Tondokumente (2)

Die folgenden Äußerungen stammen vom Pächter eines Cafés im Bozner Don-Bosco-Viertel. Vorangegangen war eine Bemerkung meinerseits zur ausgehängten Öffnungszeit, die nur auf Italienisch angebracht ist. Ich habe mich zu dieser Bemerkung deshalb hinreißen lassen, weil der Betreiber mich auf Deutsch verabschiedet hatte, obwohl unser Gespräch bei Bestellung und Bezahlung auf Italienisch abgelaufen war. Auch hier besitze ich die Tonaufnahme, liefere sie jedoch aus dem bekannten Grund nicht mit. Die Verschriftlichung habe ich bewusst einfach gehalten: Beistriche sind hier keine Satzzeichen, sondern kennzeichnen eine kurze Pause; Bindestriche stehen für eine etwas längere Pause; Fragezeichen geben die entsprechende Satzmelodie an. Nicht angezeigt habe ich leise oder besonders betonte Textteile.

Io Le posso dire una cosa, io ho lavorato in un ambiente tedesco, beh non faccio il nome dell’albergo per cui lavoravo dove c’è una/una mafia di lingua tedesca che Lei non immagina, quindi è inutile che stiamo lì a/a dire e a fare, quando ci si trova in un ambiente tedesco bisogna essere tedeschi ma se si trova in ambiente italiano ci vuole il bilinguismo

qua è solo/quasi/tipicamente italiano (x) a me del bilinguismo/io vengo da Ischia Signora, io non ho questi problemi, i problemi sono qua sono di quelli di lingua tedesca e di quelli di lingua italiana I problemi Signora, io scusi beh, io ho sposato una tirolese di lingua ladina io ho portato mio figlio a Lana, al/al/all’asilo tedesco quindo io volevo ambientarmi

ma parla ladino Suo figlio?

no, non parla ladino, però le posso garantire che io ho portato mio figlio in un asilo tedesco e – me l’hanno messo da parte, questo è da fare una denuncia è da fare tante cose, io ho preferito andarmene da là  però è una storia vera

ma sapeva il tedesco Suo figlio?

mio figlio aveva quattro anni, l’ho messo in un asilo tedesco, bisogna insegnarglielo

che lingua gli avete insegnato in casa?

noi gli parlavamo in italiano, ma noi abbiamo detto alla/alla insegnante, che parlava solo tedesco, parlava solo tedesco, le abbiamo detto, questo bambino parla solo italiano, vogliamo fargli imparare il tedesco?, è possibile portarlo in questo asilo? – ah, sì, gli insegneremo il tedesco – invece no, l’hanno messo da parte – adesso non mi faccia ritornare indietro di dieci anni, signora eh, che special/mio figlio a otto anni l’ho portato dal/dal/dall’analista, otto anni, per questo motivo qua (xxx) entriamo in gioco, io volevo ambientarmi, eh cioé questa è una/è una/è una/una cosa vostra, di quelli di lingua tedesca, perché gli italiani sono aperti, i tedeschi vogliono solo fare a modo loro lo registri signora, me lo mandi pure

in ambiente tedesco io posso dire, io/io sono diventato capo servizio in un albergo, dove tutti i capi servizi tedeschi e gli altri sono andati dal direttore a chiedere se potevano fare un capo servizio tedesco, questo io me le segno, sono diventato lo stesso capo servizio perché (xxxx) ecco non per dire – però è la verità , non mi venga a dire queste cose qui, io della/dell’apertura, perché me ne frega io non c’ho pensato nemmeno, nemmeno c’ho pensato perché non mi interessava, però è questo – è politica signora – Lei lo sa benissimo che è politica perché si dovrebbe andare d’accordo perché una ragazza di diciotto anni, che viene da me, e mi dice, se porto un ragazzo italiano a casa mio padre mi butta fuori, questo non/questa è politica – capisce, capisce? – cioè non stiamo a guardare se la persona è buona no (xx) questo è (xx) è vero che è successo, ma io/se mia/se mia figlia porta un ragazzo tedesco/se è un bavo ragazzo, non cè mica problema

