{"id":94787,"date":"2025-09-25T17:27:39","date_gmt":"2025-09-25T15:27:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=94787"},"modified":"2026-02-02T08:17:28","modified_gmt":"2026-02-02T07:17:28","slug":"endlich-die-mitbestimmungsrechte-anwenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?p=94787","title":{"rendered":"Endlich die Mitbestimmungsrechte anwenden!"},"content":{"rendered":"<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 15px; border: none; margin-top: 0em; background-color: darkred;\"\/><\/div><p><em>Initiative f\u00fcr mehr Demokratie<\/em><\/p>\n<p>Wir leben nicht, wie immer behauptet wird, in einer nur parlamentarischen Demokratie. Nein, die Reform des Autonomiestatuts 2001 (Art. 47) hat uns B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern mit dem Instrument der Volksabstimmung auch zu Gesetzgebern gemacht und uns die Kontrolle \u00fcber die Gesetze des Landtags \u00fcbertragen. Die <abbr title=\"S\u00fcdtiroler Volkspartei\">SVP<\/abbr> verhindert jedoch mit betr\u00fcgerischen Mitteln seit 24 Jahren die Anwendung dieses demokratischen Rechts. Das geschieht, obwohl \u2014 wie auch in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern \u2014 \u00fcber 70 Prozent der Bev\u00f6lkerung in S\u00fcdtirol zwischen 18 und 80 Jahren angeben, dass Volksabstimmungen f\u00fcr sie mindestens genauso wichtig sind, wie Wahlen (siehe <a href=\"https:\/\/assets-eu-01.kc-usercontent.com\/b5376750-8076-01cf-17d2-d343e29778a7\/c32a2518-d0d0-4aa4-9531-b10fa224fd80\/pressnote_1146128_mit74_2022.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ASTAT-Umfrage<\/a> im November 2022).<\/p>\n<p>Ein erstes Landesgesetz zur Direkten Demokratie wurde 2005 erlassen und ein neues 2018. Beide weisen M\u00e4ngel auf, aufgrund derer ihre Anwendung immer wieder gescheitert ist. Deshalb haben 2023 acht Parteien zwei von der <i>Initiative f\u00fcr mehr Demokratie<\/i> ausgearbeitete Gesetzentw\u00fcrfe eingebracht, die jetzt Anfang Oktober im Plenum des Landtages behandelt werden. Mit ihnen sollen jene mindestnotwendigen \u00c4nderungen am geltenden Landesgesetz zur Direkten Demokratie vorgenommen werden, die n\u00f6tig sind, damit es effektiv anwendbar wird.<\/p>\n<p>Diese Forderung richten in einem <a href=\"https:\/\/www.dirdemdi.org\/images\/de\/pdf\/Offener_Brief_an_Ltabg_mit_verlinktem_Anhang.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Offenen Brief<\/a> bislang 29 Organisationen an die Abgeordneten des S\u00fcdtiroler Landtages. Wir z\u00e4hlen darauf, dass auch m\u00f6glichst viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger diese Petition an den Landtag unterschreiben. Wenn eine beeindruckende Zahl sie unterst\u00fctzt, dann wird der Landtag um diese Forderung nicht herumkommen und uns ist endlich eine vervollst\u00e4ndigte Demokratie gesichert.<\/p>\n<p>Die verlangten Ab\u00e4nderungen im einzelnen sind:<\/p>\n<p><b>Mit dem <\/b><a href=\"https:\/\/www.landtag-bz.org\/de\/politische-akte\/714842?tipoatto=DDL&amp;legislatura=XVII&amp;dataattodal=2023-11-01&amp;dataattoal=2023-12-31&amp;action=search&amp;page=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Gesetzentwurf I<\/b><\/a><\/p>\n<ul>\n<li>wird festgeschrieben, dass Volksinitiativen betreffend die Materie laut Art. 47 Autonomiestatut (Regierungsformgesetze = Wahlgesetz und Gesetz zur Direkten Demokratie und Partizipation) zul\u00e4ssig sind. Das wird seit 2020 von der Kommission der Landesregierung, die \u00fcber die Zul\u00e4ssigkeit der Antr\u00e4ge auf Volksabstimmung