{"id":56460,"date":"2020-04-13T22:17:59","date_gmt":"2020-04-13T20:17:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=56460"},"modified":"2021-03-22T09:18:33","modified_gmt":"2021-03-22T08:18:33","slug":"covid-19-eine-zwischenbilanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=56460","title":{"rendered":"Covid 19 \u2013 eine Zwischenbilanz."},"content":{"rendered":"<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 20px; border: none; margin-top: 0em; background-color: darkred;\"\/><\/div><div style=\"border: 8px solid #4372a6; padding: 30px 30px 5px 30px; margin-bottom: 20px;\"><em>Wir geben diese Stellungnahme mit freundlicher Genehmigung des Autors wieder. Sie war am 7. April als Gastkommentar in der <\/em>Mittell\u00e4ndischen Zeitung <em>und einen Tag sp\u00e4ter <a title=\"Mittell\u00e4ndische Zeitung: Covid 19 \u2013 Stellungnahme\u2026\" href=\"https:\/\/www.mittellaendische.ch\/2020\/04\/08\/covid-19-eine-zwischenbilanz-oder-eine-analyse-der-moral-der-medizinischen-fakten-sowie-der-aktuellen-und-zuk%C3%BCnftigen-politischen-entscheidungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">auf deren Onlineportal<\/a> erschienen.<br \/>\n<\/em><\/div>\n<p><strong>Eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zuk\u00fcnftigen politischen Entscheidungen<\/strong><\/p>\n<p><em>von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt<\/em><\/p>\n<h6>Vorwort: Wieso nehme ich \u00fcberhaupt Stellung?<\/h6>\n<p>Aus 5 Gr\u00fcnden:<\/p>\n<ol>\n<li>bin ich mit meiner Stiftung <em>\u00abEurAsia Heart \u2013 A Swiss Medical Foundation\u00bb<\/em> seit mehr als 20 Jahren in EurAsien t\u00e4tig, habe fast ein Jahr in China gearbeitet und seit 20 Jahren eine kontinuierliche Verbindung zum <em>\u00abUnion Hospital of Tongji Medical College\/Huazhong University of Science and Technology\u00bb<\/em> in Wuhan, wo ich eine meiner vier Gastprofessuren in China habe. Die 20-j\u00e4hrige Verbindung zu Wuhan habe ich auch in den jetzigen Zeiten konstant aufrechthalten k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>ist COVID-19 nicht nur ein Problem der mechanischen Beatmung, sondern betrifft das Herz in \u00e4hnlicher Weise. 30% aller Patienten, welche die Intensivstation nicht \u00fcberleben, versterben aus kardialen Gr\u00fcnden.<\/li>\n<li>ist die letzt-m\u00f6gliche Therapie des Lungenversagens eine invasiv-kardiologische, respektive kardiochirurgische: die Verwendung einer \u00abECMO\u00bb, der Methode der \u00abextrakorporellen Membran-Oxygenation\u00bb, d.h. die Verbindung des Patienten mit einer externen, k\u00fcnstlichen Lunge, welche bei diesem Krankheitsbild die Funktion der Lunge des Patienten so lange \u00fcbernehmen kann, bis diese wieder funktioniert.<\/li>\n<li>bin ich \u2013 ganz einfach \u2013 um meine Meinung gefragt worden.<\/li>\n<li>sind sowohl das Niveau der medialen Berichterstattung wie auch sehr viele Leserkommentare nicht ohne Widerspruch hinzunehmen und zwar in Bezug auf Fakten, Moral, Rassismus und Eugenik. Sie ben\u00f6tigen dringend einen Widerspruch durch zuverl\u00e4ssige Daten und Angaben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die dargelegten Fakten entstammen wissenschaftlichen Arbeiten, welche ein <em>\u00abpeer-review\u00bb<\/em> durchlaufen haben und in den besten medizinischen Zeitschriften publiziert worden sind. Viele dieser Fakten waren bis Ende Februar bekannt. H\u00e4tte man diese medizinischen Fakten zur Kenntnis genommen und w\u00e4re man f\u00e4hig gewesen, Ideologie, Politik und Medizin zu trennen, w\u00e4re die Schweiz heute mit grosser Wahrscheinlichkeit in einer besseren Lage: wir h\u00e4tten pro Kopf nicht die zweitmeisten COVID-19-positiven Leute weltweit und eine bedeutend kleinere Zahl an Menschen, welche ihr Leben im Rahmen dieser Pandemie verloren haben. Zudem h\u00e4tten wir mit grosser Wahrscheinlichkeit keinen partiellen, unvollst\u00e4ndigen <em>\u00abLock-down\u00bb<\/em> unserer Wirtschaft und keine kontroversen Diskussionen, wie wir hier wieder \u00abherauskommen\u00bb.<\/p>\n<p>Anmerken m\u00f6chte ich noch, dass alle wissenschaftlichen Arbeiten, die ich erw\u00e4hne, bei mir im Original erh\u00e4ltlich sind.<\/p>\n<h6>1. Die Zahlen in den Medien<\/h6>\n<p>Es ist verst\u00e4ndlich, dass alle das Ausmass dieser Pandemie auf die eine oder andere Art erfassen m\u00f6chten. Nur, die t\u00e4gliche Rechnerei hilft uns nicht weiter, da wir nicht wissen, wie viele Personen lediglich folgenlos Kontakt mit dem Virus hatten und wie viele Personen tats\u00e4chlich krank geworden sind.<\/p>\n<p>Die Anzahl asymptomatischer COVID-19 Tr\u00e4ger ist wichtig, um Vermutungen \u00fcber die Ausbreitung der Pandemie machen zu k\u00f6nnen. Um brauchbare Daten zu haben, h\u00e4tte man jedoch zu Beginn der Pandemie breite Massentests durchf\u00fchren m\u00fcssen. Heute kann man nur noch vermuten, wie viele Schweizer Kontakt mit COVID-19 hatten. Eine Arbeit mit einer amerikanisch-chinesischen Autorenschaft hat schon am 16. M\u00e4rz 2020 publiziert, dass auf 14 dokumentierte mit 86 nicht-dokumentierten F\u00e4llen von COVID-19-positiven Personen zu rechnen ist. In der Schweiz muss man deshalb damit rechnen, dass wohl 15\u00d7 bis 20\u00d7 mehr Personen COVID-19-positiv sind, als in den t\u00e4glichen Berechnungen dargestellt wird.<\/p>\n<p>Um den Schweregrad der Pandemie zu beurteilen, br\u00e4uchten wir andere Daten:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine exakte, weltweit g\u00fcltige Definition der Diagnose \u00aban COVID-19 erkrankt\u00bb: a) positiver Labortest + Symptome; b) positiver Labortest + Symptome + entsprechender Befund im Lungen-CT; oder c) positiver Labortest, keine Symptome, aber entsprechende Befunde im Lungen-CT.<\/li>\n<li>Die Anzahl hospitalisierter COVID-19-Patienten auf der Allgemeinabteilung.<\/li>\n<li>Die Anzahl COVID-19-Patienten auf der Intensivstation.<\/li>\n<li>Die Anzahl beatmeter COVID-19-Patienten.<\/li>\n<li>Die Anzahl von COVID-19-Patienten am ECMO.<\/li>\n<li>Die Anzahl an COVID-19 Verstorbenen.<\/li>\n<li>Die Anzahl infizierter \u00c4rzte und Pflegepersonen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nur diese Zahlen ergeben ein Bild vom Schweregrad dieser Pandemie, respektive von der Gef\u00e4hrlichkeit dieses Virus. Die aktuelle Anh\u00e4ufung von Zahlen ist derart ungenau und hat einen Touch von \u00abSensationspresse\u00bb \u2013 das letzte, was wir in dieser Situation noch brauchen.<!--more--><\/p>\n<h6>2. \u00abEine gew\u00f6hnliche Grippe\u00bb<\/h6>\n<p>Handelt es sich hier nur um \u00abeine gew\u00f6hnliche Grippe\u00bb, die jedes Jahr vor\u00fcberzieht und gegen die wir \u00fcblicherweise \u00abnichts\u00bb unternehmen \u2013 oder um eine gef\u00e4hrliche Pandemie, welche rigide Massnahmen ben\u00f6tigt?<br \/>\nUm diese Frage zu kl\u00e4ren, muss man bestimmt keine Statistiker fragen, die noch nie einen Patienten gesehen haben. Die reine, statistische Beurteilung dieser Pandemie ist sowieso unmoralisch. <span style=\"color: #ff0000;\">Fragen muss man die Leute an der Front.