Lei, in che lingua gli parla?

ma cosa vuol dire questo, gli parlo come voglio parlare io a casa mia, beh, non è che gli devo parlare per forza io – ma in casa mia/in casa mia io gli parlo come voglio io – io sono in casa mia signora, qua è casa mia – qua non mi devo adeguare io, bisogna avere anche la flessibilità , cosa che di quelli di lingua tedesca non hanno vecchi sono più flessibili dei giovani (x) te lo dico i/i vecchi

| | | | | |

Categories
BBD

Zweisprachige Kinder

Ich bringe diesmal die Transkription von einer Stunde, die ich mit den religionsbefreiten Zweitklässlern einer deutschen Grundschule in Bozen verbrachte. Sämtliche Kinder sind zweisprachig aufgewachsen, bei vier ist die Erstsprache der Mutter Deutsch, ein Kind hat eine italienischsprachige Mutter und einen zweisprachig aufgewachsenen Vater.

Bei einem dieser Kinder, das alle acht Pflichtschuljahre (mit guter/sehr guter Benotung) mit meiner Tochter absolvierte, hatte ich immer den bauchlastigen Eindruck, dass es an einer italienischen Schule besser aufgehoben wäre. Nun, am Anfang des jetzigen Schuljahres traf ich die Mutter dieses Kindes und sie erzählte mir, dass es nach der ersten Oberschulklasse an eine italienische Oberschule gewechselt sei und sich dort sehr viel wohler fühle.

Wer möchte, kann raten.

Pdf. PDF-Datei

Audiodateien: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/ 7/ 8/ 9/.

© Copyright: Über die allgemeinen Urheberrechte des Blogs hinaus sind sämtliche Rechte für den Inhalt dieses Beitrags einschließlich der Audiodateien vorbehalten. Keine Kopien. Keine Vorführungen. Keine Zitate.

Plurilinguismo Recherche Scola | | | | Südtirol/o | |

Tondokumente (1).

Ich habe mir vorgenommen, nur mehr in Begleitung eines Aufnahmegeräts unterwegs zu sein. Ich möchte damit spontane Äußerungen hinsichtlich der Einstellung zur anderen Sprache bzw. zu den Anderssprachigen einfangen. Die Originalaufnahme, von der einige unwesentliche Äußerungen getilgt wurden, habe ich sehr großzügig transkribiert.

Der Sprecher ist ein Mittsechziger, aus dem Pustertal gebürtig, der schon seit fast vierzig Jahren ein Lokal in dem “italienischsten” aller Bozner Stadtteile führt. Seine Frau stammt aus einem Dorf im Eisacktal. Den Anlass zur Äußerung gab die Bemerkung seiner Frau, dass in der Todesanzeige einer Familie der Vornamen der Verstorbenen in Deutsch aufscheint, während in jener der Gemeinde, die ihre Anteilnahme zum Todesfall bekundet, der Namen in der italienischen Form steht. Dies brachte das Gespräch auf die aufgezwungenen Namensänderungen während des faschistischen Regimes.

Audiodatei 1/.

Peter.

| | | | | |

Categories
BBD

Gemeinsamkeiten den Vorrang geben
oder: Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Ich poste hier Folgendes, was ich bereits im Vorjahr im FF-Forum geschrieben hatte:

Es ist die gängige Meinung, dass das Zusammenleben der verschiedenen Sprachgruppen informell hervorragend funktioniert, wenn da nur nicht die Politik wäre. Ich stimme dem mit Einschränkung zu. Was mich dieses Jahr überrascht hat, sind die Erfahrungen, die ich in den SVP-Hochburgen direkt bzw. indirekt gemacht habe.

