Post: Erster Schritt.

Initiative Südtiroler Post.

Wie vor einiger Zeit versprochen, startet die Brennerbasisdemokratie hiermit die Kampagne für eine selbständige und funktionierende Landespost. Erster Schritt ist die Herausgabe einer eigenen Aufkleberserie zu diesem Thema, die hier heruntergeladen werden kann:

Pdf. PDF-Datei

Die entsprechende Anleitung ist dem Eintrag »Schere raus« zu entnehmen.

Weitere Schritte werden in dieser Angelegenheit noch folgen, u. zw. in Form einer Petition an die Postverwaltung und an die Landesregierung, sich für den Übergang der Post vom Staat ans Land starkzumachen.

Risposta al quotidiano «A. Adige».

Artikel AA.

Nella sua edizione del 13.10.06 il quotidiano summenzionato ha pubblicato questo articolo riguardante la nostra piattaforma per l’autodeterminazione:

Messaggi a tre negozi, gli autori hanno un sito.

Una fantomatica «Piattaforma per l’autodeterminazione dell’Alto Adige». Questa la risposta ai misteriori [sic!] adesivi riportanti la scritta “Qui si discrimina la lingua tedesca” affissi sulle porte di alcuni negozi di via Mercato Vecchio. Nei giorni scorsi infatti, altri esercizi commerciali dopo “Robe di Kappa” sono stati tappezzati da questi adesivi, come il negozio “Acqua e Sapone” e “1 Euro Shop”. Gli autori non sono dunque pericolosi gruppi pseudo anarchici o No-Global, bensì giovani appartenenti ad una «piattaforma virtuale», vale a dire persone che hanno costruito in rete una sorta di sito internet con testi, articoli, fotografie inneggianti all’autodeterminazione dell’Alto Adige. Sul sito web «www.selbstbestimmung.net» infatti, è possibile scoprire questa piattaforma on-line, dove è possibile anche scrivere commenti nelle varie sezioni ed anche scaricare un file con gli adesivi “Qui si discrimina la lingua tedesca” o, in alternativa, “Qui si discrimina la lingua ladina”, già prestampati e pronti per l’uso. Gli utenti di madrelingua italiana invece vengono ignorati: nel mirino ci sarebbero infatti proprio loro classificati come “ospiti”. Nessun adesivo a loro dedicato e testi rigorosamente in lingua tedesca. (fdv)

Vorremmo chiarire quanto segue:

  • Gli adesivi erano e sono tuttora pensati in primo luogo per contestare scritte pubbliche mono- o bilingui (invece di bi- o trilingui) in contrasto con ciò che prevede la legislazione in vigore. La statistica conferma che a tutt’oggi le lingue di gran lunga più discriminate in questo ambito sono il ladino e poi il tedesco. Questo il motivo per cui gli adesivi non prevedono (attualmente!) l’italiano. Ad ogni modo, il file PDF scaricabile viene modificato periodicamente e quella attuale ne è la quinta versione. Ovviamente, trattandosi di un adesivo, ognuno ne fa l’uso che preferisce, incollandolo dove vuole, anche in contrasto con ciò che è previsto dalla Piattaforma – assumendosene la responsabilità.
    Tra l’altro è vero, comunque, che le imprese «colpite», tutte provenienti da fuori provincia, discriminano pesantemente il tedesco nei loro rapporti con la clientela (p.es., le scritte sono quasi esclusivamente in italiano).
  • Il progetto d’autodeterminazione qui in corso d’elaborazione non è discriminante, bensì di chiaro stampo inclusivista: Si tratta di trovare un miglior futuro per tutte le persone residenti in Sudtirolo, a prescindere dalla loro provenienza, religione, lingua e dal colore della pelle. Consultare il «manifesto» per saperne di più.
  • La regola non scritta di questo sito è che chi vi partecipa lo fa utilizzando la sua propria lingua, ovvero quella che predilige (il presente articolo rappresenta, in tal senso, un’eccezione). I commenti sono redatti in ladino, italiano e tedesco; nessun limite, nessuna imposizione. La foto che correda l’articolo dell’A. Adige, tra l’altro, raffigura un adesivo con testo in italiano.
  • Ci sono molte persone che partecipano alle discussioni qui proposte senza essere affiliate né appartenenti ad alcunché. Non vorremmo rinunciare al loro apporto critico.
  • Non è chiaro in base a che — come afferma l’articolo — gli italiani sarebbero qui definiti degli «ospiti».
  • È infine abbastanza difficile mettere a disposizione su un sito degli adesivi «prestampati»…

Moschee.

