{"id":31549,"date":"2016-09-17T23:08:44","date_gmt":"2016-09-17T21:08:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=31549"},"modified":"2025-09-17T20:28:39","modified_gmt":"2025-09-17T18:28:39","slug":"die-perfekte-familie-am-arsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=31549","title":{"rendered":"Die perfekte Familie\u2026 am Arsch."},"content":{"rendered":"<p>Wir wollen heute das Bild der perfekten Durchschnittsfamilie zeichnen. Einer mittelst\u00e4ndischen Familie in S\u00fcdtirol, die alles richtig gemacht hat. Zumindest wenn es nach immer noch recht g\u00e4ngigen politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen geht.<\/p>\n<p>Wir haben ein junges Paar. Verheiratet. Er als auch sie hat Matura, vielleicht sogar studiert. Im Anschluss konnten beide eine Vollzeitanstellung in der S\u00fcdtiroler Privatwirtschaft finden. Im Abstand von exakt drei Jahren wurden zwei Kinder geboren. Die Familie nutzt die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel wann immer es geht, besitzt aber auch einen Gebrauchtwagen, einen kleinen Family-Van. Was Lebensmittel betrifft lautet das Motto Qualit\u00e4t vor Quantit\u00e4t. Man isst frisch, ausgewogen und gesund. Kauft Brot beim B\u00e4cker, Obst beim Obsth\u00e4ndler, Fleisch beim Metzger. Eink\u00e4ufe werden bei M-Preis statt Lidl und oft auch im nahen Gemischtwarengesch\u00e4ft get\u00e4tigt, um die regionale Wirtschaft zu unterst\u00fctzen. Genau so, wie es die Politik propagiert.<\/p>\n<p>Das Paar bem\u00fcht sich, aktiv zu sein und mit den Kindern die Vorz\u00fcge der S\u00fcdtiroler Heimat auszukosten. Im Sommer hin und wieder ein Abstecher ins Schwimmbad. Im Winter auf die Piste oder die Rodelbahn. Beim Wandern in den Bergen oder beim Radfahren im Tal kehrt man ab und an im Gasthaus ein oder schleckt ein Eis. Wiederum zum Wohle der heimischen Betriebe. Genau so, wie es die Politik propagiert.<\/p>\n<p>Die 110-Quadratmeter-Wohnung (Miete oder Eigentum ist einerlei) ist Klimahaus B. Es gibt einen Breitbandinternetanschluss, Vater und Mutter haben ein Handy und einen Laptop. Luxus g\u00f6nnt man sich kaum. Urlaub geht sich nicht jedes Jahr aus, aber alle zwei Jahre f\u00e4hrt das Paar mit den Kleinen f\u00fcr ein paar Tage ans Meer. Solange die Kinder zur Schule gehen, arbeitet nur ein Elternteil Vollzeit, das andere Teilzeit. Die jeweils ersten drei Jahre nach der Geburt widmet die Mutter voll und ganz ihren Kindern.<\/p>\n<p>Soweit sogut.<\/p>\n<p>Jetzt wollen wir mal schauen, wie sich dieser &#8220;perfekte&#8221; Lebensstil auf die Geldtasche auswirkt.<\/p>\n<p>Das durchschnittliche Nettoeinkommen in S\u00fcdtirol betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 2000 Euro. Ohne Kinder w\u00fcrde unser Paar also monatlich 4000 Euro nach Hause bringen und ein finanziell einigerma\u00dfen sorgloses Leben f\u00fchren. Doch wenn man die Rechnung als Familie macht, sieht es d\u00fcster aus. Sehr d\u00fcster.<\/p>\n<figure id=\"attachment_31560\" aria-describedby=\"caption-attachment-31560\" style=\"width: 2289px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/suedtirol-6-Jahre.