Das erste Beispiel betrifft die Schule. Eine Fachlehrerin meiner Tochter (deutsche Oberschule in Bozen) ist eine Italienerin aus Mittelitalien, die unter anderem auch in Österreich studiert hat. Ihr Deutsch ist gut, aber doch noch etwas unbeholfen. Ich glaube, es ging von meiner Tochter aus, Tatsache ist: In diesen Schulstunden kommunizieren Lehrerin und Schülerin meistens auf Italienisch.

Das zweite Beispiel betrifft eine Wohnbaugenossenschaft. Da die “deutsche” Genossenschaft aus verwaltungstechnischen Gründen die geplante Anzahl an Wohnungen nur an die von der Gemeinde zugelassenen Mitglieder vergeben konnte, blieben etwa 30 Wohnungen (ein Drittel = ein Block) übrig. Diese Wohnungen konnten daher nicht an die Mitglieder auf der Warteliste der “deutschen” Genossenschaft vergeben werden, sondern mussten einer anderen Genossenschaft überlassen werden. Dies war natürlich eine “italienische”. Nun, die Zusammenarbeit funktioniert bestens, die Versammlungen problemlos. Bei der Grundsteinlegung gab es ein Fest: Die Ansprachen waren entweder auf Deutsch oder auf Italienisch, es gab keine Übersetzungen, es gab kein Aufmucken.

Letzten Monat gab es einen Informationsabend, zu welchem die Mitglieder beider bauenden Genossenschaften geladen waren. Die Punkte auf der Tagesordnung waren entweder auf Deutsch oder auf Italienisch angekündigt, in der jeweiligen Sprache wurden sie auch behandelt. In ihren einleitenden Worten machte die Obfrau der “italienischen” Genossenschaft klar, dass es keine Übersetzung geben werde; sollte es dennoch Verständnisprobleme geben, so könnte man diese hinterher beseitigen. Alles klappte einwandfrei, einziger Wermutstropfen: Einer der Projektleiter sprach einen sehr starken Dialekt, der auch mir größte Aufmerksamkeit und Interpretationsbereitschaft abverlangte.
Dies alles lässt natürlich hoffen, dass das Leben in der künftigen Wohnanlage auf der Einsicht beruht, dass uns mehr verbindet als trennt.

| | | | | |

Categories
BBD

Und sie geht doch…
...problemlos: Die mehrsprachige (in diesem Fall zweisprachige) Erziehung.

Damals war meine Tochter gerade sechs Jahre alt. Es handelt sich hier um eine typische Unterhaltung am Abendtisch. Ich liefere auch die Transkription. An die Pedanten: Ich weiß, die Transkription ist nicht perfekt; die Anmerkungen sind auch nicht das Gelbe vom Ei. Mit dem grünen Marker sind alle Code Switches markiert.

Audiodateien: 1/ 2/ 3/.

Transkription: Pdf. PDF-Datei

© Copyright: Über die Creative Commons Lizenz hinaus sind sämtliche Rechte für den Inhalt dieses Beitrags einschließlich der Audiodateien vorbehalten. Keine Kopien. Keine Vorführungen. Keine Zitate.

| | | | | |

Categories
Autorinnen und Gastbeiträge

C’AA (I).

Im Corriere dell’A. Adige, der täglichen Lokalbeilage der italienischen Zeitung Corriere della Sera, ist letzthin eine kleine »Serie« zur Selbstbestimmung erschienen, die sich an die hier vertretenen Ideen anlehnt. Ich möchte sie an dieser Stelle wiedergeben.

