{"id":1057,"date":"2008-01-12T14:51:06","date_gmt":"2008-01-12T13:51:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=1057"},"modified":"2023-07-12T10:03:32","modified_gmt":"2023-07-12T08:03:32","slug":"interview-mit-hkp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=1057","title":{"rendered":"Interview mit HKP."},"content":{"rendered":"<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 20px; border: none; margin-top: 0em; background-color: darkred;\"\/><\/div><p>Gerne \u00fcbernehme ich, auf \u00c9trangers Anregung, dessen Gespr\u00e4ch mit Hans Karl Peterlini in originalsprachlicher Fassung. <a title=\"Segnavia: Peterlini, scrittore di confine.\" href=\"http:\/\/segnavia.wordpress.com\/2008\/01\/11\/peterlini-scrittore-di-confine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier<\/a> geht es zum \u00fcbersetzten Text, so wie er in der Lokalbeilage des <em>Corriere della Sera<\/em> erschienen ist.<\/p>\n<h6>Hans Karl Peterlini, scrittore di confine<\/h6>\n<p>Che cosa distingue un giornalista da uno scrittore? Apparentemente la risposta \u00e8 facile. Il primo scrive articoli che durano il tempo di una veloce lettura, prevale un contenuto informativo, e il giorno dopo sono gi\u00e0 quasi dimenticati. Gli articoli di un giornale sono \u201cfoglie destinate a perdersi sull\u2019acqua\u201d\u009d, diceva sornione Umberto Eco. Uno scrittore invece scrive dei libri, cio\u00e8 oggetti culturali generalmente pi\u00f9 \u201csolidi\u201d\u009d, fatti per durare, e nei quali si allude ad una stratificazione di senso che il linguaggio artistico della prosa dovrebbe rendere manifesto. Ovviamente la distinzione appena tracciata \u00e8 molto labile. Il confine tra i due profili poroso. Esistono giornalisti che hanno scritto bellissimi libri e scrittori che sono abilissimi giornalisti. Si possono leggere articoli stratificati e densi come una pagina di un romanzo e libri che presentano una tale facilit\u00e0 di esecuzione e sono cos\u00ec ricchi d\u2019informazioni da risultare fluidi come un articolo di giornale. Hans Karl Peterlini \u00e8 sicuramente un autore per il quale \u00e8 possibile affermare che il confine tra giornalismo e letteratura sia particolarmente sottile. Anzi, considerato il suo prevalente ambito d\u2019interessi (la storia locale), bisogna aggiungere che egli rappresenta uno scrittore di confine tout court. Per questo motivo sarebbe anche auspicabile che i suoi libri venissero tradotti in italiano e resi cos\u00ec accessibili ad un pubblico pi\u00f9 vasto.<\/p>\n<p><strong>Hans Karl Peterlini, sei noto come giornalista (hai guidato per anni la redazione del settimanale \u201cFF\u201d) e come autore di libri sulla recente storia del Sudtirolo. La sensazione \u00e8 che queste due attivit\u00e0\u00a0 non si siano sviluppate completamente in parallelo, ma che dalla prima sia progressivamente sbocciata la seconda. Si tratta di un\u2019impressione sbagliata?<\/strong><\/p>\n<p>Nein, der Eindruck stimmt, wenngleich das Bed\u00fcrfnis nach Vertiefung von Anfang an da war. Mein erstes Buch habe ich 1992 geschrieben, das war \u201cBomben aus zweiter Hand\u201d. Ich stand damals mehrere Jahre ziemlich ausgesetzt an der Front der Ermittlungen und Recherchen zu den Attentaten der 80er Jahre, eine Enth\u00fcllung jagte die andere, vor allem als die Aff\u00e4re Gladio platzte. Der \u00dcberblick ging verloren. Ich habe mein Buch immer nur \u201cDokumentation\u201d genannt, ich hatte einfach das Bed\u00fcrfnis besser zu verstehen, klarer