{"id":21305,"date":"2014-10-23T14:02:13","date_gmt":"2014-10-23T12:02:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=21305"},"modified":"2021-11-16T19:37:04","modified_gmt":"2021-11-16T18:37:04","slug":"75-jahre-hitler-mussolini-abkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=21305","title":{"rendered":"75 Jahre Hitler-Mussolini-Abkommen."},"content":{"rendered":"<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 20px; border: none; margin-top: 0em; background-color: darkred;\"\/><\/div><p><em>Leserbeitrag von Wolfgang Schimank, Berlin<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr die S\u00fcdtiroler ist der 21. Oktober 2014 ein geschichtstr\u00e4chtiger, ja schicksalhafter Tag. An jenem Tag \u2014 genau vor 75 Jahren \u2014 trat ein Abkommen in Kraft, das Hitler und Mussolini abschlossen, wobei die S\u00fcdtiroler Hitlers B\u00fcndnispolitik geopfert wurden. \u2013\u201cDie S\u00fcdtiroler Option von 1939\/43 wird auch als Gro\u00dfe Option bezeichnet, um sie von der ersten Option in den Jahren 1920\/21 abzugrenzen.\u201d <code>01<\/code><\/p>\n<p>Nachdem das nationalsozialistische Deutsche Reich 1938 \u00d6sterreich anschlo\u00df und die deutsche Staatsgrenze an das von Italien annektierte S\u00fcdtirol angrenzte, hatten die S\u00fcdtiroler Hoffnung gefa\u00dft, da\u00df ihr Land sehr bald, \u00e4hnlich wie Sudetendeutschland, an Deutschland fallen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Doch es kam anders: Hitler opferte S\u00fcdtirol f\u00fcr sein B\u00fcndnis mit Italien. Am 7. Mai 1938 erkl\u00e4rte Hitler in Rom: \u201cEs ist mein unersch\u00fctterlicher Wille und mein Verm\u00e4chtnis an das deutsche Volk, da\u00df es die von der Natur uns beiden aufgerichtete Alpengrenze immer als eine unantastbare ansieht.\u201d \u2013Damit wurde die vom italienischen Faschisten und Nationalisten Ettore Tolomei bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts propagierte \u201cWasserscheiden-Theorie\u201d amtlich von deutscher Seite aus best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Mit der \u201cOption\u201d bekamen die deutschsprachigen S\u00fcdtiroler, die Ladiner, die Kanaltaler und die in den Provinzen Trient, Vicenza, Belluno, Verona und Udine lebenden Zimbern die M\u00f6glichkeit, sich f\u00fcr einen im wahrsten Sinne des Wortes bedingungslosen Verbleib in Italien oder f\u00fcr eine Aussiedlung nach Hitlerdeutschland zu entscheiden. Als Termin f\u00fcr die Entscheidung wurde der 31. Dezember 1939 festgelegt.<\/p>\n<p>Mit dem Hitler-Mussolini-Abkommen wollte Italien zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einerseits sollte damit die Brennergrenze, eine Unrechtsgrenze, endlich anerkannt werden und zum anderen wollten die Machthaber in Rom bez\u00fcglich der Italienisierung S\u00fcdtirols endlich N\u00e4gel mit K\u00f6pfen machen, zumal ihre bisherige Politik der Assimilierung gescheitert war.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens seit der Macht\u00fcbernahme Mussolinis erh\u00f6hte sich der Assimilierungsdruck auf die deutsche und ladinische Bev\u00f6lkerung. Der faschistische Terror durchdrang alle Lebensbereiche dieser Menschen. Er begann mit der Namensgebung eines Kindes bei der Taufe und endete bei der Namensf\u00e4lschung auf den Grabsteinen. Alles Deutsche sollte aus dem \u00f6ffentlichen Leben S\u00fcdtirols verschwinden. Am 15. Juli 1923 verk\u00fcndete Ettore Tolomei im Bozner Stadttheater sein 32-Punkte-Programm zur Assimilierung der S\u00fcdtiroler.