{"id":84068,"date":"2024-02-28T15:23:26","date_gmt":"2024-02-28T14:23:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=84068"},"modified":"2026-02-02T08:01:20","modified_gmt":"2026-02-02T07:01:20","slug":"pink-lady","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=84068","title":{"rendered":"Pink Lady."},"content":{"rendered":"<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 20px; border: none; margin-top: 0em; background-color: darkred;\"\/><\/div><p><strong>Die AG <em>Zukunft Landwirtschaft<\/em> wirbt f\u00fcr eine uneingeschr\u00e4nkte konventionelle Landwirtschaft<\/strong><\/p>\n<p>Die \u00bbArbeitsgruppe\u00ab <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ag.zukunft.landwirtschaft\/\"><em>Zukunft Landwirtschaft<\/em><\/a> (ZL) h\u00e4lt sich auf ihren <em>Facebook<\/em>-Seiten nicht zur\u00fcck. Alles, was irgendwie mit Bio zusammenh\u00e4ngt, wird niedergemacht. <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/politik\/landwirtschaft-staatsregierung-begr%C3%BC%C3%9Ft-neue-grundwasser-urteile\/ar-BB1iMk05?ocid=msedgdhp&amp;pc=EDGEXST&amp;cvid=4c4fb4ef52c341708efbabae7240d8bc&amp;ei=121\">Landwirtschaftliche Emissionen<\/a>, <a href=\"https:\/\/umwelt.provinz.bz.it\/wasser\/chemische-parameter.asp\">Stichwort G\u00fclle<\/a>, \u00bbm\u00fcssen als kulturelles Erbe gesch\u00fctzt werden\u00ab. <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/panorama\/erste-urteile-richter-st%C3%A4rken-grundwasserschutz\/ar-BB1iIsXd?ocid=msedgdhp&amp;pc=EDGEXST&amp;cvid=bfaba0f6e8af4dfa94f7e0bd85b7af6c&amp;ei=31\">Nitrat im Trinkwasser?<\/a> Kein Thema. Keine Auflagen beim Giftspritzen, also beim Einsatz von Pestiziden, <em>Zukunft Landwirtschaft<\/em> ist 100 Prozent pro <em><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bayer-monsanto-glyphosat-us-regierung-101.html\">Glyphosat.<\/a><\/em><\/p>\n<p>Kritik daran \u2014 am <em>Glyphosat,<\/em> stellvertretend f\u00fcr die Giftmittel, sorry Pestizide \u2014 wird als unqualifiziert abgetan. Alle, die Kritik \u00fcben, sind links-gr\u00fcn Versiffte. So einfach ist es aber nicht. Beispiel: Seit der \u00dcbernahme von <em>Monsanto<\/em> durch den Chemieriesen <em>Bayer<\/em> muss sich der Konzern in den USA mit mehr als 154.000 Klagen gegen <em>Glyphosat<\/em> besch\u00e4ftigen. \u00bbUnd auch wenn Bayer stets bestritten hat, dass Glyphosat krebserregend ist, hat es schon mehrere Milliarden Euro f\u00fcr Vergleiche ausgegeben, Geld zur\u00fcckgestellt und <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2019-03\/glyphosat-krebserregend-usa-monsanto-prozess-jury-roundup\">einige Verfahren spektakul\u00e4r verloren\u00ab<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2023\/25\/glyphosat-klage-bayer-usa-krebserkrankung\">berichtete<\/a> die deutsche Wochenzeitung <em>Die Zeit.<\/em><\/p>\n<p>Sicher, der Einwurf stimmt, <em>Glyphosat<\/em> wird nicht auf die \u00c4pfel gespritzt. Scheint Apfel-Konsument:innen nicht zu belasten oder gar zu gef\u00e4hrden. Trotzdem <a href=\"https:\/\/www.bmel.de\/SharedDocs\/FAQs\/DE\/faq-glyphosat\/FAQ-glyphosat_List.html\">warnt das deutsche Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft.