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Fraser Island ritorna K’gari.

L’isola di sabbia più grande al mondo, patrimonio dell’umanità UNESCO dal 1992 e parte del Great Sandy National Park nell’Australia orientale, ritorna al suo nome originale nella lingua del popolo Butchulla. Lo hanno deciso le autorità a Brisbane in seguito alle richieste della popolazione indigena.

Già nel 2011, accanto al nome di Fraser Island, era stato ufficializzato quello storico di K’gari, che significa «paradiso», mentre nel 2017 la relativa porzione del parco nazionale assumeva la denominazione K’gari (Fraser Island) National Park.

Pochi giorni fa l’annuncio, accompagnato dai festeggiamenti dei Butchulla, del definitivo addio al nome di Fraser e dell’ufficializzazione di K’gari quale unico nome dell’isola e del relativo parco.

Anche in questo, come in molti altri casi simili — tra cui quello illustre di Uluru e Kata Tjuta — l’Australia imbatte la strada della riconciliazione, rinunciando a una toponomastica falsa e imbarazzante.

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Der Zwang zu guten Argumenten.
Quotation 668

In der ehemaligen DDR wurden weit mehr Lebensbereiche vom Staat geregelt als in der BRD. Dazu passt, dass in der DDR Impfpflicht herrschte. Rund 20 verschiedene Schutzimpfungen waren dort bei Kindern vorgeschrieben. Eltern, die sich verweigerten — ja, auch das gab es — wurden zum Belehrungsgespräch mit dem Hygienearzt des Bezirks zitiert — wer stur blieb, erhielt eine Vorladung ins Gesundheitsministerium in der Hauptstadt.

In der Bundesrepublik setzte man fast durchgehend auf Aufklärung statt auf Zwang. Nur die Pockenimpfung war verpflichtend (bis 1976), alle anderen Impfungen waren freiwillig. Damit zwingt der Staat sich selbst, für alle seine Bürgerinnen und Bürger gute Argumente zu finden, warum sie sich beziehungsweise ihre Kinder impfen lassen sollten.

aus dem Impfbuch für alle von Robert-Koch-Institut und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, mit Beiträgen von Dr. med. Eckart von Hirschhausen. Hervorhebung von mir.

Das Impfbuch für alle ist in Deutschland niederschwellig (etwa in den Apotheken) erhältlich.

Kostenlos, damit auch alle die Chance haben, es zu lesen. Mit einem guten Begleitangebot digital, damit es auch alle finden.

— aus dem Vorwort

Online ist das rund 80 Seiten umfassende, kurzweilige Buch als PDF auf Deutsch, Arabisch, Englisch, Russisch und Türkisch erhältlich, zudem als Hörbuch. Ferner kann man auf der Webseite kostenfrei eine gedruckte Ausgabe bestellen.

Wiewohl es auch hier bei uns Informationen zur Impfung gibt, fehlt ein vergleichbares Angebot. Lieber setzt man auf Diskriminierung und den autoritären Charme des Militärs.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/

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7 Tage vs. 7 Jahre.
Steuerrückzahlungen nördlich und südlich des Brenners

2013 habe ich meine letzte Steuererklärung in Österreich (selber, kostenfrei, online in 15 Minuten) gemacht. Glücklicherweise ergab sich ein für meine Verhältnisse beträchtliches Steuerguthaben, dessen Auszahlung ich sogleich online beantragt habe. Innerhalb einer Woche war das Geld auf meinem Konto.

Seit 2014 mache ich meine Erklärungen – mit ungleich größerem Aufwand – in Italien. Zumindest gab es einen erfreulichen Einstand. Auch meine erste Steuererklärung im Stiefelstaat wies ein Guthaben aus. Vor lauter Freude habe ich die Auszahlung beantragt und mir vorgenommen, mit dem Geld gut Essen zu gehen.

Vor wenigen Tagen (wir schreiben mittlerweile Juni 2021) klingelte der Briefträger und übergab mir ein einsprachig italienisches Schreiben mit einem Scheck über den Betrag meines Steuerguthabens aus dem Jahr 2014, den ich wiederum bei der Post einlösen kann.