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich erfolgte eine Ansiedlung von Italienern in S\u00fcdtirol. \u201cIm Jahre 1910 betrug der italienische Bev\u00f6lkerungsanteil in S\u00fcdtirol 2,9%, 1961 bereits 34,3%. Zwischen 1921 und 1939 wanderten 56.000 Italiener nach S\u00fcdtirol, soda\u00df am Ende dieser Periode die Stadt Bozen und die Gemeinde Leifers s\u00fcdlich von Bozen eine mehrheitlich italienische Bev\u00f6lkerung hatten und bis heute haben.\u201d <code>02<\/code> In Bozen und Umgebung wurden riesige Fl\u00e4chen billig aufgekauft bzw. beschlagnahmt, Tausende Obstb\u00e4ume vor der Ernte gef\u00e4llt, um eine Industrie aufzubauen, deren Arbeitspl\u00e4tze den Italienern vorbehalten waren. Diese Industriezone wurde staatlich subventioniert. Jeder italienische Betrieb, der sich dort ansiedelte, wurde f\u00fcr 10 Jahre steuerfrei gestellt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Neben der Industrialisierung S\u00fcdtirols zum Zwecke der Italianisierung gab es auch Bestrebungen, die S\u00fcdtiroler aus der Landwirtschaft zu verdr\u00e4ngen. Die S\u00fcdtiroler Bauern wurden oftmals benachteiligt, so beispielsweise bei der Vergabe von Krediten. Das gut funktionierende Tiroler H\u00f6ferecht wurde 1929 abgeschafft. <code>03<\/code>, <code>04<\/code> -1921 wurde die \u201cEnte di Rinascita Agraria per le Tre Venezie\u201d (ERA), eine Teilorganisation des \u201cEnte Nazionale per le Tre Venezie\u201d (ENTV) gegr\u00fcndet, um (billig) landwirtschaftliche Liegenschaften von S\u00fcdtiroler Bauern aufzukaufen und Grundbesitz anzusammeln mit Blick auf die geplante Massenzuwanderung von Italienern. Die Ansiedlung italienischer Bauern scheiterte.<\/p>\n<p>Auch bei der Aussiedlung der S\u00fcdtiroler spielte die \u201cEnte Nazionale per le Tre Venezie\u201d eine gro\u00dfe Rolle. Sie kaufte Land, Immobilien und Betriebe preisg\u00fcnstig auf und nutzte die Zwangslage der Eigent\u00fcmer skrupellos aus. Im Jahre 1943 gelangte auf diesem Wege auch der Laaser Mamor-Betrieb in italienische H\u00e4nde. -Obwohl die \u201cEnte Nazionale delle Tre Venezie\u201d ein wichtiges wirtschaftliches Instrument zur Italienisierung S\u00fcdtirols war, findet man in der deutschen Literatur hierzu so gut wie nichts! Warum?<\/p>\n<p>Die S\u00fcdtiroler standen vor einer schwierigen Wahl: Entweder blieben sie in der Heimat, auf die Gefahr hin, ihre nationale Identit\u00e4t zu verlieren oder sie lassen ihre Heimat und alles, was sie sich dort aufgebaut haben, zur\u00fcck und haben die M\u00f6glichkeit, sich irgendwo eine neue Existenz aufzubauen und nach ihren Traditionen zu leben.<\/p>\n<p>Als am 29. Juli 1939 in S\u00fcdtirol die Pl\u00e4ne zur Umsiedlung bekannt wurden, ging eine Welle der Emp\u00f6rung durch das Land. Die einhellige Meinung war, auf keinen Fall die Heimat zu verlassen. Die illegalen Gruppierungen, der kirchennahe \u201cDeutsche Verband\u201d (DV) als auch der \u201cV\u00f6lkische Kampfring S\u00fcdtirol\u201d (VKS), vertraten den gleichen (ablehnenden) Standpunkt. Erst als der VKS mit Heinrich Himmler ein Gespr\u00e4ch hatte, kippte bei dieser Organisation die Stimmung. Der VKS vertrat dann die Meinung, eine Aussiedlung der S\u00fcdtiroler (Option) sei die bessere L\u00f6sung. Ein Propagandakrieg unbekannten Ausma\u00dfes wurde entfacht. Er ging von Flugbl\u00e4tter \u00fcber Schm\u00e4hschriften bis zu t\u00e4tlichen Angriffen. Der Streit zwischen \u201cDableibern\u201d und \u201cOptanten\u201d entzweite nicht nur die S\u00fcdtiroler Gesellschaft, sondern auch Familien.<\/p>\n<blockquote><p>\u201cWer sind die Abwanderer?