{"id":31,"date":"2005-12-10T01:17:00","date_gmt":"2005-12-10T00:17:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.selbstbestimmung.net\/?p=31"},"modified":"2025-10-08T22:41:50","modified_gmt":"2025-10-08T20:41:50","slug":"resumee-%c2%bbsk%c2%ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=31","title":{"rendered":"Res\u00fcmee \u00bbSK\u00ab."},"content":{"rendered":"<p>Dieses Blog ist unter anderem der Punkt, wo <strong>alle F\u00e4den meines Engagements<\/strong> zusammenlaufen. Aus diesem Grund ver\u00f6ffentliche ich hier die Diskussion, die ich gerade mit dem <strong>EU-Abgeordneten Kusstatscher<\/strong> auf dessen Seite f\u00fchre. Mit einem vorl\u00e4ufigen Fazit: Mensch l\u00e4sst mit sich reden. Man muss nur wollen. Vielleicht kann das auch anderen ein Vorbild sein, denn je mehr Menschen ihre Stimme f\u00fcr unser Ziel erheben, desto realisierbarer wird es:<\/p>\n<blockquote><p><em>Sehr geehrter Herr Kusstatscher, Sie haben mir eine Mail zukommen lassen, in der Sie mich auffordern, meine Identit\u00e4t offenzulegen. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte ich dies tun, doch ich finde es nun wirklich nicht zielf\u00fchrend. Ich glaube nicht, Sie pers\u00f6nlich beleidigt oder angegriffen zu haben, ich habe nur meine Meinung dargelegt und Ihnen (vielleicht manchmal pedantische oder unangenehme) Fragen gestellt. Ich denke, die Diskussion sollte, wie im Internet \u00fcblich, \u00fcber Inhalte und Argumente gef\u00fchrt werden, und nicht im Namen einer bestimmten Identit\u00e4t. Finden Sie die Themen, die ich aufwerfe interessant, und haben sie daf\u00fcr Rezepte und L\u00f6sungen, so glaube ich, dass Sie allgemein interessant sein k\u00f6nnten, unabh\u00e4ngig von deren Zuordnung an eine spezifische Person. \u2013 Andererseits habe ich nat\u00fcrlich nichts zu verbergen. Ich bin im Netz mit diesem \u00bbNick\u00ab seit Jahren t\u00e4tig und habe meine Identit\u00e4t schon \u00f6fters preisgegeben. Wenn Sie sich umfragen (d.h., wenn Sie wirklich sooo neugierig sind), d\u00fcrfte es nicht schwierig sein, herauszufinden, wer ich wirklich bin. Nur: ich finde es irrelevant. Danke \u2013 auch f\u00fcr Ihre zuk\u00fcnftigen Antworten, falls Sie sie Ihren Lesern g\u00f6nnen wollten. Gute Arbeit.<\/em><\/p>\n<p><em>Kommentiert von: p\u00e9rvasion | 25 November 2005 um 01:55 Uhr<\/em><\/p>\n<p><strong>Hallo, Frau\/Herr ?, es w\u00e4re durchaus lustig mit Ihnen zu ratschen. Jedoch, ich bin schon sehr neugierig, mit wem ich es tun habe. Abstrakte Themen zu er\u00f6rtern, kann auch wertvoll sein. Wenn jedoch auch subjektive Farbt\u00f6ne dazukommen, wird alles viel interessanter.<br \/>\nUnd noch etwas muss ich wiederholen: ich glaube, dass gro\u00dfe Themen (und dann noch mehrere gleichzeitig aufgeworfene, wie in Ihrem Fall) in dieser Form im Internet zu er\u00f6rtern, das scheint mir kaum zielf\u00fchrend zu sein.<br \/>\nAber, vielleicht fangen wir mit einem Detailthema einfach an. Sie haben nun den Ball zum Aufschlag.<br \/>\nSch\u00f6nen Sonntag und freundliche Gr\u00fc\u00dfe!