<br \/>\n<\/span>Keiner meiner Kollegen \u2013 und ich nat\u00fcrlich auch nicht \u2013 und niemand vom Pflegepersonal kann sich erinnern, dass in den letzten 30 oder 40 Jahren folgende Zust\u00e4nde herrschten, n\u00e4mlich dass:<\/p>\n<ol>\n<li>ganze Kliniken mit Patienten gef\u00fcllt sind, welche alle dieselbe Diagnose besitzen;<\/li>\n<li>ganze Intensivstationen mit Patienten gef\u00fcllt sind, welche alle dieselbe Diagnose aufweisen;<\/li>\n<li>25% bis 30% der Pflegenden und der \u00c4rzteschaft genau jene Krankheit auch erwerben, welche jene Patienten haben, die sie betreuen;<\/li>\n<li>zu wenig Beatmungsger\u00e4te zur Verf\u00fcgung standen;<\/li>\n<li>eine Patientenselektion durchgef\u00fchrt werden musste, nicht aus medizinischen Gr\u00fcnden, sondern weil wegen der schieren Anzahl an Patienten schlicht das entsprechende Material gefehlt hat;<\/li>\n<li>die schwerer erkrankten Patienten alle dasselbe \u2013 ein uniformes \u2013 Krankheitsbild aufgewiesen haben;<\/li>\n<li>die Todesart jener, die auf der Intensivstationen verstorben sind, bei allen dieselbe ist;<\/li>\n<li>Medikamente und medizinisches Material auszugehen drohen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Aufgrund von 1)-8) ist es klar, dass es sich um einen gef\u00e4hrlichen Virus handelt, der dieser Pandemie zugrunde liegt.<\/p>\n<p>Die Behauptungen, eine \u00abInfluenza\u00bb sei genau gleich gef\u00e4hrlich und koste jedes Jahr gleich viele Opfer, ist falsch. Zudem ist die Behauptung, man wisse nicht, wer \u00abwegen\u00bb und wer \u00abmit\u00bb COVID-19 sterbe, ebenso aus der Luft gegriffen.<\/p>\n<p><strong>Vergleichen wir Influenza und COVID19:<\/strong> Hat man das Gef\u00fchl, bei Influenza seien immer alle Patienten \u00abwegen\u00bb Influenza gestorben und nie einer \u00abmit\u00bb? Sind wir Mediziner im Rahmen der COVID-19-Pandemie nun alle pl\u00f6tzlich so verbl\u00f6det, dass wir nicht mehr unterscheiden k\u00f6nnen, ob jemand \u00abmit\u00bb oder \u00abwegen\u00bb COVID-19 stirbt, wenn diese Patienten eine typische Klinik, typische Laborbefunde und ein typisches Lungen-CT aufweisen? Aha, bei der Diagnose \u00abInfluenza\u00bb waren nat\u00fcrlich alle immer hellwach und haben immer die ganze Diagnostik bem\u00fcht und waren immer sicher: nein, bei der Influenza sterben alle \u00abwegen\u00bb und nur bei COVID-19 viele \u00abmit\u00bb.<\/p>\n<p>Zudem: wenn es in einem Jahr in der Schweiz angeblich 1600 Influenza-Tote gab, so sprechen wir \u00fcber 1600 Tote \u00fcber 12 Monate \u2013 ohne pr\u00e4ventive Massnahmen. Bei COVID-19 gab es jedoch 600 Tote in einem (!) Monat und das trotz massiver Gegenmassnahmen. Radikale Gegenmassnahmen k\u00f6nnen die Verbreitung von COVID-19 um 90% senken \u2013 man kann sich also vorstellen, welches Szenario ohne Gegenmassnahmen herrschen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Zudem: in einem Monat wurden in der Schweiz &gt;2200 Patienten wegen COVID-19 hospitalisiert und es wurden gleichzeitig bis zu 500 Patienten auf verschiedenen Intensivstationen hospitalisiert. Nie hat jemand von uns auch nur ann\u00e4hernd solche Zust\u00e4nde im Rahmen einer \u00abInfluenza\u00bb gesehen.<\/p>\n<p>Im Rahmen einer \u00abgew\u00f6hnlichen\u00bb Influenza erwerben ca. 8% der Betreuenden ebenfalls eine Influenza, aber niemand stirbt daran. Bei COVID-19 werden 25% bis 30% der Betreuenden infiziert und das ist mit einer signifikanten Mortalit\u00e4t verbunden. Dutzende von \u00c4rzten und Pflegepersonen, die COVID-19 Patienten betreut haben, sind an derselben Infektion verstorben.<\/p>\n<p>Zudem: suchen Sie einmal die harten Zahlen zu \u00abInfluenza\u00bb! Sie werden keine finden. Was Sie finden, sind Sch\u00e4tzungen: ca. 1000 oder 1600 in der Schweiz; ca. 8000 in Italien; ca. 20&#8217;000 in Deutschland. Eine FDA-Studie <em>(US Food and Drug Administration)<\/em> hat untersucht, wie viele der 48&#8217;000 Influenza-Toten eines Jahres in den USA wirklich wegen klassischer Influenza-Pneumonie gestorben sind. Resultat: alle m\u00f6glichen Krankheitsbilder wurden unter \u00abTod durch Pneumonie\u00bb subsumiert, so z.B. auch die Lungenentz\u00fcndung eines Neugeborenen, der bei der Geburt Fruchtwasser in die Lunge aspiriert hat. Die Anzahl der effektiv \u00abwegen Influenza verstorbenen\u00bb Patienten sank in dieser Analyse dramatisch weit unter 10&#8217;000 ab.<\/p>\n<p><strong>Auch in der Schweiz<\/strong> kennen wir die genaue Anzahl von Patienten nicht, die j\u00e4hrlich an Influenza versterben. Und dies trotz Dutzender massiv \u00fcberteuerter Datenerfassungssysteme; trotz sinnloser Doppel- und Triple-Erfassung der Daten durch Kliniken, Krankenkassen und Gesundheitsdirektionen; trotz eines sinnlosen und \u00fcberteuerten DRG-Systems, das nur Nonsens produziert. Wir k\u00f6nnen nicht mal exakt die Zahlen von hospitalisierten Influenza-Patienten pro Monat liefern! Aber Millionen und Milliarden f\u00fcr \u00fcberteuerte und kontraproduktive IT-Projekte verschwenden.<\/p>\n<p>Aufgrund des aktuellen Wissensstandes kann man insgesamt nicht von einer \u00abgew\u00f6hnlichen Grippe\u00bb reden. Und deshalb ist die widerstandslose Durchseuchung der Gesellschaft auch kein Rezept. Ein Rezept, notabene, welches Grossbritannien, die Niederlande und Schweden versucht und nacheinander aufgegeben haben.<\/p>\n<p>Aufgrund des aktuellen, mangelhaften Wissensstandes sagen auch die Zahlen des Monats M\u00e4rz \u00fcberhaupt nichts aus. Wir k\u00f6nnen glimpflich davonkommen, oder eine Katastrophe erleben. Rigide Massnahmen bewirken, dass die Kurve der Kranken flacher verl\u00e4uft. Es geht aber nicht nur um die H\u00f6he der Kurve, es geht auch um die Fl\u00e4che unter der Kurve und diese repr\u00e4sentiert am Ende die Anzahl Toter.<\/p>\n<h6>3. \u00abEs sterben nur alte und kranke Patienten\u00bb<\/h6>\n<p><strong>Prozentzahlen \u2013 Nebendiagnosen \u2013 Moral und EUGENIK<\/strong><\/p>\n<p>Das Alter der in der Schweiz Verstorbenen liegt zwischen 32 und 100 Jahren. Zudem gibt es einige Studien und Berichte, welche zeigen, dass auch Kinder an COVID-19 verstorben sind.<\/p>\n<p>Ob wegen COVID-19 nun 0.9% oder 1.2% oder 2.3% versterben ist sekund\u00e4r und bloss Futter f\u00fcr Statistiker. Relevant ist die absolute Anzahl an Toten, die diese Pandemie verursacht. Sind 5000 Tote weniger schlimm, wenn sie 0.9% aller COVID-19-Tr\u00e4ger darstellen? Oder sind 5000 Tote schlimmer, wenn sie 2.3% aller COVID-19-Tr\u00e4ger darstellen?<\/p>\n<p>Angeblich betr\u00e4gt das durchschnittliche Alter der verstorbenen Patienten 83 Jahre, was von vielen \u2013 von zu vielen in unserer Gesellschaft \u2013 wohl als vernachl\u00e4ssigbar abgetan wird.<\/p>\n<p><strong>Die l\u00e4ssige Grossz\u00fcgigkeit, wenn andere sterben, ist in unserer Gesellschaft nicht zu \u00fcbersehen.<\/strong> Das andere, das sofortige Geschrei und die immediaten Schuldzuweisungen, wenn es einen selber oder n\u00e4chste Angeh\u00f6rige trifft, kenne ich zur Gen\u00fcge.<\/p>\n<p>Alter ist relativ. Der eine US-Pr\u00e4sidentschaftskandidat ist heute 73 und der andere ist 77 Jahre alt. <strong>Mit guter Lebensqualit\u00e4t ein hohes, selbstbestimmtes Alter zu erreichen, ist ein hohes Gut, f\u00fcr das wir in der Schweiz ins Gesundheitswesen investiert haben. Und es ist das Resultat der Medizin, dass man auch mit drei Nebendiagnosen bei guter Lebensqualit\u00e4t ein hohes Alter erreichen kann. Diese positiven Errungenschaften unserer Gesellschaft sind nun pl\u00f6tzlich nichts mehr wert, sondern, mehr noch, nur noch eine Last?<\/strong><\/p>\n<p>Zudem: wenn 1000 \u00fcber 65-J\u00e4hrige oder 1000 \u00fcber 75-J\u00e4hrige untersucht werden, die bisher meinten, sie seien gesund, haben nach einem gr\u00fcndlichen Check wohl &gt;80% neu drei &#8220;Nebendiagnosen&#8221;, besonders wenn es sich um die weit verbreiteten Diagnosen \u201ehoher Blutdruck\u201c oder \u201eZucker\u201c handelt.