{"id":200,"date":"2006-09-22T10:16:26","date_gmt":"2006-09-22T08:16:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.selbstbestimmung.net\/?page_id=200"},"modified":"2025-05-26T19:41:49","modified_gmt":"2025-05-26T17:41:49","slug":"haufig-gestellte-fragen-und-vorgebrachte-einwande","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=200","title":{"rendered":"FAQ."},"content":{"rendered":"<p id=\"FD\"><a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=200#FI\">[Italiano]<\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">A) Das Projekt.<\/span><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>A1) Was will <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> eigentlich? <a href=\"#25D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A2) Seid ihr f\u00fcr die Selbstbestimmung oder f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit? <a href=\"#1D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A3) Was ist der Unterschied zwischen Selbstbestimmung und Unabh\u00e4ngigkeit? <a href=\"#A3\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A4) Warum braucht es zur Umsetzung des von <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> vorgeschlagenen Modells die Unabh\u00e4ngigkeit? W\u00e4re es nicht auch mit der Autonomie realisierbar? <a href=\"#17D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A5) Unabh\u00e4ngigkeit = Egoismus? <a href=\"#11D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A6) Ist <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> \u00bbunbedingt\u00ab f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit? <a href=\"#20D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A7) Was sind eurer Meinung nach die konkreten Vorteile\/Folgen der Selbst\u00e4ndigkeit? <a href=\"#2D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A8) Seid ihr fremdenfeindlich? <a href=\"#5D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A9) Seid ihr italiener:innenfeindlich? <a href=\"#3D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A10) Seid ihr italienfeindlich? <a href=\"#4D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A11) Warum gr\u00fcndet ihr nicht eine Partei und\/oder kandidiert (um zu sehen, wie viele eure Ideen teilen)? <a href=\"#A11\">\u21e5<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">B) Grenzenlos demokratisch!<\/span><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>B1) Eure Vorschl\u00e4ge sind nicht verfassungskonform. <a href=\"#B1\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B2) S\u00fcdtirol wurde mit dem Blut der italienischen Soldaten (mit dem Blut \u00bbunserer V\u00e4ter\/Gro\u00dfv\u00e4ter\u00ab\u2026) erobert. <a href=\"#B2\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B3) In Europa kann man keine neuen Grenzen ziehen. Es gibt keine Grenzen mehr. <a href=\"#13D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B4) Sezessionismus ist eine Gegenbewegung zur europ\u00e4ischen Einigung. <a href=\"#B3\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B5) Was bedeutet Unabh\u00e4ngigkeit im heutigen Europa? <a href=\"#9D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B6) Was unterscheidet den von euch vorgeschlagenen Staat von einem Nationalstaat? <a href=\"#46D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B7) Warum nicht abwarten, bis sich die EU in ein Europa der Regionen wandelt? Warum nicht das Ende der Nationalstaaten abwarten? <a href=\"#B6\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B8) Glaubt ihr wirklich, dass die Unabh\u00e4ngigkeit automatisch zur \u00dcberwindung der Nationalismen f\u00fchren wird? <a href=\"#14D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B9) Ihr wollt eine \u00bbNation ohne Nation\u00ab? Das w\u00e4re doch nichts weniger als die Quadratur des Kreises! <a href=\"#15D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B10) W\u00e4re ein allgemeines, demokratisches Selbstbestimmungsrecht nicht der direkte Weg in die Kleinstaaterei? <a href=\"#39D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B11) Nehmen wir an, S\u00fcdtirol w\u00e4re unabh\u00e4ngig: Was w\u00fcrde passieren, wenn sich ein Teil davon wiederum abspalten m\u00f6chte? <a href=\"#38D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B12) Italien hat uns auch viel Positives gebracht, z.B. unsere Esskultur bereichert. <a href=\"#8D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B13) Warum versucht ihr nicht, gemeinsam mit anderen Selbstbestimmungs- und Unabh\u00e4ngigkeitsbef\u00fcrworter:innen im Land <em>(Freiheitliche, S\u00fcd-Tiroler Freiheit<\/em> usw.) eine Allianz zu bilden? <a href=\"#B13\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B14) Warum seid ihr gegen eine \u00bbR\u00fcckkehr\u00ab S\u00fcdtirols zu \u00d6sterreich? <a href=\"#42D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B15) Was wenn sich die Mehrheit der S\u00fcdtiroler:innen f\u00fcr eine Angliederung an \u00d6sterreich aussprechen w\u00fcrde? <a href=\"#43D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B16) Die \u00d6sterreicher:innen wollen euch sowieso nicht haben. Ihr seid die \u00bbTerroni\u00ab des deutschen Sprachraums. <a href=\"#B16\">\u21e5<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">C) Nicht wirklich!<\/span><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>C1) Gibt es denn keine wichtigeren Probleme als die Selbstbestimmung? <a href=\"#41D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C2) Uns geht es doch gut! Warum sollten wir uns von Italien abspalten? <a href=\"#40D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C3) Ihr sagt, dass ihr f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit S\u00fcdtirols von Italien seid, aber das italienische Geld nehmt ihr gerne. <a href=\"#C3\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C4) S\u00fcdtirol nimmt mehr Geld von Italien, als es an Italien abgibt \u2014 ihr seid also undankbar. Ohne Italien w\u00e4re S\u00fcdtirol nie so wohlhabend geworden, wie es heute ist. <a href=\"#C4\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C5) Warum Unabh\u00e4ngigkeit? Die S\u00fcdtiroler:innen aller Sprachgruppen sind heute freier als je zuvor. <a href=\"#32D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C6) Laut V\u00f6lkerrecht steht die Selbstbestimmung nur Kolonien und unterdr\u00fcckten Minderheiten zu. <a href=\"#29D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C7) Nicht die kollektive Selbstbestimmung ist wichtig, sondern die individuelle Selbstbestimmung jeder einzelnen B\u00fcrgerin, jedes einzelnen B\u00fcrgers. <a href=\"#34D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C8) Wer sich f\u00fcr die Selbstbestimmung einsetzt ist ein:e Antiautonomist:in. Sie verliert daher auch die Berechtigung, an der Fortentwicklung der Autonomie mitzuwirken. <a href=\"#37D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C9) Das <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Projekt ist wunderbar \u2014 es setzt aber eine sehr aufgekl\u00e4rte Gesellschaft voraus und wird deshalb eine Utopie bleiben. <a href=\"#18D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C10) Ihr habt ein fertiges, starres und unverhandelbares Modell entwickelt, womit es unm\u00f6glich ist, sich auf Diskussionen einzulassen. <a href=\"#30D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C11) <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> vergleicht S\u00fcdtirol manchmal mit der Schweiz, doch in der Schweiz leben die Sprachgemeinschaften in jeweils einsprachigen Kantonen. <a href=\"#28D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C12) Die S\u00fcdtiroler:innen sprechen gar kein richtiges Deutsch, niemand im deutschen Sprachraum versteht sie. Sie haben daher nichts mit einem wie auch immer gearteten deutschen Kulturraum zu tun. <a href=\"#C12\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C13) Ihr behauptet, \u00fcberparteilich zu sein, ergreift dann aber doch immer wieder Partei! <a href=\"#44D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C14) Ihr werft anderen Medien vor, parteiisch zu sein \u2014 dabei seid ihr es doch selbst. <a href=\"#45D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">D) Miteinander oder gar nicht.<\/span><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>D1) Bei einem Selbstbestimmungsreferendum w\u00fcrde die Mehrheit \u00fcber die Minderheit bestimmen (\u00bbdr\u00fcberfahren\u00ab). <a href=\"#35D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D2) Wie kann verhindert werden, dass sich zahlenm\u00e4\u00dfige und sprachliche Mehr- und Minderheiten (Frage D1) entsprechen, dass also \u00bbdie Deutschen\u00ab \u00fcber \u00bbdie Italiener\u00ab entscheiden? <a href=\"#36D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D3) Was geschieht im unabh\u00e4ngigen S\u00fcdtirol mit der italienischen und der ladinischen Minderheit? <a href=\"#22D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D4) Die Italiener:innen h\u00e4ngen aber an Italien. <a href=\"#D4\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D5) Wenn es euch hier nicht gef\u00e4llt, dann geht doch nach \u00d6sterreich (bzw. woanders hin)! <a href=\"#D5\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D6) Was ist eine postethnische Gesellschaft? Setzt sie den postethnischen Menschen voraus? <a href=\"#21D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D7) \u2018Postethnisch\u2019 gibt es nicht. Die Ethnie ist eine der am tiefsten verwurzelten menschlichen Eigenschaften. <a href=\"#24D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D8) Ich glaube nicht, dass die Trennung nach Sprachgruppen in einem unabh\u00e4ngigen S\u00fcdtirol \u00fcberwunden werden kann. Es w\u00e4re besser, wenn wir hier und jetzt daran arbeiten. <a href=\"#19D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">E) F\u00fcrchtet euch nicht!<\/span><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>E1) Die Forderung nach Selbstbestimmung ist ein gef\u00e4hrliches Experiment. <a href=\"#E1\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E2) Die Selbstbestimmung, also die Abhaltung einer Volksabstimmung \u00fcber die Zukunft S\u00fcdtirols, w\u00e4re eine zweite Option! <a href=\"#33D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E3) Die Selbstbestimmung ist ein zweischneidiges Schwert: Wenn sich die Bev\u00f6lkerung in einer Abstimmung gegen die Unabh\u00e4ngigkeit entscheidet, wird uns Italien auch noch die Autonomie wegnehmen. <a href=\"#27D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E4) Das Beispiel Jugoslawien sollte uns gelehrt haben, wohin Unabh\u00e4ngigkeitsw\u00fcnsche f\u00fchren k\u00f6nnen (Balkanisierungsgefahr). <a href=\"#31D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E5) S\u00fcdtirol ist doch zu klein, um als eigenst\u00e4ndiges Land zu \u00fcberleben. <a href=\"#6D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E6) S\u00fcdtirols Wirtschaftskraft reicht nicht aus, um als unabh\u00e4ngiges Land zu \u00fcberleben. <a href=\"#7D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E7) S\u00fcdtirol m\u00fcsste anteilsm\u00e4\u00dfig die italienischen Staatsschulden \u00fcbernehmen, k\u00f6nnte diese aber niemals abzahlen. <a href=\"#16D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E8) W\u00fcrde S\u00fcdtirol nicht aus der EU fliegen? <a href=\"#10D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E9) M\u00fcsste ein unabh\u00e4ngiges S\u00fcdtirol nicht die Eurozone verlassen? <a href=\"#12D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E10) Ich m\u00f6chte nicht in einem unabh\u00e4ngigen Land leben, in dem eine einzige Partei so viel Macht hat. <a href=\"#23D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E11) Ich will mich doch nicht von <em>Freiheitlichen<\/em> und <em>S\u00fcd-Tiroler Freiheit<\/em> regieren lassen. <a href=\"#26D\">\u21e5<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/> <hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<h6 id=\"FI\"><strong>Domande e obiezioni frequenti.<\/strong><\/h6>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">A) Il Progetto.<\/span><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>A1) Quali sono i fini di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">? <a href=\"#25I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A2) <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> si batte per l&#8217;autodeterminazione o per l&#8217;indipendenza? <a href=\"#1I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A3) Qual \u00e8 la differenza fra autodeterminazione e indipendenza? <a href=\"#A3I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A4) Per quale ragione pensate che la realizzazione del modello di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> necessiti dell&#8217;indipendenza? Non sarebbe attuabile anche all&#8217;interno dell&#8217;autonomia? <a href=\"#17I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A5) Indipendenza = egoismo? <a href=\"#11I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A6) Siete favorevoli all&#8217;indipendenza ad ogni costo? <a href=\"#20I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A7) Quali, secondo voi, sono i vantaggi e le conseguenze concreti dell&#8217;indipendenza? <a href=\"#2I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A8) Siete xenofobi? <a href=\"#5I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A9) Siete antiitaliani? <a href=\"#3I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>A10) Odiate l&#8217;Italia? <a href=\"#4I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">B) Democrazia senza confini!<\/span><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>B1) Le vostre proposte sono incostituzionali. <a href=\"#B1I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B2) Il Sudtirolo \u00e8 stato conquistato con il sangue dei soldati italiani (con il sangue dei nostri padri\/nonni\u2026). <a href=\"#B2I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B3) In Europa non si possono creare nuovi confini. I confini non esistono pi\u00f9. <a href=\"#13I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B4) Il secessionismo \u00e8 contrario all&#8217;unificazione europea. <a href=\"#B4I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B5) Che significato pu\u00f2 avere l&#8217;indipendenza nell&#8217;Europa odierna? <a href=\"#9I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B6) Che cosa distingue lo stato da voi proposto da uno stato nazionale? <a href=\"#B6I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B7) Perch\u00e9 non attendere che l&#8217;UE si regionalizzi? Perch\u00e9 non aspettare la fine degli stati-nazione? <a href=\"#B7I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B8) Davvero siete convinti che l&#8217;indipendenza comporti autmaticamente il superamento dei nazionalismi? <a href=\"#14I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B9) Una nazione senza nazione? Ma sarebbe la quadratura del cerchio! <a href=\"#15I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B10) Un diritto di autodeterminazione generalizzato e democratico non porterebbe direttamente a un mondo di microstati? <a href=\"#B10I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B11) Ammesso che il Sudtirolo diventi uno stato indipendente: che cosa succederebbe se una sua parte volesse secedere a sua volta? <a href=\"#B11I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B12) L&#8217;Italia ha portato cose positive al Sudtirolo, ad esempio ne ha arricchito la cucina. <a href=\"#8I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B13) Perch\u00e9 non vi alleate con altre forze sudtirolesi favorevoli all&#8217;autodeterminazione e\/o all&#8217;indipendenza <em>(Freiheitliche, S\u00fcd-Tiroler Freiheit<\/em> ecc.)? <a href=\"#B13I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B14) Per quale ragione siete contrari a una riannessione del Sudtirolo all&#8217;Austria? <a href=\"#B14I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B15) E se la maggioranza delle\/dei sudtirolesi si esprimesse a favore di un ritorno all&#8217;Austria? <a href=\"#B15I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>B16) Gli austriaci non vi vogliono. Siete i \u00abterroni\u00bb dell&#8217;area tedesca. <a href=\"#B16I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">C) Veramente\u2026 no!<\/span><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>C1) Ma non ci sono problemi pi\u00f9 urgenti dell&#8217;autodeterminazione? <a href=\"#C1I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C2) Stiamo cos\u00ec bene! Perch\u00e9 dovremmo separarci dall&#8217;Italia? <a href=\"#C2I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C3) Dite che siete favorevoli all&#8217;indipendenza dall&#8217;Italia ma i soldi italiani li prendete volentieri. <a href=\"#C3I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C4) Il Sudtirolo riceve pi\u00f9 soldi dall&#8217;Italia di quanti ne paga \u2014 siete degli ingrati. Senza l&#8217;Italia il Sudtirolo non sarebbe mai diventato cos\u00ec benestante. <a href=\"#C4I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C5) Perch\u00e9 volete l&#8217;indipendenza? Le\/I sudtirolesi oggi sono pi\u00f9 liberi che mai. <a href=\"#C5I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C6) Secondo il diritto internazionale l&#8217;autodeterminazione \u00e8 riservata alle colonie e alle minoranze oppresse. <a href=\"#29I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C7) Non \u00e8 tanto importante l&#8217;autodeterminazione collettiva, quanto quella individuale di ogni cittadina e cittadino. <a href=\"#C7I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C8) Chi si impegna per l&#8217;autodeterminazione \u00e8 un antiautonomista. Perde quindi il diritto a impegnarsi per lo sviluppo dell&#8217;autonomia. <a href=\"#C8I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C9) Il progetto di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> \u00e8 ottimo \u2014 ma presuppone una societ\u00e0 molto illuminata ed \u00e8 quindi destinato a rimanere un&#8217;utopia. <a href=\"#18I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C10) <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> propone un modello predefinito, inflessibile e non trattabile, quindi \u00e8 inutile discuterne. <a href=\"#30I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C11) Spesso su <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> si leggono paragoni con la Svizzera, ma in Svizzera le comunit\u00e0 linguistiche vivono separate in cantoni monolingui. <a href=\"#28I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C12) Le\/i sudtirolesi non parlano tedesco e nessuno nei paesi di lingua tedesca li capisce. Non hanno nulla a che fare con l&#8217;area culturale tedesca. <a href=\"#C12I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C13) Vi dichiarate apartitici \u2014 ma siete comunque di parte! <a href=\"#C13I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>C14) Accusate i media di essere faziosi, ma lo siete anche voi! <a href=\"#C14I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">D) Tutti insieme o nulla.<\/span><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>D1) In caso di referendum di autodeterminazione la maggioranza deciderebbe sulle sorti della minoranza. <a href=\"#D1I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D2) Come si pu\u00f2 evitare che maggioranza e minoranza numerica coincidano con maggioranza e minoranza linguistica (domanda D1) e che quindi \u00abi tedeschi\u00bb decidano sugli \u00abitaliani\u00bb? <a href=\"#D2I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D3) Che cosa accadrebbe con le minoranze italiana e ladina nel Sudtirolo indipendente? <a href=\"#22I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D4) Le cittadine e i cittadini di lingua italiana sono attaccate\/i all&#8217;Italia. <a href=\"#D4I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D5) Se qui non vi piace andatevene in Austria (oppure: altrove)! <a href=\"#D5I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D6) Che cos&#8217;\u00e8 una societ\u00e0 postetnica? Presuppone l&#8217;uomo postetnico? <a href=\"#21I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D7) Il \u2018postetnicismo\u2019 non \u00e8 realizzabile. L&#8217;etnia \u00e8 una delle caratteristiche umane pi\u00f9 profondamente radicate. <a href=\"#24I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>D8) Non credo che la separazione fra i gruppi linguistici possa venire superata in un Sudtirolo indipendente. Sarebbe meglio perseguire questo fine qui e ora. <a href=\"#19I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">E) Senza timori!