{"id":14757,"date":"2013-04-16T14:49:27","date_gmt":"2013-04-16T12:49:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=14757"},"modified":"2026-03-13T11:58:52","modified_gmt":"2026-03-13T10:58:52","slug":"ausschliesende-integration-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=14757","title":{"rendered":"Ausschlie\u00dfende \u203aIntegration\u2039."},"content":{"rendered":"<blockquote><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14748 size-full aligncenter\" src=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/mm_integration.jpg\" alt=\"M\u00fchlbacher Marktblatt.\" width=\"550\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/mm_integration.jpg 550w, https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/mm_integration-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/mm_integration-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/mm_integration-447x300.jpg 447w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/p><\/blockquote>\n<p><small><em>aus dem Gemeindeblatt \u00bbM\u00fchlbacher Marktblatt\u00ab (Ausg. April 2013)<\/em><\/small><\/p>\n<p>Statt zu versuchen, die <a title=\"Zuwanderer zu Italienern.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=8504\">\u00bbnationalstaatliche Logik\u00ab<\/a> abzuschw\u00e4chen und auszugleichen, wird diese von S\u00fcdtiroler Verwaltungen auch noch \u2014 mit \u00e4u\u00dferst fragw\u00fcrdigen Argumenten wie der Schwierigkeit einer Sprache \u2014 unterst\u00fctzt und verst\u00e4rkt. Dass das nicht nur gedacht, sondern auch noch \u00f6ffentlich kommuniziert wird, beweist v\u00f6llige \u00dcberzeugtheit.<\/p>\n<p>Was wohl die armen Gemeinden etwas weiter dr\u00fcben im Osttiroler Pustertal tun \u2014 haben sie doch leider nicht das \u00bbGl\u00fcck\u00ab, auf eine \u00bbleichte\u00ab Sprache zur\u00fcckgreifen zu k\u00f6nnen!? Wahrscheinlich sind dort die Zuwandernden intelligenter. Und genau darum geht es: Solche Denkmuster zeugen nicht vom Willen, unsere neuen Mitb\u00fcrgerinnen als gleichberechtigte und -wertige Mitglieder in unsere Gesellschaft zu integrieren, sondern, sie auch aufgrund der Sprache weiterhin zu diskriminieren.<\/p>\n<p>Zum Vergleich einige Ausz\u00fcge aus dem katalanischen <a title=\"Sprachliche Integration auf Katalanisch.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=10466\">Leitfaden f\u00fcr Integration<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Wenn wir als Personen, die die neue Bev\u00f6lkerung empfangen \u2014 ob dies nun in Gemeinde\u00e4mtern, Ambulatorien, Schulen, Freizeit- oder Sporteinrichtungen etc. ist \u2014 die katalanische Sprache im Umgang mit ihnen beibehalten, erf\u00fcllen wir bereits eine wichtige Aufgabe der Inklusion von Zuwanderern, weil:<\/p>\n<p>a) \u2026wir ihren gesellschaftlichen Ausschluss verhindern. Sicherlich wurden wir schon mehrmals mit der \u00dcberlegung konfrontiert, dass \u00bbdie neuen Katalanen die katalanische Sprache nicht lernen brauchen, weil ohnehin jeder in Katalonien Kastilisch [Spanisch] versteht\u00ab. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die Integration nicht mit der M\u00f6glichkeit der Kommunikation ersch\u00f6pft ist: Die Integration beinhaltet die M\u00f6glichkeit, in Gleichheit mit allen anderen B\u00fcrgern an einem Ort zu leben. Deshalb ist die Aufnahme von Sch\u00fclern und Familien in einem Gebiet, dessen [vorwiegende] Landessprache Katalanisch ist, ohne ihnen Zugang zu dieser Sprache zu gew\u00e4hren, eine zus\u00e4tzliche Form des gesellschaftlichen Ausschlusses.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Die neu zugewanderten Personen wissen vielleicht noch nicht, welch positive Auswirkungen das Erlernen der katalanischen Sprache hat. Deshalb sollten wir uns als Fachleute in den unterschiedlichsten Bereichen des Empfangs positive Argumente vergegenw\u00e4rtigen und sie den Zuwanderern vermitteln, um den Spracherwerb zu f\u00f6rdern (dies soll jedoch nicht eine Quelle von Spannungen werden). Im Folgenden stellen wir einige Gr\u00fcnde vor, welche beweisen, dass das Katalanische in unserem Land zur \u00dcberwindung von Grenzen beitr\u00e4gt:<\/p>\n<p>a) Die Sprache ist f\u00fcr M\u00fctter und V\u00e4ter erforderlich, da es die wichtigste Schulsprache ihrer Kinder sein wird.<\/p>\n<p>b) Sie erlaubt es, mit dem Schulzentrum zu kommunizieren und dessen Aktivit\u00e4ten mitzuverfolgen.<\/p>\n<p>c) Sie verleiht Selbstvertrauen, weil man damit wie die meisten anderen B\u00fcrger in der Landessprache kommunizieren kann (im Gemeindeamt, im Gesundheitssprengel, am Markt, in der Freizeit usw.)<\/p>\n<p>d) Sie tr\u00e4gt zur Empathie mit den Einheimischen bei, welche den Gebrauch der katalanischen Sprache \u2014 bewusst oder unbewusst \u2014 positiv einstufen.<\/p>\n<p>e) In zahlreichen Kursen, die Zuwanderern angeboten werden, werden Sprachdiplome verliehen, die bei der Arbeitssuche hilfreich sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>f) Die katalanische Sprache ist als Instrument der gesellschaftlichen Inklusion wirksamer als andere Sprachen an anderen Orten. Ein Zuwanderer marokkanischen oder ecuadorianischen Ursprungs wird in Madrid gr\u00f6\u00dfere Schwierigkeiten haben, als Einheimischer akzeptiert zu werden, blo\u00df weil er Kastilisch spricht.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; text-transform: uppercase;\">C\u00ebla enghe:<\/span><\/strong> <a title=\"Sprachliche Integration auf Katalanisch.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=10466\"><code>01<\/code><\/a> <a title=\"Eisacktal: Sprache vor Integration.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=10102\"><code>02<\/code><\/a> <a title=\"Integration \u2014 gegen die Wand.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=11861\"><code>03<\/code><\/a> <a title=\"Spracherwerb am Arbeitsplatz.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=10249\"><code>04<\/code><\/a> <a title=\"Zuwanderer zu Italienern.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=8504\"><code>05<\/code><\/a> <span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; font-weight: normal;\">||<\/span> <a title=\"\u2026schwere Sprache?\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=33890\"><span style=\"color: #ff8c00\"><code>01<\/code><\/span><\/a> <a title=\"Schule: Verpflichtende Sprachkurse f\u00fcr Eltern?\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=67382\"><span style=\"color: #ff8c00\"><code>02<\/code><\/span><\/a> <a title=\"Die falsche Debatte \u00fcber \u203aschwere\u2039 Sprachen.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=98432\"><span style=\"color: #ff8c00\"><code>03<\/code><\/span><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>aus dem Gemeindeblatt \u00bbM\u00fchlbacher Marktblatt\u00ab (Ausg. 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