{"id":13050,"date":"2012-10-31T18:33:49","date_gmt":"2012-10-31T17:33:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=13050"},"modified":"2024-03-11T15:03:18","modified_gmt":"2024-03-11T14:03:18","slug":"westminster-schottland-bleibt-in-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=13050","title":{"rendered":"Auch laut Westminster bleibt Schottland EU-Mitglied."},"content":{"rendered":"<p>Das Parlament des Vereinigten K\u00f6nigsreichs <em>(Westminster)<\/em> hat am 17. Oktober <a title=\"The foreign policy implications...\" href=\"http:\/\/www.publications.parliament.uk\/pa\/cm201213\/cmselect\/cmfaff\/writev\/643\/m05.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ein Gutachten<\/a> \u00fcber die EU-Mitgliedschaft Schottlands im Falle der Unabh\u00e4ngigkeit ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Verfasser Graham Avery<em>*<\/em>, der auch an den Verhandlungen zur EU-Osterweiterung beteiligt war, kommt darin zum Schluss, dass Schottland nicht aus der EU ausscheiden und erneut um Mitgliedschaft ansuchen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Es sei klar, dass Unabh\u00e4ngigkeitsgegner die mit der EU-Mitgliedschaft verbundenen Schwierigkeiten \u00fcbertrieben, Bef\u00fcrworter hingegen dazu tendierten, sie kleinzureden. Im Gutachten sei dagegen versucht worden, das Thema m\u00f6glichst objektiv abzuhandeln.<\/p>\n<p>Wichtigste Punkte des Dokuments sind folgende:<\/p>\n<ul>\n<li>Die EU habe keine Pr\u00e4zedenzf\u00e4lle f\u00fcr die schottische Unabh\u00e4ngigkeit vorzuweisen. Trotzdem k\u00f6nnten folgende F\u00e4lle als relevant betrachtet werden: Der EU-Austritt Gr\u00f6nlands 1989, die deutsche Wiedervereinigung 1990 und die Aufspaltung der Tschechoslowakei 1993. Gerade das Beispiel der DDR sei, obwohl v\u00f6llig anders gelagert, aus Sicht der Prozeduren wichtig.<br \/>\nDies ist auch deshalb interessant, weil in S\u00fcdtirol stets behauptet wird, Vergleiche mit anderen Prozessen seien unzul\u00e4ssig.<\/li>\n<li>Eine \u00c4nderung der EU-Vertr\u00e4ge sei vor allem n\u00f6tig, um Schottland die Vertretung in den EU-Institutionen zu gew\u00e4hren.<\/li>\n<li>Aus praktischen Gr\u00fcnden sei der EU-Austritt Schottlands nicht vorstellbar. Er h\u00e4tte vor\u00fcbergehend eine drastische \u00c4nderung im Verh\u00e4ltnis zu Schottland \u2014 etwa Grenzkontrollen \u2014 zur Folge. Eine \u00bbAnomalie\u00ab, an der weder die EU, noch das Vereinigte K\u00f6nigreich und Schottland interessiert sein k\u00f6nnten.<\/li>\n<li>Aus politischer Sicht sei Schottland seit 40 Jahren Teil der EU und die Schotten h\u00e4tten Rechte als EU-B\u00fcrgerinnen akquiriert. Wenn sie Teil der EU bleiben wollten, k\u00f6nnten sie schwerlich zum Austritt und zu einem neuen Mitgliedschaftsantrag \u2014 als w\u00e4ren sie ein normales Nichtmitglied \u2014 gezwungen werden.<\/li>\n<li>Die Verhandlungen zum Verbleib Schottlands in der EU m\u00fcssten mit einem vereinfachten Verfahren zwischen dem Referendum und dem geplanten Unabh\u00e4ngigkeitszeitpunkt stattfinden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><small><em>*) Senior Member of St. Antony\u2019s College, Oxford University, Senior Adviser at the European Policy Centre, Brussels, and Honorary Director-General of the European Commission<\/em><\/small><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Parlament des Vereinigten K\u00f6nigsreichs (Westminster) hat am 17. Oktober ein Gutachten \u00fcber die EU-Mitgliedschaft Schottlands im Falle der Unabh\u00e4ngigkeit ver\u00f6ffentlicht. 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