entscheidet, anders als bisher aus zweifelhaften Gr\u00fcnden abgelehnt;<\/li>\n<li>wird die Neuzusammensetzung dieser Kommission festgelegt. Dies erfolgt entsprechend den verfassungsrechtlichen Bedenken zur Einsetzung von lokalen Richtern und entsprechend der Regelung in den \u00fcbrigen Regionen Italiens. Durch sie wird einer Befangenheit vorgebeugt und somit unter anderem das Rekursrecht gew\u00e4hrleistet;<\/li>\n<li>wird die Aufgabe dieser Kommission genau definiert und eingegrenzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Begr\u00fcndungen zu den genannten Elementen sind ausf\u00fchrlich im hier verlinkten <a href=\"https:\/\/api-idap.landtag-bz.org\/doc\/IDAP_715577.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Bericht<\/b><\/a>&nbsp;beschrieben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.landtag-bz.org\/de\/politische-akte\/714845?tipoatto=DDL&amp;legislatura=XVII&amp;dataattodal=2023-11-01&amp;dataattoal=2023-12-31&amp;action=search&amp;page=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Gesetzentwurf II<\/b><\/a><b> sieht vor:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>die Einf\u00fchrung der Online-Unterschriftensammlung, so wie sie schon auf staatlicher Ebene genutzt werden kann;<\/li>\n<li>die Absenkung bzw. Staffelung der Anzahl erforderlicher Unterschriften nach Wichtigkeit und Wirksamkeit der einzelnen direktdemokratischen Instrumente;<\/li>\n<li>die Erweiterung des Kreises der Personen, die zur Beglaubigung von Unterschriften berechtigt sind;<\/li>\n<li>dass B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in jeder S\u00fcdtiroler Gemeinde ihre Unterst\u00fctzungs\u00adunterschrift leisten k\u00f6nnen und nicht nur in der Wohnsitzgemeinde;<\/li>\n<li>eine ausreichende Information der B\u00fcrgerInnen \u00fcber eingebrachte Volksinitiativen und Referenden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Erl\u00e4uterungen zu den genannten Elementen sind ausf\u00fchrlich im hier verlinkten <b><\/b><a href=\"https:\/\/api-idap.landtag-bz.org\/doc\/IDAP_715579.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Begleitbericht<\/b><\/a>&nbsp;beschrieben.<\/p>\n<h6><strong>Begr\u00fcndung<\/strong><\/h6>\n<div class=\"petition-reason\" dir=\"ltr\" lang=\"de\">\n<p>Wir, die <i>Initiative f\u00fcr mehr Demokratie<\/i>, setzen uns seit 1994 in S\u00fcdtirol f\u00fcr eine Demokratie ein, die mit den Instrumenten der direkten, partizipativen und digitalen Demokratie vervollst\u00e4ndigt ist (siehe <a href=\"https:\/\/www.dirdemdi.org\/images\/de\/pdf\/Toblacher_Demokratie-Manifest_2023.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Toblacher Demokratie-Manifest<\/a>).<\/p>\n<p><b>Seit 1994<\/b> betr\u00fcgt die SVP die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unseres Landes um die politischen Rechte, die ihnen vom Autonomiestatut (ab 2001) garantiert werden.<\/p>\n<ul>\n<li><b>1997<\/b> mit der Intervention in Rom gegen die Einf\u00fchrung der Volksinitiative, die mit den Stimmen von drei SVP-\u00bbDissidenten\u00ab im Regionalrat beschlossen wurde;<\/li>\n<li><b>2005<\/b> mit einem Gesetz, das ein Beteiligungsquorum von 40 Prozent vorgesehen hat und an dem <b>2009<\/b> die ersten landesweiten Volksabstimmungen gescheitert sind;<\/li>\n<li><b>2013<\/b> mit einem neuen Landesgesetz zur Direkten Demokratie, mit dem keine Volksabstimmungen mehr h\u00e4tten stattfinden k\u00f6nnen, gegen das wir das Referendum ergriffen haben, das die Kommission der Landesregierung mit perfiden Argumenten versucht hat