{"id":61580,"date":"2020-11-03T11:42:35","date_gmt":"2020-11-03T10:42:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=61580"},"modified":"2022-12-28T09:42:55","modified_gmt":"2022-12-28T08:42:55","slug":"weder-schnelligkeit-noch-perfektion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=61580","title":{"rendered":"Weder Schnelligkeit noch Perfektion."},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Sometimes we over-extrapolate from one event to the other and sometimes we don&#8217;t learn enough lessons and we don&#8217;t adapt enough. I think what we&#8217;ve learnt in Ebola outbreaks is <strong>you need to react quickly<\/strong>, you need to go after the virus, <strong>you need to stop the chains of transmission<\/strong>, you need to <strong>engage with communities very deeply<\/strong>; community acceptance is hugely important.<\/p>\n<p><strong>You need to be co-ordinated<\/strong>, you need to be coherent, you need to look at the other sectoral impacts, the schools and security and economic. So it&#8217;s essentially many of those same lessons but the lessons I&#8217;ve learnt after so many Ebola outbreaks in my career are be fast, have no regrets; you must be the first mover. <strong>The virus will always get you if you don&#8217;t move quickly and you need to be prepared<\/strong> and I say this.<\/p>\n<p>One of the great things in emergency response &#8211; and anyone who&#8217;s involved in emergency response will know this &#8211; if you need to be right before you move you will never win. <strong>Perfection is the enemy of the good when it comes to emergency management. Speed trumps perfection<\/strong> and the problem in society we have at the moment is everyone is afraid of making a mistake, everyone is afraid of the consequence of error.<\/p>\n<p>But the greatest error is not to move, the greatest error is to be paralysed by the fear of failure and I think that&#8217;s the single biggest lessons I&#8217;ve learnt in Ebola responses in the past.<\/p>\n<p><em>\u2014 Dr. Michael Ryan auf einer <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.who.int\/docs\/default-source\/coronaviruse\/transcripts\/who-transcript-emergencies-coronavirus-press-conference-full-13mar2020848c48d2065143bd8d07a1647c863d6b.pdf?sfvrsn=23dd0b04_2\">WHO-Pressekonferenz<\/a> am 13. M\u00e4rz 2020 angesichts der sich anbahnenden Corona-Pandemie<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><small><em>Hervorhebungen von mir<\/em><\/small><\/p>\n<h6>20., 21. &amp; 22. Oktober<\/h6>\n<p>Am Nachmittag des 20. Oktober 2020 (Dienstag) entwickelte ich Krankheitssymptome: Muskel- und Gliederschmerzen, M\u00fcdigkeit und allgemeines Unwohlsein. Am Mittwoch kontaktierte ich sofort um 9 Uhr in der Fr\u00fch telefonisch meinen Hausarzt f\u00fcr eine Krankschreibung. In Anbetracht der Beschreibung meiner Symptome ordnete dieser auch gleich einen PCR-Test an, um mich auf SARS-CoV-2 zu testen.\u00a0 Der S\u00fcdtiroler Sanit\u00e4tsbetrieb w\u00fcrde sich diesbez\u00fcglich telefonisch bei mir melden, hie\u00df es. Den restlichen Tag sowie den ganzen Donnerstag (22. Oktober) verbrachte ich mit erh\u00f6hter Temperatur, Gliederschmerzen und ziemlicher Ersch\u00f6pfung im Bett. Gegen Ende der Woche verabschiedeten sich Geruchs- und Geschmackssinn und mir wurde bewusst, dass ich mich wohl mit dem Coronavirus angesteckt hatte. Meine Immuni-App hat bislang (heute ist der 3. 11.) keinen positiven Kontakt angezeigt.<\/p>\n<h6>26. Oktober<\/h6>\n<p>Am Montag, 26. Oktober um ca. 14 Uhr &#8211; also <strong>f\u00fcnf Tage und f\u00fcnf Stunden<\/strong> nachdem mein Hausarzt um einen PCR-Test angesucht hatte, wurde ich telefonisch kontaktiert und f\u00fcr den 27. Oktober um 9.15 Uhr f\u00fcr einen Drive-in-Test vorgemerkt.<\/p>\n<h6>27. Oktober<\/h6>\n<p><strong>Exakt sechs Tage nach der Meldung wurde der Test schlie\u00dflich durchgef\u00fchrt.