→→ Autorinnen →→ Gastbeiträge →→

  • Benvenuti nella colonia (II).

    Da qualche giorno circolano in rete varie foto di un nuovo cartello apparso alla stazione ferroviaria di Bruneck — ma solo ora sono riuscito a verificare che non si tratti di una bufala. Anche se, a dire il vero,  in cuor mio lo avevo già escluso.

    Il cartello racchiude in sé tutto il disprezzo e il disinteresse per le specificità linguistiche e per la toponomastica storicamente fondata di questa terra, da parte di un’impresa «statale» che qui regolarmente agisce come se si trovasse in una colonia.

    A partire dall’ostinazione pignola con cui applica l’ordine linguistico italiano-tedesco, almeno in quei casi in cui non si lascia direttamente andare al monolinguismo italiano.

    Autrice della foto sconosciuta

    Senza un disprezzo pressoché totale per i nostri diritti e per le nostre prerogative, sarebbe difficile spiegare come dalla progettazione al montaggio del cartello — passando per la realizzazione e il trasporto — nessuno si sia accorto di un errore macroscopico come questo.

    A dimostrare il fatto che non si tratta affatto di una svista isolata, basta ricordare, tra i molti altri esempi, il caso della stazione di Brixen, dove nel 2023 si era addirittura arrivati a montare cartelli con il solo nome italiano:

    Foto di Wolfgang Niederhofer

    E questi episodi non stanno certo diminuendo, ma al contrario sembrano intensificarsi. A dimostrazione di quanto la logica dello Stato mononazionale e monolingue sia pervasiva e necessiti di sforzi immensi — che pochi sono disposti a fare — per adattarsi a quelle poche eccezioni che, almeno finora, non si sono ancora del tutto piegate alle continue spinte omogenizzanti.



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Olympiaprotest in Anpezo auf Erfolgskurs.

    Die Union de i Ladis de Anpezo (ULd’A) hatte kürzlich dazu aufgerufen, ab sofort und für die gesamte dauer der Olympischen Winterspiele ladinische Flaggen auszuhängen. Damit sollte ein stiller, dafür aber gut sichtbarer Protest gegen diese Großveranstaltung, die damit einhergehenden, massiven und umweltzerstörenden Eingriffe sowie insbesondere auch gegen die Marginalisierung der ladinischen Kultur und Sprache zum Ausdruck gebracht werden.

    Offenbar hat die ULd’A damit einen Nerv getroffen, denn der Aufruf scheint auf großen Widerhall gestoßen zu sein. Rund 500 ladinische Flaggen, die die Kulturvereinigung zu diesem Zweck organisiert hatte, waren in kürzester Zeit vergriffen, sodass nun über die Dachorganisation Union Generela in Urtijëi weitere beschafft werden müssen.

    Die Vorsitzende der ULd’A, Elsa Zardini, zeigte sich auch davon beeindruckt, wie viele Nichtladinerinnen sowie Zweitwohnungsbesitzerinnen sich aus Überzeugung oder Solidarität an der Aktion beteiligen. Der Aufruf soll außerdem auch in Col und Fodom, wo zwar keine Sportveranstaltungen stattfinden, aber Publikum untergebracht sein wird, voll eingeschlagen haben.

    Die vielen gut sichtbar an den Fassaden angebrachten ladinischen Flaggen werden ihr Ziel vermutlich nicht verfehlen. Einerseits senden sie eine politische Botschaft an Regierende und Veranstalterinnen, dass die gewählte Top-Down-Vorgehensweise nicht goutiert wird. Andererseits werden die Flaggen wohl auch die Neugier vieler Zuschauerinnen, Athletinnen und Medienleute wecken, sich nach den Hintergründen der Aktion zu erkundigen und der örtliche Identität zumindest etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

    Cëla enghe: 01 02 03 04



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Per lavorare in Québec servirà un esame di francese.

    I diritti e i doveri linguistici in ambito lavorativo in Québec sono già molto ampi. Ma presto gli stranieri che vorranno lavorare nella provincia francofona appartenente al Canada, dopo tre anni di attività dovranno dimostrare un’adeguata conoscenza della lingua francese, pena il ritiro del Certificato di accettazione del Québec (CAQ) — e quindi della residenza. Tale requisito si aggiunge a quello già in vigore per specifiche categorie di lavoratori, ad esempio quelle in contatto con il pubblico o in ambito sanitario, e per le aziende di determinate dimensioni, che devono garantire il loro funzionamento interno nella lingua di Molière.

    Inizia ora un periodo di transizione di tre anni, durante il quale le lavoratrici e i lavoratori in possesso di un Certificato di accettazione avranno tempo di migliorare le loro conoscenze linguistiche, se necessario. Poi, a partire dal 17 dicembre 2028, chi raggiunge i tre anni di lavoro in Québec, dovrà presentare all’amministrazione provinciale una certificazione linguistica idonea per poter continuare a risiedere e svolgere attività professionali.

    Qualche anno fa, i statistici avevano fatto rilevare che tra il 2016 e il 2021 la percentuale di francofoni in Québec si era contratta di 1,5 punti percentuali (79,0% → 77,5%). In seguito il governo quebecchese aveva riformato la legislazione linguistica, inasprendone alcuni aspetti, e inoltre aveva creato un Gruppo d’azione interministeriale «per il futuro della lingua francese».