<\/a> Kein Wunder, steht doch ein <em>Gr\u00fcner<\/em> dem Ministerium vor.<\/p>\n<h6>Fake-News-Medien<\/h6>\n<p>Immer wieder im Visier von ZL ist das M\u00fcnchner <em><a href=\"https:\/\/umweltinstitut.org\/\">Umweltinstitut<\/a><\/em> \u2014 Private, erl\u00e4utert ZL \u2014 und seine Umtriebe, wie das inzwischen annullierte Malser Anti-Pestizid-Referendum. <em>Zukunft Landwirtschaft<\/em> wirbt f\u00fcr eine \u00bbverantwortungsvolle Landwirtschaft, jenseits der \u00d6ko-Illusion\u00ab. ZL steht \u2014 ohne wenn und aber \u2014 f\u00fcr die konventionelle Landwirtschaft und organisierte die Bauerndemonstration am 18. Februar in Bozen. Das verwundert keineswegs. Denn mit Ansagen an Politik und Gesellschaft h\u00e4lt sich ZL nicht zur\u00fcck. Die AG \u00e4rgert sich \u00fcber Ernteprognosen, die den Bauern schaden, \u00bbdas spielt doch nur den Handelsketten in die H\u00e4nde und schadet uns Landwirten\u00ab, kritisierte Georg Gallmetzer, Pr\u00e4sident von <em>Zukunft Landwirtschaft.<\/em> Er wettert gegen das \u00bbKartell des Lebensmitteleinzelhandels\u00ab mit der dazu passenden Frage an alle S\u00fcdtiroler: \u00bbWarum m\u00fcsst ihr 2,80 Euro f\u00fcr ein Kilo \u00c4pfel bezahlen, wenn wir nur 30 Cent daf\u00fcr bekommen?\u00ab<\/p>\n<p>Die Kritikliste der ZL ist ewig lang, darunter auch die Kritik an bestimmten Medien. Die AG empfindet Artikel \u00fcber die Landwirtschaft in der <em>ff<\/em> und auf <em>Salto<\/em> als \u00bbdiffamierend\u00ab, Georg Gallmetzer spricht von <em>Gonzo<\/em>-Journalismus, von der Desinformation \u00fcber die Lebensmittelproduktion: \u00bbEr \u2014 der Gonzo-Journalismus \u2014 zeichnet sich dadurch aus, dass der Journalismus radikal, subjektiv, mit starken Emotionen und absichtlichen \u00dcbertreibungen arbeitet aber bewusst Fakten und Objektivit\u00e4t wegl\u00e4sst. Das beste Beispiel ist die \u00f6ffentliche rechtliche (sic) Medienanstalt Rai S\u00fcdtirol, die gewisse Informationen, die ihr zugespielt wurden, ungepr\u00fcft ver\u00f6ffentlicht hat. Das nennt man dann Desinformation\u00ab, sagte Gallmetzer im Interview mit der Onlineplattform <em><a href=\"https:\/\/www.unsertirol24.com\/2020\/10\/29\/wir-toeten-keine-kinder-sondern-ernaehren-menschen\/\">Unser Tirol24.<\/a><\/em><\/p>\n<p>Was werden das wohl f\u00fcr \u00bbgewisse Informationen\u00ab gewesen sein, die zugespielt, aber nicht \u00fcberpr\u00fcft wurden? Wahrscheinlich die Malser Pestizidstudie des ungeliebten M\u00fcnchner <em>Umweltinstituts.