgugn agn tla “unione italiana dei comuni per cambio regione”. L prum che à fat da deurapista é sté l comun furlan de S. Micjel al Tiliment/San Michele al Tagliamento tla planura aunejiana dl mandament de Puart/Portogruaro che à fat tomé dl 2004 a colps de sentenzes la lege che vedova dantfora n iter de mudazion da region a region tant che imposcibel.

Tremolé endere messaràn enfin a enultima. Trueps se recorda ciamò con n cert glai l pre-referendum da Fodom dl 1992, envié via – an mess dé pro – con na certa prescia y con na prospetiva de suzes tant che nia realistica. La situazion é encuei miec, sibe per l cheder giuridich y politich che tres la campagna de informazion y de sensibilisazion. Tres l sit de adejion www.amiscdlaladinia.info él ence vegnù trat su cenc de firmes de adejion ta Fodom y via en Ampez. Les does unions di ladins a Fodom y Ampez ti sta do con gran convinzion y festide y ales à viadò l spinel les aministrazions comunales. Da la Val Badia él vegnù truep sostegn, adejions, dantaldut ence da pert di ombolc che se à dé ca, zenza n pez pesimé sun envit dl Comit “Amisc dla Ladinia Unida”. La popolazion enstessa à sen veramenter la poscibelté de tó na dezijion do n grum de encontedes publiches y sfueis informatifs che é ruvés te vigni ciasa. La informazion ne à dessegur nia mancé, enceben che “da la Usc di Ladins y da la RAI ladina éssen podù se aspeté valch sforz en plu per promueve la chestion storica dl referendum”, desche valch plura dassen.

Erschienen bei Noeles am 11.10.07.

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