{"id":39465,"date":"2018-03-05T08:20:30","date_gmt":"2018-03-05T07:20:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=39465"},"modified":"2021-11-16T19:18:01","modified_gmt":"2021-11-16T18:18:01","slug":"parlamentswahlergebnis-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=39465","title":{"rendered":"4M: Parlamentswahlergebnis 2018\u2026"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><a title=\"4M: Gesamtergebnis S\u00fcdtirol.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=39515\"><strong>In S\u00fcdtirol:<\/strong><\/a>\n<ul>\n<li>Anders als im benachbarten Trentino ist die Wahlbeteiligung hierzulande im Vergleich zu 2013 drastisch eingebrochen \u2014 von 82,6% auf 70,3% (Senat) und von 82,1% auf 69,0% (Kammer). Das ist ein absoluter Negativrekord.<\/li>\n<li>Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus (und zum Senat) wurden 5,6% (5,3%) <strong>wei\u00dfe<\/strong> und 3,2% (3,7%) <strong>ung\u00fcltige<\/strong> Wahlzettel gez\u00e4hlt. Im Vergleich zur letzten Parlamentswahl \u2014 1,8% (1,8%) bzw. 2,4% (1,9%) \u2014 ist das eine deutliche Zunahme.<\/li>\n<li>Die gesunkene Wahlbeteiligung und die gestiegene Anzahl wei\u00dfer und ung\u00fcltiger Wahlzettel sind Hinweise, dass die Wahlberechtigten das auf <abbr title=\"Partito Democratico\">PD<\/abbr> und <strong><em>Volkspartei<\/em><\/strong> ma\u00dfgeschneiderte Wahlgesetz und\/oder die B\u00fcndnispolitik der Sammelpartei nicht goutiert haben.<\/li>\n<li>Was den Stimmenanteil betrifft, k\u00f6nnte die <abbr title=\"S\u00fcdtiroler Volkspartei\">SVP<\/abbr> von der steigenden Enthaltung profitieren. In absoluten Zahlen zeichnet sich jedoch ein deutlicher R\u00fcckgang ab.<\/li>\n<li>Landet der <strong>PD<\/strong> \u2014 wie es wahrscheinlich erscheint \u2014 in der Opposition, k\u00f6nnen die (angeblichen) S\u00fcdtirolfreunde und Autonomieexpertinnen Gianclaudio Bressa und Maria Elena Boschi, die dank SVP in Kammer und Senat gew\u00e4hlt wurden, nichts ausrichten. Die Sammelpartei l\u00e4ge auf verlorenem Posten.<\/li>\n<li>Das B\u00fcndnis der heimischen <strong><em>Gr\u00fcnen <\/em><\/strong>mit <em>Frei und Sozial<\/em> (LeU) ist kein Erfolg.<\/li>\n<li>Im Kammerwahlkreis Bozen-Unterland f\u00e4hrt <em>CasaPound<\/em> (mit \u00fcber 4%) ein f\u00fcnfmal besseres Ergebnis ein, als im staatsweiten Durchschnitt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li>Senat:\n<ul>\n<li>Im Wahlkreis Bozen-Unterland wurde <strong>Gianclaudio Bressa<\/strong> (PD) mit 36.615 Stimmen (43,0%) gew\u00e4hlt. Das ist eine deutliche Verschlechterung, wenn man ber\u00fccksichtigt, dass Francesco Palermo vor f\u00fcnf Jahren 47.623 Stimmen (51,8%) erhalten hatte.<\/li>\n<li>Im Wahlkreis Meran-Vinschgau schafft <strong>Julia Unterberger<\/strong> (SVP) mit 37.806 Stimmen (61,1%) den Einzug in den Senat. Ihr Ex-Mann Karl Zeller hatte 2013 42.667 Stimmen (53,5%) erhalten.<\/li>\n<li>Der Bezirk Brixen-Pustertal geht mit 51.670 Stimmen (66,5%) an <strong>Meinhard Durnwalder<\/strong> (SVP). Hans Berger hatte bei der letzten Wahl 54.474 Stimmen (55,4%) erhalten.<\/li>\n<li>Ein weiterer Sitz ging an <strong>Dieter Steger<\/strong> (SVP).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Kammer:\n<ul>\n<li><strong>Maria Elena Boschi<\/strong> (PD) wurde in Bozen-Unterland mit 37.793 Stimmen (41,2%) gew\u00e4hlt.<\/li>\n<li>Im Wahlkreis Meran-Vinschgau schaffte <strong>Albrecht Plangger<\/strong> (SVP) bei 41.643 Stimmen (61,2%) den Einzug ins Abgeordnetenhaus.<\/li>\n<li><strong>Renate Gebhard<\/strong> (SVP) errang den Sitz im Wahlkreis Brixen-Bruneck mit 54.665 Stimmen (65,0%).