zu verhindern, das aber aufgrund eines Gerichtsentscheids stattfinden konnte und mit dem das Gesetz von den S\u00fcdtirolern abgelehnt worden ist;<\/li>\n<li><b>2018<\/b> mit einem neuen Landesgesetz zur Direkten Demokratie, das schon bei seiner Entstehung mit B\u00fcrgerbeteiligung gravierende M\u00e4ngel aufgewiesen hat und das bei der Verabschiedung im Landtag noch einmal massiv verschlechtert worden ist;<\/li>\n<li><b>2021<\/b> mit dem schwer verst\u00e4ndlichen Versuch der SVP, das eben erst in Anbetracht der N\u00e4he der Landtagswahlen (2018) eingef\u00fchrte Referendum \u00fcber Landesgesetze wieder abzuschaffen, was erneut, nach einem unversch\u00e4mten Versuch der Kommission, es zu verhindern, mit einem Referendum von den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger vereitelt worden ist;<\/li>\n<li><b>2022<\/b> mit einer drastischen Einschr\u00e4nkung des Kreises derer, die bisher berechtigt waren, die Unterschriften zur Unterst\u00fctzung von Volksinitiativen und -begehren entgegenzunehmen;<\/li>\n<li><b>2023<\/b> mit der Halbierung der Einreichfrist f\u00fcr die Durchf\u00fchrung eines Referendums \u00fcber Landesgesetze von 20 auf 10 Tage \u2014 um nur die gravierendsten Betrugsf\u00e4lle zu nennen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Normalerweise werden Landesgesetze erlassen, um angewandt zu werden. Im Fall der \u00bbDirekten Demokratie\u00ab offenbar nicht. Es ist mehrmals ge\u00e4ndert worden oder sollte ge\u00e4ndert werden. Jedes Mal ist es oder w\u00e4re es nicht anwendbar geblieben. Offensichtlich sollte nur der Schein gewahrt werden, um verk\u00fcnden zu k\u00f6nnen, wir h\u00e4tten damit \u00bbein sch\u00f6nes und gutes Gesetz, dem man Zeit geben muss, sich zu bew\u00e4hren\u00ab (so der Fraktionsvorsitzende der SVP am 20. September 2024).<\/p>\n<p><b>Es reicht! Wir lassen uns diesen fortgesetzten Betrug nicht gefallen. Verbreitet und unterschreibt die Petition mit der Forderung, das Landesgesetz zur Direkten Demokratie 22\/2018 endlich anwendbar zu machen.<\/b><\/p>\n<p><strong><a title=\"Petition IfmD.\" href=\"http:\/\/openpetition.eu\/!kmgmh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier geht es zur Petition<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n<!-- Snippets by WebberZone Snippetz --><div class=\"ata_snippets\"><hr style=\"height: 10px;border: none;margin-top: 0px;background-color: darkred\" \/>\r\n\r\n<div style=\"background-color: none;padding: 0px;font-size: 14px;font-family: Helvetica,Arial;margin: 10px 0px 0px 0px\"><span style=\"color: darkred\"><small>I cuntribuc esterns ne spidlea nia for la minonga o la posizion de BBD, nsci coche i\/la aut\u00ebures ne sust\u00ebn nia for i fins de BBD. \u00b7 <\/small><strong><small>Autor:innen- und Gastbeitr\u00e4ge widerspiegeln nicht notwendigerweise die Meinung oder die Position von BBD, so wie die jeweiligen Verfasser:innen nicht notwendigerweise die Ziele von BBD unterst\u00fctzen.<\/small><\/strong><small> \u00b7 I contributi esterni non necessariamente riflettono le opinioni o la posizione di BBD, come a loro volta le autrici\/gli autori non necessariamente condividono gli obiettivi di BBD. \u2014 <a href=\"http:\/\/www.brennerbasisdemokratie.eu\/?page_id=11356#copyleft\"><strong>\u00a9<\/strong><\/a><\/small><\/span><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Initiative f\u00fcr mehr Demokratie Wir leben nicht, wie immer behauptet wird, in einer nur parlamentarischen Demokratie. 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