{"id":1165,"date":"2008-04-16T07:19:40","date_gmt":"2008-04-16T05:19:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=1165"},"modified":"2024-11-19T13:30:39","modified_gmt":"2024-11-19T12:30:39","slug":"der-nachste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=1165","title":{"rendered":"Der N\u00e4chste&#8230;?"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/cercle.gif\" alt=\"Cercle.\"\/><\/p><\/blockquote>\n<p>Der Vorsitzende des <a title=\"Cercle d'Estudis Sobiranistes.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=800\">Cercle d&#8217;Estudis Sobiranistes<\/a>, Alfons L\u00f3pez Tena*, wird morgen in Br\u00fcssel die Notwendigkeit vertreten, dass die EU eine juristische Grundlage f\u00fcr die \u00bbinnere Erweiterung\u00ab schaffe \u2014 f\u00fcr den Fall, dass sich eine Region mittels basisdemokratischer Abstimmung friedlich von einem Mitgliedsstaat l\u00f6st.<\/p>\n<p>Den Rahmen f\u00fcr seine Forderung wird die Konferenz <em>Katalonien, n\u00e4chster Staat Europas?<\/em> bieten, die der Journalist Vicent Partal organisiert und moderiert. Unter den zahlreichen G\u00e4sten werden sich Mitglieder des Europ\u00e4ischen Parlaments, Funktion\u00e4re der Kommission, Journalisten aus zahlreichen Mitgliedsl\u00e4ndern, Lobbyisten und Politikwissenschaftler befinden, die bereits ihre Anwesenheit best\u00e4tigt haben. Als Jurist wird L\u00f3pez Tena die juristische Plausibilit\u00e4t der Annahme vertreten, dass aus Mitgliedsstaaten hervorgehende Regionen, die die Unabh\u00e4ngigkeit erlangen, ohne Unterbrechung Teil der Union und von Vertr\u00e4gen wie dem Schengen-Abkommen und selbst des Euroraums bleiben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><small><em>*) Alfons L\u00f3pez Tena ist Sohn spanischer Einwanderer und Ausschussmitglied des spanischen Justiz-Generalrats (vergleichbar mit dem italienischen <\/em>Consiglio Superiore della Magistratura).<\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p><strong>Nachtrag vom 17.04.2008:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p><strong>Die Wiener Konvention w\u00fcrde es Katalonien gestatten, im Falle der Unabh\u00e4ngigkeit EU-Mitglied zu bleiben<\/strong><\/p>\n<p>Alfons L\u00f3pez Tena, Pr\u00e4sident des <em>Cercle d&#8217;Estudis Sobiranistes<\/em> und Ausschussmitglied des [spanischen] Justiz-Generalrats hat am [heutigen] Donnerstag in Br\u00fcssel die Ansicht vertreten, Katalonien k\u00f6nne gem\u00e4\u00df internationalem Recht EU-Mitglied bleiben, falls es die Unabh\u00e4ngigkeit von Spanien erlangt.<\/p>\n<p>L\u00f3pez Tena hat argumentiert, Artikel 17 der Wiener Konvention von 1978 lege fest, dass ein Land, das sich von einem anderen abspaltet, das Recht hat, die durch diesen Staat eingegangenen Verpflichtungen fortzuf\u00fchren. Dies hie\u00dfe konkret, Katalonien m\u00fcsste in diesem Fall nichts anderes tun, als seine Absicht, weiterhin in der EU zu bleiben, den anderen 26 Mitgliedsstaaten mitzuteilen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend seines Vortrags mit dem Titel <em>Katalonien, n\u00e4chster Staat Europas? Die Frage der inneren Erweiterung, ein neuer Prozess in der EU<\/em> hat L\u00f3pez Tena darauf hingewiesen, dass Spanien einem unabh\u00e4ngigen Katalonien auch nicht die Grenzen absperren k\u00f6nnte [wie dies Serbien mit Kosovo gemacht hat], denn diese Befugnis stehe nicht der spanischen, sondern der europ\u00e4ischen Verwaltung zu.<\/p>\n<p>[&#8230;]<\/p>\n<p>Der Vertrag von Lissabon, der 2009 in Kraft treten soll, beinhaltet keine spezifische Regelung f\u00fcr den Fall einer Abspaltung von Regionen, die derzeit zu EU-Mitgliedsstaaten geh\u00f6ren \u2013 wie etwa Katalonien, Euskadi, Schottland, Flandern oder Wales. Die spanische Regierung von Jos\u00e9 Maria Aznar hatte urspr\u00fcnglich einen Vorsto\u00df gemacht, eine \u00bbKlausel \u00fcber die Unantastbarkeit von Grenzen in der EU\u00ab einzuf\u00fchren, den Vorschlag jedoch wieder zur\u00fcckgezogen, \u00bbals klar wurde, dass dies auch die Hoffnung begraben w\u00fcrde, sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter Gibraltar einzuverleiben\u00ab. L\u00f3pez Tena hat erkl\u00e4rt, dass in Abwesenheit einer gemeinschaftlichen Norm das V\u00f6lkerrecht zur Anwendung kommt, das die EU-Mitglieder ja unterzeichnet haben\u00ab.<\/p>\n<p>Die Wiener Konvention von 1978 legt in ihrem Artikel 16 fest, dass ein neuer Staat keiner <em>Verpflichtung<\/em> unterliegt, Vertr\u00e4ge zu erf\u00fcllen, die der Ursprungsstaat unterzeichnet hat. Der bereits genannte Artikel 17 sieht jedoch vor, dass der neue Staat das <em>Recht<\/em> hat, Teil dieser Vertr\u00e4ge zu bleiben. Falls Katalonien also je die Unabh\u00e4ngigkeit erlangt, kann es kraft dieser Konvention eigenst\u00e4ndig dar\u00fcber entscheiden, ob es Teil der EU bleiben m\u00f6chte oder nicht \u2013 und diese Entscheidung den anderen Mitgliedsstaaten mitteilen.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Aus der Tageszeitung <a title=\"Avui.\" href=\"http:\/\/www.avui.cat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Avui<\/a>, \u00dcbersetzung: <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"><\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Vorsitzende des Cercle d&#8217;Estudis Sobiranistes, Alfons L\u00f3pez Tena*, wird morgen in Br\u00fcssel die Notwendigkeit vertreten, dass die EU eine juristische Grundlage f\u00fcr die \u00bbinnere Erweiterung\u00ab schaffe \u2014 f\u00fcr den Fall, dass sich eine Region mittels basisdemokratischer Abstimmung friedlich von einem Mitgliedsstaat l\u00f6st. 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