Hirte Hofer — Donatos Krippendeutungshoheit.

Krippenhofer.Die Neue Südtiroler Tageszeitung (TAZ) hat neulich von einem wirklich unglaublichen Vorfall am Bozner Christkindlmarkt berichtet, der sich so wohl nur in Südtirol zutragen kann. Der neofaschistische Unitalia-Landtagsabgeordnete Donato Seppi hat in der großen Holzkrippe am Waltherplatz doch glatt einen Hirten entdeckt, der niemand anderer als der (abgemagerte) Tiroler Volksheld Andreas Hofer sein soll. Woran er diese krankhafte Beobachtung festmacht, ist unklar — vermutlich daran, dass der Hirte einen Hut und einen Bart trägt. Auf seine über eine Gemeinderatsanfrage (!!) eingebrachte Kritik hin, für die er andernorts bestenfalls ausgelacht worden wäre, hat der Besitzer der Krippe beschlossen — den Hirten zu entfernen! Soviel Ignoranz und Unterwürfigkeit machen mich sprachlos. Frohe Weihnachten!

Im Bild (Ausschnitt TAZ) der entfernte Hirte.

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Landtag verurteilt Umgang mit Siegesdenkmal.

In seiner heutigen Sitzung hat der Südtiroler Landtag zwei Beschlussanträge verabschiedet, die sich mit dem Siegesdenkmal in Bozen befassen. Im ersten Antrag werden die faschistischen Relikte und insbesondere die unkritische Sanierung des Siegesdenkmals aufs Schärfste verurteilt. Der Auftrag an die Landesregierung, sich für die Übertragung der Zuständigkeit für das umstrittene Bauwerk stark zu machen, konnte sich unverständlicherweise nicht durchsetzen und musste gestrichen werden.

Mit dem zweiten Beschluss spricht der Landtag sein Bedauern über die Belastung des Zusammenlebens durch die faschistischen Denkmäler aus. Die Landesregierung wird angehalten, den Staat zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit dem Siegesdenkmal zu bewegen, indem es entfernt oder entschärft wird. Dazu gebe es zahlreiche Möglichkeiten. Außerdem soll eine Dokumentation über faschistische und nationalsozialistische Symbole in Südtirol erstellt werden.

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Unkritische Denkmalpflege.

Das faschistische Siegesdenkmal in Bozen wird mit staatlichen Mitteln aufwändig saniert und wieder in seinen »glanzvollen« Urzustand versetzt. Dagegen hat die Landesregierung endlich offiziell beim Innen- und dem Kulturminister in Rom protestiert. In einem Schreiben hat die für Kultur und Denkmalpflege zuständige Landesrätin Sabina Kasslatter-Mur (SVP) gefordert, die eingeplanten Gelder zu nutzen, um den umstrittenen Bau von Marcello Piacentini in ein Mahnmal zu verwandeln. Diesen Wunsch hatte Landesdenkmalpfleger Leo Andergassen bereits im März an die betroffenen staatlichen Ämter gerichtet.

Obwohl die entsprechende Zuständigkeit längst beim Land Südtirol liegt, hat sich der Staat die alleinige Kontrolle über das Siegesdenkmal bewahrt und beim staatlichen Denkmalamt in Verona angesiedelt. Dies beweist den Stellenwert, den der faschistische Bau in Italien nach wie vor genießt.
Als die Gemeinde Bozen im Jahr 2004 Informationstafeln anbringen wollte, um den historischen Hintergrund des Monuments zu erklären, wurde das vom Kulturministerium abgelehnt. Sie mussten in 50 Metern Entfernung auf Gemeindegrund aufgestellt werden. Das Siegesdenkmal wird also nach wie vor als Siegesdenkmal und nicht als Mahnmal betrachtet und auch als solches saniert.

Die Gelder für die jetzige Restaurierung stammen großteils aus einem zweckgebundenen Fonds, der mit Einnahmen aus dem Lottospiel finanziert wird. ruft alle Südtirolerinnen auf, fortan auf staatliche Glücksspiele zu verzichten, um nicht indirekt den skandalösen Einsatz dieser Mittel zu unterstützen.

In Denkmalnähe befinden sich auf zwei Säulen eine römische Wölfin und ein Markuslöwe als Symbole der Italianità und Zugehörigkeit zum Imperium Romanum. Sie wurden noch vor wenigen Jahren von der Gemeinde (!) restauriert.

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Zweitsprachstudie deckt grobe Mängel auf.