\u201d<br \/>\nAntichristen \u2013 Glaubensfeinde<br \/>\nKommunisten \u2013 feige Schweine<br \/>\narme Teufel \u2013 wenig Reiche<br \/>\nLandesverr\u00e4ter sondergleichen.<br \/>\nEinige, die vor lauter Schulden<br \/>\ndie schlechten Zeiten nicht mehr dulden,<br \/>\nmit leeren Taschen das Weite suchen<br \/>\nund vor Hunger \u201cHeil Hitler!\u201d rufen!<br \/>\nBauern ohne Heimatstolz,<br \/>\ndie Wald besitzen, ohne Holz.<br \/>\nVon Hundert sind es Siebzig leider,<br \/>\nDrei\u00dfig sind jedoch gescheiter,<br \/>\ndie bleiben fest in ihrem Heim,<br \/>\nden M\u00e4nnern gleich von Anno Neun.<\/p>\n<p><em>Version der Dableiber<\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\u201cWer sind die Dableiber?\u201d<br \/>\nFalsche Christen &#8211; alte Weiber<br \/>\nEgoisten \u2013 Hurentreiber<br \/>\nWarme Br\u00fcder \u2013 Schlechte Pfaffen<br \/>\nWelschbastarden \u2013 ein paar Grafen.<br \/>\nEinige mit vielen Millionen,<br \/>\ndie ihr Geld mit Betrug gewonnen.<br \/>\nManche wollen sp\u00e4ter starten<br \/>\nund auf Otto Habsburg warten.<br \/>\nAllesamt wenn\u00b4s jemand wundert<br \/>\nsind jedoch nicht acht von hundert.<\/p>\n<p><em>Version der Optanten<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Kanonikus Gamper vertrat die Ansicht, da\u00df, wenn m\u00f6glichst viele in ihrer Heimat bleiben w\u00fcrden, die Italiener es sehr schwer h\u00e4tten, sie zu entrechten oder sie gar nach Sizilien umzusiedeln. Sein Werben f\u00fcr den Verbleib half nichts. Schlu\u00dfendlich entschieden sich zirka 86% der S\u00fcdtiroler Bev\u00f6lkerung f\u00fcr eine Umsiedlung ins Deutsche Reich. Da\u00df von den 213.000 Optanten zwischen 1939 und 1943 nur 75.000 tats\u00e4chlich S\u00fcdtirol den R\u00fccken kehrten, hatte verschiedene Ursachen: Zum einen begann 1939 der Zweite Weltkrieg. Da nahm Italien keine R\u00fccksicht, wer von den S\u00fcdtirolern ein Dableiber oder ein Optant war. Als Kanonenfutter wurde jeder gebraucht. Desweiteren wurde es immer unklarer, wo sich die Optanten ansiedeln sollten. Als geschlossenes Siedlungsgebiet war zuerst die Rede von Galizien, dann von Polen, von Burgund und letztendlich von der Krim\u2026 <code>01<\/code> Das f\u00f6rderte die Unentschlossenheit der Optanten. -\u00dcber das eindeutige Votum der S\u00fcdtiroler f\u00fcr Deutschland waren Hitler und Mussolini sehr \u00fcberrascht. Mit der Zeit schwante den italienischen Faschisten, da\u00df eines Tages in S\u00fcdtirol ganze Landstriche menschenleer sein k\u00f6nnten. Deshalb reduzierten sie den Aussiedlerstrom. 1943 wurde Mussolini gest\u00fcrzt und die deutsche Wehrmacht r\u00fcckte in Italien ein. Damit kam die Aussiedlung der S\u00fcdtiroler endg\u00fcltig zum Erliegen.<\/p>\n<p>Den Einmarsch deutscher Truppen in S\u00fcdtirol empfanden viele Bewohner als eine Befreiung vom italienischen Joch. Der Anschlu\u00df an das deutsche Reichsgebiet schien nur noch eine Formsache zu sein. Jedoch nahm Hitler R\u00fccksicht auf Mussolini. S\u00fcdtirol blieb weiterhin Bestandteil Italiens, genauer gesagt, Teil der \u201cRepublik von Sal\u00f3\u201d. Dieser Satellitenstaat Hitlers existierte bis zum 3. Mai 1945.<\/p>\n<p>Das deutsch-italienische Umsiedlungsabkommen f\u00fchrte 1939 zur Gr\u00fcndung des Andreas-Hofer-Bundes (S\u00fcdtirol). Diese Widerstandsgruppe unterst\u00fctzte propagandistisch die Dableiber. Ihre Vertreter glaubten, durch den Widerstand gegen die italienischen und deutschen Faschisten den Anschlu\u00df S\u00fcdtirols an \u00d6sterreich zu erreichen. Die bekanntesten Mitglieder waren Michael Gamper, Friedl Volgger, Josef Mayr-Nusser und Erich Amonn. Sie waren die Hauptakteure bei der Gr\u00fcndung der S\u00fcdtiroler Volkspartei (SVP) am 8. Mai 1945.