Wo wir schon beim Grundsätzlichen sind, so gilt es, auch ein paar Gedanken an dieses Thema zu verschwenden. In letzter Zeit wurde diesbezüglich viel Staub aufgewirbelt, mit der Absicht jedoch, die Tatsachen zu verschleiern. Südtirol ist ein Zuwanderungsland geworden, weil die heimische Wirtschaft ohne ausländische Arbeitskraft nicht überlebensfähig ist. Arbeitskraft ist jedoch nicht nur ein abstraktes Konzept, es geht um arbeitende Menschen mit all ihren Rechten, Pflichten und Bedürfnissen. Das Grundgesetz garantiert nicht nur das Recht auf freie Meinungsäußerung oder den Minderheitenschutz, sondern auch ein anderes wesentliches Element persönlicher Entfaltung: Die Religionsfreiheit.

Art. 3

(1) Alle Staatsbürger haben die gleiche gesellschaftliche Würde und sind vor dem Gesetz ohne Unterschied des Geschlechts, der Rasse, der Sprache, des Glaubens, der politischen Anschauungen, der persönlichen und sozialen Verhältnisse gleich.

(2) Es ist Aufgabe der Republik, die Hindernisse wirtschaftlicher und sozialer Art zu beseitigen, die durch eine tatsächliche Einschränkung der Freiheit und Gleichheit der Staatsbürger der vollen Entfaltung der menschlichen Person und der wirksamen Teilnahme aller Arbeiter an der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Gestaltung des Landes im Wege stehen.

Art. 8

(1) Alle religiösen Bekenntnisse sind gleichermaßen vor dem Gesetz frei.

(2) Die nichtkatholischen Konfessionen haben das Recht, ihren Aufbau nach eigenen Satzungen zu regeln, soweit sie nicht der italienischen Rechtsordnung widersprechen.

Art. 19

(1) Jedermann hat das Recht, in jedweder Form, einzeln oder gemeinschaftlich, seinen religiösen Glauben frei zu bekennen, dafür zu werben und privat oder öffentlich den Kult auszuüben, vorausgesetzt, daß es sich nicht um religiöse Übrigen handelt, die gegen die guten Sitten verstoßen.

Art. 20

(1) Der kirchliche und der religiöse oder kultische Zweck einer Vereinigung oder Einrichtung darf nicht Ursache von besonderen gesetzlichen Beschränkungen noch von besonderen steuerlichen Belastungen für ihre Errichtung, Rechtsfähigkeit und jedwede Form von Tätigkeit sein.

Ferner beruft sich — im Kleinen — auch das Manifest unserer Plattform ausdrücklich auf die Nichtdiskriminierung, was es in diesem Falle unabdingbar macht, klar und deutlich zugunsten der Religionsfreiheit Stellung zu beziehen. Die in Südtirol lebenden Zuwanderer haben vorbehaltlich der Einhaltung unserer Gesetze vollen Anspruch auf persönliche Entfaltung und tragen – dann und nur dann – positiv zur sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes bei.

Zensur!

Die Verfassung schützt die Freiheit der Kunst unmissverständlich:

Art. 33
(1) Die Kunst und die Wissenschaft sind frei, und frei ist ihre Lehre.

Nun wird diese Freiheit in Südtirol bereits zum zweiten Mal binnen weniger Tage angegriffen – und erneut ist es das Museion, das in die Kritik gerät. Alleanza Nazionale zieht nun vor den Kadi, um die Entfernung einer Installation zu erzwingen, die die italienische Hymne und eine Klospülung in einen gemeinsamen Kontext stellt.

Die Brennerbasisdemokratie zeigt sich über diesen wiederholten Angriff auf eine verfassungsmäßige Freiheit sehr besorgt und ruft Intellektuelle, Zivilgesellschaft und besonders liberale Demokraten gleich welcher Couleur und Sprachgruppe dazu auf, ihre Stimme zu erheben.

Allerdings sind wir uns auch sicher, dass das Landesgericht ggf. zugunsten der freien Meinungsäußerung und der Freiheit der Kunst entscheiden würde.

Siehe auch: [1] [2] [3]

Absurdistan.