Auslöser war eine Kolumne von Gabriele Di Luca:

Una nazione senza “nazione”

“La España autonómica avanza”, così José Luis Rodrí­guez Zapatero ha commentato il voto di domenica scorsa, con il quale il 73,9% dei partecipanti (quasi il 50% della popolazione avente diritto) ha dato l’assenso alla riforma dello Statuto che dovrebbe consentire alla Catalogna di muovere un significativo passo verso l’autodeterminazione. Il commento di Zapatero incoraggia una riflessione, ad un tempo disinibita ed attenta, sugli assetti istituzionali che possono perfezionare l’intersezione e l’interdipendenza di interessi locali, nazionali e internazionali. Detto altrimenti, l’esperienza spagnola indica come l’esercizio del diritto all’autodeterminazione non raffiguri necessariamente scenari conflittuali, per i quali ogni cambiamento assomiglia sempre ad un passo indietro o rappresenta un salto nel buio, ma propone anche una possibile prospettiva di condivisibile (e condiviso) sviluppo.

Un breve esame delle principali caratteristiche del “modello catalano” può essere utile guardando con la coda dell’occhio il nostro piccolo Sudtirolo. Le rivendicazioni dei catalani hanno sempre cercato di esprimersi rifiutando qualsiasi ricorso alla violenza; in Catalogna, le forze politiche che sostengono l’autodeterminazione lo fanno con piena trasparenza; il progetto autodeterministico catalano non poggia su una rivendicazione di carattere regressivo, etnico o esclusivamente utilitario, ma prende slancio dal riconoscimento di un comune interesse territoriale. Da questo punto di vista, la “cittadinanza catalana” è modellata da una legislazione che nasce dalla residenza e dall’uso del català, la lingua nazionale che è “ufficiale”, senza per questo rinunciare al castigliano.

Come si vede, sono molti gli spunti di riflessione che si potrebbero trarre da questo esempio. Mi preme sottolinearne particolarmente uno, che riguarda l’aspetto “nazionale” citato dallo Statuto. Nell’art. 1 del Titolo I, approvato dal Congresso e poi dal Senato, si afferma che la Catalogna, in quanto “nacionalidad”, esercita il suo autogoverno costituita in Comunità Autonoma in accordo con la Costituzione e lo Statuto che è la sua norma fondamentale. La rivendicazione autodeterministica della “nazione” catalana non funziona così come un detonatore per far saltare l’unità dello Stato (paradossalmente: questa la paura dei suoi detrattori e la speranza dei suoi estimatori nazionalistici), ma articola o specifica questa unità in senso più morbido e plurale. È l’idea di una nazione senza “nazione”, capace di coniugare la difesa della propria specificità con un elevato grado di apertura e dinamismo. Un’idea sulla quale anche noi potremmo seriamente riflettere.

Tags darauf ist im selben Blatt folgender Artikel als Reaktion auf Di Lucas Kommentar erschienen:

