Wichtigste Sprache: Italienisch.

Die wichtigste Sprache »für ein gutes Zusammenleben« in Südtirol ist die italienische. Das sagt nicht nur , das sagen vor allem die Südtirolerinnen und Südtiroler laut neu veröffentlichtem Sprachbarometer. Obschon gerade während der letzten Jahre immer wieder davon die Rede war, dass angeblich die Bedeutung der italienischen Sprache in Südtirol zurückgeht (»Südtirol verdeutscht« — zum Beispiel in einem Artikel von Barbara Bachmann in der Zeit), sehen das die hier lebenden Menschen anders.

Dabei wird das Italienische nicht nur insgesamt als die bedeutendste Landessprache angesehen, sondern auch von jeder einzelnen der berücksichtigten »Sprachgruppen«.

Bedeutung der Landessprachen.

Selbst die deutschsprachigen Südtirolerinnen sind mehrheitlich der Meinung, dass die lingua franca nazionale hierzulande wichtiger sei als ihre eigene, wiewohl das Deutsche die Muttersprache von über zwei Dritteln der hier wohnenden Menschen ist. Vor zehn Jahren noch sahen die Deutschsprachigen Deutsch als die wichtigste Landessprache an.

Die Südtirolerinnen italienischer Muttersprache waren 2004 noch zu 75,8% der Meinung, die deutsche Sprache sei für das gute Zusammenleben »ausschlaggebend« oder »sehr wichtig«. 2014 sahen das nur noch 68,1% so.

Auffallend ist zudem, dass gerade die Personen, die eine andere Muttersprache als die drei autochtonen Landessprachen angaben, dem Deutschen unter allen Gruppen die geringste Bedeutung beimessen (67,6%), deutlich weniger als dem Italienischen (87%). Dies deutet darauf hin, dass Südtirol außerstande ist, Zugewanderten die Gleichwertigkeit der beiden landesweiten Amtssprachen Deutsch und Italienisch erfolgreich zu vermitteln.

Die von den Südtirolerinnen insgesamt gefühlte Bedeutung der deutschen Sprache ist während der letzten zehn Jahre — also im Vergleich zum ersten Sprachbarometer — um über sechs Prozentpunkte eingebrochen, von damals 79,2% auf heute nur noch 72,7%. Gleichzeitig hat die Wichtigkeit der italienischen Sprache leicht von 81,5% auf 81,8% zugenommen. Der Unterschied zwischen Deutsch und Italienisch beläuft sich nun schon auf knapp zehn Prozentpunkte und hat sich somit in zehn Jahren vervierfacht.

Die Bedeutung des deutschen Dialekts (63,8%) ist laut Einschätzung der Südtirolerinnen übrigens noch einmal um fast zehn Prozentpunkte geringer, als jene der deutschen Hochsprache (72,7%).

Die ladinische Sprache liegt hingegen weit abgeschlagen bei 6,8%. Dies liegt vermutlich daran, dass sie fast nur in den Gemeinden, wo sie Amtssprache ist, für ein gutes Zusammenleben nötig ist. Für ein gutes Zusammenleben auf Landesebene halten sie selbst eine knappe Mehrheit der LadinerInnen nicht für »ausschlaggebend« oder »sehr wichtig«. Es wäre jedoch interessant zu wissen, wie die BewohnerInnen der ladinischen Gemeinden die Wichtigkeit des Ladinischen für das dortige Zusammenleben einschätzen.

Fazit: Eine angebliche »Verdeutschung« Südtirols lässt sich anhand dieser Daten nicht nachweisen. Im Gegenteil — die deutsche Sprache verliert in nur zehn Jahren in der sprachgruppenübergreifenden Einschätzung deutlich an Bedeutung »für ein gutes Zusammenleben« in Südtirol. Ein Befund, der sich mit den wachsenden Schwierigkeiten des Deutschen als Amtssprache deckt.

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Zweisprachigkeit im Amt deutlich verschlechtert.

Alle zehn Jahre veröffentlicht das Landesstatistikinstitut (Astat) ein sogenanntes Sprachbarometer, das — wie der Name schon verrät — die wichtigsten Daten zur Sprachsituation in Südtirol beinhaltet. Nun ist es endlich wieder so weit.

Da es sich beim soeben veröffentlichten Bericht (erst) um den zweiten dieser Art handelt, sind jetzt erstmals Vergleiche möglich. Eine Gesamtanalyse maße ich mir noch nicht an, doch habe ich mir vorerst einen wichtigen Teilaspekt herausgefischt — und der hat es in sich.

Schon 2004 wurde klar, dass die deutsche Sprache als Amtssprache, obschon rechtlich der italienischen gleichgestellt, einen sehr schweren Stand hat. In einem mehrheitlich deutschsprachigen Land wie Südtirol war die Schwierigkeit, die deutsche Sprache im Umgang mit öffentlichen Ämtern zu benutzen, eher mit der Lage der (rechtlich nicht umfassend gleichgestellten) ladinischen Sprache zu vergleichen, als mit der Lage des Italienischen.