<\/strong> Ich pers\u00f6nlich habe das Haus freilich seit Auftreten der Symptome nicht mehr verlassen und hatte meinen letzten Kontakt au\u00dferhalb der Familie am 20. Oktober um 14.45 Uhr. Meine Frau und meine Kinder, die bis heute keine Krankheitsanzeichen aufweisen, hingegen gingen weiterhin zur Arbeit beziehungsweise in den Kindergarten und in die Schule.<\/p>\n<p>Bei der Teststation in Brixen wurde der Abstrich von einer Frau durchgef\u00fchrt, die Deutsch mit mir sprach. Der Herr, der f\u00fcr den Papierkram verantwortlich war, sprach mit mir nur Italienisch, obwohl ich auf Deutsch kommunizierte. Ich erhielt einen zweisprachigen Zettel, auf dem erkl\u00e4rt wurde, wie man das Ergebnis online abrufen kann. Darauf klebte ein Sticker: <strong>&#8220;Ritiro il: 30-10-2020&#8221;<\/strong>.<\/p>\n<h6>28. Oktober<\/h6>\n<p>Aus Neugier loggte ich mich bereits tags darauf &#8211; also am 28. Oktober &#8211; ein und siehe da, das Ergebnis (datiert mit 28. Oktober 10.04 Uhr) aus einem Innsbrucker Labor der Uni-Klinik war bereits abrufbar. SARS-CoV-2 sei bei mir nachweisbar. Der CT-Wert (ein Wert, der die Virenlast und somit die Infektiosit\u00e4t angibt) lag bei 35. Je h\u00f6her dieser Wert, desto geringer die Infektiosit\u00e4t. Ab einem Wert von 35 ist &#8211; einer kurzen Internet-Recherche meinerseits zufolge &#8211; die Ansteckungsgefahr f\u00fcr andere ziemlich gering.<\/p>\n<p>Informationen, was nun das Prozedere sei, gab es auf dem Befund keine und auch auf den Webseiten des Landes und des Sanit\u00e4tsbetriebes habe ich keinen klaren Iter gefunden, was man als positiv Getesteter nun genau machen muss. Also habe ich wieder meinen Hausarzt kontaktiert. Dieser hat mir eine Telefonnummer (0471 435700) mitgeteilt, die ich anrufen solle. Ich habe dann mehrere Stunden versucht durchzukommen. Ohne Erfolg. Auch der Brixner Covid-Dienst war st\u00e4ndig nur besetzt. Um 14 Uhr schaffte ich es schlie\u00dflich \u00fcber die gr\u00fcne Nummer (800 751 751) jemanden zu erreichen. Ein Herr teilte mir auf Deutsch mit, dass man mich kontaktieren werde. Mehr konnte ich nicht in Erfahrung bringen.<\/p>\n<h6>29. Oktober<\/h6>\n<p>Tags darauf, am Donnerstag, 29. Oktober habe ich neuerlich meinen Hausarzt kontaktiert, da ich es f\u00fcr eine gute Idee hielt, dass Frau und Kinder das Haus nicht mehr verlassen. Da meine Frau berufst\u00e4tig ist, braucht sie daf\u00fcr aber eine amtliche Best\u00e4tigung. Der Hausarzt meinte, dass er ohne offizielle Quarant\u00e4nemeldung aber nichts machen k\u00f6nne. Wir m\u00fcssten warten, bis sich der Sanit\u00e4tsbetrieb melde. Meine Frau blieb also vorerst &#8220;illegalerweise&#8221; zu Hause.<\/p>\n<p>Nach stundenlangen Versuchen in Bozen und Brixen habe ich dann am Nachmittag die Covid-Stelle in Brixen erreicht. Die deutschsprachige Frau am Telefon teilte mir mit, dass sie nicht befugt seien, die Quarant\u00e4ne auszusprechen. Sie werde meinen Fall aber an Bozen weiterleiten und die dortige Stelle w\u00fcrde sich bei mir melden. <strong>9 Tage nach dem Auftreten von Symptomen bin ich also immer noch nicht offiziell in Quarant\u00e4ne.<\/strong> Geschweige denn meine Familie. Auch f\u00fcr die Immuni-App existiert mein Fall noch nicht &#8211; entsprechend wird 9 Tage nach meinem Letzkontakt immer noch niemand gewarnt.<\/p>\n<p>Am Abend erreicht mich schlie\u00dflich ein Anruf aus Bozen. Die Frau am anderen Ende der Leitung versteht kein Wort Deutsch und meint auf Italienisch, dass sie jemanden suchen m\u00fcsse, der Deutsch spr\u00e4che &#8211; ehe sie dann auflegt. Die Suche der Frau war offenbar an diesem Abend nicht von Erfolg gekr\u00f6nt, da kein weiterer Anruf mehr kam.