Nun ist es so weit: Giuliano Amato, Innenminister einer Mittelinksregierung, steigt auf die Argumentation von Alleanza Nazionale ein und bezeichnet die Italiener in Südtirol im Widerspruch zu jeder offiziellen und sinnvollen Definition als die eigentliche Minderheit. Diese absurde und gefährliche Interpretation wird nun in Italien zum Mainstream. Das heißt dann auch, dass wir in Gröden keine ladinische, sondern eine deutsche und eine italienische Minderheit vorfinden, in Korsika eine französische, auf den Åland-Inseln eine finnische. Damit wird nicht nur das Völkerrecht ad absurdum geführt, sondern auch das Verfassungsgebot des Minderheitenschutzes.

Es bleibt selbstverständlich abzuwarten, ob und welche konkrete Folgen Amatos Einschätzung haben wird. An der Vernunftlosigkeit seines definitorischen Engagements ändert es jedoch nichts.

Art. 5 GG: »Die Kunst ist freiheitlich«.

Gerade während in Berlin die Wogen hochgehen, weil an der Deutschen Oper die Aufführungen von Mozarts Idomeneo aus zweifelhaften Sicherheitsgründen unterbrochen wurden, verschwindet in Bozen sang- und klanglos eine Kunstinstallation: Aus rein politisch-ideologischen Gründen — weil sie angeblich (!) dem Kommunismus huldige. Die Kunst, sie ist in Südtirol nicht frei.

Catalunya-Euskadi 2:2.

Im Nou Camp, dem Fußballstadion des FC Barça, ist am heutigen Abend (0810) vor ausverkauften Rängen und prominentem Publikum das Länderspiel Katalonien [wiki] gegen Baskenland [wiki] [Fotos] mit einem Patt zu Ende gegangen. Erklärtes Ziel der Austragung war die Sensibilisierung der internationalen Öffentlichkeit: Genauso wie Wales oder Schottland beanspruchen beide »Nationen ohne Staat« das Recht, eigene Mannschaften in internationale Turniere zu entsenden. Die hohen Zuschauerzahlen, die breite gesellschaftliche Unterstützung sowie die hochkarätige Besetzung* beider Teams verleihen diesem Anliegen Nachdruck und Autorität.

Das Spiel wurde sowohl vom öffentlich-rechtlichen katalanischen Sender TVCi als auch vom baskischen etb – beide auch in Südtirol empfänglich – live per Satelliten übertragen.

Das katalanische und das baskische Team tragen außerdem regelmäßig Freundschaftsspiele mit anerkannten Mannschaften aus. So hat Katalonien jüngst WM-Teilnehmer Costa Rica mit 2:0 besiegt. Daneben planen die Organisatoren des heutigen Sportereignisses nun mittelfristig ein offizielles Turnier mit Nationalteams anderer staatenloser Nationen, um die Kräfte ihres Engagements zu bündeln. Wird auch Südtirol dabei sein? Und vor allem: Wird Südtirol – abseits der Sonntagsreden – endlich analoge Tatsachen im Kernbereich der hierzulande populären und erfolgreichen Sportarten (allen voran der Wintersport) schaffen?

Mehr Infos: [1] [2] | [Bask. Fußballverband] [Katal. Fußballverband]


*) Zusammensetzung der Mannschaften:

Catalunya:

RCD Espanyol: Ferran Corominas, Moisés Hurtado und Jonathan Soriano.
FC Barcelona: Víctor Valdés, Albert Jorquera und Oleguer Presas.
RCD Deportivo: Sergio González, Albert Lopo und Joan Verdú.
RCD Mallorca: Fernando Navarro und Jordi López.
Gimnástic Tarragona: Antonio Pinilla und Oscar López.
València: Curro Torres.
Real Zaragoza: Sergio García.
Getafe: David Belenguer.
Ajax: Roger García.
Monaco: Gerard López.
Newcastle: Albert Luque.

Euskadi:

Athletic Club Bilbao: Aduriz, Casas, Gabilondo, Lafuente, Tiko, Orbaiz, Murillo und Llorente.
Real Sociedad: Riesgo, Alonso, Aitor López Rekarte, Labaka, Garitano, Gari und Aranburu.
Gimnástic Tarragona: David Cuéllar.
Middlesborough: Gaizka Mendieta.
Osasuna: Cruchaga und Muñoz.
Sevilla: Aitor Ocio.

Zahlreiche Spieler der spanischen Nationalelf konnten nicht einberufen werden, weil sich die Mannschaft in einem Trainingslager auf das kommende Spiel gegen Argentinien vorbereitet.