{"id":22908,"date":"2015-03-17T10:15:07","date_gmt":"2015-03-17T09:15:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=22908"},"modified":"2020-07-17T11:16:12","modified_gmt":"2020-07-17T09:16:12","slug":"verfassungsreform-die-antwort-der-svp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=22908","title":{"rendered":"Verfassungsreform: Die Antwort der SVP."},"content":{"rendered":"<p>Nun also hat die <abbr title=\"S\u00fcdtiroler Volkspartei\">SVP<\/abbr> \u2014 die offizielle SVP \u2014 mit einer selten \u00fcbersichtlichen und detaillierten <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/svp_verfassungsreform.pdf\">Stellungnahme<\/a> auf die Anschuldigungen der Dolomiten und der Altmandatare <a title=\"Alles kaputt.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=22867\">Roland Riz<\/a>, Luis Durnwalder, Helga Thaler-Ausserhofer und Oskar Peterlini geantwortet. Fast alles, was diese Dame und Herren behaupten, sei falsch \u2014 und zwar vor allem aufgrund von: Schutzklausel, Einvernehmen, internationaler Absicherung.<\/p>\n<p>Dieses argumentative Trio wird wie ein Mantra immer wieder wiederholt: Die zentralistische Verfassungsreform \u2014 und dass sie zentralistisch ist, wird einger\u00e4umt \u2014 komme in S\u00fcdtirol aufgrund der <strong>Schutzklausel<\/strong> nicht zur Anwendung, bis das Autonomiestatut angepasst wird. Die Anpassung des Autonomiestatuts k\u00f6nne nur im <strong>Einvernehmen<\/strong> mit dem Land vorgenommen werden, die SVP werde aber einer Verschlechterung nicht zustimmen, daher seien diesbez\u00fcgliche \u00c4ngste unbegr\u00fcndet. Au\u00dferdem sei die S\u00fcdtirol-Autonomie <strong>international abgesichert<\/strong> und \u00d6sterreich werde in jeden Schritt eingebunden.<\/p>\n<p>Allerdings klingt diese Argumentation wie ein Kurzschluss, denn:<\/p>\n<ol>\n<li>Wenn es darauf hinausliefe, dass die Reform aufgrund des heutigen und dann auch aufgrund des angepassten Statuts nicht auf S\u00fcdtirol angewandt wird, h\u00e4tte es keine provisorische, sondern eine endg\u00fcltige Schutzklausel geben k\u00f6nnen und m\u00fcssen, in etwa so: Diese Reform wird auf das Land S\u00fcdtirol nicht angewandt, alles weitere regelt das Autonomiestatut.<br \/>\nSo wie die Schutzklausel jetzt formuliert ist, wird sie hingegen <span style=\"text-decoration: underline;\">nach Anpassung<\/span> des Autonomiestatuts in jedem Fall auch f\u00fcr S\u00fcdtirol gelten. Da sowohl die zentralistische Verfassungsreform, als auch das Autonomiestatut im Verfassungsrang stehen, wird \u2014 wer wohl? \u2014 das Verfassungsgericht zu entscheiden haben, welche der sich eventuell widersprechenden Normen Vorrang hat. Dass das Verfassungsgericht in seinen Entscheiden meist den Zentralismus bevorzugt, ist bekannt und wurde auch von Karl Zeller mehrmals best\u00e4tigt.<\/li>\n<li>Aber auch das Einvernehmen und das Autonomiestatut stehen im Verfassungsrang. Beide k\u00f6nnen mit derselben Mehrheit abge\u00e4ndert werden. Sprich: Die Ab\u00e4nderung des Autonomiestatuts bedarf einer Zweidrittelmehrheit im Parlament sowie des Einvernehmens zwischen dem Land S\u00fcdtirol und dem Staat, doch das italienische Parlament kann die Verpflichtung zum Einvernehmen mit einer Zweidrittelmehrheit auch wieder abschaffen. Sicherheit sieht anders aus, gerade in einem Land, dessen t\u00e4glich Brot es ist, getroffene Abmachungen zu \u00fcbergehen.<\/li>\n<li>In welchem Umfang die S\u00fcdtirolautonomie international abgesichert ist, dar\u00fcber gehen die Expertenmeinungen auseinander. Schlussendlich w\u00fcrde man wohl erst im Ernstfall herausfinden, ob die Absicherung standh\u00e4lt. Nachdem die SVP der zentralistischen Verfassungsreform <a title=\"Erf\u00fcllungsgehilfen des Zentralismus.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=22837\">zugestimmt hat<\/a>, d\u00fcrfte es S\u00fcdtirol nicht leicht haben, eventuelle negative Auswirkungen derselben international anzufechten. Fakt ist: Gegen die Beschneidung der Zust\u00e4ndigkeiten und der einseitigen \u00dcbergehung des Mail\u00e4nder Abkommens konnte \u00d6sterreich nichts ausrichten, wie wir bereits schmerzlich erfahren durften.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; text-transform: uppercase;\">C\u00ebla enghe:<\/span><\/strong> <a title=\"Erf\u00fcllungsgehilfen des Zentralismus.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=22837\"><code>01<\/code><\/a> <a title=\"Quotation (198): Alles kaputt.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=22867\"><code>02<\/code><\/a> <a title=\"Riforma centralista e sguardo intrappolato.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=22883\"><code>03<\/code><\/a> <a title=\"SVP sichert sich Monopol auf Panikmache.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=22891\"><code>04<\/code><\/a> <a title=\"Mit Schutzklausel zum gallischen Dorf.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=19045\"><code>05<\/code><\/a> <a title=\"Belluno und Sondrio ohne Autonomie.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=22442\"><code>06<\/code><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun also hat die SVP \u2014 die offizielle SVP \u2014 mit einer selten \u00fcbersichtlichen und detaillierten Stellungnahme auf die Anschuldigungen der Dolomiten und der Altmandatare Roland Riz, Luis Durnwalder, Helga Thaler-Ausserhofer und Oskar Peterlini geantwortet. 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