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Reise in die Unabhängigkeit.

Ein Artikel der Madrider Tageszeitung El Paí­s.

Ein Teil der katalanischen Bevölkerung hat während der letzten vier Jahre einen Neuanfang beschlossen. 24,6% der Bürgerinnen haben eine Reise in Richtung Unabhängigkeit begonnen, die sich von den identitären Motiven entfernt, auf welchen sie traditionell beruhte. Doch sie haben kein einheitliches Profil, das eine eindeutige Definition gestatten würde. Im Gegenteil: Dieses Phänomen betrifft so unterschiedliche Reisegefährten wie enttäuschte Föderalisten, von der langjährigen Verhandlungspolitik verdrossene Wähler der liberalen CiU, junge Empörte, überzeugte Republikaner oder gar Zuwanderer, die der spanischen Migrationspolitik überdrüssig sind. Das Bindeglied ist ein Strom der Hoffnung, der von einem gemeinsamen Projekt genährt wird. Denn eher als ein Endpunkt ist diese Reise, den Aussagen der Reisenden zufolge, der Beginn von etwas Neuem.

Der Wandel dieser Menschen zu Unabhängigkeitsbefürwortern hat die sezessionistische Option von 20%, die sie 2010 unterstützten, auf 45,2% ansteigen lassen, wie das Meinungsforschungsinstitut (CEO) der katalanischen Staatsverwaltung (Generalitat) zuletzt feststellte; auf 47% laut der letzten Umfrage von Metroscopia vom 9. Juli; und auf 40% gemäß Daten des CIS vom Mai 2013. Die Protagonisten dieses Umschwungs sind der Schlüssel zu einem historischen Kapitel über die Beziehungen zwischen Katalonien und Spanien.

Die Ursachen für diese Bekehrung, die rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte durchgemacht haben, sind höchst unterschiedlich. Doch die rund 20 für diese Reportage Befragten (eine Hausfrau, ein Historiker, zwei spanische Zuwanderer, zwei Politiker, ein ehemaliger Verfassungsrichter…) verweisen stets auf den Vertrauensverlust spanischer Institutionen und auf das Urteil des Verfassungsgerichts von 2010 über das katalanische Autonomiestatut (das 14 Artikel außer Kraft setzte und den Begriff »Nation« in der Präambel für »juristisch wirkungslos« erklärte).

So erlebt es zum Beispiel Vicente Rodrà­guez. Vor 63 Jahren in Mansilla de las Mulas (León, Mittelspanien) geboren, lebt er seit 40 Jahren in Katalonien und befürwortet die Sezession. Er sitzt auf einer Terrasse im Stadtviertel Sants (Barcelona) und erzählt, dass es seiner Familie im Heimatdorf schwerfällt, ihn zu verstehen. Er werde weder auf seine Wurzeln noch auf seine [spanische] Sprache verzichten, doch »es gibt keinen Weg zurück«, so sagt er. Vor einiger Zeit glaubte er an ein föderales Spanien — jetzt nicht mehr. »Das Fass zum Überlaufen brachte das mit dem Autonomiestatut«, erklärt er. Er glaubt, das System sei am Ende und »das Spiel ausgespielt«. »Mit der Unabhängigkeit können wir dazu beitragen, ein neues Land zu bauen, eine Verfassung zu schreiben und [vollständige] Kontrolle über Grundpfeiler wie die Bildung erlangen.«

Dieser »praktische Unabhängigkeitswille«, wie ihn der Dozent für Zeitgeschichte Borja de Riquer bezeichnet — ein alter Föderalist, der sich heute der Sezessionsbewegung angenähert hat — kanalisiert die allgemeine Empörung, die, zum Teil aufgrund der Krise, ganz Spanien betrifft. Er hat im Enthusiasmus und in der Positivität des Sezessionsdiskurses (»Hoffnung«, »Veränderung«, »Entscheidungsrecht«, »Neubeginn«…) eine hoffnungsstiftende Alternative gefunden. Die Unabhängigkeitsperspektive »ist aufmunternd«, wie der Politologe Joan Subirats bemerkt. Und genau in diesem Freiraum befindet sich ein Großteil der neuen Unabhängigkeitsbefürworter.

Die Erhebungen des Centre d’Estudis d’Opinió, einer Agentur der Generalitat, zeigen die großen Unterschiede, die zwischen den historischen Sezessionisten und denen der letzten Jahre bestehen. Die, die erst kürzlich dazugestoßen sind, sind älter (ein Drittel ist zwischen 50 und 64 Jahre alt); es sind mehr Frauen als Männer; nur 24% davon verorten sich selbst im Katalanismus, während es bei den alten Sezessionisten rund 55% sind; nur 40% fühlen sich nur katalanisch und nicht auch spanisch, während dies bei den traditionellen Unabhängigkeitsbefürwortern 76% waren; mit 10% sind auch mehr Menschen dabei, die außerhalb Kataloniens geboren sind. In sprachlicher Hinsicht sprachen in ihrer Kindheit 31% der neuen Unabhängigkeitsbewegten zu Hause Spanisch, bei den alten nur 8,9%.

