Lescha da linguas.

Am vergangenen Wochenende haben unsere Nachbarn im Kanton Graubünden mit einer Volksabstimmung das sogenannte Sprachengesetz (Lescha da linguas) angenommen. Dabei handelt es sich um einen Meilenstein in der schweizerischen Sprach- und Kulturpolitik. Das entspannt demokratische und selbstbestimmte Klima hat dazu geführt, dass die Mehrheit eine positive Diskriminierung (»affirmative action«) der kleineren Sprachgemeinschaften im Kanton gebilligt hat — im Sinne des Fortbestandes und der Pflege dessen, was als klare Chance für die Menschen empfunden wird: Mehrsprachigkeit.

Gerade für das Rätoromanische ist dieses Gesetz von größter Bedeutung: Die vierte Sprache der Schweiz wird im Kanton endgültig in den Stand einer gleichgestellten Amtssprache erhoben. In noch mehr Schulen wird sie als Lehrsprache verwendet werden; vor Gericht, in den Institutionen und gegenüber kantonalen Ämtern wird sie der deutschen und italienischen Sprache nicht mehr untergeordnet sein.

Auch hierzulande wäre (zumindest) fürs Ladinische eine positive Diskriminierung dringend vonnöten. Dagegen lässt man die dritte und älteste Landessprache vor sich hinsiechen, als »Sprache ohne Schule« und ohne klare Förderung. Das ist die Folge der heute herrschenden Ellbogenmentalität — anstatt des entspannten Miteinanders, das eine konstitutiv mehrsprachige Willensnation wie die Schweiz ermöglicht.

Siehe auch: Triling.

Kohäsion+Inklusion Minderheitenschutz Mitbestimmung Plurilinguismo Recht | Best Practices Good News | | | Grischun Ladinia Svizra | | Deutsch

Dreimalgut.

Drei.Ein Preis für 3. Das Unternehmen Hutchinson 3G mit Sitz in Hongkong verdient für seinen Auftritt als Telefongesellschaft (Drei) in unserem Lande besondere Anerkennung. Als einziger Mobilfunkbetreiber bietet es fast all seine Werbedrucksachen sowohl auf Italienisch als auch auf Deutsch an und zeigt somit, dass selbst große Konzerne den Verbraucher durchaus ernstnehmen können.

Sprachschutz ist Konsumentenschutz. Kundinnen werden nicht nur als Goldesel betrachtet, sondern auch als mündige Bürgerinnen, denen man Informationen in ihrer eigenen Sprache anbietet. Damit wird gleichzeitig der speziellen Situation unseres Landes Rechnung getragen und bewiesen: Respekt ist keine Frage des Geldes und schon gar keine Frage von Bevölkerungsanteilen — denn wir Südtirolerinnen machen lediglich 1% der Einwohnerinnen dieses Staates aus. Zur Nachahmung dringend empfohlen.

Hier einige Beispiele aus dem üppigen Angebot an Informations- und Werbematerial von Drei:

Tarifoptionen.

Alle Tarifoptionen in einer übersichtlichen Broschüre.

Angebot.

Werbeprospekt »Die Liebe zu 3 geht weiter…«

Telefon.

Für jedes Mobiltelefon eine spezielle Infokarte.

Über manchmal recht holprige Formulierungen kann man dabei geflissentlich hinwegsehen: Was noch nicht ist, kann ja noch werden. Die katalanische Regierung bietet übrigens Betrieben, die auf die Landessprache umsteigen möchten, unentgeltliche Hilfe bei der Umsetzung. Auf ähnliche Unterstützung können Unternehmen wie Drei in Südtirol nicht zurückgreifen.

Siehe auch:

Viersprachige Webseiten der Mobilfunkanbieter in der Schweiz:

Plurilinguismo Tech&Com Verbraucherinnen | Best Practices Good News | | | Catalunya Hong Kong Südtirol/o | | Deutsch

Mobilmachung.

Verkehrsverbund.

Im Rahmen der Verbraucherzentrale Südtirol wurde »Promobil« gegründet, eine Einrichtung, die den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stärken, dessen Qualität verbessern sowie die Rechte der Fahrgäste schützen soll.

Die derzeit laufende Online-Unterschriftensammlung hat die Verlegung des Bozner Hauptbahnhofs zum Gegenstand. Außerdem werden laufend Beschwerden und Verbesserungsvorschläge entgegengenommen, die in Folge den zuständigen Stellen übermittelt werden.