<\/em> Alles nur Humbug, <em>Fake News,<\/em> \u00fcble Nachrede, Miesmacherei. Kurzum die Pestizidstudie ist ein \u00bbgrobes Foul\u00ab. Pech nur, dass eine <a href=\"https:\/\/salto.bz\/de\/article\/19022024\/die-unselige-studie\">neue Studie der <em>Rheinland-Pf\u00e4lzischen Technischen Universit\u00e4t Kaiserslautern-Landau<\/em> (RPTU) und der <em>Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur in Wien<\/em> (BOKU)<\/a> die verunglimpfte Recherche des <em>Umweltinstituts<\/em> best\u00e4tigt. Gift- bzw Pestizidr\u00fcckst\u00e4nde sind nicht nur in den Obstanlagen zu finden, sondern auch im nahen und ferneren Umland. Festgestellt wurde auch der zahlenm\u00e4\u00dfige R\u00fcckgang von Schmetterlingen. Stichwort <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wissen\/jede-fuenfte-pflanzen-und-tierart-in-europa-ist-gefaehrdet,Tv7G2AR\">Artensterben<\/a>, <a href=\"https:\/\/biodiversity.eurac.edu\/de\/home-2\/\">S\u00fcdtirol<\/a> ist davon nicht ausgenommen, im <a href=\"https:\/\/www.barfuss.it\/leben\/leises-ungebremstes-artensterben\/\">Gegenteil.<\/a> Und die <a href=\"https:\/\/www.rainews.it\/tgr\/tagesschau\/audio\/2023\/11\/120-pflanzenarten-bedroht-landwirtschaft-als-hauptursache-8e21ccbd-28c7-462b-953f-556ae77f7cb8.html\">Landwirtschaft<\/a> ist vielfach f\u00fcr das Artensterben verantwortlich. Doch um nicht dem <em>Gonzo<\/em>-Journalismus zu verfallen, die erw\u00e4hnte <a href=\"https:\/\/utopia.de\/news\/studie-zeigt-folgen-die-schattenseite-suedtiroler-aepfel-v2_647665\/\">Studie<\/a> sorgt in der wissenschaftlichen Welt f\u00fcr heftigen Disput.<\/p>\n<h6>JWA contra Clubsorten<\/h6>\n<p>Die Realit\u00e4t kann nicht sch\u00f6ngeschrieben werden, auch nicht von der AG <em>Zukunft Landwirtschaft.<\/em> Der Landtagsabgeordnete J\u00fcrgen Wirth-Anderlan warf dieses Thema vor der Bauernkundgebung in Bozen auf. Er stellte fest: \u00bbWir haben nur noch Clubsorten, wo wir uns relativ schwertun. Wir haben Vorschriften, die nicht mehr aufh\u00f6ren. Wir werden von oben herab reglementiert, drei Mal im Jahr gibt es eine Kontrolle. Wir m\u00fcssen so viele Kurse besuchen\u00ab.<\/p>\n<p>Einer der Protestorganisatoren, Georg Gallmetzer, ist der S\u00fcdtiroler Promoter dieser Clubs, <em><a href=\"https:\/\/www.apfel-pinklady.com\/\">Pink Lady.<\/a> <\/em>Gallmetzer soll ein \u00e4u\u00dferst erfolgreicher \u00bb\u00c4pfelbauer\u00ab sein, der seine zehn Hektar Apfelplantagen mit <em>Pink Lady<\/em> lukrativ bewirtschaftet. <em>Pink Lady,<\/em> ein exklusiver Club, der auf seiner Homepage zwar jede Menge Text anbietet, aber kaum Informationen. Gekonnt wird die Nachhaltigkeit, die F\u00f6rderung von Frauen und des S\u00fcdens der Welt bespielt. Gr\u00fcne Themen, die auf den <em>Facebook<\/em>-Seiten der AG <em>Zukunft Landwirtschaft<\/em> ansonsten heftigst bek\u00e4mpft werden. <em>Pink Lady<\/em> ist aber gar nicht der Apfel, sondern die <a href=\"https:\/\/apfel-gesund.de\/pink-lady\/\">Markenbezeichnung: <\/a>\u00bbDie Clubsorte unterliegt bestimmten Vorgaben, die eingehalten werden m\u00fcssen und darf nur von einer bestimmten Anzahl von Bauern produziert werden. B\u00e4ume wurden anfangs in S\u00fcdostfrankreich sp\u00e4ter im Loiretal, in S\u00fcdwestfrankreich, in Italien und Spanien gepflanzt\u00ab, schreibt der Marketingberater Andreas Kroppen auf seiner Homepage.