{"id":26159,"date":"2015-12-03T12:18:55","date_gmt":"2015-12-03T11:18:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=26159"},"modified":"2019-02-27T16:14:47","modified_gmt":"2019-02-27T15:14:47","slug":"grenzgemeindenfonds-erweitern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=26159","title":{"rendered":"Grenzgemeindenfonds erweitern?"},"content":{"rendered":"<p>Neulich im Landtag: Andreas P\u00f6der (BU) <a title=\"Landtag: Beschlussantrag 371\/15.\" href=\"http:\/\/www2.landtag-bz.org\/de\/datenbanken\/akte\/angaben_akt.asp?pagetype=fogl&amp;app=idap&amp;at_id=339452&amp;blank=Y\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">beantragt<\/a> die Abschaffung des sogenannten Grenzgemeindenfonds. Zustimmung von <em>Freiheitlichen, S\u00fcd-Tiroler Freiheit<\/em> und sogar von Alessandro Urz\u00ec. Die Landesregierung aber macht darauf aufmerksam, dass das erstens nicht m\u00f6glich sei (weil Teil der Finanzvereinbarungen mit Rom) und zweitens, dass der Fonds auch f\u00fcr S\u00fcdtirol von Vorteil sei. Von \u00bbWegenetzen, Breitband, Tourismuskooperationen\u00ab war zum Beispiel die Rede, \u00bbgrenz\u00fcberschreitende Kooperationen\u00ab nannte der Gr\u00fcne Riccardo Dello Sbarba.<\/p>\n<p>Was in der Diskussion unter den Tisch gefallen ist, ist jedoch die Tatsache, dass dieser Fonds nur f\u00fcr gewisse Grenzgebiete gilt und f\u00fcr andere nicht. In seiner nationalstaatlichen Auspr\u00e4gung vergr\u00f6\u00dfert er den ohnehin bestehenden Unterschied zwischen \u00fcberwundenen Grenzen zu ausschlie\u00dflich italienischen Regionen und \u2014 nur angeblich nicht mehr existierenden \u2014 Staatsgrenzen zu Graub\u00fcnden, Nord-\/Osttirol und Salzburg.<\/p>\n<p>Es muss aber wennschon unser Anliegen sein, die Anbindung an s\u00e4mtliche angrenzenden Gebiete zu f\u00f6rdern, anstatt nach einer \u00fcberkommenen Logik gezielt und einseitig die Eingliederung unseres Landes in den italienischen Staat zu f\u00f6rdern. Im Sinne besserer nachbarschaftlicher Beziehungen und gleichberechtigter Zusammenarbeit \u00fcber alle Grenzen hinweg sollte die logische Konsequenz also sein, einen weiteren \u2014 und diesmal freiwilligen, nicht von Rom erzwungenen \u2014 Grenzgemeindenfonds auch f\u00fcr die angrenzenden Gebiete im bislang nicht ber\u00fccksichtigten Westen, Norden und Osten aufzulegen. Wenn die Vorteile f\u00fcr S\u00fcdtirol tats\u00e4chlich so gro\u00df sind, wie dies im Fall des \u00bbOdi-Fonds\u00ab behauptet wird, d\u00fcrfte dies auch aus wirtschaftlicher Sicht nicht nur vertretbar, sondern sogar geboten sein.<\/p>\n<p>Ganz sicherlich w\u00e4re es auch eine kulturelle Investition in die Zukunft unseres Landes, wenn wir gezielt in die Kooperation mit unseren Nachbarregionen investieren. Gerade f\u00fcr ein mehrsprachiges, heterogenes und \u00bbnational\u00ab nicht zuordenbares Gebiet wie S\u00fcdtirol ist es jedoch wichtig, stets das nationale Kriterium zu hinterfragen und eine 360\u00b0-\u00d6ffnung zu verfolgen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neulich im Landtag: Andreas P\u00f6der (BU) beantragt die Abschaffung des sogenannten Grenzgemeindenfonds. Zustimmung von Freiheitlichen, S\u00fcd-Tiroler Freiheit und sogar von Alessandro Urz\u00ec. 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