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-31560\" src=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/suedtirol-6-Jahre.jpg\" alt=\"Durchschnittliche Monatsrechnung in den ersten sechs Jahren mit Kindern\" width=\"2289\" height=\"1108\"\/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-31560\" class=\"wp-caption-text\">Durchschnittliche Monatsrechnung in S\u00fcdtirol in den ersten sechs Jahren mit Kindern<\/figcaption><\/figure>\n<p>In den ersten sechs Jahren mit Kindern hat die Familie einen monatlichen Abgang von \u00fcber 400 Euro. Das sind 5000 Euro pro Jahr, die an Schulden angeh\u00e4uft werden. Der Start ins Familiengl\u00fcck wird einer mittelst\u00e4ndischen Familie in S\u00fcdtirol in den ersten sechs Jahren also mit \u00fcber 30.000 Euro Defizit vers\u00fc\u00dft. Wenn dann noch das Auto kaputt geht oder eine gr\u00f6\u00dfere Reparatur ansteht, kommen noch einmal ein paar Tausender drauf. Notgroschen? Fehlanzeige! Ohne Kinder hingegen k\u00f6nnte sich das Paar \u00fcber 1000 Euro monatlich auf die Seite legen.<\/p>\n<p>Erschwerend hinzu kommt noch, dass M\u00fctter in der Privatwirtschaft in S\u00fcdtirol nur elf Monate Anspruch auf Mutterschaft haben (f\u00fcnf Monate bei 80 % oder bisweilen auch vollem Gehalt und sechs Monate bei 30 %). Wenn beide Elternteile Karenzzeit in Anspruch nehmen, erh\u00f6ht sich diese Zeit um vier oder f\u00fcnf Monate &#8211; je nach Modell. F\u00fcr \u00f6ffentlich Bedienstete ist die Lage etwas besser. Ginge ein Elternteil &#8211; wie oben angenommen &#8211; bei jedem Kind drei Jahre in Karenz (was in S\u00fcdtirol im Gegensatz zu Nordtirol gar nicht geht &#8211; au\u00dfer man k\u00fcndigt), fielen 50 nicht pensionsversicherte Monate an. Monet\u00e4r beziffert w\u00e4re das ein weiterer Verlust von rund 43.000 Euro. In Summe verliert das Paar in sechs Jahren 73.000 Euro.<\/p>\n<p>Machen wir die Rechnung weiter, bis das erste der beiden Kinder 18 Jahre alt ist. In dieser Zeit w\u00fcrde eine durchschnittliche Monatsrechnung in etwa so aussehen &#8211; wobei die Spesen f\u00fcr zwei heranwachsende Schulkinder mit 300 Euro extrem niedrig bemessen sind.<\/p>\n<figure id=\"attachment_31564\" aria-describedby=\"caption-attachment-31564\" style=\"width: 2289px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/suedtirol-12-Jahre.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-31564 size-full\" src=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/suedtirol-12-Jahre.jpg\" alt=\"Durchschnittliche Monatsrechnung bis das erste Kind vollj\u00e4hrig wird\" width=\"2289\" height=\"1108\"\/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-31564\" class=\"wp-caption-text\">Durchschnittliche Monatsrechnung in S\u00fcdtirol bis das erste Kind vollj\u00e4hrig wird<\/figcaption><\/figure>\n<p>In den n\u00e4chsten 12 Jahren ergibt sich also ein monatlicher &#8220;Profit&#8221; von 47 Euro. Die Rechnung ist aber \u2014 wie gesagt \u2014 sehr wohlwollend. Der j\u00e4hrliche Notgroschen bel\u00e4uft sich demnach auf 564 Euro. Im gesamten Berechnungszeitraum (zwischen 6. und 18. Lebensjahr des \u00e4lteren Kindes) sind dies 6768 Euro. Zieht man dieses Plus nun von den 73.000 Euro ab, die in den ersten sechs Jahren an Defizit entstanden sind, h\u00e4uft unsere junge Familie bis zum 18. Lebensjahr des \u00e4ltesten Kindes \u00fcber 66.000 Euro Schulden an. Verzichtet man auf die 50 Monate Pensionszeit sind es immer noch 23.000 Euro, die in der Endabrechnung fehlen. Wir k\u00f6nnen also feststellen, dass sich eine junge mittelst\u00e4ndische Familie in S\u00fcdtirol keine Existenz aufbauen und das Leben schlicht nicht leisten kann, wenn sie nicht geerbt hat. Was die Politik propagiert, geht sich rechnerisch nicht aus.