<\/p>\n<p>Die Option hatte viele Familien zerst\u00f6rt und die Spaltung der S\u00fcdtiroler Gesellschaft wirkte noch viele Jahrzehnte danach. Aus diesem Grunde traten bei der SVP in der ersten Zeit nur Vertreter der Dableiber \u00f6ffentlich auf. Silvius Magnago, ein Vertreter der Optanten, betrat erst sp\u00e4ter die \u00f6ffentliche B\u00fchne der Politik\u2026<\/p>\n<p>Der Pariser Vertrag, auch Gruber-De-Gasperi-Abkommen genannt, enthielt eine Passage betreffs der Optanten. Unter Punkt 3a) hei\u00dft es, da\u00df \u201cin einem Geiste der Billigkeit und Weitherzigkeit die Frage der Staatsb\u00fcrgerschaftsoptionen, die sich aus dem Hitler-Mussolini-Abkommen von 1939 ergeben, zu revidieren\u201d ist. <code>05<\/code> Der Vertrag r\u00e4umt allen Optanten und deren Kinder das Recht auf R\u00fcckoption ein. F\u00fcr diese Kinder mu\u00dfte ein Geburtsschein vorgelegt werden, damit sie das Recht auf die italienische Staatsb\u00fcrgerschaft hatten.<\/p>\n<p>Allerdings lie\u00dfen sich die Italiener viel Zeit und hintertrieben den Pariser Vertrag in vielfacher Weise. Im Optanten-Dekret vom 2. Februar 1948 wurde f\u00fcr die Optanten eine komplizierte Kategorieneinteilung vorgenommen. Dadurch hatte nicht jeder das Recht auf R\u00fcckoption. Hierzu gibt es unterschiedliche Angaben. Oft liest man, da\u00df zirka 4.000 Personen das Recht auf R\u00fcckkehr verweigert worden ist. Wolf Donner geht von einem gr\u00f6\u00dferen Ausma\u00df aus: \u201cAlle Ma\u00dfnahmen bewirken, da\u00df der Bestand an Deutschtirolern heute um ein Viertel vermindert ist.\u201d <code>01<\/code><\/p>\n<p>Durch die Option, aber auch wegen der Kolonialpolitik Roms gegen\u00fcber S\u00fcdtirol in den 40-er bis in die 60-er Jahre sind viele S\u00fcdtiroler in \u00d6sterreich, Deutschland und in der Schweiz se\u00dfhaft geworden. In S\u00fcdtirol war die Option jahrzehntelang ein Tabuthema. Zu gro\u00df war der Graben zwischen den ehemaligen Dableibern und den Optanten. Kanonikus Michael Gamper (07.02.1885 bis 15.04.1956) leistete unsch\u00e4tzbare Arbeit bei der Auss\u00f6hnung beider Gruppen. Er \u00fcbernahm nach dem Zweiten Weltkrieg die Leitung der Tageszeitung \u201cDolomiten\u201d. Jede Interessensgruppe, jede Partei hatte die M\u00f6glichkeit, ihre Sicht der Dinge darzulegen. Das wirkte sich gesellschaftlich positiv aus. \u2013Das Verm\u00e4chtnis von Kanonikus Gamper wurde nach seinem Tode von der neuen Leitung der \u201cDolomiten\u201d, der Familie Ebner, nicht fortgef\u00fchrt. Diese Zeitung ist nach und nach zum Parteiblatt der SVP umfunktioniert worden und spaltet erneut die S\u00fcdtiroler Gesellschaft: Auf der einen Seite stehen die Bef\u00fcrworter des Verbleibs bei Italien (die SVP) und auf der anderen Seite die Vertreter der Unabh\u00e4ngigkeit von diesem Land. Die Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechtes der S\u00fcdtiroler, so kolportiert diese Zeitung, sei rechtslastig und r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt. \u2013Interessanterweise sagte Brigitte Seebacher-Brandt, die letzte Frau von Williy Brandt, auf einer ARD-Talkshow mit G\u00fcnther Jauch am 12.10.2014 genau das Gegenteil! In den Unabh\u00e4ngigkeitsbewegungen Schottlands und Kataloniens sind auch linke und zudem europafreundliche Kr\u00e4fte vertreten!<\/p>\n<p>Welche Konsequenzen ziehen Deutschland und \u00d6sterreich aus dem Hitler-Mussolini-Vertrag?