In einer zweiwöchigen Reise auf der Suche nach Erklärungen für diesen Umschwung war es leicht, eine überwältigende positive Strömung auszumachen, die fast alle Gesellschaftsschichten erreicht hat. Der öffentliche Raum wurde von einer starken mediatischen Debatte eingenommen. Es mangelt an Selbstkritik und man teilt ein Klima von Optimismus und Verwegenheit. Oder »Enthusiasmus«, wie es in seiner Chronik der Journalist Manuel Chaves Nogales nannte, der 1936 von der Befreiung und Ankunft des katalanischen Präsidenten Lluà­s Companys berichtete. Wenn man heute sein ¿Qué pasa en Cataluña? (Was ist in Katalonien los?) liest und davon absieht, dass es Ende der 1930er Jahre geschrieben wurde, findet man überraschende Übereinstimmungen mit unserer Zeit. Damals setzte der Chronist darauf, dass sich nichts ändern würde. Heute kann es niemand eindeutig vorhersagen.

Der Ausgangspunkt dieser Entwicklung, das neue Autonomiestatut, war laut allen Befragten eine Norm, die seit ihrer Niederschrift dazu angetan war, das Verhältnis zwischen Katalonien und Spanien durch mehr Autonomie zu verbessern. Doch am Ende erreichte sie das Gegenteil. Seit der Annahme des neuen Statuts durch das katalanische Parlament am 30. September 2005, seiner Bestätigung in einem Referendum (73,9% Zustimmung bei 49,4% Beteiligung) bis zum Verfassungsgerichtsurteil fast fünf Jahre später verschlechterten sich die Beziehungen.

Carles Viver Pi-Sunyer erlebte jenen Prozess aus der Nähe. Wenige repräsentieren diese Reise zur Sezession besser als er. Als sehr gewissenhafter Mann des Gesetzes war er neun Jahre lang Verfassungsrichter und von 1998 bis 2001 Vizepräsident des VGs. Nach jener Zeit war er Mitglied des Teams, das das neue Autonomiestatut verfasste — mit dem Auftrag, die Verfassungskonformität zu garantieren. Mit dem Urteil war er überhaupt nicht einverstanden. Heute steht er dem Consell Assessor per a la Transició Nacional (CATN) vor, dem Organismus, der die Generalitat zu praktischen Fragen der Unabhängigkeit berät. Seiner Meinung nach ist das die einzige Lösung. »2005 wollten wir sehen, ob in der spanischen Verfassung Platz für eine Autonomiereform ist, die der Generalitat mehr politische Möglichkeiten, eine bessere Finanzierung und nationale Anerkennung zugesteht«, erklärt er. »Doch so wie es der Staat interpretiert, haben die Wünsche einer Mehrheit von Katalanen keinen Platz«.

Laut dem letzten Meinungsbarometer des Centre d’Estudis d’Opinió würden sich 57,6% in einer Volksabstimmung für einen eigenen Staat aussprechen; davon würden 81,8% auch der zweiten Frage, ob dieser Staat unabhängig sein soll, ihre Zustimmung geben. Doch wenn man noch eine föderale Option in die Befragung einschließen würde, so zeigt es eine Umfrage von Metroscopia für El Paí­s, würde dieser dritte Weg (38%) die Unabhängigkeit (31%) überflügeln. Das ist genau der Weg, den die katalanischen Unternehmer fordern. Doch laut dem CEO glauben 64,7% nicht, dass der Staat etwas Akzeptables anbieten wird.

Ebenso unwahrscheinlich findet es der Historiker Borja de Riquer. In seinem Haus in Valldoreix (15km von Barcelona entfernt) bietet er uns eine Analyse dieser neuen Strömung, deren Neuheit, wie er behauptet, im »Optimismus« und im Willen liegt, »einen souveränen Staat zu gründen, ohne Nationalist sein zu müssen«. Außer auf die föderalistisch eingestellte Basis des sozialistischen PSC, »die das Warten satt hat«, weist er auf eine Generation 20- bis 30-Jähriger hin, die nie gewählt hatten und jetzt von der Unabhängigkeit angespornt wurden. »Menschen unter 40 können von der Geschichte absehen, von Dingen wie den Verdiensten des Königs im Putschversuch von 1981«, argumentiert er. »Sie denken an die Zukunft. Sie sind beruflich verzweifelt und kanalisieren ihre Frustration in eine hoffnungsvolle Perspektive«. Daher der Erfolg neuer Projekte wie jenes der CUP, einer sezessionistischen und partizipativen Bewegung, die den Erfolg von Podemos [bei der EU-Wahl] im restlichen Spanien vorwegnahm.