<\/p>\n<p>Wenn man jetzt noch bedenkt, dass obige Rechnung mit Durchschnittsgeh\u00e4ltern gemacht wurde, dann ist die Situation wirklich dramatisch. Wohl mehr als die H\u00e4lfte der Zwei-Erwachsene-zwei-Kinder-Familien (der Einkommensmedian liegt ein paar hundert Euro unter dem Durchschnitt) ist schlechter dran als unsere &#8220;perfekte Familie&#8221;. Von Alleinerziehern ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Wir lenken den Blick nach Norden und machen die gleiche Rechnung nochmal. Wir nehmen die gleichen Zahlen was Geh\u00e4lter und Ausgaben betrifft, denn Durchschnittseinkommen, Kaufkraft und Lebenshaltungskosten liegen in den beiden Landesteilen sehr nahe beieinander, wenngleich der Wohnungsmarkt im Norden doch etwas entspannter sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_31588\" aria-describedby=\"caption-attachment-31588\" style=\"width: 2289px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Nordtirol-6-Jahre.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-31588\" src=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Nordtirol-6-Jahre.jpg\" alt=\"Durchschnitt\" width=\"2289\" height=\"1108\" srcset=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Nordtirol-6-Jahre.jpg 2289w, https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Nordtirol-6-Jahre-768x372.jpg 768w, https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Nordtirol-6-Jahre-1200x581.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 2289px) 100vw, 2289px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-31588\" class=\"wp-caption-text\">Durchschnittliche Monatsrechnung in Nordtirol in den ersten sechs Jahren<\/figcaption><\/figure>\n<p>Hier sieht die Lage auf den ersten Blick noch schlechter aus. Der monatliche Abgang betr\u00e4gt fast 500 Euro (j\u00e4hrlich rund 5700 Euro und in sechs Jahren 34.000 Euro). Der Unterschied zu S\u00fcdtirol jedoch ist, dass die Kinderbetreuungszeit bis zu 48 Monate pro Kind f\u00fcr die Pensionszeit angerechnet wird. M\u00fctter k\u00f6nnen zudem zwischen vier Modellen mit 12 bis 30 Monaten Karenzzeit w\u00e4hlen. Auch im Bundesland Tirol gibt es Modelle f\u00fcr Vater und Mutter. Wenn beide Elternteile Kinderbetreuungszeit in Anspruch nehmen, verl\u00e4ngert sich diese je nach Variante zwischen zwei und sechs Monate.<\/p>\n<p>F\u00fchren wir nun die Rechnung wieder bis zum 18. Lebensjahr des \u00e4lteren Kindes fort.<\/p>\n<figure id=\"attachment_31589\" aria-describedby=\"caption-attachment-31589\" style=\"width: 2289px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Nordtirol-12-Jahre.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-31589\" src=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Nordtirol-12-Jahre.jpg\" alt=\"Dio\" width=\"2289\" height=\"1108\" srcset=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Nordtirol-12-Jahre.jpg 2289w, https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Nordtirol-12-Jahre-768x372.jpg 768w, https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Nordtirol-12-Jahre-1200x581.