<\/p>\n<p>Gewisse Medienartikel und Leserkommentare \u2013 viel zu viele, meiner Meinung nach \u2013 \u00fcberschreiten bei dieser Diskussion jede Grenze, haben den \u00fcblen Geruch der Eugenik und es kommen Erinnerungen an bekannte Zeiten auf. Muss ich wirklich jene Jahreszahlen nennen? <span style=\"color: #ff0000;\">Es erstaunt mich, dass unsere Medien nicht bem\u00fcht sind, in dieser Sache einmal Klartext zu schreiben. Es sind ja unsere Medien, welche diese erb\u00e4rmlichen Meinungs\u00e4usserungen in ihren Kommentarspalten publizieren und so stehen lassen. Und ebenso erstaunlich ist, dass die Politiker es nicht f\u00fcr notwendig erachten, einmal eine klare Stellungnahme zu diesem Punkt abzugeben.<\/span><\/p>\n<h6>4. Diese Pandemie war angek\u00fcndigt<\/h6>\n<p>War die Schweiz minimal auf diese Pandemie vorbereitet? <strong>NEIN.<br \/>\n<\/strong>Hat man Vorkehrungen getroffen, als COVID-19 in China ausgebrochen ist? <strong>NEIN.<br \/>\n<\/strong>Hat man wissen k\u00f6nnen, dass eine COVID-19-Pandemie \u00fcber die Welt ziehen wird? <span style=\"color: #ff0000;\">JA, SIE WAR ANGEK\u00dcNDIGT UND DIE DATEN LAGEN BIS M\u00c4RZ 2019 VOR.<\/span><\/p>\n<ol>\n<li>SARS war <strong>2003<\/strong>.<\/li>\n<li>MERS war <strong>2012<\/strong>.<\/li>\n<li><strong>2013<\/strong> hat der Deutsche Bundestag Katastrophenszenarien diskutiert: wie bereitet sich Deutschland auf Katastrophen, z.B. \u00dcberschwemmungen vor. In diesem Rahmen wurde auch diskutiert, wie Deutschland auf eine zuk\u00fcnftige SARS-Pandemie reagieren muss! Ja, im Jahre 2013 hat der Deutsche Bundestag eine SARS-Corona-Pandemie in Europa und Deutschland simuliert!<\/li>\n<li>In\u00a0<strong>2015<\/strong>\u00a0wurde eine experimentelle Gemeinschaftsarbeit von Forschern aus drei US-Universit\u00e4ten, Wuhan und einem italienischen Forscher aus Varese, der in Bellinzona ein Labor hat, publiziert. Diese produzierten synthetisch hergestellte Corona-Viren im Labor und infizierten damit Zellkulturen und M\u00e4use.\u00a0Grund der Arbeit: man wollte einen Impfstoff respektive monoklonale Antik\u00f6rper produzieren, um gegen die n\u00e4chste Corona-Pandemie gewappnet zu sein.<\/li>\n<li>Ende <strong>2014<\/strong> hatte die US-Regierung Forschung an MERS und SARS wegen der Gef\u00e4hrlichkeit f\u00fcr Menschen f\u00fcr ein Jahr ausgesetzt.<\/li>\n<li><strong>2015<\/strong> hielt Bill Gates eine weit beachtete Rede und meinte: die Welt sei auf die n\u00e4chste Corona-Pandemie unvorbereitet.<\/li>\n<li><strong>2016<\/strong> erschien erneut eine Forschungsarbeit, welche mit Corona-Viren hantierte. Das <em>\u00abSummary\u00bb<\/em> dieser Publikation muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, denn es handelt sich hier um die perfekte Beschreibung dessen, was aktuell abl\u00e4uft:<br \/>\n<blockquote><p><em>\u201cFocusing on SARS-like CoVs, the approach indicates that viruses using the WIV1-CoV spike protein are capable of infecting human alveolar endothelium cultures directly without further spike adaptation. Whereas in vivo data indicate attenuation relative to SARS-CoV, the augmented replication in the presence of human Angiotensin-Converting-Enzyme Typ 2 in vivo suggests that the virus has significant pathogenic potential not captured by current small animal models.\u201d<\/em><\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>Im M\u00e4rz <strong>2019<\/strong> wurde in der epidemiologischen Studie von Peng Zhou aus Wuhan gesagt, dass u.a. aufgrund der Biologie der Corona-Viren\u00a0in den Flederm\u00e4usen <em>(\u201ebat\u201c)<\/em> in China vorausgesagt werden kann, dass es in K\u00fcrze eine erneute Corona-Pandemie geben werde. Mit Sicherheit! Man k\u00f6nne nur nicht genau sagen wann und wo, aber China werde der <em>hot-spot<\/em> sein.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Prinzip waren das <span style=\"color: #ff0000;\">8 KONKRETE, DEUTLICHE WARNUNGEN INNERHALB VON 17 JAHREN<\/span>, dass so etwas kommen wird.\u00a0<span style=\"color: #ff0000;\">UND DANN KOMMT ES TATS\u00c4CHLICH! Im Dezember 2019, 9 Monate nach Peng Zhous Warnung.<\/span> Und die Chinesen informieren die WHO, nachdem sie 27 Patienten mit atypischer Pneumonie ohne Todesfall gesehen haben.\u00a0<strong>Noch am 31. Dezember beginnt die Reaktionskette von Taiwan,<\/strong> die aus insgesamt 124 Massnahmen bestand \u2013 alles bis zum 03. M\u00e4rz 2020 publiziert. Und nein, es wurde nicht auf Taiwanesisch-Chinesisch in einer asiatischen medizinischen Zeitschrift publiziert, sondern unter Mitarbeit der <em>University of California<\/em> im <em>\u201e<strong>Journal of the American Medical Association<\/strong>\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Das Einzige was man tun musste: ab dem 31. Dezember 2019 <em>\u201ebat + coronavirus\u201c<\/em> in <em>\u00abPubMed\u00bb,<\/em> der U.S. <em>National Library of Medicine,<\/em> eingeben und alle Daten lagen vor. Und man musste nur die Publikationen bis Ende Februar 2020 verfolgen, um zu wissen, 1) was auf uns zukommt und 2) was zu tun ist.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Uzbekistan hat im Dezember seine 82 Studenten aus Wuhan zur\u00fcckbeordert und alle in Quarant\u00e4ne gesteckt. Am 10. M\u00e4rz habe ich von Uzbekistan aus, weil ich nach meiner Meinung gefragt worden war, die Schweiz gewarnt: Parlamentarier, Bundesrat, <abbr title=\"Bundesamt f\u00fcr Gesundheit\">BAG<\/abbr>, Medien.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Und was hat die Schweiz seit der Meldung Chinas an die WHO am 31. Dezember 2019 gemacht? Unsere Landesregierung, unser BAG, unsere Experten, <span style=\"color: #ff0000;\">unsere Pandemiekommission?<\/span><strong>\u00a0Es sieht so aus, dass sie nichts mitbekommen haben<\/strong>. Nat\u00fcrlich, die Situation ist heikel. Sollte man die Bev\u00f6lkerung informieren? Panik s\u00e4en? Wie vorgehen? Was man wenigstens h\u00e4tte tun k\u00f6nnen: die exzellenten wissenschaftlichen Arbeiten der chinesischen und amerikanisch-chinesischen Wissenschaftler studieren, die in den besten amerikanischen und englischen medizinischen Zeitschriften publiziert worden sind.<\/p>\n<p>Man h\u00e4tte wenigstens \u2013 und das w\u00e4re ohne Information an die Bev\u00f6lkerung, ohne Panik zu s\u00e4en, machbar gewesen \u2013 man h\u00e4tte wenigstens das notwendige medizinischen Material auff\u00fcllen k\u00f6nnen. Dass <span style=\"color: #ff0000;\">die Schweiz mit ihrem 85-Milliarden-schweren Gesundheitswesen, in welchem eine durchschnittliche vierk\u00f6pfige Mittelstandsfamilie die Krankenkassenpr\u00e4mien nicht mehr bezahlen kann<\/span>, nach 14 Tagen lauem Gegenwind an der Wand steht, \u00fcber zu wenig Masken, zu wenig Desinfektionsmittel und zu wenig medizinisches Material verf\u00fcgt, ist eine Schande. Was hat die Pandemiekommission gemacht? <strong>Wenn das keine <abbr title=\"Parlamentarische Untersuchungskommission\">PUK<\/abbr> braucht.<\/strong>\u00a0Aber keine, die nur mit Politkern besetzt ist.<\/p>\n<p><strong>Und so hat sich das beh\u00f6rdliche Versagen bis heute fortgesetzt.<\/strong> Keine der von Singapur, Taiwan, Hongkong oder China erfolgreich eingesetzten Massnahmen wurden angewendet. Keine Grenzschliessung, keine Grenzkontrollen, jeder konnte und kann immer noch problemlos in die Schweiz immigrieren ohne \u00fcberhaupt kontrolliert zu werden (habe ich am 15. M\u00e4rz selber so erfahren).<\/p>\n<p>Es waren die \u00d6sterreicher, welche die Grenze zur Schweiz geschlossen haben und es war die italienische Regierung, welche Ende M\u00e4rz endlich die <abbr title=\"Schweizerische Bundesbahnen\">SBB<\/abbr> gestoppt hat und so weiter und so fort. Und noch heute gibt es keine Quarant\u00e4ne f\u00fcr Personen, die in die Schweiz einreisen.