Unter den neuen Unabhängigkeitsbefürwortern gibt es auch Arbeiter und Mitglieder der großen Gewerkschaften — die wichtigsten spanischen Gewerkschaften UGT und CC OO unterstützen in Katalonien die Durchführung des Referendums. Außerdem sind überzeugte Republikaner darunter, die ihre Überzeugungen nach dem Rücktritt von König Juan Carlos wiederbelebt haben. Santi Medina, ehemaliger Arbeiter der mythenbehafteten Pegaso sowie Historiker der Gewerkschaft CC OO, wurde in Cuenca (Region Kastilien-La Mancha) geboren und kam 1956 nach Katalonien. Obschon er weder an den Missbrauch katalanischer Ausgleichszahlungen durch Spanien glaubt, noch an identitäre Motive, würde er heute für die Unabhängigkeit stimmen. »Ich bin Republikaner und es wäre eine Form, die spanische Monarchie zu schwächen und die Staatsstruktur zu ändern«, sagt er. »Ich weiß, dass uns nicht das Paradies auf Erden bevorsteht und dass es am Anfang keine wirtschaftliche Besserung geben wird, doch es gäbe einen sozialen Wandel, der die Gesellschaft öffnen würde. Ein kleines Land wird näher an der Bevölkerung sein und die Streitkultur fördern«.

Doch die Wirtschaft zählt natürlich auch. Der stärkste Zuwachs unter den Sezessionisten wurde, wie Umfragen bestätigen, seit Feber 2012 verzeichnet. Ein katalanischer Soziologe erinnert daran, dass dieser Umschwung auf den Wahlsieg des PP bei den Kongresswahlen im November 2011, auf die Ablehnung eines Fiskalpakts zwischen Staat und Katalonien (im September) und auf den Höhepunkt der Kürzungen sowie auf die schlimmsten Auswirkungen der Krise folgte. »Die Auffassung eines Teiles der Bevölkerung ist, dass für die kommende Legislatur von der Zentralregierung nichts zu erwarten ist, weshalb man radikale Alternativen suchen muss«, erklärt er.

Vielleicht konnten die Sezessionisten deshalb in vielen Arbeitervierteln der Metropolregion Barcelona, wie Cornellá, El Prat, Molins de Rey und Hospitalet enorm zulegen, wie die letzten Wahlergebnisse beweisen. Dies trifft sogar auf die ehemaligen Hauptstädte der Textilindustrie Terrassa und Sabadell zu. In Sabadell wurde bei den Europawahlen die [linkssezessionistische] ERC, die nicht einmal im Gemeinderat vertreten ist, zur stärksten Partei vor dem dort regierenden PSC. Dies zeigt auch, dass das »Entscheidungsrecht« [also die Selbstbestimmung] »nicht verhandelbar« ist, wie Manola Estepa Parra, 82 Jahre alt, in ihrem Wohnzimmer in einer Arbeiterkolonie versichert. Ihr ganzes Leben lang war sie freiwillige Arbeiterin, kam mit 24 aus einem kleinen Dorf bei Fuente Obejuna (Region Andalusien) nach Katalonien und hat zuletzt die CUP gewählt. Sie spricht kein Katalanisch. Doch sie ist fest vom »Entscheidungsrecht« überzeugt. Etwas, wogegen nur noch zwei Parteien (PP und Ciutadans) opponieren.

Der PSC war bis vor wenigen Wochen [nach anfänglicher Zustimmung] auch dagegen. Unter anderem deshalb trat Ernest Maragall, historisches PSC-Mitglied, ehemaliger katalanischer Bildungsminister sowie Bruder des einstigen katalanischen Präsidenten Pasqual Maragall (PSC), im Oktober 2012 aus der Partei aus. Dann gründete er die Neue Katalanische Linke, die bei den Europawahlen ein Bündnis mit ERC einging und somit klaffende Wunden im PSC offenlegte. Auf der Terrasse der Fundació Catalunya Europa weist er die Betitelung »Bekehrter« zurück. Er sei genau dort, wo er bereits war, als 2005 der neue Autonomieentwurf an den Staat geschickt wurde, versichert er uns. Was sich geändert hat, seien die Umstände. »All dies wurde vom Autonomiestatut freigesetzt. Doch ohne tiefere Gründe, vorhergehende Befindlichkeiten, historische Motive, die sprachliche und kulturelle Realität, wäre all dies nur ein vorübergehender politischer Kampf«, sagt er. Wir fragen Maragall, wieviele von denen, die nach der Urteilsverkündung auf die Straße gingen, seiner Meinung nach das Verfassungsgerichtsurteil oder den Autonomieentwurf gelesen hatten. »Die Leute wissen, dass das Statut zurückgewiesen wurde und dass das Verfassungsgericht es nicht anerkannte«, antwortet er. »Das ist ein korrektes Bewusstsein, das einer Realität entspricht, die vielleicht nur von Akademikern näher studiert wurde, die aber von allen geteilt wird. Die Leute werden auch von Intuitionen geleitet«.