<\/span><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>E1) L&#8217;autodeterminazione \u00e8 un esperimento pericoloso. <a href=\"#E1I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E2) L&#8217;autodeterminazione ovvero l&#8217;indizione di un referendum sul futuro del Sudtirolo sarebbe una ripetizione delle opzioni. <a href=\"#33I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E3) L&#8217;autodeterminazione \u00e8 un&#8217;arma a doppio taglio: Se la popolazione in un referendum si esprimesse contro l&#8217;indipendenza, l&#8217;Italia ci toglierebbe anche l&#8217;autonomia. <a href=\"#27I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E4) L&#8217;esempio della Yugoslavia dovrebbe averci insegnato a cosa portano le velleit\u00e0 indipendentiste (pericolo di balcanizzazione). <a href=\"#E4I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E5) Il Sudtirolo \u00e8 troppo piccolo per sopravvivere come entit\u00e0 indipendente. <a href=\"#6I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E6) La forza economica del Sudtirolo non \u00e8 sufficiente a garantirci la sopravvivenza come stato indipendente. <a href=\"#7I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E7) Il Sudtirolo dovrebbe accollarsi la sua parte del debito sovrano italiano, ma non sarebbe in grado di estinguerlo. <a href=\"#16I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E8) Ma il Sudtirolo non sarebbe espulso dall&#8217;UE? <a href=\"#10I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E9) Il Sudtirolo indipendente dovrebbe lasciare la zona Euro? <a href=\"#12I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E10) Non voglio vivere in una terra indipendente nella quale un unico partito ha un tale potere. <a href=\"#23I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<li>E11) Non voglio farmi governare da <em>Freiheitliche<\/em> e <em>S\u00fcd-Tiroler Freiheit.<\/em> <a href=\"#26I\">\u21e5<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/> <hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p id=\"25D\"><strong>A1) Was will <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> eigentlich?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>In aller K\u00fcrze: Wir w\u00fcnschen uns ein mehrsprachiges, nicht mehr ethnozentrisch ausgerichtetes S\u00fcdtirol, dem europ\u00e4ischen Einigungsprozess verpflichtet und losgel\u00f6st von jeglichem Nationalstaat. Vergleiche hierzu unter anderem das <a title=\":BBD:-Manifest.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=183\"><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Manifest<\/a> sowie die Fragen <a href=\"#17D\">A4,<\/a> A7 und B6.<\/p>\n<p id=\"1D\"><strong>A2) Seid ihr f\u00fcr die Selbstbestimmung oder f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> spricht sich in erster Linie f\u00fcr die Selbstbestimmung aus. Das hei\u00dft, die Bev\u00f6lkerung soll die M\u00f6glichkeit bekommen, in einem partizipativen Verfahren und anschlie\u00dfend in einer Abstimmung frei \u00fcber ihre Zukunft zu befinden (Unabh\u00e4ngigkeit\/Verbleib bei Italien\/anderes Szenario). Sollte es zu einem derartigen Beteiligungsverfahren kommen, wird sich <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit S\u00fcdtirols vom Nationalstaat Italien einsetzen, weil wir davon \u00fcberzeugt sind, dass diese L\u00f6sung mit Abstand die bessere f\u00fcr unser Land w\u00e4re. Wir k\u00f6nnten dann frei und im Konsens dar\u00fcber entscheiden, wie wir uns ein tats\u00e4chlich friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben der Menschen in S\u00fcdtirol vorstellen. Rom und Wien k\u00f6nnen unsere Probleme nicht l\u00f6sen, weil sie einerseits sehr spezifisch sind und andererseits in einem nationalstaatlichen Rahmen \u2014 selbst mit einer Teilautonomie, wie wir sie heute haben \u2014 gar nicht dauerhaft l\u00f6sbar sind. Vergleiche auch Frage A3 und <a href=\"#20D\">Frage A6.<\/a><\/p>\n<p id=\"A3\"><strong>A3) Was ist der Unterschied zwischen Selbstbestimmung und Unabh\u00e4ngigkeit?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Die Selbstbestimmung ist ein Akt bzw. ein Prozess, mittels dessen man zum Beispiel \u00fcber den politisch-institutionellen Rahmen eines Gebiets befinden kann. Sie kann sich in einer Volksabstimmung, in einem parlamentarischen Entscheid oder in einem partizipativen Prozess \u2014 bzw. einer Kombination dieser Verfahren \u2014 \u00e4u\u00dfern.<br \/>\nDie staatliche Unabh\u00e4ngigkeit ist (neben der innerstaatlichen Autonomie, der Angliederung an einen anderen Staat usw.) eines der m\u00f6glichen Ziele, die man im Rahmen eines Selbstbestimmungsprozesses verfolgen (und m\u00f6glicherweise erreichen) kann.<\/p>\n<p id=\"17D\"><strong>A4) Warum braucht es zur Umsetzung des von <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> vorgeschlagenen Modells die Unabh\u00e4ngigkeit? W\u00e4re es nicht auch mit der Autonomie realisierbar?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Minderheiten werden unserer Auffassung nach in einem Nationalstaat nie ohne Risiken auf Schutzmechanismen verzichten k\u00f6nnen, die jedoch ihrerseits die Trennung zwischen den Sprachgruppen perpetuieren und reproduzieren.<br \/>\nDie Autonomie steht uns S\u00fcdtiroler:innen zu, weil wir uns vom \u00fcbrigen Staatsvolk unterscheiden, also, weil wir \u00bbnational\u00ab nicht dazugeh\u00f6ren. Dies ist also ein dauernder Ansporn daf\u00fcr, dass sich \u00bbDeutsche\u00ab und \u00bbLadiner:innen\u00ab m\u00f6glichst von ihren Mitb\u00fcrger:innen italienischer Sprache abgrenzen. Schlie\u00dflich wird die Legitimierung f\u00fcr diese Autonomie hinf\u00e4llig, sobald wir uns nicht mehr hinreichend vom Staatsvolk unterscheiden. Diese Tatsache ist freilich keine gute Voraussetzung f\u00fcr ein entkrampftes Miteinander.<br \/>\nUm ein neues Gesellschaftsmodell umzusetzen, brauchen wir den n\u00f6tigen Handlungsspielraum direkt vor Ort \u2014 doch die Autonomie ben\u00f6tigt immer eine \u00fcbergeordnete Absicherung. Absicherung bedeutet einerseits Sicherheit, doch \u2014 wie wir wissen \u2014 im Gegenzug auch Starrheit: Selbst wenn wir auch im Lande einverstanden sind, wir k\u00f6nnen am Rahmen, den das Autonomiestatut vorgibt, alleine nichts \u00e4ndern, sogar Feinjustierungen bed\u00fcrfen der Zustimmung aus Rom und Wien.<\/p>\n<p>Wenn wir vom <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Modell sprechen, schwingt ferner nat\u00fcrlich immer auch eine Zukunftsvision f\u00fcr Europa mit: Wir w\u00fcnschen uns ein Europa der Regionen, das nach dem Subsidiarit\u00e4tsprinzip aufgebaut ist und den heutigen <em>Club der Nationalstaaten<\/em> abl\u00f6st. Nat\u00fcrlich entscheiden nicht wir hier in S\u00fcdtirol alleine, wie das Europa von morgen aussieht, aber wir k\u00f6nnen es auf Augenh\u00f6he mit allen anderen mitgestalten.<\/p>\n<p id=\"11D\"><strong>A5) Unabh\u00e4ngigkeit = Egoismus?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Der Unabh\u00e4ngigkeitswunsch auf egoistischen Pr\u00e4missen fu\u00dfen, doch unsere Motive sind v\u00f6llig andere. Wir wollen nicht mehr Geld, sondern mehr Verantwortung \u00fcbernehmen und uns gesellschaftlich weiterentwickeln: Das <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Manifest spricht ausdr\u00fccklich die innere und \u00e4u\u00dfere Solidarit\u00e4t an, wobei letzteres bedeutet, dass wir auch in Zukunft \u2014 nach M\u00f6glichkeit in gr\u00f6\u00dferem Umfang als heute \u2014 \u00e4rmeren Regionen unter die Arme greifen wollen. In der EU geschieht dies automatisch \u00fcber den europ\u00e4ischen Finanzausgleich, in der restlichen Welt \u00fcber Kooperation und Entwicklungshilfe. Zudem k\u00f6nnte S\u00fcdtirol u.U. \u2014 wie die Schweiz oder andere neutrale L\u00e4nder \u2014 eine internationale und interregionale Vermittlungsrolle bei Konflikten wahrnehmen.<\/p>\n<p id=\"20D\"><strong>A6) Ist <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> \u00bbunbedingt\u00ab f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Nein, den Unabh\u00e4ngigkeitswunsch kn\u00fcpfen wir sehr wohl an Bedingungen. Er ist unserer Auffassung nach in jenem Ma\u00dfe gerechtfertigt, wie die Grundlage f\u00fcr ein besseres Zusammenleben, die Mehrsprachigkeit und ein funktionierendes, solidarisches Gemeinwesen geschaffen werden kann. Einen Sprung ins Ungewisse lehnen wir ab: Parallel zur Losl\u00f6sung vom Nationalstaat Italien sollte \u00fcber einen verbindlichen Verfassungsentwurf abgestimmt werden, der sicherstellt, dass die Entwicklung in die erhoffte Richtung geht. Dass die S\u00fcdtiroler:innen die sprichw\u00f6rtliche \u00bbKatze im Sack\u00ab kaufen und blind einem v\u00f6llig planlosen oder dem Zusammenleben abtr\u00e4glichen Unabh\u00e4ngigkeitsmodell zustimmen, ist ohnehin schwer vorstellbar, da die Mehrheit eine Verschlechterung des Istzustandes (in gesellschaftlicher, wirtschaftlicher Hinsicht) wohl nicht mittragen w\u00fcrde. Vergleiche auch die Fragen <a href=\"#14D\">B8<\/a> und B13.<\/p>\n<p id=\"2D\"><strong>A7) Was sind eurer Meinung nach die konkreten Vorteile\/Folgen der Selbst\u00e4ndigkeit?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Die Unabh\u00e4ngigkeit (Gegenteil von Abh\u00e4ngigkeit) h\u00e4tte die Aufhebung eines seit Jahrzehnten k\u00fcnstlich aufrecht erhaltenen Ausnahmezustandes zur Folge: Dieser Ausnahmezustand ist im starren, unbeweglichen Autonomiestatut festgeschrieben und durch gegenseitiges Misstrauen sowie Trennung zwischen den Sprachgruppen gekennzeichnet. Er ist das politische Kapital ganzer Politikerscharen und innerhalb eines Nationalstaates kaum und nur unter gro\u00dfem Risiko zu \u00fcberwinden.<\/li>\n<li>Der politische Ausnahmezustand ist au\u00dferdem durch das Wahlverhalten nach Sprachgruppen gekennzeichnet. Eine Sammelpartei w\u00e4re in einem unabh\u00e4ngigen S\u00fcdtirol nicht mehr rechtfertigbar, Ideale und politische Projekte h\u00e4tten Vorrang vor dem ethnischen Zusammenhalt, eine lange \u00fcberf\u00e4llige Normalisierung der politischen Landschaft w\u00e4re die Folge.<\/li>\n<li>Es best\u00fcnde endlich die Chance und die Notwendigkeit, unsere Probleme vor Ort zu l\u00f6sen. Die S\u00fcdtiroler Politik w\u00e4re voll verantwortlich f\u00fcr ihr Handeln. Heute wird die Verantwortung f\u00fcr negative Entwicklungen \u2014 mehr oder minder gerechtfertigt \u2014 auf \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde und Akteur:innen abgeschoben.<\/li>\n<li>Der Abschluss eines sozialen Paktes (zur Konsens- und Vertrauensbildung) zwischen den Sprachgruppen w\u00e4re unumg\u00e4nglich.<\/li>\n<li>Der besonderen Situation S\u00fcdtirols k\u00f6nnte in jeder Hinsicht Rechnung getragen werden, da es sich um einen konstitutiv mehrsprachigen Willensstaat (\u00e4hnlich der Schweiz) und nicht mehr um den \u00e4u\u00dfersten Zipfel eines Nationalstaates handeln w\u00fcrde: S\u00fcdtirol muss seine spezifischen Bed\u00fcrfnisse \u2014 die au\u00dferlandes nur sehr schwer nachvollziehbar und vermittelbar sind \u2014 in s\u00e4mtlichen Lebensbereichen in den Mittelpunkt stellen.<\/li>\n<li>Der angebliche oder reale \u00bb\u00e4u\u00dfere Feind\u00ab in Form des Nationalstaats Italien k\u00e4me abhanden und damit die Rechtfertigung f\u00fcr zahlreiche anachronistische Schutzma\u00dfnahmen, die f\u00fcr eine Minderheit unverzichtbar sind, aber die freie gesellschaftliche, kulturelle und politische Entfaltung einschr\u00e4nken.<\/li>\n<li>Der sogenannte <em>Service Public<\/em> (\u00f6ffentlicher Dienst) k\u00f6nnte wesentlich effizienter gestaltet werden; S\u00fcdtirol k\u00f6nnte sich von Italiens Justiz, Post, Bahn, B\u00fcrokratie u.v.m. endg\u00fcltig und mit gro\u00dfem Vorteil f\u00fcr alle verabschieden.<\/li>\n<\/ul>\n<p id=\"5D\"><strong>A8) Seid ihr fremdenfeindlich?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Nein. Das <a title=\"Manifest.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=183\"><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Manifest<\/a> spricht ausdr\u00fccklich von einer territorialen L\u00f6sung, die jeden hier lebenden Menschen als S\u00fcdtiroler:in definiert, und zwar ungeachtet von dessen Herkunft, Sprache, Hautfarbe und Religion.<\/p>\n<p id=\"3D\"><strong>A9) Seid ihr italiener:innenfeindlich?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Nein. <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> anerkennt ausdr\u00fccklich die mehrsprachige Vergangenheit und Gegenwart Tirols und betrachtet sie als einen f\u00fcr die Zukunft zu bewahrenden und auszubauenden Wert.<\/p>\n<p id=\"4D\"><strong>A10) Seid ihr italienfeindlich?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Nein. Die Ansicht, dass eine Zukunft ohne Zugeh\u00f6rigkeit zu einem Nationalstaat unserem Land wesentlich bessere Entfaltungsm\u00f6glichkeiten bieten w\u00fcrde, hat nichts mit einer wie auch immer gearteten Italienfeindlichkeit zu tun. Die Kontakte und den Austausch mit Italien k\u00f6nnte ein unabh\u00e4ngiges S\u00fcdtirol jedoch anders als jetzt unvoreingenommen und unbelastet f\u00fchren und nach M\u00f6glichkeit eher ausbauen als einschr\u00e4nken, und zwar als gleichberechtigter Partner \u2013 wie im \u00dcbrigen mit allen anderen Nachbarregionen und -staaten.<\/p>\n<p id=\"A11\"><strong>A11) Warum gr\u00fcndet ihr nicht eine Partei und\/oder kandidiert (um zu sehen, wie viele eure Ideen teilen)?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Wir verstehen unser stets ehrenamtliches Engagement als Beitrag zur Diskussion und zur Willensbildung bzw. als Lobbyarbeit f\u00fcr eine Idee \u2014 nicht un\u00e4hnlich einem <em>Think Tank.<\/em> Politische und demokratische Beteiligung geht weit \u00fcber die Teilnahme an Wahlen hinaus, B\u00fcrger:innen k\u00f6nnen darin unterschiedlichste Rollen w\u00e4hlen und wahrnehmen. Nicht jede:r hat die zeitlichen Ressourcen, die charakterlichen Eigenschaften und die Motivation, die f\u00fcr ein direktes wahlpolitisches Amt n\u00f6tig sind. Und nicht zuletzt lassen sich politische Ideen nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ messen oder einordnen.<\/p>\n<p>Die Mehrheitsf\u00e4higkeit einer Idee sagt nichts \u00fcber ihre Berechtigung und G\u00fcte aus. Sie muss sich ggf. noch entwickeln und wachsen. Soziale Errungenschaften (wie zum Beispiel die Gleichstellung homosexueller Menschen) wurden meist auch nicht von einem Tag auf den anderen erzielt, sondern anfangs nur von einer Minderheit gefordert und teils viele Jahre lang mit massiv bek\u00e4mpft. Dementsprechend kann der Zeitpunkt, an dem eine Idee in die politische Arena getragen oder gar eine Fragestellung zur Abstimmung gebracht wird, eine entscheidende Rolle spielen.<\/p>\n<p>Dessen ungeachtet muss sich nicht jede:r politische Akteur:in, Kommentator:in, Denker:in, um zur Teilnahme am \u00f6ffentlichen politischen Diskurs, in welcher Form auch immer, legitimiert zu sein, einer Wahl stellen (und sollte auch nicht immerfort dazu gedr\u00e4ngt werden). Genausowenig wie \u00fcbrigens jede:r Kommentator:in, Expert:in oder Trainer:in im Sportbereich st\u00e4ndig dazu aufgefordert wird, selbst sportlich t\u00e4tig zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/> <hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p id=\"B1\"><strong>B1) Eure Vorschl\u00e4ge sind nicht verfassungskonform.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Verfassungen sind keine Naturgesetze. Sie wurden von Menschen geschrieben und k\u00f6nnen in einer Demokratie auch wieder von Menschen abge\u00e4ndert werden. Auch das Wahrecht f\u00fcr Frauen war zum Zeitpunkt, als die entsprechende Forderung erhoben wurde, nicht gesetzes- bzw. verfassungskonform. Daher sollten politische Visionen nicht blo\u00df den derzeitigen rechtlichen Rahmen, sondern vielmehr das Ziel eines verbesserten Gemeinwesens im Blick haben. Sollten unsere Ziele (derzeit) noch verfassungswidrig sein, m\u00fcssen ggf. Wege gefunden werden, dies auf friedlichem Weg zu \u00e4ndern.<br \/>\nEwigkeits- und Einheitsklauseln in Verfassungen sind jedoch demokratiepolitisch generell bedenklich. <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> h\u00e4lt es vielmehr mit einem Leitspruch der katalanischen <em>Gr\u00fcnen:<\/em> Die Legalit\u00e4t ist nicht unver\u00e4nderlich und muss sich dem demokratischen Willen anpassen \u2014 nicht umgekehrt.<\/p>\n<p id=\"B2\"><strong>B2) S\u00fcdtirol wurde mit dem Blut der italienischen Soldaten (mit dem Blut \u00bbunserer V\u00e4ter\/Gro\u00dfv\u00e4ter\u00ab\u2026) erobert.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Solch martialische Blut- und Boden-Argumente sind uns fremd \u2014 und wir lehnen sie als undemokratisch ab. Blut und Gewalt erh\u00f6hen die Legitimation einer Grenzziehung nicht, sondern mindern sie. Und es w\u00e4re aus demokratischer Sicht unannehmbar, dass mit Blut errichtete Grenzen im Europa des 21. Jahrhunderts nur mit weiterem Blutvergie\u00dfen ge\u00e4ndert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Auch in Libyen oder Eritrea sind viele italienische Soldaten gestorben. Dennoch geh\u00f6ren diese Gebiete heute nicht mehr zu Italien.<\/p>\n<p id=\"13D\"><strong>B3) In Europa kann man keine neuen Grenzen ziehen. Es gibt keine Grenzen mehr.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Dass es in Europa keine Grenzen mehr g\u00e4be, ist eine stark verk\u00fcrzende Darstellung. Vielmehr wurden die Grenzkontrollen gro\u00dfteils abgeschafft und auch sonst die Auswirkungen von Grenzen abgemildert. Trotzdem sind die Auswirkungen, die Staatsgrenzen auf unser t\u00e4gliches Leben haben, weiterhin gro\u00df: Wesentliche Rechte und Pflichten, Steuern und Tarife, die Schulsysteme u.v.m. werden von den Staaten nach wie vor unterschiedlich geregelt.<br \/>\nSelbst wenn es jemals zu einem europ\u00e4ischen Bundesstaat kommen sollte, w\u00e4ren Grenzen zwischen den Gebieten (Staaten, L\u00e4nder oder Regionen&#8230;), aus denen dieser Bund besteht, erforderlich; schlie\u00dflich ist undenkbar, dass f\u00fcr das gesamte Gebiet von Lappland bis Sizilien und von der Algarve bis zum Schwarzen Meer eine einzige Zentralregierung zust\u00e4ndig ist und einheitliche Regeln erl\u00e4sst. Das hei\u00dft: Wie durchl\u00e4ssig und \u00fcberwindbar die Grenzen in Zukunft auch werden m\u00f6gen, wir werden sie (zum Zwecke der Verwaltung) immer brauchen. Die Verschiebung einer innereurop\u00e4ischen Verwaltungsgrenze wird jedoch voraussichtlich umso einfacher und problemloser, je mehr Europa zusammenw\u00e4chst. So gesehen ist der \u00bbAbbau\u00ab von Grenzen ein Argument, das nicht gegen, sondern f\u00fcr eine flexiblere Handhabung von Grenzanpassungen spricht.<\/p>\n<p id=\"B3\"><strong>B4) Sezessionismus ist eine Gegenbewegung zur europ\u00e4ischen Einigung.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Nicht notwendigerweise. Es kommt auf den ideologischen Unterbau der Unabh\u00e4ngigkeitsbef\u00fcrworter:innen an. Beispielsweise sind die sezessionistischen Kr\u00e4fte in Schottland und Katalonien (anders etwa als die rechtspopulistische und xenophobe Lega oder der rechtsradikale Vlaams Belang) sehr EU-freundlich gesinnt und w\u00fcrden ihre Grenzen vermutlich weit durchl\u00e4ssiger gestalten als die Staaten, von denen sie sich lossagen m\u00f6chten. Tendenziell sind Kleinstaaten mehr an europ\u00e4ischer Integration interessiert und auf sie angewiesen als gro\u00dfe Fl\u00e4chenstaaten. Sezessionismus im Rahmen der EU ist eigentlich EU-F\u00f6deralismus.<\/p>\n<p id=\"9D\"><strong>B5) Was bedeutet Unabh\u00e4ngigkeit im heutigen Europa?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngigkeit im Rahmen der EU bedeutet, keinen Schritt in die Ungewissheit zu tun. Und es bedeutet, dass wir \u00fcber unsere Zukunft selbst entscheiden, es sei denn in jenen Bereichen, die wir im Rahmen der Union mit anderen teilen. Nicht zuletzt bedeutet es aber auch, in der Union mehr zu z\u00e4hlen und anderen Regionen ein Vorbild zu sein \u2013 wodurch ein f\u00f6deralistisches und solidarisches Entwicklungsmodell Auftrieb erlangen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p id=\"46D\"><strong>B6) Was unterscheidet den von euch vorgeschlagenen Staat von einem Nationalstaat?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Ein Nationalstaat (lat. \u00bbnatio\u00ab = Geburt) erhebt den Anspruch, seine Bev\u00f6lkerung sei hinsichtlich eines angeborenen Merkmals homogen \u2014 meist handelt es sich um Sprache und Kultur. Diesem \u00bbIdeal\u00ab zufolge w\u00fcrden etwa Frankreich alle Menschen franz\u00f6sischer Sprache und Kultur oder die Niederlande alle Menschen niederl\u00e4ndischer Sprache und Kultur in einem Staat vereinen. Dieser Auffassung nach, die im 19. Jahrhundert ihren H\u00f6hepunkt erreichte, legitimieren eine einheitliche Sprache und Kultur die Gr\u00fcndung eines eigenen Staates in Abgrenzung zu anderssprachigen und -kulturellen Staaten. Diese Fiktion erschafft gleichzeitig dort \u00bbnationale Minderheiten\u00ab (und sehr h\u00e4ufig einen gewollten oder ungewollten Assimilierungsdruck), wo die Bev\u00f6lkerung sich sprachlich-kulturell von der mehrheitlichen Staatsbev\u00f6lkerung unterscheidet. Ebenso entstehen dadurch territoriale Dispute (bis hin zum Krieg), wo sich Gebiete nicht eindeutig einer Sprachgemeinschaft zuschreiben lassen und folglich von mehreren beansprucht werden. Diesem veralteten Modell, das eine kulturelle \u00bbReinheit\u00ab vorgaukelt, die es in Wirklichkeit fast nirgendwo (und schon gar nicht im Zentrum Europas) gibt, stellen wir ein demokratisches und pluralistisches gegen\u00fcber: Jedes Gebiet, dessen Bev\u00f6lkerung \u2014 ohne Anspruch auf Homogenit\u00e4t aufgrund von angeborenen Eigenschaften \u2014 sich demokratisch selbst regieren m\u00f6chte, soll unserer Auffassung nach ein Recht darauf haben. Dieser Ansatz beugt Ungerechtigkeiten im Sinne von Fremdbestimmung genauso vor, wie es den \u00bbInklusivismus\u00ab f\u00f6rdert: Denn wenn angeblich objektive (angeborene!) Eigenschaften entscheiden, wer \u00bbdazugeh\u00f6rt\u00ab und wer nicht, ist dies stets eine Grundlage f\u00fcr Diskriminierung und Ausschluss.