<\/p>\n<p><em>Pink Lady<\/em> ist eine <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KpTp-mlw4aQ\">sogenannte Clubsorte;<\/a>&nbsp;keine Zucht-Sorte, sondern eine <a href=\"https:\/\/pinkladyapples.com\/de\/the-brand\/\">Marke.<\/a> \u00bbDie Apfel-Bauern m\u00fcssen einem Club beitreten, Lizenzgeb\u00fchren bezahlen und bekommen vorgeschrieben, wie gro\u00df und rot die \u00c4pfel sein m\u00fcssen\u00ab, berichtet <a href=\"https:\/\/utopia.de\/ratgeber\/pink-lady-das-ist-faul-an-dieser-apfelsorte_152370\/\"><em>Greenpeace.<\/em><\/a> Weiter: \u00bbViele Apfel-Bauern machen sich mit dem Anbau von Pink Lady abh\u00e4ngig von der <a href=\"https:\/\/www.freshplaza.com\/north-america\/article\/9560711\/international-pink-lady-alliance-22nd-conference-fosters-positive-outlook-for-the-future\/\">\u201eInternational Pink Lady Alliance\u201c<\/a>, die hinter der Marke steckt. Denn sie m\u00fcssen sich verpflichten, die \u00c4pfel zu einem festen Preis nur an die Pink Alliance abzugeben. Hof-Verk\u00e4ufe oder Kooperationen mit Superm\u00e4rkten sind den Bauern nicht erlaubt.\u00ab<\/p>\n<p>Das ist keine \u00fcble links-gr\u00fcn-versiffte Nachrede. So hei\u00dft es auf <a href=\"https:\/\/www.apfelwelt.it\/de\/apfelwiki\/vertragssorten--2-54.html\"><em>apfelwelt.it:<\/em><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Im Gegensatz zu Standardsorten wie Golden Delicious oder Granny Smith, die allen Produzenten in der ganzen Welt frei zum Anbau zur Verf\u00fcgung stehen, haben gemanagte Sorten oder sogenannte Vertragssorten einen Besitzer, der seine Inhaberrechte an diesem Apfel durch einen, in der EU hinterlegten Sortenschutz gesichert hat. Produzenten m\u00fcssen mit dem Inhaber der Sortenrechte Lizenzvertr\u00e4ge f\u00fcr den Anbau und die Vermarktung abschlie\u00dfen. Darin wird unter anderem festgelegt, dass ein bestimmter Prozentsatz der Erl\u00f6se in Form von \u201eRoyalties\u201c an den Rechteinhaber geht.<\/p>\n<p><em><small>\u2013 apfelwelt.it<\/small><\/em><\/p><\/blockquote>\n<h6>\u00bbClub-\u00c4pfel\u00ab, die Zukunft der Landwirtschaft?<\/h6>\n<p><a href=\"https:\/\/swz.it\/willkommen-im-club\/\">Das soll die Zukunft f\u00fcr die Landwirtschaft sein?<\/a> Offensichtlich ja, besonders <a href=\"https:\/\/www.vog.it\/de\/produkte-marken\/marken\/8-pink-lady.html\">in S\u00fcdtirols Obstwirtschaft.<\/a> Viele Bauern wollen diese \u00bbmakellos aussehenden \u00c4pfel, eine Apfel-Kreuzung\u00ab anbauen. Ein \u00bbKunst\u00ab-Apfel, der laut <em><a href=\"https:\/\/www.gastroecho.de\/deutschland-findet-pink-lady-gut-oeko-test-auch\/\">\u00d6kotest<\/a><\/em> anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten und Sch\u00e4dlinge sei, daher mehr chemische Spritzmittel ben\u00f6tige, von denen sich noch Spuren auf den \u00c4pfeln finden lassen. Diese Marken\u00e4pfel verdr\u00e4ngen wegen der gro\u00dfen Nachfrage andere Apfelsorten, warnen Umweltsch\u00fctzer, die deshalb die Sortenvielfalt gef\u00e4hrdet