{"id":24963,"date":"2015-08-21T17:12:41","date_gmt":"2015-08-21T15:12:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=24963"},"modified":"2025-05-18T11:10:55","modified_gmt":"2025-05-18T09:10:55","slug":"mehrsprachiger-reisepass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=24963","title":{"rendered":"Mehrsprachiger Reisepass?"},"content":{"rendered":"<p>Ich hatte bereits darauf aufmerksam gemacht, dass <a title=\"Tiroler Reisepass.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=21674\">der Tiroler Reisepass von anno Schnee<\/a> (\u00d6sterreich-Ungarn) zweisprachig war und somit die Mehrsprachigkeit des Landes besser \u2014 wenngleich ohne Ladinisch nicht vollst\u00e4ndig \u2014 widerspiegelte, als unser heutiger im demokratischen und <a title=\"Quotation (224): Prejudices.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=24943\">angeblich minderheitenfreundlichen<\/a> Italien.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatte ich <a title=\"Drei Reisep\u00e4sse (ein Nationalstaat).\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=22976\">in einer Gegen\u00fcberstellung von Reisep\u00e4ssen<\/a> (Belgien, Schweiz, Italien) den unterschiedlichen Umgang mit Mehrsprachigkeit aufgezeigt, je nachdem, ob sich ein Staat national oder nicht national (bzw. plurinational) definiert.<\/p>\n<p>Doch selbst unter Staaten, die sich national definieren, gibt es unterschiedliche Abstufungen und Nuancen. Manche respektieren ihre sogenannten \u00bbnationalen Minderheiten\u00ab mehr, andere weniger. F\u00fcr eine Minderheit in einem Nationalstaat wird S\u00fcdtirol h\u00e4ufig als eine Vorzeige- oder Modellautonomie bezeichnet, ganz frisch auch von den \u00f6sterreichischen <em>Gr\u00fcnen,<\/em> die sich w\u00e4hrend ihres S\u00fcdtirolbesuchs <a title=\"Der \u00bbgr\u00fcne\u00ab Unionspass.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=24945\">gegen die Doppelpassl\u00f6sung und f\u00fcr den \u00bbUnionspass\u00ab aussprachen.<\/a><\/p>\n<blockquote><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-24964 size-full aligncenter\" src=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/reisepass_slowenien.jpg\" alt=\"Reisep\u00e4sse Slowenien.\" width=\"594\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/reisepass_slowenien.jpg 594w, https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/reisepass_slowenien-500x239.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 594px) 100vw, 594px\" \/><\/p><\/blockquote>\n<p><small><em>Die drei Varianten des slowenischen Reisepasses<\/em><\/small><\/p>\n<p>Slowenien, wie Italien ein Nationalstaat, stellt Mitgliedern der anerkannten ungarischen und italienischen Minderheit zweisprachige P\u00e4sse aus. Die beiden Sprachgemeinschaften z\u00e4hlen je nur rund 6.000 bzw. knapp 2.000 Mitglieder (0,32 Prozent bzw. 0,11 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung).<\/p>\n<p>Anders als konstitutiv mehrsprachige L\u00e4nder (Belgien, Schweiz, Kanada etc.) sind hier nicht alle Reisedokumente drei- oder mehrsprachig, sondern nur jene, die in den Minderheitengebieten ausgegeben werden. Dies k\u00f6nnte zum Beispiel auch ein Modell f\u00fcr Staaten wie Italien sein, die eine Vielzahl von Minderheiten z\u00e4hlen und nicht alle Sprachen in ein und demselben Dokument ber\u00fccksichtigen wollen.<\/p>\n<p>Senator Oskar Peterlini (<abbr title=\"S\u00fcdtiroler Volkspartei\">SVP<\/abbr>) hatte sich aber in Italien vergeblich f\u00fcr mehrsprachige Reisep\u00e4sse eingesetzt \u2014 letztendlich zeigte Rom keine Sensibilit\u00e4t f\u00fcr dieses Anliegen. Die Arbeit des Senators k\u00f6nnte vielleicht vom gr\u00fcnen Parlamentarier Florian Kronbichler fortgef\u00fchrt werden, als Zwischenschritt zu einem gemeinsamen europ\u00e4ischen Pass und im Sinne der Vielfalt sozusagen. Aber wahrscheinlich gibt es <a title=\"Die Totschl\u00e4ger.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=24710\">wichtigere Probleme&#x2122;.<\/a><\/p>\n<p>Der \u00bbUnionspass\u00ab, den die <em>Gr\u00fcnen<\/em> in S\u00fcdtirol gebastelt haben und der somit wohl ihren Wunschvorstellungen entspricht ist allerdings auch einsprachig: Passport\/European Union liest man auf den Fotos.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; text-transform: uppercase;\">C\u00ebla enghe:<\/span><\/strong> <a title=\"Digitalizzazione plurilingue. In Slovenia.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=59292\"><span style=\"color: #ff8c00\"><code>01<\/code><\/span><\/a> <span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; font-weight: normal;\">|<\/span> <a title=\"Der belgische Pass ist nicht \u203anur\u2039 viersprachig.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=92035\"><span style=\"color: #ff8c00\"><code>02<\/code><\/span><\/a><\/p>\n<p><small><em>Disclaimer: Ich wei\u00df nicht, wie es um den Minderheitenschutz in Slowenien allgemein bestellt ist. Es soll hier ausdr\u00fccklich nur um die L\u00f6sung bez\u00fcglich der Reisep\u00e4sse gehen, die deutlich besser ist als im diesbez\u00fcglich einsprachigen Italien.<\/em><\/small><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte bereits darauf aufmerksam gemacht, dass der Tiroler Reisepass von anno Schnee (\u00d6sterreich-Ungarn) zweisprachig war und somit die Mehrsprachigkeit des Landes besser \u2014 wenngleich ohne Ladinisch nicht vollst\u00e4ndig \u2014 widerspiegelte, als unser heutiger im demokratischen und angeblich minderheitenfreundlichen Italien. 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