<\/p>\n<p id=\"B6\"><strong>B7) Warum nicht abwarten, bis sich die EU in ein Europa der Regionen wandelt? Warum nicht das Ende der Nationalstaaten abwarten?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Wo soll dieser Prozess beginnen, wenn nicht in jenen Regionen, in denen die vorherrschende nationale Logik am deutlichsten versagt? S\u00fcdtirol ist pr\u00e4destiniert, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen. Anstatt sich in ein gemachtes Nest zu setzen, k\u00f6nnte unser Land zur politischen Avantgarde in Sachen Regionalisierung Europas z\u00e4hlen. Die Nationalstaaten, die in der EU nach wie vor das Sagen haben, haben aus reinem Selbsterhaltungstrieb kein Interesse an ihrer eigenen Demontage. Sie werden sich nicht freiwillig und ohne Druck selbst abschaffen.<\/p>\n<p id=\"14D\"><strong>B8) Glaubt ihr wirklich, dass die Unabh\u00e4ngigkeit automatisch zur \u00dcberwindung der Nationalismen f\u00fchren wird?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Das glauben wir selbstverst\u00e4ndlich nicht. Die Unabh\u00e4ngigkeit kann dieses Potenzial nur dann entfalten, wenn wir es schaffen, Regeln und Mechanismen f\u00fcr das eigenst\u00e4ndige S\u00fcdtirol festzulegen, die es uns erlauben, das Land au\u00dferhalb des nationalistischen (oder nationalstaatlichen) Rahmens zu positionieren. Das ist freilich kein leichtes Unterfangen, da das Konstrukt der \u00bbNation\u00ab, so jung es auch ist, die Denkweise der Menschen durchdrungen hat. Ein Schritt in diese Richtung ist die Formulierung eines <a title=\":BBD:-Verfassungsvorschlag.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/mw\/index.php\/:BBD:-Verfassungsvorschlag\"><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Verfassungsvorschlags<\/a>, welcher m\u00f6gliche rechtliche Rahmenbedingungen f\u00fcr ein \u00bbpostethnisches\u00ab Land (vgl. Frage B9) aufzeigt. Doch nur, wenn die Bev\u00f6lkerung sich in einem Volksentscheid zur Unabh\u00e4ngigkeit frei und vor allem bewusst f\u00fcr einen derartigen Weg entscheidet und ihn auch gro\u00dfmehrheitlich aktiv mittr\u00e4gt, kann diese Entwicklung gelingen. Selbst der <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Verfassungsvorschlag muss mit dem Einbau gewisser Fristen der Tatsache Rechnung tragen, dass sich die Gesellschaft erst allm\u00e4hlich daran gew\u00f6hnen wird, dass ethnische (bzw. nationale) Merkmale in rechtlichen Belangen und im \u00f6ffentlichen Leben in den Hintergrund treten.<\/p>\n<p id=\"15D\"><strong>B9) Ihr wollt eine \u00bbNation ohne Nation\u00ab? Das w\u00e4re doch nichts weniger als die Quadratur des Kreises!<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Die \u00bbNation ohne Nation\u00ab ist nichts anderes als ein Wortspiel, um das Ziel zu beschreiben, das <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> verfolgt. Es ist jedoch weit weniger paradox, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Schlie\u00dflich spielt der Satz mit zwei v\u00f6llig unterschiedlichen Bedeutungen des Begriffs \u00bbNation\u00ab: Im ersten Fall ist Nation ein Synonym f\u00fcr \u00bbStaat\u00ab, w\u00e4hrend es im zweiten Fall eine <em>Gemeinschaft von Personen, die von Geburt an nat\u00fcrliche und kulturelle Eigenschaften gemeinsam haben<\/em> beschreibt. Wenn man also sagt, dass <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> eine \u00bbNation ohne Nation\u00ab vorschl\u00e4gt, hei\u00dft dies in Wirklichkeit nichts anderes, als dass dieses Projekt auf einen \u00bbStaat\u00ab hinarbeitet, welchem nicht der philosophische \u00bbNationenbegriff\u00ab (vgl. Frage B6) zugrunde liegt. Es gibt \u00fcbrigens bereits zahlreiche Beispiele f\u00fcr Staaten, die keine Nationen im engeren Sinne sind \u2014 und die sind so unterschiedlich wie die Schweiz, Luxemburg oder die Vereinigten Staaten von Amerika. S\u00fcdtirol m\u00fcsste nat\u00fcrlich keines dieser Modelle kopieren, sondern w\u00e4re ein weiteres, v\u00f6llig eigenst\u00e4ndiges Beispiel eines nicht national definierten Staates.<\/p>\n<p id=\"39D\"><strong>B10) W\u00e4re ein allgemeines, demokratisches Selbstbestimmungsrecht nicht der direkte Weg in die Kleinstaaterei?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sind weder die Klein-, noch die Gro\u00dfstaaterei gut oder schlecht, beides hat seine Berechtigung und beides hat Vor- und Nachteile. Heute sind Kleinstaaten, zum Beispiel aufgrund leicht zug\u00e4nglicher M\u00e4rkte, wesentlich besser \u00fcberlebensf\u00e4hig, als noch vor 50 Jahren. Mittelalterliche Kleinstaaterei ist mit Regionalit\u00e4t innerhalb eines europ\u00e4ischen Verbundes nicht vergleichbar. In einigen Belangen\/Kennzahlen sind kleinere Einheiten den gr\u00f6\u00dferen sogar tendenziell \u00fcberlegen. Trotzdem wird es sinnvolle Gr\u00f6\u00dfenbeschr\u00e4nkungen zur Abspaltung kleiner Gebiete geben, die aber die jeweiligen B\u00fcrger:innen selbst am besten beurteilen k\u00f6nnen. Wie in der Antwort auf <a href=\"#38D\">Frage B11<\/a> beschrieben, wird die allgemeine Verf\u00fcgbarkeit des demokratischen Selbstbestimmungsrechtes \u00bbparadoxerweise\u00ab sicherstellen, dass Abspaltungsw\u00fcnsche in vielen F\u00e4llen erst gar nicht entstehen.<\/p>\n<p id=\"38D\"><strong>B11) Nehmen wir an, S\u00fcdtirol w\u00e4re unabh\u00e4ngig: Was w\u00fcrde passieren, wenn sich ein Teil davon wiederum abspalten m\u00f6chte?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Wenn sich ein Teil S\u00fcdtirols \u2014 Ladinien, der mehrheitlich italienischsprachige Teil oder irgendein anderer Bezirk \u2014 wiederum selbst\u00e4ndig machen m\u00f6chte, sollte dies selbstverst\u00e4ndlich gestattet werden. <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> fordert ein demokratisches Recht auf Selbstbestimmung, womit die B\u00fcrger:innen frei dar\u00fcber befinden d\u00fcrfen, welchen institutionellen Rahmen und welche Regierungsform sie sich geben m\u00f6chten. Dies sollte in einer etwaigen S\u00fcdtiroler Verfassung auch ausdr\u00fccklich festgehalten werden.<br \/>\nSt\u00fcnde den Menschen das Recht auf Selbstbestimmung tats\u00e4chlich konkret zur Verf\u00fcgung, w\u00e4re dies unserer Auffassung nach die beste Garantie f\u00fcr ein gutes und dauerhaftes Zusammenleben. Wenn jede Region und jeder Bezirk in letzter Konsequenz die M\u00f6glichkeit zur Abspaltung hat, wird es im Interesse der Gesamtheit sein, niemanden zu benachteiligen. H\u00e4tte S\u00fcdtirol laut italienischer Verfassung heute ausdr\u00fccklich ein Recht auf Selbstbestimmung, w\u00e4re das Interesse des Staates gro\u00df, Konflikte fair auszutragen, Autonomiebestimmungen nicht einfach zu missachten, Zust\u00e4ndigkeiten nicht einseitig aufzuk\u00fcndigen und mit dem Land auf Augenh\u00f6he zu verhandeln.<\/p>\n<p id=\"8D\"><strong>B12) Italien hat uns auch viel Positives gebracht, z.B. unsere Esskultur bereichert. <\/strong><a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Das ist richtig. Doch bei einer Losl\u00f6sung von Italien w\u00fcrden Nudeln, Pizza, italienischer Kaffee u.v.m. nicht automatisch verschwinden. Diese Bereicherung hat bereits im Habsburgerreich begonnen, ist im Laufe der letzten Jahrzehnte weitergegangen und w\u00fcrde im Rahmen der EU bestimmt nicht unterbrochen. Der italienische Kanton Tessin in der Schweiz ist kulturell wesentlich <em>italienischer<\/em> als S\u00fcdtirol, obwohl er nicht zu Italien, ja nicht einmal zur EU geh\u00f6rt. Der kulturelle Austausch ben\u00f6tigt keine gemeinsame Zugeh\u00f6rigkeit zu einem Staat.<\/p>\n<p id=\"B13\"><strong>B13) Warum versucht ihr nicht, gemeinsam mit anderen Selbstbestimmungs- und Unabh\u00e4ngigkeitsbef\u00fcrworter:innen im Land <em>(Freiheitliche, S\u00fcd-Tiroler Freiheit<\/em> usw.) eine Allianz zu bilden? <\/strong><a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Wir finden eine Gespr\u00e4chsbasis mit allen Akteuren im Land, die sich innerhalb des demokratischen Grundkonsenses bewegen \u2014 somit auch mit den <em>Freiheitlichen<\/em> und der <em>S\u00fcd-Tiroler Freiheit.<\/em> Da aber die Selbstbestimmung und vielmehr noch die Unabh\u00e4ngigkeit f\u00fcr uns kein Selbstzweck, sondern konkrete Mittel zur Verwirklichung einer postethnischen\/postnationalen und f\u00f6deralen Vision sind (vgl. Frage A6), gibt es einige unverhandelbare Standpunkte, an die wir eine konkrete Zusammenarbeit kn\u00fcpfen:<\/p>\n<ul>\n<li>Antirassismus, Antifaschismus, Antitotalitarismus: An Akteuren, mit denen wir zusammenarbeiten, d\u00fcrfen keine Zweifel aufkommen, dass sie sich nicht eindeutig von Rassismus, Faschismen und Totalitarismen distanzieren bzw. diese sogar aktiv bek\u00e4mpfen. Es w\u00e4re zum Beispiel fatal, mit Vereinen oder Parteien (auch nur punktuell) gemeinsame Sache zu machen, die zwar f\u00fcr die Selbstbestimmung, aber gleichzeitig xenophob sind.<\/li>\n<li>Bekenntnis zur europ\u00e4ischen Einigung: Es geht nicht darum, dass sich Akteure, mit denen wir zusammenarbeiten, zur heutigen EU, sondern grunds\u00e4tzlich zu einem Prozess der europ\u00e4ischen Einigung bekennen. Kritik am derzeitigen, aus demokratischer Sicht teils kritikw\u00fcrdigen und auf eine Gemeinschaft von Nationalstaaten fixierten Modell ist durchaus zul\u00e4ssig (bzw. erw\u00fcnscht).<\/li>\n<li>Selbstbestimmung: Gruppierungen oder Einzelpersonen, mit denen wir zusammenarbeiten, m\u00fcssen nicht zwangsl\u00e4ufig f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit sein; sie m\u00fcssen jedoch daf\u00fcr sein, dass sich die Menschen in S\u00fcdtirol (und zwar alle, unabh\u00e4ngig von ihrer Sprache, Hautfarbe etc.) demokratisch und verbindlich zu diesem Thema \u00e4u\u00dfern d\u00fcrfen. Es geht hier ausdr\u00fccklich nicht um das Selbstbestimmungsrecht der V\u00f6lker, wie es in den Menschenrechtspakten enthalten ist, sondern um ein demokratisches Entscheidungsrecht.<\/li>\n<li>Ablehnung von Gewalt: Gewalt darf bei der L\u00f6sung von gesellschaftlichen und politischen Konflikten keine Rolle spielen. Gespr\u00e4chspartner, die hier nicht eindeutig eine Grenze ziehen, sind f\u00fcr <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> inakzeptabel.<\/li>\n<\/ul>\n<p id=\"42D\"><strong>B14) Warum seid ihr gegen eine \u00bbR\u00fcckkehr\u00ab S\u00fcdtirols zu \u00d6sterreich?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>\u00d6sterreich ist zwar nicht in jeder Hinsicht ein Nationalstaat, da es nie den Anspruch erhoben hat, alle B\u00fcrger:innen ein und derselben Sprache in einem Staat zu vereinigen. Trotzdem definiert sich \u00d6sterreich sprachlich und kulturell \u00e4hnlich wie ein Nationalstaat, italienische und ladinische S\u00fcdtiroler:innen w\u00e4ren in \u00d6sterreich wiederum \u00bbnationale\u00ab Minderheiten. Das <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Projekt zielt jedoch auf die Schaffung eines politisch-institutionellen Rahmens ab, in dem sich kein:e S\u00fcdtiroler:in als Mitglied einer sprachlichen bzw. nationalen Minderheit f\u00fchlen muss. Eine Angliederung S\u00fcdtirols an \u00d6sterreich w\u00e4re dagegen eine reine Umkehrung der heutigen Situation (die Deutschsprachigen w\u00e4ren fortan Teil der Mehrheit, Italiener:innen und Ladiner:innen Minderheiten), weshalb <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> diesen Weg f\u00fcr nicht sinnvoll h\u00e4lt. Vergleiche auch <a href=\"#25D\">Frage A1.<\/a><\/p>\n<p id=\"43D\"><strong>B15) Was wenn sich die Mehrheit der S\u00fcdtiroler:innen f\u00fcr eine Angliederung an \u00d6sterreich aussprechen w\u00fcrde?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> spricht sich f\u00fcr die demokratische Aus\u00fcbung des Selbstbestimmungsrechtes aus. Dies bedeutet, dass die B\u00fcrger:innen friedlich und frei \u00fcber die institutionellen Rahmenbedingungen entscheiden sollen. Jedes aus einem solchen Entscheid hervorgehende Ergebnis ist nach unserer Auffassung zu akzeptieren, auch wenn wir es nicht bef\u00fcrworten. Dies gilt also ohne Unterschiede f\u00fcr die Beibehaltung des Status Quo, die staatliche Unabh\u00e4ngigkeit, die Angliederung an einen bestehenden Staat und selbst f\u00fcr die freiwillige Aufgabe der Autonomie innerhalb Italiens.<\/p>\n<p id=\"B16\"><strong>B16) Die \u00d6sterreicher:innen wollen euch sowieso nicht haben. Ihr seid die \u00bbTerroni\u00ab des deutschen Sprachraums.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> spricht sich ausdr\u00fccklich gegen einen Anschluss S\u00fcdtirols an einen bestehenden Nationalstaat aus. Nichtsdestotrotz beweisen repr\u00e4sentative Umfragen immer wieder, dass die \u00d6sterreicher:innen alles andere als geschlossen gegen eine Wiederangliederung S\u00fcdtirols w\u00e4ren. Eine den Zielen und der politischen Ausrichtung von <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> nicht affine Partei wie die FP\u00d6 macht sich in \u00d6sterreich f\u00fcr eine solche Angliederung sowie f\u00fcr die Verleihung der \u00f6sterreichischen Staatsb\u00fcrgerschaft an S\u00fcdtiroler:innen stark.<br \/>\nVon beleidigenden und diskriminierenden Pauschalisierungen distanzieren wir uns. Und im deutschen Sprachraum gibt es keinen analogen Begriff zum italienischen \u00bbTerroni\u00ab. Wenn man jedoch ein Wohlstandsgef\u00e4lle ausmachen kann, geht dieses im deutschen Sprachraum eher von einem reichen S\u00fcden in Richtung eines weniger wohlhabenden Nordens \u2014 und eines historisch durch den eisernen Vorhang bedingten geringeren Wohlstands im Osten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/> <hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p id=\"41D\"><strong>C1) Gibt es denn keine wichtigeren Probleme als die Selbstbestimmung?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Auf eine Hierarchisierung m\u00f6chte sich <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> bewusst nicht einlassen, denn es gibt immer gleichzeitig wichtigere und unwichtigere Probleme. W\u00fcrde man grunds\u00e4tzlich nach Wichtigkeit vorgehen, anstatt mehrere Probleme unterschiedlicher Gewichtung parallel anzugehen und zu l\u00f6sen, m\u00fcssten weniger wichtige Probleme nahezu \u00bbf\u00fcr immer\u00ab auf die lange Bank geschoben werden. Im Grunde sind Klimawandel, \u00dcberbev\u00f6lkerung oder Ressourcenverteilung so wichtige Probleme, dass wir bis zu ihrer L\u00f6sung \u2014 gingen wir nach dem hierarchischen Prinzip vor \u2014 fast die gesamte Gemeinde-, Landes- und Staatspolitik ruhend stellen m\u00fcssten.<br \/>\nDass \u00bbdie Menschen\u00ab in S\u00fcdtirol wichtigere Probleme h\u00e4tten, als die Selbstbestimmung, steht \u00fcbrigens im Widerspruch zum unter <a href=\"#40D\">Punkt C2<\/a> behandelten, ebenso h\u00e4ufig vorgebrachten Argument.<\/p>\n<p id=\"40D\"><strong>C2) Uns geht es doch gut! Warum sollten wir uns von Italien abspalten?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Das <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Modell basiert nicht nur auf wirtschaftlichem Wohlstand (vgl. Frage A5), sondern vor allem auf gesellschaftlichem Wohlstand durch \u00dcberwindung der nationalstaatlichen Ebene und Schaffung eines dezidiert mehrsprachigen Staates. Vergleiche auch <a href=\"#17D\">Frage A4.<\/a> Trotzdem darf die wirtschaftliche Komponente, die auch die Grundlage f\u00fcr einen funktionierenden Sozialstaat darstellt, selbstverst\u00e4ndlich nicht vernachl\u00e4ssigt werden.<br \/>\nDas Argument, uns gehe es (wirtschaftlich) gut, ist f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeitsgegner ein zweischneidiges: Denn erstens m\u00fcssten sie dann, sobald es Italien (und S\u00fcdtirol bei Italien) wirtschaftlich nicht mehr so gut geht, konsequenterweise die Unabh\u00e4ngigkeit bef\u00fcrworten \u2014 jedenfalls st\u00e4rker, als zuvor. Und zweitens bedienen sie sich mit dem wirtschaftlichen Wohlstand eines Arguments, bei dessen Benutzung den Unabh\u00e4ngigkeitsbef\u00fcrwortern normalerweise \u00bbEgoismus\u00ab vorgeworfen wird. Selbst wenn es uns \u00bbgut geht\u00ab bedeutet dies \u00fcbrigens nicht, dass wir nicht danach trachten sollten, unsere Situation weiter zu verbessern, denn dies ist Ziel und Zweck von Politik und menschlichen Strebens im Allgemeinen. Vergleiche auch <a href=\"#32D\">Frage C5.<\/a><\/p>\n<p id=\"C3\"><strong>C3) Ihr sagt, dass ihr f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit S\u00fcdtirols von Italien seid, aber das italienische Geld nehmt ihr gerne.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> nimmt kein Geld, weder von Italien noch von anderen Staaten und L\u00e4ndern. Trotzdem ist es in der Politik durchaus legitim, auch dann \u2014 wie alle anderen \u2014 ein Politikergehalt anzunehmen, wenn man sich f\u00fcr die Selbstbestimmung bzw. f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit einsetzt, denn Selbstbestimmung und Unabh\u00e4ngigkeit sind v\u00f6llig demokratische Optionen, die in einem Parlament verteidigt werden d\u00fcrfen.<br \/>\nDar\u00fcberhinaus tragen die S\u00fcdtiroler:innen mit ihrem Steuern auch zum \u00bbitalienischen Geld\u00ab bei. Unabh\u00e4ngigkeitsbef\u00fcrworter:innen zahlen ebenso ihren Teil wie Unabh\u00e4ngigkeitsgegner:innen. Alle finanzieren in einem modernen Staat mit ihren Steuern Dinge, die ihrer \u00dcberzeugung widersprechen. Ein:e Pazifist:in finanziert das Milit\u00e4r mit und ein:e militante:r Abtreibungegner:in leistet ebenso einen Beitrag zur Finanzierung von Schwangerschaftsabbr\u00fcchen.<\/p>\n<p id=\"C4\"><strong>C4) S\u00fcdtirol nimmt mehr Geld von Italien, als es an Italien abgibt \u2014 ihr seid also undankbar. Ohne Italien w\u00e4re S\u00fcdtirol nie so wohlhabend geworden, wie es heute ist.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Es gibt unterschiedliche Ansichten und Rechnungen dar\u00fcber, ob S\u00fcdtirol mehr Geld von Italien bekommen oder an Italien abgegeben hat. Werte wie die jahrzehntelange Absch\u00f6pfung der Wasserkraft durch den Staat bleiben hier jedoch meist unber\u00fccksichtigt.<br \/>\nDass S\u00fcdtirol derzeit ein Nettozahler ist, ist hingegen weitgehend unbestritten. Au\u00dferdem w\u00e4re es aus Sicht von <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> eine Schande, wenn ein reiches Land wie das unsere von einem hochverschuldeten Staat wie Italien finanziert w\u00fcrde. Sollte dies also der Wahrheit entsprechen, w\u00e4ren wir f\u00fcr eine sofortige \u00c4nderung unseres Zustands als Nettoempf\u00e4nger \u2014 und dies hat mit Undankbarkeit nichts zu tun.<br \/>\nSollte S\u00fcdtirol ein Nettoempf\u00e4nger sein, m\u00fcsste es dar\u00fcberhinaus zumindest im wirtschaftlichen Interesse Italiens liegen, sich seiner zu entledigen.<br \/>\nDass S\u00fcdtirol nur durch Italien und die Autonomie so wohlhabend werden konnte, kann man wohl verneinen. Es reicht ein Blick jenseits der Grenzen, in jene affinen Regionen, die nicht von Italien annektiert wurden (speziell das restliche Tirol), um zu sehen, dass sie nicht am Hungertuch nagen.<\/p>\n<p id=\"32D\"><strong>C5) Warum Unabh\u00e4ngigkeit? Die S\u00fcdtiroler:innen aller Sprachgruppen sind heute freier als je zuvor.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Welche Gesellschaft in Mitteleuropa ist heute nicht freier und wohlhabender als noch vor 50 Jahren? Freiheit und Wohlstand sind relativ. Die Tatsache, dass S\u00fcdtirol im Verh\u00e4ltnis zu vielen anderen L\u00e4ndern auf der Welt ein freies und wohlhabendes Land ist, kann nicht bedeuten, dass eine weitere Verbesserung der Situation nicht w\u00fcnschens- und erstrebenswert w\u00e4re. In manchen Bereichen ist Italien \u2014 und somit auch S\u00fcdtirol \u2014 im internationalen Vergleich sogar verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig \u00bbunfrei\u00ab (vgl. Rankings f\u00fcr Pressefreiheit und Gleichberechtigung, den <em>\u00bbDemocracy Index\u00ab,<\/em> den <em>\u00bbIndex of Economic Freedom\u00ab<\/em> oder den <em>\u00bbFreedom in the World\u00ab<\/em>-Index).<br \/>\nZum Vergleich: Dass Frauen heute einen besseren Stand in der Gesellschaft haben, als jemals zuvor und Frauen in S\u00fcdtirol freier sind als in manchen anderen L\u00e4ndern, w\u00fcrde man ja ebenfalls nicht zum Anlass nehmen, das Engagement f\u00fcr Frauenrechte und Gleichberechtigung grunds\u00e4tzlich zu hinterfragen und anzuzweifeln.<\/p>\n<p id=\"29D\"><strong>C6) Laut V\u00f6lkerrecht steht die Selbstbestimmung nur Kolonien und unterdr\u00fcckten Minderheiten zu.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Das V\u00f6lkerrecht selbst macht dazu keine konkreten Aussagen, vielmehr ist dies die am weitesten verbreitete, aber nicht unumstrittene Auslegung.