Wie es um die Zweitsprachkompetenzen an Südtiroler Oberschulen bestellt ist, hat die Europäische Akademie Bozen (Eurac) zusammen mit der Uni Trient und dem italienischen und deutschen Schulamt im Rahmen des sogenannten »Kolipsi-Projekts« [Studie: Band 1|2] untersucht. An der Erhebung haben in einem Dreijahreszeitraum rund 1200 Schüler teilgenommen. Die Studie entspricht den anerkannten Richtlinien des »Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen« (GERS) und ist damit auch im internationalen Vergleich aussagekräftig.

Das hier abgebildete Diagramm fasst das Gesamtergebnis zusammen: Fast ein Drittel (30,9%) der italienischen OberschülerInnen (!) kommt über das elementare Niveau A2 nicht hinaus und kann somit höchstens Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen, die mit Bereichen von ganz unmittelbarer Bedeutung zusammenhängen (z. B. Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung).

Noch im sogenannten Schwellenniveau B1 sind die ItalienerInnen (46,7%) vor den SchülerInnen deutscher Oberschulen (44,2%) vertreten. Über dreimal so viele Deutsche (40,3%) wie ItalienerInnen (13%) schaffen anteilsmäßig die Stufe B2 und können somit auch komplexe und abstrakte Themen verstehen oder sich mit Muttersprachlern fließend verständigen.

Knapp elf Prozent der deutschsprachigen, aber nur 4,6% der italienischen SchülerInnen haben die zweithöchste Einstufung erreicht, welche dem GERS-C1-Kriterium entspricht. Dies bedeutet, dass sie ein breites Spektrum anspruchsvoller, längerer Texte verstehen und auch implizite Bedeutungen erfassen können. Außerdem können sie die Sprache im gesellschaftlichen und beruflichen Leben oder in Ausbildung und Studium wirksam und flexibel gebrauchen. Sie können sich klar, strukturiert und ausführlich zu komplexen Sachverhalten äußern und dabei verschiedene Mittel zur Textverknüpfung angemessen verwenden.

Anteilsmäßig fast zehnmal soviele SchülerInnen mit der Zweitsprache Deutsch (4,9%), wie solche mit der Zweitsprache Italienisch (0,5%) erreichen hingegen die höchste GERS-Stufe (C2) — »annähernd muttersprachliche Kenntnisse«.

Das Bild, das sich aus dieser Erhebung ergibt, ist für die Schaffung eines gesellschaftlichen Zusammenhalts in Südtirol sehr düster, besonders was die italienische SchülerInnenschaft betrifft. Und es ist anzunehmen, dass OberschülerInnen mitunter über die besten Zweitsprachkenntnisse verfügen — weil UniversitätsstudentInnen großteils in eine einsprachige Umgebung abwandern und die Sprachkenntnisse nach Verlassen der Schule auch sonst eher abnehmen dürften. Die Sprachpolitik dieses Landes erweist sich also als völlig unzureichend, die Grenzen zwischen den Sprachgruppen abzubauen. Zu diesem Zwecke rufen die Eurac-Forscherinnen auch die Institutionen auf, mehr Gelegenheiten für den Austausch zwischen den Sprachgruppen zu schaffen.


Das von der Eurac nachgezeichnete Szenario macht auch deutlich, warum das katalanische Schulsystem so erfolgreich ist: Es korrigiert nämlich zielgenau die hierzulande vorliegenden Unzulänglichkeiten. Auf Südtirol umgelegt hieße dieses Modell, ein einheitliches Schulsystem für Deutsche und ItalienerInnen zu schaffen, in dem ein stark asymmetrischer Immersionsunterricht zur Anwendung gelangt: Ein Großteil der Fächer müsste auf Deutsch, einige wenige auf Italienisch unterrichtet werden, und zwar für alle. Doch unsere Autonomie braucht die Beibehaltung und Reproduktion von ethnischer Trennung.

Siehe auch:

Kohäsion+Inklusion Plurilinguismo Scola Umfrage+Statistik | Kolipsi | | | Südtirol/o | Eurac | Deutsch

La democrazia diretta nel dilemma etnico.

