{"id":810,"date":"2007-09-24T11:49:58","date_gmt":"2007-09-24T09:49:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=810"},"modified":"2019-01-29T10:14:11","modified_gmt":"2019-01-29T09:14:11","slug":"selbstbestimmung-logo-sofort-und-taglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=810","title":{"rendered":"Selbstbestimmung? Logo! Sofort und t\u00e4glich!"},"content":{"rendered":"<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 20px; border: none; margin-top: 0em; background-color: darkred;\"\/><\/div><p><em>Da <a href=\"http:\/\/markus-lobis.blog.de\/\"><strong>Markus Lobis<\/strong><\/a> riceviamo e volentieri pubblichiamo:<\/em><\/p>\n<p>Wie schon fr\u00fcher in einigen bemerkenswerten Debatten auf dem stillgelegten <em>ff-<\/em>Forum hervorgehoben, hat das Konzept der Selbstbestimmung eine ganze Reihe von Facetten. In der Zuspitzung der Frage auf die Inanspruchnahme des Selbstbestimmungsrechtes in Form einer Volksbefragung f\u00fcr die S\u00fcdtirolerInnen wird die Debatte viel zu eng gef\u00fchrt und \u00fcbersieht den f\u00fcr mich wichtigsten Aspekt: Jenen der pers\u00f6nlichen, der individuellen Selbstbestimmung.<\/p>\n<p>Wir haben viele M\u00f6glichkeiten und Chancen f\u00fcr ein selbst bestimmtes Leben. Wir verf\u00fcgen \u00fcber eine gute Ausstattung an Menschen- und Individualrechten und sind im wesentlichen frei von existenziellen Bedrohungen. Wir haben gute Ausbildungsm\u00f6glichkeiten und in S\u00fcdtirol kommt hinzu, dass die Mehrsprachigkeit, die einzigartige M\u00f6glichkeit bietet, sich in unterschiedlichen Kulturkreisen zu bewegen und pers\u00f6nlich dort zu wachsen, wo man es selber w\u00fcnscht. Selbst bestimmt, eben!<\/p>\n<p>Diese Chancen erschlie\u00dfen sich dem, der erkennt, dass Einsprachigkeit heilbar ist und die Mehrsprachigkeit den Schl\u00fcssel f\u00fcr gute pers\u00f6nliche Entwicklungsm\u00f6glichkeiten bietet. Dies umso mehr, wenn man sich den Grundwerten des Abendlandes verbunden f\u00fchlt, die f\u00fcr mich weniger mit dem Kruzifix oder Andreas Hofer zu tun haben, sondern vielmehr mit Platon, Augustinus, Galileo Galilei, Luther, mit der Aufkl\u00e4rung, der Franz\u00f6sischen Revolution, Marx, Sartre, Marcuse \u2013 um nur einige Begriffe und Namen zu nennen, die mir in den Sinn kommen.<\/p>\n<p>Heute hat jede\/r S\u00fcdtirolerIn die M\u00f6glichkeit zu einem Leben, das in erster Linie von der individuellen Selbstbestimmung gepr\u00e4gt wird. Einschr\u00e4nkungen sehe ich am ehesten im Versuch, den individuellen Entscheidungsrahmen durch k\u00fcnstlich aufgebl\u00e4hte Konflikte zu begrenzen und zu manipulieren, die durch die geschichtlichen Entwicklungen in unserem Land bedingt sind. In einem tendenziell konservativ-patriarchalischen Umfeld kommt hinzu, dass es Versuche gibt, den Einzelnen im Interesse irgendwelcher h\u00f6her gereihten Gemeinschaftsinteressen in ein gro\u00dfes Ganzes einzubinden, dessen Existenzberechtigung in S\u00fcdtirol auch aufgrund mangelnder Demokratie- und Streitkultur zu wenig hinterfragt wird.<\/p>\n<p>Da wir eine politische Regionalverfassung haben, die auf Trennung und Ausgrenzung beruht und in der es sich die politischen Akteure recht bequem eingerichtet haben, muss nat\u00fcrlich auch ein bestimmter Standard an entsprechenden Problemen aufrecht erhalten werden \u2014 wenn es sein muss, mit allen Mitteln.<\/p>\n<p>Ich denke aber, dass sich st\u00e4ndig gr\u00f6\u00dfer werdende Teile der S\u00fcdtiroler Gesellschaft immer schneller vom Stand der politischen Verfasstheit weg bewegen und dass es an der Zeit ist, die Politik an den Stand der soziokulturellen Entwicklung anzupassen und nicht st\u00e4ndig zu versuchen, die gesellschaftspolitische Entwicklung unter Hinweis auf irgendwelche fragw\u00fcrdigen Prinzipien und Pr\u00e4missen der regionalen Politik zu behindern.<\/p>\n<p>Diesen Grundkonflikt der S\u00fcdtiroler Entwicklung l\u00f6sen wir nicht mit der Frage, ob wir (wer, wir?) lieber bei \u00d6sterreich w\u00e4ren, bei Bayern, Italien oder Schweden. Diese Debatte sehe ich eher als Ablenkungsman\u00f6ver.<\/p>\n<p>Die Herausforderung f\u00fcr S\u00fcdtirol liegt nicht in der territorialen Einbettung, sondern im Herzen der S\u00fcdtiroler Gesellschaft. Sind wir in der Lage, aus eigener Kraft einen Rahmen zu schaffen, der uns eine pluralistische, offene Zukunft bietet und in dem der Stand der pers\u00f6nlichen Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung die wichtigste Me\u00dflatte ist?<\/p>\n<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 10px;border: none;margin-top: 0px;background-color: darkred\" \/>\r\n\r\n<div style=\"background-color: none;padding: 0px;font-size: 14px;font-family: Helvetica,Arial;margin: 10px 0px 0px 0px\"><span style=\"color: darkred\"><strong><small>Autor:innen- und Gastbeitr\u00e4ge widerspiegeln nicht notwendigerweise die Meinung oder die Position von BBD, so wie die jeweiligen Verfasser:innen nicht notwendigerweise die Ziele von BBD unterst\u00fctzen.<\/small><\/strong><small>\u00b7 I contributi esterni non necessariamente riflettono le opinioni o la posizione di BBD, come a loro volta le autrici\/gli autori non necessariamente condividono gli obiettivi di BBD. \u2014 <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=11356#copyleft\"><strong>\u00a9<\/strong><\/a><\/small><\/span><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da Markus Lobis riceviamo e volentieri pubblichiamo: Wie schon fr\u00fcher in einigen bemerkenswerten Debatten auf dem stillgelegten ff-Forum hervorgehoben, hat das Konzept der Selbstbestimmung eine ganze Reihe von Facetten. 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