<br \/>\nTrotzdem beruft sich <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> zur Erlangung der Selbstbestimmung f\u00fcr S\u00fcdtirol nicht in erster Linie auf das V\u00f6lkerrecht, das einer Logik folgt, die der <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Idee diametral entgegensteht. Vielmehr sieht <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> die Legitimierung eines solchen Prozesses in demokratischen und basisdemokratischen Grunds\u00e4tzen, die sich darin \u00e4u\u00dfern, dass ein demokratischer Rechtsstaat den Willen einer breiten \u2014 und im Falle S\u00fcdtirols sprachgruppen\u00fcbergreifenden \u2014 territorialen Bev\u00f6lkerungsmehrheit nicht dauerhaft \u00fcbergehen bzw. unterdr\u00fccken kann. Selbst wenn es zun\u00e4chst juristische Schranken (wie die in der italienischen Verfassung verankerte \u00bbnationale Einheit\u00ab \u2013 vgl. Frage B1) zu geben scheint, muss auf dem Verhandlungswege eine L\u00f6sung gefunden werden. Verfassungen und Gesetze sind (anders als physikalische Gesetze) menschgemacht und ver\u00e4nderlich; sie m\u00fcssen sich in Demokratien dem Bev\u00f6lkerungswillen unterordnen. Der erste Schritt muss in jedem Fall eine breite Konsens- und Willensbildung sein.<\/p>\n<p id=\"34D\"><strong>C7) Nicht die kollektive Selbstbestimmung ist wichtig, sondern die individuelle Selbstbestimmung jeder einzelnen B\u00fcrgerin, jedes einzelnen B\u00fcrgers.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Wir halten es grunds\u00e4tzlich f\u00fcr wenig sinnvoll, zwei Ideen gegeneinander auszuspielen, die einander nicht ausschlie\u00dfen. In diesem speziellen Fall ist es sogar absurd: In einer Demokratie kann n\u00e4mlich die individuelle Selbstbestimmung nur selbstbewusste, eigenst\u00e4ndig denkende und mit allen demokratischen Rechten ausgestattete B\u00fcrger:innen hervorbringen. Wenn eine breite Mehrheit selbstbestimmter Individuen in einem Gebiet die territoriale Selbstverwaltung w\u00fcnscht, wird ihnen in einer Demokratie \u00fcber kurz oder lang aber niemand verbieten k\u00f6nnen, dies auf demokratischem Weg umzusetzen. Andernfalls h\u00e4tte dies \u2014 \u00fcber die Einschr\u00e4nkung der kollektiven Selbstbestimmung \u2014 auch die Einschr\u00e4nkung der individuellen Selbstbestimmung zur Folge.<\/p>\n<p id=\"37D\"><strong>C8) Wer sich f\u00fcr die Selbstbestimmung einsetzt ist ein:e Antiautonomist:in. Sie verliert daher auch die Berechtigung, an der Fortentwicklung der Autonomie mitzuwirken.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><em>Selbstbestimmung<\/em> bedeutet (vgl. <a href=\"#A3\">Frage A3<\/a>), dass die B\u00fcrger:innen selbst \u00fcber den institutionellen Status (Autonomie, Zentralismus, Unabh\u00e4ngigkeit, Angliederung an einen anderen Staat\u2026) befinden sollen. Wer die Selbstbestimmung bef\u00fcrwortet, spricht sich also lediglich f\u00fcr einen <em>Weg<\/em> aus, der kein konkretes Ziel vorwegnimmt. Die S\u00fcdtiroler:innen k\u00f6nnten z.B. mittels Volksabstimmung auch beschlie\u00dfen, den <em>Status Quo<\/em> der Autonomie beizubehalten.<br \/>\nSelbst wer aber (im Rahmen eines Selbstbestimmungsprozesses) die Unabh\u00e4ngigkeit bef\u00fcrwortet, verliert keineswegs die Berechtigung, den Autonomieausbau zu fordern und zu gestalten. F\u00fcr die meisten Separatist:innen d\u00fcrfte die heutige Autonomie eine Mindestforderung (und nicht ein <em>per se<\/em> zu bek\u00e4mpfendes \u00bb\u00dcbel\u00ab) sein, deren historischen und gegenw\u00e4rtigen Vorz\u00fcge im Vergleich zu staatlichem Zentralismus nicht in Frage gestellt werden. Die Eigenstaatlichkeit ist dar\u00fcberhinaus nichts anderes als eine besonders starke Form von Autonomie (= Selbstverwaltung); zwischen der heutigen Autonomie und staatlicher Unabh\u00e4ngigkeit gibt es also einen flie\u00dfenden \u00dcbergang.<br \/>\nGerade Forderungen nach staatlicher Souver\u00e4nit\u00e4t ziehen im \u00dcbrigen h\u00e4ufig die Ausweitung innerstaatlicher Autonomie nach sich. Auch in S\u00fcdtirol war die Autonomie unter anderem ein Zugest\u00e4ndnis, um den Wunsch nach Unabh\u00e4ngigkeit (bzw. damals vor allem Angliederung an \u00d6sterreich) zu schw\u00e4chen. Siehe auch <a href=\"#27D\">Frage E3.<\/a><\/p>\n<p id=\"18D\"><strong>C9) Das <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Projekt ist wunderbar \u2014 es setzt aber eine sehr aufgekl\u00e4rte Gesellschaft voraus und wird deshalb eine Utopie bleiben.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Vor wenigen Jahrzehnten gab es europaweit \u00e4hnliche (tats\u00e4chliche oder vorgeschobene) Einw\u00e4nde gegen die Einf\u00fchrung des allgemeinen Wahlrechts. Schon kurz darauf waren das allgemeine und das Frauenwahlrecht aus den westlichen Demokratien nicht mehr wegzudenken. Die Gesellschaften haben sich als reifer erwiesen, als die damaligen Zweifler je vermutet h\u00e4tten.<\/p>\n<p id=\"30D\"><strong>C10) Ihr habt ein fertiges, starres und unverhandelbares Modell entwickelt, womit es unm\u00f6glich ist, sich auf Diskussionen einzulassen.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Das <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Modell ist alles andere als fertig, starr und unverhandelbar. Vielmehr stellt es ein m\u00f6gliches, in sich schl\u00fcssiges Modell dar, anhand dessen aufgezeigt werden kann, wie sich ein unabh\u00e4ngiges S\u00fcdtirol unserer Auffassung nach entwickeln k\u00f6nnte. Es wurde als Diskussionsgrundlage konkretisiert, um glaubhaft machen zu k\u00f6nnen, dass es zumindest <em>einen<\/em> L\u00f6sungsweg f\u00fcr eine nicht mehr von ethnischen Grunds\u00e4tzen geleitete Entwicklung gibt, bei der keine der heutigen Sprachgemeinschaften Benachteiligungen zu bef\u00fcrchten hat.<br \/>\nDie Ausarbeitung einer konkreten Verfassung muss unserer Auffassung nach in einem partizipativen, direktdemokratischen Prozess stattfinden und sollte in ihren wesentlichen Grundz\u00fcgen bereits <em>vor<\/em> einem etwaigen Selbstbestimmungsreferendum abgeschlossen sein (vgl. Frage A2).<br \/>\nEin f\u00fcr <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> nicht verhandelbares Prinzip ist, dass die Unabh\u00e4ngigkeit, um unsere Zustimmung zu erlangen, auf nicht ethnozentrischer Grundlage erfolgen und f\u00fcr alle heutigen Sprachgemeinschaften von Vorteil sein muss.<\/p>\n<p id=\"28D\"><strong>C11) <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> vergleicht S\u00fcdtirol manchmal mit der Schweiz, doch in der Schweiz leben die Sprachgemeinschaften in jeweils einsprachigen Kantonen.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Wir nennen die Schweiz als \u00bbnaheliegendes\u00ab Beispiel f\u00fcr einen nicht national (also nicht aufgrund einer einheitlichen Sprache und Kultur) definierten Staat, in dem sich <a title=\"FAQ: Minderheiten.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=200#22D\">niemand als Sprachminderheit f\u00fchlen<\/a> muss. Dies um aufzuzeigen, dass es daf\u00fcr schon heute funktionierende Beispiele gibt. Selbstverst\u00e4ndlich w\u00e4re das Schweizer Modell nicht einfach auf S\u00fcdtirol \u00fcbertragbar, vielmehr m\u00fcssten wir mittels einer Verfassung ein auf S\u00fcdtirol ma\u00dfgeschneidertes Modell entwickeln und etablieren. Einige m\u00f6gliche, aber keineswegs unverhandelbare Grundz\u00fcge f\u00fcr ein solches Modell will <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> aufzeigen.<br \/>\n\u00dcber die Schweiz hinaus gibt es noch weitere, v\u00f6llig unterschiedliche und ebenfalls nicht direkt auf S\u00fcdtirol \u00fcbertragbare Modelle f\u00fcr nicht national definierte Staaten, wie etwa Luxemburg oder Kanada.<br \/>\nIm \u00dcbrigen stimmt es jedoch nicht, dass die Sprachgemeinschaften in der Schweiz grunds\u00e4tzlich getrennt und in unterschiedlichen Kantonen leben. Es gibt in der Eidgenossenschaft weitgehend einsprachige Kantone wie St. Gallen, Neuch\u00e2tel oder Tessin, aber auch mehrsprachige Kantone wie Freiburg\/Fribourg, Bern\/Berne oder das an S\u00fcdtirol angrenzende Graub\u00fcnden\/Grischun\/Grigioni. Zudem funktionieren Legislative, Exekutive und Judikative auf Bundesebene mehrsprachig.<\/p>\n<p id=\"C12\"><strong>C12) Die S\u00fcdtiroler:innen sprechen gar kein richtiges Deutsch, niemand im deutschen Sprachraum versteht sie. Sie haben daher nichts mit einem wie auch immer gearteten deutschen Kulturraum zu tun.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Der deutsche Sprachraum ist von einer Vielzahl von Dialekten gepr\u00e4gt. Es ist die Norm, dass deutsche Muttersprachler:innen nicht jeden Dialekt verstehen, der irgendwo im gesamten Sprachraum gesprochen wird. Die Existenz eines eigenst\u00e4ndigen S\u00fcdtiroler Dialekts im sprachwissenschaftlichen Sinne ist umstritten. Die Dialekte (es sind mehrere), die in S\u00fcdtirol gesprochen werden, werden den hochdeutschen Mundarten \u2014 und darunter den s\u00fcdbairischen \u2014 zugerechnet. Das s\u00fcdbairische Dialektkontinuum h\u00e4lt sich auch nicht an Staats- und schon gar nicht an Landesgrenzen. Der s\u00fcdbairische Sprachraum reicht von Augsburg bis Salurn und von der S\u00fcdsteiermark bis zum Arlberg. Die Unterschiede zwischen den Mundarten innerhalb S\u00fcdtirols k\u00f6nnen bisweilen gr\u00f6\u00dfer sein als jeweils zu anderen Varianten des S\u00fcdbairischen in Nord- oder Osttirol. Desweiteren zeichnet die meisten S\u00fcdtiroler:innen deutscher Muttersprache eine Diglossie aus. Das hei\u00dft, Dialekt und Standardsprache (bzw. \u00fcberregionale Umgangssprache) koexistieren nebeneinander und werden der Situation entsprechend verwendet.<\/p>\n<p>Das Land S\u00fcdtirol ist gemeinsam mit Deutschland, \u00d6sterreich, der Schweiz, Liechtenstein und der deutschsprachigen Gemeinschaft (Belgien) Gr\u00fcndungs- und Vollmitglied des 2004 gegr\u00fcndeten <em>Rat f\u00fcr deutsche Rechtschreibung<\/em> (RdR), der obersten Regulierungsbeh\u00f6rde (Sprachgesellschaft) der deutschen Sprache und ist somit aktiv an der sprachlichen Definition und Entwicklung beteiligt.<\/p>\n<p id=\"44D\"><strong>C13) Ihr behauptet, \u00fcberparteilich zu sein, ergreift dann aber doch immer wieder Partei!<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Wir sind \u00fcberparteilich, aber nicht unparteiisch. Das ist ein wichtiger Unterschied. Wir haben klare politische Positionen, f\u00fcr die wir engagiert einstehen, ohne einer etablierten Partei nahezustehen. Vielmehr betrachten wir es als unsere (selbst auferlegte) Pflicht, \u00c4u\u00dferungen von Medien und ma\u00dfgeblichen Pers\u00f6nlichkeiten aus <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Sicht zu kommentieren.<\/p>\n<p id=\"45D\"><strong>C14) Ihr werft anderen Medien vor, parteiisch zu sein \u2014 dabei seid ihr es doch selbst.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> ist kein Medium mit einem allgemeinen Informationsauftrag (wie etwa eine Tageszeitung, ein Nachrichtenmagazin, ein News-Portal&#8230;) sondern das Sprachrohr einer politischen Plattform, vergleichbar mit der Webpr\u00e4senz einer Partei oder eines Vereins. Hierf\u00fcr gelten selbstverst\u00e4ndlich andere Ma\u00dfst\u00e4be. Dennoch haben faktische Richtigkeit, Nachvollziehbarkeit und transparente Quellenangaben auf <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> hohe Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/> <hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p id=\"35D\"><strong>D1) Bei einem Selbstbestimmungsreferendum w\u00fcrde die Mehrheit \u00fcber die Minderheit bestimmen (\u00bbdr\u00fcberfahren\u00ab).<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Wie bei jedem demokratischen Entscheid w\u00fcrde eine zahlenm\u00e4\u00dfige Mehrheit \u00fcber eine zahlenm\u00e4\u00dfige Minderheit an B\u00fcrger:innen entscheiden. Es geht hier nicht um sprachliche oder kulturelle, sondern um zahlenm\u00e4\u00dfige politische Mehrheiten und Minderheiten.<br \/>\nUm eine m\u00f6glichst breite Zustimmung zu erlangen, werden Unabh\u00e4ngigkeitsbef\u00fcrworter und -gegner:innen Angebote machen, die m\u00f6glichst vielen \u00bbSkeptiker:innen\u00ab und \u00bbGegner:innen\u00ab entgegenkommen. Zudem kommen den jeweils \u00bb\u00dcberstimmten\u00ab unabh\u00e4ngig des Ausgangs keine demokratischen Rechte abhanden. Dasselbe gilt f\u00fcr allgemeine und unver\u00e4u\u00dferliche Rechte (z.B. Menschenrechte), die in jedem Fall garantiert werden m\u00fcssen.<br \/>\n<a title=\"FAQ: Unbedingtheit.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=200#20D\">Wie bekannt<\/a>, spricht sich <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> nur dann f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit aus, wenn sie allen Menschen im Lande \u2014 ungeachtet ihrer Sprache und angeborener Eigenschaften \u2014 eine Verbesserung der Lebensumst\u00e4nde verspricht. Unter diesen Voraussetzungen ist unserer Ansicht nach auch den ggf. unterlegenen Unabh\u00e4ngigkeitsgegner:innen die Losl\u00f6sung von Italien zuzumuten.<br \/>\nDass zahlenm\u00e4\u00dfige Mehrheiten \u00fcber zahlenm\u00e4\u00dfige Minderheiten bestimmen, entspringt \u00fcbrigens dem demokratischen Konsens, dass dies zwar nicht optimal, aber jedenfalls besser ist, als die Herrschaft der Minderheit \u00fcber die Mehrheit. Und unsere (\u00bbwestlichen\u00ab) Gesellschaften haben sich auf die Demokratie als \u00bbdie beste aller schlechten Regierungsformen\u00ab geeinigt.<\/p>\n<p id=\"36D\"><strong>D2) Wie kann verhindert werden, dass sich zahlenm\u00e4\u00dfige und sprachliche Mehr- und Minderheiten (Frage D1) entsprechen, dass also \u00bbdie Deutschen\u00ab \u00fcber \u00bbdie Italiener:innen\u00ab entscheiden?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Dass die zahlenm\u00e4\u00dfigen Mehr- und Minderheiten genau (oder auch nur ann\u00e4hernd) den sprachlichen Mehr- und Minderheiten entsprechen, kann nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen werden. Die Annahme, dass die deutschsprachigen S\u00fcdtiroler:innen die Unabh\u00e4ngigkeit grunds\u00e4tzlich bef\u00fcrworten, w\u00e4hrend sie von den italienischsprachigen S\u00fcdtiroler:innen grunds\u00e4tzlich abgelehnt wird, kann durch Daten nicht best\u00e4tigt werden, da zum Beispiel auch viele Deutschsprachige gegen eine Abspaltung sind.<br \/>\nEs besteht aber die M\u00f6glichkeit, dass die <em>Mehrheit<\/em> der deutschsprachigen \u00fcber die <em>Mehrheit<\/em> der italienischsprachigen S\u00fcdtiroler:innen entscheidet. Obschon dieses Risiko in einer geheimen Abstimmung nicht ganz ausgeschlossen werden kann, wird es n\u00f6tig sein, es m\u00f6glichst gering zu halten: Dies darf jedoch nicht ein Grund sein, die Diskussion \u00fcber die Unabh\u00e4ngigkeit grunds\u00e4tzlich zu scheuen oder vorzeitig zu beenden (da dann \u00fcbrigens das umgekehrte Risiko besteht, dass die Mehrheit der italienischsprachigen S\u00fcdtiroler:innen die W\u00fcnsche einer Mehrheit von deutschsprachigen S\u00fcdtiroler:innen blockiert), sondern gerade, sie offen zu f\u00fchren, um nach \u2014 f\u00fcr alle befriedigenden \u2014 Mechanismen zu suchen, um die \u00dcbereinstimmung von zahlenm\u00e4\u00dfiger und sprachlicher Mehrheit weitestgehend auszuschlie\u00dfen. (In dieser Antwort wurden die Ladiner:innen nicht ber\u00fccksichtigt, da ihnen gew\u00f6hnlich keine einheitliche Meinung zum Thema Unabh\u00e4ngigkeit zugeschrieben wird. Gleichwohl w\u00e4ren sie selbstverst\u00e4ndlich gleichberechtigt in die Verhandlungen um die technischen Fragen zum Referendum einzubinden.)<\/p>\n<p id=\"22D\"><strong>D3) Was geschieht im unabh\u00e4ngigen S\u00fcdtirol mit der italienischen und der ladinischen Minderheit? <\/strong><a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich soll es laut <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> in einem unabh\u00e4ngigen S\u00fcdtirol gar keine Minderheiten als solche mehr geben: Selbstverst\u00e4ndlich sind die B\u00fcrger:innen italienischer und ladinischer Sprache zun\u00e4chst <em>zahlenm\u00e4\u00dfig<\/em> in der Minderheit; es handelt sich dabei jedoch nicht um \u00bbnationale\u00ab Minderheiten, da sich der neue Staat nicht national (z.B. aufgrund der deutschen oder italienischen Sprache) definiert. Beim unabh\u00e4ngigen S\u00fcdtirol sollte es sich nicht um einen neuen Nationalstaat handeln, sondern um den Staat einer dezidiert mehrsprachigen Willensgemeinschaft, dessen Quellcode wenigstens alle drei autochtonen Sprachen in sich tr\u00e4gt. Dieses Ziel kann durch eine Verfassung erreicht werden, die diesem Wunsch Rechnung tr\u00e4gt (vgl. Fragen B6 und D6).<br \/>\nIn der Schweiz etwa w\u00fcrden sich die Romands (franz\u00f6sischsprachige Schweizer:innen) oder die italienischen Schweizer:innen, obwohl anteilsm\u00e4\u00dfig in der Unterzahl, niemals als nationale Minderheit bezeichnen, weil sie gleichberechtigt Teil des Staatsvolkes sind und keine Assimilierung bef\u00fcrchten m\u00fcssen. \u00c4hnlich ist es in Luxemburg, ein Land, das sich ebenfalls nicht \u00bbnational\u00ab definiert.<br \/>\nLaut <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Manifest bleibt dar\u00fcberhinaus das Selbstbestimmungsrecht der Ladiner:innen mit ihrem geschlossenen Siedlungsgebiet ausdr\u00fccklich aufrecht. Sie sollten also jederzeit frei entscheiden d\u00fcrfen, ob sie Teil S\u00fcdtirols bleiben m\u00f6chten oder nicht.<\/p>\n<p id=\"D4\"><strong>D4) Die Italiener:innen h\u00e4ngen aber an Italien. <\/strong><a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Einwohner:innen des Kantons Tessin verstehen sich politisch als Schweizer:innen und kulturell als Italiener:innen. Dies ist kein Widerspruch, wenn man nicht vom nationalistischen Grundsatz ausgeht, dass jede Kultur einen eigenen Staat ben\u00f6tigt und jedem Staat eine einheitliche Kultur entspricht (vgl. Frage B6).<\/li>\n<li>Niemand braucht seine Lebensart zu \u00e4ndern, wenn S\u00fcdtirol unabh\u00e4ngig im Sinne von <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> w\u00e4re. Pizza und Pasta werden nicht verschwinden und Juve- oder Inter-Fans bleiben Juve- oder Inter-Fans. Auf nationalistische, turbopatriotische oder gar italofaschistische Gef\u00fchle soll in einem postethnischen S\u00fcdtirol jedoch keine R\u00fccksicht genommen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p id=\"D5\"><strong>D5) Wenn es euch hier nicht gef\u00e4llt, dann geht doch nach \u00d6sterreich (bzw. woanders hin)!<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Unser politisches Engagement hat nichts damit zu tun, dass es uns hier nicht gef\u00e4llt oder nicht passt. Im Gegenteil: Es gef\u00e4llt uns hier so gut, dass wir mit den hier lebenden Menschen ein gemeinsames politisches Projekt umsetzen m\u00f6chten, um Probleme zu \u00fcberwinden, die unser Zusammenleben heute noch kennzeichnen. Wir sind der Auffassung, dass es in einer Demokratie m\u00f6glich sein muss, politische Projekte zu verfolgen und ggf. demokratisch \u00fcber die Zukunft unseres Gemeinwesens abzustimmen. Jemanden aufgrund ihrer\/seiner politischen Ziele des Landes verweisen zu wollen, hat mit Demokratie nichts zu tun. \u00dcbrigens strebt <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> nicht den Anschluss S\u00fcdtirols an einen anderen Staat \u2014 z.B. \u00d6sterreich \u2014 an (vgl. Frage B14).<\/p>\n<p id=\"21D\"><strong>D6) Was ist eine postethnische Gesellschaft? Setzt sie den postethnischen Menschen voraus?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>In einer postethnischen Gesellschaft ist die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Ethnie oder Sprachgruppe \u2014 anders als in der heutigen Autonomie, welche die Sprachgruppe zu ihrem Kern hat \u2014 kein relevantes Merkmal mehr; sie tritt, \u00e4hnlich wie die Religion, in den Hintergrund und wird weitgehend Teil der Privatsph\u00e4re. Genauso, wie der laizistische Staat nicht voraussetzt, dass seine B\u00fcrger:innen Atheist:innen sind, setzt ein postethnisch ausgerichteter Staat nicht einen utopischen, ethniefreien neuen Menschentypus voraus. Vergleiche auch <a href=\"#24D\">Frage D7.<\/a><\/p>\n<p id=\"24D\"><strong>D7) \u2018Postethnisch\u2019 gibt es nicht. Die Ethnie ist eine der am tiefsten verwurzelten menschlichen Eigenschaften.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> hat sich nicht zum Ziel gesetzt, eine menschliche Eigenschaft (besser gesagt: ein gesellschaftliches Konstrukt) wie die Ethnie abzuschaffen. Vielmehr schlagen wir die Einf\u00fchrung eines institutionellen Modells vor, das \u2014 anders als unsere heutige Autonomie \u2014 die Ethnie nicht zu einer der wichtigsten Eigenschaften erhebt, um Arbeitspl\u00e4tze zu vergeben, Kulturf\u00f6rdergelder zu verteilen, Sozialwohnungen zuzuweisen und vieles mehr. Noch pr\u00e4ziser (aber umst\u00e4ndlicher) k\u00f6nnte man also von \u00bbPost-Ethnozentrismus\u00ab oder einem \u00bbnicht ethnozentrischen Modell\u00ab sprechen, und solche Modelle existieren weltweit. Um nicht zu sagen: Ethnozentrische Modelle, wie jenes, das in S\u00fcdtirol vorherrscht, sind die absolute Ausnahme. Vergleiche auch <a href=\"#21D\">Frage D6.<\/a><\/p>\n<p id=\"19D\"><strong>D8) Ich glaube nicht, dass die Trennung nach Sprachgruppen in einem unabh\u00e4ngigen S\u00fcdtirol \u00fcberwunden werden kann. Es w\u00e4re besser, wenn wir hier und jetzt daran arbeiten.