Thomas Benedikter per Brennerbasisdemokratie

Il sistema di democrazia diretta, come progettato nella “legge migliore” dell’Iniziativa per più democrazia, per un soffio non approvato nel referendum provinciale del 25 ottobre scorso, è teso a dare più voce e potere ai cittadini in quanto tali e nel loro insieme rispetto le competenze politiche provinciali, né di più né di meno. I cittadini avrebbero potuto votare su quasi ogni materia di cui discutono i nostri rappresentanti nel Consiglio ed anche sui megaprogetti decisi dalla Giunta provinciale, non invece sulla modifica dello statuto di autonomia. Un tale sistema può funzionare in una società plurietnica, in cui i gruppi non solo sono diversi per lingua, ma presentano anche caratteristiche sociali ed interessi politici divergenti, sono due mondi intersecanti, ma paralleli? Tali strumenti possono funzionare in una provincia che risente ancora di tensioni etniche? In cui si minaccia ancora “Oggi referendum, domani autodeterminazione?” Si può propagare un’idea liberatrice quale la democrazia diretta, che rafforza i cittadini in quanto tali nei confronti del sistema partitico, se non regna un’atmosfera di fiducia reciproca fra i gruppi che permette di articolare gli interessi politici in forma trasversale?

Naturalmente no, risponderebbe quel giornalista dell’Alto Adige che all’indomani del referendum in un commento allucinante ha spazzato via le proposte dei cittadini come “5 quesiti che puzzano”. “Gli italiani, soprattutto gli italiani”, scrisse Campostrini, “non c’entrano nulla con questi due quesiti sulla democrazia diretta dell’Union für Südtirol: questi quesiti provengono da un mondo culturale pre-urbano, rurale e valligiano. È la piazza dei borghi elvetici che decide sì­ o no per alzata di mano, senza andare troppo per il sottile. Rappresentano un mondo cantonale, dove decidono le famiglie che vivono in valle da venti generazioni, come in Svizzera o come in certe contee della provincia americana profonda, dove lo sceriffo guarda con sospetto non solo lo ‘straniero’, ma anche gli agenti federali arrivati da Washington.” Senza dilungarmi nella delirante idea che si è fatto questo ‘giornalista’, che non solo con incredibile accuratezza attribuisce entrambe le proposte di riforma delle regole referendarie all’Union, ma offende un’avanzata cultura politica quale quella svizzera ed ignora che la democrazia diretta moderna è proprio nata nelle grandi città svizzere e californiane e funziona benissimo in realtà sociali più complesse, si potrebbe dire: se fosse questo l’atteggiamento prevalente nel gruppo italiano della nostra provincia nei confronti di una politica più partecipata, buona notte democrazia diretta.

Effettivamente nell’elettorato di lingua italiana ha dilagato l’astensione. Mentre in 89 su 116 comuni della nostra provincia il quorum è stato raggiunto, in alcuni quartieri di Bolzano si sono recati alle urne neanche il 10% degli aventi diritto. I 6.000 voti mancanti a livello provinciale per raggiungere il quorum sono in primo luogo mancati nelle città, cioè a Bolzano (25% di partecipazione), Merano (28%) e Laives, ma non a causa di un presunto dualismo fra città e valli, ma senza dubbi a causa dell’astensione italiana. Un astensionismo non solo dovuto ai preconcetti ottusi di certi giornalisti e all’ostilità di certi giornali nei confronti della democrazia diretta. Ci sono altri tre fattori essenziali: la carenza di informazione, il ruolo dei partiti italiani e della destra tedesca, la strumentalizzazione delle paure italiane da parte dell’SVP. Buona parte del gruppo italiano inclusi tanti politici sembra essere stato effettivamente informato male. La responsabilità ricade sia sulla Provincia autonoma, che non ha assolto ai suoi doveri previsti dalla legge, sia sui partiti che non hanno seriamente affrontato né l’esigenza né la natura del progetto di riforma, un po’ anche sui promotori dei quesiti stessi che hanno incontrato limiti nella comunicazione interetnica.

Poi, i partiti. La destra italiana ha respinto le proposte sulla Democrazia diretta, mentre i partiti della sinistra (PD, Rifondazione e Italia dei Valori) si sono espressi a favore della proposta dell’Iniziativa senza però minimamente impegnarsi per mobilitare i loro elettori. Anzi, il PD ha abusato dei pannelli ufficiali per pubblicizzare le sue primarie, ed i suoi assessori non hanno levato neanche una timida parola di dissenso quando la Giunta provinciale il 22 ottobre ha cercato di affossare tutte le proposte. L’opposizione tedesca nell’elettorato italiano nella realtà politica sudtirolese ha l’impatto di scardinare un rigetto generico. Il puro fatto che un quesito provenga da un partito come l’Union für Südtirol, discreditata nell’opinione pubblica italiana, basta per gettare il bambino con l’acqua sporca. Lo testimonia meglio di tutti l’atteggiamento di Rifondazione, che ha dedicato due righe al referendum: ha chiamato a votare SI sui quesiti dell’Iniziativa per più democrazia e del Dachverband, ma ha cestinato le tre proposte dell’UNION come razziste e anticostituzionali, travisando che la sua proposta sulla democrazia diretta era quasi identica a quella dell’Iniziativa.

