{"id":56780,"date":"2020-04-24T14:54:46","date_gmt":"2020-04-24T12:54:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=56780"},"modified":"2021-03-22T09:12:42","modified_gmt":"2021-03-22T08:12:42","slug":"corona-unionistische-fakenews-uber-katalonien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=56780","title":{"rendered":"Covid: Unionistische Fakenews \u00fcber Katalonien."},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich hatte ich nicht vor, hier etwas \u00fcber den Verlauf der Coronapandemie in Katalonien zu schreiben. Dass ich es nun doch mache, liegt daran, dass Unionistinnen den schweren Verlauf der Krise in der zu Spanien geh\u00f6renden Region dazu missbrauchen, um daraus Kapital zu schlagen. Sie tun dies unter dem Deckmantel der Kritik, dass Sezessionistinnen Corona \u00bbf\u00fcr die eigenen politischen Ziele verwerten\u00ab und verbreiten dabei Falschinformationen.<\/p>\n<h6><em>S\u00fcdtirol-Fakenews<\/em><\/h6>\n<p>Ein einem Kommentar mit dem Titel <em><a title=\"S\u00fcdtirolNews: Corona ist kein Wasser auf Selbstbestimmungsm\u00fchle.\" href=\"https:\/\/www.suedtirolnews.it\/politik\/corona-ist-kein-wasser-auf-selbstbestimmungsmuehle\">Corona ist kein Wasser auf Selbstbestimmungsm\u00fchle<\/a><\/em> schw\u00e4rmt \u00bbka\u00ab (= keine Ahnung?) auf <em>S\u00fcdtirolNews<\/em> in der Rubrik \u00bbLaut nachgedacht\u00ab nicht nur vom Umgang der Region Venetien mit der Pandemie, sondern schreibt unter anderem auch:<\/p>\n<blockquote><p>Noch augenscheinlicher ist dies im Falle Kataloniens. Die von Unanh\u00e4ngigkeitsbef\u00fcrwortern beherrschte, autonome Region Spaniens, die von den Sch\u00fctzen gerne als erfolgreiches Beispiel einer weitreichenden Autonomie genannt wird und daher gerne Ziel entsprechender \u201epolitischer Pilgerfahrten\u201c ist, weist mit weit \u00fcber 4.000 Toten und fast 44.000 best\u00e4tigten F\u00e4llen zurzeit verheerende Zahlen auf \u2013 ein Zeichen, dass Autonomie und \u201eUnabh\u00e4ngigkeit\u201c nicht den Ausschlag geben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wie selbst \u00bbka\u00ab mitbekommen haben d\u00fcrfte, ist Katalonien nicht unabh\u00e4ngig. Das Land hat lediglich eine deutlich weiterreichende innerstaatliche Autonomie, als S\u00fcdtirol.<\/p>\n<p>Und trotzdem ist Katalonien gerade auch in dieser Pandemie ein Paradebeispiel daf\u00fcr, wie wichtig Eigenstaatlichkeit und wie verheerend Zentralismus gegebenenfalls sein kann. Um das wahrzunehmen, reicht es nicht, die Statistiken zu kennen \u2014 man muss die Angelegenheit verfolgt haben:<\/p>\n<ul>\n<li>Fr\u00fchzeitig hatte der katalanische Pr\u00e4sident Quim Torra (<abbr title=\"Junts per Catalunya\">JxC<\/abbr>) von der sozialistischen Zentralregierung in Madrid die Abriegelung ganzer Regionen sowie die Einf\u00fchrung eines Lockdowns gefordert. Solche Ma\u00dfnahmen wurden von Regierungschef Pedro S\u00e1nchez (<abbr title=\"Partido Socialista Obrero Espa\u00f1ol\">PSOE<\/abbr>) lange entschieden abgelehnt, mit dem Argument, dass das Virus keine Grenzen kenne. Nur den Balearen, wo dieselbe Forderung von einer sozialistischen Regionalregierung erhoben wurde, gew\u00e4hrte Madrid die Grenzschlie\u00dfung.<\/li>\n<li>In mehreren Regionen, darunter Katalonien, lie\u00df Madrid Schutzausr\u00fcstung vom Milit\u00e4r beschlagnahmen, um es der besonders betroffenen Hauptstadt zur Verf\u00fcgung zu stellen. Der katalanische Infektionsherd Igualada war dadurch Tage lang unterversorgt.<\/li>\n<li>Obschon Madrid das wichtigste Zentrum der Pandemie in Spanien war, verhinderte S\u00e1nchez&#8217; Regierung nicht, dass Hauptstadtbewohnerinnen in entlegene Regionen oder gar ans Meer fl\u00fcchteten und somit das Virus (das keine Grenzen kennt) aktiv verbreiten konnten.<\/li>\n<li>Durch einen viel zu sp\u00e4ten Lockdown \u2014 w\u00e4hrend auch alternative Ma\u00dfnahmen nur z\u00f6gerlich ergriffen wurden \u2014 ist Spanien geradezu zum Negativbeispiel f\u00fcrs Krisenmanagement geworden. Dabei nahmen sogar unter Quarant\u00e4ne stehende Ministerinnen noch an Regierungssitzungen teil.<\/li>\n<li>Auch die Lockerungen werden nun v\u00f6llig konzeptlos und voreilig umgesetzt, weshalb Expertinnen eine zweite Welle bef\u00fcrchten, die die erste \u00fcbertrifft.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In diesem Kontext hat die katalanische Regierung immer und immer wieder konkrete Ma\u00dfnahmen vorgeschlagen und eingefordert, die vom spanischen Staat nicht oder erst sehr viel sp\u00e4ter umgesetzt wurden. Da Pedro S\u00e1nchez schon fr\u00fchzeitig den nationalen Notfall ausgerufen und damit auch regionale Zust\u00e4ndigkeiten an sich gerissen hatte, ohne sie dann f\u00fcr etwas Sinnvolles zu nutzen, kann Katalonien daraus nur schwerlich ein Strick gedreht werden.<\/p>\n<p>Wahr ist vielmehr das Gegenteil: auch zahlreiche nicht sezessionistisch gesinnte Politiker- und Beobachterinnen geben unumwunden zu, dass die Pandemie Katalonien deutlich schw\u00e4cher getroffen h\u00e4tte, wenn Quim Torra das Zepter in der Hand gehabt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Wer wie \u00bbka\u00ab nur einen fl\u00fcchtigen Blick auf die Statistik wirft, wird dies aber nie erfahren.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; text-transform: uppercase;\">C\u00ebla enghe:<\/span><\/strong> <a title=\"Pompieri contro militari.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=56587\"><code>01<\/code><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich hatte ich nicht vor, hier etwas \u00fcber den Verlauf der Coronapandemie in Katalonien zu schreiben. 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