<\/li>\n<li>Jenseits der Wahlkreise schaffte auch <strong>Manfred Schullian<\/strong> (SVP) den Sprung ins Parlament.<\/li>\n<li>Ein direkter <strong>Vergleich mit 2013<\/strong> ist bez\u00fcglich der Kammer nicht m\u00f6glich, da sich die Regeln seitdem grundlegend ge\u00e4ndert haben (es existierten keine Einerwahlkreise).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>In Italien:<\/strong>\n<ul>\n<li>Auf Staatsebene setzen sich mit <strong><abbr title=\"F\u00fcnfsternebewegung\">5SB<\/abbr><\/strong> und der fremdenfeindlichen <strong><em>Lega<\/em><\/strong> vor allem die EU-skeptischen Kr\u00e4fte durch, die sich auch als Anti-Establishment-Bewegungen inszenieren konnten.<\/li>\n<li>Das <strong>rechte B\u00fcndnis<\/strong> von <em>Lega, Forza Italia<\/em> und <abbr title=\"Fratelli d\u2019Italia\">FdI<\/abbr> f\u00fchrt insgesamt vor der 5SB.<\/li>\n<li><strong>Linke<\/strong> und <strong>Mittelinks<\/strong> erleben ein regelrechtes Wahldesaster, einstmals linke Bastionen wie Umbrien und die Emilia Romagna wurden von den Rechten erobert.<\/li>\n<li>Die offen faschistischen und antidemokratischen Kr\u00e4fte, insbesondere <strong><em>CasaPound<\/em><\/strong> und <em>Forza Nuova,<\/em> verfehlen den Einzug ins Parlament dank Sperrklausel.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><a title=\"Tag: Parlamentswahl 2018.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?tag=parlamentswahl-2018\">\u2192 Alle Beitr\u00e4ge zur Parlamentswahl.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<ul>\n<li>Die S\u00fcdtiroler Onlineplattform zur Parlamentswahl, erstellt von der <em>S\u00fcdtiroler Informatik AG<\/em>, hat diesmal versagt.<\/li>\n<li>W\u00e4hrend auf den Seiten des r\u00f6mischen Innenministeriums Wahlbeteiligung und -ergebnisse live mitverfolgt werden konnten, war auf <em><strong>www.wahlen.bz.it<\/strong><\/em> bis kurz vor Montag Mittag noch kein einziges Ausz\u00e4hlungsergebnis abrufbar.<\/li>\n<li>Die (nat\u00fcrlich nicht auf Deutsch verf\u00fcgbare) zentralstaatliche Plattform <em>Eligendo<\/em> ber\u00fccksichtigt S\u00fcdtirol jedoch nicht gesondert, weil es keine eigenst\u00e4ndige Region ist. Neben dem Resultat in den Wahlkreisen sind nur die Gesamtergebnisse f\u00fcr S\u00fcdtirol <em>und<\/em> Trentino abrufbar.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\"><hr class=\"dotted-hr\" style=\"height: 4px; width: 100%; border: none; margin-top: 0em; margin-bottom: 0em; background-color: black;\"\/><\/p>\n<p><strong>Am gestrigen Sonntag fielen noch weitere Entscheidungen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Schweizerinnen <a title=\"Informierte B\u00fcrger treffen informierte Entscheidungen.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=39463\">lehnten die <em>NoBillag<\/em>-Initiative mit einer knappen Dreiviertelmehrheit deutlich ab<\/a> und sicherten dem \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk den Fortbestand.<\/li>\n<li>Die K\u00e4rntnerinnen w\u00e4hlten gro\u00dfmehrheitlich <abbr title=\"Sozialdemokratische Partei \u00d6sterreichs\">SP\u00d6<\/abbr>, <em>Gr\u00fcne<\/em> und NEOS kamen nicht in den Landtag des s\u00fcdlichen Bundeslandes.<\/li>\n<li>Der Mitgliederentscheid der <abbr title=\"Sozialdemokratische Partei Deutschlands\">SPD<\/abbr> fiel zugunsten einer neuerlichen <em>GroKo<\/em> aus.<\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In S\u00fcdtirol: Anders als im benachbarten Trentino ist die Wahlbeteiligung hierzulande im Vergleich zu 2013 drastisch eingebrochen \u2014 von 82,6% auf 70,3% (Senat) und von 82,1% auf 69,0% (Kammer). 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