Infine la SVP, che ha astutamente strumentalizzata il clima di sfiducia fra gli italiani. Durnwalder, Messner ed altri nemici dichiarati di più diritti referendari hanno soffiato nel fuoco ipotizzando che in assenza di un basso quorum di partecipazione gli italiani rischierebbero di essere messi continuamente in minoranza da parte “dei tedeschi”. Il segretario SVP Achammer è arrivato a dire a che presto il monumento degli alpini di Brunico sarebbe stato oggetto di un referendum popolare. Volutamente il vertice SVP ha taciuto il fatto che sia la legge vigente sia le proposte di legge referendarie escludono l’ammissibilità al voto di quesiti che possano violare i diritti dei gruppi linguistici, come affermato anche dallo Statuto di Autonomia. In pratica l’SVP si è alleata con la parte più nazionalista dell’elettorato italiano per difendere il suo modello di decisionismo, il suo sistema di potere. Durnwalder a votazione vinta è perfino arrivato a dire che si era riusciti ad evitare che “le valli” abbiano potuto dettare legge: l’illuminato uomo di Falzes che in tema di diritti civili difende la colta cittadinanza urbana dall’urto della plebe rurale…..

Politicamente cosa significa questo voto? Evidentemente la maggioranza dell’elettorato tedesco desidera strumenti più efficaci di partecipazione politica. Dall’altra parte la stragrande maggioranza degli elettori italiani non apprezza regole migliori di partecipazione temendo che possa essere non a vantaggio dei cittadini, ma a svantaggio degli italiani come gruppo. Perciò, il voto può essere interpretato come atto di sfiducia del gruppo italiano nell’elettorato tedesco, invece di fiducia nel vertice SVP che si presenta come forza moderata, capace di mediare gli interessi di tutti, gestendoli a livello di vertici dei partiti e associazioni di categoria.

Cosa significa tutto questo per il futuro di una democrazia diretta migliore per la nostra provincia?In presenza di un quorum del 40%, significa la possibilità di un veto permanente di questa nuova alleanza: basta che il vertice SVP, sostenuto dal giornale dominante, e la maggioranza italiana (che si richiama in primo luogo agli appelli della destra e del giornale italiano dominante) si alleano, per far fallire ogni referendum. Significa che nessun iniziativa popolare potrà passare contro questa alleanza strumentale fra italiani mal informati, disinteressati, impauriti da una parte e sistema di potere della SVP dall’altra, con le varie associazioni di categoria che difendono i loro interessi particolari. Significa che nessuna istanza referendaria di carattere sociale o ambientale, sostenuta con un’ampia raccolta di firme, non ha modo di passare perché non avvallata dalla popolazione di Bolzano-Merano-Laives. Di tal maniera politicamente si apre una nuova spaccatura etnica. La maggioranza della popolazione tedesca chiede di portare a votazione popolare quesiti urgenti che toccano tantissimi sudtirolesi. Ma è bloccata dal quorum, operato dal partito “di raccolta” in connivenza con la maggioranza del gruppo di lingua italiana: così­ si ammazza un diritto civico.

Naturalmente vanno presi sul serio le paure dei cittadini di lingua italiana, certamente va discusso più a fondo una tale riforma dei diritti referendari. La democrazia diretta in Sudtirolo non può funzionare, se non è coinvolta tutta la società; non potrebbe dispiegare i suoi effetti integranti, se il gruppo italiano non fosse coinvolto nella determinazione delle regole, e continuasse a percepire ogni referendum come minaccia, e la democrazia diretta come una “roba dei tedeschi”. Ma dall’altra parte non si può espropriare il 70% della popolazione dall’esercizio di un diritto, solo perché non interessa la maggioranza dei concittadini italiani che abitano a Bolzano-Merano-Laives o perché questa teme che il gruppo di lingua tedesca possa esprimere in forma compatta orientamenti diversi. Affermare che “gli interessi” dei tre gruppi etnici sono troppo diversi oppure che gli interessi degli abitanti delle città e delle valli divergono non è legittimo, perché la politica di interesse provinciale fatta nel Consiglio e soprattutto in Giunta provinciale è unica. È valida per tutti, viene finanziata da tutti i contribuenti, è decisa da politici eletti da cittadini di tutte le parti. Il Sudtirolo non è diviso in cantoni. Questioni attinenti aspetti che rientrano nell’autonomia culturale dei tre gruppi in termini quantitativi sono pochi; le questioni “trasversali” sono assolutamente prevalenti. Quindi a parte clausole più severe per la non-referendabilità di argomenti sensibili per i gruppi etnici, va ribadito il principio che porta a chiedere l’abolizione del quorum: chi va alle urne, deve poter decidere; chi non ci va, lascia decidere gli altri. Nel Wallis bilingue o nei Grigioni trilingui non esiste un diritto di veto di uno dei gruppi nel momento di decidere insieme sulla politica cantonale.