    Il Sudtirolo invece non ha alcuna possibilità di esigere conoscenze in una delle lingue minoritarie, tedesco o ladino — mentre però la lingua italiana è un requisito fondamentale per ottenere un permesso di soggiorno di lunga durata o la cittadinanza. Ciò rappresenta un fattore di ulteriore minorizzazione.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 | 05 06 07



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Sprachrechte: LH leugnet Verschlechterung.

    Am Mittwoch hat Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) im Landtag der Darstellung widersprochen, dass es um die Zweisprachigkeit im öffentlichen Dienst immer schlechter bestellt sei. In der offiziellen Pressemitteilung heißt es dazu:

    [D]as Narrativ, es würde seit 1972 immer schlechter gehen und man sei nun am Tiefpunkt, stimme nicht. Es habe immer wieder Vorfälle gegeben, die zögen sich in etwa demselben Ausmaß durch.

    – Pressemitteilung des Landtags

    Wie es 1972 war, kann ich nicht sagen, dazu gibt es meines Wissens auch gar keine Daten. Dass sich jedoch die »Vorfälle« stets »in demselben Ausmaß« durchziehen, ist eindeutig irreführend und sachlich falsch. Davon kann keine Rede sein. Allein zwischen 2004 und 2014 hatte das ASTAT beim Recht auf Gebrauch der Muttersprache in öffentlichen Ämtern eine sehr deutliche Verschlechterung konstatiert — im aktuellen Sprachbarometer sind dazu leider gar keine Daten mehr enthalten.

    Außerdem wurden für die Zweisprachigkeitspflicht im öffentlichen Gesundheitsdienst und bei Staatsämtern während der letzten Jahre immer wieder Ausnahmen genehmigt.

    Noch mehr als die negative Entwicklung in vielen Bereichen — etwa auch bei der Sprachgruppenerhebung und bei den Schülerinnenzahlen — beunruhigt mich das nahezu inexistente Problembewusstsein der zuständigen Landespolitikerinnen.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Demütigung für Antholz und Südtirol bei Olympia.

    Die nationalistischen Dynamiken verkennend, die mit einem solchen Großereignis einher gehen, hatte Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) im Jahr 2019 behauptet, wir könnten dank Olympischer Spiele im Schlepptau von Mailand und Anpezo die weltweite Aufmerksamkeit nutzen und die Besonderheiten Südtirols aufzeigen.

    Bislang ist erwartungsgemäß das Gegenteil eingetreten, nämlich eine weitere Unterordnung gegenüber Italien und nationaler Symbolik. Und die Besonderheit, die wir international präsentieren und verfestigen, ist die eines kolonialen Verhältnisses, das Eigenheiten negiert und unsichtbar macht, wo immer es geht.

    Gestern haben die Schützen in einer Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass Antholz mit seiner Biathlon-Arena auf der offiziellen Website olympics.com mit dem faschistisch oktroyierten, kolonialen Ortsnamen dargestellt wird. Um jedoch genau zu sein, hatte zuvor — hier in den Kommentaren — Werner Pramstrahler schon am 14. Jänner auf ebendiese Tatsache aufmerksam gemacht.

    Tatsächlich wird die Sporteinrichtung als Ganzes ausschließlich mit dem zum Zwecke der Entnationalisierung erfundenen Ortsnamen betitelt, und zwar selbst in der deutschen Sprachversion, geschweige denn in den zahlreichen anderen.

    Website olympics.com (Ausschnitt) – Querbalken von mir

    Dies geschieht nicht nur im Titel, sondern zieht sich auch durch die Beschreibung:

    Website olympics.com (Ausschnitt) – Querbalken von mir

    Darüber hinaus wird auch Südtirol mit der kolonialen italienischen Landesbezeichnung tituliert, während der deutsche Name — wiederum selbst im deutschen Text — nur nachgereiht ist:

    Website olympics.com (Ausschnitt) – Querbalken von mir

    Wie schon Werner Pramstrahler in seinem Kommentar hingewiesen hat, werden Sprache, Geschichte und Bräuche lediglich als folkloristisches Beiwerk dargestellt.

    In jenen Abschnitten der Seite schließlich, die wie der Veranstaltungskalender nicht speziell Antholz gewidmet sind, scheint Antholz dann überhaupt nicht mehr auf, da nur noch der italianisierte Name der Arena relevant ist:

    Website olympics.com (Ausschnitt) – Querbalken von mir

    Die Landesregierung hat Südtirol zum Anhängsel einer italienischen Veranstaltung — die Olympischen Spiele trägt Italien aus  — gemacht, ohne die Bevölkerung zu befragen. Zudem war sie anders als angekündigt unfähig, die Besonderheiten unseres Landes in den Vordergrund zu stellen, sondern setzt Südtirol vielmehr einer weiteren sprachlich-kulturellen Demütigung auf internationalem Parkett aus.

    Für eine Kurskorrektur ist zwar noch etwas Zeit, doch selbst damit würde man nur noch Schadensbegrenzung betreiben und jedenfalls keine selbstbewusste Darstellung als ein Land erreichen, das sich vom Rest des italienischen Staatsgebiets unterscheidet.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 || 01



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.

You are now leaving BBD

BBD provides links to web sites of other organizations in order to provide visitors with certain information. A link does not constitute an endorsement of content, viewpoint, policies, products or services of that web site. Once you link to another web site not maintained by BBD, you are subject to the terms and conditions of that web site, including but not limited to its privacy policy.

You will be redirected to

Click the link above to continue or CANCEL