La soluzione non è il modello ladino.
Quotation 509

Negli ultimi anni la scuola italiana [in Sudtirolo] ha fatto enormi progressi. L’immersione, gli scambi, gli aumenti di ore di lezione. Una situazione non paragonabile col passato. Ma, lo dico con sincerità, la soluzione non è il “modello ladino”. Non ora.

Il nostro modello rispecchia la necessità di una intera popolazione. Come ho detto, un ladino non si basta perché la sua è una lingua minoritaria. È naturalmente portato a conoscere i codici degli altri, della maggioranza. Anche per vivere.

dall’intervista col filologo ladino Paul Videsott apparsa oggi sul quotidiano ‘A. Adige’. Videsott è decano della facoltà di scienze formative della LUB ed è stato insignito del ‘Premio scientifico’ 2018 del Sudtirolo.

Vedi anche: [1] [2] [3] [4]

Tagung: Faschismus-Nationalsozialismus.

Am heutigen Donnerstag um 14.30 Uhr beginnt an der Uni Bozen (FUB) eine internationale Tagung der italienischen Gesellschaft für die Zeitgeschichte des deutschen Sprachraums (Società Italiana per la Storia Contemporanea dell’Area di Lingua Tedesca – SISCALT) zum Thema

Ripensare i fascismi
Neue Analysen zu Faschismus und Nationalsozialismus

Das dichte Programm, das sich bis Samstag um 14.00 Uhr erstreckt, kann hier eingesehen werden. Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich und es ist eine Simultanübersetzung (Deutsch-Italienisch und umgekehrt) vorgesehen.

Siehe auch: [1] [2]

FUB: ‘Europa und Terrorismus’ mit Salvini.

Am 5. Oktober findet an der Freien Universität Bozen (FUB) eine Tagung über Rechtsextremismus in Südtirol statt. Sie steht unter der Schirmherrschaft derselben Uni.

Gleichzeitig, vom 4. bis 6. Oktober, findet ebenfalls an der FUB — und im Festsaal der Gemeinde Bozen — eine internationale Studientagung zum Thema Europa und Terrorismus statt, bei der unter anderem der italienische Innenminister Matteo Salvini (Lega) einen Redebeitrag leisten wird. Salvini ist unter anderem mit der französischen Front-National*-Führerin Marine Le Pen befreundet, frequentiert die Spitzen der neofaschistischen CasaPound und ist selbst einer der fremdenfeindlichsten Politikerinnen mit Regierungsverantwortung in Europa.

Die Tagung wird vom Internationalen Institut für Europäische Studien ‘A. Rosmini’ mit Sitz in Bozen organisiert. Mit »freundlicher Unterstützung« der Region Südtirol-Trentino und der Stiftung Südtiroler Sparkasse, unter der Schirmherrschaft der Gemeinde Bozen und der Region. Und in Zusammenarbeit mit der FUB.

Nachtrag: Die Veranstaltung des skurrilen Rosmini-Instituts fand statt, Innenminister Salvini war jedoch nicht zugegen.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5] [6]

*) inzwischen in ‘Rassemblement National’ umbenannt

Tagung: Rechtsextremismus in Südtirol.

Am 5. Oktober findet an der Uni Bozen (FUB) ab 14.00 Uhr eine Tagung zum Thema Rechtsextremismus in Südtirol statt. Es laden die Michael-Gaismair-Gesellschaft (MGG) und die italienische Partisaninnenvereinigung ANPI.

Programm:

  • 14.00 Uhr Begrüßung durch Günther Pallaver (MGG)
  • 14.15 Uhr L’estrema destra in Italia (ANPI)
  • 14.45 Uhr Polarizzazione del voto e posizionamento delle destre in A. Adige (Roberto Farneti, FUB)
  • 15.15 Uhr Diskussion
  • 15.30 Uhr Pause
  • 16.00 Uhr Rechtsextremismus in Österreich (Hanna Lichtenberger, Uni Wien)
  • 16.30 Uhr Die deutschnationalen Burschenschaften und ihre Beziehungen zu Südtirol (Bernhard Weidinger, DÖW)
  • 17.00 Uhr Pause
  • 17.15 Uhr Jugend und Rechtsextremismus in Südtirol (Johannes Kramer*, Uni Wien)
  • 17.45 Uhr Südtirol und der Rechtsextremismus (Leopold Steurer)
  • 18.15 Uhr Abschlussdiskussion

Die Veranstaltung findet in Raum D0.03 statt und steht unter der Schirmherrschaft der FUB.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7]

*) es scheint sich hierbei nicht um Univ.-Prof. Johannes Kramer aus Trier zu handeln, der als Verteidiger der faschistischen Assimilierungspolitik in Südtirol bekannt ist

Abschreckende Anerkennungsbürokratie.
Auch so wirkt die »nationale Logik«

In einem Community-Beitrag beschreibt der grüne Landtagskandidat Pascal Vullo auf Salto unter anderem die Schwierigkeiten mit der Anerkennung von ausländischen Studienabschlüssen in Italien. Obschon mehr als die Hälfte der Südtiroler Studentinnen in Österreich und in Deutschland studierten, wo

gute, renommierte Unis ohne Studiengebühren und gute Arbeitsperspektiven

lockten, sei die anschließende Anerkennung des Abschlusses für den öffentlichen Dienst »oft ein schwer überwindbares Hindernis«. Eine schnelle Anerkennung über die Uni Bozen sei nur in einigen Fachbereichen möglich, für die es Abkommen mit Universitäten in Österreich gibt.