So etwas geschieht dem 30jährigen Santi Codina, einem ehemaligen PP-Wähler. Bis vor kurzem hatte er die spanische Flagge auf seinem Balkon in Rubà­. Jetzt hängt er die Unabhängigkeitsflagge raus. Wie er hätten sich 90% seiner Familie während der letzten Jahre zu Unabhängigkeitsbefürwortern gewandelt, sagt er. Er führt es auf die Handlungsweise der letzten spanischen Regierungen, auf Korruption und auf die Skandale der Monarchie zurück. Er gibt gerne zu, dass er sich auf Wahrnehmungen stützt. »Ich glaube nicht, dass die Unabhängigkeit ein Allheilmittel ist, doch es kommen viele Gründe zusammen: politische Kommentare über Katalonien, die Missachtung der katalanischen Sprache, die Finanzierung… warum haben die Basken ein Finanzierungsmodell, das wir nicht haben können? Warum wurden der Hafen und der mediterrane Bahnkorridor nicht gestärkt? Und das mit Schottland war wirklich zuviel — du siehst wie ein fortschrittliches Land ganz normal abstimmen darf…”, sagt er.

Das schottische Beispiel unterscheidet sich vom katalanischen genau durch den Aspekt des Optimismus und der Hoffnung. Doch während in Spanien auf Gesetze und auf die Verfassung verwiesen wird, um Sezessionsgelüste in Zaum zu halten, zielen die Argumente von David Cameron im Vereinigten Königreich darauf ab, die Unabhängigkeitsbefürworter von den Vorteilen der Union zu überzeugen.

Die »Untätigkeit der Zentralregierung« oder die »Ausschöpfung des Dialogs« sind einige der Gründe, die die Mitglieder von Súmate nennen, einer Vereinigung spanischsprechender Unabhängigkeitsbefürworter, die ursprünglich aus anderen Provinzen Spaniens stammen. Sie haben den Prozess mit ihrer Haltung revolutioniert, fast alle Parteien suchen ihre Nähe. Ihr Präsident, Eduardo Reyes — ein Pensionist aus Cordoba, der im Alter von 9 Jahren nach Katalonien kam —, versichert, dass er 21 Kilogramm verloren hat, seit er für Súmate kreuz und quer durch Katalonien reist. »Ich kann nicht für das restliche Spanien kämpfen und Spanien wird sich nicht verändern. Deshalb mache ich es dort, wo ich Wurzeln geschlagen habe. Ich glaube, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als die Unabhängigkeit. Wir müssen die Politiker austauschen, die Verfassung und die Staatsstruktur. Wir sind so oft nach Madrid gefahren, um Reformen anzumahnen, es gibt keine weitere Möglichkeit mehr. Ich traue denen nicht mehr«, sagt er. »Das beste Unterfangen ist der Aufbau eines neuen Staates, nicht die Reform des bestehenden«.

Die Möglichkeit, an diesem »Aufbau« teilzuhaben, macht auch einigen der 1,2 Millionen ausländischer Bürger Hoffnung, die mit Aufenthaltsgenehmigung in Katalonien leben. Denn 4,7% der neuen Unabhängigkeitsbefürworter sind nicht in Spanien geboren. Die Uruguayanerin Ana Surra (61) hat soeben Sí, amb nosaltres (Ja, mit uns) gegründet, einen Verein wie Súmate für Ausländer in Katalonien. Sie ist seit elf Jahren hier und all ihre Erfahrungen mit staatlichen Immigrationsgesetzen »waren desaströs«. »Sie haben uns wie Vieh behandelt. Als unser Beitrag zur Sozialfürsorge von Vorteil schien, hat man uns Aufenthaltsgenehmigungen erteilt. Dann wieder schickten sie uns zurück in unser Land«. Unter anderem vom wachsenden Optimismus angetrieben glaubt sie, dass dies im neuen Katalonien nicht passieren wird, »denn hier wurde vom ersten Tag an auf das Zusammenleben gesetzt«.

Doch es ist unmöglich zu sagen, was am ersten Tag nach der Unabhängigkeit geschehen würde. Die Losung dieser aus so unterschiedlichen Reisegefährten bestehenden Bewegung ist es, geschlossen bis zur eventuellen Volksabstimmung vom 9. November zu gelangen. Deshalb wurden manche entscheidende Fragen noch nicht bis ins Detail ausdiskutiert. Ebensowenig die wirtschaftlichen Konsequenzen, der Anteil am Steuerdefizit und an der Staatsverschuldung, die Katalonien mitzunehmen hätte, wie der katalanische Unternehmer Joan Molas bemerkt. Der Geist dieser Reise nährt sich aus der Gewissheit, dass das System am Ende und ein radikaler Wechsel nötig ist. Und man nimmt vielfach in Kauf, dass es manche Antworten erst am Wegesende geben wird.