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Der Wille, hier und jetzt f\u00fcr ein besseres Zusammenleben zu arbeiten, steht nicht im Widerspruch zu Bestrebungen, durch die Absage an das nationalstaatliche Modell bessere Rahmenbedingungen daf\u00fcr zu schaffen. Beide Ziele k\u00f6nnen, ja sollen sogar, parallel verfolgt werden.<br \/>\nAllerdings schafft die Autonomie durch ihre \u2014 in einem Nationalstaat erforderlichen \u2014 Schutzbestimmungen (getrennte Schulen, Sprachgruppenzugeh\u00f6rigkeit, Proporz etc.) Anreize, die einer ethnisch ungeteilten Gesellschaft letztendlich im Wege stehen; w\u00e4hrend ein unabh\u00e4ngiges, nach den Vorstellungen von <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> konstruiertes S\u00fcdtirol Anreize f\u00fcr die \u00dcberwindung der Trennungen schaffen w\u00fcrde. Wer glaubt, dass diese Anreize nicht ausreichen, um das Zusammenleben drastisch zu verbessern, kann auch nicht glauben, dieses Ziel im Rahmen der derzeitigen Autonomie \u2014 also mit Anreizen, die dem Ziel zuwiderlaufen \u2014 zu erreichen. Vergleiche auch <a href=\"#17D\">Frage A4.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/> <hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p id=\"E1\"><strong>E1) Die Forderung nach Selbstbestimmung ist ein gef\u00e4hrliches Experiment.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Der Status Quo und dessen Beibehaltung bergen auch Risiken. Es ist nicht gesagt, dass das Beharren auf etwas automatisch sicherer ist als das Wagen von Neuem. Das Leben ist lebensgef\u00e4hrlich. Keine politische oder gesellschaftliche Errungenschaft wurde v\u00f6llig risikolos erreicht. Wichtig ist nur, dass der Prozess demokratisch, offen und transparent verl\u00e4uft.<\/p>\n<p id=\"33D\"><strong>E2) Die Selbstbestimmung, also die Abhaltung einer Volksabstimmung \u00fcber die Zukunft S\u00fcdtirols, w\u00e4re eine zweite Option!<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Die Option war eine von zwei totalit\u00e4ren Diktaturen aufgezwungene Entscheidung zwischen Teufel und Beelzebub. Zwischen Zwangsassimilierung (zumindest der Propaganda nach konnte sogar die Aussiedlung in den S\u00fcden Italiens drohen) und Aufgabe der Heimat. Die Selbstbestimmung w\u00e4re ein freier und demokratischer Entscheid zwischen zwei guten Alternativen (aus <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">-Sicht: \u00bbzwischen einer guten und einer besseren\u00ab): Autonomie und Eigenstaatlichkeit.<br \/>\nIn der Option entschied der Familienvater f\u00fcr die gesamte Familie, w\u00e4hrend bei einer demokratischen Abstimmung jeder einzelne frei und eigenverantwortlich entscheiden kann.<br \/>\nDie Option f\u00fchrte zu schwersten Konflikten, weil sie Verwandtschaften und Dorfgemeinschaften \u00bbphysisch\u00ab zerriss (bzw. zu zerrei\u00dfen versprach). Die Selbstbestimmung f\u00fchrt hingegen zu einem Ergebnis (Verbleib oder Unabh\u00e4ngigkeit) f\u00fcr das ganze Land. Es gibt keine Dableiber und keine Optanten, ganz S\u00fcdtirol \u00bbbleibt\u00ab oder l\u00f6st sich vom Nationalstaat und in beiden F\u00e4llen werden die \u00bbanderen\u00ab nicht ausgeschlossen. Es geht nicht um Umsiedlungen, sondern um den institutionellen Rahmen S\u00fcdtirols. Unabh\u00e4ngig vom Ergebnis bleiben also alle S\u00fcdtiroler im Lande.<br \/>\nBei der Option musste sich jeder v\u00f6llig \u00f6ffentlich deklarieren, da die gesamte Gemeinschaft nachvollziehen konnte, ob jemand wegzieht bzw. die Vorbereitungen daf\u00fcr trifft. Bei der Selbstbestimmung muss niemand, der es nicht freiwillig m\u00f6chte, \u00f6ffentlich Stellung beziehen. Entschieden wird frei und geheim in der Wahlkabine.<\/p>\n<p id=\"27D\"><strong>E3) Die Selbstbestimmung ist ein zweischneidiges Schwert: Wenn sich die Bev\u00f6lkerung in einer Abstimmung gegen die Unabh\u00e4ngigkeit entscheidet, wird uns Italien auch noch die Autonomie wegnehmen.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Obwohl dies einige Politiker in S\u00fcdtirol behaupten, gibt es keine rechtlichen oder politischen Anhaltspunkte f\u00fcr eine solche \u00bbBestrafung\u00ab. Im Bundesstaat Qu\u00e9bec, wo im Laufe der letzten Jahrzehnte schon zweimal erfolglos \u00fcber die Unabh\u00e4ngigkeit von Kanada abgestimmt wurde, ist nichts derartiges eingetreten. Ganz im Gegenteil: Qu\u00e9bec konnte seine Zust\u00e4ndigkeiten seitdem sogar ausbauen. In Schottland ist davon die Rede, dass im Falle eines Verbleibs beim Vereinigten K\u00f6nigsreich die sogenannte <em>devolution max<\/em> (maximale Autonomie) umgesetzt werden k\u00f6nnte, w\u00e4hrend Spanien den Unabh\u00e4ngigkeitswillen der Katalanen schon jetzt u. a. damit zu brechen versucht, dass der Zentralstaat f\u00fcr den Fall eines Verbleibs neue Zust\u00e4ndigkeiten anbietet.<\/p>\n<p>Eine etwaige Drohung des Mutterstaates, bei Scheitern der Sezessionsbestrebungen die Autonomie zu streichen, w\u00e4re nichts anderes als Wahlwerbung f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit \u2014 und somit aus Sicht des Mutterstaates v\u00f6llig kontraproduktiv. Vergleiche auch <a href=\"#37D\">Frage C8.<\/a><\/p>\n<p id=\"31D\"><strong>E4) Das Beispiel Jugoslawien sollte uns gelehrt haben, wohin Unabh\u00e4ngigkeitsw\u00fcnsche f\u00fchren k\u00f6nnen (Balkanisierungsgefahr).<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Interessant ist zun\u00e4chst, dass solcherlei Vergleiche meist von denselben Personen gezogen werden, die auch darauf hinweisen, dass S\u00fcdtirol nicht mit Kosovo, Montenegro oder den baltischen Republiken verglichen werden darf.<br \/>\nMal davon abgesehen, dass die Voraussetzungen aus wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Sicht in Jugoslawien v\u00f6llig andere waren, als die, die heute in S\u00fcdtirol herrschen, zeigt das jugoslawische Beispiel vor allem, was passieren kann, wenn man demokratische Entscheide verweigert bzw. nicht zur Kenntnis nimmt.<br \/>\nZudem verfolgten die Teilgebiete der F\u00f6deration Anfang der 1990er Jahre Ziele, die jenen von <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> diametral gegen\u00fcberstehen: W\u00e4hrend wir die freiwillige Errichtung eines konstitutiv mehrsprachigen Landes bei \u00dcberwindung der Nationalismen verfolgen, wollten die (Kriegs-)Parteien am Balkan die Aufl\u00f6sung einer (nicht demokratisch zustandegekommenen) F\u00f6deration zugunsten kleiner, homogener Nationalstaaten. Gekoppelt mit dem Expansionismus Restjugoslawiens (Serbien) und Kroatiens, die unter nationalistischen Vorzeichen Gebietsanspr\u00fcche geltend machten, f\u00fchrte dies zudem zu brutalen ethnischen S\u00e4uberungen.<\/p>\n<p id=\"6D\"><strong>E5) S\u00fcdtirol ist doch zu klein, um als eigenst\u00e4ndiges Land zu \u00fcberleben.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Dies ist falsch. Es gibt weltweit \u2013 und auch in Europa \u2013 zahlreiche Staaten, die fast genauso klein oder noch kleiner sind als S\u00fcdtirol. Die allermeisten davon haben damit kein Problem, im Gegenteil. W\u00e4re dies nicht so, w\u00fcrden sie eine Eingliederung in gr\u00f6\u00dfere Staaten anstreben, doch sie tun dies nicht.<br \/>\nFerner sind Kleinstaaten durchschnittlich <a title=\"Kleinstaaten wirtschaftlich erfolgreicher.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=7767\">wirtschaftlich erfolgreicher<\/a> und erzielen <a title=\"Kleinstaaten-Governance.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=2244\">bessere Governance-Ergebnisse<\/a>, als gro\u00dfe Staaten. Es besteht auch keine Notwendigkeit, dass Kleinstaaten s\u00e4mtliche Aufgaben selbst \u00fcbernehmen: Es ist g\u00e4ngige Praxis, dass manche sekund\u00e4re Bereiche (wie die diplomatische Vertretung im Ausland) befreundeten Nachbarl\u00e4ndern anvertraut werden.<\/p>\n<p id=\"7D\"><strong>E6) S\u00fcdtirols Wirtschaftskraft reicht nicht aus, um als unabh\u00e4ngiges Land zu \u00fcberleben. <\/strong><a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Das stimmt nicht. S\u00fcdtirol wird vom Europ\u00e4ischen Statistikamt Eurostat regelm\u00e4\u00dfig als eine der reichsten Regionen des gesamten Kontinents eingestuft. Es gibt keinen vern\u00fcnftigen Grund, warum sich dies nach Vollzug der Unabh\u00e4ngigkeit \u00e4ndern sollte. Im Gegenteil h\u00e4tte die Losl\u00f6sung voraussichtlich sehr positive Folgen, weil wir eine schlankere Gesetzgebung, effizientere Dienstleistungen (B\u00fcrokratie, Justiz, Post, Bahn etc.) und eine auf S\u00fcdtirols Bed\u00fcrfnisse zugeschnittene Wirtschafts- und Steuerpolitik h\u00e4tten. Zus\u00e4tzlich h\u00e4tte die Unabh\u00e4ngigkeit die Ansiedlung eigener Niederlassungen von ausl\u00e4ndischen Unternehmen zur Folge. All dies w\u00fcrde die \u00d6konomie eher ankurbeln als besch\u00e4digen.<\/p>\n<p id=\"16D\"><strong>E7) S\u00fcdtirol m\u00fcsste anteilsm\u00e4\u00dfig die italienischen Staatsschulden \u00fcbernehmen, k\u00f6nnte diese aber niemals abzahlen.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Welchen Anteil der italienischen Staatsschulden S\u00fcdtirol \u00fcbernehmen m\u00fcsste bzw. ab welchem Zeitpunkt S\u00fcdtirol f\u00fcr die Schulden mitverantwortlich ist, m\u00fcsste erst ausgehandelt werden. Auch die Ber\u00fccksichtigung der jahrzehntelangen Absch\u00f6pfung der einheimischen Wasserkraft durch den Staat w\u00e4re einzufordern.<br \/>\nSelbst wenn S\u00fcdtirol seinen Anteil an den italienischen Staatsschulden in vollem Umfang \u00fcbernehmen m\u00fcsste, w\u00fcrde das keine Verschlechterung der Istsituation darstellen: Auch als Teil Italiens hat S\u00fcdtirol diese Schulden n\u00e4mlich bereits. Da S\u00fcdtirol jedoch ein h\u00f6heres BIP als das restliche Staatsgebiet, zudem traditionell eine bessere Haushaltsdisziplin aufweist, ist die Wahrscheinlichkeit h\u00f6her, dass S\u00fcdtirol diese Schulden abtragen kann, als dass sie Italien jemals abtragen wird k\u00f6nnen.<br \/>\nDa ausgeglichene \u00f6ffentliche Haushalte die aktive Gestaltung eines Staates wesentlich erleichtern, birgt die Unabh\u00e4ngigkeit diesbez\u00fcglich wesentlich mehr Spielraum.<\/p>\n<p id=\"10D\"><strong>E8) W\u00fcrde S\u00fcdtirol nicht aus der EU fliegen?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Rechtsexperten aus Katalonien oder Schottland sind zum Schluss gekommen, dass dies nicht der Fall w\u00e4re \u2014 es k\u00e4me vielmehr zu einer \u00bbinternen Erweiterung\u00ab. Diese Ansicht ist jedoch nicht unumstritten. Gewissheit h\u00e4tte man letztendlich nur, sobald es soweit ist. Im Augenblick sieht es danach aus, als k\u00f6nnte Schottland zum Pr\u00e4zedenzfall werden; sollten sich die schottischen B\u00fcrger:innen jedoch gegen die Unabh\u00e4ngigkeit von Gro\u00dfbritannien entscheiden, spr\u00e4che das nicht dagegen, dass S\u00fcdtirol den ersten Schritt macht. <em>Falls<\/em> S\u00fcdtirol unabh\u00e4ngig w\u00fcrde, ist es \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich, dass Italien zus\u00e4tzlich zum Gotthardpass mit dem Brenner eine weitere wichtige Alpenquerung au\u00dferhalb der EU lassen m\u00f6chte. Rom w\u00fcrde demnach sicherlich kein Veto gegen einen Verbleib bzw. einen Beitritt S\u00fcdtirols zur Union einlegen, sondern vielmehr jede diesbez\u00fcgliche Absicht tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p id=\"12D\"><strong>E9) M\u00fcsste ein unabh\u00e4ngiges S\u00fcdtirol nicht die Eurozone verlassen?<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Es w\u00e4re denkbar, dass S\u00fcdtirol nicht von Anfang an aktives Mitglied der Eurozone w\u00e4re. Es gibt aber die M\u00f6glichkeit einer vor\u00fcbergehenden passiven Nutzung der Gemeinschaftsw\u00e4hrung \u2014 ohne Mitgliedschaft in der Europ\u00e4ischen Zentralbank, wo wir schon heute nicht bzw. nur \u00fcber Italien vertreten sind. Die Kleinstaaten Andorra und Monaco oder die jungen Staaten Kosovo und Montenegro sind schon heute Beispiele f\u00fcr L\u00e4nder, welche den Euro passiv nutzen (sogar ohne EU-Mitglieder zu sein). <span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; text-transform: uppercase;\">C\u00ebla enghe:<\/span> <a title=\"EU-K kl\u00e4rt \u00fcber passive Euronutzung auf.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=16811\"><code>01<\/code><\/a><br \/>\nSollte sich S\u00fcdtirol gegen die passive Euronutzung entscheiden, bestehen mindestens zwei weitere (allerdings weniger attraktive) Optionen, wie man die Zeit bis zum offiziellen Eintritt in den Euro \u00fcberbr\u00fccken k\u00f6nnte: 1. Passive oder aktive Nutzung einer anderen W\u00e4hrung (z.B. Schweizer Franken); 2. Einf\u00fchrung einer eigenen \u00dcbergangsw\u00e4hrung.<\/p>\n<p id=\"23D\"><strong>E10) Ich m\u00f6chte nicht in einem unabh\u00e4ngigen Land leben, in dem eine einzige Partei so viel Macht hat.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Die St\u00e4rke einer einzigen Partei, wie wir sie heute in S\u00fcdtirol erleben, ist im Wesentlichen auf die Situation der deutsch- und ladinischsprachigen S\u00fcdtiroler:innen als Minderheiten in einem Nationalstaat zur\u00fcckzuf\u00fchren. Diese Situation bedingt die \u2014 tats\u00e4chliche oder gef\u00fchlte \u2014 Notwendigkeit, \u00bbzusammenzuhalten\u00ab, eine Notwendigkeit, die die Sammelpartei regelm\u00e4\u00dfig beschw\u00f6rt. In einem unabh\u00e4ngigen, nicht national definierten S\u00fcdtirol k\u00e4me die Rechtfertigung f\u00fcr einen derartigen ethnischen Zusammenhalt in Gesellschaft und Politik abhanden. Die wahrscheinlichste Folge: Eine Normalisierung der politischen Landschaft (Ausrichtung nach ideologischen und nicht nach ethnischen Grunds\u00e4tzen) und die Aufspaltung der Sammelpartei in ihre konservativen und sozialdemokratischen Bestandteile.<\/p>\n<p id=\"26D\"><strong>E11) Ich will mich doch nicht von <em>Freiheitlichen<\/em> und <em>S\u00fcd-Tiroler Freiheit<\/em> regieren lassen.<\/strong> <a href=\"#FD\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Auch im unabh\u00e4ngigen S\u00fcdtirol wird der Landtag (bzw. das Parlament) von allen B\u00fcrger:innen gew\u00e4hlt und nicht nur von jenen, die die Unabh\u00e4ngigkeit bef\u00fcrwortet haben. Die Bef\u00fcrchtung, dass dann Parteien, die sich heute f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit einsetzen, st\u00e4rker im Landtag vertreten sein werden, als dies jetzt der Fall ist, ist unbegr\u00fcndet. Eher im Gegenteil: Ihnen kommt eines ihrer wichtigsten Wahlkampfthemen, die Losl\u00f6sung S\u00fcdtirols von Italien, abhanden.<\/p>\n<p><em>Zuletzt bearbeitet am 11. J\u00e4nner 2023.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/> <hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/> <hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p id=\"25I\"><strong>A1) Quali sono i fini di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>In breve: proponiamo la creazione di un Sudtirolo plurilingue e non pi\u00f9 organizzato in modo etnocentrico, impegnato per l&#8217;unificazione europea e indipendente rispetto a qualsiasi stato nazionale. Cfr. il <a title=\":BBD:-Manifest.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=183#IT\">manifesto di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"><\/a> e la <a href=\"#17I\">domanda A4<\/a>.<\/p>\n<p id=\"1I\"><strong>A2) <em>Brennerbasisdemokratie<\/em> si batte per l&#8217;autodeterminazione o per l&#8217;indipendenza?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>In primo luogo <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> difende il diritto ad autodeterminarsi. Ci\u00f2 significa che la popolazione deve avere la possibilit\u00e0 concreta di decidere il proprio futuro in modo libero, attraverso una votazione democratica.<br \/>\nUna volta raggiunto tale scopo, <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> si schierer\u00e0 a favore di una soluzione di indipendenza dallo stato nazionale italiano (e da qualsiasi altro stato nazionale). Siamo convinti che tale opzione sia quella di gran lunga migliore per questa terra plurilingue, perch\u00e9 ci permetterebbe di decidere liberamente e consensualmente come sviluppare e realizzare un modello di convivenza pacifica e di pari diritti per tutti. Roma e Vienna, lo hanno dimostrato, non sono in grado di risolvere i nostri problemi, perch\u00e9 molto specifici e difficilmente comprensibile a chi non li ha vissuti. Inoltre, difficilmente potremo trovare una soluzione soddisfacente in seno ad uno stato nazionale. Cfr. <a href=\"#20I\">domanda A6.<\/a><\/p>\n<p id=\"A3I\"><strong>A3) Qual \u00e8 la differenza fra autodeterminazione e indipendenza?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>L&#8217;autodeterminazione \u00e8 un atto o un processo singolo, attraverso il quale la popolazione pu\u00f2 decidere quale sar\u00e0 la cornice istituzionale del proprio territorio. Tale atto o processo pu\u00f2 concretizzarsi tramite un referendum, una votazione parlamentaria o un processo partecipativo \u2014 ovvero una combinazione di queste forme decisionali.<br \/>\nL&#8217;indipendenza statuale (accanto all&#8217;autonomia, l&#8217;annessione a un altro stato ecc.) \u00e8 uno dei possibili traguardi da raggiungere tramite l&#8217;atto o processo di autodeterminazione.<\/p>\n<p id=\"17I\"><strong>A4) Per quale ragione pensate che la realizzazione del modello di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> necessiti dell&#8217;indipendenza? Non sarebbe attuabile anche all&#8217;interno dell&#8217;autonomia?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Il modello di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> contiene, ovviamente, anche una visione per il futuro dell&#8217;Europa: Desideriamo un&#8217;Europa delle regioni, costruita secondo le regole della sussidiariet\u00e0 e alternativa all&#8217;odierno <em>club degli stati nazionali<\/em>. Ovviamente non saremo noi sudtirolesi a decidere quale sar\u00e0 l&#8217;Europa di domani, ma contribuiremo a decidere, alla pari di tutte le altre cittadine e di tutti gli altri cittadini europei.<br \/>\nOltre a ci\u00f2 ci sono ragioni molto concrete per le quali, a nostro avviso, \u00e8 necessaria l&#8217;indipendenza: le minoranze linguistiche non potranno mai fare a meno dei meccanismi di tutela finch\u00e9 faranno parte di uno stato nazionale \u2014 ma proprio questi meccanismi \u00abnecessari\u00bb contribuiscono attivamente al perpetuamento e alla riproduzione della separazione fra i gruppi linguistici.<br \/>\nLe\/i sudtirolesi di lingua tedesca e ladina hanno diritto all&#8217;autonomia perch\u00e9 e finch\u00e9 si distinguono dalla restante popolazione dello stato, cio\u00e8, perch\u00e9 sono diverse\/i da un punto di vista \u00abnazionale\u00bb. Questo fatto rappresenta uno stimolo costante alla separazione fra le minoranze tedesca e ladina da un lato e le\/i loro concittadine\/i di lingua italiana. Qualora infatti le differenze fra le minoranze e la maggioranza nazionale diminuissero sensibilmente, verrebbe a mancare la legittimazione per il mantenimento dell&#8217;autonomia. Questo tipo di condizionamento, ovviamente, non rappresenta una buona premessa per la convivenza.<br \/>\nInfine, per attuare un nuovo modello di societ\u00e0 avremo bisogno di margini d&#8217;azione pi\u00f9 ampi direttamente sul territorio, che l&#8217;autonomia non concede in quanto necessita di una protezione sovraordinata. La protezione (ancoraggio costituzionale e internazionale), come sappiamo, implica rigidit\u00e0: anche se tutti quanti ci mettessimo d&#8217;accordo su una determinata soluzione, non avremmo il diritto di intervenire o di operare i necessari aggiustamenti (alla nostra \u00abcostituzione\u00bb o al sistema scolastico, ad esempio) senza il consenso di Roma e di Vienna.<\/p>\n<p id=\"11I\"><strong>A5) Indipendenza = egoismo? <\/strong><a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>L&#8217;indipendenza pu\u00f2 certamente essere sinonimo di egoismo, ma le motivazioni di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> sono tutt&#8217;altre. Il nostro manifesto, infatti, parla chiaramente di solidariet\u00e0&nbsp; interna ed esterna. Ci\u00f2 significa che pensiamo di contribuire anche in futuro, possibilmente in forma pi\u00f9 consistente rispetto al presente, allo sviluppo di regioni meno abbienti, in Europa e nel mondo. Lo faremmo per\u00f2 in maniera pi\u00f9 libera, decidendo le priorit\u00e0 e le condizioni, e magari prestandoci anche al ruolo di forza di mediazione alla stregua della Svizzera o di altri paesi neutrali.<\/p>\n<p id=\"20I\"><strong>A6) Siete favorevoli all&#8217;indipendenza ad ogni costo?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>No, l&#8217;indipendenza \u00e8 chiaramente legata a determinate e chiare condizioni. A nostro avviso \u00e8 giustificato perseguirla nella misura in cui ci si possano attendere miglioramenti per la convivenza, il plurilinguismo e una societ\u00e0 veramente solidale. Rifiuteremmo un salto nel buio: nel caso di un addio allo stato nazionale \u00e8 bene disporre di una costituzione vincolante che favorisca uno sviluppo nella direzione auspicata.