{"id":14233,"date":"2013-03-18T10:46:15","date_gmt":"2013-03-18T09:46:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=14233"},"modified":"2013-03-30T18:25:47","modified_gmt":"2013-03-30T17:25:47","slug":"autonomiegruppe-als-mafiatruppe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=14233","title":{"rendered":"Autonomiegruppe als Mafiatruppe?"},"content":{"rendered":"<p>Die S\u00fcdtiroler Volkspartei (SVP) hat sich erfolgreich um die Gr\u00fcndung einer Autonomiegruppe im r\u00f6mischen Senat bem\u00fcht. Die eigene Fraktion gew\u00e4hrt \u00bbunseren\u00ab Senatoren nicht nur mehr Sichtbarkeit, sondern auch handfeste Vorteile, wie l\u00e4ngere Redezeiten und einen eigenen Fraktionssprecher, der zu den entsprechenden Sitzungen eingeladen werden muss. W\u00e4re die Fraktionsgr\u00fcndung gescheitert, h\u00e4tten die SVPler in die \u00bbgemischte Fraktion\u00ab eintreten und die Wirksamkeit ihrer parlamentarischen Arbeit einschr\u00e4nken m\u00fcssen. Demnach ist die Autonomiegruppe ein Segen, der dem gesamten Land zugute kommt, wenn ihre Vorteile entsprechend genutzt werden.<\/p>\n<p>Eine der Voraussetzungen zur Bildung von Fraktionen im r\u00f6mischen Senat ist, dass sie wenigstens 10 Mitglieder umfassen m\u00fcssen \u2014 eine Zahl, die nur dann unterschritten werden darf, wenn s\u00e4mtliche Mitglieder derselben Partei angeh\u00f6ren und in mindestens drei unterschiedlichen Regionen gew\u00e4hlt wurden. Ausnahmen f\u00fcr Minderheiten, die diese Kriterien schwer erf\u00fcllen k\u00f6nnen, sind nicht vorgesehen.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund machen sich die SVPler am Anfang jeder Legislatur auf die Suche nach geeigneten Verb\u00fcndeten. Sie beginnen bei den Vertretern anderer Minderheiten und autonomer Regionen, wo sie auch diesmal f\u00fcndig wurden: So schlossen sich die Trentiner Panizza und Fravezzi (beide Mittelinks) sowie der Aostaner Lani\u00e8ce (Union Vald\u00e0\u00b4taine) der Gruppe an. Um die Mindestzahl zu erreichen, musste jedoch auch diesmal auf Unterst\u00fctzung von au\u00dfen zur\u00fcckgegriffen werden. Der PD als Verb\u00fcndeter der SVP \u00bblieh\u00ab den Autonomisten jedoch nicht nur keine Senatoren aus, sondern lud die SVPler auch noch ein, sich in die PD-Fraktion einzuschreiben und somit auf s\u00e4mtliche Vorrechte zu verzichten. Das zeugt von (mangelnder) Sensibilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Hilfe kam hingegen von einigen Sozialisten und \u2014 wie schon fr\u00fcher \u2014 von Giulio Andreotti, Senator auf Lebenszeit und gro\u00dfer Freund <del datetime=\"2013-03-18T08:51:29+00:00\">S\u00fcdtirols<\/del><a title=\"\u00bbAuguri presidente!\u00ab\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=1352\"> der sizilianischen Mafia.<\/a> Der Zweck heiligt das organisierte Verbrechen und macht aus S\u00fcdtirolern Verb\u00fcndete eines Mafioso.<\/p>\n<p>R\u00e4tselhaft ist, warum nie darauf hingearbeitet wurde, die Voraussetzungen zur Bildung von Senatsfraktionen f\u00fcr Vertreter von Minderheiten aufzuweichen, zum Beispiel als unter Prodi die angeblichen Autonomiefreunde \u00bbsolide\u00ab Mehrheiten besa\u00dfen. Doch es ist nicht zu sp\u00e4t: Die Sammelpartei k\u00f6nnte, falls sich die Wogen in Rom irgendwann gl\u00e4tten, bei PD und 5SB einen Vorsto\u00df wagen, ob sie einer diesbez\u00fcglichen Sonderregelung zustimmen w\u00fcrden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die S\u00fcdtiroler Volkspartei (SVP) hat sich erfolgreich um die Gr\u00fcndung einer Autonomiegruppe im r\u00f6mischen Senat bem\u00fcht. Die eigene Fraktion gew\u00e4hrt \u00bbunseren\u00ab Senatoren nicht nur mehr Sichtbarkeit, sondern auch handfeste Vorteile, wie l\u00e4ngere Redezeiten und einen eigenen Fraktionssprecher, der zu den entsprechenden Sitzungen eingeladen werden muss. 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