Übersetzung:

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Leitfaden zum EU-Ausschluss.

In der gesamtspanischen Onlinezeitung El diario ist vorgestern ein vielbeachteter satirischer Leitfaden zum EU-Ausschluss Kataloniens erschienen, auf Spanisch und Katalanisch.

von Antonio Baños

Es ist eine Tatsache. Sie werfen uns raus. Ach, wie schade. Wie ungemütlich. Schwarz gekleidete Männer werden von Haus zu Haus gehen und uns die wenigen Euros wegnehmen, die wir unter der Matratze horten. Rektoren werden, mit einem Holzknüppel bewaffnet, katalanische Erasmusstudenten aus Europa werfen. Zypern? Burundi? Schlimmer! Unsere spanischen Geschwister werden uns, zu unserem Wohle, an einen noch unheimlicheren und noch obskureren Ort schicken: das europäische Somalia. Gott sei Dank ist Katalonien ein Land von Entwicklungshelfern, dann können wir uns die NGOs gleich selbst schicken.

Aus einem ehrlichen Dienstempfinden und zur Information des von den Lügen eines exkludierenden, ratten- und grastötenden »Nazionalismus« verblendeten (und generell verblödeten, deliranten und verräterischen) katalanischen Publikums habe ich hier einen praktischen und rationalen Leitfaden fürs EU-Ausschlussverfahren zusammengestellt.

Wir müssen es offen aussprechen: Katalonien auszuschließen, ist sehr einfach (dafür gibt es 2.000 Möglichkeiten, sagte der vielseitige EU-Kommissar Almunia). Was nicht so einfach ist, ist der Rausschmiss der Katalanen.

Einige sagen, die Katalanen seien auch Menschen und hätten, dementsprechend, gewisse Rechte (selbst wenn sie Artur Mas wählen). Was die Tageszeitungen El Mundo und El País so einfach und biblisch darstellen, wie den katalanischen Exodus, könnte noch einige Schwierigkeiten bereiten.

Der Tag danach

Die erste öffentliche Handlung nach der Unabhängigkeit Kataloniens wird ein schrecklich kontroversieller Akt sein. Im Europaparlament werden Sicherheitsbedienstete den eigenen Vizepräsidenten unter den Armen packen und in ein Flugzeug richtung Barcelona stecken: deportiert. Aleix Vidal-Quadras ist, auch wenn er den Unabhängigkeitsprozess nicht befürwortet, Katalane und errang seinen Sitz in Katalonien. Es ist also unvermeidlich, dass der Rauswurf der Katalanen mit einem Sondereffekt beginnt. Was hattet ihr gedacht? Dass nur die Unabhängigkeitsbefürworter ausgeschlossen werden? Wenn Katalonien rausfliegt, fliegen alle Katalanen mit raus, von Jordi Cañas bis Montserrat Caballé. Tut mir sehr leid, meine lieben Borbonenfreunde.

Bürgerschaft

Lasst uns zum Schwindel mit den Bürgerrechten kommen. Es gibt keine Möglichkeit, jemandem seine Bürgerschaft zu nehmen. Das sagt sogar die Verfassung, die mit der unauflösbaren staatlichen Einheit. Und mit einem Akt unrechtfertigbarer Gnade gestattete das Königreich Spanien uns Katalanen gleich eine doppelte Bürgerschaft: Die spanische und obendrein noch die europäische. Da letztere komplementär ist, können sie uns die europäische wegnehmen, wenn wir die spanische verlieren. Setzen wir einmal voraus, dass uns Spanien, aus Liebe und im Namen der tausendjährigen Bande, die uns verbinden, niemals eine doppelte Staatsbürgerschaft gewähren würde.

Es scheint einfach. Doch das Problem ist, wie man angereifte Rechte aberkennt. Das ist in Europa nicht mehr passiert, seit die Deutschen das an einem Teil ihrer Bevölkerung vorexerzierten, den sie dann sogleich als abschiebbar befanden. Um es zu erklären: Jemandem von vornherein zu verbieten, mit dir ins Bett zu gehen ist etwas anderes, als ihn nach einer gemeinsam verbrachten Nacht wieder aus dem Bett zu schmeißen. Der erste Fall (Mazedonien, Kosovo) ist ein Akt der Freiheit und der Prävention innerhalb deiner Intimsphäre. Der zweite (Katalonien) ist einfach nur schlechte Bildung.

Der Rausschmiss Kataloniens ist ein Vorfall zwischen Staaten, kollektiv. Doch die Rechte sind individuell. Also wird man den Ausschluss Kataloniens an jedem katalanischen Bürger einzeln durchführen müssen. Kein Problem. Spanien und die EU haben überflüssiges Geld, Anwälte, Zeit und Mittel, um sich die erforderliche Zeit lang damit zu befassen. Um es gleich zu sagen: Es würden nicht nur diejenigen ihre Rechte verlieren, die mit “ja” gestimmt haben, sondern auch die, die mit “nein” gestimmt haben, die sich enthalten haben und, was noch schlimmer ist, die Neugeborenen, die noch nicht einmal sprechen können. Das gleicht Hitlers juridischer Wiedererfindung der Sippenhaft, in der nicht nur der Schuldige bestraft wird, sondern seine gesamte Familie.