sehen. \u00bbKaufen alle Menschen nur noch eine Sorte, werden keine anderen <a href=\"https:\/\/utopia.de\/galerien\/apfelsorten-bestimmen\/\">Apfelsorten<\/a> mehr angebaut. Die Sorten und Samen gehen also verloren. Das ist problematisch, weil sich Sorten dann nur schwer weiterentwickeln lassen, etwa um robuste Apfelsorten infolge von klimatischen Ver\u00e4nderungen zu gewinnen. Fr\u00fcher gab es circa 3.000 Apfelsorten, von denen viele bereits verschwunden sind\u00ab, warnen Verbraucher- und Umweltorganisationen.<\/p>\n<p>Stefan Eschek vom deutschen Bundessortenamt erkl\u00e4rt <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KpTp-mlw4aQ\">im ZDF:<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Obstbauern, die keine Club-Sorten anbauen (\u2026) verdienen dann weniger Geld, bekommen dann finanzielle Probleme und werden dann vielleicht von gr\u00f6\u00dferen Unternehmen aufgekauft, die dann auch alles nur mit Clubsorten bepflanzen und am Ende gibt es dann nicht mehr Sorten, sondern nur noch drei oder vier Sorten auf dem Markt.<\/p>\n<p><em><small>\u2013 Stefan Eschek<\/small><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Wohl auch deshalb gab es in den vergangenen Jahren auch immer wieder \u00bbAnschl\u00e4ge\u00ab auf <em>Pink-Lady<\/em>-Anlagen beispielsweise im Unterland. Sind die B\u00e4uerinnen und Bauern daf\u00fcr vor das Landhaus in Bozen gezogen, mit ihren Traktoren und dem steuerbeg\u00fcnstigten Diesel? Sie haben uns Konsumentinnen und Konsumenten daran erinnert, dass sie unsere Lebensmittel produzieren. <a href=\"https:\/\/salto.bz\/de\/article\/19022024\/bauern-demo-kratie\">Clemens Riegler widersprach<\/a> auf <em>Salto<\/em> bisher unwidersprochen. Zitat: \u00bbAuf vielen Plakaten steht \u201eNur der Bauer macht dich satt\u201c \u2026 oder so \u00e4hnlich. Wenn wir ehrlich sind, dann produziert die S\u00fcdtiroler Landwirtschaft so gut wie keine Grundnahrungsmittel. Au\u00dfer Milch vielleicht. Der Rest liegt im Null-Komma-Seppl-Bereich.\u00ab<\/p>\n<p>Auf seiner Kundgebung gegen die Landwirtschaftspolitik \u2014 vom Land, vom Staat, von der EU? \u2014 wetterte Georg Gallmetzer von der AG <em>Zukunft Landwirtschaft<\/em> gegen die Landesverwaltung. Sie gew\u00e4hre dem nervigen <em>Dachverband f\u00fcr Natur- und Umweltschutz<\/em> einen Beitrag von 200.000 Euro j\u00e4hrlich. \u00bbUnser Steuergeld\u00ab, kritisierte Gallmetzer. Er sollte nachrechnen, wieviel von \u00bbunserem Steuergeld\u00ab in die Landwirtschaft flie\u00dft. In seiner Studie \u00bb40 Jahre Paket-Autonomie\u00ab kommt Thomas Benedikter zum Schluss, dass die Landwirtschaft seit 30 Jahren Nutznie\u00dferin von hohen Beitr\u00e4gen sei. Benedikter schreibt deshalb auch von einer \u00f6ffentlichen Rundumbetreuung der Landwirtschaft. Die <em>S\u00fcdtiroler Wirtschaftszeitung<\/em> SWZ findet, dass unterm Strich die g\u00fcnstigen Steuerregeln noch st\u00e4rker ins Gewicht fallen.