<\/p>\n<h6>30. Oktober<\/h6>\n<p>Meine Frau kontaktiert den Hausarzt, da sie ja illegaler Weise der Arbeit fernbleibt. Ohne Quarant\u00e4neverordnung k\u00f6nne dieser nichts machen, hie\u00df es neuerlich. Sie erh\u00e4lt aber eine E-Mail-Adresse (coronavirus@sabes.it), an die wir uns wenden sollten. Ich schreibe also ein E-Mail bez\u00fcglich meines Falles. Antwort darauf habe ich nie eine bekommen. Meine Frau erwirkt zudem bei ihrem Arbeitgeber eine Kulanzl\u00f6sung, bis die Verordnung aus Bozen eintrifft.<\/p>\n<p>Um 12 Uhr erreicht mich neuerlich ein Anruf aus Bozen. Der ziemlich gestresst wirkende Herr in der Leitung versteht abermals kein Wort Deutsch. Er vertr\u00f6stet mich mit einem kurzen &#8220;un attimo&#8221; und tats\u00e4chlich habe ich wenige Sekunden sp\u00e4ter einen \u00fcberaus freundlichen, empathischen Herren in der Leitung, der mich auf Deutsch \u00fcber die Quarant\u00e4nebestimmungen informiert und meine Fragen beantwortet. Ich erw\u00e4hne auch, dass ich die Immuni-App installiert habe und dass man meinen Status aktivieren m\u00fcsste. Der Mann meinte, dass sich diesbez\u00fcglich jemand anderes bei mir melden werde. <strong>Um 12.17 Uhr erreicht mich schlussendlich die Quarant\u00e4neverordnung per E-Mail. 10 Tage nach Ausbruch der Krankheit. <\/strong>Die Quarant\u00e4ne l\u00e4uft bis zum 8. November. Am 6. November soll die gesamte Familie getestet werden. Abgesehen von einem unangenehmen allgemeinen Ersch\u00f6pfungszustand, der hartn\u00e4ckig und offenbar recht typisch f\u00fcr diese Virusinfektion ist, habe ich kaum noch Symptome und bin wohl auch nicht mehr ansteckend.<\/p>\n<p>Am Abend des selben Tages erhalte ich neuerlich einen Anruf aus Bozen. Eine Frau, die sehr gut Deutsch spricht, erkundigt sich nach meinem famili\u00e4ren und beruflichen Umfeld. Nach der Immuni-App fragt sie nicht.<\/p>\n<h6>31. Oktober<\/h6>\n<p>Seit diesem Tag erhalte ich und meine Familie regelm\u00e4\u00dfig automatisierte Anrufe, bei denen unser Gesundheitszustand abgefragt wird. Meiner bessert sich langsam. Ich bin aber 14 Tage nach Auftreten der ersten Symptome immer noch ziemlich geschlaucht und ben\u00f6tige viel Ruhe.<\/p>\n<h6>Fazit<\/h6>\n<ul>\n<li>Von der Schnelligkeit und Organisiertheit, die Dr. Ryan oben einmahnt, ist in S\u00fcdtirol nichts zu merken. Von der Testanfrage bis zum Test hat es fast eine Woche gedauert. Vom positiven Testergebnis bis zur Quarant\u00e4nemeldung weitere zwei Tage. Die Immuni-App ist 14 Tage (!) nach meinem Letztkontakt noch nicht mit meinem Fall gespeist. Von anderen positiven F\u00e4llen in meinem Bekanntenkreis wei\u00df ich, dass obige Zeitspannen kein Einzelfall sind und bisweilen sogar noch l\u00e4nger ausfallen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Ich kann verstehen, dass man bez\u00fcglich der Testungen Kapazit\u00e4tsgrenzen hat, da es f\u00fcr die Durchf\u00fchrung und Auswertung spezialisiertes Personal braucht, welches sich nicht innerhalb weniger Wochen ausbilden l\u00e4sst. Aber dass Telefonnummern stundenlang nicht erreichbar sind, auf E-Mails nicht geantwortet wird und eine rein technische Sache wie die Statusaktualisierung der Immuni-App nicht gemacht wird, ist ein grandioses organisatorisches Versagen &#8211; mit all den entsprechenden gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen. Kommunikations- und Informationskan\u00e4le bzw. die entsprechende Organisation und Logistik h\u00e4tte man angesichts der Erfahrungen im Fr\u00fchjahr und der eindringlichen Warnungen bez\u00fcglich einer m\u00f6glichen zweiten Welle im Herbst durchaus vorbereiten k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Es gibt offenbar auch kein standardisiertes Prozedere, um zumindest ansatzweise ein Case-Tracking zu versuchen und in der Folge eine Priorisierung vorzunehmen, um die knappen vorhandenen Kapazit\u00e4ten effizient und sinnvoll zu nutzen. Nach der Immuni-App wurde zumindest in meinem Fall nicht gefragt und sie wird auch nicht bespielt.