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 2289px) 100vw, 2289px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-31589\" class=\"wp-caption-text\">Durchschnittliche Monatsrechnung in Nordtirol bis das erste Kind vollj\u00e4hrig wird<\/figcaption><\/figure>\n<p>Man sieht, dass die staatliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr junge Familien in \u00d6sterreich viel l\u00e4nger greift. Die Familienbeihilfe wird bis zum 24. Lebensjahr ausbezahlt und steigert sich von 119 auf 169 Euro monatlich pro Kind. Leben in einer Familie mehrere Kinder, erh\u00f6hen sich diese Betr\u00e4ge noch um ein paar Euro. Somit bleibt der Nordtiroler Durchschnittsfamilie im Monat ein Notgroschen von 286 Euro. Das sind 3400 Euro im Jahr und 41.000 Euro bis zum 18. Lebensjahr des \u00e4ltesten Kindes. Zieht man den Verlust aus den ersten sechs Jahren ab, hat die Familie am Ende 7.000 Euro \u00dcberschuss. In S\u00fcdtirol waren es 23.000 bzw. 66.000 Euro (rechnet man die Versicherungszeiten ein) Verlust.<\/p>\n<p>Wir stellen fest, dass das Familienleben der Durchschnittsb\u00fcrger auch im Bundesland Tirol kein Honiglecken ist, aber zumindest ist ein \u00dcberleben ohne Schulden m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Es lohnt sich auch, einen Blick auf die Struktur und das Vergabeprozedere der Unterst\u00fctzung zu werfen. W\u00e4hrend es in S\u00fcdtirol vier verschiedene &#8220;Familiengelder&#8221; gibt, um die alle separat angesucht werden muss, ist in \u00d6sterreich s\u00e4mtliche Unterst\u00fctzung in der Familienbeihilfe kumuliert. Der Kinderabsetzbetrag geht automatisch mit der Familienbeihilfe einher. Das Prozedere, um an Familienbeihilfe zu gelangen, ist denkbar einfach und unb\u00fcrokratisch. Man braucht als Familie n\u00e4mlich gar nichts zu tun.<\/p>\n<blockquote><p><b>Familienbeihilfe <\/b><br \/>\nBei der Geburt eines Kindes <span style=\"text-decoration: underline;\">muss die Familienbeihilfe nicht mehr beantragt werden (antraglose Familienbeihilfe)<\/span>. <span style=\"text-decoration: underline;\">Die Finanzverwaltung pr\u00fcft alle Voraussetzungen automatisch<\/span> und \u00fcberweist die Familienbeihilfe auf ein Konto der Eltern.<\/p>\n<p><b>Kinderabsetzbetrag<br \/>\n<\/b>Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag hat jeder Steuerpflichtige oder jede Steuerpflichtige, der oder die Familienbeihilfe bezieht. Der Absetzbetrag wird gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausgezahlt und <span style=\"text-decoration: underline;\">ist nicht gesondert zu beantragen<\/span>.<\/p><\/blockquote>\n<p>In S\u00fcdtirol bekommt man zwar weniger Geld, daf\u00fcr ist die Sache dann aber auch etwas komplizierter.<\/p>\n<blockquote><p><b>Familiengeld des Landes<br \/>\n<\/b>Der Antrag kann erst ab dem Zeitpunkt gestellt werden, ab dem die antragstellende Person s\u00e4mtliche Voraussetzungen erf\u00fcllt. Innerhalb eines Jahres nach der Geburt oder der Adoption\/Anvertrauung (Datum der Verf\u00fcgung) werden die Monatsraten r\u00fcckwirkend ab Folgemonat der Geburt\/Adoption oder der Erlangung der Zugangsvoraussetzungen ausbezahlt. <span style=\"text-decoration: underline;\">Nach \u00dcberschreitung der Frist steht das Familiengeld erst ab dem Folgemonat nach der Antragstellung zu<\/span>.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Die Antr\u00e4ge f\u00fcr das Familiengeld des Landes haben <b>3 Jahre G\u00fcltigkeit<\/b><\/span>.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">F\u00fcr jede neue Geburt, Adoption oder Anvertrauung&nbsp;muss ein neuer Antrag gestellt werden<\/span>.<\/p>\n<p><b>Antragstellung<br \/>\n<\/b>Der Antrag kann <span style=\"text-decoration: underline;\">ausschlie\u00dflich bei allen Patronaten des Landes<\/span> eingereicht werden, die diesen dann an die <span style=\"text-decoration: underline;\">Agentur ASWE<\/span> \u00fcbermitteln.