<\/p>\n<p>Georg Gallmetzer sollte in der SWZ nachlesen: \u00bbAndererseits ist es augenscheinlich, dass es auch gar nicht wenige recht wohlhabende Bauern gibt, die sich ins F\u00e4ustchen lachen, weil sie mit Steuergeldern bedacht, aber vom Fiskus verschont werden\u00ab, kommentiert die SWZ recht ungeschminkt: \u00bbSo zahlen die S\u00fcdtiroler Steuerzahlerinnen und -zahler an die zwei Milliarden Euro an Einkommenssteuern, aber nur ein sehr geringer Teil davon entf\u00e4llt auf die Bauern.\u00ab<\/p>\n<p>Die aktuellen b\u00e4uerliche Proteste, besonders gegen die EU, <a href=\"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=83778\">nennt Thomas Benedikter<\/a> einen Aufstand gegen den <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/interview-renaturierung-macht-das-system-stabiler-auch-fuer-landwirte\/2208405\">notwendigen Wandel<\/a>. Europaweit attackieren Bauern und B\u00e4uerinnen den <em><a href=\"https:\/\/www.ethicalbanking.it\/de\/915\">New Green Deal<\/a><\/em> der EU. Nur zu Erinnerung: Im <a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/de\/policies\/cap-introduction\/cap-future-2020-common-agricultural-policy-2023-2027\/\">Haushalt der EU<\/a> sind die meisten Gelder f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/factsheets\/de\/sheet\/104\/die-gemeinsame-agrarpolitik-in-zahlen\">Landwirtschaft \u00bbreserviert\u00ab<\/a>, bis 2027 fast <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/factsheets\/de\/sheet\/106\/die-finanzierung-der-gemeinsamen-agrarpolitik\">400 Milliarden Euro.<\/a> Die Landwirtschaftspolitik der EU formulieren die Bauernverb\u00e4nde in Kombination mit den Agrar-, Chemie- und Lebensmittelkonzernen. Die gro\u00dfen Verb\u00e4nde, in den H\u00e4nden der Gro\u00dfkopfeten, \u00bbmissbrauchen\u00ab das sympathische Image der Kleinbauern und der mittelst\u00e4ndischen landwirtschaftlichen Betriebe.<\/p>\n<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 10px;border: none;margin-top: 0px;background-color: darkred\" \/>\r\n\r\n<div style=\"background-color: none;padding: 0px;font-size: 14px;font-family: Helvetica,Arial;margin: 10px 0px 0px 0px\"><span style=\"color: darkred\"><strong><small>Autor:innen- und Gastbeitr\u00e4ge widerspiegeln nicht notwendigerweise die Meinung oder die Position von BBD, so wie die jeweiligen Verfasser:innen nicht notwendigerweise die Ziele von BBD unterst\u00fctzen.<\/small><\/strong><small>\u00b7 I contributi esterni non necessariamente riflettono le opinioni o la posizione di BBD, come a loro volta le autrici\/gli autori non necessariamente condividono gli obiettivi di BBD. \u2014 <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=11356#copyleft\"><strong>\u00a9<\/strong><\/a><\/small><\/span><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die AG Zukunft Landwirtschaft wirbt f\u00fcr eine uneingeschr\u00e4nkte konventionelle Landwirtschaft Die \u00bbArbeitsgruppe\u00ab Zukunft Landwirtschaft (ZL) h\u00e4lt sich auf ihren Facebook-Seiten nicht zur\u00fcck. 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