{"id":33934,"date":"2017-03-07T07:21:46","date_gmt":"2017-03-07T06:21:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=33934"},"modified":"2022-05-01T23:39:56","modified_gmt":"2022-05-01T21:39:56","slug":"junckers-fuenf-szenarien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=33934","title":{"rendered":"Junckers f\u00fcnf Szenarien."},"content":{"rendered":"<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 15px; border: none; margin-top: 0em; background-color: darkred;\"\/><\/div><p>Am 1. M\u00e4rz hat Kommissionspr\u00e4sident Jean-Claude Juncker seine <a title=\"\" href=\"https:\/\/europa.eu\/european-union\/sites\/europaeu\/files\/whitepaper-future-of-europe_de.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00dcberlegungen zur Zukunft der EU27 bis 2025<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Am 25. M\u00e4rz will man in Rom mit Stolz auf das Erreichte zur\u00fcckblicken, wenn 27 Staatschefs den 60. Jahrestags der Gr\u00fcndung der Union feiern (hier der <a title=\"\" href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/epsc\/publications\/other-publications\/european-story---60-years-of-shared-progress_en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">offizielle R\u00fcckblick<\/a>). Doch Rom 2017 soll auch der Startpunkt f\u00fcr die Weiterentwicklung der EU bilden, so Juncker, und daf\u00fcr bietet er keine fertige Vision an, sondern f\u00fcnf Szenarien. Dieses \u201cWei\u00dfbuch zur Zukunft Europas\u201d soll eine breite Debatte \u00fcber die Weiterentwicklung der EU ausl\u00f6sen, gegen 2017 will die Kommission ihre Schl\u00fcsse f\u00fcrs politische Handeln ziehen.<\/p>\n<p>Junckers Szenarien wollen keine detaillierte Blaupause f\u00fcr bestimmte Strategien der EU liefern, vielmehr geht er vom Erreichten aus und benennt die Krisen, in welchen die EU heute steckt. Er hat die m\u00f6glichen Entwicklungen auch geschickt geb\u00fcndelt: alle 5 Szenarien k\u00f6nnten je nach politischen Mehrheitsverh\u00e4ltnissen auch eintreffen. Juncker skizziert in diesem spannenden Dokument die f\u00fcnf Szenarien knapp und klar:<\/p>\n<ol>\n<li>Weiter so wie bisher<\/li>\n<li>Schwerpunkt Binnenmarkt<\/li>\n<li>Wer mehr will, tut mehr<\/li>\n<li>Weniger, aber effizienter<\/li>\n<li>Viel mehr gemeinsames Handeln<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Szenario 3 beschreibt das Modell des \u201cEuropa der mehreren Geschwindigkeiten\u201d, das k\u00fcrzlich auch Kanzlerin Merkel als denkbare Entwicklung der EU angesprochen hat. Ein Europa der konzentrischen Kreise mit einem Kern von Staaten, die enger zusammenarbeiten wollen, und anderen Staaten, die das nicht zu ben\u00f6tigen glauben. Diese Option erscheint derzeit tats\u00e4chlich als die wahrscheinlichste und die Eurozone ist auch die Vorstufe daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Die Szenarios des \u201cNichts als ein gemeinsamer Markt\u201d und \u201cWeitermachen wie bisher\u201d sind dagegen die pessimistischsten Varianten. Nachdem die nachdr\u00fccklichsten Bef\u00fcrworter des reinen Binnenmarktmodells ohnehin die EU in zwei Jahren verlassen haben werden, ist es auch weniger wahrscheinlich. Weiterzumachen wie bisher kann sich die EU eigentlich gar nicht leisten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Europ\u00e4er, die sich mehr Europa w\u00fcnschen, wird nat\u00fcrlich Szenario 5 ma\u00dfgeblich sein, n\u00e4mlich \u201cViel mehr gemeinsames Handeln\u201d. Dies ist die optimistischste Variante, die am Vereinten Europa weiterbaut, wie es in den vergangenen 60 Jahren mit Br\u00fcchen und R\u00fcckschl\u00e4gen geschah. Der Konsens f\u00fcr diesen Weg scheint auch unter den EU27 und ohne britische Bremser alles andere als sicher.<\/p>\n<p>Doch auch das Szenario 4 will gut durchdacht sein: denn etwas weniger in Br\u00fcssel zu entscheiden, etwas mehr nach Subsidiarit\u00e4tsprinzip zu verfahren und den Staaten und Regionen zu \u00fcberlassen, k\u00f6nnte auch der Demokratie in der EU gut tun. Eine klare Aufteilung der Verantwortung auf alle vier Entscheidungsebenen, aber auch demokratische Verfahren f\u00fcr Entscheidungen auf allen Ebenen w\u00fcrden der EU bei Millionen B\u00fcrgern mehr Akzeptanz verschaffen, und w\u00e4ren ein wirksamer Gegenentwurf gegen rechtsnationale Ideen zum \u201cEuropa der V\u00f6lker\u201d, mit anderen Worten: zur R\u00fcckkehr zu einem Europa der Nationalstaaten.<\/p>\n<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 10px;border: none;margin-top: 0px;background-color: darkred\" \/>\r\n\r\n<div style=\"background-color: none;padding: 0px;font-size: 14px;font-family: Helvetica,Arial;margin: 10px 0px 0px 0px\"><span style=\"color: darkred\"><small>I cuntribuc esterns ne spidlea nia for la minonga o la posizion de BBD, nsci coche i\/la aut\u00ebures ne sust\u00ebn nia for i fins de BBD. \u00b7 <\/small><strong><small>Autor:innen- und Gastbeitr\u00e4ge widerspiegeln nicht notwendigerweise die Meinung oder die Position von BBD, so wie die jeweiligen Verfasser:innen nicht notwendigerweise die Ziele von BBD unterst\u00fctzen.<\/small><\/strong><small> \u00b7 I contributi esterni non necessariamente riflettono le opinioni o la posizione di BBD, come a loro volta le autrici\/gli autori non necessariamente condividono gli obiettivi di BBD. \u2014 <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=11356#copyleft\"><strong>\u00a9<\/strong><\/a><\/small><\/span><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. 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