zu sehen, die Dinge in einen gr\u00f6\u00dferen Rahmen zu stellen. Und dieses Bed\u00fcrfnis wurde umso gr\u00f6\u00dfer, je st\u00e4rker der Haupttrend im Journalismus \u2013 mit einigen l\u00f6blichen Ausnahmen \u2013 in Richtung schneller, hektischer, oberfl\u00e4chlicher Information ging. Die Kollegen begannen zu witzeln, dass meine Artikel immer l\u00e4nger w\u00fcrden \u2013 das Buch ist da eine geeignete Form. Allerdings hat auch mein Verleger Gottfried Solderer j\u00fcngst schon gescherzt, wenn ich von 200 Seiten spreche, m\u00fcsse er vorsichtshalber mit 400 kalkulieren. Ich m\u00f6chte einfach die Themen ernst nehmen, die ich behandle.<br \/>\n<strong><br \/>\nAnche alla luce della tua esperienza di caporedattore di una testata che ha sempre cercato di esercitare il diritto\/dovere della critica, come caratterizzeresti il panorama editoriale sudtirolese?<\/strong><\/p>\n<p>S\u00fcdtirol tr\u00e4gt an einem Fluch, der zugleich seinen Reiz ausmacht: es ist ein sehr, sehr kleines Land. Ein Mikrokosmos, wunderbar zu erforschen und zu erz\u00e4hlen, hier l\u00e4sst sich Geschichte, l\u00e4sst sich Soziologie, l\u00e4sst sich Politik, l\u00e4sst sich Konfliktarbeit wie in einem Reagenzglas betrachten, man kann ins Kleine gehen, kann vertiefen. Aber es gibt es ein Aber. F\u00fcr alles, was man hier macht, sind die Grenzen sehr eng gezogen. Der Markt ist klein, das Themenangebot ist klein, die politische B\u00fchne, \u00fcber die der Journalismus schreibt, ist ein Billardtisch, die Kugeln, die darauf herumrollen und sich sto\u00dfen, sind immer dieselben, die Werbekunden sind dieselben Leute, \u00fcber die man schreiben sollte. Auf der einen Seite bringt dies das Risiko einer st\u00e4ndigen Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung dessen, was hier passiert, eine Aufbl\u00e4hung. Und andererseits herrscht Erstickungsgefahr. Deshalb finde ich jede Anbindung S\u00fcdtiroler Medien an gr\u00f6\u00dfere Realit\u00e4ten wichtig. Der Corriere ist f\u00fcr mich ein wichtiges Experiment, auch wenn es zugleich alle Schwierigkeiten des Marktes offensichtlich macht. S\u00fcdtirol ist wie jeder Regionalmarkt, die Platzhirsche grasen alles ab, f\u00fcr den Rest bleiben ein paar Heub\u00fcschel.<\/p>\n<p><strong>In Sudtirolo, terra plurilingue, a qualcuno viene ogni tanto in mente di pubblicare un \u201cfoglio\u201d redatto per l\u2019appunto in pi\u00f9 lingue. Questo anche per contrastare il meccanismo di ripiegamento all\u2019interno dei diversi gruppi linguistici che poi, inesorabilmente, porta ad una comunicazione incapace di offrire alla popolazione locale uno specchio nel quale essa possa riconoscersi come appartenente ad uno \u201cstesso\u201d territorio. Che cosa impedisce, a tutt\u2019oggi, la realizzazione di un grande progetto editoriale plurilingue?<\/strong><\/p>\n<p>Eine kleine Gruppe hat im vorigen Jahr versucht, das Projekt \u201cetcetera\u201d zu lancieren, ausgegangen ist die Idee von Aldo Mazza, Edi Rabini, Toni Colesselli, Reinhard Cristanell und anderen, ich wurde beigezogen und fand die Herausforderung spannend, auch wenn ich selbst nicht mehr \u201can die Front\u201d zur\u00fcck m\u00f6chte. Wir haben eine Angel ausgeworfen, und gemeldet haben sich sehr viele intelligente Leute aus dem S\u00fcdtiroler Kulturleben, viele junge Leute beider Sprachgruppen \u2013 eine viel versprechende Basis. Wer sich nicht gemeldet hat, war bisher leider die Wirtschaft. Anderen Initiativen ist es \u00e4hnlich ergangen, denken wir