Che fare? La grande sfida sarà quella di coniugare bene il rafforzo dei diritti di tutti i cittadini in quanto tali e la tutela dei diritti dei tre gruppi. Una nuova proposta di legge sulla democrazia diretta può precisare ancora meglio l’esclusione delle materie che possano violare i diritti fondamentali e culturali dei gruppi linguistici. La convivenza va costruita anche dal basso: ci sono centinaia di sforzi ed iniziative del mondo associazionista locale accomunati dagli stessi problemi. Più democrazia diretta promuove l’impegno civico dei cittadini ed il senso di responsabilità fra tutti i gruppi. L’impegno per la soluzione di problemi comune richiede una collaborazione trasversale e crea legami sia fra i gruppi sia fra le persone. È questo il dilemma: lasciare la democrazia diretta cosà­ come la vuole il vertice SVP, significa di fatto bloccare la voglia di contare e l’iniziativa dei cittadini. Lasciare l’iniziativa a qualche partito della destra tedesca ci porta ad una situazione simile a quella scaturita da decenni battaglie referendarie dei Radicali: lo strumento in mano a un piccolo partito di opposizione, non ai cittadini in primo luogo. Dall’altro canto, una vera riforma della democrazia diretta non può far a meno dell’abbattimento del quorum. Possiamo avere fiducia: più partecipazione diretta alla politica provinciale fa crescere una cittadinanza più condivisa di questa terra, al di là delle differenze culturali.

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Tofles dant signoria.

[Enier], 13.10. à l stat, la procura dla Republica, reagì sun les tofles demé per todesch dl AVS (Alpenverein Südtirol) sun na plura penala de Guido Margheri de “Sinistra Democratica” (SD). L AVS à a poura nia dé n vare plu lonch dla giama, sfrian demez ence toponims talians storics sun sies tofles (Bolzano, Bressanone) y sun l sit internet, dantaldut les indicazions d’utl (p.ej. “zur Haltestelle” y nia ence talian).

Tofles dl CAI.L CAI (Club Alpino Italiano) ne la tol nience tant avisa sun sies indicazions (sun la foto tla Val Badia, demé toponims talians). Ironia dla storia él endere che n partì spidic de man ciancia se erj a defene i “toponims tolomeics”, ofizialisés tl temp fascist, dant signoria y nia n partì de man dreta. Dessegur ne é la procura nia la dreta luegia per deslié na problematica essenzialmenter politica: “Dess pa i toponims talians criés da Tolomei y ofizialisés tl temp fascist vegnì reconescius definitivamenter?”.
Sen peiel na outa via les enrescides dla procura per desclarì, sce l AVS à pié do contribuc publics per fé y mete su les tofles y ciugn che é i toponims ofiziai talians. L statut de autonomia rejona de toponomastica bilinga y dl respet dla toponomastica ladina. La provinzia à competenza legislativa primara te chest ciamp, ma ala à enfin a encuei tres sburlé inant chest problem. Sun la pert todescia él dantaldut i partis nazionalistics de man dreta che tira a nuz chest tema.

Übernommen von: Noeles.

Cëla enghe:

Discriminaziun Medien Minderheitenschutz Ortsnamen Politik Recht | | Guido Margheri | Noeles.info | Ladinia Südtirol/o | AVS CAI | Ladin

La vera di toponims.