Modello catalano: Svp e An frenano, Verdi scettici

Fa discutere il fondo di Gabriele Di Luca (Corriere dell’Alto Adige di ieri) sull’autodeterminazione così come è stata concepita in Catalogna, dove domenica scorsa gli elettori hanno dato il proprio assenso a una possibile riforma dello statuto della regione spagnola che l’avvicini alla possibilità di una scelta oltre l’autonomia.
«Per quanto sono informato – afferma il senatore della Svp Oskar Peterlini – quella catalana è una forma di autodeterminazione piuttosto limitata e probabilmente non si può neppure definire tale. Per dare questo diritto ad un popolo, bisogna offrirgli delle alternative e tra queste anche quella di rimanere come è. Mi pare che in Catalogna sia questa la scelta fatta, ma senza ricorrere ad una sorta di referendum con il quale determinare il proprio futuro. Credo che la scelta catalana sia più verso una forma di autonomia che non un esercizio del diritto all’autodeterminazione. Mi pare poi sbagliato, e lo abbiamo affermato anche a proposito della proposta Cossiga, inserire questo diritto in una Costituzione ed in uno Statuto – conclude Peterlini – perché l’autodeterminazione è garantita dal diritto internazionale che è legge di rango superiore ad una costituzione nazionale».
Arrivano altre reazioni: «Siamo alle solite – commenta l’onorevole Giorgio Holzmann di Alleanza Nazionale, in sintonia per alcuni aspetti con Peterlini – Di autodeterminazione si parla sempre in questa terra ma si continua ad equivocare. L’autodeterminazione è un diritto dei popoli e non delle minoranze e porta sempre con sé una modifica dei confini di uno stato, cosa che ritengo oggi impossibile a livello europeo. Potrebbero chiederla i tibetani rispetto alla Cina, ma non i sudtirolesi rispetto all’Italia. Quindi, sgombrato il campo dall’equivoco, va detto che quello che in Catalogna chiamano autodeterminazione in realtà è una forma avanzata di autonomia, non molto dissimile da quella dell’Alto Adige, e la stessa dichiarazione di Zapatero riportata dal vostro giornale lo conferma: nel momento in cui dice che la Spagna autonomista avanza, non mi pare che parli di autodeterminazione».
«Siamo in una realtà molto diversa – dice Franco Bernard, portavoce dei Verdi – sia dal punto di vista storico, sia numerico, i catalani sono 5 milioni, e le differenze culturali che ci sono tra loro ed i castigliani non sono certo come quelle tra il mondo culturale tedesco e quello italiano che qui hanno però imparato a convivere arricchendosi. Ciò detto, mi pare anche che il voto di domenica scorsa non abbia avuto poi una partecipazione così massiccia e non riguardi l’autodeterminazione in senso stretto. Come Verdi – conclude – siamo molto critici verso questo concetto: è più uno slogan che una realtà concreta della quale nessuno si è mai soffermato a valutare bene le conseguenze».
Plaude naturalmente all’iniziativa catalana Paul Bacher, comandante degli Schützen: «Ogni passo verso il diritto di autodeterminazione è per noi importante e se altri ci riescono significa che la strada è aperta anche per i sudtirolesi. Noi – aggiunge – siamo sempre stati per il Freistaat Südtirol o per una soluzione come quella di San Marino o il Lichtenstein (sic)».

Enzo Coco

Am 1. Juli wurde dann folgender Leserbrief veröffentlicht und kommentiert:

La via dell’autodeterminazione,
l’equilibrio del modello catalano

Il fondo di Gabriele Di Luca sul modello catalano ha portato ad una serie di riflessioni e reazioni politiche che, a mio avviso, denotano soprattutto una scarsa capacità d’astrazione. Senza dubbio, come affermano Peterlini e Holzmann, il diritto all’autodeterminazione è sancito dal diritto internazionale, ed è pure possibile che sia difficile invocarlo, ora, per una realtà come la nostra. Tutto vero, ma fin qui è un discorso fermo su posizioni predefinite, che non prende minimamente in considerazione la novità proposta dall’articolo. Non sarebbe prioritario scomodare il diritto dei popoli o la costituzione, ma prima di tutto pensare a sviluppare «insieme» una progettualità nuova, pronta a superare la rigidità dello status quo: si può, cercando un consenso tra gruppi linguistici e sociali, creando una base di fiducia e di collaborazione, impostare un discorso innovativo, che ci permetta di risolvere problemi irrisolvibili nel contesto attuale? Per fare ciò, è ovvio, dev’esserci la disponibilità a pensare oltre i concetti cementificati di maggioranza-minoranza, di stato nazionale, e perché no al superamento dello statuto di autonomia. È in questo senso che la nuova carta fondamentale della Catalogna segna un passo fondamentale: pur non contemplando l’autodeterminazione è un progetto innovativo, all’avanguardia, che tende a risolvere i problemi reali con soluzioni attuali, sfociando nel superamento e nella decostruzione del concetto tradizionale di nazione. Anche qui, dunque, si tratterebbe di decidere la rotta: perpetuare all’infinito la divisione etnica, frutto ormai anacronistico di due guerre, o prendere in mano il proprio destino con responsabilità, per risolvere qui quei problemi che, ce ne siamo resi conto tutti, né Roma, né Vienna potranno mai risolvere per conto nostro. Pensando l’impensabile.