<br \/>\nSepp<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kommentiert von: sepp | 27 November 2005 um 12:23 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><em>Herr Kusstatscher, stellen Sie sich vor, ich bin ein pers\u00f6nlicher Freund von Ihnen, h\u00e4tte aber niemals den Mut, meine Meinung offen auf den Tisch zu legen. W\u00fcrden Sie dann lieber auf eine interessante Diskussion verzichten, oder doch besser akzeptieren, dass ich meine Anonymit\u00e4t bewahre? Nein, ich bin kein pers\u00f6nlicher Freund des Europaparlamentariers S.K., das war nur ein Beispiel zur Veranschaulichung meiner Sichtweise. Gut! Sie stellen mich nun also vor die Wahl. Nicht viele Themen, sondern eines. Also, mein bevorzugtes Gespr\u00e4chs- und Bet\u00e4tigungsfeld ist die Selbstbestimmung. Damit muss man in S\u00fcdtirol nat\u00fcrlich immer aufpassen, weil man grunds\u00e4tzlich verd\u00e4chtigt wird, b\u00f6ses im Schilde zu f\u00fchren. Ich nicht, doch das wird sich erst im Laufe der Diskussion \u2013 so sie denn stattfindet \u2013 im Detail herauskristallisieren. Ich hatte es schon einmal angedeutet: Mir schwebt eine h\u00f6here Form von Selbstbestimmung f\u00fcr S\u00fcdtirol vor als die derzeitige, und zwar im Zusammenspiel s\u00e4mtlicher Sprachgruppen. Das w\u00fcrde n\u00e4mlich vieles erleichtern, was heute unm\u00f6glich scheint: Die VP h\u00e4tte wohl keine Existenzgrundlage mehr. Der wahre oder gef\u00fchlte Belagerungszustand der deutschen Sprachgruppe w\u00fcrde sich aufl\u00f6sen. Und selbstverst\u00e4ndlich m\u00fcssten gerade die Deutschen sehr viel investieren, um die Italiener im Lande von dieser Idee \u00fcberzeugen. Das Projekt Selbstbestimmung w\u00e4re NUR gemeinsam umzusetzen, und da haben Ihre Kollegen von Iniciativa per Catalunya &#8211; Verts, aber auch Esquerra Republicana (de Catalunya) interessante Rezepte und Vorschl\u00e4ge. In Katalonien wurde vieles erreicht, weil das System Selbstbestimmung dort partizipativ und nicht nationalistisch im herk\u00f6mmlichen Sinne ist. Die Spanier vor Ort f\u00fchlen sich als Katalanen, und die Katalanen grenzen niemanden aus, weder Einwanderer aus anderen spanischen Regionen, noch Ausl\u00e4nder etc. Ein linkes, solidarisches, \u00bbinklusivistisches\u00ab Konzept f\u00fcr mehr Selbstbestimmung in S\u00fcdtirol nach dieser Vorlage ist noch ausst\u00e4ndig und hat ein gro\u00dfes Vakuum produziert. Wann beginnt in der S\u00fcdtiroler Linken (\u00f6kosozial, sozialdemokratisch etc.) endlich eine Diskussion zu diesem wichtigen Thema? Finden Sie nicht auch, dass die heutigen Probleme in S\u00fcdtirol so \u00bbeigen\u00ab und territorial sind, dass sie nur mit einem m\u00f6glichst gro\u00dfen Handlungsspielraum vor Ort zu l\u00f6sen sind?<\/em><\/p>\n<p><em>Kommentiert von: p\u00e9rvasion | 28 November 2005 um 00:29 Uhr<\/em><\/p>\n<p><em>Nachtrag. Das Programm von Esquerra Republicana de Catalunya (Republikanische Linke Kataloniens \u2013 das Adjektiv \u00bbrepublikanisch\u00ab ist in einer Monarchie ja an und f\u00fcr sich schon eine kleine Frechheit), das ich zu 100% unterschreiben w\u00fcrde, falls es sich auf S\u00fcdtirol bez\u00f6ge: http:\/\/www.esquerra.org\/web_nova\/arxius\/DIangles.pdf (Englische Version).<br \/>\nhttp:\/\/www.esquerra.org\/web_nova\/arxius\/DIfrances.pdf (Franz\u00f6sische Version).<\/em><\/p>\n<p><em>Kommentiert von: p\u00e9rvasion | 28 November 2005 um 00:39 Uhr<\/em><\/p>\n<p><strong>Hallo, gesch\u00e4tzter Herr, der seine Freude hat, sich hinter &#8220;p\u00e9rvasion&#8221; zu verstecken! Eine Meinung teile ich nicht, n\u00e4mlich, dass gute Freunde nicht offen und ehrlich Gegenmeinungen \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnten. Eher das Gegenteil ist wahr: wenn mich jemand gut versteht, wenn er mich respektiert und mag, dann kann er viel eher eine Kritik aussprechen und es besteht auch eher die Chance, dass ich diese Kritik ernst nehme. Einer, der mich bek\u00e4mpft bzw. mich ablehnt, kann mich kritisieren, wie viel er will. Es prallt meist an mir ab.