<\/p>\n<p>Wurde die Forschungsgruppe von Antonio Lanzavecchia in Bellinzona konsultiert? Antonio Lanzavecchia, der an den oben erw\u00e4hnten Forschungsarbeiten zu den synthetisch hergestellten Corona-Viren als Co-Autor beteiligt war? Wie kann es sein, dass Hr. Lanzavecchia am 20. M\u00e4rz in einem kleinen Tessiner TV-Sender sagt, dass dieses Virus <strong>extrem ansteckend<\/strong> und <strong>extrem resistent<\/strong> sei \u2013 das BAG am 22. M\u00e4rz, zwei Tage sp\u00e4ter also, von einem \u00abSilberstreifen am Horizont\u00bb schreibt?<\/p>\n<p>Wie kann es sein, dass eine gemischt amerikanisch-chinesische Autorenschaft am 06. M\u00e4rz im <em>\u00abScience\u00bb<\/em> publiziert, dass nur eine kombinierte Grenzschliessung und eine lokale Ausgangssperre effektiv sind, dann aber die Verbreitung des Virus um 90% einzud\u00e4mmen verm\u00f6gen \u2013 das BAG und der Bundesrat aber mitteilen, dass Grenzschliessungen nichts bringen, \u00abweil sich die meisten sowieso zu Hause anstecken\u00bb w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Das <span style=\"color: #ff0000;\">Maskentragen<\/span> wurde f\u00fcr nicht notwendig befunden \u2013 aber nicht, weil dessen Effektivit\u00e4t nicht bewiesen w\u00e4re. <strong>Nein, weil man schlicht nicht gen\u00fcgend Masken zur Verf\u00fcgung stellen konnte<\/strong>. Man m\u00fcsste lachen, wenn es nicht so tragisch w\u00e4re: statt die eigenen Vers\u00e4umnisse einzugestehen und sie immediat zu korrigieren, hat man lieber den Deutschen Botschafter einbestellt. Was hat man ihm gesagt? Dass das 85 Milliarden schwere Schweizer Gesundheitswesen keine Masken hat, um seine B\u00fcrger, Pflegenden und \u00c4rzte zu sch\u00fctzen?<\/p>\n<p>Die Serie von peinlichen Pannen l\u00e4sst sich erweitern: H\u00e4nde-Desinfektion! Empfohlen, da wirksam und schon zu Zeiten der Spanischen Grippe empfohlen. Haben wir von unseren Entscheidungstr\u00e4gern je geh\u00f6rt, welche <span style=\"color: #ff0000;\">Desinfektionsmittel<\/span> denn wirksam sind und welche nicht? Haben wir nicht, obwohl am 06. Februar 2020 ein Summary von 22 Arbeiten im <em>\u00abJournal of Hospital Infection\u00bb<\/em> publiziert worden ist, welches schon damals berichtete, dass Corona-Viren bis zu 9 Tage auf Metall, Plastik und Glas \u00fcberleben k\u00f6nnen und welche drei Desinfektionsmittel das Virus innert einer (!) Minute killen und welche nicht. <strong>Nat\u00fcrlich konnte man das richtige Desinfektionsmittel nicht konkret empfehlen: der B\u00fcrger h\u00e4tte dann gemerkt, dass gar nicht genug davon vorhanden ist,<\/strong> weil das Pandemielager, welches Ethanol (62%iges bis 71%iges Ethanol killt Corona-Viren innerhalb einer Minute) bereithalten sollte, 2018 aufgel\u00f6st worden war.<\/p>\n<p>Als die Schwierigkeiten der Pandemie auch f\u00fcr das BAG offensichtlich wurden, liess man verlauten, dass <span style=\"color: #ff0000;\">Patienten, welche auf die Intensivstation m\u00fcssten, sowieso schlechte Chancen h\u00e4tten.<\/span> Dies im klaren Widerspruch zu vier bis dahin publizierten wissenschaftlichen Arbeiten, welche \u00fcbereinstimmend berichten, dass 38% bis 95% aller Patienten, die auf die Intensivstation mussten, nach Hause entlassen werden konnten.<\/p>\n<p>Ich will hier keine weiteren Punkte erw\u00e4hnen. Klar sind zwei Dinge: die Pandemie wurde seit 2003 mindestens 8\u00d7 angek\u00fcndigt. Und nachdem ihr Ausbruch am 31. Dezember 2019 der WHO gemeldet worden war, h\u00e4tte man zwei Monate Zeit gehabt, die richtigen Daten zu studieren und die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Taiwan zum Beispiel, dessen 124 Massnahmen fr\u00fch publiziert worden sind, hat am wenigsten Infizierte und Todesf\u00e4lle und hat keinen <em>\u00abLock-down\u00bb<\/em> der Wirtschaft durchf\u00fchren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Massnahmen der asiatischen L\u00e4nder wurden aus politischen und diffusen Gr\u00fcnden als f\u00fcr uns nicht machbar qualifiziert. Einer davon: <span style=\"color: #ff0000;\">das Tracking Infizierter<\/span>. Angeblich unm\u00f6glich und das in einer Gesellschaft, die ihre privaten Daten ohne Probleme an <em>iClouds<\/em> und <em>Facebook<\/em> auslagert. Tracking? Wenn ich jeweils in Tashkent, Peking oder Yangon aus dem Flugzeug steige, dauert es 10 Sekunden und <em>Swisscom<\/em> heisst mich im jeweiligen Land willkommen. Tracking? Nein gibt es bei uns nicht.<\/p>\n<p>H\u00e4tte man sich besser orientiert, h\u00e4tte man gesehen, dass gewisse L\u00e4nder ohne rigide Massnahmen ausgekommen sind. In der Schweiz hat man allenfalls semi-rigide oder gar keine Massnahmen ergriffen, <strong>sondern hat die Bev\u00f6lkerung im eigentlichen Sinne durchseuchen lassen<\/strong>. Rigidere Massnahmen wurden zu sp\u00e4t ergriffen. H\u00e4tte man reagiert, h\u00e4tte man vielleicht keine solchen Massnahmen ergreifen m\u00fcssen \u2013 und k\u00f6nnte sich die aktuellen Diskussionen um einen \u00abAusstieg\u00bb ersparen. Von den \u00f6konomischen Folgen will ich gar nicht reden.<\/p>\n<h6>5. Politische Aspekte \u2013 Propaganda<\/h6>\n<p>Warum hat man nicht nach Asien geschaut? Es gab genug Zeit. Oder anders: wie hat man nach Asien geschaut? Die Antwort ist klar: arrogant, ignorant und besserwisserisch. Typisch europ\u00e4isch, oder sollte ich sagen, typisch schweizerisch?<\/p>\n<p>Xi Jinping war noch nett, als er meinte, Europa sei wegen seines \u00abNarzissmus\u00bb innert k\u00fcrzester Zeit das weltweite Zentrum der Pandemie geworden. Ich w\u00fcrde hinzuf\u00fcgen: wegen seiner Arroganz, seiner Ignoranz und seines uns\u00e4glichen Besserwissertums.<\/p>\n<p>In den Kommentarspalten haben immer mehr Leser unserer Medien bemerkt, dass wir vielleicht aufh\u00f6ren sollten, andere konstant zu belehren, wenn wir selber pro Kopf mit Spanien zusammen die h\u00f6chste Rate an COVID-19-positiven Leuten und eine der h\u00f6chsten Sterberaten haben.<\/p>\n<p>Europa scheint unbelehrbar. Amerika \u2013 zumindest seine Wissenschaftler und ein Teil seiner politischen Journalisten \u2013 haben anders reagiert. Amerika hat die exzellenten wissenschaftlichen Arbeiten chinesischer Autoren anerkannt und sie in ihren besten medizinischen Zeitschriften publiziert. Selbst im <em>\u00abForeign Affairs\u00bb,<\/em> der wichtigsten Essay-Zeitschrift zur internationalen Politik, finden sich Arbeiten mit \u00dcberschriften wie: <em>\u00abWas die Welt von China lernen kann\u00bb<\/em> und <em>\u00abChina hat eine App und der Rest der Welt braucht einen Plan\u00bb;<\/em> ferner, dass die \u00abinternationale Kooperation der Wissenschaftler ein Beispiel daf\u00fcr sei\u00bb, wie man in anderen Bereichen \u00abmultipolar zusammenarbeiten m\u00fcsse\u00bb und wie die Welt nun einmal \u00abinterconnected\u00bb sei. Selbst der oft zitierte Anthony Fauci, Trumps Chef-Virologie, r\u00fchmte im <em>\u00abForeign Affairs\u00bb<\/em> die Zusammenarbeit mit den chinesischen Kollegen.<\/p>\n<p>Dass die US-Politf\u00fchrung das nicht umgesetzt hat, ist nicht das Problem der Wissenschaftler, welche, inklusive WHO, die exzellente Arbeit der Chinesen vor Ort lobten: \u00abthe Chinese know exactly what they do\u00bb; \u00aband they are really, really good at it\u00bb.<\/p>\n<p>Dagegen ver\u00f6ffentlichte das deutsche Magazin <em>Der Spiegel<\/em> einen Artikel mit der \u00dcberschrift <em>\u00abT\u00f6dliche Arroganz\u00bb<\/em> und damit meinten sie nicht Amerika, sondern das \u00fcberhebliche Europa.