{"id":31477,"date":"2016-09-05T14:00:17","date_gmt":"2016-09-05T12:00:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=31477"},"modified":"2021-09-06T10:42:36","modified_gmt":"2021-09-06T08:42:36","slug":"historikerinnen-bewerten-den-pariser-vertrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=31477","title":{"rendered":"Historikerinnen bewerten den Pariser Vertrag."},"content":{"rendered":"<p>Heute feiern wir 70 Jahre Gruber-Degasperi-Abkommen \u2014 das sind jene zwei Fresszettel (wie sie der Historiker Hans Heiss in der <em>Tageszeitung<\/em> vom 3. September bezeichnet hat), auf deren Grundlage die S\u00fcdtirolautonomie entstanden ist.<\/p>\n<blockquote><p>\u00dcber die historische Bedeutung des Pariser Vertrags herrscht Einigkeit.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieses Zitat aus der aktuellen <em>ff<\/em> nehme ich zum Anlass, um die Einsch\u00e4tzungen mehrerer Historikerinnen miteinander zu vergleichen, die w\u00e4hrend der letzten Tage in den Medien erschienen sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Die <em>ff<\/em> hat den Politologen und Historiker <a title=\"ff: Die S\u00fcdtiroler waren nicht das Opfer.\" href=\"http:\/\/www.ff-online.com\/ausgaben\/35-587\/die-suedtiroler-waren-nicht-das-opfer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">G\u00fcnther Pallaver zum Gruber-Degasperi-Abkommen befragt.<\/a><\/li>\n<li>Auf <em>Salto<\/em> wurden Beitr\u00e4ge von <a title=\"Salto: Schwieriger Neubeginn.\" href=\"http:\/\/www.salto.bz\/article\/31082016\/schwieriger-neubeginn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eva Pfanzelter<\/a>, <a title=\"Salto: Le ragioni di una sberla.\" href=\"http:\/\/www.salto.bz\/comment\/34748#comment-34748\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Maurizio Ferrandi<\/a>, <a title=\"Salto: Gehlers f\u00fcnf Thesen.\" href=\"http:\/\/www.salto.bz\/article\/02092016\/gehlers-fuenf-thesen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Michael Gehler<\/a> und <a title=\"Salto: La semplicit\u00e0\u00a0 del testo.\" href=\"http:\/\/www.salto.bz\/article\/03092016\/la-semplicita-del-testo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Andrea Di Michele<\/a> \u00fcber den Pariser Vertrag ver\u00f6ffentlicht.<\/li>\n<li>In den <em>Dolomiten<\/em> vom 3. September ist ein Artikel von Rolf Steininger erschienen.<\/li>\n<\/ul>\n<h6><strong>Die Verhandlungen<\/strong><\/h6>\n<p>Eva Pfanzelter schreibt bei <em>Salto,<\/em> dass die Londoner Au\u00dfenministerkonferenz f\u00fcr Italien in einem \u00bbDesaster\u00ab endete.<\/p>\n<blockquote><p>Das bedeutete: Keinen Friedensvertrag, keine Revision der Waffenstillstandsbedingungen, keine Zustimmung, das Land als \u201cfriendly cobelligerent\u201d (freundschaftlichen Kriegsverb\u00fcndeten) einzustufen, kein \u201cnon-punitive agreement\u201d (nicht-bestrafender Friedensvertrag) und schlie\u00dflich absehbarer Verlust aller Kolonien.<\/p>\n<p><em>\u2014 Pfanzelter<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Dagegen glaubt Andrea Di Michele:<\/p>\n<blockquote><p>Ci\u00f2 aveva messo l\u2019Italia in una situazione particolare, quella di paese \u201ccobelligerante\u201d\u009d, come veniva definito e riconosciuto dagli stessi alleati.<\/p>\n<p><em>\u2014 Di Michele<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>\u00bbCobelligerant\u00ab, \u00bbfriendly cobelligerant\u00ab oder doch nicht? Jedenfalls hatten die Italienerinnen w\u00e4hrend der Verhandlungen offenbar nicht viel auszurichten:<\/p>\n<blockquote><p>Den Italienern wurden daher in den folgenden Monaten viele Regelungen schlichtweg diktiert, von einer Mitbestimmung konnte nicht die Rede sein.<\/p>\n<p><em>\u2014 Pfanzelter<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Ein Diktat war es laut G\u00fcnther Pallaver jedoch keineswegs. Im Gegenteil:<\/p>\n<blockquote><p>[Degasperi] war rein formal nicht gezwungen, sich auf so einen Vertrag einzulassen. Es hatte zwar Druck seitens der Engl\u00e4nder gegeben, aber letztlich war es ein freiwilliger Akt.