Simon Constantini, Brixen

Der Kommentar auf diesen Leserbrief stammt aus der Feder Enrico Francos, seines Zeichens Direktor des Corriere dell’Alto Adige:

Caro Costantini (sic),
lei ha focalizzato perfettamente il problema. L’editoriale di Gabriele Di Luca suggeriva una prospettiva nuova, cosa che buona parte della classe politica vede come il peggiore dei pericoli. Chi anima il teatrino attuale, infatti, teme qualsiasi cambio di copione nel dubbio di poter perdere la parte che interpreta stancamente da lungo tempo. Meglio andare avanti con i vecchi luoghi comuni, piuttosto che aprire orizzonti nuovi attraverso i quali risolvere gli antichi problemi. Meglio per loro, sia chiaro, non per noi.

Am 7. Juli ist außerdem folgende Replik auf die Stellungnahmen von Svp, An, Grünen und Schützen erschienen:

Cittadini europei (Nation building)

Dopo aver letto alcune reazioni al mio editoriale sul referendum catalano, pubblicate su questo giornale lo scorso 23 giugno, vorrei tornare brevemente sul tema. Lo farò cercando di sgombrare il terreno da una serie d’incomprensioni o equivoci originati sia dall’eccessiva rapidità con la quale ho schizzato, nell’occasione, le analogie tra il modello autonomistico catalano ed il nostro, sia dal meccanismo per così dire automatico che viene sempre attivato quando si tenta di porre al centro della riflessione un argomento sul quale ognuno è perfettamente addestrato a svolgere considerazioni di “maniera”, senza mostrare poi un effettivo interesse a cogliere eventuali novità o a sospendere anche per un momento il proprio consolidato punto di vista. In questo senso non ho nessuna difficoltà a dare ragione a Franco Bernard, il quale ha detto che l’autodeterminazione “è più uno slogan che una realtà concreta” e “nessuno si è mai soffermato a valutarne bene le conseguenze”.

Non so quanto serva affermarlo, ma avevo scritto quell’articolo proprio per oppormi all’uso sloganistico del tema dell’autodeterminazione e per invitare a riesaminarne la possibilità (anzi, la pensabilità) alla luce dell’idea di dar vita ad un processo di “nation building” provvisoriamente (e problematicamente) individuato dalla formula “nazione senza nazione”. In realtà, per evitare le reazioni “pavloviane” che il termine “autodeterminazione” suscita, avrei anche potuto parlare della necessità di una riformulazione del criterio di legittimità con il quale la società sudtirolese dovrebbe, a mio avviso, ripensare la sua architettura istituzionale ed il suo orizzonte (lo dico un po’ pomposamente, ma lo dico) geopolitico. Alcuni eventi recenti (la petizione dei sindaci a favore della menzione del diritto all’autedeterminazione nel preambolo della Costituzione austriaca; il progetto di legge costituzionale, sempre sull’autodeterminazione, presentato da Francesco Cossiga; la pubblicazione di un sondaggio commissoniato dallo “Heimatbund”, secondo il quale la maggioranza dei sudtirolesi di lingua tedesca vorrebbe dissolvere il vincolo d’appartenenza allo Stato italiano) hanno comunque chiaramente evidenziato che in Sudtirolo questa necessità esiste, nonostante il buon funzionamento degli ingranaggi autonomistici e il livello di irrinunciabile “convivenza” (Bernard converrà, più “nebeneinander” che “miteinander”) raggiunto .