<\/p>\n<p><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Notwendige Dokumente<\/span><br \/>\n<\/b>Bewertung von Einkommen und Verm\u00f6gen:<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage Ihrer Familiengemeinschaft wird durch die <span style=\"text-decoration: underline;\">einheitliche Einkommens- und Verm\u00f6genserkl\u00e4rung (EEVE)<\/span> bewertet.<\/p>\n<p>Wenn Sie das <b>Familiengeld des Landes&nbsp;<\/b>beanspruchen wollen, ben\u00f6tigen Sie die neue <span style=\"text-decoration: underline;\">EEVE-Erkl\u00e4rung<\/span>. Daf\u00fcr wenden Sie sich an die <span style=\"text-decoration: underline;\">Steuerbeistandzentren (CAAF)<\/span> und\/oder an jene Patronate welche diesen Dienst anbieten.<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p><b>Regionales Familiengeld<\/b><br \/>\nDer Antrag kann ab dem Zeitpunkt gestellt werden, an dem die antragstellende Person s\u00e4mtliche Voraussetzungen erf\u00fcllt. Der Beitrag steht dann ab dem Folgemonat nach der Antragstellung zu. So steht z.B. bei einer Antragstellung im M\u00e4rz das Familiengeld ab dem Monat April zu.<\/p>\n<p>Wenn der Antrag binnen 90 Tagen nach der Geburt, Adoption oder Anvertrauung&nbsp;des Kindes eingereicht wird, steht das Familiengeld ab dem Folgemonat nach der Geburt, Adoption oder Anvertrauung zu.<\/p>\n<p>Um den Zuschuss ohne Unterbrechung beziehen zu k\u00f6nnen, <span style=\"text-decoration: underline;\"><b>muss der Antrag j\u00e4hrlich<\/b> zwischen 1. September und 31. Dezember <b>erneuert werden<\/b><\/span>.<\/p>\n<p><b>Antragstellung<br \/>\n<\/b>Der Antrag kann <span style=\"text-decoration: underline;\">ausschlie\u00dflich bei allen Patronaten des Landes<\/span> eingereicht werden, die diesen dann an die <span style=\"text-decoration: underline;\">Agentur ASWE<\/span> \u00fcbermitteln.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><b>Notwendige Dokumente<\/b><\/span><br \/>\nBewertung von Einkommen und Verm\u00f6gen:<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage Ihrer Familiengemeinschaft f\u00fcr das Familiengeld der Region wird durch die <span style=\"text-decoration: underline;\">einheitliche Einkommens- und Verm\u00f6genserkl\u00e4rung (EEVE)<\/span> bewertet.<\/p>\n<p>Wenn Sie das <b>Familiengeld der Region&nbsp;<\/b>beanspruchen wollen, ben\u00f6tigen Sie die neue <span style=\"text-decoration: underline;\">EEVE-Erkl\u00e4rung<\/span>. Daf\u00fcr wenden Sie sich an die <span style=\"text-decoration: underline;\">Steuerbeistandzentren (CAAF)<\/span> und\/oder an jene Patronate welche diesen Dienst anbieten.<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p><b>INPS Familiengeld<\/b><br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Das Ansuchen muss jedes Jahr erneuert werden<\/span>. Die Auszahlung bezieht sich immer auf den Zeitraum Juli &#8211; Juni des darauf folgenden Jahres. Es erscheint jedes Jahr ein Rundschreiben. Die Gesuche k\u00f6nnen laufend eingereicht werden, der Anspruch auf Familiengeld verj\u00e4hrt erst nach 5 Jahren.<\/p>\n<p><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Notwendige Unterlagen<\/span><br \/>\n<\/b>A) <span style=\"text-decoration: underline;\">die Steuererkl\u00e4rung \u00fcber das Einkommen des entsprechendesn Jahres, der Nachweis des Arbeitgebers \u00fcber Entlohnungen, CU genannt, eventuelle Belege \u00fcber Rentenzahlungen, Katasterausz\u00fcge und eventuelle andere Unterlagen<\/span>, mit denen das Jahreseinkommen nachgewiesen werden kann.