<\/p>\n<p><strong>Was sind die Fakten?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Nach der SARS-Epidemie hat China ein \u00dcberwachungsprogramm installiert, welches eine auff\u00e4llige H\u00e4ufung atypischer Lungenentz\u00fcndungen so fr\u00fch wie m\u00f6glich melden sollte. Als vier Patienten in diesem Land mit seiner gigantischen Bev\u00f6lkerung in kurzer Zeit eine atypische Lungenentz\u00fcndung zeigten, hat das \u00dcberwachungssystem Alarm ausgel\u00f6st.<\/li>\n<li>Nachdem bei 27 (andere Quellen sagen: 41) Patienten in Wuhan eine atypische Pneumonie diagnostiziert worden war, aber noch kein einziger Todesfall vorlag, hat die chinesische Regierung am 31. Dezember die WHO informiert.<\/li>\n<li>Am 07. Januar 2020 hat dasselbe Team von Peng Zhou, welches im M\u00e4rz 2019 vor einer Corona-Pandemie gewarnt hatte, das vollst\u00e4ndig definierte Genom des verursachenden Virus an die Welt weitergegeben, damit so schnell wie m\u00f6glich weltweit Test-Kits entwickelt, eine Impfung erforscht und monoklonale Antik\u00f6rper hergestellt werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Entgegen der Meinung der WHO haben die Chinesen Wuhan im Januar mit einem <em>\u00abtravel ban\u00bb<\/em> und einer Ausgangssperre lahmgelegt.<br \/>\n<em>Ich erspare es mir, auf die anderen Massnahmen einzugehen, welche in China getroffen worden sind. Nach Meinung internationaler Forschungsteams hat China mit diesen fr\u00fch und radikal einsetzenden Massnahmen Hunderttausenden von Patienten das Leben gerettet.<\/em><\/li>\n<li>Am 31. Dezember 2019 hat Taiwan alle Fl\u00fcge aus Wuhan gestoppt. Die weiteren 124 Massnahmen Taiwans sind im <em>\u00abJournal of the American Medical Association\u00bb<\/em> publiziert \u2013 rechtzeitig. Man h\u00e4tte sie nur zur Kenntnis nehmen m\u00fcssen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ohne Zweifel hat die<em> \u00abCommand and Control\u00bb<\/em>-Struktur Chinas initial zu einer Unterdr\u00fcckung relevanter Informationen gef\u00fchrt, umgekehrt jedoch sp\u00e4ter bei der Begrenzung der Pandemie umso effektiver funktioniert. Der Umgang mit dem Augenarzt Li Wenliang ist schrecklich, passt jedoch zu solchen Ereignissen. Als 1918 der amerikanische Landarzt Loring Miner in Haskell County im US-Bundesstaat Kansas mehrere Patienten mit Grippesymptomen sah, welche an Heftigkeit alles Bisherige \u00fcbertrafen, hat er sich an den <em>\u201eUnited States Public Health Service\u201c<\/em> gewandt und um Unterst\u00fctzung gebeten. Diese wurde im verweigert. Drei Patienten von Haskell County wurden zum Milit\u00e4rdienst eingezogen. Albert Gitchell, der K\u00fcchenunteroffizier \u2013 der Patient NULL \u2013 verbreitete das Virus in jener Kompanie, f\u00fcr die er kochte und die nach Europa verlegt wurde. 40 Tage sp\u00e4ter gab es in Europa 20 Millionen Infizierte und 20&#8217;000 Tote. Die 1918 Pandemie hat mehr Tote verursacht, als der 1. Weltkrieg.<\/p>\n<p>Die Klagen des Westens \u00fcber die \u00abBehandlung\u00bb von Li Wenliang sind berechtigt, aber triefen von Doppelmoral, weiss man doch, welches Schicksal Whistleblower im Westen mit seinen tollen Werten widerfahren. Auch die US-Regierung versuchte, medizinische Informationen zu filtern, indem die f\u00fchrenden Virologen Amerikas von Trump angewiesen worden waren, jede \u00f6ffentliche Aussage zuvor mit Mike Pence, dem Vizepr\u00e4sidenten, zu besprechen, was im k\u00fcrzlich erschienen <em>\u00abScience\u00bb<\/em> unter dem Titel <em>\u00abDo us a favor\u00bb<\/em> als \u00abunacceptable\u00bb bezeichnet und mit China verglichen worden ist.<\/p>\n<p>Politik ist das eine, die wissenschaftlichen Arbeiten sind das andere. Bis Ende Februar 2020 sind derart viele exzellente wissenschaftliche Arbeiten mit chinesischen und gemischt amerikanisch-chinesischen Autoren erschienen, dass man h\u00e4tte wissen k\u00f6nnen, um was es bei dieser Pandemie geht und was man vorkehren sollte.<\/p>\n<p><strong>Warum hat man alles verpasst?<br \/>\n<\/strong><strong>Weil weder Politiker, noch Medien und die Mehrzahl der B\u00fcrger f\u00e4hig sind, in einer solchen Situation Ideologie, Politik und Medizin zu trennen.<\/strong> Eine virale Pneumonie ist ein medizinisches und kein politisches Problem. Dank des politisch-ideologisch begr\u00fcndeten Ignorierens medizinischer Fakten hat sich Europa in k\u00fcrzester Zeit selber zum weltweiten Pandemie-Zentrum gemacht \u2013 mitten drin die Schweiz mit der zweith\u00f6chsten Pro-Kopf-Infektionsrate.<\/p>\n<p>Politik und Medien spielen hier eine besonders unr\u00fchmliche Rolle. Statt sich auf das eigene Versagen zu konzentrieren, wird die Bev\u00f6lkerung durch ein fortgesetztes, d\u00fcmmliches China-Bashing abgelenkt. Dazu kommen, wie immer, Russland-Bashing und Trump-Bashing. Man muss Trump keinesfalls m\u00f6gen \u2013 aber bis die USA bez\u00fcglich der COVID-19-Todesf\u00e4lle pro Kopf gleichauf mit der Schweiz liegen, m\u00fcssen sie 30&#8217;000 Tote haben.<\/p>\n<p><strong>Wie kann man konstant andere L\u00e4nder kritisieren, wenn man mit dem zweitteuersten Gesundheitswesen der Welt pro Kopf am zweitmeisten Infizierte hat und weder gen\u00fcgend Masken, noch gen\u00fcgend Desinfektionsmittel, noch gen\u00fcgend medizinisches Material vorweisen kann? Die Schweiz wurde von dieser Pandemie nicht \u00fcberrascht \u2013 nach dem 31. Dezember 2019 hat man mindestens zwei Monate Zeit gehabt, die dringendst notwendigen Vorkehrungen zu treffen.<\/strong> Und zu diesem Verhalten haben die Medien beileibe genug beigetragen. Die mediale Berichterstattung ersch\u00f6pft sich im Sch\u00f6nreden, was Bundesrat und BAG veranlassen sowie im Kritisieren anderer L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Beispiele von d\u00fcmmlichem China-Bashing gibt es genug: \u00abdie Chinesen sind schuld\u00bb! Wer so etwas behauptet, versteht nichts von Biologie und Leben \u00fcberhaupt. \u00abAlle Pandemien kommen aus China\u00bb: die Spanische Grippe war in Tat und Wahrheit eine amerikanische Grippe, HIV kam aus Afrika, Ebola kam aus Afrika, die Schweinegrippe aus Mexico, die Cholera-Epidemie der 60er Jahre mit Millionen von Toten aus Indonesien und MERS aus dem Nahen Osten mit Zentrum Saudi-Arabien.<\/p>\n<p>Ja, SARS kam aus China. Aber die Chinesen haben im Gegensatz zu uns gelernt, wie <em>\u00abForeign Affairs\u00bb<\/em> am 27. M\u00e4rz 2020 schreibt: \u00abPast Pandemics Exposed China\u2019s Weakness. The Current One Highlights Its Strengths\u201d.<\/p>\n<p>Wenn konstant behauptet wird, die Zahlen, welche China zur COVID-19-Pandemie ver\u00f6ffentlicht, seien sowieso alle besch\u00f6nigt, was heisst dann das? Heisst das, dass wir deshalb nichts unternehmen m\u00fcssen? Oder heisst es nicht viel mehr, dass es sich \u2013 sind dies Zahlen wirklich besch\u00f6nigt \u2013 um eine noch viel gef\u00e4hrlichere Pandemie handelt, f\u00fcr die wir in Europa Vorkehrungen treffen sollten? So viel zur Logik von sinnlosem, politischem Nachgeplapper.<\/p>\n<p>Mit konstanten Aussagen wie \u00abdie Chinesen l\u00fcgen sowieso nur\u00bb \u00abTaiwan kann man nichts glauben\u00bb; \u00abSingapur, eine Familiendiktatur, l\u00fcgt sowieso\u00bb kommt man dieser Pandemie nicht bei. Auch hier agiert die US-Zeitschrift <em>\u00abForeign Affairs\u00bb<\/em> &#8211; bestimmt nicht per se chinafreundlich \u2013 intelligenter, wie man am 24. M\u00e4rz 2020 lesen kann:<\/p>\n<blockquote><p>The U.S. and China Could Cooperate to Defeat the Pandemic. Instead, Their Antagonism Makes Matters Worse.