{"id":1126,"date":"2008-03-11T07:28:54","date_gmt":"2008-03-11T06:28:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=1126"},"modified":"2026-02-02T08:48:45","modified_gmt":"2026-02-02T07:48:45","slug":"autonomiebundnis-eine-innensicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=1126","title":{"rendered":"Autonomieb\u00fcndnis: Eine Innensicht."},"content":{"rendered":"<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 15px; border: none; margin-top: 0em; background-color: darkred;\"\/><\/div><p><em>Alexander* hat mir einen Bericht \u00fcber das Autonomieb\u00fcndnis geschickt, den wir hier gerne ver\u00f6ffentlichen:<\/em><\/p>\n<p>Alberto Berger ist ver\u00e4rgert, und das ist nachvollziehbar. Er, wie andere in der Parteif\u00fchrung von Forza Italia in S\u00fcdtirol (und auch bei AN) haben sich bem\u00fcht, Kandidaten f\u00fcr die Parlamentswahl zu finden oder sich daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung zu stellen. AN hat in einer schwierigen internen Abstimmung Alessandro Urzi nominiert, f\u00fcr FI sollten u.a. Biancofiore (Kammer) und Berger (Senat) auf die Kandidatenliste des &#8220;PDL&#8221;. Einen Ladiner wollte Biancofiore f\u00fcr den Senatskreis Ost nominieren. Doch entschieden wurde letztendlich in einem Hinterzimmer von Arcore. Berlusconi behauptet, f\u00fcr die Fertigstellung der Listen die letzten N\u00e4chte durchgearbeitet zu haben. Eine Partei von oben nach unten also. Berlusconi ist oben, die Parteif\u00fchrung in Bozen demzufolge also ganz unten.<\/p>\n<p>Das ist nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig verwunderlich, denn es geht nicht um Gemeindewahlen sondern um Parlamentswahlen. Dass die nur in S\u00fcdtirol vorhandenen oder starken Parteien auch in Bozen entscheiden, ist logisch. Die SVP mit ihrem komplexen, aber durchaus demokratisch organisierten Nominierungsmodus. Und die Freiheitlichen und Union k\u00f6nnen nat\u00fcrlich nicht anders als &#8220;hier&#8221; die Entscheidung zu treffen.<\/p>\n<p>Und wie ging es bei der Demokratischen Partei? Wie s\u00fcdtirolerisch ist die Liste geworden? Auffallend ist, dass alle Kandidaten in der Kammer auch ihren Wohnsitz in der Region haben, und das Land zumindest gut kennen. Komplizierter war hingegen die Gewichtung der Trentiner und der S\u00fcdtiroler Kandidaten. Gianclaudio Bressa als Wahls\u00fcdtiroler hat eine wichtige Rolle als Vize-Fraktionssprecher der Demokraten in der Kammer und steht somit \u00fcber den von den Landesverb\u00e4nden nominierten Kandidaten. Und die w\u00e4ren, auf den beiden folgenden, als sicher geltenden Listenpl\u00e4tzen Laura Froner (Trentino) und Luisa Gnecchi (S\u00fcdtirol). Die weiteren Kandidaten aus S\u00fcdtirol, Roberto Bizzo und Sybille Tezzele Kramer, befinden sich auf chancenlosen Listenpl\u00e4tzen, sehen ihre Kandidatur jedoch als Beitrag f\u00fcr eine pluralistisch wachsende Partei. F\u00fcr den Senat ist die Demokratische Partei in vier Wahlkreisen der Region ein B\u00fcndnis mit autonomistischen und Mitte-Links-Kr\u00e4ften eingegangen. Nur die Gr\u00fcnen unterschrieben das Programm f\u00fcr die Autonomie nicht und konkurrieren nun mit dem Autonomieb\u00fcndnis in allen Wahlkreisen, als Unterst\u00fctzung des kommunistischen Premierkandidaten Fausto Bertinotti.