{"id":19709,"date":"2014-06-24T11:47:24","date_gmt":"2014-06-24T09:47:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=19709"},"modified":"2014-12-12T23:31:35","modified_gmt":"2014-12-12T22:31:35","slug":"bettertogether-fuer-mehr-autonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=19709","title":{"rendered":"BetterTogether f\u00fcr mehr Autonomie."},"content":{"rendered":"<p>In S\u00fcdtirol wird regelm\u00e4\u00dfig behauptet, wenn bei einem Selbstbestimmungsreferendum der Unionismus, also der Verbleib bei Italien gewinnen w\u00fcrde, w\u00fcrde uns Italien wohl die Autonomie streichen, da wir uns ja dann freiwillig zu Italienern erkl\u00e4rt h\u00e4tten. Gleichzeitig weigert sich die regierende S\u00fcdtiroler Volkspartei, sich konkret f\u00fcr die Selbstbestimmung einzusetzen, weil sie behauptet, man k\u00f6nne nicht parallel f\u00fcr mehr Autonomie und f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit S\u00fcdtirols von Italien eintreten. Einmal davon abgesehen, dass auch die Volkspartei in diesem Fall Selbstbestimmung und Unabh\u00e4ngigkeit verwechselt (man kann die Selbstbestimmung ja auch als Mittel zur Legitimierung der Autonomie durch den Souver\u00e4n verstehen), wird die Ansicht, dass der Unabh\u00e4ngigkeitskampf der Autonomie schade, in Schottland L\u00fcgen gestraft. <img class=\"bbdlogo\" src=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/bbdsmileys\/bbde.png\"> hat stets <a title=\"FAQ: Unabh\u00e4ngigkeit\/Autonomie.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=200#27D\">darauf hingewiesen<\/a>, dass dieser Widerspruch nicht existiert.<\/p>\n<p>Die Kampagne von <em>BetterTogether<\/em>, dem Promotorenkomitee der Unionisten, baut weitgehend auf <a title=\"Quotation (CX): The War on Errorism.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=17173\">(teils abstruse)<\/a> Angstargumente, wenn es darum geht, die Schotten zu einem Verbleib im Vereinigten K\u00f6nigreich zu animieren. Dieses <em>negative campaigning<\/em> haben selbst wichtige Mitglieder des Komitees bem\u00e4ngelt. Doch weil man, um die Stimmb\u00fcrgerInnen f\u00fcr sich zu gewinnen, auch etwas bieten muss, haben s\u00e4mliche Parteien, die an <em>BetterTogether<\/em> beteiligt sind, f\u00fcr den Fall eines Verbleibs in der Union auch einen deutlichen Ausbau der schottischen Autonomie in Aussicht gestellt. Die BBC <a title=\"Scottish independence: What are...\" href=\"http:\/\/www.bbc.com\/news\/uk-scotland-scotland-politics-25626977\" target=\"_blank\">analysierte<\/a> nun die unterschiedlichen Angebote:<\/p>\n<ul>\n<li>Die <strong>Labourpartei<\/strong>, deren Mitglieder sich <a title=\"Labour for Independence.\" href=\"http:\/\/www.labourforindy.com\/home\" target=\"_blank\">auf <em>YesScotland<\/em><\/a> und <em>BetterTogether<\/em> verteilen, verspricht Schottland eine Ausweitung der Finanzautonomie und neue Zust\u00e4ndigkeiten im Bereich der sozialen Wohlfahrt. Sowohl im sozialen Wohnbau, als auch in Altersvorsorge und Arbeitslosenunterst\u00fctzung sollen Schottlands Kompetenzen ausgebaut werden.<\/li>\n<li>Die <strong>Konservativen<\/strong> stellen Edinburgh sogar die vollst\u00e4ndige \u00dcbertragung der Einkommensbesteuerung in Aussicht. Die Bereiche der sozialen Wohlfahrt, die sich mit bereits bestehenden Zust\u00e4ndigkeiten des schottischen Parlaments \u00fcberschneiden (Wohnbau, F\u00fcrsorge&#8230;) sollen ebenfalls an Schottland \u00fcbergehen.<\/li>\n<li>Die <strong>Liberaldemokraten<\/strong> sprechen sich f\u00fcr eine weitgehende Steuerhoheit f\u00fcr Schottland aus. Ausdr\u00fccklich sollen nur Wohlfahrt und Pensionen, Verteidigung und Au\u00dfenpolitik in London bleiben. Der <em>Union Act<\/em> von 1707, der die Vereinigung von Schottland und England besiegelte, soll durch einen <em>F\u00f6derierungsakt<\/em> ersetzt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>All diese Vorschl\u00e4ge reichen nicht ann\u00e4hernd an das heran, was Schottland an Zust\u00e4ndigkeiten erlangen w\u00fcrde, wenn seine EinwohnerInnen am 18. September f\u00fcr einen unabh\u00e4ngigen Staat votieren. Doch die Angebote unionistischer Parteien legen nahe, dass das Engagement f\u00fcr Unabh\u00e4ngigkeit einer positiven Entwicklung der Autonomie nicht zuwiderl\u00e4uft. Es schafft vielmehr Freir\u00e4ume f\u00fcr neue Zugest\u00e4ndnisse.<\/p>\n<p>Sezessionismus als Antiautonomismus zu bezeichnen, wie in S\u00fcdtirol manchmal der Fall, hat mit der Realit\u00e4t <a title=\"FAQ: Sezessionismus\/Antiautonomismus.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=200#37D\">nicht viel zu tun.<\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; text-transform: uppercase;\">C\u00ebla enghe:<\/span><\/strong> <a title=\"Quotation (XCVI): Giovamento.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=16240\"><code>01<\/code><\/a> <a title=\"Marginalisierung zwecklos.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=17131\"><code>02<\/code><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In S\u00fcdtirol wird regelm\u00e4\u00dfig behauptet, wenn bei einem Selbstbestimmungsreferendum der Unionismus, also der Verbleib bei Italien gewinnen w\u00fcrde, w\u00fcrde uns Italien wohl die Autonomie streichen, da wir uns ja dann freiwillig zu Italienern erkl\u00e4rt h\u00e4tten. 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