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und am 21. M\u00e4rz:<\/p>\n<blockquote><p>It Takes a World to End a Pandemic. Scientific Cooperation Knows No Boundaries \u2013 Fortunately.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich kann die Kritik von Lukas B\u00e4rfuss nur begr\u00fcssen. Insbesondere seine Aussage:<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"color: #ff0000;\">\u00abWarum die entsprechenden Fabriken nicht mehr in Biberist stehen. Sondern in Wuhan. Und ob dieses Allokationsproblem vielleicht nicht nur Zellulose betrifft, sondern auch Information, Bildung, Nahrung\u00a0und Medikamente\u00bb.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Aussage trifft ins Schwarze und demaskiert unsere Arroganz und Ignoranz.<\/p>\n<p>Reicht es nicht, dass der Westen zu Beginn dieser Pandemie hochn\u00e4sig und mit einer gewissen Schadenfreude nach China geschaut hat? Muss jetzt die Unterst\u00fctzung der westlichen Staaten durch China auch noch b\u00f6sartig diffamiert werden? China hat bis heute 3.86 Milliarden Masken, 38 Millionen Schutzanz\u00fcge, 2.4 Millionen Infrarot-Temperaturmessger\u00e4te und 16&#8217;000 Beatmungsger\u00e4te geliefert. Nicht Chinas angeblicher Weltmachtsanspruch, sondern das Versagen der westlichen L\u00e4nder hat dazu gef\u00fchrt, dass der Westen buchst\u00e4blich am medizinischen Tropf Chinas h\u00e4ngt.<\/p>\n<h6>6. Woher stammt dieses Virus?<\/h6>\n<p>Auf unserem Globus gibt es ungef\u00e4hr 6400 S\u00e4ugetier-Arten. Flederm\u00e4use <em>(bats)<\/em> und Flughunde machen 20% der S\u00e4ugetier-Population aus. Es gibt 1000 verschiedene Arten von Flederm\u00e4usen und Flughunden. Es sind die einzigen S\u00e4ugetiere, die fliegen k\u00f6nnen, was ihren grossen Bewegungsradius erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Flederm\u00e4use und Flughunde beherbergen eine Unzahl von Viren. Wahrscheinlich sind Flederm\u00e4use und Flughunde in der Entwicklungsgeschichte die Eintrittspforte von Viren in den Stammbaum der S\u00e4ugetiere gewesen.<\/p>\n<p>Es gibt zahlreiche gef\u00e4hrliche Viren, welche von den <em>\u00abBats\u00bb<\/em> auf den Menschen \u00fcbergesprungen sind und f\u00fcr viele Krankheiten verantwortlich sind: <span style=\"color: #ff0000;\">Masern, Mumps, Tollwut, Marburg-Fieber, Ebola und andere, seltenere, nicht weniger gef\u00e4hrliche Krankheiten.<\/span> Auch bei anderen S\u00e4ugetieren haben von <em>\u00abBats\u00bb <\/em>stammende Viren immer wieder zu Massensterben in der Schweine-, H\u00fchner- oder Vogelzucht gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Dies sind entwicklungsgeschichtlich Jahrmillionen alte biologische Vorg\u00e4nge. Auch in der DNA gesunder Menschen finden sich Reste von viraler Gensequenzen, die \u00fcber die Jahrtausende \u00abeingebaut\u00bb worden sind.<\/p>\n<p>SARS und MERS haben die Forschung an Corona-Viren intensiviert, gerade weil man mit einer baldigen, neuen Corona-Viren-Epidemie, respektive Pandemie gerechnet hat. 22 der 38 bekannten und noch lange nicht definitiv klassifizierten Corona-Viren wurden von chinesischen Forschern in extenso studiert, siehe u.a. Peng Zhous Publikation zur Epidemiologie der <em>\u00abbat coronaviruses in China\u00bb<\/em> sowie die anderen, oben erw\u00e4hnten Publikationen amerikanischer Autoren. Peng Zhou hat im M\u00e4rz 2019 eine baldige, neue Corona-Epidemie vorausgesagt und zwar aus folgenden Gr\u00fcnden:<\/p>\n<ol>\n<li>hohe Biodiversit\u00e4t in China;<\/li>\n<li>hohe Anzahl an <em>\u00abBats\u00bb<\/em> in China;<\/li>\n<li>hohe Bev\u00f6lkerungsdichte in China = nahes Zusammenleben zwischen Tier und Mensch;<\/li>\n<li>hohe genetische Variabilit\u00e4t der <em>\u00abBats\u00bb,<\/em> d.h. eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich das Genom einzelner Coronavirus-Typen spontan im Rahmen zuf\u00e4lliger Mutationen ver\u00e4ndern kann;<\/li>\n<li>hohe aktive genetische Rekombination von Corona-Viren, heisst: Corona-Viren verschiedener Typen tauschen untereinander Genom-Sequenzen aus, die sie dann f\u00fcr den Menschen aggressiver machen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Die Tatsache, dass viele dieser Viren \u2013 Corona-Viren, aber auch Ebola- oder Marburg-Viren \u2013 zusammen in diesen <em>\u00abBats\u00bb<\/em> hausen und zuf\u00e4llig genetisches Material austauschen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Obwohl nicht bewiesen, hat Peng Zhou auch die <strong>Essgewohnheiten der Chinesen<\/strong> angesprochen, welche die Wahrscheinlichkeit einer Transmission dieser Viren von Tieren auf den Mensch erh\u00f6hen. Peng Zhou hat in seinem Artikel vom M\u00e4rz 2019 vor einer Corona-Pandemie gewarnt. Und er schrieb, dass er nicht sagen k\u00f6nne, wann genau und wo diese Pandemie ausbrechen w\u00fcrde, aber dass China mit grosser Wahrscheinlichkeit ein <em>\u00abhot-spot\u00bb<\/em> sein werde. So viel zur wissenschaftlichen Freiheit notabene. Peng Zhou und seine Gruppe aus Wuhan haben weitergeforscht und sie waren es, die bereits am 07. Januar das Genom von COVID-19 identifiziert und der ganzen Welt mitgeteilt hatten.<\/p>\n<p>Es gibt vier Theorien, wie dieses Virus auf den Menschen \u00fcbergesprungen ist:<\/p>\n<ol>\n<li>Das COVID-19-Virus ist von einer Fledermaus direkt auf den Menschen \u00fcbertragen worden. Dasjenige Virus, welches in Frage kommt und genetisch zu 96% mit dem aktuellen \u00abCOVID-19\u00bb Virus \u00fcbereinstimmt, kann jedoch von seiner Struktur her nicht an das <em>\u00abAngiotensin-Converting-Enzyme\u00bb<\/em> (ACE) Typ 2 in der Lunge andocken. Das Virus ben\u00f6tigt aber dieses Enzym, um in die Lungenzellen (und in die Zellen des Herzens, der Niere und des Darmes) eindringen und diese zerst\u00f6ren zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Ein COVID-19-Virus sprang vom Pangolin, einem malaysischen S\u00e4ugetier mit Schuppen, welches illegal in China eingef\u00fchrt worden sei, auf den Menschen und war zun\u00e4chst nicht krankheitserregend. Im Rahmen konsekutiver Mensch-zu-Mensch-Transmissionen hat sich dieses Virus an die beim Menschen vorliegenden Rahmenbedingungen dank Mutation oder Adaptation angepasst und konnte schliesslich an den ACE2-Rezeptor andocken und in die Zellen eindringen, womit die Pandemie \u00abstartete\u00bb.<\/li>\n<li>Es gibt einen Elternstamm dieser beiden COVID-19-Viren, der bis anhin leider unentdeckt blieb.<\/li>\n<li>Es handelt sich um ein synthetisches Labor-Virus, denn genau daran wurde geforscht und der biologische Mechanismus der Krankheitserregung ist ja im Detail schon 2016 beschrieben worden. Die angefragten Virologen verneinen nat\u00fcrlich diese M\u00f6glichkeit, k\u00f6nnen sie aber auch nicht ausschliessen, nachzulesen im eben publizierten<em> \u00abNature Medicine\u00bb:<\/em> <em>\u00abThe proximal origin of SARS-CoV-2\u00bb<\/em> von Kristian Andersen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Besondere an diesen Tatsachen ist, dass Corona-Viren zusammen mit dem Ebola-Virus auf ein und demselben <em>\u00abBat\u00bb<\/em> leben k\u00f6nnen, ohne dass die Fledermaus erkrankt. Einerseits ist dies wissenschaftlich interessant, weil vielleicht Immunmechanismen gefunden werden k\u00f6nnen, die erkl\u00e4ren, wieso diese Flederm\u00e4use nicht erkranken. Diese Immunmechanismen gegen\u00fcber Corona-Viren und dem Ebola-Virus k\u00f6nnten Erkenntnisse liefern, die f\u00fcr den Homo sapiens von Bedeutung sind. Andererseits sind diese Tatsachen beunruhigend, weil man sich vorstellen kann, dass sich aufgrund der hohen, aktiven, genetischen Rekombination ein Supervirus bilden kann, welches eine l\u00e4ngere Inkubationsdauer als das aktuelle COVID-19-Virus, aber die Letalit\u00e4t des Ebola-Virus aufweist.