{"id":53499,"date":"2019-11-30T12:10:14","date_gmt":"2019-11-30T11:10:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=53499"},"modified":"2020-10-28T00:23:35","modified_gmt":"2020-10-27T23:23:35","slug":"diskriminierung-im-sozialen-keine-klare-antwort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=53499","title":{"rendered":"Diskriminierung im Sozialen: Keine klare Antwort."},"content":{"rendered":"<p>Am 4. November war im italienischen Staatsfernsehen <a title=\"Report: Fake news in arrivo?\" href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=52623\">eine Folge von <em>Report<\/em> zum Thema Sonderautonomien<\/a> ausgestrahlt worden. Unter anderem wurde darin die Behauptung aufgestellt, dass italienische Staatsb\u00fcrgerinnen, die nach S\u00fcdtirol ziehen, beim Zugang zum Sozialsystem im Vergleich zu EU-Ausl\u00e4nderinnen schwer diskriminiert w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Zur\u00fcckzuf\u00fchren sei dies \u2014 grob zusammengefasst \u2014 auf Vorschriften der EU zur Nichtdiskriminierung von B\u00fcrgerinnen anderer Mitgliedsstaaten, die auf Inl\u00e4nderinnen keine Anwendung f\u00e4nden.<\/p>\n<p>Am Tag nach der Sendung habe ich mich via E-Mail an die zust\u00e4ndige Landesr\u00e4tin gewandt, um in Erfahrung zu bringen, ob die Aussage der Sendung zutrifft. Am 11. November antwortete Waltraud Deeg (<abbr title=\"S\u00fcdtiroler Volkspartei\">SVP<\/abbr>) \u2014 pr\u00e4zise an meiner Frage vorbei:<\/p>\n<blockquote><p>[I]n der Tat sieht die momentane Gesetzeslage eine f\u00fcnfj\u00e4hrige Ans\u00e4ssigkeit vor, um in den Genuss der Zusatzleistungen des Landes zu gelangen. Die vom Staat vorgesehenen Leistungen werden gem\u00e4\u00df staatlicher Kriterien ausgezahlt. Wichtig ist mir zu betonen, dass es bei unseren Leistungen keinerlei Diskriminierung gibt, es gelten dieselben, transparenten Regeln f\u00fcr alle. Zugangsvoraussetzungen z\u00e4hlen dazu und dienen der gerechten Verteilung \u00f6ffentlicher Gelder, dies ist nicht nur in S\u00fcdtirol oder im Trentino der Fall, sondern bei allen anderen Regionen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dar\u00fcberhinaus ging sie auf die Tatsache ein, dass der TV-Bericht darauf ausgelegt gewesen sei, die autonomen L\u00e4nder in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen und dass S\u00fcdtirol eine gut funktionierende Verwaltung habe.<\/p>\n<p>Die Frage zur unterschiedlichen Behandlung von italienischen und EU-B\u00fcrgerinnen wurde hingegen nicht ausdr\u00fccklich beantwortet, weshalb ich umgehend nachgehakt habe:<\/p>\n<blockquote><p>[\u2026] Sie schreiben, dass es keinerlei Diskriminierung gibt: Hei\u00dft das, dass f\u00fcr alle in S\u00fcdtirol lebenden Menschen ungeachtet ihrer Staatsb\u00fcrgerschaft (EU, italienisch, nicht-EU) exakt dieselben Zugangsvoraussetzungen gelten?<\/p><\/blockquote>\n<p>Seit dem 11. November herrscht nun aber Funkstille. Eigentlich w\u00fcrde man sich ja erwarten, dass die Landesregierung <em>\u00f6ffentlich<\/em> auf eine Sendung reagiert, die die Bev\u00f6lkerung in einem hochsensiblen Bereich wie dem sozialen beunruhigen k\u00f6nnte. Doch wenn mir nichts entgangen ist, gab es keinerlei amtliche, kl\u00e4rende Stellungnahme.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 4. November war im italienischen Staatsfernsehen eine Folge von Report zum Thema Sonderautonomien ausgestrahlt worden. Unter anderem wurde darin die Behauptung aufgestellt, dass italienische Staatsb\u00fcrgerinnen, die nach S\u00fcdtirol ziehen, beim Zugang zum Sozialsystem im Vergleich zu EU-Ausl\u00e4nderinnen schwer diskriminiert w\u00fcrden. 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