nur, dass Riccardo Dello Sbarba in der FF geschrieben hat und dann nicht mehr ersetzt wurde, ich habe einiges versucht, aber es gelang nicht, eine zukunftstr\u00e4chtige Basis zu entwickeln. Die deutsche Seite im Alto Adige ist weggespart worden. Es hat wohl auch mit dem Effizienzdrall im modernen Medienwesen zu tun, es gibt immer weniger Bereitschaft von Verlegern, auf eine Idee zu setzen, sie wachsen zu lassen. Das hat fr\u00fcher den gro\u00dfen Journalismus erm\u00f6glicht, denn manche Saat braucht Zeit. Heute wird weggespart, was nach einigen Monaten nicht schon Auflagensteigerung oder, noch wichtiger, ein Plus an Inseraten bringt.<\/p>\n<p><strong>Veniamo adesso a considerazioni di carattere storico. Semplificando e riducendo all\u2019osso la questione, possiamo dire che il grande racconto con il quale i sudtirolesi di lingua tedesca hanno interpretato l\u2019evoluzione dell\u2019autonomia \u00e8 quello di una progressiva emancipazione dalla sfera d\u2019influenza di uno Stato giudicato sempre come \u201coccupante\u201d\u009d. Per gli altoatesini, invece, questa stessa evoluzione ha finito per rendere in un certo senso pi\u00f9 evidente la loro emarginazione, condensata poi nella formula giornalistica ma anche sociologica del \u201cdisagio\u201d\u009d. Tu hai cercato di parlare di questa doppia chiave di lettura in un libro: \u201cWir Kinder der S\u00fcdtiroler Autonomie\u201d\u009d. Qual \u00e8 il senso della tua analisi?<\/strong><\/p>\n<p>Das Problem wird gern mit linearer Kausalit\u00e4t betrachtet. Dann hei\u00dft es: Die Italiener haben vers\u00e4umt, auf den Autonomiezug aufzuspringen, jetzt schauen sie hinterher, selber schuld. Und umgekehrt: Die Deutschen haben uns \u00fcbervorteilt, sie haben uns mit der Autonomie zur Minderheit gemacht. Wir wissen aus den Sozialwissenschaften, dass solche Entwicklungen zirkul\u00e4r sind, dass das Ei nicht nur das Produkt der Henne ist, sondern auch deren Ursprung. Vers\u00e4umnisse, \u00dcbervorteilungen, Ausgrenzungen und Selbstausgrenzungen gehen Hand in Hand. Mit der Schuldfrage kommen wir nicht weiter. Die Frage muss lauten: Was k\u00f6nnen die Deutschen gewinnen, wenn sich die Italiener auch wohl f\u00fchlen in der Autonomie? Was k\u00f6nnen die Italiener gewinnen, wenn sie sich auf die Geschichte, die Kulturen, die Sprachen dieses Landes einlassen. Im Grunde tragen wir an einer doppelten Erblast: Die Deutschen mit dem Andreas-Hofer-Erbe, dieses Land gegen alles Fremde verteidigen zu m\u00fcssen, die Italiener mit der Last der Eroberer, die an einem Sieg festhalten, um sich hier daheim f\u00fchlen zu k\u00f6nnen, w\u00e4hrend das Loslassen des Sieges ihnen das Land viel leichter \u00f6ffnen w\u00fcrde. Im Grunde halten sich ein Verteidigungsmythos und ein Eroberungsmythos gegenseitig in Schach. Mythen sind gro\u00dfe Erz\u00e4hlungen, mit denen nach Freud kollektive Traumata nur \u201cschief geheilt\u201d werden. Das Gegenmittel w\u00e4re die kleine Erz\u00e4hlung: wo kommen wir her, warum sind wir aus der Basilicata, aus Umbrien, aus Latium hierhergekommen, warum hatten wir dort keine Heimat, und warum zog meine Familie vom Berghof herunter, warum wanderte sie aus, warum sprengten unser V\u00e4ter Masten in die Luft. Sich gegenseitig die eigene Vergangenheit erz\u00e4hlen ist der Ausweg aus der Schuldzuweisung. Das w\u00e4re mein Traum nach dem Journalismus: in Bozen eine Erz\u00e4hlgruppe zu bilden, mit Menschen aller Gruppen \u2013 Einwanderer eingeschlossen \u2013, die sich ihre Herkunft und ihr Hiersein erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><strong>Alla fine dell\u2019anno appena trascorso, hai dato alle stampe due libri incentrati su due personaggi che hanno caratterizzato il percorso dell\u2019autonomia sudtirolese: Silvius Magnago e Hans Dietl. Leggendoli se ne ricava l\u2019idea che sotto la superficie della storia ufficiale permanga come uno strato di possibilit\u00e0 latenti, che non sono giunte ad esprimersi compiutamente. Puoi cercare di illustrare questa relazione?