Sun la chestion di toponims zapa sen ence ite l Comissar dl Govern a Bulsan, Fulvio Testi, pretenan che l AVS mete su les tofles bilinghes (trilinghes! ma en verité dantaldut la dizion taliana) sun i trois da mont y chel tres na sort de ultimatum: anter i 15 de otober. Chest ne vegnirà ben nia tegnù ite, ajache degun partì todesch ne pò se empermete y ne ti darà mai sostegn ai inoms tolomeics ofizialisés dal fascism, tant demanco te chest temp olà che al vegn recordé Andreas Hofer y l’unité de Tirol a Dispruch te valch edema. En plu à la provinzia de Bulsan, aladò dl statut, la competenza primara sun la toponomastica. Demé che al fova na chestion tant zitia che enfin a ciamò ti à n astilé fora. La vera di toponims jirà inant, la chestion cuej.

L AVS (Alpenverein Sudtirol) à dessegur dé n vare massa inant, sfrian demez ence de scemples indicazions sciche “Fermata”, “2 ore a …”, “Bolzano”, “Laives” per talian da sies tofles y sternan dlonch esonims todesc sibe tles valedes ladines che soura les seides provinziales fora. Les diretives vegniva dal aut, dal president Georg Simeoni. Demez con i toponims talians (y en pert con chi ladins)!

Ma nience da pert taliana ne él nia dut enscì, cler, linear y logich, desche la argomentazin se dejouj. Te Sudtirol méssen respeté i derc de na mendranza, autrò tla Talia ne i recònescen nience. An sà, la Talia é n stat che se fej ert de fé valch ativamenter per les mendranzes: la despartizion di ladins é demé un n ejempl eclatant, la situazion di furlans o di ozitans n’autra. Demé cheles mendranzes che giaud de na sconanza particolara tres n tratat internazional: i todesc de Sudtirol (Acord de Paris y 2 ressoluzions dl’ONU per mené do) y i slovens tla provinzia de Triest (tratat de Osimo) é plu al segur giuridicamenter. La Talia à chilò messù se storje a la prescion internazionala. Demé chestes does mendranzes à na brancia internazionala. I autri é sotmetus a les vueies y vueia de dé pro valch dert a na mendranza ne à n tla Talia nia cis. N lingaz de mendranza vegn al plu toleré sciche “coriosité folcloristica locala”, da mete endere dagnora sot a la gran tofla “talianiscim”. Enscì pòn ence giudiché l fat che la court costituzionala à afoné la lege regionala sun na maiour sconanza y promozion tl Friul. Contra l furlan à n fat ti ultims agn na campagna dassen agressiva sun i maiours foliec a livel nazional: dut cie che al vegn fat per promueve l lingaz furlan é n desmazé scioldi publics y vegn demeztroi ridicolisé sciche localism ciaradous. I ladins é ence demé “n ejempl de convivenza” tant die che al é folclor.

Te Sudtirol voléssen sen mazé tres “a ries” la toponomastica de Ettore Tolomei con de vigni sort de argomentazions (16.735 toponims ofizialisés dl 1923 dal rejim fascist, en gran pert traduzions o adatazions al lingaz talian; chest fova demé 1 n pont sun l program de Tolomei, ciala liam dessot). Les origines de chesta toponomastica ne vegn depierpul nia metudes en discuscion. Al contrar: te n iade deventa duc de gran sostegnidours dl “bilinguism”, dl “europeism”, dl “multiculturalism y dl “multilinguism”, ence chi de man dreta che combat da tres contra l statut de autonomia, ma con i toponims tolomeics. Enfinamai l partì SD (Sinistra Democratica – Demokratische Linke) se à damané l respet di toponims tolomeics ofizialisés tl temp fascist tres na plura a la procura. Nience l assessour en ciaria (PD) y vize-president, Christian Tommasini, ne pò se tré sotfora a les prescions dl CAI (Club Alpino Italiano) che ne vuel daldut ne nia renunzié a les traduzions tolomeiches (“Prontuario dei nomi locali dell’Alto Adige” – http://xoomer.virgilio.it/tribunale/), dutaorela ofiziales sun les chertes talianes. A chesta moda cioda i ladins endò de ruvé n iade sot a les rodes de todesc y de talians.

L spirit de Ettore Tolomei da Wikipedia:

http://it.wikipedia.org/wiki/Ettore_Tolomei

http://it.wikipedia.org/wiki/Il_Programma_di_Tolomei

Übernommen von: Noeles.info

Discriminaziun Faschismen Ortsnamen | Italianizzazione | Christian Tommasini Ettore Tolomei | Noeles.info | Friaul-Friûl Italy Ladinia Südtirol/o | AVS CAI Land Südtirol PD&Co. UNO | Ladin