<br \/>\nB) die <span style=\"text-decoration: underline;\">Steuernummerk\u00e4rtchen bzw. Gesundheitskarte aller&nbsp;Familienmitglieder<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Staatliches Familiengeld<br \/>\nZugangsvoraussetzungen<br \/>\nDas Familiengeld steht allen EU-B\u00fcrgern und Nicht EU-B\u00fcrgern (die in Besitz der langfristige Aufenthaltsgenehmigung EU sind)&nbsp;zu, welche in einer Gemeinde S\u00fcdtirols ans\u00e4ssig sind und folgende Voraussetzungen erf\u00fcllen:<\/p>\n<p>Sie m\u00fcssen mindestens drei Kinder unter 18 Jahren haben<\/p>\n<p>die Familiengemeinschaft darf nicht&nbsp; die im Verh\u00e4ltnis zu der Anzahl der Familienmitglieder vorgesehene Schwelle \u00fcbersteigen. F\u00fcr das Jahr 2016 betr\u00e4gt diese Schwelle h\u00f6chstens 8.555,99 Euro.<\/p>\n<p>Termine<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Das Ansuchen muss jedes Jahr<\/span> und innerhalb&nbsp;31. J\u00e4nner des darauffolgenden Jahres (z.B. Gesuch f\u00fcr das Jahr 2016 innerhalb 31. J\u00e4nner 2017)&nbsp;<span style=\"text-decoration: underline;\">eingereicht werden<\/span>.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Notwendige Dokumente<\/span><br \/>\nDer Antrag kann <span style=\"text-decoration: underline;\">ausschlie\u00dflich bei allen Patronaten des Landes<\/span> eingereicht werden, die diesen dann an die&nbsp;<span style=\"text-decoration: underline;\">Agentur&nbsp;ASWE<\/span> \u00fcbermitteln.<\/p><\/blockquote>\n<p><i>Hervorhebungen von mir.<\/i><\/p>\n<p>Da bedarf es eigentlich keiner Worte. W\u00e4hrend in Nordtirol also die Verwaltung alle Voraussetzungen automatisch pr\u00fcft und im Anspruchsfall automatisch auszahlt, darf eine Familie in S\u00fcdtirol bisweilen j\u00e4hrlich zu unterschiedlichen Zeiten mit einer Mappe voller (Papier)-Unterlagen zu zwei bis drei unterschiedlichen \u00c4mtern rennen, um der Verwaltung Dinge zu belegen, die sie ohnehin wissen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Mitnichten geht es in diesem Artikel um eine Neiddebatte. Wenn ich ankreide, dass eine mittelst\u00e4ndische S\u00fcdtiroler Familie mit einem in unseren Breiten \u00fcblichen Lebensstil in 18 Jahren 66.000 Euro Schulden anh\u00e4uft, haben wir es nicht mit Neid, sondern mit einem kolossalen Systemfehler zu tun. Ob es angesichts dieser erschreckenden Zahlen dann von Seiten der Politik <a href=\"http:\/\/www.tageszeitung.it\/2016\/09\/12\/geldspritze-fuer-manager\/\">das richtige Signal<\/a> hinsichtlich Priorit\u00e4ten ist, wenn beispielsweise die Verwaltungs- und Pflegedirektoren im Sanit\u00e4tsbetrieb dieses Jahr eine Gehaltsaufstockung von 40.000 bis 60.000 Euro (+30% auf 180.000 bis 200.000 Euro) erhalten, lass ich jetzt dahingestellt.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; text-transform: uppercase;\">C\u00ebla enghe:<\/span><\/strong> <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=24293\"><code>01<\/code><\/a> <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=16726\"><code>02<\/code><\/a> <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=16731\"><code>03<\/code><\/a> <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=14476\"><code>04<\/code><\/a> <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=16856\"><code>05<\/code><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir wollen heute das Bild der perfekten Durchschnittsfamilie zeichnen. 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