Diese Tatsache hat sich im Laufe der letzten 10 Jahre nicht etwa verbessert, sondern noch einmal bedeutend verschlechtert. Während nämlich die — unbefriedigende — Situation des Ladinischen mehr oder minder unverändert blieb, verschlechterte sich die Erfahrung der deutschen Sprachgruppe in öffentlichen Ämtern noch einmal deutlich, sodass der Anteil an Negativerfahrungen zwischen den beiden Minderheitensprachen nur noch rund fünf Prozentpunkte auseinanderliegt (59,6% und 64,4%).Amtssprachen Sprachbarometer 2004-2014.

Bemerkenswert ist zudem, dass auch die Mitglieder der italienischen Sprachgruppe insgesamt eine Verschlechterung beklagen und nunmehr zu rund 14% angeben, (im Jahr vor der Erhebung) »oft« oder »manchmal« eine Verweigerung ihres Rechts auf Muttersprache erlebt zu haben. Wie schon 2004 war die Situation des Italienischen als Amtssprache jedoch »um Welten« besser, als die der beiden anderen Landessprachen.

Der Anteil an Bürgerinnen der deutschen Sprachgruppe, denen im Jahr vor der Erhebung nie ihr Recht auf Muttersprache verweigert wurde, sackte zwischen 2004 und 2014 um über 40% ein und liegt nunmehr bei lediglich 25,4%.

Erstaunlich ist, dass die Verweigerung der deutschen Amtssprache auch in der Landesverwaltung und im (ebenfalls vom Land Südtirol abhängigen) Gesundheitswesen um ein Vielfaches größer ist, als die Verweigerung der italienischen Amtssprache.

Die deutsche Sprache wird von den Carabinieri (36,1%) am häufigsten verweigert, dicht gefolgt von den Sanitätseinheiten und Krankenhäusern (31,9%). Für Italiener- (8,8%) und Ladinerinnen (56,3%) stellt das Gesundheitswesen gar den Bereich dar, wo ihnen das Recht auf Muttersprache am häufigsten verweigert wurde — wodurch dies auch sprachgruppenübergreifend der Sektor ist, der (dicht gefolgt von den Carabinieri) die meisten Probleme schafft.

Siehe auch:

Discriminaziun Gesundheit Minderheitenschutz Plurilinguismo Polizei Recht Service Public Umfrage+Statistik | Sprachbarometer | | | Ladinia Südtirol/o | Astat Land Südtirol Sabes | Deutsch

Daheim in Mythen?

Vor einiger Zeit hatte die Südtiroler Tageszeitung (TAZ) berichtet, das renommierte Hamburger Wochenblatt Die Zeit arbeite an einem Bericht über eine angebliche »Verdeutschung« Südtirols. Laut TAZ-Informationen sollte darin vor allem die »gemischtsprachige Landtagsabgeordnete« (Eigendefinition) Elena Artioli zu Wort kommen.

Am vorletzten Donnerstag ist der Artikel der freien Südtiroler Reporterin Barbara Bachmann tatsächlich erschienen, er kann hier nachgelesen werden. Die vorgebrachte Verdeutschungsthese ist äußerst dürftig untermauert, der Beitrag weist insgesamt grobe Mängel auf, die ich in der Folge aufdröseln möchte. Elena Artioli kommt nicht zu Wort.