*Schwärzungen von mir

Ich wiederhole das jetzt noch einmal, damit man die Monstrosität dieser Prozedur voll und ganz genießen kann: Die Post bringt mir ein einsprachiges amtliches Schreiben mit einem Scheck, mit dem ich zur Post gehen muss, um mir im Juni 2021 eine Steuerrückzahlung auszahlen zu lassen, die mir 2014 zugesprochen wurde.

Mahlzeit!

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/

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Reisepass: Māori first.
Aotearoa/Neuseeland

Der neuseeländische Reisepass wird einer sicherheitstechnischen — und damit einhergehend einer sprachlichen — Überarbeitung unterzogen. Wie das Te Tari Taiwhenua Department of Internal Affairs von Aotearoa mitteilt, wird der neue Reisepass nicht nur fälschungssicherer gemacht, sondern auch eine deutliche Aufwertung der Landessprache Māori mit sich bringen.

Datenseite des neuen neuseeländischen Reisepasses

Im gesamten Dokument wird die Minderheitensprache nicht nur gleichwertig mit Englisch angeführt, sondern — dem Prinzip der positiven Diskriminierung folgend — sogar erstgereiht sein, wie auch den bereits in Umlauf gebrachten Bildern zu entnehmen ist. Dies obschon (oder gerade weil) rund 95% der Bevölkerung von Neuseeland Englisch und etwa 4% Māori sprechen.

Zum Vergleich: Im italienischen Reisepass sind Minderheitensprachen, sofern sie nicht gleichzeitig Amtssprachen eines EU-Landes sind, gar kein Thema.

Datenseite des italienischen Reisepasses (Quelle: Italienische Staatsdruckerei)

Die Datenseite etwa ist auf Italienisch, Englisch und Französisch gehalten. Auf Seite 6 gibt es ein Glossar mit Übersetzungen aller Begriffe in die Amtssprachen der Europäischen Union.

Friaulisch, Sardisch, Ladinisch, Okzitanisch und andere kommen in dem Dokument gar nicht vor, geschweige denn in gleicher Größe oder gar erstgereiht.

Vorderseite des neuen neuseeländischen Reisepasses

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Zweisprachige Sitzungen, wie geht das?
Beispiel Kanada

Beim Office of the Commissioner of Official Languages von Kanada ist ein Leitfaden mit einfachen, aber effektiven Empfehlungen für die Abhaltung zweisprachiger Meetings erhältlich. Ich bin der Meinung, dass diese Ratschläge auch für Südtirol von Interesse sind und — obwohl für öffentliche Verwaltungen gedacht — auch auf Private oder etwa auf die Sitzungen von Gemeinde- und Stadtviertelräten anwendbar wären.

Den Inhalt habe ich hier in die deutsche Sprache übertragen.

Der föderale öffentliche Dienst ist zweisprachig

In Gebieten, die in Bezug auf die Arbeitssprachen als zweisprachig ausgewiesen wurden, haben die Angestellten das Recht, in der offiziellen Sprache ihrer Wahl zu arbeiten und geleitet zu werden. Dies schließt die Sitzungen, an denen sie teilnehmen, mit ein.

Gute Praktiken zur Abhaltung einer zweisprachigen Sitzung mit Angestellten, die unterschiedliche Zweisprachigkeitsniveaus besitzen
  • Die Person, die die Sitzung leitet, beherrscht beide offiziellen Sprachen und achtet darauf, dass alle Angestellten voll und in der Sprache ihrer Wahl am Meeting teilnehmen können. Sie stellt sicher, dass die Sitzungen vom Anfang bis zum Ende in beiden offiziellen Sprachen durchgeführt werden.
  • Die oder der Vorsitzende des Meetings weist in beiden offiziellen Sprachen von Beginn an darauf hin, dass es den Teilnehmenden freisteht, sich in der offiziellen Sprache ihrer Wahl auszudrücken.
  • Die oder der Schriftführende beherrscht beide offiziellen Sprachen und die Wortmeldungen in jeder der offiziellen Sprachen werden im Sitzungsprotokoll wiedergegeben.
  • Die Einberufung, die Tagesordnung, die Unterlagen und die Besprechungsprotokolle werden in beiden offiziellen Sprachen zeitgleich verteilt.
  • Keine weiteren Schritte sind nötig, da im Prinzip sämtliche Teilnehmenden entweder beide offiziellen Sprachen sprechen oder passiv zweisprachig sind.
Gute Praktiken zur Abhaltung einer zweisprachigen Sitzung mit Angestellten, die unterschiedliche Zweisprachigkeitsniveaus besitzen und solchen, die einsprachig sind

