{"id":75171,"date":"2022-12-13T21:51:08","date_gmt":"2022-12-13T20:51:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=75171"},"modified":"2024-11-27T11:11:24","modified_gmt":"2024-11-27T10:11:24","slug":"pro-femina-in-sudtirol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=75171","title":{"rendered":"\u203aPro Femina\u2039 in S\u00fcdtirol."},"content":{"rendered":"<p>Laut <abbr title=\"Unser Tirol 24\">UT24<\/abbr> hat der deutsche Beratungsverein f\u00fcr \u00bbSchwangere in Not\u00ab <em>Pro Femina<\/em> seinen Hauptsitz <a title=\"UT24: Wir sind in S\u00fcdtirol im politischen Asyl.\" href=\"https:\/\/www.unsertirol24.com\/2022\/12\/12\/wir-sind-in-suedtirol-im-politischen-asyl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">von Heidelberg nach Bozen verlegt<\/a>. In Deutschland seien die B\u00fcros der Organisation des \u00d6fteren von Linksextremistinnen attackiert, \u00bbScheiben eingeschlagen, Hundekot in den Briefkasten gesetzt und weiteres Ungemach veranstaltet\u00ab worden. Als dann eine Regierungspartei in Berlin den habe \u00bbverbieten\u00ab wollen, sei der Hauptsitz nach S\u00fcdtirol verlegt worden.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich gibt <em>Pro Femina<\/em> im <a title=\"Pro Femina: Impressum.\" href=\"https:\/\/www.profemina.org\/de-de\/impressum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Impressum<\/a>&nbsp;eine Anschrift in der Altstadt von Bozen sowie eine Eintragungsnummer der S\u00fcdtiroler Handelskammer an. Das Spendenkonto liegt bei der hiesigen Sparkasse.<\/p>\n<p>Worum geht es? Das fundamental christliche \u00bbSozialunternehmen\u00ab mit beschr\u00e4nkter Haftung, das auch unter dem Aktionsnamen <em>1000plus<\/em> auftritt, ist seit Jahren darauf spezialisiert, Frauen \u00bbim Schwangerschaftskonflikt\u00ab vor allem online und telefonisch zu \u00bbberaten\u00ab, und zwar so, dass ein Schwangerschaftsabbruch m\u00f6glichst abgewendet werden kann. Der Fokus soll dabei folgerichtig nicht auf dem Wohl der Beratenen und schon gar nicht auf einer selbstbestimmten Entscheidung liegen, sondern auf dem sogenannten \u00bbLebensschutz\u00ab<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000007fc0000000000000000_75171\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000007fc0000000000000000_75171-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000007fc0000000000000000_75171-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">gemeint ist das <em>ungeborene<\/em> Leben und nicht jenes der Schwangeren<\/span> \u2014 wof\u00fcr mit zul\u00e4ssigen, aber auch mit unlauteren Methoden am Rande der Legalit\u00e4t gearbeitet wird.<\/p>\n<p>Das f\u00e4ngt schon beim Namen an: der sei laut Kritikerinnen so gew\u00e4hlt, dass er leicht mit dem etablierten Beratungsangebot von <em>Pro Familia<\/em> verwechselt werden kann. Das Original sah sich mehrfach dazu veranlasst, vor Verwechslungen zu warnen. Denn im Unterschied zu <em>Pro Familia<\/em> ber\u00e4t <em>Pro Femina<\/em> nicht ergebnisoffen und stellt auch keine \u2014 in Deutschland f\u00fcr einen Schwangerschaftsabbruch n\u00f6tigen \u2014 Beratungsscheine aus. Aufgrund dieser Tatsache, auf die meist nur am Rande (bzw. im Kleingedruckten) hingewiesen wird, verlieren Betroffene oft wertvolle Zeit und k\u00f6nnen so die gesetzliche Frist f\u00fcr eine Abtreibung verpassen. Zudem sollen Frauen bei der Beratung \u00fcbereinstimmenden Berichten zufolge psychisch unter Druck gesetzt, manipuliert und bewusst get\u00e4uscht werden, damit sie einen gewollten Abbruch nicht durchf\u00fchren lassen. Sogar Geld werde ihnen angeboten, wenn sie die Schwangerschaft fortsetzen.<\/p>\n<p>Bei weitem nicht nur Linksextreme sehen das Gebaren von <em>Pro Femina<\/em> \u00e4u\u00dferst kritisch. Die <abbr title=\"Sozialdemokratische Partei Deutschlands\">SPD<\/abbr> hatte sich f\u00fcr eine Schlie\u00dfung der Berliner B\u00fcros starkgemacht. Sowohl Hessen als auch das nicht unter Linksextremismusverdacht stehende Bayern pr\u00fcfen, dem Verein zumindest die Verwendung des Begriffs \u00bbSchwangerenkonfliktberatung\u00ab zu untersagen; und auch das (ehemalige) Heimatbundesland von <em>Pro Femina,<\/em> Baden-W\u00fcrttemberg, \u00fcberlegt rechtliche Schritte.<\/p>\n<p>Sogar katholische Bist\u00fcmer wie jene von Augsburg, Speyer oder Freiburg i. B. haben Aktionen der umstrittenen \u00bbLebenssch\u00fctzerinnen\u00ab verboten \u2014 und ihre Pfarreien vor einer Zusammenarbeit mit der Organisation gewarnt.<\/p>\n<p>Der <em>Pro-Femina<\/em>-Vorsitzende Kristijan Aufiero wird mit der irref\u00fchrenden und polarisierenden Aussage zitiert:<\/p>\n<blockquote><p>Die Massenabtreibung in Deutschland ist ein Ph\u00e4nomen der massenhaft unterlassenen Hilfeleistung.<\/p><\/blockquote>\n<p>Jetzt versucht er sein Gl\u00fcck in S\u00fcdtirol \u2014 im politischen Asyl, wie es auf UT24 hei\u00dft.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; text-transform: uppercase;\">C\u00ebla enghe:<\/span> <\/strong><a title=\"Man wird doch wohl noch homophob sein d\u00fcrfen.\" href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=76922\"><span style=\"color: #ff8c00\"><code>01<\/code><\/span><\/a><\/p>\n<ul class=\"modern-footnotes-list modern-footnotes-list--show-only-for-print\"><li><span>1<\/span><div>gemeint ist das <em>ungeborene<\/em> Leben und nicht jenes der Schwangeren<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut UT24 hat der deutsche Beratungsverein f\u00fcr \u00bbSchwangere in Not\u00ab Pro Femina seinen Hauptsitz von Heidelberg nach Bozen verlegt. 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