  • Bereits der Titel (»Daheim bei Fremden«) weist auf einen nationalistisch angehauchten Leitfaden hin, der sich durch den Artikel zieht und wonach eine anderssprachige Mehrheit in der Region eines Nationalstaats etwas Anrüchiges sei und einer Rechtfertigung bedürfe.
  • Einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Verdeutschungsthese lässt Bachmann durch den postfaschistischen Landtagsabgeordneten Alessandro Urzì vortragen — ohne allerdings darauf hinzuweisen, welch unangenehme Ideologie er vertritt. Unter anderem sprach er sich noch im März 2013 gegen die Gleichstellung der deutschen Sprache in der Produktetikettierung aus und erwirkte die römische Anfechtung des Landesgesetzes zur Ortsnamensgebung, das einen kompromiss deutscher und italienischer Parteien im Südtiroler Landtag darstellt, um wenigstens einige der im Faschismus erfundenen, italianisierten Ortsnamen wieder abzuschaffen.
    • Urzì ortet »in den Tälern, in den kleinen Orten Südtirols« einen »immer heftiger werdenden antiitalienischen Diskurs«. Dies entbehrt nicht nur eines Belegs, sondern mutet besonders merkwürdig an, nachdem gemäß letzter Volkszählung die Italiener in allen Bezirken außer im Vinschgau und im Eisacktal anteilsmäßig zunehmen; nachdem die Eltern deutschsprachiger Schüler ohne wesentliche Unterschiede zwischen Stadt und Land in einer (nicht repräsentativen) Umfrage erst neulich mehr Italienischunterricht gefordert haben; nachdem die Italienischkenntnisse in Südtirol deutlich besser sind, als es die Zuordnung zu den Sprachgruppen vermuten ließe. Und nachdem die SchülerInnen deutscher Muttersprache wesentlich besser Italienisch lernen, als umgekehrt.
    • Urzìs unwidersprochener Befund: »In Südtirol braucht man das Italienische nicht mehr.« Eine merkwürdige Aussage, nachdem das Astat-Sprachbarometer belegt, dass es deutsch- und ladinischsprachige SüdtirolerInnen deutlich schwerer haben, ihre Sprachen im Umgang mit öffentlichen Ämtern zu gebrauchen, als ihre italienischsprachigen MitbürgerInnen; nachdem Produktetiketten und selbst Packungsbeilagen von Medikamenten in der Regel nur auf Italienisch abgefasst sind und auch nur auf Italienisch abgefasst sein müssen; Zuwanderer nur Italienischkenntnisse nachweisen müssen oder internationale Handelsketten desöfteren auf Personal mit Deutschkenntnissen verzichten.
    • Ferner behauptet Urzì, die Situation der Italiener in Südtirol sei »paradox«. »Rechtlich gesehen gehören sie der gesamtstaatlichen Mehrheit an. In der Praxis der Region sind sie aber eine Minderheit und abhängig von den Entscheidungen der lokalen deutschen Mehrheit.« Das ist jedoch alles andere als paradox, solange man nicht den anachronistisch-nationalistischen Anspruch erhebt, die »nationale Mehrheit« müsse tatsächlich in jeder einzelnen Region in der Mehrheit sein. Die von Italien nie ratifizierte Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen des Europarats empfiehlt sogar ausdrücklich, innerstaatliche Verwaltungsgrenzen so zu gestalten, dass Minderheiten in ihrer eigenen Region nicht minorisiert werden.
  • Bachmann berichtet weiter, »als im Sommer 2013 beschlossen wurde, Berghütten nur noch deutsche Namen zu geben« habe die Mailänder Tageszeitung Il Giornale geschrieben: »In diesem fantastischen Stück Italiens wird es jeden Tag heldenhafter, italienisch zu sein.« Sie »vergisst« sowohl zu erwähnen, dass die italienischen Bezeichnungen hauptsächlich Erfindungen des protofaschistischen Extremisten und Assimilierers Ettore Tolomei waren, die die ursprünglich deutschen auslöschen sollten, als auch, dass Il Giornale zu Berlusconis rechtspopulistischem Medienimperium gehört.
  • Selbst mit statistischem Zahlenmaterial wird salopp umgegangen. So behauptet die Autorin, seit Anfang der 1960er Jahre sei der Anteil italienischsprachiger Südtiroler um »mehr als zehn Prozentpunkte« zurückgegangen. Richtig ist, dass der Rückgang von 34,3% auf 24,5% genau 9,8 Prozentpunkte beträgt. Auch hier bleibt wichtiges unerwähnt, nämlich dass die Zahl von 1960 durch staatlich erzwungene und geförderte Zuwanderung zum Zwecke der Majorisierung völlig aufgeblasen war.
  • Dass die Zahl italienischer Landtagsabgeordneter nach den Landtagswahlen 2013 »von acht auf fünf, ein Siebtel der Mandatare bei einem knappen Viertel der Bevölkerung« zurückging, hat sehr viel mit der Zerstrittenheit und Zersplitterung der italienischen Parteien und sehr wenig mit Diskriminierung zu tun. Demokratische Wahlen sind frei und niemand wird gezwungen, sprachgruppenkonform zu wählen.
  • Erstaunlich ist, dass eine Grüne (Brigitte Foppa) es laut Bericht merkwürdig findet, wenn im Landtag der Vorschlag zur Ersetzung von .it durch .eu bei der Internetdomain des Landes gemacht wird — oder wenn angedacht wird, Südtiroler Sportler bei internationalen Wettbewerben mit neutraler Bekleidung statt italienischen Trikots antreten zu lassen. Die Überwindung des Nationalen und die Betonung des Europäischen sollte eigentlich ein Anliegen grüner Politik sein.
  • Senator Francesco Palermo bezeichnet die deutschsprachige Bevölkerung als eine »Mehrheit mit Minderheitskomplex«. Für einen Verfassungsrechtler angesichts der bereits erwähnten Empfehlungen des Europarats eine seltsame Auffassung. Müssen Minderheiten auf staatlicher, regionaler und kommunaler Ebene gleichzeitig in der Minderheit sein, um nicht eines Minderheitenkomplexes bezichtigt zu werden?
  • Palermo kenne noch Zeiten, in denen Bars ethnisch getrennt waren. »Mittlerweile hätten sich die die italienischsprachigen Südtiroler “mit einer gewissen Hierarchie abgefunden”, sagt er.« Angesichts der Tatsache, dass es gerade in Bozen mitunter sehr schwierig ist, sich in Bars und Läden (mit der Bedienung) auf Deutsch zu verständigen, ist das eine wirklich erstaunliche Aussage.
  • Als Gegenargument dazu, dass sich Südtirol »als funktionierende mehrsprachige Provinz (sic)« verstehe, zählt Bachmann unter anderem auf, dass es neben deutschen Tageszeitungen eine italienische Tageszeitung (in Wirklichkeit sind es deren zwei) gibt. Wäre es für ein funktionierendes mehrsprachiges Land besser, wenn es Zeitungen nur in einer Sprache gäbe? Oder müssten sämtliche Medien mehrsprachig sein?
  • Desweiteren schreibt die Autorin, dass die SVP eisern am ehtnischen Proporz festhalte. Dass heute gerade die Italiener davon profitieren, wie selbst Postfaschist Alessandro Urzì gesteht, bleibt leider unerwähnt.
  • Auch Bachmann kann sich schließlich nicht verkneifen, den Mythos zu erneuern, wonach »die einen immer schlechter Italienisch sprechen« während die anderen aufholen. Daten hierzu gibt es nicht, wie aufgrund ausgiebiger Recherchen zweifelsfrei feststeht. Wir werden die Journalistin trotzdem anschreiben und nach ihren Quellen fragen.
    Jene Daten, die zu den Zweitsprachkenntnissen der SüdtirolerInnen vorliegen, lassen zwar kein Urteil über deren Entwicklung im Lauf der Zeit zu, belegen jedoch, dass die deutschsprachigen SüdtirolerInnen nach wie vor deutlich besser Italienisch sprechen, als umgekehrt.