Zusätzlich zu den bereits beschriebenen Schritten: Die oder der Vorsitzende muss die wichtigsten Punkte jeder Wortmeldung für die Sprecherinnen der jeweils anderen Sprache zusammenfassen. Diese Vorgehensweise verlangsamt die Sitzung etwas, unterstützt jedoch die gegenseitige Verständigung außerordentlich. Es ist daher wichtig, dass vom Vorsitz die nötige Zeit eingeplant wird.

Vorteile zweisprachiger Sitzungen
  • Maximieren die Teilnahme sämtlicher Angestellten, da der Großteil in der offiziellen Sprache seiner Wahl produktiver ist.
  • Unterstützen die Beibehaltung der Kompetenzen der Angestellten in der Zweitsprache, da sie beiden offiziellen Sprachen ausgesetzt werden.
  • Sind ein Zeichen des Respekts gegenüber den anwesenden Personen.
Andere Beispiele guter Praktiken
  • Sprachwärter/innen: Im Rahmen einer zweisprachigen Sitzung teilt die oder der Vorsitzende einer Person die Rolle zu, die Ausgewogenheit im Gebrauch der beiden offiziellen Sprachen zu beobachten und sie/ihn darauf hinzuweisen, sobald das Gleichgewicht missachtet wird, damit sie/er es wiederherstellen kann.
  • Den Ablauf der zweisprachigen Sitzung erklären: Als Vorsitzende/r darauf hinweisen, dass die Wortmeldungen der einen und der anderen für die gegenseitige Verständigung in der anderen Sprache zusammengefasst werden. Um dies zu tun, muss die Sitzung ab und an unterbrochen werden.
  • Vertrauen schenken: Als Teilnehmende/r darauf vertrauen, dass die oder der Vorsitzende die eigenen Wortmeldungen gut zusammenfassen wird.
  • Niemals aufgeben: Durch die Praxis wird man besser. Geduld und Wille zu experimentieren sind essentiell. Anfängliche Widerstände sind normal.
  • Eine gute Führung ist entscheidend: Die Führung durch den Vorsitz und durch jede/n Sitzungsteilnehmende/n sind sind genauso wichtig wie die Führung durch Vorgesetzte und Manager/innen auf allen Ebenen.
HINWEISE
  • Rechte der Angestellten versus Pflichten der Supervisor/innen: Das Recht der Angestellten, in Gebieten, die in Bezug auf die Arbeitssprachen als zweisprachig ausgewiesen wurden, in der offiziellen Sprache ihrer Wahl zu arbeiten, schafft für Führungskräfte die Verpflichtung, ihre Angestellten in der offiziellen Sprache ihrer Wahl zu leiten und hat Vorrang gegenüber den Sprachrechten der Führungskräfte.
  • Ganzheitlicher Ansatz bezüglich der Arbeitssprache: Zweisprachige Sitzungen sind nur eines der Elemente, die von Teil 5 des Gesetzes über die offiziellen Sprachen abgedeckt werden. Teil 5 muss in seiner Gesamtheit umgesetzt werden.
  • Dienste an der Öffentlichkeit versus Arbeitssprache: Das Recht der Öffentlichkeit, in der offiziellen Sprache ihrer Wahl bedient zu werden, hat gegenüber dem Recht der Angestellten, in der offiziellen Sprache ihrer Wahl zu arbeiten, Vorrang. Wann immer Teil 4 und Teil 5 des Gesetzes über die offiziellen Sprachen in Konflikt geraten, hat Teil 4 Vorrang.