<\/li>\n<li>Zu gu\u00adter Letzt ist die gesetzlich vorgeschriebene Zwei- bzw. Dreisprachigkeit der Dienste nicht gegeben. Ebenfalls positiv getestete deutschsprachige Bekannte haben mir best\u00e4tigt, dass auch sie von einsprachigem Personal auf Italienisch kontaktiert wurden. Ob ladinischsprachige S\u00fcdtiroler auf Ladinisch mit der Covid-Stelle kommunizieren k\u00f6nnen, entzieht sich meiner Kenntnis. (Ich vermute aber, dass das nicht der Fall ist.) Das Recht auf Muttersprache darf kein Sch\u00f6nwetterrecht sein. Die Verh\u00e4ngung einer Quarant\u00e4ne ist f\u00fcr die Betroffenen ein schwerwiegender Eingriff und eine SARS-CoV-2-Infektion eine komplexe medizinische Angelegenheit. B\u00fcrgernahe, niederschwellige, klare und verst\u00e4ndliche Kommunikation ist diesbez\u00fcglich von entscheidender Bedeutung, da sie nicht zuletzt Vertrauen stiftet. Der Wert der im Autonomiestatut verankerten Rechte zeigt sich also gerade in Krisenzeiten. Der Europarat hat seine Mitglieder <a title=\"Corona: Europarat fordert Mehrsprachigkeit.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=56038\">aufgefordert<\/a>, die mehrsprachige Kommunikation w\u00e4hrend der Pandemie auszubauen &#8211; zum Wohle der B\u00fcrger\/-innen in einer Zeit gro\u00dfer Verunsicherung. Im &#8220;mehrsprachigen&#8221; S\u00fcdtirol ist das Gegenteil der Fall und das ist nicht nur illegal, sondern zutiefst besch\u00e4mend.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; text-transform: uppercase; font-weight: bold;\">Serie<\/span>\u00a0<\/strong><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; font-weight: bold;\">I<\/span> <a title=\"Angemessene Performance?\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=61833\"><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; font-weight: bold;\">II<\/span><\/a> <a title=\"Es ist vollbracht!\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=62299\"><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; font-weight: bold;\">III<\/span><\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; text-transform: uppercase;\">C\u00ebla enghe:<\/span><\/strong>\u00a0<a title=\"Mehrsprachigkeit in Krisenzeiten.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=55682\" data-wpel-link=\"internal\"><code>01<\/code><\/a>\u00a0<a title=\"LPA f\u00e4hrt Zweisprachigkeit herunter.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=55821\" data-wpel-link=\"internal\"><code>02<\/code><\/a> <a title=\"Corona: Land ver\u00f6ffentlicht einsprachige Tabelle.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=56094\" data-wpel-link=\"internal\"><code>03<\/code><\/a>\u00a0<a title=\"Indennit\u00e0 Covid? Monolingue.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=56159\" data-wpel-link=\"internal\"><code>04<\/code><\/a>\u00a0<a title=\"RFI: Sicherheitshinweise nicht auf Deutsch.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=57360\" data-wpel-link=\"internal\"><code>05<\/code><\/a> <a title=\"Corona: Kanada erhebt Sprachprobleme.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=57997\" data-wpel-link=\"internal\"><code>06<\/code><\/a>\u00a0<a title=\"Wenn die Mehrsprachigkeit das Nachsehen hat.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=58869\" data-wpel-link=\"internal\"><code>07<\/code><\/a>\u00a0<span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; font-weight: normal;\">||<\/span> <a title=\"Covid: Abgelehntes Verwaltungspersonal.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=63012\"><span style=\"color: #ff8c00\"><code>01<\/code><\/span><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sometimes we over-extrapolate from one event to the other and sometimes we don&#8217;t learn enough lessons and we don&#8217;t adapt enough. 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