<br \/>\nD&#8217;altronde \u00e8 difficilmente immaginabile che i sudtirolesi \u00abcomprino a scatola chiusa\u00bb un modello indefinito o perfino avverso alla pacifica convivenza, in quanto la maggioranza certamente non sarebbe disposta ad accettare un peggioramento rispetto alla situazione attuale (in senso sociale, ma anche economico ecc.). Cfr. <a href=\"#14I\">domanda B8.<\/a><\/p>\n<p id=\"2I\"><strong>A7) Quali, secondo voi, sono le conseguenze e i vantaggi concreti dell&#8217;indipendenza?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>L&#8217;indipendenza (contrario di dipendenza) avrebbe come prima conseguenza il superamento dell&#8217;attuale stato d&#8217;emergenza perpetua, che viene artificialmente mantenuto in essere da decenni: questo stato d&#8217;emergenza \u00e8 conseguenza di uno statuto d&#8217;autonomia poco flessibile e difficilmente modificabile, ma anche dalla diffidenza reciproca e dalla separazione tra i gruppi linguistici. Rappresenta il capitale politico di intere generazioni di politici, ma \u00e8 difficilmente superabile all&#8217;interno di uno stato nazionale, senza rinunciare a essenziali strumenti di tutela.<\/li>\n<li>Ne consegue un&#8217;anomalia politica caratterizzata da un comportamento elettorale etnicizzato. Un partito di raccolta di tipo \u00abetnico\u00bb non sarebbe pi\u00f9 giustificabile in un Sudtirolo indipendente; ideali e progetti politici avrebbero finalmente la precedenza sull&#8217;appartenenza etnico-linguistica. La prima conseguenza sarebbe dunque innanzitutto una normalizzazione della vita politica.<\/li>\n<li>L&#8217;indipendenza ci fornirebbe tutti gli strumenti per risolvere i nostri problemi in loco, e allo stesso tempo renderebbe queste soluzioni ineludibili ed improrogabili. Eventuali responsabilit\u00e0 o ritardi non sarebbero pi\u00f9 attribuibili a Roma e a Vienna.<\/li>\n<li>La politica sudtirolese risponderebbe pienamente delle sue azioni. Oggi la colpa degli sviluppi negativi viene sovente addossata a eventi e attori esterni.<\/li>\n<li>Si renderebbe necessario un patto sociale (creazione di una base di consenso e di fiducia) tra i gruppi linguistici.<\/li>\n<li>I temi specifici della nostra terra troverebbero considerazione in qualsiasi atto pubblico. Infatti, il Sudtirolo sarebbe una \u00abcollettivit\u00e0 volontaria\u00bb costitutivamente plurilingue come la Svizzera e non pi\u00f9 la periferia estrema di uno stato nazionale: il Sudtirolo ha bisogno di una maggiore centralit\u00e0 per le sue necessit\u00e0 specifiche in tutti gli ambiti della vita, e queste sono difficilmente comunicabili, comprensibili e risolvibili al di fuori del contesto locale.<\/li>\n<li>Verrebbe a mancare il presunto o reale \u00abnemico esterno\u00bb, e con ci\u00f2 la giustificazione per numerose misure protettive \u2013 anacronistiche ancorch\u00e9 irrinunciabili per una minoranza, ma d&#8217;ostacolo al libero sviluppo della societ\u00e0 e delle persone.<\/li>\n<li>Il servizio pubblico farebbe un salto d&#8217;efficienza; il Sudtirolo potrebbe liberarsi definitivamente e a vantaggio di tutti i suoi cittadini, della giustizia, della posta, delle ferrovie, della burocrazia (ecc.) italiane.<\/li>\n<\/ul>\n<p id=\"5I\"><strong>A8) Siete xenofobi?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>No. Anzi, il <a title=\"Manifesto.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=183#IT\">manifesto<\/a> di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> si riferisce espressamente ad una soluzione territoriale e inclusiva che definisca come sudtirolese chiunque abiti questa terra, a prescindere dalla provenienza, lingua, religione ecc.<\/p>\n<p id=\"3I\"><strong>A9) Siete antiitaliani?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>No. <em>Brennerbasisdemokratie<\/em> riconosce espressamente il passato ed il presente plurilingue (tedesco, italiano e ladino) del Tirolo e lo considera un valore importante da preservare ed incentivare nel futuro, tenendo presente anche l&#8217;afflusso di persone da altri ambiti linguistici e culturali.<\/p>\n<p id=\"4I\"><strong>A10) Odiate l&#8217;Italia?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>No. La convinzione che un futuro indipendente da qualsiasi stato nazionale possa offrire opportunit\u00e0 di sviluppo di gran lunga migliori alla nostra terra non ha nulla a che vedere con un&#8217;ipotetica riserva nei confronti dell&#8217;Italia. Un Sudtirolo libero ed indipendente potrebbe portare avanti senza pregiudizi contatti e scambi di ogni natura con l&#8217;Italia, e anzi intensificarli ulterioremente in veste di partner con pari dignit\u00e0.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/> <hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p id=\"B1I\"><strong>B1) Le vostre proposte sono incostituzionali.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Le costituzioni non sono leggi naturali; sono state scritte da uomini e donne e in una democrazia possono venire modificate nuovamente da uomini e donne. Inoltre, le visioni politiche non dovrebbero considerare solo la cornice legale contingente, bens\u00ec anche il traguardo di una societ\u00e0 migliore. Se tale fine (attualmente) fosse incostituzionale, vanno ricercate vie percorribili renderlo legale. Ad ogni modo, clausole costituzionali che prevedano l&#8217;indissolubilit\u00e0 (dello stato) e l&#8217;immodificabilit\u00e0 (della costituzione) sono altamente problematiche da un punto di vista democratico. <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> preferisce richiamarsi a un principio espresso dai Verdi catalani: la legalit\u00e0 non \u00e8 immodificabile e deve adattarsi alla volont\u00e0 democratica \u2014 non viceversa.<\/p>\n<p id=\"B2I\"><strong>B2) Il Sudtirolo \u00e8 stato conquistato con il sangue dei soldati italiani (con il sangue dei nostri padri\/nonni\u2026).<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Non solo non ci interessano argomenti marziali e ispirati all&#8217;ideologia del sangue e suolo \u2014 ma li rifiutiamo in quanto antidemocratici. Sangue e violenza non aumentano la legittimazione di un confine, ma semmai la riducono. E da un punto di vista democratico \u00e8 inimmaginabile che nell&#8217;Europa del 21\u00b0 secolo un confine eretto col sangue si possa modificare solo con ulteriori spargimenti di sangue.<\/p>\n<p>D\u2019altronde anche in Libia o in Eritrea sono periti molti soldati italiani, e ciononostante tali territori oggi giustamente non appartengono pi\u00f9 all\u2019Italia.<\/p>\n<p id=\"13I\"><strong>B3) In Europa non si possono creare nuovi confini. I confini non esistono pi\u00f9. <\/strong><a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Che in Europa oggi non ci siano pi\u00f9 confini \u00e8 una forte semplificazione. Piuttosto sono stati in gran parte aboliti i controlli alle frontiere e attenuate le ripercussioni dei confini. Tuttavia l&#8217;impatto che i confini hanno sulla nostra vita quotidiana rimangono rilevanti: gli stati continuano a definire diritti e doveri, tasse e tariffe, l&#8217;istruzione e molto altro in maniera indipendente l&#8217;uno dall&#8217;altro.<br \/>\nMa perfino se un giorno venisse fondato uno stato unico europeo, sarebbe necessario disporre di confini amministrativi tra i vari territori (regioni o L\u00e4nder&#8230;) che lo compongono; infatti \u00e8 impensabile che tutto il territorio, dalla Lapponia alla Sicilia, dall&#8217;Algarve al Mar Nero, possa venire amministrato centralmente da un unico governo. Dunque, per quanto i nostri confini potranno diventare permeabili, saranno sempre necessari. E pi\u00f9 l&#8217;Europa si unir\u00e0, pi\u00f9 semplice diventer\u00e0 lo spostamento di un confine amministrativo all&#8217;interno dell&#8217;Unione. Quindi, il cosiddetto \u00ababbattimento\u00bb dei confini non va contro, ma a favore di una maggiore flessibilit\u00e0 nel loro adeguamento.<\/p>\n<p id=\"B4I\"><strong>B4) Il secessionismo \u00e8 contrario all&#8217;unificazione europea.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Non necessariamente. Dipende dalle motivazioni ideologiche di chi persegue l&#8217;indipendenza. Ad esempio i movimenti indipendentisti in Scozia e in Catalogna (diversamente dalla Lega Nord, espressione del populismo di destra, e dal Vlaams Belang di destra radicale) sono decisamente pi\u00f9 pro-europei e sarebbero disposti a rendere i propri confini pi\u00f9 permeabili che non gli stati, dai quali vorrebbero separarsi. Tendenzialmente gli stati di dimensione ridotta sono pi\u00f9 interessati all&#8217;integrazione europea, perch\u00e9 ne dipendono maggiormente, che gli stati di ampie dimensioni. Il secessionismo nella cornice europea \u00e8 federalismo.<\/p>\n<p id=\"9I\"><strong>B5) Che significato pu\u00f2 avere l&#8217;indipendenza nell&#8217;Europa odierna? <\/strong><a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>L&#8217;indipendenza nella cornice europea significa innanzitutto non fare passi verso l&#8217;incertezza. E significa che possiamo decidere noi stessi quale sar\u00e0 il nostro futuro, eccetto negli ambiti che noi stessi decidiamo di delegare ad altri. Non ultimo per\u00f2 significa anche contare di pi\u00f9 nell&#8217;Unione e fungere da esempio ad altre regioni promuovendo un modello federale e solidale di Europa unita.<\/p>\n<p id=\"B6I\"><strong>B6) Che cosa distingue lo stato da voi proposto da uno stato nazionale?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Lo stato nazionale (lat. \u00abnatio\u00bb = nascita) rivendica l&#8217;omogeneit\u00e0 della propria popolazione relativamente alle sue caratteristiche ritenute \u00abimmutabili\u00bb \u2014 normalmente la lingua e la cultura. In seguito a questo \u00abideale\u00bb la Francia unirebbe tutte le persone di lingua e cultura francese, l&#8217;Olanda tutte le persone di lingua e cultura olandese (ecc.) in uno stato. Secondo questa concezione, che raggiunse il suo apice nel 19\u00b0 secolo, una lingua e una cultura unitarie legittimerebbero la fondazione di uno stato indipendente e delimitato da stati di altra lingua e cultura. Questa finzione allo stesso tempo crea \u00abminoranze nazionali\u00bb (e spesso, volontariamente o involontariamente, una pressione assimilatoria) laddove parte della popolazione si distingue dalla popolazione maggioritaria dello stato. Inoltre ne possono scaturire dispute territoriali (fino alla guerra) laddove un territorio non fosse ascrivibile in modo univoco a una sola comunit\u00e0 linguistica. A questo vecchio modello, che presuppone una purezza culturale che in realt\u00e0 non esiste quasi mai, contrapponiamo un modello democratico e pluralistico: ogni territorio, la cui popolazione \u2014 senza alcuna necessit\u00e0 di omogeneit\u00e0 sulla base di caratteristiche suppostamente immutabili \u2014 voglia autogovernarsi su base democratica, a nostro avviso deve avere il diritto di farlo. Questa concezione previene le ingiustizie dovute all&#8217;eterodeterminazione e promuove l&#8217;inclusivismo: infatti, quando a decidere sull&#8217;appartenenza a una comunit\u00e0 statuale sono le caratteristiche presuntamente oggettive (e date dalla nascita), questo \u00e8 spesso motivo di discriminazione ed esclusione.<\/p>\n<p id=\"B7I\"><strong>B7) Perch\u00e9 non atendere che l&#8217;UE si regionalizzi? Perch\u00e9 non aspettare la fine degli stati-nazione?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Dove pu\u00f2 iniziare tale processo, se non in quelle regioni, dove la predominante logica nazionale fallisce in maniera pi\u00f9 evidente? Il Sudtirolo \u00e8 predestinato ad assumere un ruolo di avanguardia in tal senso. Invece di attendere di potersi accomodare in un nido gi\u00e0 pronto, la nostra terra potrebbe fare da battistrada per la regionalizzazione europea. Gli stati nazionali, che tuttora detengono il potere nell&#8217;Unione Europea, per un semplice istinto di autoconservazione non saranno mai interessati al proprio superamento. Non saranno loro ad abolirsi spontaneamente e senza pressioni esterne.<\/p>\n<p id=\"14I\"><strong>B8) Davvero siete convinti che l&#8217;indipendenza metta in moto un automatismo in grado di superare i nazionalismi?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Ovviamente non c&#8217;\u00e8 nessun automatismo. L&#8217;indipendenza pu\u00f2 dispiegare questo suo potenziale solamente se per il Sudtirolo indipendente saremo in grado di mettere in campo regole e meccanismi che ci permettano di posizionarci al di fuori delle logiche nazionaliste. Chiaramente non si tratta di un&#8217;impresa facile, perch\u00e9 il costrutto della \u00abnazione\u00bb, per quanto giovane, ha permeato il nostro modo di pensare. Un passo nella direzione auspicata \u00e8 la formulazione di una proposta costituzionale che illustri la possibile cornice giuridica per uno stato \u00abpostetnico\u00bb. Ma solo se la popolazione, tramite votazione, dar\u00e0 il proprio consenso in maniera libera e consapevole a un iter di questo tipo, impegnandosi a sostenerlo attivamente, questo sviluppo potr\u00e0 avere successo. Financo la proposta costituzionale di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> deve tener conto delle tempistiche di una tale evoluzione, prevedendo scadenze chiare per decostruire in modo graduale le caratteristiche etniche (o nazionali) dal punto di vista giuridico e sociale.<\/p>\n<p id=\"15I\"><strong>B9) Una nazione senza nazione? Ma sarebbe la quadratura del cerchio!<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>La \u00abnazione senza nazione\u00bb \u00e8 un abile gioco di parole per indicare quello che propone <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">, ma non \u00e8 cos\u00ec paradossale come sembrerebbe a prima vista. Infatti, contiene due accezioni completamente differenti del sostantivo \u00abnazione\u00bb, che di volta in volta viene usato come sinonimo di \u00abstato\u00bb o per descrivere una <em>comunit\u00e0 di persone che per nascita condividono caratteristiche naturali e culturali<\/em> e per questo sarebbero destinate a vivere insieme. Ecco, quando si dice che <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> propone una \u00abnazione senza nazione\u00bb, in realt\u00e0 si sottintende che questo progetto caldeggia la creazione di uno \u00abstato\u00bb che non si basi sul concetto <em>filosofico<\/em> della \u00abnazione\u00bb. Tra l&#8217;altro, esistono gi\u00e0 molti stati che non sono delle vere e proprie nazioni, con esempi cos\u00ec differenti tra di loro come la Svizzera, il Lussemburgo o gli Stati Uniti. Il Sudtirolo non sarebbe costretto a seguire nessuno di questi modelli, ma rappresenterebbe un&#8217;ulteriore esempio di uno stato non-nazionale.<\/p>\n<p id=\"B10I\"><strong>B10) Un diritto di autodeterminazione generalizzato e democratico non porterebbe direttamente a un mondo di microstati?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>In linea di massima n\u00e9 gli stati piccoli n\u00e9 quelli grandi sono migliori o peggiori, entrambi hanno la loro ragion d&#8217;essere ed entrambi hanno i loro vantaggi e i loro svantaggi. Oggi gli stati di piccole dimensioni sono molto pi\u00f9 funzionli che non 50 anni fa, ad esempio per la facilit\u00e0 con cui possono accedere ai mercati internazionali. Nonostante ci\u00f2 ci saranno limiti ragionevoli alla secessione di piccoli territori, che potranno venir determinati dalle cittadine e dai cittatini dei relativi territori, se informate\/i in maniera trasparente. Quest&#8217;ultima \u00e8 una condizione per una decisione democratica. Come descritto al <a href=\"#B11I\">punto B11<\/a> la disponibilit\u00e0 libera del diritto democratico ad autodeterminarsi in molti casi eviter\u00e0 che tali velleit\u00e0 si concretizzino.<\/p>\n<p id=\"B11I\"><strong>B11) Ammesso che il Sudtirolo diventi uno stato indipendente: che cosa succederebbe se una sua parte volesse secedere a sua volta?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Se una parte del Sudtirolo \u2014 la Ladinia, la parte maggioritariamente italofona o un qualsiasi altro distretto \u2014 volesse a sua volta rendersi indipendente, questa possibilit\u00e0 dovrebbe ovviamente venir concessa. <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> difende un diritto democratico all&#8217;autodeterminazione, ossia che le cittadine e i cittadini possano decidere liberamente la cornice istituzionale e la forma di governo di cui dotarsi. In un&#8217;ipotetica costituzione sudtirolese ci\u00f2 dovrebbe essere espressamente possibile.<br \/>\nSe il diritto di autodeterminarsi fosse realmente accessibile, a nostro avviso ci\u00f2 rappresenterebbe un&#8217;ottima garanzia a favore di una convivenza di qualit\u00e0 e duratura. Se ogni regione ed ogni distretto avessero la possibilit\u00e0 di secedere, sar\u00e0 nell&#8217;interesse di tutti non svantaggiare nessuno. Se il Sudtirolo gi\u00e0 oggi avesse un diritto esplicito ad autodeterminarsi garantito dall&#8217;attuale costituzione italiana, l&#8217;interesse dello stato centrale a risolvere in maniera giusta i conflitti, a rispettare l&#8217;autonomia, a non negare le competenze autonome e a trattare sarebbe molto maggiore.<\/p>\n<p id=\"8I\"><strong>B12) L&#8217;Italia ci ha portato cose positive, ad esempio ha arricchito la nostra cucina. <\/strong><a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Questo \u00e8 vero. Ma con la dichiarazione dell&#8217;indipendenza pasta, pizza e caff\u00e8 italiano non sparirebbero dalle nostre tavole. L&#8217;arricchimento \u00e8 iniziato in epoca absburgica, si \u00e8 intensificato negli ultimi decenni e all&#8217;interno della cornice europea non sarebbe certamente destinato a interrompersi. Il Cantone del Ticino in Svizzera \u00e8 molto pi\u00f9 italiano del Sudtirolo, bench\u00e9 non appartenga all&#8217;Italia e nemmeno all&#8217;Unione Europea. Gli scambi culturali non necessitano dell&#8217;appartenenza formale ad uno stato.<\/p>\n<p id=\"B12I\"><strong>B13) Perch\u00e9 non vi alleate con altre forze sudtirolesi favorevoli all&#8217;autodeterminazione e\/o all&#8217;indipendenza <em>(Freiheitliche, S\u00fcd-Tiroler Freiheit<\/em> ecc.)? <\/strong><a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Il confronto \u00e8 possibile con tutti gli attori politici della nostra terra che si muovono nell&#8217;ambito del consenso democratico \u2014 dunque anche con <em>Freiheitliche<\/em> e <em>S\u00fcd-Tiroler Freiheit.<\/em> Tuttavia l&#8217;autodeterminazione, e a maggior ragione l&#8217;indipendenza, per noi non \u00e8 fine a se stessa, ma un mezzo per realizzare una visione postetnica\/postnazionale e federale, per cui esistono alcune posizioni non trattabili alle quali subordiniamo qualsiasi ipotesi di collaborazione concreta:<\/p>\n<ul>\n<li>Antirazzismo, antifascismo e antitotalitarismo: attori politici con i quali collaboriamo non devono essere scalfiti da alcun dubbio che non si distanzino chiaramente da razzismo, fascismo e totalitarismi e che addirittura li combattano attivamente. Ad esempio, sarebbe fatale collaborare (anche solo puntualmente) con associazioni o partiti che fossero favorevoli all&#8217;autodeterminazione ma al contempo xenofobi.<\/li>\n<li>Sostegno all&#8217;unificazione europea: non \u00e8 fondamentale che gli attori con i quali collaboriamo sostengano l&#8217;attuale Unione Europea, ma che in linea di massima si riconoscano in un processo di unificazione europea. \u00c8 ovviamente accettabile (e anche gradita) la critica all&#8217;attuale modello di Unione, problematico dal punto di vista democratico e fissato su una mera unione di stati nazionali.<\/li>\n<li>Autodeterminazione: I gruppi o i singoli con i quali collaboriamo non devono necessariamente essere favorevoli all&#8217;indipendenza; per\u00f2 devono sostenere il concetto che le persone residenti in Sudtirolo (indipendentemente dalla loro lingua, dal colore della pelle ecc.) possano esprimersi in maniera democratica e vincolante su questa tematica. Non si tratta di dare attuazione al diritto di autodeterminazione dei popoli previsto dal diritto internazionale, bens\u00ec di un diritto democratico a decidere.<\/li>\n<li>Rifiuto della violenza: La violenza non ha spazio nella risoluzione dei conflitti sociali e politici. Un partner che non condividesse chiaramente questo principio sarebbe inaccettabile per <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">.<\/li>\n<\/ul>\n<p id=\"B14I\"><strong>B14) Per quale ragione siete contrari a una riannessione del Sudtirolo all&#8217;Austria? <\/strong><a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>L&#8217;Austria non \u00e8 uno stato nazionale a tutti gli effetti, in quanto non ha mai rivendicato di rappresentare tutte le cittadine e i cittadini della stessa lingua in un unico stato. Da un punto di vista linguistico e culturale per\u00f2 l&#8217;Austria si definisce in maniera simile a uno stato nazionale e quindi in Austria le ed i sudtirolesi di lingua italiana e ladina sarebbero a loro volta minoranze \u00abnazionali\u00bb. Il progetto di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> invece prevede la creazione di una cornice politico-istituzionale nella quale nessun\/a sudtirolese debba sentirsi parte di una minoranza linguistica o nazionale. Un&#8217;annessione del Sudtirolo all&#8217;Austria non sarebbe altro che il capovolgimento della situazione odierna (i germanofoni diventerebbero maggioranza, gli italofoni ed i ladini sarebbero le nuove minoranze), per cui non riteniamo utile tale traguardo. Si confronti anche la <a href=\"#25I\">domanda A1<\/a>.