Übersetzung aus dem Englischen/Französischen und Anpassungen von mir.

Auch in Südtirol hätten öffentliche Angestellte und Mitarbeiterinnen von Konzessionsunternehmen laut Autonomiestatut (DFB: DPR 574/88, Artikel 11) theoretisch das Recht, in der offiziellen Sprache ihrer Wahl zu arbeiten. Leider wird dem wenig Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl ja der (sprachliche) Alltag vieler Menschen von ihrer Arbeit bestimmt wird.

Vielleicht kann der hier wiedergegebene Leitfaden ein Anstoß für diesbezügliche Verbesserungen sein.

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Sprachbeharrung.

Linguistic Assertiveness for Minority Language Speakers — kurz Listen — ist ein von der EU im Rahmen von Erasmus+ gefördertes Projekt, das das Sprachbewusstsein von Sprachminderheiten stärken soll. Insbesondere sollen dabei Sprecherinnen von kooffiziellen, gefährdeten, indigenen, regionalen oder Minderheitensprachen Strategien erlernen, um freundlich aber bestimmt auf ihrer Sprache zu beharren. Die Tendenz, unter gewissen Umständen und in bestimmten Settings vorauseilend die Sprache zu wechseln — etwa wenn das Gegenüber oder auch nur anwesende Dritte die nationale Mehrheitssprache sprechen — wird als »Unterwürfigkeit« (submissiveness) und »Selbstzensur« bezeichnet, die der Minderheitensprache schaden. Da es sich dabei jedoch um Gewohnheiten und erlernte Verhaltensweisen handelt, könne man sie auch wieder ablegen.

Erprobt wird die bewusste Vermittlung des Strategiewechsels derzeit in Gebieten mit so unterschiedlichen Voraussetzungen wie Cymru/Wales (Walisisch), Fryslân (Friesisch), Irland (Irisch) und Rumänien (Ungarisch).

Einige Zitate, die von den Projektbetreiberinnen auf Facebook und Twitter veröffentlicht wurden, geben Aufschluss darüber, was man unter Sprachbeharrung, wie ich den Begriff der linguistic assertiveness unwissenschaftlich übersetzt habe, verstehen kann:

…wenn ich ein Treffen im Gebiet der Samen oder mit Regierungsvertreterinnen habe, erwarte ich, dass sie Übersetzerinnen dabei haben. Wenn nicht müssen sie ein anderes Mal wiederkommen.

Ich starte Konversationen immer in meiner eigenen Sprache und glaube, dass es in der Verantwortung der Gegenseite ist, mich zu informieren, wenn sie mich nicht versteht.

Ich fahre auch in meiner Sprache fort, wenn ich weiß, dass sie mich verstehen, auch wenn sie mir in einer anderen Sprache antworten.

Von mir übersetzt.

Interessant ist übrigens auch, dass neben den Universitäten von València und Transsilvanien (Siebenbürgen) sowie unterschiedlichen Sprachförderungsvereinen der betroffenen Minderheitenregionen auch das staatliche italienische Forschungsinstitut CNR an dem Projekt beteiligt ist. Trotzdem wurde offenbar keine Minderheit auf italienischem Staatsgebiet konkret in das Projekt eingebunden.

Auch hier in Südtirol ist ja bekannt, dass Menschen beim geringsten Widerstand — oder selbst um einem potenziellen Widerstand aus dem Weg zu gehen — ins Italienische wechseln.

