{"id":18407,"date":"2014-02-27T14:46:24","date_gmt":"2014-02-27T13:46:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=18407"},"modified":"2021-05-17T19:55:08","modified_gmt":"2021-05-17T17:55:08","slug":"taeglich-6-millionen-pfutsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=18407","title":{"rendered":"T\u00e4glich 6 Millionen pfutsch."},"content":{"rendered":"<p>\u00bbEs geht um viel Geld, um sehr viel Geld\u00ab, oder \u00bbDie Volksseele kocht\u00ab. So t\u00f6nte <em>Rai S\u00fcdtirol<\/em> in den Abendnachrichten vom 26.02.2014 bzw. im heutigen Morgentelefon. Das Vokabular des <em>A. Adige<\/em> m\u00f6chten wir hier besser nicht wiedergeben, es bewegt sich teilweise zwischen Kanaldeckel und dem was darunter entsorgt wird. Auf subtile und weniger subtile Art und Weise will man dort wohl suggerieren, dass zwischen S\u00fcdtirols politischer Klasse und den gravierenden institutionellen Problemen des Zentralstaates und seiner politischen Klasse kein Unterschied mehr best\u00fcnde.<\/p>\n<p>Aber kommen wir zum eigentlichen Thema. Bei den soeben reformierten Politikerpensionen geht es tats\u00e4chlich um viel Geld, aber nicht um so viel Geld, dass S\u00fcdtirols Zukunft auf dem Spiel steht. Diese wird auf einer ganz anderen Ebene in Frage gestellt, aber dar\u00fcber verlieren S\u00fcdtirols Mainstream-Medien keine Worte, obwohl die Daten sp\u00e4testens seit der \u00bbporta a porta\u00ab Sendung mit S\u00fcdtirols LH bekannt sind.<\/p>\n<p>Seit 2003 ist S\u00fcdtirol Nettozahler, das hei\u00dft das Land S\u00fcdtirol bezahlt, abz\u00fcglich aller \u00f6ffentlichen Ausgaben, einschlie\u00dflich der Leistungen des Zentralstaates, mehr Geld an Italien, als hier ausgegeben wird. Im Jahre 2011 belief sich diese Summe auf 1,4 Milliarden Euro, heuer d\u00fcrfte sie sogar auf \u00fcber 1,5 Milliarden Euro steigen. Dieses Geld wird vom Zentralstaat eingestrichen, ohne jegliche Gegenleistung und nur geringen M\u00f6glichkeiten der Mitsprache \u00fcber die Verwendung dieser Summen. <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> hat sich immer f\u00fcr Solidarit\u00e4t ausgesprochen. Aber auch Solidarit\u00e4t muss demokratisch legitimiert sein und die Verwendung der hierf\u00fcr eingesetzten Mittel muss einem nachvollziehbaren Zweck dienen. Derzeit verschwindet das von S\u00fcdtirols B\u00fcrgerInnen erwirtschaftete Geld sprichw\u00f6rtlich in einem Schwarzen Loch.<\/p>\n<p>Damit nicht genug: Die Staatsverschuldung des Zentralstaates w\u00e4chst munter weiter. 2012 gab es 50 Milliarden Euro und 2013 gar 80 Milliarden Euro Neuverschuldung. Dies sind im Schnitt 65 Milliarden Euro. Auf S\u00fcdtirol herabgebrochen ist dies eine Neuverschuldung von ca. 600 Millionen Euro j\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Im Klartext: Pro Jahr verschlechtert sich die volkswirtschaftliche Lage S\u00fcdtirols um ca. 2,1 Milliarden Euro. Das sind gute 11% des in S\u00fcdtirol erwirtschafteten BIP. All das was bis Mitte Februar erwirtschaftet wird ist sprichw\u00f6rtlich verloren, oder anders ausgedr\u00fcckt, t\u00e4glich kostet S\u00fcdtirol die Zugeh\u00f6rigkeit zu Italien knappe 6 Millionen Euro, 240.000 Euro st\u00fcndlich oder jeden B\u00fcrger S\u00fcdtirols (vom Kleinkind bis zum Greis) 4.200 Euro j\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Diese dramatische Situation zehrt mittelfristig unsere Substanz auf. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Entweder \u00fcber die schnellstm\u00f6gliche Umsetzung einer vollst\u00e4ndigen Steuer- und Finanzhoheit, die das Schicksal S\u00fcdtirols von der des zentralstaatlichen Haushaltes und der Staatsverschuldung vollst\u00e4ndig abkoppelt, oder den Weg in die Unabh\u00e4ngigkeit.<\/p>\n<p>Unter diesen Rahmenbedingungen w\u00e4re unser Land in 10 bis 20 Jahren v\u00f6llig schuldenfrei, was beinahe traumhafte Perspektiven und Gestaltungsspielr\u00e4ume er\u00f6ffnen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>LandespolitikerInnen, die glaubw\u00fcrdig an der Umsetzung dieser Ziele arbeiten, sollen auch angemessene Bez\u00fcge erhalten \u2014 freilich, Leibrenten, nach r\u00f6mischem Vorbild, soll es zu Recht keine mehr geben, hierf\u00fcr muss selbst vorgesorgt werden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbEs geht um viel Geld, um sehr viel Geld\u00ab, oder \u00bbDie Volksseele kocht\u00ab. So t\u00f6nte Rai S\u00fcdtirol in den Abendnachrichten vom 26.02.2014 bzw. im heutigen Morgentelefon. 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