Siehe auch:

Faktencheck Kohäsion+Inklusion Medien Plurilinguismo Politik Scola Umfrage+Statistik Wissenschaft | Produktetikettierung Sprachbarometer | Alessandro Urzì Brigitte Foppa | Die Zeit TAZ | Südtirol/o | PDL&Co. Vërc | Deutsch

Sprache: Daten als Grundlage für Politik.

Immer und immer wieder haben wir bemängelt, dass in Südtirol Sprach- und Bildungspolitik ohne oder zumindest ohne ausreichende Daten gemacht wird. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Entscheidungen in diesen für ein mehrsprachiges Gebiet hochsensiblen Bereichen aufgrund von Launen, Bauchgefühlen und Mythen getroffen werden, ohne tatsächlich und umfassend erhoben zu haben, wie die aktuelle Situation ist, wie die Entwicklung über mehrere Jahr(zehnt)e aussieht und was die Bevölkerung — eine möglichst gut informierte Bevölkerung — tatsächlich wünscht. Bestenfalls kann von Schlamperei und Stümperhaftigkeit, schlimmstenfalls muss von vorsätzlicher Schädigung der sprachlichen Besonderheit dieses Landes die Rede sein.

Oft haben wir in diesem Blog auch darauf hingewiesen, dass Sprachsituation und -entwicklung in anderen mehrsprachigen Ländern und Regionen systematisch und akribisch erhoben werden, als Grundlage für eine seriöse, wissenschaftlich fundierte Sprachpolitik.

In Südtirol hat das Landesstatistikinstitut (Astat) im Jahr 2004 das erste Sprachbarometer erstellt, was fortan im Zehnjahresrhythmus wiederholt werden soll. Die zweite, auf 2014 bezogene Ausgabe wird in diesem Jahr erwartet.

Zum Vergleich: Katalonien erhebt und veröffentlicht jedes Jahr einen umfassenden Sprachbericht, in dem die Sprachsituation, die Entwicklung und die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen aufgezählt und evaluiert werden. Jedes Jahr. Die Daten reichen zum Teil bis in die 70er Jahre zurück, als Diktator Franco noch am Leben und an der Macht war. Spätestens seit Beginn der Demokratie wurden wichtige Sprachdaten im Jahresrhythmus erhoben.