<br \/>\nGut, lassen wir das!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ihre \u00dcberlegungen zur Selbstbestimmung gefallen mir sehr gut. Wenn auch die Situation bei den Katalanen nicht ganz so ideal ist, wie Sie es sehen, teile ich die von Ihnen skizzierte Idee der Selbstbestimmung. Diese Frage hat bei uns in S\u00fcdtirol oft deshalb einen negativen Beisgeschmack, weil die Selbstbestimmung nur f\u00fcr einen Teil der Bev\u00f6lkerung gedacht wird und andere ausgrenzt werden und weil somit neue Minderheiten entst\u00fcnden. Allen, die von abstrakter Selbstbestimmung schw\u00e4rmen, rate ich, die Realisierung derselben m\u00f6glichst konkret durchzuspielen.<br \/>\nTheoretisch klingt Selbstbestimmung sehr gut. Da kann fast niemand dagegen sein. Praktisch ist es viel schwieriger. &#8211; F\u00fcr mich ist daher das gro\u00dfe europ\u00e4ische Dach (mit Frieden, B\u00fcrgerrechten, Demokratie, Vielfalt von Kulturen, Subsidiarit\u00e4t usw. usf.) die wohl beste Probleml\u00f6sung. Unter diesem Dach ist es dann nicht so wichtig, wo genau eine Region ihre Grenzen hat, weil \u00fcberall &#8220;Freiheit, Gleichheit und Br\u00fcderlichkeit&#8221; als Prinzipien gelten.<\/strong><\/p>\n<p><strong>So, mein lieber Herr, heute kam ich endlich dazu, ein bisschen zu philosophieren, dank Ihrer Anregung! Auf ein anderes Mal! \u00dcber Weihnachten vielleicht etwas tiefer gehend!<br \/>\nEinen lieben Gru\u00df an Ungenannt und an andere Leser\/innen!<br \/>\nSepp<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kommentiert von: sepp | 30 November 2005 um 20:51 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><em>Freut mich, dass ich Sie irgendwie und indirekt auch positiv \u00bbbeeinflusst\u00ab habe. Und missverstehen Sie mich bitte nicht: Ich \u00bbbek\u00e4mpfe\u00ab Sie nicht, und lehne Sie nicht ab. Ganz im Gegenteil. Ich habe Sie gew\u00e4hlt und sch\u00e4tze Ihre Politik und Ihren Einsatz. Andernfalls w\u00e4ren meine Diskussionsans\u00e4tze auch v\u00f6llig sinnlos. Noch was: Sie einst pers\u00f6nlich kennenzulernen w\u00fcrde mich reizen, meinen Namen hier preiszugeben, ohne dass Sie mich pers\u00f6nlich kennen, oder etwa damit sich andere daran \u00bberg\u00f6tzen\u00ab ist mir eher unangenehm. Interpretieren Sie meine Ablehnungshaltung also nicht falsch.<\/em><\/p>\n<p><em>Drei Punkte:<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Dass s\u00e4mtliche Sprach- und Bev\u00f6lkerungsgruppen, sowie alle Gesellschaftsschichten an einem etwaigen Projekt \u00bbSelbstbestimmung\u00ab teilhaben sollten, finde ich eine conditio sine qua non. Ohne einen allgemeinen Konsens h\u00e4tte ein dahingehendes Engagement keinen Sinn. Da sind wir einer Meinung.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Selbstbestimmung als g\u00e4nzliche und endg\u00fcltige Losl\u00f6sung von Italien muss gar nicht zwangsl\u00e4ufig unser Ziel sein, welches Sie hier als unerreichbar darstellen. Wichtiger w\u00e4re m.E. der allt\u00e4gliche Einsatz f\u00fcr einen gr\u00f6\u00dferen Handlungsspielraum und ein H\u00f6heres Ma\u00df an \u00bbSelbstregierung\u00ab. Das kann und soll kein abrupter Prozess sein, sondern eine allm\u00e4hliche und behutsame Entwicklung. Die spezifischen Probleme S\u00fcdtirols sind in S\u00fcdtirol zu l\u00f6sen, und eigentlich tun Sie bereits einen ersten kleinen Schritt, indem Sie grenz\u00fcberschreitend f\u00fcr Umweltschutz arbeiten und auch f\u00fcr direkte Demokratie eintreten. Das sind alles St\u00fccke eines gro\u00dfen Puzzles. Meine Meinung ist nur, dass wir noch etwas mehr Mut und etwas mehr Selbstsicherheit brauchen, um diese Entwicklung entscheidend voranzutreiben. Sobald wir tats\u00e4chlich \u00bbunseres eigenen Gl\u00fcckes Schmied\u00ab sind, neben Geldverteilung auch Verantwortung f\u00fcr Eintreibung, Sicherheit, kulturelle Belange im weitesten Sinne (usf.) \u00fcbernehmen m\u00fcssen, wird eine freie, gemeinsame Entwicklung m\u00f6glich sein.