<\/p>\n<p>Seit dem 3. Oktober 2014 wurden diverse Festakte zum 25. Jahrestag der deutschen Einheit abgehalten. Diese wirkten oftmals etwas unehrlich und skurril, weil daran Politiker teilnahmen, die sich an der friedlichen Revolution in der DDR beteiligten (z. B. Gauck), die sich erst aus der Deckung wagten, als die Gefahr vorbei war (z. B. Angela Merkel, Lothar de Maizi\u00e9re) und die die Einheit Deutschlands bis zuletzt bek\u00e4mpften (z. B. Gerhard Schr\u00f6der, Claudia Roth). <code>06<\/code> Alle Beteiligten sehen es als eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit an, da\u00df Deutschland das Recht auf Selbstbestimmung zur\u00fcckerhalten hat. Wenn es aber um die kleinen um Unabh\u00e4ngigkeit ringenden V\u00f6lkern in Europa geht, so muten sie ihnen zu, sie m\u00f6gen sich mit den bisherigen Zust\u00e4nden abfinden. Steckt in dieser Denkweise nicht ein gewisser Zynismus?<\/p>\n<p>\u00d6sterreichs Politiker sprechen oft davon, \u201cS\u00fcdtirol ist eine Herzensangelegenheit\u201d. Unter dem gleichen Titel brachte das Bundesministerium f\u00fcr Unterricht, Kunst und Kultur ein \u201cMedienbegleitheft zur DVD 12472\u201d heraus. Allerdings besteht zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine gro\u00dfe Kluft. In Wien ist man genervt, wenn ihnen \u201caufm\u00fcpfige\u201d S\u00fcdtiroler m\u00f6glicherweise die guten wirtschaftlichen Beziehungen zu Italien gef\u00e4hrden. Das erinnert schon ein bi\u00dfchen an das \u00d6sterreich von Engelbert Dollfu\u00df und Kurt Schuschnigg \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p><code>01<\/code> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Option_in_S%C3%BCdtirol\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Option_in_S\u00fcdtirol<\/a><br \/>\n<code>02<\/code> <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Italianisierung\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Italianisierung<\/a><br \/>\n<code>03<\/code> Wolf Donner, \u201cDie S\u00fcdtirol-Frage-Pr\u00fcfstein f\u00fcr Europa\u201d, S. 228<br \/>\n<code>04<\/code> 26. Sandwirtsbrief des Andreas-Hofer-Bundes Tirol<br \/>\n<code>05<\/code> <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gruber-De-Gasperi-Abkommen\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gruber-De-Gasperi-Abkommen<\/a><br \/>\n<code>06<\/code> FOCUS Magazin Nr.40, 30.09.2000. <a title=\"Focus: Illusion, nicht Vision.\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/10-jahre-einheit-und150-wendehaelse-illusion-nicht-vision_aid_185563.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201cIllusion, nicht Vision\u201d<\/a><\/p>\n<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 10px;border: none;margin-top: 0px;background-color: darkred\" \/>\r\n\r\n<div style=\"background-color: none;padding: 0px;font-size: 14px;font-family: Helvetica,Arial;margin: 10px 0px 0px 0px\"><span style=\"color: darkred\"><strong><small>Autor:innen- und Gastbeitr\u00e4ge widerspiegeln nicht notwendigerweise die Meinung oder die Position von BBD, so wie die jeweiligen Verfasser:innen nicht notwendigerweise die Ziele von BBD unterst\u00fctzen.<\/small><\/strong><small>\u00b7 I contributi esterni non necessariamente riflettono le opinioni o la posizione di BBD, come a loro volta le autrici\/gli autori non necessariamente condividono gli obiettivi di BBD. \u2014 <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=11356#copyleft\"><strong>\u00a9<\/strong><\/a><\/small><\/span><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leserbeitrag von Wolfgang Schimank, Berlin F\u00fcr die S\u00fcdtiroler ist der 21. 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