So enthält beispielsweise der letzte Sprachbericht, der sich auf 2013 bezieht, auf 110 Seiten unter anderem folgende Informationen:

  • Die Sprachsituation und -entwicklung:
    • Sprachkenntnisse der Bevölkerung von 1981 bis 2013, getrennt nach Kompetenzen (Verstehen/Sprechen/Lesen/Schreiben) und meistbeherrschten Sprachen (Katalanisch/Spanisch/Englisch/Französisch);
    • Herkunfts-, Identifikations- und gewöhnlich benutzte Sprache(n);
    • Sprachkenntnisse nach Altersgruppen und Kompetenzen;
    • Analyse nach Geburtsort (Katalonien/Spanien/Ausland);
    • Analyse nach katalanischen Regierungsbezirken;
    • Sprache(n) im Umgang mit der Familie (Großeltern/Mutter/Vater/Partner/Kinder);
    • Sprachgebrauch im Umgang mit Handel und privaten/öffentlichen Dienstleistern (Großhandel/Nahversorgung/Staatsverwaltung/Arzt/Bank/Regionalverwaltung/Gemeinden) und Entwicklung seit 2008;
    • Sprachgebrauch am Arbeitsplatz (mit Arbeitskollegen/Kunden), getrennt nach Größe des arbeitsgebenden Unternehmens und katalanischem Regierungsbezirk;
    • Sprache(n) im Medienkonsum, einschließlich Internet;
    • Sprache(n) im Kulturbereich (Kino, Musik, Theater, Videospiele, Bücher) und Entwicklung seit 2009;
    • Sprachgebrauch in der (Aus-)Bildung, Evolution der ausländischen Schülerinnenschaft;
    • Sprachgebrauch an den Universitäten, getrennt nach Universität und Regelstudium/Master;
    • Sprache(n) in der Justiz, Anteil der Urteile auf Katalanisch und Spanisch, Entwicklung seit 2009;
    • Sprache(n) der Einträge im Besitzurkundenregister, Merkantilregister, Register beweglicher Güter;
    • Sprachgebrauch in notariellen Akten;
  • Maßnahmen der Regierung:
    • Anzahl und Sprachniveau (Katalanisch/Spanisch/Englisch/Französisch) der Schülerinnen an öffentlichen Schulen;
    • Sprachliche Evaluierung der Schülerinnen;
    • Universitäre Maßnahmen und Sprachprogramme für StudentInnen, Teilnehmerzahlen;
    • Spezielle Sprachprogramme für AustauschstudentInnen, Teilnehmerzahlen;
    • Erwachsenensprachkurse der Generalitat de Catalunya und anderer öffentlicher Körperschaften (Anwesenheitskurse, Fernstudium, via Internet…);
    • Parla.cat, Onlineplattform zum Erlernen der katalanischen Sprache, Teilnehmerzahlen;
    • Online-Fortbildungskurse für Katalanischlehrer- und -professorinnen weltweit;
    • Katalanischkurse für Zugewanderte, Teilnehmerzahlen;
    • Berufsaus- und Weiterbildung für Private und öffentliche Angestellte;
    • Spezielle Sprachfortbildung für Justizmitarbeitende, einschließlich Richterinnen, Staatsanwältinnen aufgrund von Abkommen zwischen Generalitat, Berufskammern und Gerichten, 1.628 Teilnehmerinnen im Jahr 2013;
    • Sprachzertifizierung durch die Generalitat de Catalunya (offizielle katalanische Sprachzertifikate), aufgeschlüsselt nach Sprachniveau und Entwicklung seit 2002;
    • Angebote zur Steigerung der Sprachqualität (Onlinedienste, Übersetzungsdienste, öffentliches Büro für Sprachfragen), zugänglich für Privatpersonen, Firmen, öffentliche Verwaltungen;
    • Termcat, Kommission zur Normalisierung und Weiterentwicklung von katalanischer Terminologie (363 neue Wörter und Anpassungen in 14 Sitzungen 2013);
    • Voluntariat per la llengua;
    • Kinoförderung, Synchronisierungen, Untertitel, Fernsehsendungen;
    • Zusammenarbeit mit Unternehmerverbänden zur Verbesserung der Präsenz der katalanischen Sprache in der Wirtschaft;
    • Stützung der Präsenz der katalanischen Sprache im digitalen Bereich;
    • Sensibilisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen für die Sprache(n);
    • Zusammenarbeit mit dem Handel zur Förderung der katalanischen Sprache;
    • Praktische Unterstützungsprogramme für Firmen zur Berücksichtigung der katalanischen Sprache;
    • Förderung der katalanischen Sprache im Sport und in der Freizeit, Sensibilisierung von Vereinen;
    • Fortbildung von Gesundheitspersonal, Herausgabe von Terminologiehandbüchern, Onlinedatenbanken; Anpassung des Voluntariat per la llengua an die speziellen Erfordernisse des Gesundheitspersonals;
    • Zusammenarbeit mit Vereinen, die den Gebrauch und die Förderung der katalanischen Sprache zum Ziel haben;
    • Ausschreibung von Preisen für Firmen, Vereine, Kinos u.v.m., die sich um die Förderung der katalanischen Sprache verdient machen;
    • Ahndung von Verstößen gegen die Sprachgesetzgebung (in 187 Fällen) und Entwicklung seit 2011;
  • Internationale Projektion:
    • Katalanischkurse und Katalanischstudien im Ausland;
    • Tätigkeit des internationalen katalanischen Kulturinstituts Ramon Llull und Zusammenarbeit mit internationalen Vereinen;
    • Teilnahme an europäischen Organismen (Europäisches Netzwerk zur Förderung der sprachlichen Diversität, Linguanet, Europäische Terminologievereinigung), Zusammenkünften, Kongressen;
    • Zusammenarbeit mit anderen Gebieten mit katalanischer (Amts-)Sprache, einschließlich der Förderung der katalanischen Sprache in Nordkatalonien (Frankreich) und L’Alguer (Sardinien);
    • Tätigkeit im restlichen spanischen Staatsgebiet;
  • Förderung der katalanischen Gebärdensprache;
  • Situationserhebung und Maßnahmen zugunsten der okzitanischen Sprache;

