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Sport als Engagement.

FC Barcelona.Dass Sport unpolitisch sein muss, ist ein kapital(istisch)es Missverständnis, das mit der fortschreitenden Vermarktung der körperlichen Ertüchtigung in unsere Gesellschaft eingraviert wurde. Im Grunde ist dies nichts anderes als eine Rückkehr zu panem et circenses, dem Sport als Ablenkung, als reine Belustigung und Volksverblödung.

Von dieser Entwicklung konsequent ferngehalten hat sich der große katalanische Fußballclub FC Barcelona, der während der spanischen Diktatur eine Bastion des sportlichen Antifranquismus war. Mit der »transició«, dem Übergang Spaniens zur Demokratie, ist diese Geisteshaltung nahtlos in ein deutliches Engagement für die Gleichberechtigung und Autonomie Kataloniens übergegangen; Katalanisch ist offizielle Sprache des Klubs, und die Führung setzt sich unmissverständlich für die Einführung unabhängiger katalanischer »National«-Teams ein.

Über Jahrzehnte hat sich die kulturelle Tradition des Vereins auch über die Verweigerung gezeigt, einen Hauptsponsor (Trikotsponsor) zu führen. Nur das vereinseigene Wappen thronte gut sichtbar auf den Spielerbrüsten. Seit der laufenden Spielsaison hat Barça nun den Spieß sogar umgedreht: Auf den Trikots ist jetzt das Logo der Unicef abgebildet. Für dieses Privileg überweist der Verein über seine Stiftung jährlich 1.5 Mio. Euro an das UN-Kinderhilfswerk. Ein wunderbares Beispiel, wie tugendhaft sich Engagement und Engagement verketten können. Und wie wohltuend es sein kann, wenn Fußball nicht Hooligans bedient, sondern Ideale.

Siehe auch:

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Schotten rüsten sich.

Schottland.Die olympischen Spiele sind die einzige große Sportveranstaltung, die Schottland noch unter britischer Flagge bestreitet. Wenn es nach dem Willen des neuen schottischen Premierministers Alex Salmond (SNP) geht, soll dies schon bald der Vergangenheit angehören: Laut Angaben seiner Partei bereitet er eine Offensive für die Spiele vor, die im Jahr 2012 in der englischen Hauptstadt stattfinden. Bis dahin will er, wie in seinem Wahlprogramm versprochen, beim IOK die letzte Hürde für die unabhängige Teilnahme Schottlands genommen haben. Das Land verfügt bereits über international anerkannte Teams in allen Sportarten. Mit ihnen will er die Initiative abstimmen.

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Lescha da linguas.

Am vergangenen Wochenende haben unsere Nachbarn im Kanton Graubünden mit einer Volksabstimmung das sogenannte Sprachengesetz (Lescha da linguas) angenommen. Dabei handelt es sich um einen Meilenstein in der schweizerischen Sprach- und Kulturpolitik. Das entspannt demokratische und selbstbestimmte Klima hat dazu geführt, dass die Mehrheit eine positive Diskriminierung (»affirmative action«) der kleineren Sprachgemeinschaften im Kanton gebilligt hat — im Sinne des Fortbestandes und der Pflege dessen, was als klare Chance für die Menschen empfunden wird: Mehrsprachigkeit.

Gerade für das Rätoromanische ist dieses Gesetz von größter Bedeutung: Die vierte Sprache der Schweiz wird im Kanton endgültig in den Stand einer gleichgestellten Amtssprache erhoben. In noch mehr Schulen wird sie als Lehrsprache verwendet werden; vor Gericht, in den Institutionen und gegenüber kantonalen Ämtern wird sie der deutschen und italienischen Sprache nicht mehr untergeordnet sein.

Auch hierzulande wäre (zumindest) fürs Ladinische eine positive Diskriminierung dringend vonnöten. Dagegen lässt man die dritte und älteste Landessprache vor sich hinsiechen, als »Sprache ohne Schule« und ohne klare Förderung. Das ist die Folge der heute herrschenden Ellbogenmentalität — anstatt des entspannten Miteinanders, das eine konstitutiv mehrsprachige Willensnation wie die Schweiz ermöglicht.

Siehe auch: Triling.

Kohäsion+Inklusion Minderheitenschutz Mitbestimmung Plurilinguismo Recht | Best Practices Good News | | | Grischun Ladinia Svizra | | Deutsch

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Catalunya-España 5:3.

Catalunya - España.Trotz zum Teil massiven Widerstands der spanischen Politik ist am vergangenen 11. Juni eine absolute Premiere über die Bühne gegangen: Zum ersten Mal standen sich zwei international voll anerkannte Nationalteams aus Katalonien und Spanien in einem offiziellen Spiel gegenüber, und zwar bei der Hallenfußball-Weltmeisterschaft, die derzeit in Russland abgehalten wird. Beide Teams traten mit ihren eigenen Nationalfarben und jeweiliger Hymne an. Die Katalanen konnten das Spiel mit fünf Treffern zu drei für sich entscheiden.