Marcel Dutroux, Vergewaltiger, Folterer und Entführer kleiner Mädchen hat seine europäische Bürgerschaft nicht verloren. Josef Fritzl, das Monster von Amstetten, auch nicht. Sogar Hitlers Leutnant Rudolf Hess wurde seine Staatsbürgerschaft nie streitig gemacht. Und jetzt werden die arme Schwester Forcades, Arcadi Oliveras und Pater Manel ganz schnell all ihre Rechte verlieren, nur weil sie mit irgendwelchen illuminierten Referendumsveranstaltern im selben Land leben. Ich gebe zu, dass es der Freifrau Ashton, Chefin der europäischen Diplomatie, nicht leicht fallen wird, dies zu rechtfertigen. Wie kann die EU, Heimat aller Rechte, den Entrechteten Asylgewährende, Quelle aller Freiheit, einfach sieben Millionen Europäer rauswerfen, weil sie an einer Abstimmung teilgenommen haben?

Wie würden sie die Massenauswanderung nach Australien oder Kanada, allesamt Länder mit diskutablen Staatsformen, rechtfertigen? Mit welchem Mut können sie in Zukunft noch arabische Länder im Namen der Demokratie bombardieren? Werden sie uns mit den Tschetschenen vergleichen? Mit den somalischen Piraten? Nein. Allein die Erklärung, dass wir das sympathische spanische Volk verraten haben, Fußballweltmeister, wird dazu führen, dass auf der ganzen Welt niemand mehr mit uns sprechen will.

Wer ist Katalane?

Gut, raus mit den Katalanen. Doch schauen wir mal… wer ist eigentlich Katalane? Ja, ich weiß schon… jeder, der in Katalonien lebt und arbeitet. Dieses Kriterium kann genügen, wenn es um eine Erweiterung der Rechte geht, wie bei der Verleihung der katalanischen Staatsbürgerschaft. Hinzufügen ist einfach, wegnehmen nicht so. Schon während des Kreuzzugs gegen die Katharer hatten die französischen Ritter ihre Schwierigkeiten, über das Lebensrecht der Okzitanen zu richten. “Wie sollen wir wissen, wer ein Ketzer ist?”, fragten sie Simon de Montfort. “Bringt sie alle um, und Gott wird die Seinigen erkennen”, antwortete dieser. Doch dieser Weg scheint eher unwahrscheinlich.

Die letzten brauchbaren Gesetze zur Aberkennung von Rechten in Europa waren die Nürnberger Rassengesetze von 1935. Und trotz des Eifers in der Ermittlung, wer nun Jude, Halbjude oder Judenfreund sei, hatte man es nicht leicht, die reinen von den unreinen Deutschen zu unterscheiden. Im katalanischen Fall, wo wir die Ethnie aus unserem promiskuitätsfreundlichen Naturell etwas vernachlässigt haben, befinden wir uns wohl vor einem Volk von Mischlingen, Hybriden. Vielleicht werden sie eine Münze zu Boden werfen — und wer sich bückt um sie aufzulesen, wird rausgeworfen [den Katalanen haftet, ähnlich wie den Schotten, den Ladinern und den Juden, das Vorurteil an, geizig zu sein, Anm. d. Ü.]. Oder sie kontaktieren den Rechtsextremisten Josep Anglada, der ja zu wissen scheint, wer Katalane ist und wer nicht.

Doch auf eine kühlere und europäischere Art haben wir nur zwei Möglichkeiten, um jemandem den Reisepass wegzunehmen, weil er Katalane ist: aufgrund der Geburt oder aufgrund des Wohnorts.

Wenn wir nicht lang nachdenken und all jenen die Staatsbürgerschaft entziehen würden, die in Katalonien geboren sind, hätten wir die eine oder andere Schwierigkeit: Kiko Veneno, in Figueres geboren, bräuchte ein Visum, um in Barbate ein Konzert zu geben. Noch schlimmer hätte es Manuel Valls. Er ist französischer Innenminister und starker Mann von Hollande. Der Arme wurde in Barcelona geboren und könnte von der eigenen Gendarmerie verhaftet und ausgewiesen werden. Doch all das könnte man ganz einfach lösen: Man weist nur die aus, die in Katalonien geboren sind und einen spanischen Pass haben. Au, nein, auch nicht… in unserer Dexeus-Klinik sind die Kinder von [PP-Chef und Premierminister] Mariano Rajoy geboren… Hmmm, das geht nicht.