Zur Vertiefung: Vollständige Fassung des Sprachberichts von 2013 (Katalanisch) und vollständige Fassung des Sprachberichts von 2012 (Englisch).

Siehe auch:

Bildung Comparatio Plurilinguismo Politik Scola Umfrage+Statistik Wissenschaft | Sprachbarometer | | | Catalunya L'Alguer Sardigna | Astat GENCAT | Deutsch

Zweisprachige Polizei?

Wie Südtirol Online (Stol) berichtet, wehrt sich das Bozner Polizeipräsidium gegen die Anschuldigung, die gesetzlich vorgeschriebene Zweisprachigkeit des Diensts sei nicht garantiert — was das Nachrichtenportal unhinterfragt wiedergibt:

Die Ämter der Polizei, die der Öffentlichkeit zugänglich sind, sind zweisprachig.

Die Erhebungen des Astat-Sprachbarometers (2004) ergeben jedoch ein völlig anderes Bild:

Verweigerte Muttersprache.

Eigentlich hätte ein derartiges Ergebnis, wonach ein erheblicher Teil der deutschsprachigen Südtiroler ihre Muttersprache nicht mit Carabinieri und Gemeindepolizei sowie mit Polizei und Finanzwache verwenden konnten, einen Aufschrei und massive Gegenmaßnahmen auslösen müssen. Übrigens schnitt der Gesundheitsbetrieb des Landes auch nicht viel besser ab, was erstaunt und beschämt.

Es mag natürlich sein, dass sich die Situation bei der Polizei seit Veröffentlichung des Sprachbarometers drastisch verbessert hat, doch dazu hätte es vermutlich eines erheblichen Engagements bedurft, das leider nicht zu bemerken war. Der Polizeipräsident macht es sich mit einer kurzen Pressemitteilung ziemlich einfach, ein nachgewiesenermaßen existierendes Problem so abzufertigen. Nachdem jedoch von Südtiroler Medien kaum ein Nachhaken bzw. ein Faktencheck zu erwarten sind, wird dies wohl das Niveau der öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Thema bleiben.

Fakt ist: Die letzten vom Landesstatistikinstitut zu diesem Thema veröffentlichten Daten sprechen eine völlig andere Sprache, als die Polizei nahelegen möchte. Nicht zuletzt angesichts des gefühlten Sicherheitsnotstands in Südtirol sollte eine funktionierende Kommunikation mit der Bevölkerung in deren Sprache eigentlich eine Priorität sein.

Siehe auch:

Discriminaziun Faktencheck Medien Plurilinguismo Polizei Service Public Umfrage+Statistik | Sprachbarometer | | Stol | Südtirol/o | Astat Carabinieri Staatspolizei | Deutsch

Fernsehkonsum sprachübergreifend.

Immer wieder bekommt man in Südtirol zu hören, es seien vor allem die ländlichen und die deutschsprachigen Einwohner des Landes, die sich der jeweils anderen Sprache am meisten verschlössen, in diesem Fall der italienischen. Diese wohl politisch motivierte Aussage wird jedoch bislang von keinen Erhebungen gestützt — im Gegenteil.

Auch im Fall des sprachübergreifenden Fernsehkonsums sind die Daten mehr als eindeutig: Laut Astat-Sprachbarometer (2004) sehen die deutschsprachigen Südtiroler (die auch größtenteils auf dem Lande leben) wesentlich mehr Fernsehen in italienischer Sprache, als die italienischsprachigen Südtiroler (welche größtenteils in den Städten leben) Sendungen in deutscher Sprache schauen.

Sprachübergreifender Fernsehkonsum.

So sehen laut Sprachbarometer 38% der Mitbürger italienischer Muttersprache »nie oder fast nie« Sendungen in deutscher Sprache, während »nur« 27,1% der deutschsprachigen Südtiroler »nie oder fast nie« Sendungen in italienischer Sprache schauen. Mehrmals wöchentlich oder gar täglich schalten hingegen rund ein Drittel der deutschsprachigen Bürgerinnen italienische Sendungen ein, während nur rund ein Fünftel der Italiener derart regelmäßig Sendungen in deutscher Sprache sehen.