<\/strong><\/p>\n<p>Magnago und Dietl sind beide V\u00e4ter und Opfer des Autonomiekampfes, der unglaublich viel menschliche Kraft verschlissen hat, der Aufopferung von pers\u00f6nlichem Lebensgl\u00fcck f\u00fcr einen politischen Kampf verlangt und gekostet hat. In Magnago ist diese gro\u00dfe Anstrengung zum Erfolg, zum Licht gelangt, in Dietl ist sie im Dunkeln geblieben. Die beiden hatten eine gemeinsame Herkunft, Jugend im Krieg, Hoffnung auf Befreiung S\u00fcdtirols durch Hitler-Deutschland, schwere Entt\u00e4uschung, Kriegsverletzungen, ein Aufraffen nach dem Krieg im Kampf um die Autonomie. Magnago hat all dies gewisserma\u00dfen in \u201cseinem\u201d Paket sublimieren k\u00f6nnen, damit erlebte er einen gro\u00dfen Erfolg, aber letztlich auch wieder eine Einschr\u00e4nkung, wie immer, wenn eine Vision wirklich wird. Dietl musste seine Lebenskraft umwandeln, und es ist ihm etwas gro\u00dfes Unverwirklichtes gelungen, die Begr\u00fcndung einer S\u00fcdtiroler Oppositionskultur und eines linken Patriotismus, den es in S\u00fcdtirol nie gegeben hat, w\u00e4hrend er im Baskenland eine immense, wenn auch ebenfalls unterdr\u00fcckte Kraft darstellt. Das Verwirklichte und das Unvollendete \u2013 dieses Nebeneinander erz\u00e4hlen zu k\u00f6nnen, war ein sch\u00f6nes Geschenk.<\/p>\n<p><strong>Hai dedicato due libri anche al tema degli attentati (\u201cBombenjahre\u201d\u009d, il pi\u00f9 recente). Qual \u00e8 l\u2019eredit\u00e0 di quella stagione di tensione? In che modo ha influenzato il successivo corso degli eventi? <\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr mich geh\u00f6ren die Attentate zur Autonomiegeschichte, sie lassen sich nicht herausoperieren wie ein b\u00f6ses Geschw\u00fcr. Damit will ich sie nicht rechtfertigen, sondern darstellen: Was hat junge Leute bewogen, in den Untergrund zu gehen, das waren die Hoffnungen, die sie hatten, was waren die Missverst\u00e4ndnisse, denen sie erlegen sind? Und: Wie \u201cgut\u201d die Gewalt auch gemeint war, sie trug \u2013 wie jede Gewalt \u2013 den Keim der Eskalation durch staatliche Gegengewalt, durch Steigerung der Mittel auf Seiten der Gejagten und Gefolterten, durch Gegenterror und Geheimdienstman\u00f6ver leider von Anfang an in sich. Viele der Protagonisten jener Zeit waren unglaublich wertvolle Menschen, ich kann sie nicht verurteilen, ich kann nur mit ihnen traurig sein, dass sie keinen anderen Weg sahen.<\/p>\n<p><strong>Proviamo a riguadagnare uno sguardo dall\u2019alto. Come vedi il Sudtirolo tra cinquant\u2019anni? Quali cambiamenti ti auguri?