{"id":47157,"date":"2019-03-08T10:38:24","date_gmt":"2019-03-08T09:38:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=47157"},"modified":"2021-01-02T12:28:42","modified_gmt":"2021-01-02T11:28:42","slug":"sudtiroler-gender-pay-gap-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=47157","title":{"rendered":"S\u00fcdtiroler Gender Pay Gap (2017)."},"content":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich hat das Landesstatistikinstitut <em>(Astat)<\/em> eine Analyse des Lohnunterschieds zwischen unselbst\u00e4ndig besch\u00e4ftigten M\u00e4nnern und Frauen in der Privatwirtschaft ver\u00f6ffentlicht, die auf der Grundlage von <abbr title=\"Nationales Institut f\u00fcr Sozialf\u00fcrsorge\">NISF<\/abbr>-Daten f\u00fcr das Jahr 2017 erstellt wurde. Der h\u00e4ufig zu vernehmende Einwand, dass der sogenannte <em>Gender Pay Gap<\/em> auch und vor allem auf unterschiedliche Besch\u00e4ftigungsmodelle (Frauen arbeiteten h\u00e4ufiger in Teilzeit, als M\u00e4nner) zur\u00fcckzuf\u00fchren sei, wurde durch eine gesonderte Betrachtung von Voll- und Teilzeitverh\u00e4ltnissen entkr\u00e4ftet.<\/p>\n<p>Im Ergebnis stellt das <em>Astat<\/em> bei <strong>Teilzeit<\/strong>verh\u00e4ltnissen eine durchschnittliche Tagesentlohnung (brutto) von 64,70\u20ac bei m\u00e4nnlichen und 58,88\u20ac bei weiblichen Arbeitnehmerinnen fest, was einem Lohnunterschied von 9,0% entspricht. Bei <strong>Vollzeit<\/strong> steigt der der Pay Gap sogar auf 17,2% an \u2014 bei M\u00e4nnern entspricht die durchschnittliche Tagesentlohnung (brutto) 116,16\u20ac, bei Frauen 96,14\u20ac.<\/p>\n<p>Die Analyse beschr\u00e4nkt sich aber nicht auf die unterschiedlichen Besch\u00e4ftigungsmodelle, sondern wurde auch nach Wirtschaftssektoren, Qualifikation, Vertragsart, Anzahl der verg\u00fcteten Wochen und Alter durchgef\u00fchrt. Bei fast all diesen Merkmalen stellt das Landesstatistikinstitut einen <em>Gender Pay Gap<\/em> zu Lasten weiblicher Arbeitnehmerinnen fest:<\/p>\n<ul>\n<li>In 15 von 18 untersuchten <strong>Wirtschaftssektoren<\/strong> werden M\u00e4nner besser bezahlt, als Frauen. Im Dienstleistungsbereich (-31,6%), im Finanz- und Versicherungsbereich (-29,3%) und im Immobilienbereich (-25,5%) ist der Lohnunterschied am gr\u00f6\u00dften. Lediglich im Bergbau (+12,0%), in der Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen (+4,3%) sowie im Baugewerbe (+3,5%) verdienen Frauen etwas mehr, als M\u00e4nner. Es handelt sich dabei aber um Sektoren mit geringer weiblicher Pr\u00e4senz.<\/li>\n<li>W\u00e4hrend weibliche Lehrlinge noch (+10,4%) besser bezahlt werden, als m\u00e4nnliche, ist dies bei allen anderen <strong>Berufsqualifikationen<\/strong> nicht der Fall. M\u00e4nnliche Arbeiter (-14,6%), Angestellte (-22,9%), leitende Mitarbeiter (-14,5%) und F\u00fchrungskr\u00e4fte (-22,5%) verdienen deutlich mehr, als ihre weiblichen Kolleginnen.<\/li>\n<li>Nach<strong> Vertragsart<\/strong> betrachtet ist der Lohnunterschied bei den unbefristeten Arbeitsverh\u00e4ltnissen (16,4%) am gr\u00f6\u00dften. Es folgen die Saisonarbeit (13,2%) und die befristeten Verh\u00e4ltnisse (7,4%).<\/li>\n<li>Bei maximal zw\u00f6lf (-7,2%) und 13-28 <strong>verg\u00fcteten Wochen<\/strong> (-7,1%) ist der <em>Gender Pay Gap<\/em> zu Lasten der Frauen am geringsten und steigt bei 29-51 Wochen auf -10,3% und bei 52 Wochen noch einmal sprunghaft auf -16,8% an.<\/li>\n<li>Weibliche Arbeitnehmerinnen unter 20 Jahren (+10,3%) verdienen noch etwas mehr, als ihre m\u00e4nnlichen Altersgenossen. In der Folge verdienen M\u00e4nner in allen anderen <strong>Altersklassen<\/strong> mehr, als Frauen. Der <em>Pay Gap<\/em> schwillt dabei best\u00e4ndig bis auf -25,7% bei den Arbeitnehmerinnen zwischen 60 und 64 Jahren an. In der Kategorie 65+ f\u00e4llt er dann noch einmal ganz leicht auf -23,3% ab.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em><small>Hinweis: Es handelt sich jeweils um durchschnittliche Unterschiede bei Betrachtung der Bruttoentlohnung bei Vollzeitbesch\u00e4ftigung.<\/small><\/em><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; text-transform: uppercase;\">C\u00ebla enghe:<\/span><\/strong> <a title=\"Island will \u2018Gender Paygap\u2019 \u00fcberwinden.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=38367\"><code>01<\/code><\/a> <a title=\"Inclusive Development Index 2018.\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=40590\"><code>02<\/code><\/a> <a title=\"Berlin macht 8. 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