Katalonien führt bereits in mehreren als sekundär betrachteten Sportarten eigene Mannschaften mit voller internationaler Anerkennung. So zum Beispiel im Rollerhockey, Eisstockschießen oder Karate. Vom 8. bis 10. Juni wurden in Reus die zweiten »Tage der katalanischen Nationalteams« unter großer Publikumsbeteiligung gefeiert. Als Gegner für Vorzeige-Freundschaftsspiele waren u. a. italienische Nationalmannschaften dabei – die sich einer ähnlichen Veranstaltung in Südtirol wahrscheinlich widersetzen würden.

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Seltene Eintracht.

Ein gutes Zeichen vor Gründung der Demokratischen Partei war die jüngste Haushalts- und Kürzungsdebatte zwischen Zentral-Rom und unserem Land. Unisono wie kaum machten sich Volkspartei und Mittelinks (und da besonders die Linksdemokraten) für eine Ausweitung der autonomen Zuständigkeiten stark, um aus dem Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzen eine Win-Win-Situation zu schmieden: Südtirol verzichtet nur indirekt auf Mehrzuweisungen, indem es für neue Zuständigkeiten keine finanziellen Mittel fordert, sondern diese aus dem bestehenden Haushalt finanziert. Nach der ärgerlichen Dachmarken-Angelegenheit endlich wieder eine gute Nachricht von den linken Regierungsparteien.

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Dreimalgut.

Drei.Ein Preis für 3. Das Unternehmen Hutchinson 3G mit Sitz in Hongkong verdient für seinen Auftritt als Telefongesellschaft (Drei) in unserem Lande besondere Anerkennung. Als einziger Mobilfunkbetreiber bietet es fast all seine Werbedrucksachen sowohl auf Italienisch als auch auf Deutsch an und zeigt somit, dass selbst große Konzerne den Verbraucher durchaus ernstnehmen können.

Sprachschutz ist Konsumentenschutz. Kundinnen werden nicht nur als Goldesel betrachtet, sondern auch als mündige Bürgerinnen, denen man Informationen in ihrer eigenen Sprache anbietet. Damit wird gleichzeitig der speziellen Situation unseres Landes Rechnung getragen und bewiesen: Respekt ist keine Frage des Geldes und schon gar keine Frage von Bevölkerungsanteilen — denn wir Südtirolerinnen machen lediglich 1% der Einwohnerinnen dieses Staates aus. Zur Nachahmung dringend empfohlen.

Hier einige Beispiele aus dem üppigen Angebot an Informations- und Werbematerial von Drei:

Tarifoptionen.

Alle Tarifoptionen in einer übersichtlichen Broschüre.

Angebot.

Werbeprospekt »Die Liebe zu 3 geht weiter…«

Telefon.

Für jedes Mobiltelefon eine spezielle Infokarte.

Über manchmal recht holprige Formulierungen kann man dabei geflissentlich hinwegsehen: Was noch nicht ist, kann ja noch werden. Die katalanische Regierung bietet übrigens Betrieben, die auf die Landessprache umsteigen möchten, unentgeltliche Hilfe bei der Umsetzung. Auf ähnliche Unterstützung können Unternehmen wie Drei in Südtirol nicht zurückgreifen.

Siehe auch:

Viersprachige Webseiten der Mobilfunkanbieter in der Schweiz:

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Mobilmachung.

Verkehrsverbund.

Im Rahmen der Verbraucherzentrale Südtirol wurde »Promobil« gegründet, eine Einrichtung, die den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stärken, dessen Qualität verbessern sowie die Rechte der Fahrgäste schützen soll.

Die derzeit laufende Online-Unterschriftensammlung hat die Verlegung des Bozner Hauptbahnhofs zum Gegenstand. Außerdem werden laufend Beschwerden und Verbesserungsvorschläge entgegengenommen, die in Folge den zuständigen Stellen übermittelt werden.

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+23.5%

Das neue Jahr könnte nicht besser beginnen: Mit 2.527 Besucherinnen kann im Jänner einen satten Zuwachs von 23.5% verbuchen — nicht gegenüber dem Vormonat, sondern im Vergleich zum bisherigen Rekord vom November 2005!

Statistik Februar.

 

Am 24.01.07 wurde außerdem ein neuer Tagesspitzenwert von 169 Einzelbesucherinnen erreicht.

Das sind zwei gute Nachrichten zum 2. Geburtstag der Plattform, die am 02.02.2005 erstmals im Internet präsent war und seitdem eine unglaubliche Entwicklung zurückgelegt hat. Danke an alle, die dies ermöglicht haben!

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