<\/strong><\/p>\n<p>Am meisten w\u00fcnsche ich mir eine Verd\u00fcnnung der Au\u00dfengrenzen. S\u00fcdtirol hat sich abgeschottet, zuerst nach Italien, weil von dort alles B\u00f6se kam, dann von Nordtirol, von \u00d6sterreich, weil es sich emanzipieren musste. Das hat uns abgesichert, aber auch klein gemacht und k\u00f6nnte uns provinziell machen. Hier leben zu k\u00f6nnen und zugleich an den gro\u00dfen Entwicklungen in Europa, in der Welt teilzunehmen, nicht mehr so fixiert sein m\u00fcssen aufs S\u00fcdtiroler-Sein \u2013 das ist vielleicht gar kein so verwegener Traum, die j\u00fcngeren Generationen haben den Kopf freier, scheint mir. Und dann spukt mir noch das alte Tirol im Kopf herum, ein gr\u00f6\u00dferes Gebiet, vom Kufstein bis zum Gardasee, dreisprachig, zwischen Deutschen und Italienern ausbalanciert, ein Raum, der atmen k\u00f6nnte, in dem wir europ\u00e4ische Tiroler sein k\u00f6nnten, ohne uns in Deutsche und Italiener, in Trentiner, S\u00fcdtiroler, Nordtiroler aufspalten zu m\u00fcssen. Ich glaube, da ist unter b\u00f6sartigem Nationalismus auf beiden Seiten \u2013 denken wir an die Ermordung von Cesare Battisti durch die \u00d6sterreicher \u2013 viel versch\u00fcttet worden, was eine neue, nicht mehr nationalistische Perspektive bieten k\u00f6nnte. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung dieses Gebietes ist der Umgang mit Fremdheit, zu lernen, dass wir so, wie wir sind, nicht vom Herrgott geschnitzt wurden wie die Gr\u00f6dner Korpusse, sondern selbst aus Wanderung, aus Begegnung, aus Vermischung und Verschmelzung hervorgegangen sind.<\/p>\n<p><strong>Quali sono i tuoi progetti futuri?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Projekt w\u00e4re die Erforschung dieses alten Tirols. Und ich m\u00f6chte weiter lernen, in einem Projekt f\u00fcr ein Forschungsdoktorat an der Universit\u00e4t in Brixen m\u00f6chte ich den S\u00fcdtiroler Verteidigungsmythos besser verstehen. Ich m\u00f6chte S\u00fcdtirol hinter mir lassen, indem ich mich durch diesen geballten historischen, psychologischen Stoff durcharbeite wie ein Nagetier oder wie ein Maulwurf, in der Hoffnung, irgendwann den Kopf im Freien zu haben. Wir haben hier die unglaubliche Chance zu lernen, wie sich historische Konflikte l\u00f6sen lassen, wie Mythen umgeschrieben oder zumindest in kleinere Erz\u00e4hlungen gebrochen werden k\u00f6nnen, wie statt Schuldsuche ein gegenseitiges Zuh\u00f6ren und Erz\u00e4hlen angeregt werden k\u00f6nnte. In diesem Sinne m\u00f6chte ich ein Erz\u00e4hler bleiben. Journalismus war f\u00fcr mich immer ein Erz\u00e4hlen, in Zeitungen, in B\u00fcchern, vielleicht aber auch unter Menschen, in einem Zelt, auf der piazzetta vor dem Kondominium, in Kaffeeh\u00e4usern &#8230; dieses Erz\u00e4hlen droht der Menschheit verloren zu gehen und sie braucht es mehr denn je.<\/p>\n<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 10px;border: none;margin-top: 0px;background-color: darkred\" \/>\r\n\r\n<div style=\"background-color: none;padding: 0px;font-size: 14px;font-family: Helvetica,Arial;margin: 10px 0px 0px 0px\"><span style=\"color: darkred\"><strong><small>Autor:innen- und Gastbeitr\u00e4ge widerspiegeln nicht notwendigerweise die Meinung oder die Position von BBD, so wie die jeweiligen Verfasser:innen nicht notwendigerweise die Ziele von BBD unterst\u00fctzen.<\/small><\/strong><small>\u00b7 I contributi esterni non necessariamente riflettono le opinioni o la posizione di BBD, come a loro volta le autrici\/gli autori non necessariamente condividono gli obiettivi di BBD. \u2014 <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=11356#copyleft\"><strong>\u00a9<\/strong><\/a><\/small><\/span><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerne \u00fcbernehme ich, auf \u00c9trangers Anregung, dessen Gespr\u00e4ch mit Hans Karl Peterlini in originalsprachlicher Fassung. 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