{"id":23233,"date":"2015-04-13T22:05:30","date_gmt":"2015-04-13T20:05:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=23233"},"modified":"2019-07-12T22:56:15","modified_gmt":"2019-07-12T20:56:15","slug":"where-are-you-from","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=23233","title":{"rendered":"Where are you from?"},"content":{"rendered":"<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 20px; border: none; margin-top: 0em; background-color: darkred;\"\/><\/div><p><em>von Fabio Rigali<\/em><\/p>\n<p>Es passiert immer wieder in einer Universit\u00e4tsstadt: Geht man zu einer Studentenparty oder ins Pub, so kommt man gleich mit Menschen anderer Herkunft in Kontakt. Heutzutage reisen Jugendliche in Europa viel mehr als vor nur 10 Jahren. Irgendwie bekommt man auch zu sp\u00fcren, da\u00df Europa langsam zusammenw\u00e4chst: Man ist so gew\u00f6hnt mit Leuten aus verschiedenen L\u00e4ndern in Kontakt zu kommen, da\u00df es schon zur Normalit\u00e4t geh\u00f6rt, und man versteht sich unmittelbar mit Gleichaltrigen durch die sehr verbreiteten Englisch-Sprachkenntnisse und die vielen Gemeinsamkeiten, die junge Europ\u00e4er heute haben.<\/p>\n<p>Genauso wie all dies zur Normalit\u00e4t geh\u00f6rt, wird man auch t\u00e4glich nach der eigenen Herkunft gefragt und gerade in jenem Moment bekommt man zu sp\u00fcren wie z\u00e4h unsere Mentalit\u00e4t, trotz des europ\u00e4ischen Einigungsprozesses, immer noch an den Nationalstaaten festh\u00e4lt. Denn die Antworten der Befragten lauten immer nur \u201cDeutschland\u201d, \u201cSpanien\u201d oder \u201cPolen\u201d, statt etwa \u201cSachsen\u201d, \u201cAndalusien\u201d oder gar \u201cAntwerpen\u201d, \u201cMarseille\u201d, usw. Nach genaueren Angaben wird auch nur selten gefragt, und zwar meistens wenn man aus dem gleichen Staat stammt. Denn man will ja m\u00f6glichst unkompliziert scheinen und den anderen entgegenkommend: So traut man sich zun\u00e4chst nicht, den Ansprechpartner mit komplexeren, ja vielleicht langweiligen, geographischen Angaben zu \u00fcberfordern.<\/p>\n<p>Genau als S\u00fcdtiroler hat man damit aber sofort ein Problem, denn man pa\u00dft genau in keine nationalstaatliche Schublade und man sp\u00fcrt, dass man mit solchen Vereinfachungen der Realit\u00e4t unserer Identit\u00e4t nicht gerecht wird. Was soll man denn tun? Es kostet zwar ein wenig M\u00fche eine m\u00f6glichst objektive Darstellung S\u00fcdtirols stichwortartig zu skizzieren, es lohnt sich aber; aus Erfahrung kann ich das nur empfehlen, denn man weckt gleich Interesse und man wird sofort auf weiteres gefragt. Pers\u00f6nlich h\u00e4tte ich es sehr leicht mich selbst als Italiener darzustellen; sprachlich gesehen bin ich es immerhin auch. Meine teure Heimat pflege ich aber so zu bezeichnen: \u201cS\u00fcdtirol, eine Region zwischen Italien und \u00d6sterreich\u201d. Sollte man weiter gefragt werden, kann man wohl ein wenig Geschichte erz\u00e4hlen und da\u00df man allt\u00e4glich verschiedene Sprachen gebraucht, finden die meisten sehr interessant.<\/p>\n<p>Es kostet ein wenig M\u00fche, daf\u00fcr wirkt man aber gleich wenig \u201cstandardisiert\u201d und man muntert auch andere auf, etwas Interessantes \u00fcber ihr Land zu erz\u00e4hlen. Verschreiben will ich das freilich niemanden: jeder soll nur tun wie er besser mag. Mit diesem kurzen Beitrag will ich nur sagen, da\u00df jeder, meiner Meinung nach, auch innerhalb der herrschende nationalstaatlichen Logik, ein wenig Platz f\u00fcr die vielen verschiedenen \u201cHeimaten\u201d Europas schaffen kann.<\/p>\n<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 10px;border: none;margin-top: 0px;background-color: darkred\" \/>\r\n\r\n<div style=\"background-color: none;padding: 0px;font-size: 14px;font-family: Helvetica,Arial;margin: 10px 0px 0px 0px\"><span style=\"color: darkred\"><strong><small>Autor:innen- und Gastbeitr\u00e4ge widerspiegeln nicht notwendigerweise die Meinung oder die Position von BBD, so wie die jeweiligen Verfasser:innen nicht notwendigerweise die Ziele von BBD unterst\u00fctzen.<\/small><\/strong><small>\u00b7 I contributi esterni non necessariamente riflettono le opinioni o la posizione di BBD, come a loro volta le autrici\/gli autori non necessariamente condividono gli obiettivi di BBD. \u2014 <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=11356#copyleft\"><strong>\u00a9<\/strong><\/a><\/small><\/span><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Fabio Rigali Es passiert immer wieder in einer Universit\u00e4tsstadt: Geht man zu einer Studentenparty oder ins Pub, so kommt man gleich mit Menschen anderer Herkunft in Kontakt. 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