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Zuletzt eine Frage: Inwiefern teilen Sie meine Analyse bzgl. Katalonien nicht?<\/em><\/p>\n<p><em>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen.<\/em><\/p>\n<p><em>Kommentiert von: p\u00e9rvasion | 02 Dezember 2005 um 18:02 Uhr<\/em><\/p>\n<p><strong>Diese Art von &#8220;Selbstbestimmung&#8221; w\u00e4re nicht nur f\u00fcr S\u00fcdtirol heilvoll, sondern f\u00fcr jeden Winkel der Welt!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zu Katalonien: ich bin zwar kein besonderer Kenner der Situation dort, nur &#8211; sofern ich richtig informiert bin &#8211; ist die Autonomie f\u00fcr unser kleines S\u00fcdtirol weitergehend als jene f\u00fcr das viel gr\u00f6\u00dfere Katalonien. Ich bin aber gerne bereit dazuzulernen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kommentiert von: sepp | 03 Dezember 2005 um 15:05 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><em>Katalonien verf\u00fcgt \u00fcber eine Autonomie, die meines Wissens hingegen weiterreichend ist, als unsere. Es ist schon bezeichnend, wie sehr wir S\u00fcdtiroler der M\u00e4r von der Vorzeigeautonomie verfallen sind; das f\u00fchrt dazu, dass wir nicht bereit sind, von anderen zu lernen. Das ist durchaus keine pers\u00f6nliche Kritik, sondern eine allgemeine Beobachtung.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich schreibe Ihnen jetzt ziemlich \u00bbanarchisch\u00ab \u2013 also unstrukturiert \u2013 einige Punkte nieder. Bin aber gerne bereit, Sie detaillierter zu informieren:<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Meines Wissens ist der einzige wirkliche Vorzug der S\u00fcdtirolautonomie die internationale Verankerung. Diese hat aber Katalonien m.E. gar nicht n\u00f6tig, weil der spanische Staat nicht nach mehr Zentralismus trachtet, im Gegenteil!<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Katalonien hat z.B. volle Zust\u00e4ndigkeit in Sachen Toponomastik. Spanische Erfindungen wurden bereits \u2013 im Konsens! \u2013 abgeschafft. Kein Spanier hat was dagegen, weil das Thema entsch\u00e4rft wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Katalonien hat mit den \u00bbmossos d&#8217;esquadra\u00ab eine eigene Polizei, welche die \u00bbPolicia nacional\u00ab ersetzt. Somit ist die Tendenz, dass Katalonien f\u00fcr seine Sicherheit selbst verantwortlich sein wird.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Katalanisch ist als \u00bblandeseigene Sprache Kataloniens\u00ab im Autonomiestatut verankert. Dies erlaubt der Regierung des Landes, spezielle Ma\u00dfnahmen zu ihrem Schutz zu erlassen. Katalanisch ist einzige Sprache in der \u00f6ffentlichen Beschilderung. Soll nicht hei\u00dfen, dass das f\u00fcr S\u00fcdtirol ein Modell w\u00e4re, allerdings w\u00fcrde uns unsere Autonomie eine solche Entscheidung nicht erlauben.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Katalanisch ist im Umgang mit den Kunden auch f\u00fcr Privatfirmen pflicht. Missachtung wird geahndet. Das hei\u00dft, auch ausw\u00e4rtige Unternehmen (Banken, Ikea, MediaMarkt usw. usf.) m\u00fcssen sich der landeseigenen Sprache bedienen. Eine hervorragende Ma\u00dfnahme zum Sprach- und v.a. Konsumentenschutz. Die Verbraucherzentrale S\u00fcdtirol fordert seit Jahren vergleichbare Gesetze. Bislang vergeblich.