<\/p>\n<p><em>\u2014 Pallaver<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Laut Di Michele hatte aber weder \u00d6sterreich, noch Italien einen Handlungsspielraum:<\/p>\n<blockquote><p>In quel frangente i margini di manovra di Austria e Italia sono assai limitati e sarebbe pertanto sbagliato ricondurre l\u2019intera vicenda alle mosse dei due giocatori [\u2026]<\/p>\n<p><em>\u2014 Di Michele<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>W\u00e4hrend es Michael Gehler genau umgekehrt zu sehen scheint.<\/p>\n<blockquote><p>Tats\u00e4chlich war es ein Erfolg der britischen Diplomatie, die das Minderheitenproblem auf bilaterale Weise l\u00f6sen lie\u00df und sich damit der politisch-moralischen Verantwortung f\u00fcr den Londoner Geheimvertrag von 1915 entzog.<\/p>\n<p><em>\u2014 Gehler<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Britinnen lie\u00dfen das Minderheitenproblem bilateral l\u00f6sen. Also doch wieder zwischen \u00d6sterreich und Italien. A propos <strong>Minderheiten<\/strong>: F\u00fcr diese hat sich auf internationalem Parkett angeblich niemand interessiert:<\/p>\n<blockquote><p>La nuova Europa della guerra fredda viene ridisegnata avendo quale unico punto di riferimento l\u2019equilibrio tra le superpotenze, con un disinteresse assoluto per le sorti delle minoranze linguistiche.<\/p>\n<p><em>\u2014 Di Michele<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Doch laut Gehler dr\u00e4ngten die Britinnen auf eine Autonomie f\u00fcr S\u00fcdtirol. Und ganz so desinteressiert, wie von Di Michele angegeben, waren auch die Amerikanerinnen anscheinend nicht, wenn man Pfanzelter glaubt:<\/p>\n<blockquote><p>Ende August 1945 empfahlen die amerikanischen Beh\u00f6rden, die R\u00fcckgabe der Provinz an die italienische Verwaltung an Bedingungen zu kn\u00fcpfen: Die Deutschsprachigen sollten weitreichende Zugest\u00e4ndnisse im Bereich der Schule erhalten\u00a0[\u2026]\u00a0und die italienische Regierung solle den Deutschsprachigen Autonomiezugest\u00e4ndnisse machen.<\/p>\n<p><em>\u2014 Pfanzelter<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr Di Michele ist schwer vorstellbar, dass einer deutschen Minderheit nach dem Zweiten Weltkrieg wichtige Zugest\u00e4ndnisse zuteil geworden w\u00e4ren:<\/p>\n<blockquote><p>Difficile immaginare che i vincitori facciano concessioni importanti a una popolazione di lingua tedesca dopo la guerra, dopo quella guerra e con la memoria ancora viva del ruolo che le minoranze di lingua tedesca avevano svolto nello scardinare gli equilibri internazionali, conducendo al conflitto generale.<\/p>\n<p><em>\u2014 Di Michele<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Doch:<\/p>\n<blockquote><p>Wegen ausst\u00e4ndiger gesetzlicher Regelung durch Italien erlie\u00dfen die Alliierten im September\/Oktober eine Schulregelung und unterst\u00fctzten die Deutschsprachigen bei der Organisation von Schweizer Schulb\u00fcchern.<\/p>\n<p><em>\u2014 Pfanzelter<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Und so freiwillig, wie Pallaver (siehe oben) meint, wurde die Autonomie laut Pfanzelter von Italien nicht gew\u00e4hrt:<\/p>\n<blockquote><p>Am auff\u00e4lligsten ist dar\u00fcber hinaus wohl der anhaltende Druck der alliierten Stellen was die Einsetzung einer Autonomie f\u00fcr die deutschsprachige Minderheit betraf. [\u2026] Die [italienischen] Vorschl\u00e4ge gingen den amerikanischen Beh\u00f6rden nie weit genug.<\/p>\n<p><em>\u2014 Pfanzelter<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Mit den <strong>alt\u00f6sterreichischen Wurzeln von Degasperi<\/strong> bringt Maurizio Ferrandi einen neuen Faktor ins Spiel:<\/p>\n<blockquote><p>E non \u00e8 un caso che le due firme poste in calce a quel documento appartengano a due persone le cui radici politiche e culturali affondavano nel terreno costituito dall&#8217;esperienza, finita purtroppo ma non per questo meno importante, di quell&#8217;impero asburgico che aveva tenuto assieme, per secoli, uomini e donne di fede, cultura e religione assai diverse.