Nell’accezione politica del termine, la legittimità è quell’attributo dello Stato consistente nella presenza in una parte rilevante della popolazione di un grado di consenso tale da assicurare il riconoscimento delle norme che regolano e danno significato alla vita associata. Precedente il piano dell’ordine giuridico, tale consenso discende generalmente da un gesto, storicamente e simbolicamente fondativo, al quale è possibile riferirsi come una vera e propria matrice o serbatoio di senso. Ma se per il Sudtirolo cercassimo un tale gesto, reale o immaginario, che cosa troveremmo? Erede di una lacerazione territoriale mai completamente rimarginata, la storia di questa terra ha così continuato a svilupparsi lungo quella faglia originaria. Ed esattamente alla stessa maniera di una faglia, i suoi lembi si muovono senza poter mai giungere ad un assestamento definitivo. In questo modo, anche la carta costituzionale della quale disponiamo, lo Statuto d’Autonomia, non ha alla base una simbologia condivisa, un fatto capace di legittimarne il castello di norme. Considerato alla stregua di un risarcimento parziale dagli uni, e come una progressiva sottrazione di spazio d’influenza dagli altri, l’edificio autonomistico nasconde al suo interno un nucleo vuoto e crepato e accostandovi l’orecchio si riesce a percepire ancora il vecchio verme del nazionalismo integralista e monoidentitario.

Ora, com’è possibile schiacciare quel verme, o almeno riconoscere senza infingimenti la sua pericolosità? Una sottolineatura più marcata del contesto transnazionale, del quale il Sudtirolo è ad un tempo vittima ed erede, ci aiuterebbe senza dubbio a correggere lo strabismo istituzionale che si esaurisce nella dialettica tra Stato, Provincia e, all’occorrenza, Madrepatria, ridando respiro e finalità ad una visione strategica impostata su un concetto di cittadinaza “europea”, oggi un po’ appannato. Per fare ciò, ed era questo il suggerimento contenuto nella formula “nazione senza nazione”, potrebbe risultare interessante cominciare intanto a rendere nuovamente fluido il riferimento “nazionale” di una realtà che, localizzata in una zona di confine, non ha ancora effettivamente puntato sulla valorizzazione e l’integrazione delle diversità esistenti. Questo sarebbe anche il luogo nel quale far finalmente crescere e sviluppare un’identità plurale, composita, da opporre alla rigida consegna monocolore e unanimistica delle appartenenze etno-linguistiche.

Per concludere. Mi ero servito dell’esempio catalano per evidenziare alcune caratteristiche di un’operazione di “nation building” senz’altro interessante dal punto di vista della sua dimensione processuale (per così dire “di laboratorio”). Tali caratteristiche si esprimono nel reciso rifiuto della violenza, nella partecipazione collettiva, nel comune interesse territoriale e, soprattutto, dalla prevalenza di un atteggiamento più votato al compromesso e alla mediazione che al fanatismo o al feticismo identitario. Il “patriottismo costituzionale” trova qui un ancoraggio nel modello di un’identità non sottrattiva, bensì additiva e progressiva. Pur con tutti i distinguo del caso (pur non rischiando di mettere in pericolo quello che fin qui abbiamo raggiunto e restando realisticamente consapevoli delle difficoltà che ciò presenterebbe) continuo a credere che un investimento simbolico capace di ridare nuovi contenuti al nostro Statuto d’autonomia, cioè in definitiva al nostro “stare insieme” (questa volta magari più “miteinander” che “nebeneinander”), potrebbe anche servirsi di un approfondimento o di una riformulazione del progetto autodeterministico.

Gabriele Di Luca

Kohäsion+Inklusion Medien Selbstbestimmung | afk Zitać | Oskar Peterlini | Corriere | Catalunya | PDL&Co. SVP Vërc | Italiano

Categories
Autorinnen und Gastbeiträge

La democrazia sincopata.

Gerne empfangen und veröffentlichen wir diesen Gastbeitrag von Étranger:

Warum werden Bewohnerinnen dieses Landes beim Lesen der Zeitungen und Zeitschriften so häufig mit ethnischen Sprech- und Argumentationsmustern konfrontiert bzw. daran erinnert, dass die “wirklichen Probleme” dieses Landes ethnische Probleme sind?