<\/p>\n<p>Die Ortsverb\u00e4nde der Demokraten haben im Wahlkreis West Karl Trojer f\u00fcr den Senat nominiert, im Wahlkreis Ost Alberto Ghedina. In Bozen und Unterland wird der Autonomie-Kandidat Oskar Peterlini unterst\u00fctzt. Die Verhandlungs- und Nominierungsmodalit\u00e4t der Demokraten erm\u00f6glichte aus Termingr\u00fcnden zwar keine Vorwahl, wurde aber durch eine sogenannte &#8220;ampia consultazione territoriale&#8221; mitbestimmt. Diese Mischung aus gesamtstaatlichen Kandidaturen und Basisentscheid hat aber zu einem deutlich frischeren Ergebnis gef\u00fchrt als die Verhandlungen im stillen K\u00e4mmerlein, welche im Jahr 2006 die Liste &#8220;Ulivo&#8221; vorbrachten.<\/p>\n<p>Es bleibt, auch im Hinblick auf die Landtagswahl abzuwarten, wie &#8220;landesspezifisch&#8221; sich die Demokratische Partei weiterentwickeln wird. Die Demokraten arbeiten noch am Parteistatut f\u00fcr S\u00fcdtirol sowie am Grundsatz-Programm. Die fast 1.500 Mitglieder konnten bereits in einer Umfrage ihre Meinung \u00fcber die Ausrichtung und die priorit\u00e4ren Themen der S\u00fcdtirol-Politik kundtun und somit am Programm mitschreiben.<br \/>\nDie Demokratische Partei w\u00e4re die erste gro\u00dfe Partei mit Regierungsambition, welche sich f\u00fcr ein autonomes S\u00fcdtirol \u00fcber alle Sprachgrenzen hinweg einsetzt.<\/p>\n<p>Viele schauen interessiert zu und warten ab, aber viele bringen sich auch aktiv ein. Die St\u00e4rke des Projekts h\u00e4ngt von der Verbundenheit und Verwurzelung in den Ortskreisen und auf Landesebene ab, aber auch von der staatlichen und internationalen Verbindung, welche die Demokratische Partei in Europa und der Welt hat. Sie scheint sich dadurch sei es von &#8220;rein lokalen&#8221; Landesparteien und B\u00fcrgerlisten, als auch von den typischen nationalen Parteien alten Musters zu unterscheiden. Ob es gelingt, diese Eigenschaft f\u00fcr die Zukunft zu pr\u00e4gen?<\/p>\n<p><small><em>*) Alexander Tezzele, Demokratische Partei.<\/em><\/small><\/p>\n<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 10px;border: none;margin-top: 0px;background-color: darkred\" \/>\r\n\r\n<div style=\"background-color: none;padding: 0px;font-size: 14px;font-family: Helvetica,Arial;margin: 10px 0px 0px 0px\"><span style=\"color: darkred\"><small>I cuntribuc de chi che scrij ne spidlea nia for la minonga o la posizion de BBD, nsci coche i\/la aut\u00ebures ne sust\u00ebn nia for i fins de BBD. \u00b7 <\/small><strong><small>Autor:innen- und Gastbeitr\u00e4ge widerspiegeln nicht notwendigerweise die Meinung oder die Position von BBD, so wie die jeweiligen Verfasser:innen nicht notwendigerweise die Ziele von BBD unterst\u00fctzen.<\/small><\/strong><small> \u00b7 I contributi esterni non necessariamente riflettono le opinioni o la posizione di BBD, come a loro volta le autrici\/gli autori non necessariamente condividono gli obiettivi di BBD. \u2014 <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=11356#copyleft\"><strong>\u00a9<\/strong><\/a><\/small><\/span><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alexander* hat mir einen Bericht \u00fcber das Autonomieb\u00fcndnis geschickt, den wir hier gerne ver\u00f6ffentlichen: Alberto Berger ist ver\u00e4rgert, und das ist nachvollziehbar. 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