Eine gewisse »Beharrlichkeit« habe ich mir schon vor Jahren angeeignet und damit fast nur positive Erfahrungen gemacht. Gerade in Umgebungen, wo man Deutschkenntnisse weniger vermutet, trifft man oftmals auf unerwartet offene Reaktionen und wird in den meisten Fällen zumindest verstanden. Andernfalls hat man durch die deutsche Anrede wenigstens die Erwartung deponiert, in dieser Sprache kommunizieren zu können. Am Anfang gilt es natürlich ein gewisses Unbehagen zu überwinden, wie auch in der Projektbeschreibung von Listen nachzulesen ist. Dann aber geht es fast von allein. Zugewanderten aus Italien oder dem nicht deutschsprachigen Ausland wird damit auch vermittelt, dass die deutsche Sprache hierzulande nicht entbehrlich, ja fast vernachlässigbar ist. Es kann für einige vielleicht sogar der fehlende Ansporn sein, sie zu erlernen — und bietet ihnen dann die Möglichkeit, sie zu praktizieren. Wenn wir hingegen all unsere Energie darauf verschwenden, Anderssprachige möglichst wenig in Kontakt mit der deutschen oder der ladinischen Sprache kommen zu lassen, schließen wir diese Menschen aus und tragen gleichzeitig — bewusst oder unbewusst — zur Sprachverdrängung bei.

Wenn wir sprachbeharrend sind, tun wir im Grunde nichts anderes, als Sprecherinnen der staatsweiten Mehrheitssprache ohnehin und auf völlig natürliche Weise tun.

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Català947, nuovo portale linguistico.

A fine marzo la Direcció General de Política Lingüística della Generalitat de Catalunya ha reso disponibile #català947, un portale dedicato alla situazione della lingua catalana in ciascuno dei 947 comuni della Catalogna, oltre a quella della lingua occitana nei nove comuni della Val d’Aran.

Tramite un’unica interfaccia è possibile cercare e filtrare tutte le informazioni e i dati statistici disponibili a livello comunale, per Comarca o Ambito territoriale. Ad ogni realtà corrisponde una sorta di perizia linguistica aggregata da un algoritmo, di 20-30 pagine, scaricabile e completa di analisi demografica e grafici illustrativi.

Si tratta, ovviamente, di uno strumento molto potente per poter calibrare le misure di politica linguistica sulla situazione reale nelle varie località catalane. Inoltre, #català947 offre un’ottima sintesi dei dati disponibili ad uso di cittadini, associazioni, ricercatori e tutte le altre persone interessate alla situazione linguistica della Catalogna.

In Sudtirolo non solo non esiste uno strumento paragonabile, ma c’è anche carenza di dati sulla situazione delle lingue tedesca e ladina. Solo dal 2004 l’istituto di statistica sudtirolese (Astat) pubblica un barometro linguistico, a cadenza decennale e senza informazioni dettagliate a livello comunale.

Inoltre, l’adozione di uno strumento come quello catalano consumerebbe memoria — e come sappiamo, ultimamente il Governo sudtirolese ritiene di doverlo risparmiare anche a scapito delle lingue.

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Europarat empfiehlt València Immersion.
Mehrsprachige Schule wird kritisiert

Am 31. März hat der Europarat einen Bericht seines einschlägigen Expertinnenenkomitees über die Umsetzung der Charta der Regional- oder Minderheitensprachen in Spanien veröffentlicht. Konkret wurde überprüft, inwieweit die vom Komitee im Rahmen der fünften periodischen Evaluation empfohlenen Maßnahmen bereits in die Tat umgesetzt wurden.

Der Region València (País Valencià) wurde dabei — nicht zum ersten Mal — der Immersionsunterricht in valencianischer Sprache, einer Variante des Katalanischen, empfohlen. Gemeint ist (wie hier beschrieben) nicht etwa eine mehrsprachige Schule, sondern ein Schulmodell in der Minderheitensprache.

Ein mehrsprachiges Modell, das die valencianische Regierung vorantreiben will, wird in dem Bericht sogar ausdrücklich kritisiert, weil es die valencianische Sprache schwächen würde: es sieht jeweils mindestens 25% Unterrichtszeit auf Valencianisch/Katalanisch, 15% auf Englisch und 25% auf Kastilisch (Spanisch) vor. Dieses Verhältnis, bei dem die Minderheitensprache auf maximal 60% begrenzt wird, verhindere den Immersionsunterricht, so das Expertinnenkomitee.

Schon vor Jahren hatte der Europarat das Modell von Katalonien — eine weitgehend katalanische Schule für alle — zur Best Practice erklärt. Doch selbst dieses Modell scheint den Fortbestand der Minderheitensprache im spanischen Nationalstaat nicht langfristig sicherzustellen.

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