La domanda, che introduce il contributo di Siegfried Baur al volume collettaneo Die ethnisch halbierte Wirklichkeit (a cura di Günther Pallaver, Studien Verlag, pagg. 140), costituisce un pò il filo conduttore di sei efficaci ricerche, sia teoriche che empiriche, tutte dedicate al tema del ruolo svolto dai mezzi di comunicazione all’interno di una società, come quella sudtirolese, “etnicamente frammentata”. La principale caratteristica di una tale società è la mancanza di un clima d’opinione e di uno spazio pubblico comune nel quale articolare e consolidare quei processi di legittimazione che conferirebbero una maggiore tenuta al proprio sistema istituzionale. Il punto di vista mediologico consente di visualizzare i luoghi e le dinamiche che di fatto rendono impossibile o ostacolano la creazione di un simile spazio, obliterato da una segmentazione dell’offerta nella quale si specchia la segmentazione imposta dal discorso politico. Quest’ultimo, come ci ricorda Pallaver, è infatti imperniato sul modello consociativo (Konkordanzmodell) e implica che alla convergenza degli interessi di vertice, ovvero di gestione, corrisponda una netta divisione di chi sta alla base, ossia la grande maggioranza dei cittadini.

Con una immagine: un sistema del genere assomiglia ad una casa suddivisa in appartamenti separati e amministrata in modo che i diversi inquilini non avvertano l’esigenza di intensificare il contatto reciproco (”so wenig als möglich, so viel als notwendig”). In ognuno di questi appartamenti si sviluppa e si cristallizza così inevitabilmente una costruzione della realtà che spesso non supera l’esercizio meramente riproduttivo del proprio punto di vista e raramente evade il cerchio della propria parzialità. “Genauso so wie es in Südtirol keine “Gesamtgesellschaft” gibt, sondern lediglich voneinander getrennte Subgesellschaften, genauso beliefern die einzelnen Medien nicht die Gesamtgesellschaft, sondern nur die jeweiligen Subgesellschaften. Dies betrifft aber auch nicht nur die Adressaten, sondern auch die Auswahl der Nachrichten”. La selezione preventiva e la canalizzazione delle informazioni cifra dunque il carattere “dimezzato” della società sudtirolese e rende il flusso comunicativo come sincopato, incapace di permeare e vivificare in modo omogeneo la società (si veda al riguardo la ricerca di Herman Atz sul consumo mediatico della popolazione in rapporto ai gruppi linguistici).

Il rischio, si sostiene nel libro, è allora che il capitale sociale presente sul territorio, vale a dire l’intreccio di fiducia, valori e norme condivisibili, venga disperso o comunque risulti impoverito dalla prevalente funzione monoidentitaria (e monolinguistica) attribuita alla comunicazione. Ciò non rappresenterebbe evidentemente soltanto una perdita secca nei confronti della resa meramente monetaria che si può ottenere da un’economia di frontiera (e dunque almeno potenzialmente plurilingue), ma andrebbe molto più gravemente ad incidere sulla qualità della nostra democrazia, sulla possibilità di dar vita ad una identità territorialmente condivisa (“Wir-Identität”) e dunque pregiudicherebbe l’evoluzione non conflittuale della stessa autonomia.

Dieci anni fa, stendendo un suo personale glossario, una sorta di rifondazione del linguaggio col quale poter parlare di un “altro Sudtirolo”, Alexander Langer concludeva con queste parole la voce “Information”:

Vieles würde sich in Südtirol zum besseren wenden, wenn es mehr Information gäbe, die die ethnischen Schranken durchbricht oder wenn ein großer Teil der Bevölkerung zumindest die Information beider Seiten berücksichtigte und den Versuch unternähme, auch einen anderen Standpunkt als den eigenen (nicht nur sprachlich) zu verstehen.

Parole che evidentemente non hanno perso la loro attualità.

Kohäsion+Inklusion Medien Publikationen | Zitać | Alexander Langer Günther Pallaver Hermann Atz | | Südtirol/o | | Deutsch Italiano