<\/p>\n<p id=\"B15I\"><strong>B15) E se la maggioranza delle\/dei sudtirolesi si esprimesse a favore di un ritorno all&#8217;Austria? <\/strong><a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> \u00e8 favorevole all&#8217;esercizio del diritto democratico ad autodeterminarsi. Ci\u00f2 significa che le cittadine ed i cittadini debbono avere la possibilit\u00e0 di decidere pacificamente e liberamente circa la cornice istituzionale da darsi. Qualsiasi risultato scaturisse da un tale processo decisionale a nostro avviso va accettato e rispettato, anche se non corrispondesse alle nostre aspettative. Ci\u00f2 vale sia per il mantenimento dello status quo, l&#8217;indipendenza statuale, l&#8217;annessione a uno stato esistente e perfino per un&#8217;eventuale rinuncia all&#8217;attuale autonomia in seno all&#8217;Italia.<\/p>\n<p id=\"B16I\"><strong>B16) Gli austriaci non vi vogliono. Siete i \u00abterroni\u00bb dell&#8217;area tedesca.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> si oppone espressamente a un&#8217;annessione del Sudtirolo a uno stato nazionale esistente. Nonostante ci\u00f2 ci sono vari sondaggi rappresentativi che dimostrano quanto le cittadine e i cittadini austriaci siano tutt&#8217;altro che compattamente contrari a un&#8217;eventuale riannessione del Sudtirolo. Un partito non affine alle ambizioni e agli orientamenti politici di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> come l&#8217;FP\u00d6 \u00e8 favorevole sia alla riannessione sia al riconoscimento della cittadinanza austriaca alle\/ai sudtirolesi.<br \/>\nPrendiamo le distanze da generalizzazioni offensive e discriminatorie. E nell&#8217;area di lingua tedesca non c&#8217;\u00e8 un termine analogo a quello di \u00abterrone\u00bb. Se per\u00f2 si vuole andare alla ricerca di differenze di ricchezza, queste nell&#8217;area tedesca vanno piuttosto da un meridione pi\u00f9 benestante verso un settentrione meno ricco \u2014 oltre ovviamente a una zona orientale meno sviluppata per ragioni storiche (cortina di ferro).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/> <hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p id=\"C1I\"><strong>C1) Ma non ci sono problemi pi\u00f9 urgenti dell&#8217;autodeterminazione?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Non siamo interessati a una gerarchizzazione, in quanto ci sono sempre problemi pi\u00f9 e meno importanti. Se si procedesse sempre per importanza invece di occuparsi contemporaneamente di problemi con peso differente, i problemi di minore entit\u00e0 dovrebbero venir rimandati \u00abper sempre\u00bb. Sostanzialmente il cambio climatico, la sovrappopolazione mondiale o la distribuzione delle risorse sono problemi talmente fondamentali che fino a una loro risoluzione dovremmo rinunciare a qualsiasi politica comunale, regionale e statale \u2014 se procedessimo secondo una logica gerarchica.<br \/>\nChe le e i sudtirolesi abbiano problemi molto pi\u00f9 gravi dell&#8217;autodeterminazione, tra parentesi, \u00e8 in contrasto con l&#8217;argomento trattato nella domanda successiva.<\/p>\n<p id=\"C2I\"><strong>C2) Stiamo cos\u00ec bene! Perch\u00e9 dovremmo separarci dall&#8217;Italia?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Il modello di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> non si basa solo sul benessere economico (egoismo), ma soprattutto sul benessere sociale da raggiungere tramite il superamento dello stato nazionale e la creazione di uno stato decisamente plurlingue. Confronta anche la <a href=\"#17I\">domanda A4<\/a>. Ciononostante non va certo sottovalutata la componente economica, fondamentale per il funzionamento dello stato sociale.<br \/>\nL&#8217;argomento che stiamo bene (economicamente) per i contrari all&#8217;indipendenza \u00e8 un&#8217;arma a doppio taglio: infatti allora dovrebbero essere favorevoli all&#8217;indipendenza qualora l&#8217;Italia (e il Sudtirolo, parte dell&#8217;Italia) entrasse in una crisi economica; inoltre utilizzando il benessere economico come ragione per non perseguire la secessione entrano anch&#8217;essi in quella sfera dell&#8217;egoismo che spesso e volentieri viene rinfacciata agli indipendentisti.<br \/>\nInfine, anche se \u00abstiamo bene\u00bb questa non \u00e8 una ragione per cercare di migliorare ulteriormente la nostra situazione, giacch\u00e9 \u00e8 questo il fine ultimo della politica. Si confronti anche la <a href=\"#C5I\">domanda C5.<\/a><\/p>\n<p id=\"C3I\"><strong>C3) Dite che siete favorevoli all&#8217;indipendenza dall&#8217;Italia ma i soldi italiani li prendete volentieri.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> non riceve soldi n\u00e9 dall&#8217;Italia n\u00e9 da altri stati o territori. Ciononostante in politica \u00e8 legittimo accettare un compenso \u2014 come tutti gli altri \u2014 anche se ci si impegna a favore dell&#8217;autodeterminazione e\/o dell&#8217;indipendenza. Autodeterminazione e indipendenza sono opzioni pienamente democratiche che possono legittimamente venir difese in un parlamento.<br \/>\nInoltre, anche le\/i sudtirolesi contribuiscono con le loro tasse a ci\u00f2 che vengono definiti \u00absoldi italiani\u00bb. Persone favorevoli all&#8217;indipendenza pagano quanto coloro che si oppongono a tale proposta. Ognuna\/o con le sue tasse finanzia cose che non corrispondono alle proprie convinzioni. Le\/i pacifiste\/i contribuiscono a finanziare l&#8217;esercito. Le\/i contrari\/e all&#8217;aborto contribuiscono a finanziare le interruzioni di gravidanza.<\/p>\n<p id=\"C4I\"><strong>C4) Il Sudtirolo riceve pi\u00f9 soldi dall&#8217;Italia di quanti ne paga \u2014 siete degli ingrati. Senza l&#8217;Italia il Sudtirolo non sarebbe mai diventato cos\u00ec benestante.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Ci sono opinioni e calcoli divergenti; alcuni dicono che il Sudtirolo ha ricevuto pi\u00f9 di quanto ha dato, altri che ha dato pi\u00f9 di uanto ha ricevuto. Va per\u00f2 detto che in quasi tutti questi casi non vengono considerati valori come il pluridecennale utilizzo dell&#8217;energia idroelettrica da parte dello stato.<br \/>\nChe per\u00f2 il Sudtirolo attualmente stia pagando pi\u00f9 di quanto riceve \u00e8 largamente riconosciuto. Inoltre, dal punto di vista di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> sarebbe vergognoso che una terra ricca come la nostra si faccia finanziare da uno stato profondamente indebitato. Se dunque fosse cos\u00ec, noi saremmo favorevoli a sospendere immediatamente questo status \u2014 e l&#8217;ingratitudine non c&#8217;entra affatto.<br \/>\nMa se il Sudtirolo fosse veramente un beneficiario al netto dovrebbe essere nell&#8217;interesse almeno economico dello stato permetterne la secessione.<br \/>\nChe per\u00f2 il Sudtirolo \u00e8 diventato cos\u00ec benestante solo grazie all&#8217;Italia e all&#8217;autonomia si pu\u00f2 tranquillamente negare. \u00c8 sufficiente uno sguardo oltreconfine verso quelle zone affini non annesse dall&#8217;Italia (il Tirolo rimanente imprimis), per rendersi conto che non stanno certo morendo di fame.<\/p>\n<p id=\"C5I\"><strong>C5) Perch\u00e9 volete l&#8217;indipendenza? Le\/I sudtirolesi oggi sono pi\u00f9 liberi che mai.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Quale societ\u00e0 mitteleuropea oggi non \u00e8 pi\u00f9 libera e benestante di 50 anni fa? Libert\u00e0 e benessere sono relativi. Il fatto che il Sudtirolo \u00e8 un paese libero e benestante se raffrontato a molte altre realt\u00e0 del mondo non pu\u00f2 significare che un ulteriore miglioramento non sia auspicabile. In alcuni ambiti l&#8217;Italia \u2014 e quindi anche il Sudtirolo \u2014 \u00e8 perfino relativamente \u00abpoco libera\u00bb (cfr. rankings internazionali su libert\u00e0 di stampa e pari opportunit\u00e0, <em>\u00abDemocracy Index\u00bb, \u00abIndex of Economic Freedom\u00bb<\/em> oppure l&#8217;indice <em>\u00abFreedom in the World\u00bb).<\/em><br \/>\nUn paragone: Che oggi le donne abbiano pi\u00f9 diritti nella nostra societ\u00e0 che mai prima d&#8217;ora e\/o che le donne in Sudtirolo siano trattate meglio che in molti altri paesi non pu\u00f2 essere una giustificazione per limitare l&#8217;impegno a favore di ulteriori miglioramenti delle pari opportunit\u00e0&nbsp;.<\/p>\n<p id=\"29I\"><strong>C6) Secondo il diritto internazionale l&#8217;autodeterminazione \u00e8 riservata alle colonie e alle minoranze oppresse.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Il diritto internazionale non si esprime concretamente in tal senso. Piuttosto si tratta dell&#8217;interpretazione forse pi\u00f9 diffusa ma sicuramente non incontestata.<br \/>\nAd ogni modo, <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> non si richiama principalmente al diritto internazionale per richiedere l&#8217;autodeterminazione del Sudtirolo. Riteniamo pi\u00f9 importanti la legittimazione democratica (rappresentativa e diretta), nel senso che uno stato di diritto democratico non potr\u00e0 ignorare e\/o opprimere l&#8217;eventuale volont\u00e0 maggioritaria della popolazione sudtirolese di tutte le comunit\u00e0 linguistiche. Anche se sembrano esistere ostacoli legali (come il principio costituzionale di unit\u00e0 e indivisibilit\u00e0), si dovranno trovare soluzioni tramite le trattative. Le costituzioni e le leggi (diversamente dalle leggi fisiche) sono fatte dall&#8217;uomo e quindi modificabili; nelle democrazie devono adeguarsi alla volont\u00e0 popolare. Il primo passo, in ogni caso, dev&#8217;essere la ricerca di un vasto consenso a livello territoriale.<\/p>\n<p id=\"C7I\"><strong>C7) Non \u00e8 tanto importante l&#8217;autodeterminazione collettiva, quanto quella individuale di ogni cittadina e cittadino.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Le due idee non si escludono e quindi \u00e8 un ragionamento che non ha molto senso. Anzi, \u00e8 quasi assurdo: in democrazia l&#8217;autodeterminazione individuale non pu\u00f2 che dar luogo a cittadine e cittadini sicure\/i di s\u00e9, pensanti e munite\/i di tutti i diritti democratici. Se una larga maggioranza di individui \u00abautodeterminati\u00bb si esprime a favore di un autogoverno territoriale, in una democrazia nessuno potr\u00e0 vietar loro di cercare le vie democratiche per realizzare le loro ambizioni. Altrimenti \u2014 tramite la limitazione dell&#8217;autodeterminazione collettiva \u2014 si limiterebbe anche l&#8217;autodeterminazione individuale.<\/p>\n<p id=\"C8I\"><strong>C8) Chi si impegna per l&#8217;autodeterminazione \u00e8 un antiautonomista. Perde quindi il diritto a impegnarsi per lo sviluppo dell&#8217;autonomia.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><em>Autodeterminazione<\/em> significa (cfr. <a href=\"#A3I\">domanda A3<\/a>) che le cittadine e i cittadini possono scegliere lo status istituzionale (autonomia, centralismo, indipendenza, annessione a un altro stato\u2026) del proprio territorio. Quindi chi sostiene l&#8217;autodeterminazione si dice favorevole a una strada, ma non a un traguardo \u2014 le\/i sudtirolesi, tramite ad esempio un referendum, potrebbero anche decidere di mantenere lo <em>status quo<\/em> dell&#8217;autonomia.<br \/>\nMa anche chi (nell&#8217;ambito di un processo di autodeterminazione) parteggia per l&#8217;indipendenza non perde in nessun caso la legittimazione di chiedere e di contribuire all&#8217;estensione dell&#8217;autonomia. Per la stragrande maggioranza dei separatisti l&#8217;attuale autonomia \u00e8 una richiesta minima (e non gi\u00e0 <em>di per se<\/em> un male da combattere), i cui vantaggi nei confronti di un eventuale centralismo statale non vengono minimamente messi in dubbio. Inoltre va detto che l&#8217;indipendenza statuale non \u00e8 altro che una forma particolarmente estesa di autonomia (= autogoverno); dunque, fra l&#8217;odierna autonomia e l&#8217;indipendenza non c&#8217;\u00e8 un confine semantico netto.<br \/>\nDel resto sono spesso le pulsioni secessioniste a portare all&#8217;ampliamento dell&#8217;autonomia; anche in Sudtirolo l&#8217;autonomia fu una concessione fatta per venire incontro a una volont\u00e0 d&#8217;indipendenza (ovvero di \u00abriannessione\u00bb all&#8217;Austria). Si veda anche la <a href=\"#27I\">domanda E3.<\/a><\/p>\n<p id=\"18I\"><strong>C9) Il progetto di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> \u00e8 ottimo \u2014 ma presuppone una societ\u00e0 molto illuminata ed \u00e8 quindi destinato a rimanere un&#8217;utopia.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Pochi decenni or sono in Europa si udivano obiezioni simili (sincere o interessate) contro l&#8217;introduzione del suffragio universale, il diritto al voto per tutti i cittadini maggiorenni. Pochi anni dopo, invece, il diritto di voto delle donne era ormai parte integrante di quasi tutte le democrazie occidentali. Le societ\u00e0 si sono rivelate molto pi\u00f9 mature di quanto gli scettici di allora potessero immaginare.<\/p>\n<p id=\"30I\"><strong>C10) <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> propone un modello predefinito, inflessibile e non trattabile, quindi \u00e8 inutile discuterne.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Il modello proposto da <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> \u00e8 tutt&#8217;altro che predefinito, inflessibile e non trattabile. Piuttosto rappresenta un modello possibile e coerente, sulla cui base \u00e8 dimostrabile, quale sviluppo futuro preferiremmo per il Sudtirolo. \u00c8 stato concretizzato come base di discussione per poter comunicare in modo credibile che esiste almeno <em>una<\/em> soluzione per un futuro non pi\u00f9 sottoposto a princ\u00ed\u00adpi etnici, nel quale nessuna comunit\u00e0 linguistica dovrebbe temere di venire svantaggiata.<br \/>\nL&#8217;elaborazione di una costituzione a nostro avviso deve avvenire tramite un processo partecipativo e di democrazia diretta e dovrebbe essere concluso nei suoi tratti fondamentali prima dell&#8217;indizione di un referendum.<br \/>\nL&#8217;unico principio che non riteniamo trattabile \u00e8 che la secessione, per ottenere il nostro appoggio, non debba avvenire su base etnica e che invece debba essere vantaggiosa per tutte le odierne comunit\u00e0 linguistiche.<\/p>\n<p id=\"28I\"><strong>C11) Spesso su <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> si leggono paragoni con la Svizzera, ma in Svizzera le comunit\u00e0 linguistiche vivono separate in cantoni monolingui.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>A volte citiamo la Svizzera come esempio per uno stato non definito secondo criteri nazionali (cio\u00e8 non in base a una lingua o a una cultura unitaria), nel quale <a title=\"FAQ: Minoranze.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=200#22I\">nessuna comunit\u00e0 si debba sentire una minoranza linguistica.<\/a> Questo per dimostrare l&#8217;esistenza e la funzionalit\u00e0 di un tale modello. Ovviamente per\u00f2 il modello svizzero non sarebbe semplicemente trapiantabile in Sudtirolo. Piuttosto sarebbe necessario sviluppare e attuare un modello proprio adeguato alle nostre specificit\u00e0, del quale <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> propone alcuni tratti fondamentali.<br \/>\nOltre alla Svizzera, peraltro, esistono anche altri modelli di stati non definiti \u00abnazionalmente\u00bb e diversissimi tra di loro, come ad esempio il Lussemburgo e il Canada. Tuttavia, nessuno di questi modelli \u00e8 direttamente applicabile al Sudtirolo senza i necessari adeguamenti.<br \/>\nInfine per\u00f2 va detto che non corrisponde alla realt\u00e0 che le comunit\u00e0 linguistiche della Svizzera vivano separate in cantoni differenti. Infatti, come esistono cantoni monolingui (S. Gallo, Neuch\u00e2tel o Ticino, per nominarne alcuni) ci sono anche cantoni plurilingui come Fribourg\/Freiburg, Bern\/Berne o i Grigioni\/Graub\u00fcnden\/Grischun, quest&#8217;ultimi confinanti al Sudtirolo. A livello federale inoltre le istituzioni di potere legislativo, esecutivo e giudicativo funzionano in maniera plurilingue.<\/p>\n<p id=\"C12I\"><strong>C12) Le\/i sudtirolesi non parlano tedesco e nessuno nei paesi di lingua tedesca li capisce. Non hanno nulla a che fare con l&#8217;area culturale tedesca.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>L&#8217;area linguistica tedesca \u00e8 caratterizzata da numerosi dialetti, ed \u00e8 normale che una persona di madrelingua tedesca non comprenda tutti i dialetti che si parlano nell&#8217;insieme dell&#8217;area linguistica. Da un punto di vista scientifico un dialetto sudtirolese non esiste nemmeno; i dialetti (sono pi\u00f9 d&#8217;uno) parlati in Sudtirolo vengono classificati come dialetti del tedesco \u00abalto\u00bb (hochdeutsche Mundarten) \u2014 e qui fra quelli del bavarese meridionale (S\u00fcdbairisch). L&#8217;area dialettale del bavarese meridionale (S\u00fcdbairisch) non coincide con i confini statali n\u00e9 tantomeno con quelli regionali e si estende da Augsburg fino a Salorno\/Salurn e dalla Stiria meridionale fino all&#8217;Arlberg. Le differenze fra le parlate presenti in Sudtirolo a volte sono maggiori che fra le stesse parlate ed altre varianti del bavarese meridionale (S\u00fcdbairisch) del Tirolo settentrionale e\/o orientale (Austria). Inoltre la stragrande maggioranza delle\/dei sudtirolesi di madrelingua tedesca sono contraddistinti da una situazione di diglossia. Ci\u00f2 significa che il dialetto e la lingua standard (ovvero la lingua di comunicazione interregionale) coesistono uno accanto all&#8217;altra e vengono usati a seconda della situazione e del contesto.<\/p>\n<p>Il Sudtirolo, assieme a Germania, Austria, Svizzera, Liechtenstein e Comunit\u00e0 germanofona del Belgio \u00e8 membro fondatore e a pieno titolo del <em>Rat f\u00fcr deutsche Rechtschreibung<\/em> (RdR), il massimo organismo di regolamentazione della lingua tedesca, partecipando dunque alla definizone e allo sviluppo linguistici.<\/p>\n<p id=\"C13I\"><strong>C13) Vi dichiarate apartitici \u2014 ma siete comunque di parte!<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Siamo apartitici, ma non di certo imparziali, e questa \u00e8 una differenza sostanziale. Abbiamo posizioni politiche chiare, per le quali ci battiamo con entusiasmo ma senza essere vicini ad alcun partito prestabilito. Pi\u00f9 che altro riteniamo nostro dovere (autoassegnatoci) commentare dal punto di vista di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> le affermazioni di media e personalit\u00e0 di spicco.<\/p>\n<p id=\"C14I\"><strong>C14) Accusate i media di essere faziosi, ma lo siete anche voi!<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> non \u00e8 un \u00abmedium\u00bb con un incarico d&#8217;informazione generale (come invece lo sono i quotidiani, le riviste d&#8217;informazione, i portali di notizie\u2026), bens\u00ec una piattaforma politica, piuttosto paragnoabile al sito web di un partito o di un&#8217;associazione.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/> <hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p id=\"D1I\"><strong>D1) In caso di referendum di autodeterminazione la maggioranza deciderebbe sulle sorti della minoranza.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Come in ogni decisione democratica una maggioranza numerica deciderebbe sulle sorti anche di una minoranza di cittadine e cittadini. Non si tratta di maggioranze e minoranze linguistiche o culturali, bens\u00ec di maggioranze e minoranze politiche.<br \/>\nPer conseguire un consenso il pi\u00f9 ampio possibile, sia i favorevoli che le contrarie all&#8217;indipendenza sottoporranno alla popolazione proposte moderate che possano convincere un grande numero di \u00abscettici\u00bb e \u00abcontrari\u00bb. Inoltre, indipendentemente dall&#8217;esito, coloro che usciranno \u00absconfitti\u00bb non perderanno alcun diritto democratico. Lo stesso si dica di tutti i diritti generali e inalienabili (come i diritti umani), che dovranno essere garantiti in ogni caso.<br \/>\nCome risaputo <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> si dice favorevole all&#8217;indipendenza solo qualora sia in grado di promettere un miglioramento sostanziale delle proprie condizioni di vita a tutte le personi residenti in questa terra \u2014 indipendentemente dalla loro lingua e dalle loro caratteristiche immutevoli. A tale condizione l&#8217;indipendenza, a nostro avviso, sarebbe senz&#8217;altro accettabile anche per i contrari.<br \/>\nChe maggioranze numeriche decidano sulle sorti delle minoranze numeriche fa parte del consenso democratico \u2014 certamente non ottimale, ma meno preoccupante che l&#8217;imperio della minoranza sulla maggioranza. E le nostre societ\u00e0 (cosiddette \u00aboccidentali\u00bb) hanno scelto la democrazia come \u00abmigliore fra tutte le cattive forme di governo\u00bb.