<\/p>\n<p><em>\u2014 Ferrandi<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>W\u00e4hrenddessen schreibt jedoch Gehler:<\/p>\n<blockquote><p>Die auf De Gasperi ruhenden Erwartungen als Hoffnungstr\u00e4ger aufgrund seiner alt\u00f6sterreichischen Vergangenheit und guter Kenntnisse \u00fcber S\u00fcdtirol sollten sich als tr\u00fcgerisch erweisen. Er scheute sich, seit 1945 mit Gruber direkt in Kontakt zu treten und entsandte nur seinen Vertrauensmann, den italienischen Botschafter in London, Nicol\u00f2 Carandini, nach Paris.<\/p>\n<p><em>\u2014 Gehler<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Pallaver meint im Widerspruch dazu:<\/p>\n<blockquote><p>Auch wollte [Degasperi] die Fehler vermeiden, die die Habsburger-Monarchie mit seinem Trentino gemacht hatte: Das, was die Tiroler bis 1918 den Trentinern immer verweigert hatten, n\u00e4mlich eine Autonomie, sollte diesmal den S\u00fcdtirolern nicht verweigert werden.<\/p>\n<p><em>\u2014 Pallaver<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die <strong>Selbstbestimmung<\/strong> h\u00e4tte laut Gehler zumindest ein wichtiges Druckmittel sein k\u00f6nnen:<\/p>\n<blockquote><p>De Gasperi [f\u00fcrchtete] noch w\u00e4hrend der Pariser Friedenskonferenz die Zulassung einer Volksabstimmung in S\u00fcdtirol, die zeitgleich von einer interalliierten Kommission gepr\u00fcft werden sollte. Diese Forderung war die st\u00e4rkte Waffe, die \u00d6sterreich bis zuletzt in der Hand hatte. Gruber gab sie vorzeitig preis und verspielte damit auch das Kapital der Selbstbestimmung als Druckmittel in den Verhandlungen.<\/p>\n<p><em>\u2014 Gehler<\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Die Vertreter der S\u00fcdtiroler Volkspartei zusammen mit den Kollegen in \u00d6sterreich sch\u00e4tzten die Situation in den Herbstmonaten 1945 anders ein: Hier verfolgte man konsequent die \u201cSelbstbestimmungs-Strategie\u201d.<\/p>\n<p><em>\u2014 Pfanzelter<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Pallaver dazu:<\/p>\n<blockquote><p>F\u00fcr \u00d6sterreich war es damals aussichtslos, S\u00fcdtirol wieder zur\u00fcckzubekommen. Das kleinere \u00dcbel hie\u00df also Autonomie.<\/p>\n<p><em>\u2014 Pallaver<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Und Di Michele:<\/p>\n<blockquote><p>L\u2019Austria e i sudtirolesi chiedono che siano gli abitanti dell\u2019Alto Adige a esprimersi sulla sorte della provincia, ma nessuno tra i vincitori \u00e8 interessato a mettere sul tavolo lo scottante argomento del rispetto dei diritti delle nazionalit\u00e0 e tanto meno dell\u2019autodeterminazione dei popoli.<\/p>\n<p><em>\u2014 Di Michele<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Laut Pallaver besteht die Erfolgsgeschichte des Abkommens unter anderem darin<\/p>\n<blockquote><p>dass sich die Vertragsparteien immer an diesen Vertrag gehalten haben<\/p>\n<p><em>\u2014 Pallaver<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>was nicht nur erstaunt, sondern auch seinen eigenen Ausf\u00fchrungen nicht standh\u00e4lt:<\/p>\n<blockquote><p>Degasperi hat bei der Umsetzung des Vertrages eine miese Rolle gespielt. Aber erst dieser Vertrag hat uns erlaubt, vor die Uno zu gehen [\u2026]<\/p>\n<p><em>\u2014 Pallaver<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Warum sollte man einen Streit bei der Uno beginnen, wenn sich die Vertragsparteien immer an diesen Vertrag gehalten haben?<\/p>\n<blockquote><p>Der Pariser Vertrag wurde in Folge nicht mit europ\u00e4ischem Geist umgesetzt, sondern im postfaschistischen Denken verw\u00e4ssert. De Gasperi handelte dabei alles andere als der viel gepriesene Europ\u00e4er, der er erst Anfang der 1950er Jahre wurde: Eine ausdr\u00fcckliche Erw\u00e4hnung der Ladiner im Abkommen lehnte er ab wie die Forderung der Tiroler nach einer schiedsgerichtlichen Regelung, die auch von Gruber nicht weiter verfolgt wurde. So war echter Minderheitenschutz kaum m\u00f6glich.<\/p>\n<p><em>\u2014 Gehler<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Und:<\/p>\n<blockquote><p>Parallel zu den Tiroler, S\u00fcdtiroler und \u00f6sterreichischen Bem\u00fchungen, die Umsetzung des Pariser Abkommens anzugehen, lief eine italienische Gegenpropaganda an, dieses Vorhaben zu verz\u00f6gern und letztlich zu verhindern. Auf verschiedenen Ebenen setzten Versuche zur Fortsetzung der fr\u00fcheren faschistischen Politik der Italienisierung S\u00fcdtirols auf informeller Weise ein.