<\/p>\n<p>SARS wies eine 10%ige Mortalit\u00e4t auf, die Mortalit\u00e4t von MERS betrug 36%. Es war nicht das Verdienst des Homo sapiens, dass SARS und MERS sich nicht so schnell ausgebreitet haben, wie jetzt COVID-19. Das war einfach nur Gl\u00fcck. Die Behauptung, dass ein Virus, welches eine hohe Mortalit\u00e4t habe, sich nicht ausbreiten k\u00f6nne, weil es ja viel zu schnell seinen Wirt umbringe, war zu den Zeiten richtig, als eine &#8220;infizierte&#8221; Kamelkarawane von X&#8217;ian Richtung Seidenstrasse losgezogen ist und wegen der hohen Mortalit\u00e4t in der n\u00e4chsten Karawanserei gar nicht mehr ankam. Heute geht das Ruckzuck. Heute sind alle massivst vernetzt. Ein Virus, das in drei Tagen t\u00f6tet, geht trotzdem um die Welt. Alle kennen Peking und Shanghai. Ich kenne Wuhan seit 20 Jahren. Keiner meiner Kollegen und Bekannten hat je etwas von Wuhan geh\u00f6rt. Aber hat man gesehen, wie viele Ausl\u00e4nder es in Wuhan \u2013 in einer Stadt, die &#8220;niemand&#8221; kennt \u2013 gab und wie sie blitzschnell in alle Weltregionen verteilt wurden? Das ist die heutige Situation.<\/p>\n<h6>7. Was wissen wir? Was wissen wir nicht?<\/h6>\n<p><strong>Wir wissen,<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>dass es sich um ein aggressives Virus handelt;<\/li>\n<li>dass die mittlere Inkubationszeit f\u00fcnf Tage dauert; die maximale Inkubationszeit ist noch nicht klar;<\/li>\n<li>dass asymptomatische COVID-19 Tr\u00e4ger andere Personen anstecken k\u00f6nnen und dass dieses Virus \u201eextrem ansteckend\u201c und \u201eextrem resistent\u201c (A. Lanzavecchia) ist;<\/li>\n<li>wir kennen die Risikopopulationen;<\/li>\n<li>dass es in den letzten 17 Jahren nicht gelungen ist, eine Impfung oder einen monoklonalen Antik\u00f6rper gegen Corona-Viren zu entwickeln;<\/li>\n<li>dass es \u00fcberhaupt noch nie gelungen ist, eine Impfung gegen welches Corona-Virus auch immer zu entwickeln;<\/li>\n<li>dass auch die so genannte \u201eGrippeimpfung\u201c entgegen der g\u00e4ngigen Werbung nur einen minimalen Effekt ausweist.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Was wir nicht wissen:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Ob nach durchgemachter Infektion eine Immunit\u00e4t vorliegt, oder nicht. Gewisse Daten weisen darauf hin, dass der Mensch ab dem 15. Tag Immunglobuline der G-Klasse entwickeln kann, welche eine erneute Infektion mit demselben Virus verhindern sollten. Aber es ist noch nicht definitiv bewiesen;<\/li>\n<li>Wie lange eine allf\u00e4llige Immunit\u00e4t sch\u00fctzen k\u00f6nnte;<\/li>\n<li>Ob dieses COVID-19-Virus stabil bleibt, oder ob sich im Herbst analog der \u00fcblichen Grippewelle erneut ein leicht ver\u00e4ndertes COVID-19 \u00fcber die ganze Welt verbreitet, gegen welches keinerlei Immunit\u00e4t vorliegt;<\/li>\n<li>Ob uns die h\u00f6heren Temperaturen des Sommers helfen, weil die H\u00fclle des COVID-19 bei h\u00f6heren Temperaturen instabil ist. Hier muss erw\u00e4hnt werden, dass das MERS-Virus sich im Nahen Osten in den Monaten Mai bis Juli verbreitet hatte, als die Temperaturen h\u00f6her waren, als sie bei uns je sind;<\/li>\n<li>Wie lange es dauert, bis eine Population so durchseucht ist, dass der R-Wert &lt;1 ist: Wenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Million Z\u00fcrcher testet, sollen aktuell angeblich 12% bis 18% COVID-19 positiv sein. Um der Pandemie ihren Pandemie-Charakter zu nehmen, m\u00fcsse der R-Wert &lt;1 sein, d.h. circa 66% der Bev\u00f6lkerung m\u00fcssen mit dem Virus Kontakt gehabt und Immunit\u00e4t entwickelt haben. Niemand weiss, wie lange, wie viele Monate es dauern wird, bis die Durchseuchung, die aktuell 12% bis 18% betragen soll, 66% erreicht hat! Aber man kann davon ausgehen, dass die Weiterverbreitung des Virus von 12% bis 18% auf 66% der Bev\u00f6lkerung weiterhin schwerkranke Patienten generieren wird.<\/li>\n<li>Wir wissen also nicht, wie lange wir mit diesem Virus zu tun haben werden. Zwei Berichte, welche der \u00d6ffentlichkeit nicht zug\u00e4nglich sein sollten <em>(U.S.- Government COVID Response Plan<\/em> sowie ein Bericht des <em>Imperial College London)<\/em> kommen unabh\u00e4ngig voneinander auf eine <em>\u201eLock-down\u201c<\/em>-Phase von bis zu 18 Monaten;<\/li>\n<li>Und wir wissen nicht, ob uns dieses Virus epidemisch\/pandemisch oder vielleicht sogar endemisch besch\u00e4ftigen wird;<\/li>\n<li>Wir haben nach wie vor keine anerkannte und breit anwendbare, definierte Therapie; eine solche haben wir auch bei der Influenza nie pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Vielleicht sollten Beh\u00f6rden und Medien einmal die Fakten auf den Tisch legen, statt alle zwei Tage Meldungen von einer scheinbar erfolgreichen Impfung, die nicht mehr weit weg ist, zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p><strong>8. Was k\u00f6nnen wir aktuell tun?<\/strong><\/p>\n<p>Die Frage nach den besten L\u00f6sungsans\u00e4tzen kann ich auch nicht beantworten. Ob die Schweiz die Pandemie \u00fcberhaupt noch eind\u00e4mmen kann, oder ob die Durchseuchung der Bev\u00f6lkerung unbeeinflusst weiterl\u00e4uft, weil man initial alle Massnahmen verschlafen hat \u2014 beides ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Wenn dem so ist, kann man nur hoffen, dass wir diese \u201ePolitik\u201c nicht mit zu vielen Toten und Schwerkranken bezahlen. Und dass nicht zu viele Patienten an den Langzeitfolgen einer COVID-19-Infektion leiden, wie z.B. einer \u201edank\u201c COVID-19 neu erworbenen Lungenfibrose, einem gest\u00f6rten Glucose-Metabolismus sowie neu auftretenden kardiovaskul\u00e4ren Erkrankungen. Die langfristigen Konsequenzen einer durchgemachten SARS-Infektion sind bis zw\u00f6lf Jahre nach angeblicher Heilung dokumentiert. Hoffen wir, dass sich COVID-19 anders verhalten wird.<\/p>\n<p><strong>Die Aufhebung des <em>\u201eLock-down\u201c,<\/em> respektive die R\u00fcckkehr zur dem, was wir als normal empfinden, ist sicherlich der Wunsch eines jeden<\/strong>. Welche Schritte bei der R\u00fcckkehr zur Normalisierung mit nachteiligen Folgen verbunden sein werden \u2013 d.h. mit einem Wiederaufflammen der Infektionsrate \u2013 kann niemand voraussagen. Jeder Schritt Richtung Lockerung ist im Grunde genommen ein Schritt ins Unbekannte.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nur sagen, was nicht machbar ist: eine aktive Durchseuchung der Nicht-Risikogruppen mit dem COVID-19-Virus ist mit Sicherheit ein absolutes Hirngespinst. Es kann nur Leuten in den Sinn kommen, die keine Ahnung von Biologie, Medizin und Ethik haben:<\/p>\n<ol>\n<li>Es kommt mit Sicherheit nicht in Frage, Millionen von gesunden Mitb\u00fcrgern absichtlich mit einem aggressiven Virus zu infizieren, von welchem wir eigentlich \u00fcberhaupt nichts wissen, weder das Ausmass der akuten Sch\u00e4digung, noch die Langzeitfolgen.<\/li>\n<li>Je gr\u00f6sser die Anzahl Viren pro Population, desto gr\u00f6sser die Wahrscheinlichkeit einer zuf\u00e4lligen Mutation, welche das Virus noch aggressiver machen k\u00f6nnte. Also sollten wir sicher nicht aktiv mithelfen, die Anzahl Viren pro Population zu erh\u00f6hen.<\/li>\n<li>Je mehr Leute mit COVID-19 infiziert sind, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich dieses Virus noch \u201ebesser\u201c an den Menschen adaptiert und noch desastr\u00f6ser wird. Es wird ja angenommen, dass das bereits einmal passiert ist.