Es ist selbstverständlich schade, dass Sprachdaten in Südtirol so selten erhoben werden, dass die neuesten Werte nun schon über zehn Jahre alt sind. Auch einen Trend kann man bislang noch nicht beurteilen, da das Sprachbarometer von 2004 das erste seiner Art war. Für ein mehrsprachiges Land wie unseres ist dies, wie wir schon mehrmals bemängelt haben, eigentlich verantwortungslos.

Siehe auch:

Kohäsion+Inklusion Plurilinguismo Politik Umfrage+Statistik Wissenschaft | Sprachbarometer | | | | |

CLIL: Einfach mal drauflos?

Nachdem die Landtagskommission zur mehrsprachigen Schule, welche von FLI und PDL beantragt worden war, ihre Arbeit abgeschlossen hat, sprechen die »Immersionisten« davon, dass eine neue Epoche angebrochen sei. Jetzt soll mit der mehrsprachigen Schule endlich ernst gemacht werden, heißt es selbst aus Regierungskreisen, wo LH-Stellvertreter Tommasini seit Monaten den Druck erhöht hat, um mehr »Content and Language Integrated Learning« (CLIL) an Südtirols Schulen zu ermöglichen. Dabei ist der Abschlussbericht der Kommission auf dem Niveau eines mittelmäßigen Mittelschulreferats, ein gesellschaftliches Gesamtkonzept, in welches sich die mehrsprachige Schule einbetten ließe, gibt es nicht. Überhaupt hat sich die Kommission fast ausschließlich auf die »individuellen« Auswirkungen mehrsprachiger Unterrichtsmodelle konzentriert, ohne sich mit den gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu befassen. Interessante Schlussfolgerungen hätte diesbezüglich das katalanische Modell ermöglicht, welches in der Kommission jedoch nicht von einem katalanischen, sondern von einem italienischen Experten vorgestellt wurde, welcher den nun bekanntgewordenen Informationen zufolge kaum auf den gesellschaftlichen Aspekt aufmerksam gemacht hat.

Ich betrachte es als ungemein dilettantisch, das Schulmodell von seinem Kontext losgelöst zu betrachten. Falls man unter den jetzigen Voraussetzungen mit mehrsprachigen Schulmodellen vorprescht, kann dies sich als Sackgasse ohne Wendemöglichkeit erweisen — ein Blick ins AstatSprachbarometer reicht, um zu verstehen, dass es einer komplexeren Lösung bedarf.

Siehe auch:

Bildung Plurilinguismo Scola | CLIL/Immersion Sprachbarometer | Christian Tommasini | | Südtirol/o | PD&Co. PDL&Co. | Deutsch

Südtiroler Sprachlandschaft.

Als ich vor einigen Jahren das Sprachbarometer des Landesinstituts für Statistik in meinen Händen hielt, fiel mir sofort auf, dass die meisten Daten nach Sprachgruppen getrennt angegeben waren — wodurch es schwierig ist, ein gesellschaftliches Gesamtbild zu erlangen. Das ist vermutlich Konsequenz des Südtiroler Autonomiemodells, in dem gewöhnlich alles gesondert nach Sprachgemeinschaften betrachtet wird.

Die meisten mir bekannten mehrsprachigen Länder — von Katalonien über die Schweiz bis Wales — kennen einen sehr wichtigen Indikator, der als Grundlage für die jeweilige Sprachpolitik dient, doch genau der fehlt in der Astat-Studie: Es handelt sich um die Hör-, Sprech-, Lese- und Schreibfähigkeiten aller Bürger in den unterschiedlichen Sprachen.
Im Sprachbarometer scheint zwar auf, wie gut die Südtiroler deutscher Muttersprache Italienisch und wie gut die Südtiroler italienischer Muttersprache Deutsch beherrschen, alles andere — einschließlich der Kompetenzen in der eigenen Sprache — wird jedoch ohne ganz Angabe von Zahlenwerten und ebenfalls nach Sprachgruppen getrennt (ausschließlich graphisch) zusammengefasst.

Eine tabellarische oder grafische Darstellung der Sprachfähigkeiten aller Südtiroler (also ungeachtet ihrer Muttersprache) fehlt ganz.