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Mit dem neuen Autonomiestatut, das soeben verabschiedet wird, treibt Katalonien nicht nur die eigenen Steuern ein, sondern auch die staatlichen.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Katalonien betreibt mehrere \u00bbnationale\u00ab Radio- und TV-Stationen, selbstverst\u00e4ndlich auf Katalanisch.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Katalonien ist f\u00fcr die Justiz zust\u00e4ndig und hat ein eigenes B\u00fcrgerliches Gesetzbuch (Zivilgesetz).<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Katalonien hat einen eigenen Obersten Gerichtshof.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Katalanisch wird f\u00fcr die Interpretation von Gesetzen herangezogen, w\u00e4hrend meines Wissens auch bei Gesetzen des S\u00fcdtiroler Landtages in S\u00fcdtirol nur der italienische Wortlaut ma\u00dfgebend ist.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Katalonien hat alleinige Zust\u00e4ndigkeit \u00fcber die Regelung der Berufskammern. S\u00fcdtirol nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>(usw.)<\/em><\/p>\n<p><em>Kommentiert von: p\u00e9rvasion | 04 Dezember 2005 um 19:06 Uhr<\/em><\/p>\n<p><em>Ich zitiere Sie: \u00bb[&#8230;] teile ich die von Ihnen skizzierte Idee der Selbstbestimmung. Diese Frage hat bei uns in S\u00fcdtirol oft deshalb einen negativen Beisgeschmack, weil die Selbstbestimmung nur f\u00fcr einen Teil der Bev\u00f6lkerung gedacht wird und andere ausgrenzt werden und weil somit neue Minderheiten entst\u00fcnden.\u00ab<\/em><\/p>\n<p><em>W\u00e4re es nicht eine Aufgabe (z.B. auch) der Gr\u00fcnen, ein Gegenmodell anzubieten, um sozial, liberal, solidarisch eingestellten B\u00fcrgern die M\u00f6glichkeit zu bieten, sich f\u00fcr mehr \u00bbSelbstverantwortung\u00ab (Selbstbestimmung) auszusprechen? Ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass Sie damit einen erheblichen Teil derzeitiger VP-W\u00e4hler ansprechen und abwerben k\u00f6nnten. Die Gr\u00fcnen \u2013 und die Linke im weiteren Sinne \u2013 m\u00fcssten sich zusammensetzen und ernsthaft auf dieser Basis diskutieren. Das ist ein Thema, das in S\u00fcdtirol alles andere als ersch\u00f6pft ist. Wie hoch glauben Sie ist der Wille, Entscheidungen zum Verkehr, zum Umweltschutz, zur kulturellen Entwicklung (ich spreche hier von moderner Kulturpolitik und nicht von Beitr\u00e4gen f\u00fcr Sch\u00fctzen und Traditionsvereinen), zur Erhebung und Eintreibung von Steuern, zur Sicherheit (kurzum: allem) selbst und vor Ort zu treffen? Ich denke dieser Wille ist bei uns &#8211; wie in der Schweiz &#8211; sehr ausgepr\u00e4gt. Er ben\u00f6tigt endlich politische Kanalisierungsm\u00f6glichkeiten.<\/em><\/p>\n<p><em>Kommentiert von: p\u00e9rvasion | 04 Dezember 2005 um 19:19 Uhr<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/villanders117.blog.lemonde.fr\/\">Link<\/a> zum Blog des EU-Parlamentariers Sepp Kusstatscher.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Blog ist unter anderem der Punkt, wo alle F\u00e4den meines Engagements zusammenlaufen. Aus diesem Grund ver\u00f6ffentliche ich hier die Diskussion, die ich gerade mit dem EU-Abgeordneten Kusstatscher auf dessen Seite f\u00fchre. Mit einem vorl\u00e4ufigen Fazit: Mensch l\u00e4sst mit sich reden. Man muss nur wollen. 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