<\/p>\n<p id=\"D2I\"><strong>D2) Come si pu\u00f2 evitare che maggioranza e minoranza numerica coincidano con maggioranza e minoranza linguistica (domanda D1) e che quindi \u00abi tedeschi\u00bb decidano sugli \u00abitaliani\u00bb?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Che la maggioranza e la minoranza numerica della votazione possa coincidere esattamente (o anche solo approssimativamente) alla maggioranza e alla minoranza linguistica lo si pu\u00f2 praticamente escludere. L&#8217;ipotesi che tutte\/i le\/i sudtirolesi di lingua tedesca siano favolervoli all&#8217;indipendenza mentre tutte\/i le\/i sudtirolesi di lingua italiana la rifiutano non viene confermato dai dati ad oggi disponibili. Molte\/i cittadine\/i di lingua tedesca ad esempio sono contrari\/e alla secessione.<br \/>\nPer\u00f2 sussiste certamente la possibilit\u00e0 che la <em>maggioranza<\/em> delle\/i cittadine\/i di lingua tedesca decida sulla <em>maggioranza<\/em> delle\/i cittadine\/i di lingua italiana. Nonostante questo rischio non possa venire escluso in una votazione segreta, sar\u00e0 comunque necessario cercare di minimizzarlo. Questo per\u00f2 non pu\u00f2 essere un motivo per rifiutare in linea di principio la discussione sull&#8217;indipendenza o di chiuderla anzitempo (anche perch\u00e9 in tal caso vi sarebbe il rischio inverso che la maggioranza delle\/i sudtirolesi di lingua italiana blocchi un eventuale desiderio della maggioranza delle\/i cittadine\/i di lingua tedesca), ma dovrebbe essere una ragione per portarla avanti in maniera aperta e quindi per cercare meccanismi condivisi per minimizzare il rischio di \u00abidentit\u00e0\u00bb fra maggioranza numerica e linguistica. (In questa risposta non si \u00e8 tenuto conto delle\/i ladine\/i in quanto normalmente non viene ascritta loro un&#8217;opinione \u00abcollettiva\u00bb riguardo l&#8217;indipendenza. Nonostante ci\u00f2, ovviamente, dovrebbero venire coinvolte\/i con pari dignit\u00e0 nelle trattative sulle questioni tecniche di un eventuale referendum).<span style=\"color: #999999;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p id=\"22I\"><strong>D3) Che cosa accadrebbe con le minoranze italiana e ladina nel Sudtirolo indipendente?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Fondamentalmente, secondo la proposta di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">, in un Sudtirolo indipendente non esiste alcuna minoranza: ovviamente i cittadini di lingua italiana e ladina rappresenterebbero, inizialmente, delle minoranze <em>numeriche<\/em>, ma non si tratterebbe pi\u00f9 di minoranze \u00abnazionali\u00bb, in quanto il nuovo stato non si definirebbe in modo nazionale (ad esempio in base alla lingua tedesca). Il Sudtirolo indipendente non sarebbe uno stato nazionale, bens\u00ec lo stato di una collettivit\u00e0 volontaria e costitutivamente plurilingue, il cui codice genetico porta in se almeno le tre lingue autoctone. Questo fine pu\u00f2 venir raggiunto tramite una costituzione adeguata.<br \/>\nIn Svizzera i romandi (svizzeri francesi) o gli svizzeri italiani non si definirebbero mai come minoranze nazionali, pur rappresentando delle minoranze numeriche. La ragione \u00e8 che sono parte integrante della cittadinanza, con pari diritti rispetto a tutti gli altri e non devono temere alcuna assimilazione. Una situazione simile si trova in Lussemburgo, che parimenti non si definisce in maniera \u00abnazionale\u00bb.<br \/>\nInoltre, secondo il manifesto di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> rimane intatto il diritto all&#8217;autodeterminazione dei ladini. Potrebbero decidere in qualsiasi momento di abbandonare il Sudtirolo.<\/p>\n<p id=\"D4I\"><strong>D4) Le cittadine e i cittadini di lingua italiana sono attaccate\/i all&#8217;Italia.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Le\/Gli abitanti del Canton Ticino si considerano politicamente svizzere\/i e culturalmente italiane\/i. Non si tratta di una contraddizione se non si parte dal presupposto nazionalistico che ogni cultura ha bisogno di uno stato e che a ogni stato corrisponde una cultura univoca.<\/li>\n<li>Se il Sudtirolo diventa indipendente nessuno deve cambiare il proprio modo di vivere. La pizza e la pasta non spariranno e tifosi della Juve o dell&#8217;Inter rimangono tifosi della Juve o dell&#8217;Inter. Chi per\u00f2 coltivasse sentimenti nazionalistici, turbopatriottici o fascisti non avr\u00e0 soddisfazioni in un Sudtirolo coeso e postetnico.<\/li>\n<\/ul>\n<p id=\"D5I\"><strong>D5) Se qui non vi piace andatevene in Austria (oppure: altrove)! <\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Il nostro impegno politico non c&#8217;entra col fatto che qui non ci piace \u2014 al contrario: qui in Sudtirolo ci piace cos\u00ec tanto che insieme alle persone che ci abitano vorremmo realizzare un progetto politico per superare i problemi che connotano la nostra convivenza. Siamo dell&#8217;avviso che in una democrazia debba essere possibile avere progetti politici ed eventualmente indire una votazione sul futuro della nostra collettivit\u00e0. Voler mandare all&#8217;estero chi ha opinioni politiche diverse non ha nulla a che vedere con la democrazia. Tra l&#8217;altro, <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> non ambisce all&#8217;annessione del Sudtirolo ad un altro stato (p. es. all&#8217;Austria).<\/p>\n<p id=\"21I\"><strong>D6) Che cos&#8217;\u00e8 una societ\u00e0 postetnica? Presuppone l&#8217;uomo postetnico?<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Diversamente da quanto accade nell&#8217;odierna autonomia, che \u00e8 costruita attorno ai gruppi linguistici, in una societ\u00e0 postetnica l&#8217;appartenenza a un&#8217;etnia o a un gruppo linguistico non \u00e8 una caratteristica rilevante, ma destinata a tornare alla sfera privata, analogamente all&#8217;appartenenza religiosa. Esattamente come lo stato laico non presuppone che i suoi cittadini siano atei, lo stato postetnico non presuppone un utopico homo novus privo di etnia.<\/p>\n<p id=\"24I\"><strong>D7) Il \u2019postetnicismo\u2019 non \u00e8 realizzabile. L&#8217;etnia \u00e8 una delle caratteristiche umane pi\u00f9 profondamente radicate.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p><img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> non si prefigge l&#8217;abolizione di una caratteristica umana (o meglio: un costrutto sociale) come l&#8217;etnia. Piuttosto proponiamo un modello statuale che \u2014 differentemente dall&#8217;attuale autonomia \u2014 non contempli pi\u00f9 l&#8217;etnia come una delle caratteristiche pi\u00f9 importanti per assegnare posti di lavoro, sovvenzioni culturali, abitazioni sociali e via discorrendo. Pi\u00f9 precisamente potremmo dunque parlare di un \u00abmodello post-etnocentrico\u00bb o di un \u00abmodello non etnocentrico\u00bb e modelli di questo tipo esistono gi\u00e0 in tutto il mondo. Anzi, potremmo dire che \u00e8 il nostro attuale modello etnocentrico a essere peculiare ed eccezionale. Cfr. <a href=\"#21I\">domanda D5<\/a>.<\/p>\n<p id=\"19I\"><strong>D8) Non credo che la separazione fra i gruppi linguistici possa venire superata in un Sudtirolo indipendente. Sarebbe meglio perseguire questo fine qui e ora.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>La volont\u00e0&nbsp; di lavorare fin da subito per migliorare la convivenza non \u00e8 in contrasto con la volont\u00e0&nbsp; di predisporre una cornice pi\u00f9 favorevole grazie al superamento del modello <em>nazionale<\/em>. Entrambi i fini possono e anzi devono venire perseguiti parallelamente.<br \/>\nTuttavia, l&#8217;autonomia con i suoi meccanismi di tutela (scuole separate, appartenenza linguistica, proporzionale ecc.) \u2014 necessari all&#8217;interno di uno stato nazionale per assicurare la sopravvivenza delle minoranze \u2014 crea degli stimoli che sono d&#8217;ostacolo a una societ\u00e0 etnicamente indivisa; un Sudtirolo indipendente costruito secondo le proposte di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">, al contrario, creerebbe degli stimoli per il superamento delle divisioni. Chi non ritenesse questi stimoli sufficienti a ottenere un drastico miglioramento della convivenza, non potr\u00e0 pensare seriamente di poter raggiungere questo traguardo all&#8217;interno dell&#8217;attuale cornice autonomistica \u2014 con i suoi stimoli diametralmente opposti. Cfr. <a href=\"#17I\">domanda A4.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/> <hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p id=\"E1I\"><strong>E1) L&#8217;autodeterminazione \u00e8 un esperimento pericoloso.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Anche lo status quo e il suo mantenimento possono essere rischiosi. Non ci sono garanzie che la conservazione sia automaticamente meno pericolosa del cambiamento. La vita cela sempre il pericolo di vita. Nessuna evoluzione politica o sociale \u00e8 mai stata raggiunta senza rischi. Per\u00f2 ci sembra importante che il processo sia assolutamente democratico, aperto e trasparente.<\/p>\n<p id=\"E2I\"><strong>E2) L&#8217;autodeterminazione ovvero l&#8217;indizione di un referendum sul futuro del Sudtirolo sarebbe una ripetizione delle opzioni.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Le opzioni furono una scelta forzata fra la peste e il demonio, imposta alle e ai sudtirolesi da due dittature totalitarie. Una scelta fra la totale assimilazione (che almeno secondo la propaganda poteva significare anche il trasferimento nell&#8217;Italia meridionale) e la rinuncia alla propria terra. L&#8217;autodeterminazione sarebbe una decisione libera e democratica fra due buone alternative (dal punto di vista di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">: \u00abfra una buona e una migliore\u00bb): autonomia e indipendenza statuale.<br \/>\nDurante le opzioni il padre di famiglia decideva per tutto il nucleo, mentre in una votazione democratica ognuno decide per s\u00e9 e liberamente.<br \/>\nLe opzioni portarono con s\u00e9 enormi conflitti, perch\u00e9 crearono (o minacciavano di creare) fratture \u00abfisiche\u00bb nella parentela e nelle comunit\u00e0 locali. L&#8217;autodeterminazione invece porta a un risultato chiaro (autonomia o indipendenza) per il Sudtirolo intero. Non ci sono Dableiber e optanti, tutto il Sudtirolo \u00abrimarrebbe\u00bb o si separerebbe dallo stato nazionale, e in entrambi i casi gli \u00abaltri\u00bb (quelli che hanno votato diversamente) non verrebbero emarginati. L&#8217;indipendenza non porta con s\u00e9 alcun trasferimento, bens\u00ec un eventuale cambiamento dello status istituzionale di questa terra. Indipendentemente dal risultato dunque tutte le abitanti\/tutti gli abitanti rimarrebbero dove sono.<br \/>\nDurante le opzioni era necessario dichiararsi pubblicamente, in quanto tutta la comunit\u00e0 si rendeva conto se qualcuno si trasferiva o comunque si preparava a farlo. Nel caso dell&#8217;autodeterminazione nessuno (che non voglia farlo di sua spontanea volont\u00e0) \u00e8 obbligato a rendere pubblica la propria opinione. La decisione viene presa nella segretezza dell&#8217;urna.<\/p>\n<p id=\"27I\"><strong>E3) L&#8217;autodeterminazione \u00e8 un&#8217;arma a doppio taglio: Se la popolazione in un referendum si esprimesse contro l&#8217;indipendenza, l&#8217;Italia ci toglierebbe anche l&#8217;autonomia.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Nonostante in Sudtirolo ci siano politici che lo affermano, non esistono ragioni giuridiche o politiche per una tale \u00abpunizione\u00bb. Nel Qu\u00e9bec, dove negli ultimi decenni \u00e8 stata rifiutata due volte la possibilit\u00e0 di staccarsi dal Canada, non si sono verificate rappresaglie di questo tipo. Al contrario, il Qu\u00e9bec \u00e8 riuscito ad aumentare il proprio grado di autogoverno. In Scozia, nel caso i cittadini decidessero di rimanere parte del Regno Unito nel referendum del 2014, si prevede l&#8217;attuazione della cosiddetta <em>devolution max<\/em> (massima devoluzione), mentre in Spagna il governo centrale gi\u00e0 ora tenta di far desistere i catalani dalla richiesta d&#8217;indipendenza promettendo loro nuove competenze autonome.<br \/>\nUno stato che al contrario minacciasse di eliminare l&#8217;autonomia in caso di mancata secessione non farebbe altro che portare acqua al mulino degli indipendentisti, una tattica del tutto controproducente. Cfr. anche la <a href=\"#29I\">domanda C6<\/a>.<\/p>\n<p id=\"E4I\"><strong>E4) L&#8217;esempio della Yugoslavia dovrebbe averci insegnato a cosa portano le velleit\u00e0 indipendentiste (pericolo di balcanizzazione).<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Prima di tutto \u00e8 interessante osservare che tali comparazioni sovente vengono fatte da persone che allo stesso tempo affermano che \u00e8 inammissibile paragonare il Sudtirolo al Kosovo, al Montenegro o alle repubbliche baltiche e i relativi processi d&#8217;indipendenza.<br \/>\nA prescindere che la Yugoslavia presentava condizioni economiche, sociali e politiche molto diverse rispetto a quelle odierne in Sudtirolo, l&#8217;esempio yugoslavo dimostra soprattutto che cosa pu\u00f2 accadere se le decisioni democratiche non vengono permesse e\/o quando vengono ignorate.<br \/>\nInoltre le parti della confederazione yugoslava negli anni &#8217;90 perseguivano un traguardo diametralmente opposto a quello di <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\">: mentre noi aspiriamo alla fondazione di uno stato costitutivamente plurilingue, le parti in guerra nei balcani si prefiggevano la dissoluzione di una federazione (non nata democraticamente) a favore di piccoli stati nazionali omogenei. Assieme all&#8217;espansionismo della rimanente Yugoslavia (la Serbia) e della Croazia che rivendicavano parti delle altre regioni sotto aspetti nazionalistici ci\u00f2 comport\u00f2 brutali episodi di pulizia etnica.<\/p>\n<p id=\"6I\"><strong>E5) Il Sudtirolo \u00e8 troppo piccolo per sopravvivere come entit\u00e0 indipendente. <\/strong><a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Ci\u00f2 \u00e8 falso. Ci sono al mondo (e anche in Europa) numerosi stati di dimensioni paragonabili o minori del Sudtirolo. Quasi nessuno ne ricava degli svantaggi, al contrario. Se cos\u00ec non fosse potrebbero puntare all&#8217;unione con uno stato maggiore. Il fatto che ci\u00f2 non avvenga conferma l&#8217;assoluta validit\u00e0 del modello di \u00abpiccolo stato\u00bb.<\/p>\n<p id=\"7I\"><strong>E6) La forza economica del Sudtirolo non \u00e8 sufficiente a garantirci la sopravvivenza come stato indipendente. <\/strong><a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Non \u00e8 vero. Dalle classifiche dell&#8217;Ufficio Statistico europeo (Eurostat) risulta che il Sudtirolo \u00e8 una delle regioni pi\u00f9 ricche dell&#8217;intero continente. Non esiste una ragione per la quale ci\u00f2 dovrebbe cambiare dopo l&#8217;eventuale proclamazione dell&#8217;indipendenza. Al contrario, la secessione avrebbe, con ogni probabilit\u00e0&nbsp;, conseguenze molto positive, perch\u00e9 disporremmo prevedibilmente di una legislazione pi\u00f9 agile, di servizi pi\u00f9 efficienti (burocrazia, giustizia, posta, ferrovie&#8230;) e di una politica economica e fiscale adeguata alle esigenze della nostra terra. Inoltre, l&#8217;indipendenza renderebbe probabile l&#8217;insediamento di sedi distaccate di aziende internazionali. Tutto ci\u00f2 avrebbe effetti positivi piuttosto che negativi sull&#8217;economia sudtirolese.<\/p>\n<p id=\"16I\"><strong>E7) Il Sudtirolo dovrebbe accollarsi la sua parte del debito sovrano italiano, ma non sarebbe in grado di estinguerlo.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>L&#8217;entit\u00e0 del debito che il Sudtirolo dovrebbe assumersi e da quale momento storico in poi il Sudtirolo ne \u00e8 corresponsabile, dovr\u00e0 essere oggetto di trattativa. Andrebbe tenuto in considerazione anche lo sfruttamento pluridecennale del nostro territorio, da parte dello stato, per la generazione d&#8217;energia idroelettrica.<br \/>\nAnche se il Sudtirolo fosse costretto ad accollarsi la sua parte di debito sovrano in maniera strettamente proporzionale, ci\u00f2 non rappresenterebbe un peggioramento dello stato di fatto: come parte dello stato italiano, infatti, questo debito lo abbiamo gi\u00e0. Avendo per\u00f2 un PIL superiore e una disciplina finanziaria migliore rispetto al resto dello stato, le probabilit\u00e0 di riuscire a far diminuire il debito sono maggiori in Sudtirolo che in Italia.<br \/>\nConsiderando che un bilancio pubblico equilibrato facilita l&#8217;azione di uno stato, l&#8217;indipendenza in questo senso comporta pi\u00f9 opportunit\u00e0 che rischi.<\/p>\n<p id=\"10I\"><strong>E8) Ma il Sudtirolo non sarebbe espulso dall&#8217;UE? <\/strong><a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Giuristi catalani e scozzesi sono giunti alla conclusione che questo non avverrebbe \u2014 piuttosto si andrebbe incontro a un cosiddetto \u00aballargamento interno\u00bb. \u00c8 vero, per\u00f2, che quest&#8217;opinione non \u00e8 condivisa da tutti gli esperti. La certezza, dunque, si avrebbe solamente nel momento in cui l&#8217;indipendenza si realizzasse. Attualmente parrebbe che la Scozia possa assumersi l&#8217;onere di sperimentare per prima che cosa avverrebbe in una tale eventualit\u00e0; ma anche se i cittadini scozzesi decidessero di non separarsi dalla Gran Bretagna, non sarebbe una ragione perch\u00e9 il Sudtirolo non debba fare questo passo. <em>Nel caso in cui<\/em> il Sudtirolo diventasse uno stato sovrano, sarebbe altamente improbabile che l&#8217;Italia abbia un interesse a lasciare il Brennero, asse viario di prim&#8217;ordine, al di fuori dell&#8217;Unione, assieme al Gottardo (Svizzera). Perci\u00f2 non solo Roma non interporrebbe alcun veto alla permanenza o all&#8217;entrata del Sudtirolo nella UE, ma probabilmente si farebbe promotrice di un tale proposito.<\/p>\n<p id=\"12I\"><strong>E9) Il Sudtirolo indipendente dovrebbe lasciare la zona Euro? <\/strong><a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>\u00c8 possibile che il Sudtirolo non possa diventare, sin dall&#8217;inizio, membro <span style=\"text-decoration: underline;\">attivo<\/span> della zona Euro. Tuttavia esiste la possibilit\u00e0 di utilizzare la moneta unica in modo passivo \u2014 quindi senza essere membri ufficiali della Banca Centrale Europea, dove per\u00f2 gi\u00e0 oggi non siamo rappresentati direttamente, se non tramite l&#8217;Italia. Stati di dimensioni ridotte come Andorra e Monaco, assieme a stati di recente fondazione, come il Kosovo e il Montenegro gi\u00e0 oggi sono esempi di paesi che utilizzano l&#8217;Euro passivamente (perfino senza essere membri dell&#8217;Unione Europea).<br \/>\nSe invece il Sudtirolo decidesse di non voler utilizzare l&#8217;Euro in maniera passiva, vi sono, inoltre, almeno altre due opzioni (tuttavia, a nostro avviso, meno attraenti) per il tempo tra l&#8217;indipendenza e l&#8217;eventuale reinserimento attivo nell&#8217;Euro: 1. Utilizzo passivo o attivo di un&#8217;altra valuta (es. Franco Svizzero); 2. Istituzione di una moneta propria.<\/p>\n<p id=\"23I\"><strong>E10) Non voglio vivere in una terra indipendente nella quale un unico partito ha un tale potere.<\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>La forza di un unico partito, come lo conosciamo nel Sudtirolo attuale, \u00e8 riconducibile fondamentalmente alla situazione di minoranza dei concittadini tedeschi e ladini all&#8217;interno dello stato nazionale italiano. Questa situazione comporta la necessit\u00e0 \u2014 reale o sentita \u2014 di \u00abtenere assieme\u00bb, una necessit\u00e0 che il partito di raccolta ripete regolarmente. Nel Sudtirolo indipendente e non definito in base ad alcuna nazione la giustificazione per una tale unit\u00e0 politica sarebbe superata. La conseguenza pi\u00f9 probabile: una normalizzazione del paesaggio politico (secondo principi ideologici e non pi\u00f9 etnici) e la suddivisione del partito di raccolta nelle sue componenti conservatrici e socialdemocratiche.<\/p>\n<p id=\"26I\"><strong>E11) Non voglio farmi governare da <em>Freiheitliche<\/em> e <em>S\u00fcd-Tiroler Freiheit.<\/em><\/strong> <a href=\"#FI\">\u2912<\/a><\/p>\n<p>Ovviamente anche nel Sudtirolo indipendente il consiglio (cio\u00e8 il parlamento) verr\u00e0 eletto da tutti i cittadini e non solo da chi ha sostenuto l&#8217;indipendenza. Il timore che i <em>Freiheitlichen<\/em> e <em>S\u00fcd-Tiroler Freiheit<\/em> possano avere un peso maggiore dopo l&#8217;indipendenza \u00e8 infondato. Al contrario, perderanno uno dei loro punti programmatici pi\u00f9 importanti e attrattivi, la secessione.<\/p>\n<p><em>Aggiornato al 11 gennaio 2023.<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00e4ufige Fragen und Einw\u00e4nde<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":5,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-200","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>FAQ. - BBD<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=200\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"FAQ. - 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