<\/p>\n<p><em>\u2014 Gehler<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Bei soviel \u00bbEinigkeit\u00ab erstaunt es eher weniger, dass auch die <strong>Gesamtbewertung<\/strong> des Pariser Vertrags ziemlich heterogen ausf\u00e4llt:<\/p>\n<blockquote><p>Inzwischen ist das Abkommen l\u00e4ngst als Magna Charta akzeptiert und wird entsprechend gew\u00fcrdigt.<\/p>\n<p><em>\u2014 Steininger<\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Die Bezeichnung \u201cMagna-Charta f\u00fcr S\u00fcdtirol\u201d (Rolf Steininger) ist nach allem, was bekannt und erforscht ist, eine \u00fcbertriebene Besch\u00f6nigung und unzul\u00e4ssige \u00dcberh\u00f6hung des Abkommens, da eine eigene Autonomie f\u00fcr die S\u00fcdtiroler mit Hilfe dieser Vereinbarung Gruber-De Gasperi vereitelt wurde. Es war praktisch ein Dokument zur Verhinderung einer Magna Charta f\u00fcr S\u00fcdtirol und tats\u00e4chlich nicht mehr als eine br\u00fcchige Kr\u00fccke, die die S\u00fcdtiroler zwang, sich auf die eigenen Beine zu stellen. [\u2026] Mit einer echten Magna Charta f\u00fcr S\u00fcdtirol, sprich einer eigenen und wirksamen Autonomie, w\u00e4ren die Attentate der 1960er Jahre ausgeblieben.<\/p>\n<p><em>\u2014 Gehler<\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Ein Dokument, das m. E. zwar fraglos als Magna Charta S\u00fcdtirols gelten kann, das aber dennoch ein Dokument diplomatischer Schw\u00e4che \u00d6sterreichs und des anhaltend starken Zentralismus Italiens ist und die Chance auf eine starke Autonomie schon 1946 g\u00e4nzlich verspielte.<\/p>\n<p><em>\u2014 Pfanzelter<\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>D&#8217;altronde, oggi, dopo settant&#8217;anni, con una seconda autonomia ben completata, sono ancora moltissimi coloro che, in Alto Adige, vedono in quell&#8217;intesa il segno di una rinuncia frettolosa, di un cedimento inaccettabile. \u00c8 una corrente di pensiero che [\u2026] oggi trova la sua concreta espressione politica soprattutto in quei partiti che apertamente propongono di gettare alle ortiche l&#8217;autonomia in cambio dell\u2019autodeterminazione.<\/p>\n<p><em>\u2014 Ferrandi<\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Die der entt\u00e4uschten \u00d6ffentlichkeit n\u00f6rdlich des Brenner vermittelte Auffassung der zeitgen\u00f6ssischen politischen Akteure vom Pariser Abkommen als dem \u201cMaximum des M\u00f6glichen\u201d ist jedoch nicht haltbar. Im Lichte der erw\u00e4hnten legitimen S\u00fcdtiroler Forderungen im Sinne der genannten Priorit\u00e4ten war das Ergebnis des Abkommens nur ein Minimum vom Minimum.<\/p>\n<p><em>\u2014 Gehler<\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Das Abkommen war das Maximum, was Gruber in Paris herausholen konnte.<\/p>\n<p><em>\u2014 Steininger<\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>[Grub]er kam daher De Gasperi so weit entgegen, dass das Abkommen einem Geschenk an Italien glich.<\/p>\n<p><em>\u2014 Gehler<\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Es sollte aber letztlich nicht einmal die dritte Wahl sein, sondern die bef\u00fcrchtete Regionalautonomie mit dem Trentino.<\/p>\n<p><em>\u2014 Gehler<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcrwahr: \u00dcber die historische Bedeutung des Pariser Vertrags herrscht Einigkeit.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; text-transform: uppercase;\">C\u00ebla enghe:<\/span><\/strong> <a title=\"Feuernacht: la verit\u00e0\u00a0non c\u2019\u00e8.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=8333\"><code>01<\/code><\/a> <a title=\"Steurer e la Feuernacht.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=66356\"><span style=\"color: #ff8c00\"><code>02<\/code><\/span><\/a> <a title=\"Angoscia costruttiva.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=67718\" rel=\"\"><span style=\"color: #ff8c00\"><code>03<\/code><\/span><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute feiern wir 70 Jahre Gruber-Degasperi-Abkommen \u2014 das sind jene zwei Fresszettel (wie sie der Historiker Hans Heiss in der Tageszeitung vom 3. 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