Mitbestimmung Mobilität Verbraucherinnen | Good News | | | Südtirol/o | | Deutsch

+23.5%

Das neue Jahr könnte nicht besser beginnen: Mit 2.527 Besucherinnen kann im Jänner einen satten Zuwachs von 23.5% verbuchen — nicht gegenüber dem Vormonat, sondern im Vergleich zum bisherigen Rekord vom November 2005!

Statistik Februar.

 

Am 24.01.07 wurde außerdem ein neuer Tagesspitzenwert von 169 Einzelbesucherinnen erreicht.

Das sind zwei gute Nachrichten zum 2. Geburtstag der Plattform, die am 02.02.2005 erstmals im Internet präsent war und seitdem eine unglaubliche Entwicklung zurückgelegt hat. Danke an alle, die dies ermöglicht haben!

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Einige Zahlen.

Jahresstatistik:

Jahres-Gesamtbesucherzahl: 9.104
Maximale Besucherinnenzahl/Tag: 143

Jahresstatistik 2006.
[Monat/Anteil/Einzelzugriffe/Seitenaufrufe – Statistikstart: 16.04.06]

Top 10 Seitenaufrufe im Jahr 2006:

1. Hauptseite (27.893)
2. Kategorie: WegZeichen (771)
3. WegZeichen Hauptseite (767)
4. Manifest (303)
5. Zweite Seite (192)
6. Kategorie: Souvenir (190)
7. Kategorie: Schwanzvergleich (189)
8. Fragen und Einwände (175)
9. Kategorie: Aktion (141)
10. Farbenlehre (84)

Top 10 Suchwörter im Jahr 2006:

1. brennerbasisdemokratie (140)
2. www.selbstbestimmung.net (110)
3. selbstbestimmung.net (66)
4. südtirol (37)
5. gabriele di luca (8)
6. blog (7)
7. katalonien (7)
8. schwanzvergleich (6)
9. hymne (5)
10. oberhofer (5)

Top 10 Browserprogramme 2006:

1. Internet Explorer (3.932)
2. Firefox (2.229)
3. Netscape (858)
4. Safari (719)
5. Mozilla (334)
6. Camino (114)
7. Curl (45)
8. Opera (43)
9. Konqueror (21)
10. Galeon (3)

Monatsstatistik Dezember:

Trotz eines klaren Einbruchs der Besucherzahlen während der Weihnachtsfeiertage wurden beinahe die Werte des Vormonats erreicht. Dennoch wurde zum ersten Mal seit Zählbeginn die Rekordserie unterbrochen. Bester Monat im Jahr 2006 bleibt damit der November.

Top 10 Seitenaufrufe im Dezember:

1. Hauptseite (5.823)
2. Kategorie: WegZeichen (251)
3. WegZeichen Hauptseite (194)
4. Kategorie: Souvenir (190)
5. Kategorie: Baukunst (83)
6. [Blaun] Hauptseite (74)
7. Fragen und Einwände (40)
8. Manifest (37)
9. Kategorie: [Blaun] (28)
10. Ohne viele Worte » Aufzug (27)

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Neuerlicher Anstieg.

Die Einzelzugriffe der Plattform haben auch im November wieder einen neuen Höchstwert erreicht: Die 2.000-Besucherinnen-Marke ist überschritten.

Statistik November.

Top 10 Seitenaufrufe im November:

1. Hauptseite (7.941)
2. WegZeichen Hauptseite (573)
3. Kategorie: WegZeichen (520)
4. Manifest (99)
5. Fragen und Einwände (55)
6. Zweite Seite (49)
7. Farbenlehre (39)
8. Kategorie: Schwanzvergleich (37)
9. Monatsarchiv: November (35)
10. Kategorie: Aktion (28)

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Freiheitsgewinn.

Serbien und Montenegro.

Nach jener von Tschechien und Slowakei erleben wir heute möglicherweise eine neue friedliche Trennung in Europa: Jene Montenegros (621.000 Einwohnerinnen) von Serbien, im letzten Überrest der ehemaligen jugoslawischen Konföderation. Über die Unabhängigkeit befinden in Ausübung der Menschenrechte und in bester demokratischer Tradition allein die Bürgerinnen Montenegros. Damit könnte auf unserem Kontinent erneut ein Staat mit weniger als einer Million Einwohnerinnen entstehen — wenig mehr Menschen, als in Südtirol leben.

Ungeachtet des Wahlausgangs tragen die Montenegrinerinnen den Sieg davon: Ihre Zukunft wird so sein, wie sie frei beschließen!

Keine Angst vor Demokratie!

Siehe auch:

Democrazia Grundrechte Kleinstaaten Selbstbestimmung | Good News | | | Europa | | Deutsch