Ob es einfacher ist, wenn wir denen die Rechte entziehen, die in Katalonien wohnen? Schauen wir mal: Bojan, der in Rom lebt, bleibt Europäer; Iniesta, der Held von Südafrika, lebt in Katalonien und fliegt raus. Rivera, der Nette von der unabhängigkeitsfeindlichen Ciutadans-Partei… rausgeschmissen. Ramon Tremosa, Kravatten-Independentist, lebt in Brüssel: Europäer. Carles Francino, Europäer. Die königliche Infantin Cristina… draußen. Nein, auch das klappt nicht. Tausende von Katalanen sind irgendwo geboren oder leben im kosmopolitischen Ausland. Was tun? Krankenpflegerinnen in London, Ingenieure in München, Tänzer in Mailand… die Polizei ganz Europas wird wie in alten Zeiten mit Mantel und Hut vorstellig und entzieht Aufmüpfigen überall ihre spanischen Pässe…

Es bleibt noch ein vernünftigerer Weg. Abwarten, dass wir die Unabhängigkeit erklären und die erste Volkszählung durchführen. Sie bitten uns um eine Fotokopie und nehmen allen Aufscheinenden die Bürgerschaft weg… Wir hätten, das schon, ein weiteres unangenehmes Phänomen: Die gemischten Ehen. Je nachdem, wie sie das angehen, könnte Oswaldo Washington, ein schwarzer Dominikaner, Europäer bleiben, während seine Frau, Pepeta Puigdevall i Comes, im spanischen Konsulat anstehen muss, um ein Touristenvisum zu bekommen… ein aufregender Prozess voller poetischer Gerechtigkeit und paradoxen Ausländertums!

Katalonien rauszuwerfen, das leugne ich nicht, ist eine Angelegenheit von wenigen Minuten. Die Katalanen rauszuschmeißen, ist alleinige Zuständigkeit der spanischen Regierung, welche in irgendeiner Weise die Gültigkeit unserer Reisepässe aberkennen muss. Wenn sie dieses sündhaft teure Opfer bringen (Klagen, Gesuche, Beschwerden, Geld), dann nur, weil sie uns lieben, vergessen wir das nicht.

Raus aus dem Euro

Es gibt etwas, was wir verrückten, ignoranten und rassistischen Unabhängigkeitsbefürworter wissen müssen: sie werden uns auch aus dem Euro werfen. Und das, wie geht das vor sich? Gut, das weiß noch niemand so genau. In Wirklichkeit ist es in der Menschheitsgeschichte noch nicht vorgekommen, dass jemandem der Gebrauch einer Währung verboten wurde. Währungen funktionieren wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: dass die Leute sie als solche anerkennen und dass die Regierung sie als als Mittel zur Schuldenbegleichung (einschließlich Steuern) anerkennt. Wie an Universitäten gelehrt wird, kann eigentlich nicht verboten werden, dass die katalanische Regierung den Euro als Zahlungsmittel anerkennt und die Katalanen mit Euros einkaufen und bezahlen. Ecuador (das ist nicht das einzige Land) hat den Dollar als Währung. Das Land nimmt mit dem Erdöl Dollar ein und anstatt es in Pesos zu wechseln operiert es direkt damit. Die Ecuatorianer erkennen den Dollar im Alltag an und Schluss. Bosnien hatte vor dem Euro die D-Mark und Montenegro nutzt den Euro. Ich habe in Lateinamerika und im Mittleren Osten mit Euros bezahlt. Den Euro gibt dir weder der Staat, noch die EZB. Den Euro erwirbt man, wie jede Währung, am Markt. Ein katalanisches Unternehmen verkauft in Perpignan (heute Frankreich) eine halbe Million Mützen. Bezahlt wird in Euro. Dieses Unternehmen zahlt seine Angestellten mit derselben Währung und die wiederum zahlen damit ihr Bier. Alle Betroffenen erkennen den Euro als gültiges Zahlungsmittel an. Das wars, so tritt eine Währung in ein globalisiertes System ein. Die kommerziellen Banken oder die Zentralbanken können sowieso mit jeder beliebigen Devise arbeiten, da sich alle Währungen auf dem Markt befinden und demnach ihr Gebrauch nicht verboten werden kann.

Doch seien wir nicht bedrückt. [Der spanische Finanzminister] Montoro wird, da die spanische Wirtschaft inzwischen wieder von selbst arbeitet, eine Lücke in seinem Kalender finden, um eine antiliberale, globalisierungsfeindliche, antikapitalistische und dirigistische Methode auszuhecken, die Währung zu kontrollieren. Ganz Europa unterstützt sowjetische Methoden, wenn es darum geht, Rebellen zu bestrafen und vertragstreuen Spaniern zu helfen, wird man in Brüssel sagen.