Ich habe nun beim Astat die entsprechenden Daten angefordert, erhalten und auf die Gesamtbevölkerung umgelegt. Daraus ergibt sich ein viel differenzierteres Bild der Südtiroler Sprachlandschaft, als die wie üblich nach Sprachgruppen getrennte Betrachtung erahnen lässt. Daten über das Leseverständnis liegen mir leider nicht vor, genausowenig wie über die Beherrschung der ladinischen Sprache. Das hier in Folge präsentierte Ergebnis müsste normalerweise einschlagen wie eine Bombe:

Rund 68% der Südtiroler haben keine Schwierigkeiten, gesprochenes Deutsch zu verstehen. Das ist rund 1 Prozentpunkt weniger, als es — laut Volkszählung — Südtiroler deutscher Muttersprache gibt. Darüberhinaus können weitere 16% der Südtiroler Zusammenhänge eines längeren Gesprächs auf Deutsch verstehen. Insgesamt befinden sich 84% der Südtiroler Gesamtbevölkerung in diesem »grünen Bereich«.

Obwohl sich bei der Volkszählung nur 26,5% der Südtiroler der italienischen Sprachgruppe zugehörig erklärt haben, geben 59% (also mehr als doppelt so viele!) an, ohne Schwierigkeiten einem Gespräch auf Italienisch folgen zu können. Betrachtet man den gesamten »grünen Bereich«, schneiden die deutsche und die italienische Sprache sogar gleich gut ab: Bei beiden Sprachen fallen 84% der Bevölkerung in die zwei höheren Kategorien.

Fast doppelt soviele Südtiroler verstehen kaum oder gar kein gesprochenes deutsches Wort (7%), wie solche, die angeben, (fast) kein Italienisch zu verstehen (4%).

Interessant ist nicht zuletzt der Vergleich mit dem deutschen Dialekt (nicht grafisch dargestellt): 13% der Südtiroler können (fast) gar nichts verstehen, wenn sie jemanden auf »Südtiroler Deutsch« sprechen hören. Das sind fast doppelt soviele, wie beim Hochdeutschen (7%). Allerdings geben im Gegenzug nur 7% an, einfache Sätze verstehen zu können, weshalb der sogenannte »grüne Bereich« beim Dialekt mit 80% nur unwesentlich kleiner ist, als im Falle des Hochdeutschen (84%). Die Einwohner Südtirols haben also insgesamt nur unwesentlich größere Schwierigkeiten, den Dialekt zu verstehen, als die Hochsprache.

Nur wenig mehr als die Hälfte der Südtiroler (55%) geben an, sich spontan und flüssig auf Deutsch ausdrücken zu können. Das sind deutlich weniger, als sich 2001 der deutschen Sprachgruppe zugehörig erklärt hatten (über 69%). Umgekehrt sprechen mit 43% der Gesamtbevölkerung wesentlich mehr Südtiroler »perfekt« Italienisch, als die Sprachgruppenzugehörigkeit vermuten ließe.

Alarmierend ist, dass in einem Land mit deutscher Bevölkerungsmehrheit über ein Zehntel der Menschen (fast) gar nicht Deutsch sprechen kann. Das sind fast dreimal soviele, wie jene, die kein Italienisch sprechen.

Was den gesamten »grünen Bereich« betrifft, so ist er bezüglich der Sprechfähigkeit im Deutschen (74%) nur unwesentlich größer als im Italienischen (71%). Anders gesagt: Fast gleich viele Einwohnerinnen Südtirols sprechen gut Italienisch, wie jene, die gut Deutsch sprechen.

Nur knapp die Hälfte der Südtiroler traut sich zu, Texte zu komplexen Sachverhalten auf Deutsch zu schreiben. Das sind rund 20 Prozentpunkte weniger, als die, die Deutsch als ihre Muttersprache bezeichnen. Fast ein Drittel (und somit ca. 6 Prozentpunkte mehr [!], als sich »italienischer Muttersprache« erklärt haben), trauen sich dieselbe Fähigkeit im Italienischen zu. Im »grünen Bereich« der deutschen Sprache befinden sich 77% der Südtirolerinnen, in jenem der italienischen Sprache 71%: Wiederum gibt es in dieser Hinsicht keinen allzu großen Unterschied zwischen den Sprachen. Die Anzahl jener Südtiroler, die kein Deutsch schreiben können, ist um 50% höher, als jene, die kein Italienisch schreiben können.

Das sind die Daten, die man meines Erachtens — anstatt der Sprachgruppen-Zugehörigkeitserklärung — für eine seriöse Sprach- und Kulturpolitik benützen sollte, weil sie ein realeres Bild der Südtiroler Gesellschaft zeichnen. Sie könnten in zahlreichen Bereichen Anlass für eine drastische Kursänderung sein. Dabei gilt zu beachten, dass die neuen Südtiroler (Zuwanderer) in diesen Erhebungen — meines Wissens — gar nicht berücksichtigt wurden.

Die Daten beziehen sich auf das Astat-Sprachbarometer 2004 (Abschnitt 4 – Sprachidentität) und auf die Sprachgruppenerhebung von 2001. Die genauen Fragestellungen und methodologischen Hinweise sind dem Sprachbarometer zu entnehmen; ihre Ausführung würde den Rahmen eines Blogeintrags sprengen.

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