In seinem eigenen Fall (Diplomingenieur der Fachrichtung Umweltschutztechnik an der Universität Stuttgart) müsste er

für eine fachliche Anerkennung eine Uni in Italien finden, die den genau gleichen Lehrplan anbietet und meine Kurse anerkennt. Unmöglich ohne ein halbes Studium nachzuholen inklusive Studiengebühren, Aufnahmelisten etc.

Für die alternative Einzelanerkennung, die für jede Eintragung in Ranglisten oder Teilnahme an öffentlichen Wettbewerben jedes Mal von neuem beantragt werden müsse, beschreibt Vullo folgenden Weg bei gleich zwei Ministerien in Rom:

  • Eine “Dichiarazione di valore” vom italienischen Konsulat in Deutschland
  • beglaubigte Kopien und eine Menge teurer Stempelmarken und Einschreiben

zusätzlich zu Übersetzungen einer vereidigten Übersetzerin. Dass Deutsch in Südtirol gleichgestellte Amtssprache ist, interessiert in Rom wahrscheinlich niemand.

Mehrere Stellen in der öffentlichen Verwaltung habe er in Südtirol inzwischen ausschlagen müssen, so der Landtagskandidat. Sein wenig erstaunliches Urteil lautet unter anderem, dass man so den Nachwuchsmangel in öffentlicher Verwaltung und Gesundheitswesen nicht bekämpfe.

Wenig attraktive Bezüge im öffentliche Sektor, jedenfalls unterhalb der Führungsebenen, helfen da auch nicht weiter.

Sein sizilianischer Vater versuche bereits, ihn zurück nach Deutschland zu locken.

So schrecken wir durch die überbordende italienische Bürokratie und zu niedrige Löhne Einwanderungswillige ab, während Südtirolerinnen problemlos (nicht nur) in den restlichen deutschen Sprachraum abgeworben werden, wo Arbeitskräften oft der rote Teppich ausgerollt wird.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5]

Auf verlorenem Posten.

In einem heute auf Salto erschienenen Beitrag zeichnet Christoph Franceschini nach, wie der PD (Poltronificio Democratico) um Christian Tommasini und Carlo Costa den Eintritt eines fähigen, zweisprachigen Kandidaten italienischer Muttersprache in den neuen Verwaltungsrat der Uni Bozen verhindert habe — um an seiner Statt im Auftrag der Zentralpartei, gegen den Widerstand der Uni selbst, einen einsprachigen neapolitanischen Kandidaten mit zweifelhaftem Profil zu platzieren. Das sind dann dieselben Leute, die bei jeder Gelegenheit von »Plurilinguismo« schwafeln und sich zudem beschweren, dass Italienerinnen in Südtirol bei der Zuweisung öffentlicher Stellen benachteiligt seien. Dabei kann man sich da plastisch vorstellen, wozu ihnen die häufig geforderte Aufweichung des Proporzes vor allem dienen würde.

Es ist genau dieses Verständnis von res publica, das die wissenschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Italiens unterminiert.

unibz: »Regionales« Corporate Design.

unibz

Die Uni Bozen hat sich ein neues, frischeres Corporate Design gegeben, das unter der Studenten und Absolventen der Designfakultät unter der Leitung von Prof. Giorgio Camuffo entwickelt haben. Das neue Erscheinungsbild ist schlicht und fasst Mehrsprachigkeit und regionale Verwurzelung der Bildungsinstitution zusammen. Dazu gehört unter anderem, dass die englische Universitätsbezeichnung Free University of Bozen – Bolzano aus dem Logo verschwindet und fortan durch den ladinischen Schriftzug ersetzt wird, der bislang vor allem von der Brixner Fakultät für Bildungswissenschaften benutzt wurde. Als funktionale Sprache, unter anderem für die Fakultätsbezeichnungen, bleibt die Weltsprache Englisch selbstverständlich erhalten.

Die Aussage ist klar: Mit dem Logo wird eine starke Interaktion mit der Südtiroler Beheimatung der Universität kommuniziert, was keine Alternative zur Internationalität ist, sondern ihre Vorbedingung. Nun käme es darauf an, das Symbolische auch in Substantielles umzusetzen, was in letzter Zeit oft nicht geschehen ist.

Siehe auch: [1] [2]

Il futuro è monolingue?

La nuova campagna pubblicitaria della Libera Università di Bolzano (LUB), esposta alle fermate degli autobus in tutto il Sudtirolo, afferma che «il futuro è trilingue». Apparentemente però la stessa LUB si sta muovendo nella direzione opposta, appiattendosi su quella che abbiamo definito la «lingua franca nazionale», cioè l’italiano. Questo almeno è quel che affermano i rappresentanti degli studenti Armin Unterhauser, Michéle Pardatscher e Barbara Brioni, intervenuti all’inaugurazione dell’anno accademico. A tal proposito Salto.bz scrive:

Per Barbara, infatti, “i corsi non sono perfettamente bilanciati, se fino a qualche anno fa si seguivano corsi per il 60% in inglese, per il 20% in italiano e per il 20% in tedesco, ora non è più così. Gli studenti germanici, per esempio, sottolineano come si ritrovino a sostenere otto o nove esami in italiano e solo tre o quattro in tedesco. Un processo di “italianizzazione” che non danneggia solo i germanici, ma anche gli italiani che hanno meno possibilità di praticare il tedesco”.

La dinamica descritta è interessante anche per capire quale verosimilmente potrebbe essere uno dei problemi di una scuola «plurilingue» nel contesto di uno stato nazionale (come l’Italia). Non a caso la LUB viene spesso citata come un esempio per la scuola pubblica.

Vedi anche: [1] [2]