<\/li>\n<li>Bei staatlichen Reserven von angeblich 750 Milliarden, ist es ethisch und moralisch verwerflich, aus blossen wirtschaftlichen \u00dcberlegungen Millionen von gesunden Personen zu infizieren.<\/li>\n<li>Die gewollte Infizierung gesunder Leute mit diesem aggressiven Virus w\u00fcrde eines der fundamentalen Prinzipien der gesamten Medizingeschichte aus reinen, kurzfristigen \u00f6konomischen \u201eBedenken\u201c akut aushebeln: das Prinzip des <em>\u201eprimum nil nocere\u201c<\/em>. Ich w\u00fcrde mich als Mediziner weigern, an einer derartigen Impfaktion \u00fcberhaupt teilzunehmen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Bestimmung der COVID-19-IgM- und -IgG-Antik\u00f6rper-Konzentration im Blut geht scheinbar mit der Neutralisierung des COVID-19-Virus einher. Die quantitative und qualitative Diagnostik dieser Antik\u00f6rper wurde bis jetzt nur in einer kleinen klinischen Studie mit 23 Patienten untersucht. Ob die Massenbestimmung der Antik\u00f6rper im Blut einen kontrollierten <em>\u00abLock-down\u00bb<\/em> sicherer machen, indem sich vorerst nur nicht mehr ansteckende und nicht mehr ansteckbare Personen frei bewegen k\u00f6nnen, kann derzeit nicht beantwortet werden. Ebenso unklar ist, wann diese Methode klinisch valide und breit anwendbar sein wird.<\/p>\n<h6>9. Zukunft<\/h6>\n<p>Diese Pandemie wirft viele politische Fragen auf. <em>\u201eForeign Affairs\u201c<\/em> mit Donald Trump und Anthony Fauci auf dem Cover schreibt am 28. M\u00e4rz 2020 dazu: <em>\u201ePlagues Tell Us Who We Are. The Real Lessons of the Pandemic will be Political\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Diese politischen Fragen werden nationaler und internationaler Art sein.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Die ersten Fragen werden ganz bestimmt unser Gesundheitswesen betreffen.<\/span> Mit einem 85-Milliarden-Budget hat es die Schweiz \u2013 was die Anzahl Corona-Patienten pro Million Einwohner betrifft \u2013 weltweit auf Rang 2 geschafft. Gratuliere! Was f\u00fcr eine Schande! Grundlegendes und billiges Material fehlt in der Schweiz nach 14 Tagen. Das kommt davon, wenn selbsternannte \u00abGesundheitspolitiker\u00bb, \u00abGesundheits\u00f6konomen\u00bb und IT-Experten Milliarden in Projekte wie e-Health, elektronische Gesundheitskarte, \u00fcberteuerte Klinik-Informationssysteme (man frage einmal das Kantonsspital Luzern!), tonnenweise Computer und <em>\u00abBig Data\u00bb<\/em> investieren und so vollkommen zweckentfremdet Milliarden aus dem Gesundheitswesen abziehen. Und \u00c4rzteschaft und <abbr title=\"F\u00e9d\u00e9ration des m\u00e9decins suisses\">FMH<\/abbr> sind buchst\u00e4blich zu bl\u00f6d, endlich einmal dagegen aufzustehen. Sie lassen sich lieber jede Woche als Abzocker und Kriminelle titulieren. Die Schweiz muss endlich untersuchen, wie viel von einer Million Kassengelder noch f\u00fcr medizinische Leistungen aufgewendet werden, welche direkt dem Patienten zugute kommen und wie viel Geld zweckentfremdet in branchenfremde Lobbyvereinigungen fliesst, die sich schamlos am 85-Milliarden-Kuchen bereichern, ohne je einen Patienten gesehen zu haben. Und nat\u00fcrlich braucht es endlich eine ad\u00e4quate Qualit\u00e4tskontrolle medizinischer Leistungen. Auf die weiteren Massnahmen im Rahmen der Reorganisation des schweizerischen Gesundheitswesens m\u00f6chte ich hier nicht eingehen.<\/p>\n<p>Die internationalen Fragen betreffen vor allem unser Verh\u00e4ltnis zu China und den asiatischen L\u00e4ndern \u00fcberhaupt. Kritische Stellungnahmen: ja. Aber konstantes, d\u00fcmmliches \u201eBashing\u201c anderer Nationen kann kein Rezept daf\u00fcr sein, globale Probleme gemeinsam anzugehen \u2013 von \u201eL\u00f6sen\u201c m\u00f6chte ich gar nicht sprechen. Anstatt sinnlose Propaganda nachzuplappern, sollte man sich vielleicht einmal mit Autoren auseinandersetzen, die tats\u00e4chlich ausgewogen auf hohem Niveau etwas zu sagen haben, so z.B.:<\/p>\n<ul>\n<li>Pankaj Mishra: <em>\u201eAus den Ruinen des Empires\u201c<\/em><\/li>\n<li>Kishore Mahbubani: <em>\u201eThe Asean Miracle. A Catalyst for Peace\u201c<\/em><\/li>\n<li><em>\u201eHas the West lost it?\u201c<\/em><\/li>\n<li><em>\u201eCan Asians think?\u201c<\/em><\/li>\n<li>Lee Kuan Yew: <em>\u201eOne man\u2019s view of the world\u201c<\/em><\/li>\n<li>David Engels: <em>\u201eAuf dem Weg ins Imperium\u201c<\/em><\/li>\n<li>Noam Chomsky: <em>\u201eWer beherrscht die Welt\u201c<\/em><\/li>\n<li>Bruno Mac\u00e0es: <em>\u201eThe Dawn of Eurasia\u201c<\/em><\/li>\n<li>Joseph Stiglitz: <em>\u201eReich und Arm\u201c<\/em><\/li>\n<li>Stephan Lessenich: <em>\u201eNeben uns die Sintflut\u201c<\/em><\/li>\n<li>Parag Khanna: <em>\u201eUnsere asiatische Zukunft\u201c<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Lesen hei\u00dft noch lange nicht, allen diesen Autoren in allem Recht zu geben. Aber es w\u00e4re f\u00fcr den Westen \u2013 inklusive die Schweiz \u2013 von grossem Wert, Besserwisserei, Ignoranz und Arroganz hier und dort durch Fakten, Verst\u00e4ndnis und Kooperation zu ersetzen. Die Alternative besteht ja nur darin, zu versuchen, unsere vermeintlichen Konkurrenten fr\u00fcher oder sp\u00e4ter in einem Krieg zu eliminieren. Was man von dieser \u201eL\u00f6sung\u201c halten soll, kann jeder selber entscheiden.<\/p>\n<p>In diesem Sinne kann man nur darauf hoffen, dass sich die Menschheit eines Besseren besinnt. Tr\u00e4umen ist immer erlaubt.<\/p>\n<p>Die Herausforderungen sind global. Die n\u00e4chste Pandemie steht vor der T\u00fcr. Und diese wird vielleicht durch ein Supervirus verursacht werden und ein Ausmass annehmen, das wir uns lieber nicht vorstellen m\u00f6chten.<\/p>\n<p><small><em>Kurz nach Erscheinen dieses Gastkommentars hat die <\/em>Mittell\u00e4ndische Zeitung<em> auch <a title=\"Mittell\u00e4ndische Zeitung: Interview.\" href=\"https:\/\/www.mittellaendische.ch\/2020\/04\/09\/covid-19-zwischenbilanz-oder-eine-analyse-der-moral-der-medizinischen-fakten-sowie-der-aktuellen-und-zuk%C3%BCnftigen-politischen-entscheidungen-das-interview\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ein Interview<\/a> mit Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt gef\u00fchrt.<\/em><\/small><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Zu diesem Beitrag ist <\/span><a title=\"Covid-19-Update.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=56704\">hier<\/a><span style=\"color: #ff0000;\"> eine Aktualisierung erschienen.<\/span><\/p>\n<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 10px;border: none;margin-top: 0px;background-color: darkred\" \/>\r\n\r\n<div style=\"background-color: none;padding: 0px;font-size: 14px;font-family: Helvetica,Arial;margin: 10px 0px 0px 0px\"><span style=\"color: darkred\"><strong><small>Autor:innen- und Gastbeitr\u00e4ge widerspiegeln nicht notwendigerweise die Meinung oder die Position von BBD, so wie die jeweiligen Verfasser:innen nicht notwendigerweise die Ziele von BBD unterst\u00fctzen.<\/small><\/strong><small> \u00b7 I contributi esterni non necessariamente riflettono le opinioni o la posizione di BBD, come a loro volta le autrici\/gli autori non necessariamente condividono gli obiettivi di BBD. \u2014 <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=11356#copyleft\"><strong>\u00a9<\/strong><\/a><\/small><\/span><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir geben diese Stellungnahme mit freundlicher Genehmigung des Autors wieder. 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