Auf dieselbe Art wird der unvermeidliche EU-Ausschluss die Wiederkehr der Zölle bedeuten, die unsere Verarmung bedeuten. Ich weiß schon, dass die EU-Politik der letzten 50 Jahre, in Übereinstimmung mit den WHO-Verträgen, der US-Politik und der kapitalistischen Welt die Zölle auf der ganzen Welt abzuschaffen, aufgehoben werden muss. “Die Globalisierung benötigt das Ende der Zölle”, werden die größten Exportnationen sagen, “doch um Spaniens Ehre zu retten und seine gerechte Rache umzusetzen, werden wir Katalonien Hindernisse in den Weg stellen”. Zum ersten Mal werden sich China, Russland, Europa, die Ayatollahs und die Chavisten verständigen, um den Katalanen nichts mehr zu verkaufen. Das wird interessant.

“Hinten anstellen”

Dieses Thema, sich hinten anstellen zu müssen, ist laut Madrider Presse dasjenige, welches im Borbonenreich die größte Freude bereitet. “Katalonien wird nicht nur aus der EU fliegen, es muss sich auch ganz hinten anstellen”. Wie Sie sehen, kehrt “der Letzte in der Schlange” wieder, dieser Ausdruck ist ein reines und zutreffendes Produkt der Urphantasie. Die Idee eines einzigen Schalters, wo der Beamte abwesend oder abgelenkt ist, weshalb sich eine riesige Schlange bildet, ist Teil der rassigen Kosmovision des Königsreichs. Und so stellen sie sich Brüssel wie einen Ort vor, wo Bürokraten mit Schirmmütze und Manschetten sich um eine Schlange von Abgesandten exotischer Staaten kümmern, die in einem kleinen Raum warten und das P.M.-Magazin lesen. “Die Katalanen stellen sich hinten an”, ist die Kondensation des Ausschlussverfahrens. Um diesen Traum zu erfüllen, wird die EU ihre Arbeitsgeschwindigkeit verlangsamen müssen. Erinnern wir uns, dass am ersten Mai 2004 zehn Länder auf einmal in die EU eintraten. Das heißt, dass entweder jemand die Schlange übersprungen hat, oder dass die EU die unglaubliche Fähigkeit besitzt, mit mehreren Ländern gleichzeitig zu verhandeln.

Eine Dekade der Verhandlungen

Unsere spanischen Geschwister haben uns schon gewarnt, dass das Wiederaufnahmeverfahren lange dauern wird. Im katalanischen Fall, da wir kein Balkanland, sondern ein untreues Land sind, wird sich das hinziehen, Jahrzehnte. Wie man weiß, wird verhandelt, um die Übereinstimmung der Gesetzgebung des EU-Kandidaten zu prüfen und zu stärken. Außerdem diskutiert man buchhalterische, makroökonomische und Kompetenzkriterien. Da der glückliche Zufall will, dass Katalonien schon seit über 20 Jahren Teil der EU ist und alle Normen erfüllt, vom Durchmesser der öffentlichen Pissoirs bis zur Zusammensetzung von Keksen, wird dieses Jahrzehnt der Verhandlungen für die Delegierten unheimlich langweilig. Jeden Tag, für zehn Jahre, werden sich Katalanen und Europäer ohne viel Verhandlungsmasse zusammensetzen. Von der Langeweile wird man zur Playstation übergehen. Davon vielleicht zur Zuneigung und dann werden womöglich Ehen aus der paritätischen Kommission hervorgehen. Und so wird es, sobald wir draußen sind, immer einen EU-Funktionär geben, der seinem verarmten Kollegen auf der anderen Seite der militarisierten Jonquera [der katalanische »Brennerpass«] eine Tafel Schokolade reicht.

Schottland bleibt, wir nicht

Ein kurioser Fall ist jener Schottlands. Die Briten haben bereits versichert, dass Schottland im Falle der Unabhängigkeit die EU nicht verlassen wird und dass sie nichts unternehmen werden, um ihre Einschreibung im Club zu verhindern. Warum würde Brüssel Schottland zulassen und Katalonien nicht? Die objektiven Gründe sind offensichtlich: Die Schotten sprechen Englisch, trinken Whisky und haben Sean Connery. Die Katalanen (die nur Joel Joan anbieten können) sind eine Gruppe Erleuchteter, die die Ehre des alten Imperiums verletzt haben. Das sind Argumente, die im 21. Jahrhundert niemand wird ausschlagen können.

Ihr seht also, Katalanen. Es ist vollzogen. Das kostet euch Millionen, Gerichtsverfahren, Probleme, Arbeitsstunden und ein nie dagewesenes Durcheinander. Sie werden in Kauf nehmen, dass Katalonien ein Unternehmer- und Steuerparadies wird. Die Erweiterungspolitik der EU wäre beschädigt, die Union verlöre einige Millionen Steuerzahler und Konsumenten. Doch was ist das schon… für ein Königreich, das Amerika entdeckte? Wenn Spanien es will, wird Europa gehorchen. Au, was für eine Angst, sie werden uns nichts lassen — außer die Freiheit.

Quelle: El diario.
Übersetzung: .

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